Störtebeker Atlantik Ale

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Störtebeker Atlantik Ale

#1

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 07:42

Guten Morgen,
mein Lieblingsbier ist und bleibt das o.g. Jetzt würde ich am WE natürlich gern mal versuchen es nachzubrauen. Bisher habe ich nur fertige Rezepte gebraut, aber nichts selbst entwickelt. Mit den Hopfengaben ist der Vorgang für mich noch halbwegs nachvollziehbar, womit ich mich allerdings sehr schwer tue, sind die Malzsorten und die nötigen Rasten. Darum hoffe ich auf Eure Hilfe!

Vor einiger Zeit habe ich schonmal das probiert, allerdings fand ich das Ergebnis nicht sehr überzeugend, was natürlich auch an meinem Brauvorgang gelegen haben könnte. U.a. ist es verdammt trüb geworden, was evtl. am hohen Weizenmalzanteil gelegen hat (???). (Da ich kein Weizenbier mag, hatte ich das bisher nie benutzt.) Nun habe ich mir extra Distilligmalz besorgt, bin aber komplett hilflos, was ich damit machen soll/muß (Rasten/Anteil in der Schüttung etc.)

Lt. meinen Recherchen sind folgende Parameter gegeben:
Stammwürze 11,4%
Alkohol 5,1 Vol.%
IBU ca. 35
EBC ca. 8
Malze: Münchner-, Distilling-, Pilsener-, Weizenmalz
Hopfen: Tradition, Perle, Cascade, Amarillo, Citra

Wer kann mir also helfen? Vergären würde ich mit der US-05 (Flüssighefe habe ich bisher noch nie benutzt).
(die oben genannten Sache und noch ein bisschen mehr, habe ich alle zu Hause)

Vielen Dank schon mal!
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#2

Beitrag von danieldee » Donnerstag 20. April 2017, 08:42

Da häng ich mich ran.

Für mich eines der besten Ales mit höchster Trinkability!

Ich würde es als furztrocken beschreiben, dementsprechend die Rasten fahren und eine Alehefe mit hohen EVG nehmen.

Gruß Daniel
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#3

Beitrag von Xacobator » Donnerstag 20. April 2017, 09:10

Da hänge Ich mich auch dran. Ich bin mir nicht sicher ob die US-05 die richtige Hefe ist. Das Geschmacksprofil passt aus meiner Erinnerung nicht ganz und ich zweifle auch, ob die Hefe unter 2°P kommt.
Viele Grüße
Daniel

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#4

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 09:38

danieldee hat geschrieben:dementsprechend die Rasten fahren
Genau das ist mein Problem-Ich bin da noch nicht wirklich hintergestiegen... :puzz :crying
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#5

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 09:40

Xacobator hat geschrieben:ob die US-05 die richtige Hefe ist. Das Geschmacksprofil passt aus meiner Erinnerung nicht ganz und ich zweifle auch, ob die Hefe unter 2°P kommt.
Vorschlag?
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#6

Beitrag von Xacobator » Donnerstag 20. April 2017, 09:54

Sorry, eine wirklich passende Hefe kenne ich auch nicht. Je länger die Maltoserast, desto schlanker das Bier. Hier würde Ich mindestens 45 Minuten ansetzen. Alternativ eine Kombirast im unteren Temperaturbereich (65-66 Grad)
Viele Grüße
Daniel

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#7

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 09:58

Ich hab jetzt nochmal rumgesucht. "Castle Malting" bietet eine App "BrewMalt" in der es auch ein Rezept für Whisky gibt. 100% Distilling-Malz (2 Sorten-natur und getorft, lt. Beschreibung von den Werten identisch), da machen die 80 min Maltoserast bei 62°C und 15 min Verzuckerung bei 72°C. Kann man das so übernehmen wenn auch noch andere Malzsorten drin sind? Welche Rasten sollte man zusätzlich machen? Ich mache jetzt mal einen konkreten Vorschlag als Diskussionsgrundlage, ohne wirklich zu verstehen warum ich das so machen will/würde/möchte :Grübel

edit: gibt's auch auf der Webseite: http://www.castlemalting.com/CastleMalt ... ipeID=201
50% Pilsner
30% Distilling
15% Weizenmalz
5% CARAPILS

