[Rezeptcheck] XPA

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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[Rezeptcheck] XPA

#1

Beitrag von schlupf » Mittwoch 16. Mai 2018, 14:31

Moin,

In Neuseeland bin ich auf dem Geschmack von XPA gekommen. Das hat mir zwar erstmal nichts gesagt, aber es steht für Extra Pale Ale. Es ist im Vergleich zu einem normalen Pale Ale sowohl extra-pale, extra-hopfig und extra-schlank.
Vom Trunk her erinnert es eigentlich fast an ein schlankes deutsches Pils nur mit viel mehr (meist New World) Hopfenaroma.

Bei uns steht Mitte Juni eine größere Feier an und deshalb will ich gleich nächsten Montag, nach unserem Urlaub den Sud ansetzen, damit es vielleicht noch fertig wird.

Hilfe benötige ich vor allem beim Hopfen. Ich hätte am liebsten ein Aroma Richtung "zitruslastiges Multivitamin" mit Azacca als Leithopfen.
Ich hätte sonst noch Chinook da und bin am überlegen, ob ich den Anteil vom Cascade stattdessen 50:50 Chinook und Cascade machen sollte...
Hätte aber auch noch etwas Polaris da, aber ich denke nicht, dass der dazu passt...oder doch?

Orientiert habe ich mich grob an diesem Klon-Rezept: http://beersmithrecipes.com/viewrecipe/ ... anhead-xpa

Wie auch immer, das ist bisher mein Rezept, was meint ihr dazu?

Rezept "Abendstern XPA" (Spezial-Bier)
Extra Pale Ale - Erfrischend und hopfig nach neuseeländischer Art

Ausschlagmenge: 27l
Stammwürze: 11.9°P
Alkohol: 5%vol
Bittere: 43IBU
Farbe: 7EBC

Schüttung:
4900g Pilsner Malz (85%)
600g Weizenmalz hell (10%)
250g Münchner Malz Typ II (4%)

Zusätze:

Wasser:
Hauptguss: 23l
Nachguss: 11.8l

Maische:
5750g Schüttung Einmaischen in 23 Liter Wasser mit 73°C ergibt 67°C. 75 Minuten Rast.
Abmaischen wenn Jodnormal

Hopfen (Gesamtkochzeit 75 min):
50g Cascade Pellets 7.3%α 15min Kochen (21 IBU, 49%)
50g Azacca Pellets 12.7%α 5min Kochen (22 IBU, 51%)
50g Azacca Pellets 12.7%α 4 Tage Stopfen nach HG
50g Cascade Pellets 7.3%α 4 Tage Stopfen nach HG

Hefe:
15g Erbslöh BrewMaster Ale Yeast (rehydriert und beim Anstellen mit Aquarienpumpe und Sprudelstein belüftet), Gärung bei 18°C im Fermentasaurus mit Spundung am Ende der HG

Als Wasser hätte ich mir folgendes spontan überlegt:
Screenshot_20180516-195849~2.png
Ich freue mich über jedes Feedback; bei eigenen Rezepten bin ich noch sehr unsicher, schließlich hat man am Ende 2 Kästen von dem Gebräu...

Viele Grüße aus Kenting,
Sebastian

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#2

Beitrag von afri » Mittwoch 16. Mai 2018, 15:17

Das Mü würde ich weglassen, wenn es Pale (hell) werden soll. Ist zwar nicht viel, aber immerhin.
Achim
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Re: [Rezeptcheck] XPA

#3

Beitrag von clmnsk » Mittwoch 16. Mai 2018, 15:34

Heidelberger Malz (extra helles Pilsener) kennst du?
Damit kriegst du es richtig hell hin.
Grüße, Clemens
---
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10L Topf BIAB - Kühlschlange - Ikea 10L PP-Container

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#4

Beitrag von schlupf » Mittwoch 16. Mai 2018, 16:06

Hm...

Ich habe das MüMa drinnen, weil das Rezept, an dem ich mich orientiert hatte PiMa und Pale Ale Malz hatte, den Teil wollte ich mit PiMa und MüMa ersetzen. Aber es soll jetzt auch nicht das hellste Bier der Welt werden. Der Stil ist halt nur "extra-pale" im Vergleich mit normalem Pale Ale, das ja nicht sooo richtig hell ist.

