Neues Rezept: Westi Blonde

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Neues Rezept: Westi Blonde

#1

Beitrag von ggansde » Freitag 4. November 2016, 08:19

Moin,
ich bin im Internet auf eine interessantes Rezept für ein Westi Blonde Clone gestoßen, welches ich demnächst mal im BM 50 brauen werde. Ich habe das Rezept leicht angeändert und schon teilweise übersetzt bzw. in europäische Maßenheiten konvertiert. Das Wasserprofil stelle ich über Osmosewasser und Aufsalzen ein. Die Temperaturen der Gärführung sind ganz interessant. Wollte das mal mit euch teilen.

Westvleteren Blond Clone

Rezept
--------------------
Sudgröße: 50 L
Gesamtschüttung: 10.25 kg
StW.: 12.8 °P
Farbe: 7 EBC
Bittere: 43 IBU
SHA: 63 %
Kochzeit: 90 Minuten

Schüttung
---------------
46% - 4.7 kg Dingemanns Pilsner Malz
46% - 4.7 kg Dingemanns Pale Ale
8% - 0.85 kg Rohrzucker (Cassonade) oder weisser Haushaltszucker

Hopfen
-------
20 g Magnum (Pellets, 14.10% AA) @ 70 min.
35 g Northern Brewer (Pellets, 10.70% AA) @ 70 min.
50 g Hersbrucker Spät (Pellets, 1.60% AA) @ 20 min.
50 g Savinjski Goldings (Pellets, 4.20% AA) @ 12 min.

Extras
--------
1.00 tsp – Wyeast Yeast Nutrient @ 5 min.
5 g – Irish Moss @ 5 min.
850 g – Zucker @ 5 min.

Hefe
-------
WYEAST 3787 Trappist High Gravity

Water Profile
-----------------
Calcium(Ca): 103.0 ppm
Magnesium(Mg): 4.4 ppm
Natrium(Na): 10.0 ppm
Sulfat(SO4): 174.0 ppm
Chlorid(Cl): 57.0 ppm
biCarbonat(HCO3): 83.0 ppm

Rastschema
-------------
Beta Rast – 60 min. @ 64 °C (Heizen)
Alpha Rast – 20 min. @ 70 °C (Heizen)

Anmerkungen
-------
Brewed 1/10/16 - 3 L starter made on a stir plate for two days then crashed a week prior.
Mashed 34.1 L filtered DC, 26.5 L distilled. 5 g CaSO4, 7 g CaCl, 1 tbls H3PO4. Mash pH = 5.31. 7.6 L cold/distilled sparge.

Collected 54.9 L of 10 °P runnings. Added white sugar 5 minutes into the boil.
Chilled to 18.4 °C, shook to aerate, pitched the decanted starter. Left at 19.5 °C ambient to ferment for the first 36 hours.

Placed next to a radiator, measured beer temperature at 25.6 °C 12 hours later. Held around this temperature.

At 10 days allowed to come back to 20 °C ambient.

VG, Markus
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#2

Beitrag von Kurt » Freitag 4. November 2016, 10:10

Ich war mal Zucker einkaufen für diverse belgische Brauversuche. Ich glaube ja tatsächlich, das die bei Westvleteren für das Blonde den gleichen einfachen Haushaltszucker verwenden den sie auch in das 12er kippen* und keine Cassonade.
Trotzdem ist Cassonade ein super interessantes Produkt. Rochefort verwendet laut BLAM Cassonade Bruin, ich werde das mal testen (mit dem Rezept von Herrman Holtrop).
IMG-20161103-WA0000.jpeg
*Bild

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#3

Beitrag von Tozzi » Freitag 4. November 2016, 14:19

Hallo Markus,

das finde ich jetzt interessant!
Mein letztes Blonde habe ich fast genau so gebraut. Muss Telepathie im Spiel gewesen sein...
Habe ebenfalls halb/halb Dingemans Pilsner und Pale Ale verwendet und ebenfalls bei 70 Minuten eine kleine Pause eingebaut.
Allerdings nur 60 Minuten gekocht.
Das Wasserprofil war ebenfalls sehr, sehr ähnlich.
Ebenso bei 18 Grad angestellt, bei 22 gehalten, nach 36 Stunden langsam auf bis zu 25,4 Grad gegangen.
Nach gut 4 Tagen war es durch, Restextrakt 2,5%.
Morgen wird es abgefüllt, da bin ich ja jetzt mal gleich doppelt gespannt.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#4

