Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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2bas2
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Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#1

Beitrag von 2bas2 » Dienstag 8. November 2016, 01:12

Hallo liebes Forum

Morgen soll mein dritter Sud ein IPA SIMCOE aus MMuM werden: http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... orha3=12.9

Ich peile 36 Liter an.

Im Rezept wird 50 IBU angegeben. Mein Problem ist, dass ich mit sämtlichen Rechnern weit darüber hinaus komme. Bei 15Min Nachisomierungszeit berechnet mir der kleine Brauhelfer 66 IBU und beim MMuM-Rechner komme ich sogar auf 74 IBU...

Das Rezept sagt:

90 min kochen
Simcoe:
28 g, 13,2 % α-Säure , 90 min
Simcoe:
28 g, 13,2 % α-Säure , 45 min
Simcoe:
28 g, 13,2 % α-Säure , 5 min

Was soll ich machen? Die Hopfengaben bei jeweils 28g bei 13,2 alpha lassen? Oder reduzieren? Das Rezept ist ja recht beliebt, vielleicht kann mir jemand sagen was ihr gemacht habt / machen würdet? Bisher hab ich mich immer stur nach Rezept gehalten aber mich wundert schon das die ganzen Tools so weit entfernte Werte ausgeben.

Mache ich was falsch? Oder berechnen die Rezeptersteller die IBU anders?
Liebe Grüße aus Hamburg - Tobi

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§11
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#2

Beitrag von §11 » Dienstag 8. November 2016, 02:51

Persönlich sind mir 50 IBU zu wenig in einem IPA. Deshalb würde ich mit den 66 gehen.

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#3

Beitrag von Boludo » Dienstag 8. November 2016, 06:50

Die Rechnerei stimmt bei so viel Hopfen eh nicht mehr. Ich würde nichts ändern.
Und wie Jan schon sagt, bei 50 IBU fängt der Spaß erst an.

Stefan

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Ernie
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#4

Beitrag von Ernie » Dienstag 8. November 2016, 06:55

Mein,

Aber muss nicht auch der Malzanteil mit Restsüße usw. im Verhältnis zur Bitterkeit stehen ?

Wie berechnet man so etwas ?



LG
Ernie

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beercan
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#5

Beitrag von beercan » Dienstag 8. November 2016, 07:30

Moin,
habe dein Rezept mal bei der Müggellandbrauerei im Rezepteditor eingegeben. Da kommt es mit 59 IBU in etwa hin.
Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass bei MMum ganz andere Werte rauskommen!?
Durst wird durch Bier erst schön!

http://rb-homebrewery.jimdo.com/ noch in Arbeit.

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#6

Beitrag von 2bas2 » Dienstag 8. November 2016, 09:15

Danke.
Also falls da wirklich 74 IBU rauskommen sollten, wird es trotzdem noch rund und genießbar?

Ja, mir ist auch schon bei anderen Rezepten aufgefallen, dass die Werte ganz schön abweichen können bzw. ich mich frage, wie die Rezeptersteller auf die Werte kommen... Nehmt ihr immer die Werte aus dem Rezept ober berechnet ihr die Mengenangaben selber (zb kleiner Brauhelfer?).
Liebe Grüße aus Hamburg - Tobi

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#7

Beitrag von hopfenbär » Dienstag 8. November 2016, 09:34

Ich finde Simcoe bittert auch beim Kalthopfen verhältnismäßig stark.
Laut deinem Rezept wird ja noch mit ca. 3g/L gestopft.

Ein Bier von mir habe ich auf 15IBU eingestellt und dann mit 4g/L Simcoe gestopft. Hat eher geschmeckt wie 35IBU.
Bei Bieren die ich stark Hopfe gehe ich mittlerweile mit den IBU um ca. 10 nach unten.
Solum duri in hortum veniunt.

Vorstellung im alten Forum http://tinyurl.com/gob2p5g

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#8

Beitrag von Paule » Dienstag 8. November 2016, 09:43

hopfenbär hat geschrieben:Ich finde Simcoe bittert auch beim Kalthopfen verhältnismäßig stark.
Die Isomerisierung geschieht doch nur beim Kochen bzw. >80°C.

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#9

Beitrag von kabrecht » Dienstag 8. November 2016, 09:49

Jede Formel zur Hopfenausnutzung weicht etwas ab. Vor allem bei stark gehopften Bieren wird der errechnete Wert ungenauer. Hier kannst du verschiedene Berechnungsverfahren zur Bitterung ausprobieren: https://brauerei.mueggelland.de/hopfenausnutzung.html

Ich bin bei dem IPA Simcoe auch bei der Biterung runtergegangen (aber auch weil ich hartes Wasser habe und die Bittere dann schnell kratziug wirkt).

