Raspberry Milk Stout

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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London Rain
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Raspberry Milk Stout

#1

Beitrag von London Rain » Donnerstag 19. November 2020, 22:50

Hallo zusammen,

ich hatte vor Jahren mal von Hanscraft das Rebel Unchained, ein Raspberry Milk Stout, und wollte immer mal ein Bier in die Richtung nachbrauen. Erstaunlicherweise findet man hier im Forum quasi keine Treffer dazu. Hat nicht schon mal jemand so was gebraut? Ich bin auf der Suche nach Inspiration dazu.

Zum Beispiel stellen sich die Fragen: Wie viel Milchzucker? Gibt es erprobte Rezepte für Milk Stouts an sich? Hat da nicht hier schon mal jemand zusätzlich noch Himbeeren hineingegeben?

Auf der Hanscraftseite selber findet man leider gar keine Informationen mehr zu dem Bier.

Hier findet sich zumindest noch folgendes an Infos:
Alk. 7,1 % vol
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Milchzucker, Himbeeren

Viele Grüße
Tim

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coyote77
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Re: Raspberry Milk Stout

#2

Beitrag von coyote77 » Freitag 20. November 2020, 13:37

Ich hänge mich mal dran, das interessiert mich auch.Ich hab dieses Jahr ein Weizen mit Himbeeren gebraut, ein Milk Stout stelle ich mir auch toll vor.
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Raspberry Milk Stout

#3

Beitrag von graf_drakeli » Sonntag 22. November 2020, 20:45

such mal blueberry milkstout. Kannst du dann ja analog mit den Himbeeren machen. Habe gerade ein normales Milk Stout in der Gärung. Habe 500g Laktose auf 19l eingsetzt.

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London Rain
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Re: Raspberry Milk Stout

#4

Beitrag von London Rain » Sonntag 22. November 2020, 21:18

Meinst du das hier?
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... torha2=6.5

So wie im Anhang wäre gerade meine Idee.
Dateianhänge
RMS.PNG

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Re: Raspberry Milk Stout

#5

Beitrag von graf_drakeli » Montag 23. November 2020, 23:19

Ok fangen wir mal an:

Ja, das wäre eines derjenigen welchen. Gibt auch verschiedene Arten die Beeren ins Bier zu bringen.

Malz passt soweit, evt. Röstgerste noch um 30g runterdrehen.
IBU würde ich auf unter 30 senken.
Hopfen empfehle ich den klassischen Engländer East Kent Goldings.
An Hefe eine nehmen, die nicht soweit runtervergärt, um dadurch mehr Restsüße zu behalten. Da wäre die S-04 ein interessanter Kandidat. Ich weiß allerdings auch nicht, wie "süß" das Original ist.

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Re: Raspberry Milk Stout

#6

Beitrag von BrauSachse » Dienstag 24. November 2020, 23:36

Hi Tim,

ein Milk Stout habe ich noch nicht gebraut, aber Himbeerbier und Stout. :redhead

Die Himbeeren bringen ziemlich viel Säure ins Bier, ich gleiche das mit 40 g/l Lactose aus, aber eine Restsäure ist trotzdem vorhanden. Angesichts der zusätzlichen Röstaromen bei einem Milk Stout vermute ich, dass diese Menge an Lactose ausreichen sollte, denn die Röstaromen wirken der Säure auch entgegen (oder nicht?).

Vielleicht bietet sich hier eine Vergärung mit einer Hefe an, die Restsüße lässt (wie oben bereits vom Grafen erwähnt) und keine Maltotriose vergärt, wie z.B. Windsor oder S33. :Grübel Mit der S04 habe ich keine Erfahrung.

Viele Grüße
Tilo

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Re: Raspberry Milk Stout

#7

Beitrag von London Rain » Donnerstag 26. November 2020, 20:49

Danke für das Feedback. IBUs hab ich auf 30 gesenkt. Hefe nehm' ich jetzt die Windsor. Mit dem Verhältnis aus Chocolate Malt und Röstgerste hab ich gute Erfahrungen gemacht. Hopfen lass ich auch so. Ist eh nur die Bittergabe und der muss weg.

Danke!
Tim

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Re: Raspberry Milk Stout

#8

Beitrag von Pappelbräu » Freitag 27. November 2020, 09:40

Ich finde Milkstouts manchmal schwierig, wenn sie zu süß sind (vor allem auch mit Vanille). Daher würde ich auch auf gar keinen Fall den Röstmalzanteil runterdrehen, lieber so von Milka Richtung Zartbitter gehen, wenn Ihr versteht was ich meine...
Die S-04 ist auf jeden Fall sehr gut für ein Stout geeignet, aber so wahnsinnig niedrig vergärt sie ja auch nicht. Die S-33 gefällt mir gut (soll ja sogar gut für ein NEIPA sein...).
Das Verhältnis von Säure zu Röstmalzbittere ist nicht unentscheidend denke ich, Stouts mit viel Röstmalz sind sowieso schon recht sauer. Nicht ganz einfach, Frucht, Milchzucker und Röstmalz auszutarieren...
Aus dem Gefühl könnte ich mir vorstellen, dass 0.75 kg Himbeeren auf 10 Liter nicht so wahnsinnig viel sind, und 8 % Röstmalzanteil ist auf keinen Fall am oberen Anschlag, da würde vielleicht auch mehr gehen.
Du könntest auch den Caramalzanteil noch etwas erhöhen, wenn die Süße nicht nur aus dem Milchzucker kommen soll...
Tobias

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