Beitrag von ggansde » Freitag 4. November 2016, 14:26

Moin,
ich glaube inzwischen auch, dass sie für das Blonde normalen weissen Zucker verwenden. Für das 12er definitiv nicht. Wie sollten sie in eine helle Basiswürze eine derartige Farbe und derartige Aromen hineinbekommen ohne dunklen Sirup zu benutzen.
VG, Markus
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#5

Beitrag von Ntvfrank » Freitag 4. November 2016, 15:10

Hallo Markus,

wo bekommst Du das Malz und wie entscheidend ist der Hersteller?

Viele Grüße

Frank

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#6

Beitrag von Bergbock » Freitag 4. November 2016, 15:42

Das Rezept steht jetzt auf der to-do-Liste fürs nächste Jahr.

Ich seh schon, dass nächstes Jahr brautechnisch wieder viel zu kurz wird bei dem, was ich alles geplant habe. :Grübel

Frank

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#7

Beitrag von Boludo » Freitag 4. November 2016, 16:17

Ich hab´s jetzt mal nur mit Dingemanns Pale Ale Malz gemacht und da wird es deutlich zu dunkel. 50% PiMa wird vermutlich genau richtig.
Das Malz hatte ich von http://www.themaltmiller.co.uk/ Da gibt´s auch den Savinjski Hopfen.
Geschmacklich war es aber ein Traum! Meine Kumpels haben mir da an einem Abend anderhalb Kisten weggehauen. Die Frauen haben auch fleißig mitgemischt.
Der Cassonade Zucker passt wirklich gut, wersentlich besser als der helle Candy Syrup.
Es darf meiner Meinung nach auf keinen Fall zu caramellig werden. Vielleicht versuch ich es nochmal mit normalem Zucker.
Ich raste übrigens 20 Minuten bei 63°C und 60 Minuten bei 67°C (kann man auch gut mit Zubrühen machen), dann komm ich auf 85% Vergärungsgrad mit einer Packung Hefe auf 25 Liter ohne Starter.

Stefan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#8

Beitrag von GregorSud » Freitag 4. November 2016, 16:40

Boludo hat geschrieben:Ich hab´s jetzt mal nur mit Dingemanns Pale Ale Malz gemacht und da wird es deutlich zu dunkel. 50% PiMa wird vermutlich genau richtig.
Das Malz hatte ich von http://www.themaltmiller.co.uk/ Da gibt´s auch den Savinjski Hopfen.
Geschmacklich war es aber ein Traum! Meine Kumpels haben mir da an einem Abend anderhalb Kisten weggehauen. Die Frauen haben auch fleißig mitgemischt.
Der Cassonade Zucker passt wirklich gut, wersentlich besser als der helle Candy Syrup.
Es darf meiner Meinung nach auf keinen Fall zu caramellig werden. Vielleicht versuch ich es nochmal mit normalem Zucker.
Ich raste übrigens 20 Minuten bei 63°C und 60 Minuten bei 67°C (kann man auch gut mit Zubrühen machen), dann komm ich auf 85% Vergärungsgrad mit einer Packung Hefe auf 25 Liter ohne Starter.

Stefan
Wie hat sich denn der Geschmack des Cassonade Zuckers ausgewirkt? Ist der Muhmuhgeschmack geblieben?
:Drink

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#9

Beitrag von Kurt » Freitag 4. November 2016, 17:11

Für das 12er verwenden die natürlich nicht nur den Haushaltszucker sondern AUCH Zuckersirup.

