Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

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Fuldabraeu
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Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#1

Beitrag von Fuldabraeu » Dienstag 7. Februar 2017, 18:06

Hi,

Nachdem ich lange mitgelesen habe, möchte ich auch einmal aktiv werden. Ich hatte mich die Tage an der "Entwicklung" eines American IPA mit Simcoe und Cascade versucht. Edit: Wie weiter unten Angemerkt, hier das Vorbild des Rezepts: LINK
Angepeilt habe ich dabei 50IBU bei 14,5° Plato Stammwürze. Das ganze soll ein erfrischendes IPA sein, das eher auf der trockenen Seite steht. Daher eher viel Hopfen spät zum Kochen und zum Stopfen.
Hier mein jetziges Rezept:

Allgemein:
Menge: 20 l
Stammwürze: 14,5° Plato
Bittere: 50IBU
Farbe: 16 EBC
Karbonisierung: 5,5 g/l
Kochdauer: 90 min
Nachisomerisierungszeit: 20 min

Maischprozess: Single-Step Infusion, 60min @ 68°C

Malzschüttung:
3kg Pale Ale Malz - 62,6%
1kg Münchner Malz II - 20,8%
500g helles Weizenmalz - 10,4 %
150g Carapils - 3,1%
150g Haferflocken - 3,1%

Hopfen:
9g Magnum - Vorderwürze - 12,2%AA - 12,5 IBU
36g Simcoe - 5min - 13%AA - 37,5 IBU
64g Simcoe - Stopfhopfen
38g Cascade - Stopfhopfen

Hefe: Safale US-05

Wasser: Pale-Ale Profil von Bru'n Water. Hier die tatsächlichen Werte:
161 ppm Calcium
18 ppm Magnesium
26 ppm Natrium
300 ppm Sulfat
59 ppm Chlorid

Wie im Titel beschrieben, bin ich mir unsicher bei der Malzschüttung. Carapils und Hafer für den Schaum, Weizen und MüMa II für ein wenig mehr Malzigkeit. Habe mich dabei ein wenig nach dem BYO-Styleguide für IPAs gerichtet, bin mir aber nicht ganz sicher, ob das ganze so hinhaut. Sollte das ganze so ein schmackhaftes Bier ergeben, oder wenn nein, was sollte verändert werden?

Vielen dank bereits jetzt! :Drink

Gruß, fuldabraeu
Zuletzt geändert von Fuldabraeu am Dienstag 7. Februar 2017, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß, Marc

Blancblue
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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#2

Beitrag von Blancblue » Dienstag 7. Februar 2017, 18:09

Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

Mödels
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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#3

Beitrag von Mödels » Dienstag 7. Februar 2017, 18:13

Ich würde mich beim Stopfen auf eine Sorte konzentrieren oder später das Jungbier splitten.
Aber das ist alles Geschmacksache :Smile

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#4

Beitrag von Fuldabraeu » Dienstag 7. Februar 2017, 18:17

Ist das Vorbild! Habe die Caramalze etwas zurückgefahren, da ich um die Trockenheit fürchte. (Edit: HIER die Referenz dazu)
Heute morgen hatte ich mich vorwiegend bei homebrewtalk und BYO umgesehen, um mich inspirieren zu lassen, daher eher das Weizenmalz und Carapils, was die Amis anscheinend vorwiegend nutzen.

Ebenfalls diskutiere ich noch die Nutzung von Wiener Malz statt dem Münchner Malz, wovon ich mir ein etwas weniger vordergründiges Malzaroma verspreche.
Gruß, Marc

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#5

Beitrag von peterpan » Dienstag 7. Februar 2017, 18:25

Ich habe zwar erst ein IPA (Elefantentritt von MMum) gebraut, aber das hatte eine ähnliche Schüttung: 75% Pilsner, 20% Münchner, 5% Carahell. Das Ergebnis war nicht wirklich "auf der trockenen Seite" (hatte ich auch nicht vor) :Smile
Da du durch das Pale Ale Malz im Vergleich zum Pilsner eh ein bisschen mehr Malzigkeit bekommst, würde ich mit dem Münchner Anteil 5% (vielleicht sogar 10%) runter gehen. Du hast außerdem noch 15 IBU weniger als bei meinem Rezept, da würde also wahrscheinlich noch etwas mehr Süße durchkommen.
Aber da ich selbst nicht wirklich Vergleichswerte habe, bin ich mal gespannt, was die IPA-Profis dazu sagen. :Bigsmile

Grüße
David

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#6

Beitrag von Blancblue » Dienstag 7. Februar 2017, 18:31

Ich finde dein Rezept so ok, würde aber 5-10% des Müchner durch Pilsner ersetzen und die Hopfengaben verändern. Ich würde den Magnum kicken und dafür Simcoe oder Cascade in die VWH. Dann Gaben bei 35, 15, 1 Minute(n) vor Kochende plus ne ordentliche Whirlpoolhopfung.

