Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#1

Beitrag von Gartenbrauer » Dienstag 9. Januar 2018, 08:19

Im Augenblick kann man bei diversen Onlinehändlern den Nelson Sauvin bekommen.
So geistert mir ein Rezept durch den Kopf.
Ein Bier wie ein Federweißer. Leicht, sehr trocken, etwas säuerlich mit kräftigem Hopfenaroma.

Ich stelle mir das so vor:

Stammwürze 15°P, 9 EBC, 20 IBU, 8 Vol.-%

Brauwasser mit Milchsäure auf -2°dH einstellen
100 % Pale Ale Malz
Maltoserast bei 62 und 67°C für trockenes Bier
Bitterhopfen: Citra für 80 Minuten
Aroma und Whirlpool mit Nelson Sauvin
Hefe: French Saison für einen Vergärgrad von annähernd 100%
Zum Ende der Hauptgärung Zucker zugeben
Dann Stopfen mit Nelson Sauvin.

Kann das was werden?

Gruß
Harald
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#2

Beitrag von Blancblue » Dienstag 9. Januar 2018, 15:25

Mhm, aus meiner Sicht wird das aus diversen Gründen nicht "leicht" genug. Ich würde folgendes machen:

1. Extrahelles Pilsner Malz nehmen plus 15% Weizen oder Maisflocken, also eine Schüttung für möglichst wenig Körper/Vollmundigkeit. Oder Geheimtipp für beerenartige Malzsüße: 15% HaferMALZ.

2. Wie bei einem Triple mit viel Zucker arbeiten. Ich würde auch so 15 Plato anpeilen, davon aber 2-3 Plato durch Zucker

3. Ein Maischeprogramm für hohen EVG wählen - wie vorgeschlagen. Allerdings würde ich noch eine 10 Minuten Eiweissrast einlegen, um der Saisonhefe mehr Futter zu liefern, damit sie nicht zu früh schlapp macht. Hoher EVG ist harte Arbeit...

4. Um diese fruchtige Federweisse Säure zu bekommen, wäre Milchsäure eine Möglichkeit, aber schöner wäre mit Maischesäuerung zu arbeiten. Das heißt nach dem abmaischen die Würze auf ca. 35 Grad abkühlen lassen, in einen Gärbottich füllen, Milchsäure/Lactos dazu geben, Co2 Decke draufgeben, Deckel drauf und dann ein paar Tage stehen lassen, bis du bei einem pH von ca. 3.8-4 angekommen bist. Dann ganz normal mit dem Würze kochen weiter machen. Königsweg wäre natürlich noch mit Brett zu arbeiten, aber das ist ein wenig over-the-top.

5. Hopfen: Imho gibt es bessere Bitterhopfen als Citra, davon abgesehen: Bei einem trockenen, saueren Biere ist die Qualität der Bittere wichtig und weniger ist mehr - sauer und bitter mag sich nicht besonders. Nelson ist auch oft recht harsch bzw. erzeugt eine sehr intensive Bittere. Ich würde eher 10-15 IBU anpeilen, gar keinen Bitterhopfen einsetzen, sondern in Deinem Fall Ariana bei 30, 15 und 5 Minuten sowie Nelson bei Flameout, Whirlpool und Dryhopping.

6. Hefe: Die French Saison ist ein Klassiker, aber ob du die gewünschte Leichtigkeit eines Federweisser damit hinbekommst, ist so eine Sache. Ein Saisonhefe kann sehr würzige, phenolische, pfeffrige Aromen erzeugen. Ich würde versuchen, möglichst wenig Saisonaromen zu erzeugen, d.h. eher overpitchen, kühler anstellen und erst nach 5 Tagen die Temperatur hochfahren. Sehr gut könnte ich mir auch eine Mixed-Fermentation z.B. mit der K-97 Trockenhefe vorstellen, die recht trockene, leicht fruchtige Biere erzeugt, easy über 80% EVG schafft und auch in sehr saurem Milieu noch arbeitet. Hat diese ihre Arbeit erledigt, eine Saisonhefe deiner Wahl dazugeben.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#3

Beitrag von Gartenbrauer » Dienstag 9. Januar 2018, 16:02

Deine Vorschläge hören sich gut an, ich werde sie in das spätere Rezept übernehmen.
Bis auf die Würzesäuerung. Das geht mir zu weit.
Die French Saison habe ich gewählt, weil sie wenig saisontypische Aromen erzeugt.