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#10

Beitrag von Boludo » Freitag 4. November 2016, 17:16

GregorSud hat geschrieben:
Wie hat sich denn der Geschmack des Cassonade Zuckers ausgewirkt? Ist der Muhmuhgeschmack geblieben?
:Drink
Man schmeckt da nicht mehr viel davon, es ist nur noch ganz leicht karamellig.
Leider kann ich mich an den Geschmack des Originals nicht mehr so richtig erinnern, wir sind dann ziemlich schnell auf das 12er umgestiegen :redhead
Soviel ich noch weiß war das aber schön hopfenaromatisch und nicht besonders karamellig.
Ich frage mich, ob da beim Blonde überhaupt Zucker mit drin ist.

Stefan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#11

Beitrag von Tozzi » Samstag 5. November 2016, 00:19

Ich glaub nicht, dass man ohne den Zucker auf den Vergärungsgrad kommt.
Boludo hat geschrieben:Meine Kumpels haben mir da an einem Abend anderhalb Kisten weggehauen. Die Frauen haben auch fleißig mitgemischt.
Genau so ging es mir auch.
Von dem Zeug kann ich gar nicht so viel brauen, wie Bedarf besteht. :Ahh
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#12

Beitrag von GregorSud » Samstag 5. November 2016, 11:03

Boludo hat geschrieben:
GregorSud hat geschrieben:
Wie hat sich denn der Geschmack des Cassonade Zuckers ausgewirkt? Ist der Muhmuhgeschmack geblieben?
:Drink
Man schmeckt da nicht mehr viel davon, es ist nur noch ganz leicht karamellig.
Leider kann ich mich an den Geschmack des Originals nicht mehr so richtig erinnern, wir sind dann ziemlich schnell auf das 12er umgestiegen :redhead
Soviel ich noch weiß war das aber schön hopfenaromatisch und nicht besonders karamellig.
Ich frage mich, ob da beim Blonde überhaupt Zucker mit drin ist.

Stefan
:Bigsmile hört sich gut an!
Btw: schmeckt ihr bei der Trappist High Gravity auch einen Lakritz/Anis Geschmack heraus?

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#13

Beitrag von ggansde » Samstag 17. Dezember 2016, 17:04

Moin,
gerade abgefüllt. Sieht gut aus, riecht gut. Die Westmallehefe hat von 13.1 auf 1,9 runtergearbeitet, entspricht 85 % EVG :Bigsmile
VG, Markus
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#14

Beitrag von Tozzi » Samstag 17. Dezember 2016, 17:53

ggansde hat geschrieben:Die Westmallehefe hat von 13.1 auf 1,9 runtergearbeitet, entspricht 85 % EVG
1,9! :Shocked
So weit runter hab ich das noch nie bekommen.
Aber nächstes mal gebe ich die Cassonade auch erst gegen Ende der HG rein, bin ja begrenzt lernfähig.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#15

Beitrag von gulp » Samstag 17. Dezember 2016, 18:44

Aber nächstes mal gebe ich die Cassonade auch erst gegen Ende der HG rein, bin ja begrenzt lernfähig.
Da in dem Bild oben, geben sie den Zucker in die Sudpfanne. Zumindest sieht das für mich so aus. Meinereiner gibt ja auch zu Kochbeginn den Zucker dazu.

Gruß
Peter
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#16

Beitrag von Tozzi » Samstag 17. Dezember 2016, 18:51

gulp hat geschrieben:Da in dem Bild oben, geben sie den Zucker in die Sudpfanne.
Das wundert mich halt auch immer. Aber OK, die haben halt auch viel frischere Hefe und ob die 3787 nun wirklich noch identisch ist, weiß ich auch nicht.
Bei meinem letzten 12er Klonversuch ist mir die Hefe jedenfalls eindeutig eingeschlafen, trotz 2. Führung mit Blonde als "Starter".
Ein weiteres Päckchen WLP530 hat dann brav fertig gemacht.
War natürlich auch eine ganz andere Menge Zucker.
85% finde ich aber auf jeden Fall sehr beachtlich. Unter 2,5% w/w bin ich noch nicht gekommen bisher. :Drink
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#17