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#10

Beitrag von hopfenbär » Dienstag 8. November 2016, 10:00

Paule hat geschrieben:
hopfenbär hat geschrieben:Ich finde Simcoe bittert auch beim Kalthopfen verhältnismäßig stark.
Die Isomerisierung geschieht doch nur beim Kochen bzw. >80°C.
Ja ich weiß, aber ich empfinde durchs Stopfen oft einen Anstieg der bittere.
Wie gesagt, besonders ist es mir bei einem Weißbier aufgefallen, dass quasi nicht bitter war. Nach dem Stopfen mit 4g/L aber eine deutlich Bittere hatte.

Leider weiß ich die echten IBU Werte nicht und kann somit nur nach meinem Empfinden gehen. :Drink
Zuletzt geändert von hopfenbär am Dienstag 8. November 2016, 10:04, insgesamt 1-mal geändert.
Solum duri in hortum veniunt.

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#11

Beitrag von cerveceriasultana » Dienstag 8. November 2016, 10:04

Paule hat geschrieben:
hopfenbär hat geschrieben:Ich finde Simcoe bittert auch beim Kalthopfen verhältnismäßig stark.
Die Isomerisierung geschieht doch nur beim Kochen bzw. >80°C.
Das Bier kann dennoch beim Stopfen nachbittern. Schau dir mal den beersmith Podcast #125 an. Ich hatte auch noch einen anderen sehr interessanten Link (Quintessenz: Bei stark gehopften Bieren bittert das Bier nicht so stark nach. Bei wenig gehopften ist der Effekt stark.), den such ich nachher mal raus, wenn du magst.
Vale más actuar exponiéndose a arrepentirse, que arrepentirse de nunca haber actuado.

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#12

Beitrag von docpsycho » Dienstag 8. November 2016, 10:05

cerveceriasultana hat geschrieben:
Das Bier kann dennoch beim Stopfen nachbittern. Schau dir mal den beersmith Podcast #125 an. Ich hatte auch noch einen anderen sehr interessanten Link (Quintessenz: Bei stark gehopften Bieren bittert das Bier nicht so stark nach. Bei wenig gehopften ist der Effekt stark.), den such ich nachher mal raus, wenn du magst.
Ja bitte.

Grüße, der Doc
Setup: 3,5kw Caso-Induktionsplatte, 36l Brewferm-Topf, 38l Schengler-Thermoport mit Läuterhexe, Kühlspirale, Themperaturgesteuerte Gärkammer.

Die Brausportgruppe e.V. Rhein-Main

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#13

Beitrag von kabrecht » Dienstag 8. November 2016, 10:14

docpsycho hat geschrieben:
cerveceriasultana hat geschrieben:
Das Bier kann dennoch beim Stopfen nachbittern. Schau dir mal den beersmith Podcast #125 an. Ich hatte auch noch einen anderen sehr interessanten Link (Quintessenz: Bei stark gehopften Bieren bittert das Bier nicht so stark nach. Bei wenig gehopften ist der Effekt stark.), den such ich nachher mal raus, wenn du magst.
Hier der Podcast #125:
http://beersmith.com/blog/2016/05/02/tr ... dcast-125/
https://www.youtube.com/watch?v=RxzwLaAJcgs

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#14

Beitrag von Paule » Dienstag 8. November 2016, 10:49

cerveceriasultana hat geschrieben:Das Bier kann dennoch beim Stopfen nachbittern. Schau dir mal den beersmith Podcast #125 an. Ich hatte auch noch einen anderen sehr interessanten Link (Quintessenz: Bei stark gehopften Bieren bittert das Bier nicht so stark nach. Bei wenig gehopften ist der Effekt stark.), den such ich nachher mal raus, wenn du magst.
Danke euch beiden! Sehr interessant, zieh ich mir heut Nachmittag direkt rein :thumbup

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#15

Beitrag von cerveceriasultana » Dienstag 8. November 2016, 10:58

Hier noch der andere Link:
http://scottjanish.com/increasing-bitte ... y-hopping/

Wenn ich mich recht erinnere gab es auf dem gleichen Blog noch einen älteren Artikel darüber. Generell finde ich den Blog sehr interessant.
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#16

Beitrag von Blancblue » Dienstag 8. November 2016, 11:39

Das gestopfter Hopfen nachbittert, sollte eigentlich mittlerweile jedem bekannt sein. Allerdings variieren die Hopfen in ihrer Nachbitterungsstärke, insbesondere so einige Hochalpha Sorten hauen gut rein. Lässt sich auch ganz einfach Zuhause ohne Messequipment testen - einfach ein paar Pellets in einem Glas Wasser auflösen und einen Tag ziehen lassen - dann probieren.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#17