Die Frage ist aber, ob ein solches Bier schmecken kann, oder der schöne Hopfen verschwendet ist.

Für'n Gulli ist der Nelson Sauvin zu schade.
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#4

Beitrag von Blancblue » Dienstag 9. Januar 2018, 16:42

Das wird schon schmecken, aber ob wie gewünscht nach Federweißer glaube ich nicht ganz.
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#5

Beitrag von ggansde » Dienstag 9. Januar 2018, 18:00

Moin,
ich befürchte der Citra wird alles an filigranen Hefe- und Hopfennoten plattbügeln. Ich würde in Richtung NS Single Hop gehen.
VG, Markus
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#6

Beitrag von Blancblue » Dienstag 9. Januar 2018, 19:10

Mhm, auch wenn Citra echt viel Power hat - hier soll er doch nur zur Bitterung eingesetzt werden - bei 20 IBU ist sein impact doch überschaubar.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#7

Beitrag von Gartenbrauer » Dienstag 9. Januar 2018, 19:32

Vielleicht passt ein Magnum besser.
Hab ich auch da.
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#8

Beitrag von Boludo » Dienstag 9. Januar 2018, 19:56

Federweisser ist doch junger, nicht fertig vergorener Wein.
Der ist doch alles andere als trocken. Da ist noch ordentlich Zucker drin.
Die Österreicher haben dafür übrigens den genialen Namen "Sturm".
Bei ins heißt so was Suser und den trinkt man am besten zu einem Zwiebelkuchen. Das erzeugt dann sehr zuverlässig einen Sturm im Bauch.

Stefan

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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#9

Beitrag von Gartenbrauer » Dienstag 9. Januar 2018, 20:08

Dann sieht mein fertiges Rezept wie folgt aus:

Ausstoß = 28,0 Liter
Stammwürze 12,3 + Zucker =15°P, Restextrakt 1%xmas, Alkohol 8,0 <vol.-%
Bittere 20 IBU, 6 EBC
Malz: 4,4 kg Pilsener, 0,8 kg Weizen
Brauwasser 36 Liter, aufsalzen auf je 100mg CaSO4 und CaCl2 Milchsäure auf -2°dH RA
Maischen:
30 Minuten 57°C
30 Minuten 62°C
20 Minuten 67°C
20 Minuten 72°C
Abmaischen 78°C

Hopfen: Magnum 80 min. Nelson Sauvin 15 min/10 min/0 min

10 minuten vor Ende der Kochzeit 0,750 kg Rohrzucker oder Kandis

Hefe: French Saison

Stopfen für 5 Tage mit 100g Nelson Sauvin

Nachgärung im KEG


Ach ja. Ich braue mit dem BM 20.

Harald
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#10

Beitrag von Gartenbrauer » Dienstag 9. Januar 2018, 20:10

@Stefan

Hast recht Federweisser passt nicht.
Ist mir nur als Erstes in den Sinn gekommen an den Gedanken frischen, hellen und spritzigen Weisswein.
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#11

Beitrag von gulp » Dienstag 9. Januar 2018, 20:37

Gartenbrauer hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 20:10
@Stefan

Hast recht Federweisser passt nicht.
Ist mir nur als Erstes in den Sinn gekommen an den Gedanken frischen, hellen und spritzigen Weisswein.
Dann noch meine 5 Cent : lass den Citra weg, Belle - und French Saison zusammen ansetzen, Nelson Single Hop, mindestens 30 IBU, ca. 15 % Weizenflocken und fertig.