Wie schaut dein Gärprofil aus?
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#7

Beitrag von Fuldabraeu » Dienstag 7. Februar 2017, 19:25

Gärprofil sieht leider mangels Alternativen so aus, dass ich auf die richtige Temperatur in meinem Keller hoffen muss. Üblicherweise aber 18-20°C.

Habe das Münchner Malz nun mal um 250g reduziert, nun auf 15,6%.
Simcoe nun 10g VWH, 30g Simcoe 30g @5min, sowie 10g Cascade 5min nach Flameout.

Damit Malz und Hopfen nun:

Malzschüttung:
3,25 kg Pale Ale Malz - 67,8%
750g Münchner Malz II - 15,6%
500g helles Weizenmalz - 10,4 %
150g Carapils - 3,1%
150g Haferflocken - 3,1%

Hopfen:
10g Simcoe - Vorderwürze - 13%AA - 15 IBU
30g Simcoe - 5min - 13%AA - 31 IBU
10g Cascade - -5min - 6,8%AA - 4IBU
60g Simcoe - Stopfhopfen
30g Cascade - Stopfhopfen
Gruß, Marc

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#8

Beitrag von Blancblue » Dienstag 7. Februar 2017, 19:37

Naja, dafür hast du jetzt Pilsner gegen Pale Ale Malz getauscht - das ist jetzt eher noch malziger geworden.

Von den homoöpathischen 10g Cascade wirst du nichts merken...
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#9

Beitrag von aegir » Dienstag 7. Februar 2017, 19:47

Bei viel Hopfen brauchst du nicht unbedingt noch was über das Malz für den Schaum zu tun. Das Weizenmalz ist auch eher für den Schaum gut, verringert aber die Malzigkeit, also weglassen. Klassisch würde ich Pale Ale und 5 - 7% Caramalz nehmen. Wenn du es malzig und trocken willst, nimm anstatt Cara das Chateau Arome von Castel Malting. Das hat 100 EBC, ist aber kein Caramalz.
Fürs Hopfenaroma würde ich eine ordentliche Gabe bei Kochende geben. Und die Mengen von Simco und Cascade beim Stopfen vertauschen. Aber das ist Geschmackssache.

Gruß Hotte

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#10

Beitrag von Fuldabraeu » Dienstag 7. Februar 2017, 21:09

@Blancblue: Ja, bei den 10g war gut gemeint wohl das Gegenteil von gut. Nun etwas mehr. Und tatsächlich hatte ich permanent das Pale Ale Malz in Planung. Habe mich an Domestic Pale 2 Row orientiert, was aber tatsächlich eher Pilsener Malz entspricht. - Das hätte einen Reinfall gegeben. Vielen Dank, das hätte ich nicht bemerkt! :puzz :thumbup

Nun also Pilsener als Grundmalz und das Weizenmalz rausgeworfen (das Dextrinmalz sollte ja ausreichen für den Schaum in Verbindung mit etwas Hafer, Danke an aegir!).

Momentanstand:

Malzschüttung:
3,75 kg Pilsener Malz - 78,2%
750g Münchner Malz II - 15,6%
150g Carapils - 3,1%
150g Haferflocken - 3,1%

Hopfen:
17g Simcoe - Vorderwürze - 13%AA - 25IBU
17g Simcoe - Flameout- 13%AA - 15IBU
17g Cascade - Flameout - 6,8%AA - 10IBU
50g Simcoe - Stopfhopfen
80g Cascade - Stopfhopfen

Mit einer niedrigen Kombirast @66°C sollte ich meinem Trockenen Bier damit wesentlich näher kommen als das, was ich anfangs vorgeschlagen hatte. Auch die Verhältnisse des Aromaöls ist wesentlich ausgeglichener, jetzt wo der Cascade überwiegt beim Stopfen (auch hier Danke an aegir)
Das sieht schonmal deutlich besser aus als vorher denke ich. Vielen Dank!
Gruß, Marc

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#11

Beitrag von Blancblue » Dienstag 7. Februar 2017, 21:40

Ich hätte das Weizen ja drin gelassen - du willst es doch eher trocken und nicht so malzig? Weizen bringt nicht nur mehr Schaum, sondern auch etwas Textur ins Bier, schmeckt gleichzeitig aber sehr neutral.

