Andechser Spezial Hell

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Bergbock
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Andechser Spezial Hell

#1

Beitrag von Bergbock » Freitag 14. September 2018, 07:57

Ich möchte in den nächsten 2 Wochen ein Märzenbier brauen und orientiere mich am Andechser Spezial Hell, das ich möglichst genau treffen möchte.
Hat jemand "zufällig" Ahnung über IBU und EBC dieses Biers? Ok, ich kann es schätzen, aber falls es jemand wissen sollte, könnte ich mein Rezept gezielter erstellen. Leider schweigt sich die Brauerei über die Werte aus, lediglich Stammwürze (13.5%) und Alkohol (5.9%) werden angegeben.

Frank

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omitz
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Re: Andechser Spezial Hell

#2

Beitrag von omitz » Freitag 14. September 2018, 14:13

Hm, dazu findet sich nicht wirklich was und ich habe jetzt auch kein Rezept parat. Ich gebe dir eher mal so meinen Ansatz als Rückmeldung.

Die IBU werden bei Untappd mit 17 gelistet. Das Bier ist ja eher süss als hopfig, daher könnte das passen. Mit 15-10 IBU liegst du da sicher gut, wobei ja immer die Frage ist, wie gut du dass als Hobbybrauer triffst.

Hopfen: Da gibt es echt keine Info zu. Ich würde einfach Tettnanger oder Tradition nehmen. Bei 15-20 IBU sehe ich das eher unkritisch.
Eine Gabe zu Kochbeginn und eine zur Kochmitte.

Das Bier ist ja nicht direkt hell sondern etwas dunkler/golden. Ich würde Pilsner und etwas Münchner schütten. MüMa so Richtung 5%. Hab kürzlich ein Golden Ale mit 95% Pale und 5% MüMa gebraut und die Farbe wäre ein Ansatz für dich.

Es soll schön malzig werden, also würde ich ne gute Stunde bei 65° Grad rasten. Dazu verzuckern bei 72/73° Grad für ne halbe Stunde.

Hefe: Wyeast 2206 Bavarian Lager. Und da muss halt die Temp passen. Hast du ne Steuerung und die Möglichkeit konstant zu vergären?

Nicht falsch verstehen, aber ich kann es nicht immer verstehen, warum man versucht Biere zu klonen. Mit einem Equipment und als Hobbybrauer trifft man 100% eh nicht. Man kann sich dran orientieren, ok, aber klonen an sich finde ich immer etwas unkreativ. Aber: jeder wie er mag! :thumbup

Viel Erfolg damit und lass uns gerne wissen, wenn du weitere Infos zu dem o.a. Bier - oder das perfekte Rezept - gefunden hast.

Gut Sud!
Timo
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Re: Andechser Spezial Hell

#3

Beitrag von Tozzi » Freitag 14. September 2018, 23:02

Die WLP835 soll angeblich die Andechser Hefe sein. Das wäre dann die "halbe Miete". Ich selber habe da aber bisher keine Erfahrung damit und weiß auch nicht, ob die aktuell erhältlich ist.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Bergbock
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Re: Andechser Spezial Hell

#4

Beitrag von Bergbock » Samstag 15. September 2018, 10:09

Die WLP 835 habe ich vorliegen, genau deswegen kam mir der Gedanke in Richtung Andechser zu gehen. Ich vergäre im Kühlschrank, 10 °C wären angepeilt mit Temperaturerhöhung auf etwa 13°C gegen Ende.
Bezüglich Clone: nein, das muss kein 100%Clone sein, ich wollte mich nur orientieren um den Stil gut zu treffen und da sind bei der Rezeptgenerierung diese Eckwerte recht hilfreich. :Wink
Hopfensorten: ich bin ziemlich sicher, dass die Oberbayern ausschliesslich Hallertauer verwenden, Tradition oder Mittelfrüh wahrscheinlich. Hopfen hätte ich höher geschätzt ob der Tatsache, dass es doch ein etwas stärkeres Bier ist.

Besten Dank!
Frank

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Re: Andechser Spezial Hell

#5

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 15. September 2018, 10:24

Hallo Frank,

da das Bier recht kernig/malzig daherkommt, gehe ich mal stark davon aus, dass die Andechser da ein oder zwei Dekoktionsschritte eingbaut haben.

Gruß

Jürgen

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Re: Andechser Spezial Hell

#6

Beitrag von Bergbock » Samstag 15. September 2018, 11:12

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Samstag 15. September 2018, 10:24
Hallo Frank,

da das Bier recht kernig/malzig daherkommt, gehe ich mal stark davon aus, dass die Andechser da ein oder zwei Dekoktionsschritte eingbaut haben.

Gruß

Jürgen
Das ist sehr gut möglich, verlautbaren tun sie leider nur, dass sie beim dunklen Doppelbock ein Dreimaischverfahren machen.
Zudem sind 5.9% Alkohol bei 13.5 % Stammwürze relativ hoch, die Maltoserast wird also lang sein, was zu einer Kochmaische passen würde.

Frank

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