Gruß
Peter
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#12

Beitrag von Blancblue » Dienstag 9. Januar 2018, 20:44

Boludo hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 19:56
Federweisser ist doch junger, nicht fertig vergorener Wein.
Der ist doch alles andere als trocken. Da ist noch ordentlich Zucker drin.
Die Österreicher haben dafür übrigens den genialen Namen "Sturm".
Bei ins heißt so was Suser und den trinkt man am besten zu einem Zwiebelkuchen. Das erzeugt dann sehr zuverlässig einen Sturm im Bauch.

Stefan
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#13

Beitrag von chaos-black » Dienstag 13. März 2018, 12:33

Gartenbrauer hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 20:08
Dann sieht mein fertiges Rezept wie folgt aus:
Wie ist das Bier denn geworden, sofern schon gebraut?
Ich find das Thema auch sehr interessant und hab noch Nelson zuhause :)

Beste Grüße,
Alex

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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#14

Beitrag von brauflo » Dienstag 13. März 2018, 13:02

Hey Alex,
wollen wir vielleicht im April/Mai parallel das gleiche Rezept ausprobieren?
Du GF ich im Dreikessel Setup.
Ich würde mir zu diesem Zweck auch das Göttinger Wasser holen. Dann bleiben die Grundzutaten vergleichbar.
Und dann das Ergebnis vergleichen...
Für so ein Bier habe ich nämlich auch noch NS da.
Ausreichend für komplett single Hop..

Viele Grüße
Florian
________________________________________________________________

... wollte ich immer schon mal machen...


Meine Vorstellung:
viewtopic.php?p=184866#p184866

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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#15

Beitrag von chaos-black » Dienstag 13. März 2018, 13:23

brauflo hat geschrieben:
Dienstag 13. März 2018, 13:02
Hey Alex,
wollen wir vielleicht im April/Mai parallel das gleiche Rezept ausprobieren?
Du GF ich im Dreikessel Setup.
Ich würde mir zu diesem Zweck auch das Göttinger Wasser holen. Dann bleiben die Grundzutaten vergleichbar.
Und dann das Ergebnis vergleichen...
Für so ein Bier habe ich nämlich auch noch NS da.
Ausreichend für komplett single Hop..

Viele Grüße
Florian
Gern, ich würd aber wahrscheinlich noch ein bisschen an dem Ausgangsrezept herumfeilen wollen... lass mal alles weitere per PM klären :thumbsup

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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#16

Beitrag von Gartenbrauer » Dienstag 13. März 2018, 15:47

chaos-black hat geschrieben:
Dienstag 13. März 2018, 12:33
Gartenbrauer hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 20:08
Dann sieht mein fertiges Rezept wie folgt aus:
Wie ist das Bier denn geworden, sofern schon gebraut?
Ich find das Thema auch sehr interessant und hab noch Nelson zuhause :)

Beste Grüße,
Alex
Ich habe das Bier genau nach obigem Rezept gebraut und auch mittlerweile im Ausschank.

Stammwürze = 14,5°P, Restextrakt = 0,5%mas, Alkohol = 7,5%

Es ist Klasse geworden.
Der Schaum steht wie ne Eins.
Der Alkohol nicht schmeckbar.
Trotz niedrigem Restextrakt leicht süßlich im Geschmack, sehr schönes Mundgefühl, wenig Saisonhefearoma.
Und das Hopfenaroma - eben Nelson Sauvin - der absolute Hammer !! :Drink

Das wird auf jeden Fall eines meiner Standardbiere.

Gruß
Harald
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#17

Beitrag von chaos-black » Dienstag 13. März 2018, 16:08

Das klingt ja super! Wie "weinig" ist es denn geworden? Und wie war die Gärführung?

Beste Grüße,
Alex

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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#18

Beitrag von Gartenbrauer » Dienstag 13. März 2018, 18:02

Ein Kollege meinte:"Es schmeckt gar nicht mehr richtig nach Bier".
Es geht also schon in Richtung Weißwein mit leicht bitterem Touch von dem Hopfen.

Gärung im Flur auf der Fußbodenheizung ca. 26°C.

