Irgendwie kommt zu wenig Würze raus

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wandgrab
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Irgendwie kommt zu wenig Würze raus

#1

Beitrag von wandgrab » Dienstag 4. Dezember 2018, 09:27

Moin Leute,
Sonntag haben wir unseren zweiten Sud gemacht, dieser befindet sich bereits im Gäreimer und die Gärung läuft. Soweit alles wie es soll.

Wir haben einen Guinnes-Klon von Maischemalzundmehr gebraut. Dazu hatte ich oben in der Maske 20L Ausschlagwürze und 60% Sudhausausbeute angegeben. Der zweite Wert ist einfach so angenommen, ich habe das noch nicht nachgemessen aber meinte mal irgendwo gelesen zu haben das das ein guter Richtwert sei. Raus kamen 10,4L Einmaischwasser und 13,5L Nachguss.

Das erste große Problem stellte sich beim Läutern dar: es lief unfassbar langsam. Insgesammt brauchten wir mehr als 2 Stunden bis der Läuterboittich mit ein wenig kippen komplett trocken gelaufen war... also stand der Treber definitiv nicht mehr voll mit Flüssigkeit oder ähnliches wir läutern übrigens mit einem Strainbuddy. Leider hat unser Einkocher keine Skala, deswegen wissen wir auch nicht wieiviel Würze wir gekocht haben... Frei nach dem Motto: „passt schon.“

Ne, tuts nicht. Nach dem offenen Kochen hatten wir genau 12L Ausschlagwürze raus. Diese aber dafür aber nicht, wie im Rezept vorgesehen 9,5 P sondern 12,5 P.

Gut, am Ende wird Bier bei raus kommen und vermutlich wird man das auch trinken können. Aber wo zur Hölle kann man ein so hoher Prozentsatz Flüssigkeit verloren gehen? :Waa
"Das ist hier keine exakte Wissenschaft, kipp' das Zeug darein!"

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beercan
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Re: Irgendwie kommt zu wenig Würze raus

#2

Beitrag von beercan » Dienstag 4. Dezember 2018, 09:40

Hallo,
ihr habt 12 l Ausschlagwürze mit 12,5 P rausbekommen wolltet aber nur 9,5 P haben wenn ich das jetzt auf die 9,5P verdünnen würde, hätte man schon knapp 16 Liter Würze. Desweiteren sollte man seine Anlagen-Sudhausausbeute kennen und die Rezepte dahingehend anpassen. Sicherlich ist das beim zweiten Sud etwas schwierig.
Habt ihr die Stammwürze mal vor dem Kochen gemessen diese sollte niedriger sein als die Zielstammwürze, da ja noch Wasser verdampft.
Wie hoch war denn die Sudhausausbeute beim 1. Sud?

Gruß Robert
Durst wird durch Bier erst schön!

http://rb-homebrewery.jimdo.com/ noch in Arbeit.

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matschie
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Re: Irgendwie kommt zu wenig Würze raus

#3

Beitrag von matschie » Dienstag 4. Dezember 2018, 09:41

wandgrab hat geschrieben:
Dienstag 4. Dezember 2018, 09:27
Moin Leute,
Sonntag haben wir unseren zweiten Sud gemacht, dieser befindet sich bereits im Gäreimer und die Gärung läuft. Soweit alles wie es soll.
Hallo!
Raus kamen 10,4L Einmaischwasser und 13,5L Nachguss.
Die Wassermenge hat erstmal nur was mit der Anhalge und wenig mit der SHA zu tun.
Am Anfang muss man sich da bei seiner Anlage erstmal "rantasten".
Also chronologisch am Brautag mal folgende Punkte checken:
  • Maischen mit oder ohne Deckel? -> Verdunstung
  • Wie lange dauert das Aufheizen? -> Je länger, desto länger dauert das Maischen insgesamt -> mehr Verdunstung
  • Wie viel Wasser bleibt im Treber zurück? -> Abhängig von Läutermethode, Schüttung,...
  • Wie lange dauert das Aufheizen bis Kochen? -> s.O.
  • Kesselgeometrie? -> größere Oberfläche -> mehr verdunstung
  • Wie stark kocht es? -> Verdunstung
  • Wie viel bleibt beim Hopfenseihen zurück?
Das ganze ist von Anlage zu Anlage unterschiedlich.
Das erste große Problem stellte sich beim Läutern dar: es lief unfassbar langsam. [...]
also stand der Treber definitiv nicht mehr voll mit Flüssigkeit oder ähnliches
Im Treber bleibt trotzdem Wasser zurück. Das Läutern, gerade bei Stout wo viel Haferflocken drin sind, kann schonmal lange dauern. 2 Stunden ist lang für 20 Liter Ausschlag, aber kommt durchaus schonmal vor. Vermutlich habt ihr den Treber früh "zugezogen"
deswegen wissen wir auch nicht wieiviel Würze wir gekocht haben... Frei nach dem Motto: „passt schon.“ Ne, tuts nicht.
Genau, ihr wisst eben nicht, wo die Flüssigkeit verloren geht. War sie gar nicht erst im Topf drin oder ist sie beim Kochen verdunstet?

Mein Tip: nächstes mal öfter messen.
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