Anlehnung an SNPA Rezept

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frbr11
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Anlehnung an SNPA Rezept

#1

Beitrag von frbr11 » Dienstag 21. Februar 2017, 08:25

Hallo Zusammen,

ich möchte mich nun meinem ersten "eigenen" Bier widmen. Bisher habe ich immer nur mit fertigen Braumischungen gebraut.

Um das zu realisieren habe ich mir die Zutaten ähnlich diesem Rezept gekauft.

http://maischemalzundmehr.de/index.php? ... absteigend

Sprich:

25kg Sack Pale Ale Malz
5kg Caramünch II

400gr Cascade Dolden
100gr Perle Dolden
100gr Mittelfrüh Dolden
100gr Smaragd Dolden

US05 Hefe

Mein "eigenes" Bier möchte ich also an das SNPA anlehnen. Angepasst an die Alpha Werte meines Hopfens sieht das Rezept dann so aus:

20 L Ausschlagswürze
Stammwürze: 13.1% | Bittere: 37 IBU | Farbe: 20 EBC | Alkohol: 5.6 %
Hauptguss: 19 L
Nachguss: 14 ½ L
Gesamt: 34 L

Schüttung
Pale Ale: 4.4 kg (91.7%)
Caramalz 120 EBC: 400 g (8.3%)

Gesamt: 4.8 kg

Maischplan:
Einmaischen: 67 °C
1.Rast: 67 °C für 60 min
2.Rast: 78 °C für 10 min
Abmaischen: 78 °C

Würzekochen:
Würzekochzeit: 70 min
Perle: 40 g, 8,7% α-Säure , 60 min
Perle: 11 g, 8,7% α-Säure , 30 min
Cascade: 18 g, 7,4% α-Säure , 10 min
Cascade: 35 g, 7,4% α-Säure , Whirlpool

Gärung und Reifung:
Hefe: US-05
Gärtemperatur: 20 °C
Endvergärungsgrad: 78%

Karbonisierung: 5 g/l

1) Würdet Ihr sagen ich soll lieber den vorhandenen Smaragd Hopfen noch mit einbauen ?
2) Passen die Angaben zur Umrechnung meines Alpha Gehaltes ?
3) Wie sind die Auswirkungen bezüglich des Einsatzes von Perle anstatt Magnum ?

PS.: Ich habe in diesem Beitrag absichtlich "mein eigenes" Rezept immer in Anführungszeichen gesetzt. Es handelt sich ja um eine Kopie zum SNPA Rezept. Ich möchte mich halt langsam rantasten und das Rezept mit der Zeit in eine Richtung lenken die mir eventuell noch besser gefällt.

Vielen Dank für eure Kommentare und Anregungen.

Gruß :Drink
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Sura
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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#2

Beitrag von Sura » Dienstag 21. Februar 2017, 08:51

Wie soll es den schmecken? Eher süßlich und vollmundig, eher schlank und herb, oder .....?
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frbr11
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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#3

Beitrag von frbr11 » Dienstag 21. Februar 2017, 09:54

Trocken, fruchtig, süffig und bitter (37 IBU).

Das wäre so mein Wunsch, jedoch muss ich direkt sagen das ich erstmal vom Hopfenstopfen fern bleiben möchte. Daran möchte ich mich eventuell später mit ein bisschen mehr Erfahrung machen.
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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#4

Beitrag von jenses » Dienstag 21. Februar 2017, 10:32

Die 40g Perle erscheinen mir arg hoch, das sollten eher so 20g sein.
Auch die 34 L Wasser für Haupt- und Nachguss erscheinen viel, da müßte ja 14 L verdampfen bzw. im Treber verbleiben.
Als Anhaltswert: mit Lidl-Einkocher und Läuterspirale sind es bei mir 15 L + 13 L .

Blancblue
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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#5

Beitrag von Blancblue » Dienstag 21. Februar 2017, 12:20

Trocken ist das SNPA nicht wirklich, dafür ist der CaraMünch Anteil zu hoch. Süffig-herb passt da schon eher als Beschreibung.

Meine 2 Cents zum Rezept:

Die 40g Perle als Bittergabe würde ich etwas verteilen: 60-70% davon als VWH und die restlichen 30% in die 30 Minuten Gabe. Dazu noch etwas Cascade in die VWH, um den IBU Verlust durch den Abzug der Perle zu ersetzen. Perle schmeckt viel aromatischer als Magnum und ist auch von der Bittere her feiner und milder. Du bringst allerdings auch mehr "Grün" ins Bier, das sollte sich aber bei Deiner Menge geschmacklich im Rahmen halten.