Beitrag von cerveceriasultana » Dienstag 8. November 2016, 11:43

Blancblue hat geschrieben:einfach ein paar Pellets in einem Glas Wasser auflösen und einen Tag ziehen lassen - dann probieren.
So einfach ist das allerdings nicht. Wasser hat einen ganz anderen pH, kein Ethanol, keine Hefe etc etc.
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#18

Beitrag von Blancblue » Dienstag 8. November 2016, 11:49

Ok - die ganz genauen nehmen ein Goldbier statt Wasser.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#19

Beitrag von cerveceriasultana » Dienstag 8. November 2016, 12:17

Dann haste immernoch keine Hefe und ein Bier mit wenig Grundbittere (lies dir mal den Artikel durch). :thumbup

@OP Ich persönlich würde die Bittergabe so reduzieren, dass ich auf 55 IBU komme. Mit den paar IBUs vom stopfen kommste dann auf 60 oder so. Und 60 IBU bei 13,7°P und einem RE von 2,5% finde ich persönlich schon ordentlich - sofern man mit über 8% Cara einen solch hohen EVG erreicht.
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#20

Beitrag von oliver0904 » Dienstag 8. November 2016, 12:50

Meiner Meinung nach ist das A und O beim IPA das Wasser.
Seitdem ich mit Osmosewasser arbeite habe ich keine störende Bittere mehr.

Oliver
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#21

Beitrag von Blancblue » Dienstag 8. November 2016, 14:36

cerveceriasultana hat geschrieben:Dann haste immernoch keine Hefe und ein Bier mit wenig Grundbittere (lies dir mal den Artikel durch). :thumbup
Den kenne ich bereits, danke. Der Test, ob Hopfen unter 80° Grad nachbittert oder nicht, funktioniert dennoch. (nimm Dir mal ein paar Pellets und probiere es selbst aus). :thumbup
Zuletzt geändert von Blancblue am Dienstag 8. November 2016, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#22

Beitrag von Archie » Dienstag 8. November 2016, 16:28

Ich sage nur DANKE!!!! für diesem Beitrag. :goodpost:

Mein IPA SIMCOE ist gerade mit der Hauptgärung durch und ich möchte es am Wochenende abfüllen - und ich habe völlig das Hopfenstopfen vergessen.

Das habe ich gerade nachgeholt.

Gruß
Archie

P.S. Das Jungbier hat (mir) aber auch so schon vorzüglich geschmeckt.

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#23

Beitrag von Pittermännchen » Donnerstag 16. März 2017, 13:21

Ich will das Rezept für meinen ersten Sud ausprobieren.

Kann mir jemand einen Erfahrungswert geben, wann das Bier ab dem Brautag gerechnet spätestens unbeaufsichtigt in den Kühlschrank kann? Ich habe etwas Sorgen, dass die Gärung mit einem Urlaub kollidiert.

Aus der Zusammenfassung Hopfenstopfen habe ich herausgelesen, dass ich das Bier eventuell beim Abfüllen in die Flaschen durch Hopfensäckchen filtern muss. Ich habe aber leider keine und kann auch keine rechtzeitig besorgen. Kann ich mit etwas anderem improvisieren?

Und was empfiehlt das Forum einem Anfänger für die Karbonisierung? fabier.de kenne ich. Aber mit was sollte ich beim ersten Sud karbonisieren? Zucker? Würze?

Falls es wichtig ist: Drei Kessel, Infusionsverfahren, angepeilte Ausschlagmenge von 40 l, Gären im Plastikgärbehälter, eventuell vor der Flaschenabfüllung Umschlauchen in einen zweiten Gärbehälter, falls mir zuviel Stopfhopfen mitkommt.