Beitrag von ggansde » Samstag 17. Dezember 2016, 19:27

Also, ich habe nach der HG bei 2.4 % RE den Zucker dazugegeben. Die NG ist dann bis 1.9 % gekommen.
VG, Markus
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#18

Beitrag von Tozzi » Samstag 17. Dezember 2016, 19:30

Danke für die Bestätigung, so mach ich das nächstes mal auch! :Greets
Wobei das Blonde auch mit 2,5% RE einfach nur gut ist. :)
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#19

Beitrag von Tozzi » Freitag 10. März 2017, 23:52

Ich hole das nochmal nach vorne, denn gestern habe ich meinen Sud von Ende November zum ersten mal verkostet und in Flaschen gefüllt.
Dieses Rezept kommt jetzt wirklich sehr nahe ans Original, ich bin restlos begeistert.
Die Farbe stimmt jetzt auch. Der orange Farbton bei 100% PA Malz ist auch hübsch, aber die 50:50 Mischung PiMa/PA (Dingemans) kommt der Sache deutlich näher.
Nach knapp 4 Monaten im Keg (4 Wochen bei 16˚C, dann in der Kühlung für gut 2 Monate) gehört das für mich subjektiv zum besten was ich je produziert habe.
Den Zucker hatte ich bei Flame Out zugegeben, der finale Restextrakt ist laut EasyDens bei 2.4%. Nächstes mal kommt der Zucker am Ende der HG dazu.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#20

Beitrag von kochmann » Mittwoch 15. März 2017, 23:43

Habt ihr genaue Rastzeiten
bin noch relativ neu hier
Möchte es auch gerne nach brauen
Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn...!

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#21

Beitrag von Simstex » Donnerstag 16. März 2017, 02:45

Siehe Post 1...
Unser Blog übers Biertrinken, Brauen und Genießen: bierspindel.net oder Instagram @bierspindel

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#22

Beitrag von ggansde » Montag 21. August 2017, 10:08

Tozzi hat geschrieben:
Samstag 17. Dezember 2016, 17:53
ggansde hat geschrieben:Die Westmallehefe hat von 13.1 auf 1,9 runtergearbeitet, entspricht 85 % EVG
1,9! :Shocked
So weit runter hab ich das noch nie bekommen.
Aber nächstes mal gebe ich die Cassonade auch erst gegen Ende der HG rein, bin ja begrenzt lernfähig.
Moin,
das Westi Blonde für Camba ist auch wieder bei 1.9 °P RE, also 85 % EVG gelandet. Ich habe auch diesmal aus einem Rörchen WLP 530 einen fetten Starter gemacht. Mit der Erntehefe stelle ich demnächst wieder einnen 12er Clone an.
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#23

Beitrag von Tozzi » Montag 21. August 2017, 17:30

ggansde hat geschrieben:
Montag 21. August 2017, 10:08
das Westi Blonde für Camba ist auch wieder bei 1.9 °P RE, also 85 % EVG gelandet.
Respekt, das ist Punktlandung. Das Original TW Blonde hat ebenfalls 1.9.
Ich nehm nächstes mal auch die White Labs Hefe, oder, falls es klappt, die, die ich gestern aus dem Original gestrippt habe...
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#24

Beitrag von ggansde » Mittwoch 23. August 2017, 21:50

Moin,
der 12er Clone 1 Stunde nach dem Anstellen :Shocked
IMG_20170823_214450-780x1040.jpg
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#25

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 23. August 2017, 21:53

Wow!
Übrigens sind meine Versuche gescheitert, die Hefe aus dem Blonde zu strippen.
Mit einem Bodensatz vom 12er hat es dann heute hingehauen. :Pulpfiction
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#26

Beitrag von glassart » Mittwoch 23. August 2017, 22:03

Gott sei Dank - das Wochenende ist gerettet :thumbsup
Dann kann´s am Samstag losgehen - zuerst mit dem Blond und dann das TW 12 :thumbup

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#27

Beitrag von ggansde » Montag 28. August 2017, 16:34

Moin,
das TW 12 mit der Erntehefe ist heute durch und fertig zum Abfüllen: 3.9 °P RE entspricht einem EVG von 83 % :thumbup
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#28

Beitrag von morpheus_muc » Montag 28. August 2017, 17:05

Respekt und Gratulation! :thumbup

Stephan und ich wollen uns demnächst auch an ein TW12 wagen...