Dann sei vorsichtig mit den Dolden - die Aromaauslaugung vor allem in Whirlpool ist aus meiner Erfahrung überhaupt nicht mit Pellets zu vergleichen. Ebenfalls sind Deine Hopfen aus Deutschland von der Zitrusintensität her der Power eines USA Cascades deutlich unterlegen. Ich würde daher aufgrund dieser beiden Faktoren die 10 Minuten und die Whirlpool Gabe um mindestens 40% erhöhen, wenn du halbwegs an die Hopfigkeit eines SNPA herankommen willst.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#6

Beitrag von tbln » Dienstag 21. Februar 2017, 12:54

Bei byo.com gibt es noch ein Clone Rezept. Bei dem wird nochmal Hopfengestopft. Ist sicherlich ne Option - mit Cascade noch nicht gemacht. Stopfen ist generell eigentlich kein Problem. Hab bisher immer Teebeutel verwendet für Pellets. Magnum hab ich auch schon mit ca 1,5-facher Menge Perle ersetzt. Würd sagen das wirkt sich nicht auf den Geschmack aus. Magnum gilt als relativ neutral bei 60 Minuten Kochzeit.
Caramalz würde ich eher 9-10% nehmen. Maischen bei 65-66°C.
Bei der US-05 ist bei mir in den letzten Wochen mehrfach das Problem aufgetreten, das es bei unter 19°C nicht wirklich Richtung 80% SVG ging. Fermentis hat interessanterweise die entsprechende Empfehlung von vormals 15-22°C auf 18-28°C geändert. Falls möglich gegen Ende der Gärung also wärmer stellen.
Thema Wasser ist auch nicht ganz unwichtig. Abhängig von deinem Wasserversorger, kannst du ggf. Calciumsulfat hinzugeben, um dem Bier einen etwas trockeren Abgang zu verleihen. brewersfriend.com-Profil: "Light colored and hoppy". Ansonsten eher schauen, dass du relativ "neutrales" Wasser verwendest und ggf. RA mit Milchsäure anpassen.

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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#7

Beitrag von frbr11 » Dienstag 21. Februar 2017, 15:23

Danke schon mal für die Antworten ;)

Wenn ich das richtig verstanden habe sieht das dann so aus:

Würzekochen:
Würzekochzeit: 70 min
Perle: 26 g, 8,7% α-Säure , 70 min
Perle: 25 g, 8,7% α-Säure , 30 min
Cascade: 25 g, 7,4% α-Säure , 10 min
Cascade: 50 g, 7,4% α-Säure , Whirlpool

Wie siehts aus mit dem Smaragd ? Was genau würde der zu welchen Zeitpunkt noch feines einbringen ? Oder besser rauslassen ?

Oder würde der passen zum Hopfenstopfen ?
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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#8

Beitrag von Maulwurfmann » Dienstag 21. Februar 2017, 15:30

Wie bzw. mit was errechnest du die Hopfenmenge? Deine Angaben stimmen nicht mit den gewünschten IBU überein.

Ich komme überschlagen auf knapp 60 IBU. Du schießt über das Ziel hinaus. :Greets

Hier findest du einen guten Rechner: https://brauerei.mueggelland.de/hopfenausnutzung.html

Gruß

Fabian

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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#9

Beitrag von frbr11 » Dienstag 21. Februar 2017, 15:38

Ja der hohe Wert hatte mich auch schon verwundert. Wollte eigentlich im Bereich um 30-40 IBU bleiben :Shocked
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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#10

Beitrag von holledauer » Mittwoch 22. Februar 2017, 10:41

Da verbraut wohl einer Hallertauer Doldenhopfen :Wink
Gruß Martin aus der Hallertau

+++++++++++++

Meine Vorstellung:
---klick---

Hopfen-Online-Shop und eine kleine Auswahl von Hefen + Zubehör :Greets :
www.hopfenhandel-resch.de

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Re: Anlehnung an SNPA Rezept

#11

Beitrag von frbr11 » Mittwoch 12. April 2017, 07:40

Nach einlesen ins Thema Hopfenstopfen würde ich mich nun doch daran wagen, jemand Ideen für das Rezept ?
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