Danke und viele Grüße,
Guido

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#24

Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 16. März 2017, 13:53

Pittermännchen hat geschrieben:Kann mir jemand einen Erfahrungswert geben, wann das Bier ab dem Brautag gerechnet spätestens unbeaufsichtigt in den Kühlschrank kann? Ich habe etwas Sorgen, dass die Gärung mit einem Urlaub kollidiert.
Mir ist unklar, von welchem Arbeitsschritt Du gerade sprichst. Gärbottich zum Stopfen in die Kühlung? Oder fertige Flaschen nach der Flaschengärung? Oder was?
Wie viele Tage nach dem Sudtermin willst Du für wie viele Tage weg?
Das Problem ist halt, dass pauschale Angaben von Gärdauern nicht funktionieren. Das hängt viel zu sehr von individuellen Gegebenheiten (v.a. Hefemenge und -Vitalität, Gärtemperatur, ...) ab.
Aus der Zusammenfassung Hopfenstopfen habe ich herausgelesen, dass ich das Bier eventuell beim Abfüllen in die Flaschen durch Hopfensäckchen filtern muss. Ich habe aber leider keine und kann auch keine rechtzeitig besorgen. Kann ich mit etwas anderem improvisieren?
Ein Damenstrumpf (idealerweise unbenutzt und abgekocht) geht zur Not auch. Habe ich selber aber noch nie gebraucht, wenn man die Pellets lange genug sedimentieren lässt.
Ich frage mich bloß, ob ein Hopfengestopftes für einen Erstlingssud überhaupt ideal ist. Da hat man in der Regel schon mit normaler Gärung und Klärung genug Aufgaben.
Und was empfiehlt das Forum einem Anfänger für die Karbonisierung? fabier.de kenne ich. Aber mit was sollte ich beim ersten Sud karbonisieren? Zucker? Würze?
Ohne erneut einen Glaubenskrieg entfachen zu wollen: Für einen Erstlingssud auf jeden Fall Zucker! Das ist viel einfacher. Noch einmal: Du hast auch ohne Speise schon genug Herausforderungen.

Moritz

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#25

Beitrag von Pittermännchen » Donnerstag 16. März 2017, 14:31

Bierjunge hat geschrieben:
Pittermännchen hat geschrieben:Kann mir jemand einen Erfahrungswert geben, wann das Bier ab dem Brautag gerechnet spätestens unbeaufsichtigt in den Kühlschrank kann? Ich habe etwas Sorgen, dass die Gärung mit einem Urlaub kollidiert.
Mir ist unklar, von welchem Arbeitsschritt Du gerade sprichst. Gärbottich zum Stopfen in die Kühlung? Oder fertige Flaschen nach der Flaschengärung? Oder was?
Wie viele Tage nach dem Sudtermin willst Du für wie viele Tage weg?
Das Problem ist halt, dass pauschale Angaben von Gärdauern nicht funktionieren. Das hängt viel zu sehr von individuellen Gegebenheiten (v.a. Hefemenge und -Vitalität, Gärtemperatur, ...) ab.
Ich meine alle Arbeitsschritte nach dem Abfüllen in den Gärbehälter. Ab welchem Zeitpunkt spätestens kann ich die Flaschen dann zwei Wochen sich selbst überlassen? Ich hatte maximal zwei Wochen für die Hauptgärung im Gärbehälter, dann drei Tage Hopfenstopfen, und dann anderthalb Wochen Nachgärung in Flaschen veranschlagt. Kann das hinkommen?
Bierjunge hat geschrieben: Ein Damenstrumpf (idealerweise unbenutzt und abgekocht) geht zur Not auch. Habe ich selber aber noch nie gebraucht, wenn man die Pellets lange genug sedimentieren lässt.
Ich frage mich bloß, ob ein Hopfengestopftes für einen Erstlingssud überhaupt ideal ist. Da hat man in der Regel schon mit normaler Gärung und Klärung genug Aufgaben.
Damenstrumpf kann ich besorgen. Dass das Hopfenstopfen doch etwas komplizierter ist, hatte ich leider erst nach der Bestellung der Zutaten gemerkt. Also muss ich da jetzt durch.
Bierjunge hat geschrieben:
Und was empfiehlt das Forum einem Anfänger für die Karbonisierung? fabier.de kenne ich. Aber mit was sollte ich beim ersten Sud karbonisieren? Zucker? Würze?
Ohne erneut einen Glaubenskrieg entfachen zu wollen: Für einen Erstlingssud auf jeden Fall Zucker! Das ist viel einfacher. Noch einmal: Du hast auch ohne Speise schon genug Herausforderungen.
Überzeugt.

Danke,
Guido

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Re: Anfängerfrage IBU IPA SIMCOE

#26

Beitrag von 2bas2 » Donnerstag 16. März 2017, 23:23

Deine Zeitangaben kommen in etwa hin. Aber wie immer gilt die Regel keiner fixen Zeitangabe zu vertrauen sondern zu Messen. Nur dies gibt dir Gewissheit. Aber ich denke 10 Tage Hauptgärung + 3 Tage stopfen sollten im Normalfall für die HG bei der Hefe reichen. Du kannst ruhig sowohl die HG als auch die NG locker zwei Wochen sich alleine überlassen. Im Gegenteil normalerweise ist eher das "zu frühe" ein Problem bei den ersten Suden.

Zum Hopfenstopfen: Brauchst du nicht unbeding danach filtern. Ging bei mir mit Cold Crash problemlos mit losem Hopfen. Nur Mut und einfach nichts mit Eile machen. Vielleicht ist der Urlaub das Beste was deinem Bier passieren kann.
Liebe Grüße aus Hamburg - Tobi

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