Viel mehr spielt hier rein, dass es ohne Cara-Malze auskommen soll. Deshalb habe ich die Rast jetzt erstmal bei 67°C angesetzt, weil ich vermute, dass es ohne Caras auch so trocken genug wird und es bei 65° oder 64° schon zu leer werden könnte...

Aber das Malz spielt bei dem Stil sowieso nicht die erste Geige.

Wichtiger wäre, was ihr zu den Hopfen sagen würdet!
Passen Azacca und Cascade zusammen?
Könnte Chinook noch helfen oder eher nicht?
Polaris vielleicht sogar?

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#5

Beitrag von flying » Mittwoch 16. Mai 2018, 17:45

Für "zitruslastiges Multivitamin" passt der Galaxy zu 100%!
Held im Schaumgelock

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(John Ciardi)

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#6

Beitrag von Felix83 » Mittwoch 16. Mai 2018, 19:07

Übrigens auch Callista/Melon/Citra. Die Kombi gibt Maracuja/Melone pur.
When you don't know what you are doing, anything is possible. - Tony Magee

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#7

Beitrag von C4talyst » Mittwoch 16. Mai 2018, 20:54

Hi Sebastian,

Wenn du Multivitamin willst, würde ich dir empfehlen den Cascade durch El Dorado zu ersetzen, der ist gerade in höheren Dosen unfassbar fruchtig. Falls du dran kommst bietet sich natürlich noch ein Riwaka oder Nelson an, dann hast du auch gleich noch den Neuseeland flashback dazu ;)

Das Münchner Malz würde ich übrigens auch drin lassen, Behemoth nutzt das z.B. auch oft in den sehr hopfigen Bieren!

Falls du noch Ideen brauchst, dann schau dir mal das Liberty - Hoptical Illusion an, das war unfassbar gut!

Grüße

Timo

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#8

Beitrag von tbln » Mittwoch 16. Mai 2018, 21:24

Bist du dir mit den 43 IBU sicher? Ich würde die letzte Hopfengabe in den WP schmeißen. Dry Hopping bringt IBUs (wenn auch weniger bitter) - bei so einem schlanken Bier, kann das ja doch schnell nach hinten losgehen. http://scottjanish.com/increasing-bitte ... y-hopping/

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#9

Beitrag von schlupf » Donnerstag 17. Mai 2018, 01:08

Danke schonmal, Galaxy, Callista und El Dorado kommen auf die Einkaufsliste für's nächste Mal.
Diesesmal muss ich nehmen, was da ist. Ich komme erst am Wochenende zurück aus dem Urlaub und Mitte Juni soll schon getrunken werden.

Mit den IBUs runter gehen ist vielleicht gar nicht schlecht. Bei der Rezeptvorlage habe ich auch einen besonders bitteren Vertreter erwischt. Andere XPA haben nur 18IBU.

Vielleicht dann auch eher mit einem etwas konservativeren Hopfenschema mit Bittergabe?
So in etwa:

Hopfen (Gesamtkochzeit 75 min):
5g Herkules Pellets 17.8%α 60min Kochen (9 IBU, 32%)
50g Cascade Pellets 7.3%α 5min Kochen (13 IBU, 46%)
50g Azacca Pellets 12.7%α in den Whirlpool (6 IBU, 21%)
50g Azacca Pellets 12.7%α 4 Tage Stopfen nach HG
50g Cascade Pellets 7.3%α 4 Tage Stopfen nach HG

Das kommt dann nach Müggelland auf 28 IBU. Damit sollte es etwas massentauglicher sein.

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#10

Beitrag von schlupf » Sonntag 10. Juni 2018, 22:50

Moin,

Der Sud ist heute im Keg gelandet und natürlich auch schonmal probiert worden.
Ein Jahrhundertsud... Schön schlank, nicht bitter und richtig schön hopfig. Als Hefe habe ich jetzt spontan auf US-05 umgeschwenkt, weil ich noch eine liegen hatte, die noch weg musste. Die hat auch bei 17°C bis auf 85% EVG runtergearbeitet.
Und obwohl noch etwas Rezens fehlt, hat es einen tollen haltbaren und feinporigen Schaum.