10min Eiweißrast 57°C
80min Maltoser. 62°C
20min Verzuckerung 72°C
10min bei 78°C, dann abmaischen

Schlagt mich jetzt nicht deswegen, habe bisher nicht begriffen wie man es richtig macht... :Waa
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#8

Beitrag von ggansde » Donnerstag 20. April 2017, 10:01

Moin,
wie in einem anderen thread beschrieben bringt eine Maltoserast länger als 25 min. gar nichts, da ansonsten im Verlauf der weiteren Zeit die ß-Amylase denaturiert. Man sollte nach dieser Zeit noch eine Kombirast dranhängen. Dabei arbeitet bereits die alpha-Amylase und die ß-Amylase bildet aus den Produkten noch vergärbare Zucker. So sollte es schön schlank werden.
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#9

Beitrag von JanBremer » Donnerstag 20. April 2017, 10:03

Das kann man schon so machen, allerdings ist die Maltoserast zu lang, nimm 30-40min.

Ob du so ein Atlantik-Ale erhältst, wage ich aber nicht einzuschätzen.

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#10

Beitrag von Xacobator » Donnerstag 20. April 2017, 10:11

ggansde hat geschrieben:Moin,
wie in einem anderen thread beschrieben bringt eine Maltoserast länger als 25 min. gar nichts ....
Das ist ja interessant. Steht doch in allen Büchern meines Wissens was anderes drin. Ich werde den Thread mal suchen und lesen. Danke für die Anregung!
Viele Grüße
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#11

Beitrag von Smerfeus » Donnerstag 20. April 2017, 10:11

Moin,
die US-05 hat einen recht starken, fruchtigen Eigengeschmack...vielleicht versuchst Du es mit der Notti oder doch einer flüssigen Hefe wie z.B. der American Ale Hefe von Wyeast #1056.
Bei einer Temperatur um die 18* vergärt diese sehr neutral mit einem EVG von ~75%, das könnte gut zum Atlantic Ale passen und würde ich persönlich so versuchen.

Gruß,
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#12

Beitrag von ggansde » Donnerstag 20. April 2017, 10:19

Siehe hier:
viewtopic.php?f=17&t=13435&p=208168#p208168
Beitrag #10
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#13

Beitrag von danieldee » Donnerstag 20. April 2017, 10:28

ggansde hat geschrieben:Siehe hier:
viewtopic.php?f=17&t=13435&p=208168#p208168
Beitrag #10
VG, Markus
Ja genau da wollte ich auch gerade drauf verweisen :-)

Das werde ich auf jeden Fall mal probieren so.

Nur welche Alehefe könnte da passen?
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#14

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 10:32

Dankeschön für die Vorschläge. Neues Programm:

50% Pilsner
30% Distilling (evtl. den Anteil erhöhen?`Hab davon 5kg, würde für die ganze Schüttung reichen)
15% Weizenmalz
5% CARAPILS

10min Eiweißrast 57°C
30min Maltoserast 62°C
50min (bis Jodnormal)Kombirast 67°C
10min bei 78°C, dann abmaischen

Hefe: Notti

Das ich kein richtiges Atlantik Ale hinbekomme ist mir klar, aber die Richtung wäre schon schön. :Wink
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#15

Beitrag von Boludo » Donnerstag 20. April 2017, 10:36

Brauwolf hatte bei Camba einen ganz passablen Clon dabei. Vielleicht weiß der ja mehr zum Thema.

Dass moderne, enzymreiche, helle Malze nach 20 Minuten Maltoserast mit ihrer Arbeit fertig sind, wurde und damals bei Doemens erklärt und entspricht vollkommen meinen Erfahrungen. Bei 100 MüMa sieht es natürlich schon wieder anders aus. Man kann ja sicherheitshalber 30 Minuten rasten, fallsnzB der pH nicht richtig passt.
Sehr viele Dinge, die wir tun, sind historisch auf andere Rohstoffe bezogen und stehen halt immer noch in manchen Büchern. Eine ausgiebige Eiweißrast macht ja auch keiner mehr.

Stefan

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#16

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 20. April 2017, 10:51

Schau mal im alten Forum. Da wurde erwähnt sich an einem Kölsch-Rezept zu orientieren.

Ich würde kein Cara und stattdessen Münchener verwenden. So steht es schließlich in der Beschreibung von Störtebeker.