Viele Grüße
Michael
Beer is the answer, but I don't remember the question...

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#29

Beitrag von glassart » Montag 28. August 2017, 17:14

Hallo Markus,

ich sitze immer noch kopfschüttelnd da da ich es einfach nicht glauben kann :Pulpfiction

Vor 45 Stunden haben wir (Stephan, Alex, Alex) das Blond mit 15,1°P STW mit der aus einer Flasche gestrippten TW12-Hefe ( ganz großer Dank an Stehan :thumbsup ) angestellt und jetzt bin ich auf 3,1°P.
Gärstart war bei 30L Würze nach 30 min !! (hatte ich noch nie)

Zuerst dachte ich mein digitales Refraktometer misst falsch - nein dem ist nicht so, die Analogspindel zeigt genau den gleichen Wert.
EVG dzt. 79% und es blubbert aber noch ununterbrochen weiter.
Ein Raketenstart ist nichts dagegen :Bigsmile

Da wird sich das TW 12 , das am Freitag gebraut wird, über diese hochaktive Hefe freuen.

Noch nebenbei erwähnt - ich hatte noch nie eine Sudhausausbeute von über 71% -Dingemans machts möglich :thumbup

VG Herbert :Drink

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#30

Beitrag von Sura » Montag 25. September 2017, 17:30

Ich werde mich diesem feinen Rezept auch einmal annehmen. Eine Frage ist jetzt noch die Gärführung: Bei 19°C anstellen ist kein Problem. Die Frage ist, ob ich die anfänglichen 19°C auf jeden Fall halten sollte oder auch kommen lassen kann. Nach 36h würde ich dann auf 25,5°C hochgehen. Den Zucker würde dann zugeben wenn ich weit genug runter bin. .... dann wieder auf 20°C regeln, oder auf 25°C bleiben, oder einfach laufen lassen bis alles weg ist?
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(Karl Valentin)

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#31

Beitrag von bierfaristo » Montag 25. September 2017, 18:09

Was zeichnet denn das Malz von Dingemans aus? Oder tut es Malz anderer Mälzereien auch?
Christian
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#32

Beitrag von Frudel » Samstag 13. Januar 2018, 12:03

Was habt ihr bei dem Westi Blonde und bei dem Wetvleteren 12 für eine Karbonisierung genommen
bin gerade bei 5,5g /L .
Was denkt ihr über die Reifezeit für beide ?

LG
Markus
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#33

Beitrag von glassart » Samstag 13. Januar 2018, 12:08

fürs Blond haben wir 6,5 und fürs TW 12 6,0 g/L genommen und das passt sehr gut. Nur beim 12er hat es mind. 2 Monate gedauert bis es soweit war aber Geduld ist ja unsere große "Bürde" :Bigsmile

lg Herbert

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#34

Beitrag von Frudel » Samstag 13. Januar 2018, 12:41

glassart hat geschrieben:
Samstag 13. Januar 2018, 12:08
fürs Blond haben wir 6,5 und fürs TW 12 6,0 g/L genommen und das passt sehr gut. Nur beim 12er hat es mind. 2 Monate gedauert bis es soweit war aber Geduld ist ja unsere große "Bürde" :Bigsmile

lg Herbert
Das geht ja in Richtung Wit , für das letzte waren es 6,6g/L , bin mal gespannt wie es geworden ist.

Easydens hat einen Restextrakt von 1,3°P gemessen ??? Was ich mehr komische finde.
Vor der Gärung 22,9 °P ( 0,5l dark Candysyrup nicht berücksichtigt )
Wenn ich richtig gerechnet habe gibt das was um die 12% , das wird man nicht mehr wie 4-5 Flaschen
hintereinander trinken können......