Ein tolles Sommerbier!

Vielen Dank nochmal für die Anregungen und viele Grüße,
Sebastian
IMG_20180610_125134.jpg

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#11

Beitrag von FloNRW » Dienstag 26. Juni 2018, 13:41

Moin,
ich bin am überlegen, ob ich das Rezept leicht verändert brauen soll.
https://brauerei.mueggelland.de/rezeptd ... 14413.html
als Hefe die Danstar Nottingham Ale
hat jemand Erfahrungen mit der Kombi: Centennial und Hallertau Blanc? Harmonisieren die beiden Hopfen Sorten? Oder erdrückt der eine den anderen?
Bin für jeden Tipp/Hinweis dankbar!
Mit Biersinnlichen Grüßen
Florian :Drink

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#12

Beitrag von schlupf » Mittwoch 27. Juni 2018, 07:08

Moin Florian,

Ich habe mir das Mal angeguckt und könnte mir vorstellen, dass der Centennial deutlich dominieren könnte. Wenn man danach geht, was bei Müggelland eingepflegt ist, hat der Centennial 2% Ölgehalt, der Blanc aber nur 1,5%. Dazu nimmst du vom Blanc weniger beim Stopfen, als vom Centennial.

Ob sie vom Aroma her harmonisieren weiß ich nicht.

Die Notti sollte auch eine gute Wahl sein, da sie auch recht hochvergärend ist. Ziel ist ja ein besonders schlankes Bier mit hoher drinkability, also lieber verdünnen, als sich über ein mehr an Stammwürze freuen.

Und nach Kochende schnell abkühlen, sonst wird's zu bitter.

Viele Grüße,
Sebastian

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#13

Beitrag von FloNRW » Mittwoch 27. Juni 2018, 08:36

Hi Sebastian,
danke für die Informationen.
Vielleicht probiere ich das Rezept als Single Hop und nehme nur den Centennial ?!
Hab es mal bei Müggelland angepasst und muss sagen rein theoretisch schaut es gut aus :)
Mit Biersinnlichen Grüßen
Florian :Drink

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#14

Beitrag von schlupf » Mittwoch 27. Juni 2018, 08:51

Klar, wenn du den Centennial gerne magst.

Wird halt ein anderes Bier. Mit Azacca und Cascade war es Multivitamin/Fruchtkorb -artig vom Azacca mit dem typischen Cascade Einschlag. Das geht eigentlich fast in eine ähnliche Richtung wie NEIPA. Beim Centennial sagt Hopfen der Welt: Zitrus, kräuterig, harzig. Das wäre dann geschmacklich vermutlich eher die Westcoast-Richtung.

Versuch macht kluch!

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#15

Beitrag von slimcase » Samstag 18. September 2021, 14:35

Hallo Sebastian und der Rest,

am Montag möchte ich auch einen Versuch unternehmen das XPA zu brauen. Die "Mischung" aus Schlankheit und IPA hat mich sehr neugierig gemacht. Mir liegen da allerdings noch ein paar Fragen auf der Seele. Per PN hatte ich bei Sebastian schon ein paar Infos eingeholt aber da sich bei mir jetzt noch weitere Fragen auftuen dachte ich es wäre sinnvoll, dass in diesen Thread zu schreiben damit andere User vlt auch etwas davon haben.

1.) Wasseraufbereitung

Ich habe begrenzte Möglichkeiten was die Wasseraufbereitung betrifft und kann eigentlich nur mit abgekochtem Wasser und Milchsäure arbeiten. Bei Hellem und Lagerbieren konnte ich damit gute Ergebnisse erzielen. Wenn ich mein Brauwasser auf 1,44°dH einstelle, so wie schlupf es auch bei seinem Brauwasser getarn hat, lande ich bei einem pH Wert nach dem Maischen von 5,74.