66 Grad Kombirast kannst du machen, passt gut.

Mit soviel Cascade wird das jetzt geschmacklich ein anderes Bier. Der Öl Gehalt sagt nur bedingt etwas über das richtige Verhältnis aus, letztendlich musst du wissen wem du geschmacklich den Vorzug gibst.
Ansonsten bin ich Fan von mehreren Hopfengaben, weil die Bittere dadurch harmonischer wird. Whirlpool Hopfung würde ich auch noch deutlich hochschrauben.
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M0ps
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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#12

Beitrag von M0ps » Mittwoch 8. Februar 2017, 18:52

Das Rezept klingt spannend - wollte mich auch mal an einem IPA versuchen und Simcoe und Cascade habe ich auch noch rumfliegen. Bin jedenfalls auf dein Fazit gespannt, wenn du es gebraut hast :Drink

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#13

Beitrag von Fuldabraeu » Dienstag 7. März 2017, 17:31

Habe nun nach einiger Zeit meine Zutaten bestellt und werde am Sonntag brauen. Dabei habe ich noch etwas am Rezept gedreht, der Cascade ist zu Gunsten von Citra ausgetauscht worden. Davon verspreche ich mir mehr tropische Aromen und Grapefruit, die recht gut zum Simcoe passen sollten (meiner Meinung nach vielversprechender - sicher einen Versuch wert). Hier nun die Version, die ich brauen werde:

Allgemein:
Menge: 20 l
Stammwürze: 14,5° Plato
Bittere: 51 IBU
Farbe: 11 EBC
Karbonisierung: 5,5 g/l
Kochdauer: 90 min
Nachisomerisierungszeit: 20 min

Maischprozess: Single-Step Infusion, 60min @ 66°C

Malzschüttung:
3,65kg Pilsner Malz - 76,1%
750g Münchner Malz II - 15,6%
250g helles Weizenmalz - 5,2 %
150g Carapils - 3,1%

Hopfen:
10g Magnum - 90min- 12,2%AA - 15,5 IBU
20g Simcoe - Flameout - 13%AA - 18,5 IBU
20g Citra - Flameout - 12%AA - 17 IBU
50g Simcoe - Stopfhopfen - 5 Tage
50g Citra - Stopfhopfen - 5 Tage

Hefe: Safale US-05

Wasser:
ähnlich Bru'n'Water Pale Ale Profil
SO4/Cl-Verhältnis 4,2

In wahrscheinlich einem Monat wird die erste Flasche verkostet, ich werde mich melden.
Gruß, Marc

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s3b0
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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#14

Beitrag von s3b0 » Mittwoch 8. März 2017, 07:00

Servus,

ich finde Deine Herangehensweise sehr gut durchdacht! Das wird was!
Fuldabraeu hat geschrieben:Karbonisierung: 5,5 g/l
Kochdauer: 90 min
Zwei Dinge sind mir nur aufgefallen:
Kochdauer reichen 60 min.
Karbonisierung würd ich auf 4,5 g/L reduzieren (ist aber Geschmackssache)

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#15

Beitrag von Fuldabraeu » Mittwoch 8. März 2017, 09:27

Servus s3b0,

danke für dein Feedback. Die Kochdauer von 90min habe ich mir "gegönnt", um auch wirklich das Maximum des DMS abzudampfen, das ja im PiMa reichlich vorhanden ist (bzw. der "Vorgänger" davon).
Die Karbonisierung werde ich tatsächlich auf 5g/l reduzieren, hatte da instinktiv wohl etwas zu hoch gegriffen. Die 5g, da ich mich karbonisierungsmäßig an einem älteren Pale Ale von mir orientiere, das mir dahingehend recht gut gefallen hat.
Gruß, Marc

morcalavin
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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#16

Beitrag von morcalavin » Freitag 7. April 2017, 22:06

Wie ist´s gelaufen ?

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#17

Beitrag von integrator » Samstag 8. April 2017, 12:30

Plane auch gerade ein IPA und würde mich auch für die Ergebnisse interessieren :Smile
Ich :Drink du ... läuft.

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#18

Beitrag von Blancblue » Samstag 8. April 2017, 12:41

Das ist ein 1A Rezept mit 2 berühmten "easy going" Hopfen, da kann man nichts falsch machen...
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#19

Beitrag von gulp » Samstag 8. April 2017, 13:33

Wenns trocken werden soll, schaut man auf einen hohen Vergärgrad, 60 min/66° würde würde ich auf 75min/66° erhöhen, mit 50 IBU ist das wieder so ein kormisches Ale im Niemandsland, kein richtiges Pale Ale mehr, aber auch noch kein IPA. Wenigstens 60 IBU würde ich sagen, aber egal ist ja eh längst abgefahren, der Zug. :Greets

Gruß
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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#20

Beitrag von M0ps » Samstag 8. April 2017, 14:21

Naja ist halt Geschmackssache. Ich finds jedenfalls nicht schlimm sich etwas zwischen den Stilen zu bewegen - es stellt sich dann eben immer die Frage, wie man das Gebräu nun benennen möchte.