Meine Richtung wäre: 50% Pilsener, 10-15% Weizen und den Rest nach Farbe mit Distillinger und Münchener Malz aufteilen.

Hopfung nach HansMeiser (der sagt, dass er sehr nah ran gekommen ist):
Zitat:
Kräftige kalte Hopfung mit den Sorten Magnum, Tradition, Perle, Cascade, Amarillo und Citra lässt das unglaubliche Duftspiel aus Zitronen, Grapefruit und Melone entstehen und sorgt für die kräftige Herbe.


ich hab mir mal was zusammengereimt. Ich weiß es leider nicht besser und komme momentan nicht an das Bier ran um mal testzutrinken.
könnte folgende hopfung einigermaßen hinkommen? (ist echt schwer 6 sorten unterzubringen)
bei 23L komme ich damit auf 35IBU. das ist schon ganz schön herb, aber sollte man was reduzieren oder tauschen?


- vorderwürze - tradition 4g, cascade 4g , amarillo 4g
- 90min magnum 5g
- 45min perle 3g
- 10min tradition 5g, cascade 5g , amarillo 5g


stopfen: cascade, amarillo, citra, tradition
zu gleichen anteilen 2g/l für max. 1 woche, eher etwas weniger...

Danke,
Hans



Moin Hans,

hast du es ausprobiert?

An die anderen:
Habt ihr eine Idee, wie man ein ähnliches Ergebnis bekommt? Ich habe mittlerweile( dank Daniel) alle Hopfen daheim.



ja, ich hab das genau so nachgebraut und ist dem original täuschend ähnlich. ich hab auch amarillo verwendet. bestell ich einfach bei http://www.ludwigs-sudhaus.de mit. ich hab bei daniel bisher nicht bestellt weil ich keine lust hab auf den hopfen ewig zu warten und mir das ganze manchmal etwas chaotisch vorkommt und ich mich daher zurückgehalten habe.

Aus meiner Sicht ist es besser den Hopfen während des Kochens zu verschiedenen Zeiten nach und nach zuzugeben als die ganzen Sorten auf einmal in den Whirlpool. Das bringt ein breiteres Aroma. Gestopft hab ich auch, so wie angegeben, im Original ist das auch so. Mit Citra sollte man es nicht übertreiben, der amarillo ist aber wichtig weil der die melonige Fruchtigkeit bringt.
Grundrezept war bei mir eine Art Kölsch, vergoren hab ich mit der wyeast irish ale. Bestellt hatte ich german ale aber die irish lag halt im Paket. War aber kein Fehler, der Bierbrauherr hat das vielleicht so absichtlich passieren lassen ;)

Hans
Gruß, Daniel

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#17

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 11:30

Danke Daniel,
ja das hatte ich auch schon gelesen. War jetzt aber verwirrt, da ich das Distillingmalz nehmen wollte. Ich denke aber, dass das keiner so richtig sagen kann, weil das Zeug ja eher für die Schnapsproduktion :puzz gedacht ist.
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#18

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 20. April 2017, 12:05

Boludo hat geschrieben:Brauwolf hatte bei Camba einen ganz passablen Clon dabei. Vielleicht weiß der ja mehr zum Thema.

Dass moderne, enzymreiche, helle Malze nach 20 Minuten Maltoserast mit ihrer Arbeit fertig sind, wurde und damals bei Doemens erklärt und entspricht vollkommen meinen Erfahrungen. Bei 100 MüMa sieht es natürlich schon wieder anders aus. Man kann ja sicherheitshalber 30 Minuten rasten, fallsnzB der pH nicht richtig passt.
Sehr viele Dinge, die wir tun, sind historisch auf andere Rohstoffe bezogen und stehen halt immer noch in manchen Büchern. Eine ausgiebige Eiweißrast macht ja auch keiner mehr.