Ich meine mal gelesen zu haben, dass der pH Wert immer wichtiger ist als die Härtes weshalb man immer (bei Hellem, Lager, Pils usw) einen pH Wert zwischen 5,4 und 5,6 anstreben sollte. Auch wenn der °dH Wert dabei tief ins Minus fällt.

Wenn ich mein Brauwasser mit Milchsäure auf einen pH Wert von 5,5 einstelle zieht das einen Härtewert von -12,8°dH nach sich.

Ich bin jetzt unsicher welchen der beiden Werte ich priorisieren sollte, hat da jemand einen Tip?

2.) Hopfen kochen

Laut MMuM steht im Rezept:
Würzekochzeit: 75 min
Herkules: 5 g - 17,8% α-Säure - 60 min
Cascade: 50 g - 7,3% α-Säure - 5 min
Azacca: 50 g - 12,7% α-Säure - 0 min
Ich selbst habe für den Brautag am Montag:
Herkules: 17,3% α-Säure
Cascade: 5,6% α-Säure
Mosaic: 11,2% α-Säure
Nun kann ja im Rezept bei MMuM die Alphasäuren anpassen und die Menge der Gabe wird dementsprechend auch angepasst.

Mach ich dies für jede Hopfengabe oder nur für die Bitterhopfengabe? Ich habe Angst wenn ich das stumpf anpassen, dass das XPA evt zu aromatisch wird.

Mich verunsichert auch, dass eine Kochzeit von 75 Minuten angegeben wird, die erste Hopfengabe aber 60 Minuten kochen soll?

Über Tips und anregungen würde ich mich freuen :)

Liebe Grüße

Danilo

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#16

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Samstag 18. September 2021, 16:33

Hopfengaben umrechnen musst du für jede einzelne Sorte extra machen.
Grpßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#17

Beitrag von slimcase » Samstag 18. September 2021, 16:36

Hallo Dieter,

jap das wusste ich. Die Frage ist ob ich dass grundsätzlich machen muss bzw die Alphasäure immer der entscheidende Faktor ist wenn es darum geht Hopfen der vom Rezept abweicht anzupassen.

Gruß

Danilo

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#18

Beitrag von Hans A. » Sonntag 19. September 2021, 09:47

Relevant ist der Maische-pH, das kann bei sehr hellen Schüttungen schon mal ~-10dH sein. Unbedingt die Wahrnehmungsschwelle für Milchsäure beachten.

Zum Umrechnen des Hopfen gilt: Für Bitterung Anpassung nach Alpha-Säure, für WP und Stopfen Umrechnung nach g/l gemäß Rezept.

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#19

Beitrag von Mehrbier » Sonntag 19. September 2021, 22:27

Hans A. hat geschrieben:
Sonntag 19. September 2021, 09:47
Relevant ist der Maische-pH, das kann bei sehr hellen Schüttungen schon mal ~-10dH sein. Unbedingt die Wahrnehmungsschwelle für Milchsäure beachten.

Zum Umrechnen des Hopfen gilt: Für Bitterung Anpassung nach Alpha-Säure, für WP und Stopfen Umrechnung nach g/l gemäß Rezept.
Sollte man nicht auch den Gehalt an Ölen im Auge behalten, beim WP und stopfen?
slimcase hat geschrieben:
Samstag 18. September 2021, 14:35

Mich verunsichert auch, dass eine Kochzeit von 75 Minuten angegeben wird, die erste Hopfengabe aber 60 Minuten kochen soll?

Über Tips und anregungen würde ich mich freuen :)

Liebe Grüße

Danilo
Ich schätze, dass der Eiweißbruch abgewartet werden soll vor der ersten Hopfengabe.
Gruß
Gerdi

„Kein neues Bier brauen, weil der Kühlschrank voll ist, ist aber auch keine gute Option.“

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#20

Beitrag von slimcase » Sonntag 19. September 2021, 22:28

Hans A. hat geschrieben:
Sonntag 19. September 2021, 09:47
Relevant ist der Maische-pH, das kann bei sehr hellen Schüttungen schon mal ~-10dH sein. Unbedingt die Wahrnehmungsschwelle für Milchsäure beachten.

