Sud Nr.2 und das Schreckgespenst Elektrolyse?!

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gogglaufdwies
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Sud Nr.2 und das Schreckgespenst Elektrolyse?!

#1

Beitrag von gogglaufdwies » Donnerstag 4. Oktober 2018, 21:16

Mahlzeit und Servus werte Braukollegen,

am gestrigen Tage nach dem zuvor gehenden Brauanlagen Umbau, folgte mein zweiter Sud.
Ein paar Eckdaten:
Rezept IPA No.1
--> Stw.: 16% , 50 IBU , 31 EBC , Ausschlagmenge 24l , HG 21l NG15l
- 4,5kg Pale Ale Malz, 1kg Cara Hell, 1kg Cara Amber, 275g Haferflocken
Einmaischen: 71*C , Kombirast 67*C 70 min , Abmaischen 78*
-20gr Hall. Trad. VW , 21 gr Magnum 70 min , 20gr Casacade 5min , 5gr Hall. Trad. 5min / Nachlaufzeit ca. 30 min ges. Kochzeit 75min

Brauanlage :
Einkocher 29l mit Rührwerksaufbau(neu)
Das Rührwerk besteht aus einem Getriebemotor(China) und ist durch ein PE Kunstoffstück/bolzen von der Achse und dem Paddel getrennt(Vorbeugung Elektrolyse). Die Stromversorgung wird durch ein ATX Netzteil sichergestellt. Der Motor wurde von mir umgepolt verwendet zwecks Drehrichtung :redhead
Trotz Isolierung und Trennung der Komponenten lag zwischen Motorgehäuse und Topf/Wasser eine Spannung von 0,2 Volt an :Grübel
Auch direkt zwischen Achse und Wasser. Ein befreundeter Elektriker vermutet eine kapazitive Spannung.
Die Messung des Widerstands zwischen den Motoranschlüssen und Gehäuse ergab keine Verbindung o. Ausschlag des Messgerätes. Daraus schloss ich, dass die Masse nicht auf dem Gehäuse liegt.

Trotz der unsicheren Lage und Umstände entschloss ich mich einen Sud zu brauen.
Maischen verlief ohne Probleme und Zwischenfälle. Nach dem etwas langwierigen Abmaischen und den Nachgüssen, sah das Malz für mich nicht ungewöhnlich aus(Bild). Beim Hopfenkochen machte mich aber der vorhandene Film oder Haut auf der Oberfläche etwas stutzig (Bild), zudem der graue Randbereich des Schaums.
Dies war bei meinem ersten Sud ein paar Wochen zuvor nicht der Fall. Die Bilder sind auf meiner Dropbox frei einsehbar :thumbsup

https://www.dropbox.com/sh/nylgwn71h6ng ... -Rfoa?dl=0

Nun die Frage an die Profis unter euch, was haltet ihr von dem Zustand des Bieres? Wegkippen oder mal vergären lassen?
Ich bin über jeden Rat und Tipp dankbar.

Grüße goggl auf d wies :Drink

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Re: Sud Nr.2 und das Schreckgespenst Elektrolyse?!

#2

Beitrag von marsabba » Donnerstag 4. Oktober 2018, 21:58

Hallo,
ich kann in den Bildern nichts, aber auch gar nichts ungewöhnliches erkennen. Schaut alles aus wie es sein sollte. Die Haut kannste vergessen.

Auch den 0.2Volt würde ich wenig Bedeutung beimessen. Du kannst ja beim nächsten mal nicht die Spannung, sondern den Strom zwischen Motor und Topf messen. Wenn da nichts ausser ein paar mikroAmpere fliessen, ist alles in Ordnung. Beim Strom am besten auch auf Wechselstrommessung schalten.

Grüße
Martin

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Re: Sud Nr.2 und das Schreckgespenst Elektrolyse?!

#3

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 4. Oktober 2018, 22:04

Drehrichtung des Motors umpolen und eine PC-Netzteil zu verwenden sind ja schon die zwei Hauptgründe für Elektrolyse. Erkennen kann ich auf den Bildern auch nichts, das hätte sich normalerweise schon beim maischen bemerkbar machen müssen. Ausserdem muss ja irgendein metallisches Bauteil sichtbare Schäden aufweisen.

Motor in Standardrichtung laufen lassen (ist auch besser für den Motor) und ein Laptopnetzteil verwenden, würde ich dir zur Sicherheit trotzdem anraten.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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