Stefan
Danke für die Blumen, hier mein Rezept:

Brauwolfs Atlantik Ale Clone

Stammdaten:
  • Stammwürze: 11.9°P
  • Ausschlagmenge: 20l
  • Bittere: 42 IBU
  • Farbe: 7 EBC
Schüttung und Wasser:
  • Hauptguss: 14.74l
  • Nachguss: 11.69l
  • 2.92kg (77.2 %) - Basis Pilsener Malz (4 EBC)
  • 0.69kg (18.2 %) - Basis Weizenmalz hell (4 EBC)
  • 0.17kg (4.6 %) - CaraPils (4 EBC)
Maischplan:
  • 57°C - Einmaischen
  • 57°C - 5 Minuten (Eiweißrast)
  • 62°C - 30 Minuten (Maltoserast)
  • 67°C - 10 Minuten (Narzißrast)
  • 72°C - 20 Minuten (Verzuckerung)
  • 78°C - 0 Minuten (Abmaischen)
Hopfung:
  • VWHopfung - Perle (2016) (9 % α-Säure): 5.5 g (10%)
  • VWHopfung - Tradition (2016) (6.7 % α-Säure): 17 g (31%)
  • VWHopfung - Citra (2016) (14 % α-Säure): 8.8 g (16%)
  • 5 Minuten - Amarillo (2015) (8.8 % α-Säure): 9.3 g (17%)
  • 5 Minuten - Cascade (2016) (8.9 % α-Säure): 5.5 g (10%)
  • 5 Minuten - Citra (2016) (14 % α-Säure): 8.8 g (16%)
  • Dauer Hopfenkochen: 70 Minuten
  • Nachisomerisierungszeit: 1 Minuten
Hefe:
  • Gozdawa PAY7
Dieses Rezept ist das Ergebnis aus etlichen Versuchssuden mit unterschiedlichen Parametern. Einen 100% Clone wird es (und soll es) nie geben, schmecken soll's halt.
Die 5 Minuten Eiweißrast waren der Garant für einen hammerharten Schaum. Die Rast bei 67° heißt bei mir Narzißrast, weil ich im Narziß zuerst davon gelesen habe.
Interessanterweise bin ich der beim kibitzen in gewerblichen Brauereien oft wieder begegnet, scheit also so unnütz nicht zu sein.
Die Gozilla Pay7 ist etwas träge in der Angärung, hat aber die besten Ergebnisse gebracht.
Die Berechnungen wurden mit dem kleinen Brauhelfer gemacht, daher die etwas unpraktischen Nachkommastellen.
Die Werte beruhen auf einer angenommenen SHA von 66%

Viel Spaß beim Nachbrauen!

Cheers, Ruthard
Man kann über fast alles lachen. Nur nicht mit jedem.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#19

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 12:11

Danke Ruthard! :thumbup Dann werde ich das am WE mal angehen. Okay, die Hefe habe ich nicht da, werde die Notti nehmen und dann mal sehen was es wird. Wichtig ist ja, dass es schmeckt und ein bisschen in die richtige Richtung geht :Smile .
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#20

Beitrag von danieldee » Donnerstag 20. April 2017, 12:43

Thank you very mucho grande!
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#21

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 20. April 2017, 14:15

Gryps hat geschrieben:Danke Ruthard! :thumbup Dann werde ich das am WE mal angehen. Okay, die Hefe habe ich nicht da, werde die Notti nehmen und dann mal sehen was es wird. Wichtig ist ja, dass es schmeckt und ein bisschen in die richtige Richtung geht :Smile .
Naja, Du unterschätzt den Einfluss der Hefe auf das Bier - "der Brauer macht die Würze, die Hefe macht das Bier" ist nicht umsonst eine uralte Regel. Ruthard hat da ein sehr schlüssiges Klon-Rezept erstellt und anscheinend sehr viel experimentiert, um sehr nah das Original zu kommen. Ich finde es irgendwie respektlos, dass sich hier jemand Mühe gibt und man dann lapidar einfach mal die Hefe austauscht. Die Hefe gibts in diversen Online-Shops, tu Dir doch den Gefallen und besorg dir die empfohlene Hefe, mit der Notti wird das ein anderes Bier. Wenn die Gozdawa nicht verfügbar ist - die BRY 97 von Danstar klingt mir sehr sehr ähnlich.