LG
Markus
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#35

Beitrag von glassart » Samstag 13. Januar 2018, 12:56

ich denke da solltest du Likörgläser verteilen und Liegekissen :Bigsmile

lg Herbert :Drink

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#36

Beitrag von Frudel » Samstag 13. Januar 2018, 13:14

glassart hat geschrieben:
Samstag 13. Januar 2018, 12:56
ich denke da solltest du Likörgläser verteilen und Liegekissen :Bigsmile

lg Herbert :Drink
Heheheh das war mal richtig gut !

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#37

Beitrag von beercan » Dienstag 24. April 2018, 08:42

Hallo,
die Frage kam im Post #31 schon mal...spielt das Malz (hier Dingemans) eine große Rolle?
Ich wollte demnächst das Blonde und das 12er auch einmal brauen und habe mir einen Händler in Polen rausgesucht bei dem es zwar nicht das Dingemans gibt sondern das Castlemalting unter anderem aber auch den Syvinjski-Hopfen.

Danke und Gruß
Robert
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#38

Beitrag von Tozzi » Dienstag 24. April 2018, 18:16

beercan hat geschrieben:
Dienstag 24. April 2018, 08:42
die Frage kam im Post #31 schon mal...spielt das Malz (hier Dingemans) eine große Rolle?
Definiere "groß". :Wink
Es kommt darauf an, wie nahe Du an das Original herankommen willst.
Das Dingemans schmeckt schon anders.
Ich halte es auch qualitativ für sehr hochwertig, es sorgt bei mir regelmäßig für überraschend hohe Ausbeuten.
Aber ob man es dann im Blindvergleich wirklich herausschmeckt, sei dahingestellt...
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#39

Beitrag von glassart » Dienstag 24. April 2018, 19:17

Bzgl. Ausbeute kann ich Stephan zur zustimmen -bei mir auch regelmäßig höhere Ausbeute als mit den anderen Pilsner und PA.

lg Herbert

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#40

Beitrag von reinhold_eins » Mittwoch 28. November 2018, 09:21

Moin zusammen,

dieses Wochenende steht das Westi Blonde auch bei mir an, ich hätte noch eine Frage zur Zuckergabe.

Hier gibt es ja mindestens 3 Ansätze:
  • Bei 5 Minuten Restkochzeit (nach Rezept in Post #1)
  • Bei Kochbeginn (Hätte Bedenken bei meinem Grainfather wegen einbrennen auf der Bodenplatte)
  • Nach Hauptgärung (optimal wegen EVG?)
Wenn ich es über das Forum richtig kreuzgelesen habe, ist der optimale Zeitpunkt nach der HG um die Hefe nicht zu sehr an Zucker zu gewöhnen..

Gibt es von denen die bereits gebraut haben eine Empfehlung?


Grüße,

Rey

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#41

Beitrag von ggansde » Mittwoch 28. November 2018, 09:35

Moin,
ich habe bei der deutlich schwierigeren Rezeptur, dem TW12 Clone, den gesamten Zucker (Kandissirup) nach der HG zugegeben, da ich mit dem EVG bei den anderen Methoden nicht ganz zufrieden war. Der sEVG lag zu diesem Zeitpunkt bei beeindruckenden 88%. Die Gärung setzte nach der Zugabe erneut intensiv ein.
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#42

Beitrag von glassart » Mittwoch 28. November 2018, 09:52

Ich habe ihn am Kochbeginn zugegeben, werde aber beim nächsten Blond 50% am Kochbeginn und 50% nach der HG zugeben.
Wenn du ihn bei wallendem Kochen langsam einrieseln lässt dürfte da sicher nichts anbrennen.