Zum Umrechnen des Hopfen gilt: Für Bitterung Anpassung nach Alpha-Säure, für WP und Stopfen Umrechnung nach g/l gemäß Rezept.
Was ist WP?

Danke für den Tip

Gruß Danilo

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#21

Beitrag von afri » Sonntag 19. September 2021, 22:51

slimcase hat geschrieben:
Sonntag 19. September 2021, 22:28
Was ist WP?
Whirlpool, das andrehen der Suppe vor dem Seihen.
Achim
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Re: [Rezeptcheck] XPA

#22

Beitrag von slimcase » Sonntag 19. September 2021, 22:55

afri hat geschrieben:
Sonntag 19. September 2021, 22:51
slimcase hat geschrieben:
Sonntag 19. September 2021, 22:28
Was ist WP?
Whirlpool, das andrehen der Suppe vor dem Seihen.
Achim
Verdammt jetzt wo du es sagst :Ahh

Danke für die Hinweise und Ratschläge :Smile

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#23

Beitrag von Hans A. » Sonntag 19. September 2021, 23:57

Mehrbier hat geschrieben:
Sonntag 19. September 2021, 22:27
Hans A. hat geschrieben:
Sonntag 19. September 2021, 09:47
Relevant ist der Maische-pH, das kann bei sehr hellen Schüttungen schon mal ~-10dH sein. Unbedingt die Wahrnehmungsschwelle für Milchsäure beachten.

Zum Umrechnen des Hopfen gilt: Für Bitterung Anpassung nach Alpha-Säure, für WP und Stopfen Umrechnung nach g/l gemäß Rezept.
Sollte man nicht auch den Gehalt an Ölen im Auge behalten, beim WP und stopfen?
Klar, das wäre korrekt. Das Problem ist aber, dass der Gehalt i.d.R. nicht im Rezept angegeben ist und vermutlich auch selten den Autor*innen bekannt; insofern einfach näherungsweise über die Menge.

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#24

Beitrag von cesc » Dienstag 21. September 2021, 09:31

schön dass der Thread hier wieder ausgegraben wurde - so bin ich auch drauf aufmerksam geworden.
XPA kannte ich bisher noch garnicht aber das wird mal probiert !

Hab noch Nelson Sauvin im Gefrierer meint ihr das wird was als Single Hop (natrl. zum bittern irgendwas anderes)

Lg
Chris

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#25

Beitrag von schlupf » Dienstag 21. September 2021, 10:13

cesc hat geschrieben:
Dienstag 21. September 2021, 09:31
schön dass der Thread hier wieder ausgegraben wurde - so bin ich auch drauf aufmerksam geworden.
XPA kannte ich bisher noch garnicht aber das wird mal probiert !

Hab noch Nelson Sauvin im Gefrierer meint ihr das wird was als Single Hop (natrl. zum bittern irgendwas anderes)

Lg
Chris
Moin Chris,

XPA als sehr schlankes Bier mit eher neutraler Hefe, wo auch nicht viel Aroma vom Malz kommt, bietet sich meiner Meinung nach total gut als Grundlage für Single Hop Experimente an. Allerdings würde ich es eher im Frühjahr für die Sommerzeit brauen.

Stiltypisch sind allerdings eher die klassischen IPA Hopfen in der Zitrus Richtung oder die australischen und neuseeländischen New World Hopfen, wovon ich den etwas weinigen Nelson aber tendenziell ausnehmen würde.

Aber als Grundlage um den Hopfencharakter kennen zu lernen finde ich XPAs ziemlich gut.

Viele Grüße
Sebastian

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Re: [Rezeptcheck] XPA

#26

Beitrag von cesc » Mittwoch 22. September 2021, 14:16

Danke dir für die Einschätzung Sebastian.
Dann nehme ich den Nelson doch wie geplant mal für das nächste Pils. Wobei das dem XPA ja auch ziemlich nahe kommt.

Hab auch noch Idaho7, Belma, Sabro, Strata im Freezer. Da sollte schon was passen.
Welcher denkst du passt am besten oder sogar welche Kombi ?

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