@Brauwolf: Hast Du mal die K97 ausprobiert? Vergärt auch sehr hoch und neutral, teste ich gerade für ein DIPA.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#22

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 14:39

@blancblue: Nun mach es mal nicht schlimmer als es ist. Ich will dieses WE brauen, da ich die nächsten mind. 4 Wochen nicht dazu kommen werde.
Ich werde doch sehen was es wird und wenn es trinkbar ist, wovon ich ausgehe, dann wird das sowieso wiederholt. Ruthard hat ja auch viel probiert und die anderen Biere bestimmt nicht weggeschüttet. Ich glaube doch, dass die GOZDAWA die beste Sorte ist, hat doch nichts mit Respektlosigkeit zu tun. Im Gegenteil, ich bin sehr froh, dass mir geholfen wurde! Wer weiß was ich mir da ohne das Forum zusammengepanscht hätte. :Ahh

edit: GOZDAWA hab ich vor 14 Tagen verbraucht, die K97 hab ich noch da. Besser die, als die US-05 nehmen?
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#23

Beitrag von docpsycho » Donnerstag 20. April 2017, 14:44

Gude Ruthard,

danke erstmal fürs Rezept. Wie sah denn in etwa deine Gärführung aus. Ansonsten steht das bei mir jetzt auf mal auf dem Plan.

Grüße, der Doc
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#24

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 20. April 2017, 15:42

Gryps hat geschrieben:@blancblue: Nun mach es mal nicht schlimmer als es ist. Ich will dieses WE brauen, da ich die nächsten mind. 4 Wochen nicht dazu kommen werde.
Ich werde doch sehen was es wird und wenn es trinkbar ist, wovon ich ausgehe, dann wird das sowieso wiederholt. Ruthard hat ja auch viel probiert und die anderen Biere bestimmt nicht weggeschüttet. Ich glaube doch, dass die GOZDAWA die beste Sorte ist, hat doch nichts mit Respektlosigkeit zu tun. Im Gegenteil, ich bin sehr froh, dass mir geholfen wurde! Wer weiß was ich mir da ohne das Forum zusammengepanscht hätte. :Ahh

edit: GOZDAWA hab ich vor 14 Tagen verbraucht, die K97 hab ich noch da. Besser die, als die US-05 nehmen?
Bei einem Klon Rezept geht es nicht um trinkbares Bier, sondern möglichst nah ans Original ranzukommen. Ansonsten kann man natürlich auch irgendein Pale Ale brauen, aber hier gibts ein Rezept, wo jemand richtig viel experimentiert und eine klare Empfehlung ausgesprochen hat.

Die K97 macht trockene, schlanke Biere - imho passt die gut zum Störtebecker, sollte man aber unter 18 Grad vergären lassen. Und sie braucht viel Zeit, um sich abzusetzen. Die US 05 ist natürlich eine Klassiker, der mir deutlich lieber als die Notti ist.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#25

Beitrag von flying » Donnerstag 20. April 2017, 16:43

Der Braumeister von Störtebeker hat mir verraten, dass sie die US-05 nehmen. Störtebeker verwendet auch Sauerwürze zur Einstellung des pH- Wertes. Sauerwürze verbessert die Bioverfügbarkeit von Zink und enthält Biotin. Gut für die Hefe.

m.f.g
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#26

Beitrag von Gryps » Donnerstag 20. April 2017, 17:32

Prima! :thumbup Dann doch die 05! :Bigsmile
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#27

Beitrag von danieldee » Donnerstag 20. April 2017, 21:27

Was ist sauerwürze?
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#28

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 20. April 2017, 21:39

danieldee hat geschrieben:Was ist sauerwürze?
Schau mal hier: https://www.researchgate.net/publicatio ... ht_gemacht

Geht auch Zuhause - google mal nach "Kettle Souering"
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Michael Wendt
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#29

Beitrag von Michael Wendt » Donnerstag 20. April 2017, 23:06

Vielen Dank für das Rezept! Das Atlantik Ale ist mein "Sollte man immer im Kühlschrank haben"-Bier. Ich denke, die haben in Stralsund - das kalkige Rügen um die Ecke - ein recht spezielles Brauwasser.

Vielleicht kann ja jemand aus diesem Forum den Braumeistern beim Hobbybrauwettbewerb dort mehr aus der Nase ziehen. Ich meine, der ist um Pfingsten rum.

Gruß
Michael
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#30

Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 21. April 2017, 07:11

Danke Ruthard für das Rezept. Die meißten hier wissen Deine Erfahrung wohl zu schätzen. Hoffe ich.

Hast Du nicht mehr kaltgehopft?
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#31

Beitrag von schlupf » Freitag 21. April 2017, 10:26

Hallo,

Ich kann leider nicht anders, als jetzt mal eine ketzerische Frage zu stellen. Ich will niemandem seine Erfahrung absprechen und es soll auch keine Kritik an den Rezepten sein, ich möchte nur was dazulernen und etwas mehr über Rezept Erstellung verstehen.