Ich werds nachbrauen, wenn ich das nächste Mal Rohmaterial bestelle. Da ich noch Cascade da habe: meint ihr es wäre eine sinnvolle Ergänzung? :Grübel
Hab leider mit den Aromaprofilen von Simcoe und Cascade noch keine großen Erfahrungen gemacht, aber denke die drei sollten hamonieren - Simcoe und Cascade waren ja auch zuerst vom TE angedacht.

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#21

Beitrag von C4talyst » Montag 10. April 2017, 20:56

Hallo Zusammen,

Ich bin noch recht frisch hier im Forum, auch beim Brauen generell, aber erlaube mir mal hier meinen Senf dazu zu geben :Greets ;)

Mein erster Sud war dem diskutierten sehr ähnlich, habe aber versucht mich am neuseeländischen "Liberty Brewing - Knife Party" zu orientieren (Geschmacklich sehr ähnlich dem Dead Pony Club von Brewdog, allerdings mit mehr Körper, Alkohol, Bitterkeit und etwas komplexerem Hopfenaroma - quasi ein richtiges IPA). Im DPC ist zusätzlich zu Simcoe und Citra noch Mosaic, was das Ganze sehr gut ergänzt, nächstes mal werde ich allerdings noch zusätzlich mit El Dorado stopfen um noch etwas mehr tropische Früchte mit ins Bier zu bekommen und den Anteil von Simcoe zurückschrauben.

Außerdem muss ich Peter Recht geben, die IBUs solltest du entweder auf etwa 35-40 reduzieren (eventuell auch weniger stopfen) damit es als Pale Ale durchgeht oder auf IPA Level heben (vll 70??). Wie man es am Ende nennt ist nicht so sehr das Problem aber mein fertiges Bier (50 IBU) riecht und schmeckt wie ein echtes IPA aber enttäuscht dann fast, einfach weil es zu wenig Bitterkeit liefert und das Gesamtbild dadurch nicht stimmig ist.

@M0ps : Simcoe und Cascade habe ich so auch noch nicht probiert aber ich habe ein Bier mit Simcoe, Cascade, Centennial und CTZ im Fermenter , kann dir gern berichten ob es genauso gut ist wie das Vorbild ;)

Viele Grüße
Timo

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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#22

Beitrag von Fuldabraeu » Montag 10. April 2017, 22:10

Hi,

will mich nun auch noch einmal äußern (oder mehrmals!).
Das Rezept ist tatsächlich recht schmackhaft, ich würde es daher auch mit einigen Anpassungen nochmals brauen.
Habe spontan einfach noch 30g Cascade gestopft, einfach weil es noch da war.
Ich gebe euch definitiv Recht, 50IBU sind sehr niedrig für den Stil, da werde ich auf 65-70IBU oder so etwas in der Größenordnung hoch gehen.
Momentan kommt sehr stark ein maracuja- oder mangoartiges Aroma durch, hier fehlt mir noch etwas das pinienartige des Simcoe. Eine fixe Idee war, dieses Aroma durch Southern Cross als Bitterhopfen in VWH einzubauen.
Die Schaumstabilität haut durch das CaraPils und das Weizenmalz recht gut hin. Die Malzsüße ist trotz einer Maischtemperatur um 66°C recht stark, daher auch die höhere Bittere beim nächsten mal. Außerdem werde ich das SO4/Cl-Verhältnis in Richtung 7 anheben.
Da ich momentan in meiner Prüfungsphase bin, werde ich ein Bild für die Farbe demnächst nachliefern.

Gruß, Marc
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Re: Malzschüttung IPA mit Simcoe und Cascade

#23

Beitrag von Blancblue » Dienstag 11. April 2017, 13:56

Immer diese IPA Pauschalisierungen - es gibt zig Ausprägungen von diesem Bierstil, es muss nicht immer knallbitter sein. Das Ursprungsrezept ist ein typisches Eastcoast IPA, das mit seiner hohen Malzigkeit für viele Einsteiger sehr gut geeignet ist. Auch für Brauanfänger ist es sehr zu empfehlen, die z.B. oft von "Nachisomerisierung" noch nie etwas gehört haben und am Ende ungewollte Bitterbomben produzieren.

@Fuldabräu: Citra hat extrem viel Power, imho 25% mehr als andere viele andere C-Hopfen, vor allem beim stopfen übertüncht er gerne seine Kollegen. Beim Simcoe gibts gefühlt größere Aroma Schwankungen, manche Chargen sind ein wenig lasch - nehm einfach beim nächsten Mal mehr Simcoe, den Southern Cross brauchst du nicht wirklich. Ich persönlich würde die Hopfengaben Zeitpunkte noch verändern, aber wenn du geschmacklich zufrieden warst, auch nicht. Ansonsten das CaraPils weglassen, brauchst Du bei dem Weizenanteil nicht und erstmal Richtung 60 IBU gehen, es sei denn Du willst es sehr trocken, dann das Münchner auf 5% reduzieren.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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