UG aber was?

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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haefner
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UG aber was?

#1

Beitrag von haefner » Sonntag 18. Oktober 2020, 15:20

Servus Leute,

hab eine WYEAST Bavarian Lager die verbraucht werden muss und kann mich einfach nicht entscheiden was ich brauen soll. Wir haben hier zwar ne dicke Rezeptdatenbank und ich bin durchaus in der Lage mir ein Rezept zu schreiben, dennoch kann ich mich entweder nicht entscheiden oder weiß nicht so recht was ich will und ob das funktioniert. Es muss aber was gebraut werden! Dachte an irgendwas in Richtung Simon Spezial (Fränkisches Braunbier) aber gern mit nem Raucharoma das nicht über das Bamberger Spezial geht. Lust hätt ich dem nen modernen Touch zu verpassen und schiele auf nen Amarillo der weg soll. Anderer Hopfen ginge auch. An Malz hab ich fast alles da oder kaufe halt was zu.

Soll-Eckdaten aus meinem Kopf:

Farbe Rot/Braun
IBU: Unter 30
Plato: 12°-15°
Mildes Raucharoma
Fruchtige Hopfenkombi aber eher dezent
-> https://maischemalzundmehr.de/index.php ... torha4=3.3 Das hier wäre ziemlich interessant. Da stimmen paar Sachen wohl nicht, aber das kann man anpassen. Obs Rauchige da reinpasst?

Euch nen schönen Sonntag und Grüße

Micha

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gulp
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Re: UG aber was?

#2

Beitrag von gulp » Sonntag 18. Oktober 2020, 15:54

65% Redx und 12% Caramalze? Das möchte ich nicht trinken. :Shocked

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

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Ladeberger
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Re: UG aber was?

#3

Beitrag von Ladeberger » Sonntag 18. Oktober 2020, 16:42

Servus Micha,

ich glaube da willst du etwas viel in ein Bier packen, v.a. was Amarillo in einem rauchigen Braunbier angeht. Ich würde hier eine gehaltvolle Basis aus Wiener Malz (50-70 %) und Münchner Malz (20-40 %) mit etwas dunklem Caramalz (2-4 %) und Röstmalz (0,5-1 %) auf die benötigte Farbe bringen. Mit veränderten Anteilen natürlich auch mit Pilsener Malz herstellbar, falls nur das auf Lager ist. Rauchmalz 5 - 10 %. Aromahopfung darf hier gerne ausbleiben oder wirklich ganz dezent mit einer Landsorte kurz vor Kochende ausfallen.

Gruß
Andy

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Re: UG aber was?

#4

Beitrag von Bafra » Sonntag 18. Oktober 2020, 16:57

Servus,

Ich habe Mal ein fränkisches Kellerbier nach folgendem Rezept gebraut und war sehr zufrieden.

https://www.hausgebraut.de/index.php?pa ... BT-2008_50

Bei diesem Bier würde auch eine Rauchnote sehr gut dazu passen.

Gruß
Steffen

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hyper472
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Re: UG aber was?

#5

Beitrag von hyper472 » Sonntag 18. Oktober 2020, 17:29

Rauch und Amarillo halte ich für a weng gewagt...
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: UG aber was?

#6

Beitrag von haefner » Sonntag 18. Oktober 2020, 18:53

Ladeberger hat geschrieben:
Sonntag 18. Oktober 2020, 16:42
Servus Micha,

ich glaube da willst du etwas viel in ein Bier packen, v.a. was Amarillo in einem rauchigen Braunbier angeht. Ich würde hier eine gehaltvolle Basis aus Wiener Malz (50-70 %) und Münchner Malz (20-40 %) mit etwas dunklem Caramalz (2-4 %) und Röstmalz (0,5-1 %) auf die benötigte Farbe bringen. Mit veränderten Anteilen natürlich auch mit Pilsener Malz herstellbar, falls nur das auf Lager ist. Rauchmalz 5 - 10 %. Aromahopfung darf hier gerne ausbleiben oder wirklich ganz dezent mit einer Landsorte kurz vor Kochende ausfallen.

Gruß
Andy
Servus Andy,

ja das ist so ne Idee die mir nicht aus dem Kopf geht. Weil ich nicht weiß ob und wie das sinnvoll ist hab ich mich an euch gewandt :Smile . Grundsätzlich bin ich ja ein Freund von Traditionellen Sachen, aber kanns mir oft nicht verkneifen dem irgendwie meinen Stempel aufzudrücken. Im Zweifelsfall würd ich mich ungefähr an Deinen Vorschlag halten - die Malze hab ich auch alle da. Nur das Rauchmalz mit 2 Jahren ungeschrotet ist vielleicht nicht optimal.
hyper472 hat geschrieben:
Sonntag 18. Oktober 2020, 17:29
Rauch und Amarillo halte ich für a weng gewagt...
Ich könnts mir vorstellen, aber so Risikofreudig bin ich nicht, um es einfach zu versuchen, daher meine Frage - könnt ja sein, einer hat sowas ähnliches gemacht. Wie gesagt, es könnte auch Mandarina Bavaria o.ä. sein.

Gruß Micha

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haefner
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Re: UG aber was?

#7

Beitrag von haefner » Mittwoch 21. Oktober 2020, 19:26

Hab mich dau entschlossen einfach zwei Sude zu machen. Fränkisches Braunbier mit 10% Rauchmalz - ist das vom Typ dann noch eins? Vielleicht zwack ich was ab und experimentiere mal mit Amarillo & co hier etwas in sehr kleinem Rahmen.

Das "Hard Sunset" will ich ob oder gerade wegen der etwas unklaren Parameter etwas modifizieren.

Grundlage: https://maischemalzundmehr.de/index.php ... torha4=3.3

Die Caramalze würde ich reduzieren. Zucker weglassen und die Stammwürze nur über Malze generieren. Meint ihr nicht, die IBU sind etwas lasch? Bei der Stammwürze und den Hofpensorten weiß ich nicht ob das alles zu mastig und fruchtig wird. Im Prinzip geht das ja alles Richtung Bockbier mit fruchtigen Hopfen. Evtl. Amarillo mit Mittelfrüh als WP Gaben. Was meint ihr?

Gruß Micha

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Re: UG aber was?

#8

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 22. Oktober 2020, 09:13

gulp hat geschrieben:
Sonntag 18. Oktober 2020, 15:54
65% Redx und 12% Caramalze? Das möchte ich nicht trinken. :Shocked

Gruß
Peter
Da hilft auch keine wohlklingende Beschreibung oder schönes Bild, um aus einer Platobombe (15,5°P) mit Restextrakt von 6,25% ein "Hard Sunset" für den Sommer 2020 zu machen :Ahh
Das wäre mir sogar für den Winter vorm Kamin zu süß und pappig.
Gruß, Daniel

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Re: UG aber was?

#9

Beitrag von rauchbier » Donnerstag 22. Oktober 2020, 12:24

Bin gerade in der gleichen Situation mit der gleichen Hefe. Ich werde einen Rauchbock brauen. Soll den Rauchbock der Spezial Brauerei Bamberg ergeben. Da es dazu kein Clon-Rezept gibt, werde ich mir die nächste Zeit nen Rezept überlegen

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