Warum habt ihr die Schüttung jetzt so gewählt? Besonders wo Störtebeker sich schon die Mühe gemacht hat, ihre Malze aufs Etikett zu schreiben.
Besonders das CaraPils. Ich habe gerade letztes Wochenende einige Flaschen von dem Bier getrunken und frage mich, ob das denn nötig ist. Der Schaum sollte doch schon durch den Weizenanteil recht gut sein und besonders viel Körper bzw. Vollmundigkeit hat das Bier auch nicht. Furztrocken, wie jemand weiter oben schon sagte...

Bitte nicht schlagen! Ich möchte das nur gerne verstehen.

Viele Grüße,
Sebastian

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#32

Beitrag von Gryps » Freitag 21. April 2017, 15:15

Hallo,
da mein Kumpel direkt an der Quelle arbeitet, hat er vorhin ein kurzes Treffen mit dem Braumeister organisiert. Ich habe natürlich nicht erwartet, dass er mir das Rezept verrät, aber ich habe ihm meine Rezeptversion in die Hand gedrückt und gefragt ob es was Auffälliges zu ändern gäbe.
Ein paar Sachen hat er mir gesagt, welche ich natürlich geändert habe. Maltoserast mit 30 min wurde ausdrücklich bestätigt. Stopfhopfen Perle und Tradition ist entgegen der Aussage auf der Flasche rausgeflogen, dafür ein bisschen Magnum dazu gekommen. Distillingmalz ist auf 50% hochgegangen, da es lt. seiner Aussage die Voraussetzung für den hohen EVG ist, Carapils gegen Münchner I getauscht. Hefe habe ich leider vergessen zu fragen, von ihm kam aber kein Einwand-weiß aber nicht ob er es gelesen hat. Er hat jetzt sicherlich nicht das ganze Rezept im Kopf gecheckt, sagte aber das könnte was werden :Bigsmile . Da die ja im großen Umbau sind, war er ziemlich im Stress, aber ich bin optimistisch.
Viele, vielen Dank nochmal an dieses klasse Forum und besonders an alle, die ihren Kommentar dazu gegeben haben-mit meinem unveröffentlichtem Anfangsrezept hätte er wohl :Mad2 gemacht.
Morgen wird gebraut und ich bin schon etwas aufgeregt :Wink .

Für alle Interessierten hier noch das Rezept, ist natürlich ungetestet.
Dateianhänge
Atlantik-Ale (Clone) Versuch Nr. 2.pdf
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Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#33

Beitrag von Daniel.Laizure » Freitag 21. April 2017, 15:59

Ich habe auch Brauwolfs Atlantik Ale Clone 5 oder 6mal gebraut und ich muss sagen es ist fast gleich. Einmal habe ich die Cascade getauscht mit Lemondrop und war sehr lecker.

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#34

Beitrag von beryll » Montag 8. Mai 2017, 10:03

Brauwolf hat geschrieben:Die Gozilla Pay7 ist etwas träge in der Angärung, hat aber die besten Ergebnisse gebracht.
Moin Ruthard,

erstmal vielen lieben Dank für das Rezept... Dass die PAY7 etwas träge in der Angärung ist, kann ich nicht sagen. Ich hab gestern Nachmittag gegen 17:00 Uhr 3 Päckchen rehydrierte Hefe in 50 Liter Würze gegeben - heute morgen um 07:00 Uhr hab ich das Gärröhrchen durch einen Blow-Off-Schlauch ersetzen müssen, da die Kräusen sich ihren Weg nach draußen gesucht haben...
Die Raumtemperatur beträgt recht niedrige 18 Grad.

Ich bin extrem auf das Ergebnis gespannt :Greets

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#35

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 11. Mai 2017, 09:48

Blancblue hat geschrieben:
@Brauwolf: Hast Du mal die K97 ausprobiert? Vergärt auch sehr hoch und neutral, teste ich gerade für ein DIPA.
Gibts's dazu schon Ergebnisse?
Interessiert mich, weil ich mache mit der K-97 ein IPA am Freitag.
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#36

Beitrag von h2opolo » Donnerstag 11. Mai 2017, 14:16

Mahlzeit,
die Hauptgärung läuft seit 12 Tagen munter vor sich hin, also ist weiter geduld gefragt :thumbsup .