Kalthopfung im Keller bei ca. 11 °C.
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#19

Beitrag von brauflo » Dienstag 13. März 2018, 22:28

Klingt ja wirklich gut.
Mein "Doppelnelson" letztes Jahr hatte noch zu viel Restextrakt ( lag an der Maischeführung) und ich hatte keine Saison-Hefe da..

Klarer Fehler.
Auf ein Neues!
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... wollte ich immer schon mal machen...


Meine Vorstellung:
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#20

Beitrag von gulp » Dienstag 13. März 2018, 22:30

Gartenbrauer hat geschrieben:
Dienstag 13. März 2018, 18:02
Ein Kollege meinte:"Es schmeckt gar nicht mehr richtig nach Bier".
Es geht also schon in Richtung Weißwein mit leicht bitterem Touch von dem Hopfen.


Gärung im Flur auf der Fußbodenheizung ca. 26°C.

Kalthopfung im Keller bei ca. 11 °C.
Dann passt das! :thumbup

Gruß
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Re: Federweißer - Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#21

Beitrag von emjay2812 » Mittwoch 14. März 2018, 07:03

Wobei Federweißer ja eben nicht trocken ist. Da es gärender Most ist, ist eine gewisse Restsüße vorhanden.

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Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#22

Beitrag von Gartenbrauer » Mittwoch 14. März 2018, 07:45

Federweißer ist die falsche Bezeichnung.
Haben wir weiter oben schon festgestellt.

Ich habe versucht den Beitrag zu editieren um den Titel zu ändern, bin aber zu doof.
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Re: Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#23

Beitrag von Boludo » Mittwoch 14. März 2018, 08:28

Du kannst nur eine bestimmte Zeit lang editieren.
Ich hab es mal für dich gemacht. Ok so?

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Re: Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#24

Beitrag von Gartenbrauer » Mittwoch 14. März 2018, 08:53

ja, Danke

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Re: Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#25

Beitrag von C4talyst » Mittwoch 14. März 2018, 10:37

Hallo Zusammen,

Die Rezeptidee kann ich nur empfehlen, ich habe gerade etwas sehr ähnliches am Zapfhahn.

Meine Rezept sah wie folgt aus:
85% Extra Pale Maris Otter
5% Weizenmalz (hell)
5% Münchner Malz (I)
5% Haferflocken
Hopfengaben vom Hallertauer Blanc bei 60, 20 und 10 min auf insgesamt 35 IBU.

Idee war hier noch ein bisschen Malzaroma und Körper zu bekommen mit deutlichem Hopfenaroma um kein "Wasser" trinken zu müssen.
Gemaischt wurde mit kurzer Eiweißrast und 40 min Maltoserast bei 63°C (natürlich mit anschließender Verzuckerung usw...). Die Gärung lief dann mit der WLP566 (Belgian Saison II) bei 20°C in 13 Tagen von 14,2 auf 1,2 °P.

Geschmacklich wäre vermutlich der Nelson Sauvin die bessere Wahl gewesen, die Hefe produziert zwar schöne fruchtige Ester, neben den Saison typischen Aromen aber ein bisschen Mehr "Fruchtigkeit" hätte bestimmt gut zu dem trockenen weißweinartigem Geschmack gepasst.

Außerdem hab ich noch ein paar Flaschen mit einer Mischkultur aus verschiedenen Brett-Bieren abgefüllt, mal sehen was daraus wird.

Hat jemand von euch schon mal Nelson mit Blanc gemischt und gute Ergebnisse zu bekommen?

Viele Grüße

Timo

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Re: Ein Saisonbier mit Nelson Sauvin

#26

Beitrag von Blancblue » Mittwoch 14. März 2018, 16:11

Ich hatte im Januar ein Grünhopfenbier der Munich Brew Mafia mit dem Blanc und das war sehr gut - schöne weinige, leicht würzige plus Grapefruit Noten - echt to, würde ich sogar dem Nelson vorziehen. Aus meinen persönlichen Erfahrungen kann ich nur sagen, dass das kein Easy Going Hopfen ist - Geschmack schwankt und man muss den richtigen Zugabezeitpunkt finden. Und Glück mit der Charge haben...
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