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#43

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 28. November 2018, 14:23

Hab alles beim Kochen hinzugefügt.
Viele Grüße

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#44

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 28. November 2018, 14:54

Beim Blonde ist das wurscht. Das ist ja keine Platobombe.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#45

Beitrag von bierhistoriker.org » Mittwoch 28. November 2018, 15:45

Tozzi hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 14:54
Beim Blonde ist das wurscht. Das ist ja keine Platobombe.
Hallo Stephan,

so gut wie nix im Leben ist wurscht oder etwa einfach :P
.... und wenn, dann nur oberflächlich :Grübel

Beim Tieferbohren fallen mir spontan zwei Aspekte ein, die Unterschiede zwischen der Zugabe von Haushaltszucker z.B. 10 Minuten vor Kochende
und der Zugabe nach der Hauptgärung ausmachen können :

1.) der Haushaltszucker unterliegt nicht evtl. Maillardeffekten beim Kochvorgang - das kann für das geschmackliche Ergebnis schon bedeutend sein.
2.) Haushaltszucker ist ein Disaccharid. Das Kochen spaltet u.U. unter Nutzung der Alphasäure des Hopfens den Zucker in die beiden Monosaccharide
Glukose und Fructose auf und erleichtert damit der Hefe die Arbeit.
(Nicht umsonst nutzen englische Brauereien Invertzucker - könnten sie sich sonst sparen....)
Weniger Stress für die Hefe= geschmacklich besseres Ergebnis

Nur mal so als Diskussionsanstoss........

Sonst halte ich mich eigentlich aus dem Thema "Westvleteren" aus religiösen Gründen heraus :Angel

Cheers

Jürgen
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#46

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 28. November 2018, 18:59

Hallo Jürgen,

da gebe ich Dir natürlich in sämtlichen Punkten recht.
Ich wollte nur drauf raus, dass in dem Fall der EVG nicht höher wird, wenn man den Zucker nach der HG gibt.
Beim 12er Klon kann das unter Umständen anders sein.
Aber auch da bin ich mittlerweile überzeugt, dass es mehr mit der Hefe zu tun hat als mit dem Zeitpunkt der Zuckergaben.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#47

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 28. November 2018, 19:44

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 15:45
1.) der Haushaltszucker unterliegt nicht evtl. Maillardeffekten beim Kochvorgang - das kann für das geschmackliche Ergebnis schon bedeutend sein.
2.) Haushaltszucker ist ein Disaccharid. Das Kochen spaltet u.U. unter Nutzung der Alphasäure des Hopfens den Zucker in die beiden Monosaccharide
Glukose und Fructose auf und erleichtert damit der Hefe die Arbeit.
( The Homebrewer formerly known as Westvleteren12 :Drink )
Meine Gedanken hierzu wären, dass meiner Erinnerung nach Maillardreaktionen doch erst bei deutlich über 100 Grad stattfinden.
Bzgl. des 2. Punkts wäre anzumerken, dass zu Beginn der Gärung doch reichlich Invertase erzeugt wird und somit die Spaltung der Disacheride unproblematisch sein sollte.
Viele Grüße

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#48

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 28. November 2018, 19:53

Bestimmte Maillard Reaktionen finden durchaus bereits bei 100˚C statt. Natürlich deutlich langsamer als bei höheren Temperaturen.
Gerade Bier ist hier das Paradebeispiel, dank des hohen Anteils an Zuckern und Proteinen.
Allerdings dürfte sich das bei Kochzeiten von 60-90 Minuten kaum bemerkbar machen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#49

Beitrag von §11 » Mittwoch 28. November 2018, 20:06

ggansde hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 09:35
Moin,
ich habe bei der deutlich schwierigeren Rezeptur, dem TW12 Clone, den gesamten Zucker (Kandissirup) nach der HG zugegeben, da ich mit dem EVG bei den anderen Methoden nicht ganz zufrieden war. Der sEVG lag zu diesem Zeitpunkt bei beeindruckenden 88%. Die Gärung setzte nach der Zugabe erneut intensiv ein.
VG, Markus
Sehr geil! Das heisst der sVG ist durch die Zuckergabe nach der HG tatsaechlich gestiegen zum Vergleich der Zuckergabe vorher?

Gruss

Jan
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Re: Neues Rezept: Westi Blonde

#50

Beitrag von ggansde » Mittwoch 28. November 2018, 20:09

Bedingte Aussagekraft: Diesmal hatte ich die gestrippte Hefe von Tozzi am Start, vorher immer die WYEAST High Gravity. Würde aber dennoch sagen: Ja.
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