Gruß und :Drink
Michael

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#37

Beitrag von beryll » Donnerstag 11. Mai 2017, 14:34

Bei mir ist die HG schon durch, allerdings schwefelt es ohne Ende... ich lass' das mal noch ne Woche stehen, bis sich der "Duft" verzogen hat
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#38

Beitrag von Gryps » Donnerstag 11. Mai 2017, 18:27

Mein "brauwolf"-Rezept war nach 3 Tagen durch und steht seit Dienstag konstant bei 3,2°Plato (Start war 11,8°P). Am WE werde ich abfüllen-bin schon gespannt! Und ja: Ich hab's mit der Gozdawa Pure Ale Yeast 7 angesetzt und mich auch sonst peinlich genau ans Rezept gehalten :Greets !
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#39

Beitrag von olibaer » Donnerstag 11. Mai 2017, 19:16

Hallo Gryps,
Gryps hat geschrieben:Mein "brauwolf"-Rezept war nach 3 Tagen durch und steht seit Dienstag konstant bei 3,2°Plato (Start war 11,8°P).
ein Atlantik Ale wird das mit dem Vergärungsgrad aber nicht - egal nach welcher Rezeptvorlage gebraut.
Dieses Bier "lebt" von seinem hohen Endvergärungsgrad und mit Deinen Angaben nachgerechnet fehlen da rund 10 % VGs zum VGsEnd im Ist.

Nicht dass Dein Bier deswegen schlechter ist, aber ein Vergleich zum Atlantik Ale wird kaum möglich sein.
Im Übrigen ist die Herstellung des Atlantik Ale wesentlich komplizierter als hier in Meinungen, Aussagen und Rezepten dargestellt.


Gruß
Oli
Gruss
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#40

Beitrag von Gryps » Donnerstag 11. Mai 2017, 19:31

Hallo Oli,
danke für den Hinweis, aber das war mir schon klar. Nur was soll ich machen? Hab es seit 2 Tagen auch schon 2K wärmer gestellt-hat aber nichts gebracht.
Letzte Woche habe ich "mein" Rezept von weiter oben mit Destilling gemacht, das ist bei einem EVG von 80% angekommen, was wohl eher passt... Na mal sehen wie es nach der Flaschengärung aussieht. Ich habe nicht ernsthaft erwartet, dass es jetzt wie das Original wird, dafür bin ich viel zu unerfahren :Angry :crying .
Gruß Lutz
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#41

Beitrag von olibaer » Donnerstag 11. Mai 2017, 20:19

Gryps hat geschrieben:Hallo Oli,
danke für den Hinweis, aber das war mir schon klar. Nur was soll ich machen? Hab es seit 2 Tagen auch schon 2K wärmer gestellt-hat aber nichts gebracht.
Wärmer stellen ändert am Endvergärungsgrad ohnehin nichts mehr - vielleicht am Vergärungsgrad.
Egal. Für den aktuellen Sud kannst Du nichts mehr machen - das wird lecker und gut.

Für den 2. Sud "Atlantik Ale" nimmst Du die Erkenntnisse aus dem 1. mit und für den 3. die Erkenntnisse aus 1. und 2. ... usw.. Irgend wann hast Du Dein Atlantik Ale, hast eine Menge gelernt und wirst am Ende denken: "jetzt mach ich mein eigenes Rezept".

Ich stupps dich also nur deswegen so an, dass du für den 2. Sud etwas mehr Orientierung hast.

Schau Dir flankierend die Angaben von Störtebeker an. Da findet man 11,4% Stammwürze mit einem Alkoholgehalt von 5,1% vol. - rechne damit mal den (End)Vergärungsgrad aus - weit über 80%. Weiter findet man Aussagen wie:
"Münchner-, Distilling-, Pilsener- und Weizenmalz sorgen für die strohgelbe Farbe und den schlanken Körper".

Mach Dir Gedanken darüber warum man Münchner-, Distilling- und Weizenmalz mischt. Wie passt "Münchnermalz" zu "strohgelb" ? Was bedeutet "schlanker Körper" ? Wie kommt man da hin?.
Schau weiter aufs Etikett. Die Zutaten müssen dort absteigend in Einsatzmengen angegeben sein - auch ein (kleiner)Hinweis.

Mach Dir nach eigenem ermessen ein Bild von dem Bier das du brauen möchtest - ganz ohne Markenlala - vielleicht so: "Ein süffiges Bier mit obergärigem Charakter das mit geringer Stammwürze und hoch vergoren(nicht süß) eine hohe Bittstoffgabe verträgt ohne aufdringlich Bitter zu schmecken".

Wenn Du das als Basis so hinbekommst und immer wieder "so" brauen kannst, ist es wurscht welchen Namen es trägt und Du kannst ausgehend von dieser Basis alles machen und hunderte Varianten drumherum erfinden :-)

Gruß
Oli
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#42

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 11. Mai 2017, 20:37

Der Mathematiker in mir versucht gerade eine Schüttung aus vier Malzen zusammenzustellen, in der Münchner den größten Anteil hat, aber trotzdem deutlich unter 25% bleibt.

Cheers, Ruthard
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#43

Beitrag von §11 » Donnerstag 11. Mai 2017, 20:45

Brauwolf hat geschrieben:Der Mathematiker in mir versucht gerade eine Schüttung aus vier Malzen zusammenzustellen, in der Münchner den größten Anteil hat, aber trotzdem deutlich unter 25% bleibt.

Cheers, Ruthard
Du bist aber wieder engstirnig Heute :P

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#44

Beitrag von olibaer » Donnerstag 11. Mai 2017, 21:02

Hallo Ruthard,
Brauwolf hat geschrieben:Der Mathematiker in mir versucht gerade eine Schüttung aus vier Malzen zusammenzustellen, in der Münchner den größten Anteil hat, aber trotzdem deutlich unter 25% bleibt.
Cheers, Ruthard
Deine Quellen sind scheiße ;-)

Gruß
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#45

Beitrag von Xacobator » Donnerstag 11. Mai 2017, 21:49

Ich habe mal die Bildersuche angeworfen. Auf den Etiketten finde ich Crystal-, Distilling-, Pilsner- und seit einigen Jahren noch Weizenmalz. Das sollte von der Farbe doch passen? Außerdem ist das NICHT die Zutatenliste, die Reihenfolge sollte also nicht zwingend einen Rückschluss auf Anteile haben.
Viele Grüße
Daniel

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#46

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 11. Mai 2017, 22:03

Deine Quellen sind scheiße
Etiketten sind geduldig - und wenn ich eine größere Brauerei hätte und alle Welt wollte mein Bier nachbrauen... :P

Cheers, Ruthard
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#47

Beitrag von olibaer » Freitag 12. Mai 2017, 12:28

Xacobator hat geschrieben:Außerdem ist das NICHT die Zutatenliste, die Reihenfolge sollte also nicht zwingend einen Rückschluss auf Anteile haben.
Muss sie. Der Klassiker als Beispiel: "Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe" - immer schön in absteigender Reihenfolge.
Benannte Komponente "Gerstenmalz" freilich, kann sich jetzt beliebig zusammensetzen(Münchner, Wiener, Pilsner, Cara ...) - das ist Sache des Brauers ;-)

Gruß
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#48

Beitrag von flying » Freitag 12. Mai 2017, 15:51

Ich warte auf das erste IPA wo "Wasser, Hopfen, Malz, Hefe" draufsteht... :puzz
Brasserie de la sécheresse montagne

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#49

Beitrag von Michael Wendt » Freitag 12. Mai 2017, 18:35

olibaer hat geschrieben:
Xacobator hat geschrieben:Außerdem ist das NICHT die Zutatenliste, die Reihenfolge sollte also nicht zwingend einen Rückschluss auf Anteile haben.
Muss sie.
Müsste sie, wenn es denn die Zutatenliste wäre. Ist es aber nicht. Die Zutaten stehen weiter unten. Oben sind die Malze erwähnt. Möglicherweise aber gar nicht alle.

Gruß
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Re: Störtebeker Atlantik Ale

#50

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 12. Mai 2017, 18:39

flying hat geschrieben:Ich warte auf das erste IPA wo "Wasser, Hopfen, Malz, Hefe" draufsteht... :puzz
Das kommt ganz sicher bald. Gibt ja genug Amateure die ihr Bier verkaufen wollen und keinen Plan haben was wie aufs Etikett muss :P
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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