Das leckerste Pils das ich je probiert habe

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#1

Beitrag von chaos-black » Mittwoch 26. April 2017, 17:41

Hallo liebe Leute,
ich habe am vergangenen Wochenende das beste Pils getrunken! Bei Mikkeller in Berlin gibts das "Mitte Pils" am Hahn, und das ist so gut, dass ich mit eurer Hilfe ein Rezept bauen möchte, um ähnliches zu brauen (auch wenn es sich an die lange to-brau-Liste anschließen muss). Also, das Pils hatte 5,6% vol und wirkte angenehm schlank. Farblich sehr hell, ich würde von 100% Pilsner Malz ausgehen. Das besondere an diesem Bier war aber die überaus knackige Bittere und die intensiven Hopfenaromen. Von der Intensität her kam es mir eher vor wie ein IPA, die Aromen waren aber nicht zitrusig und höchstes leicht fruchtig, eher pilstypischer Art, aber heftig wie beim IPA. Blumig bis erdig würzig würde ich sagen.
Da ich sehr wenig Erfahrung mit Pils habe, würde ich gern meinen Rezeptvorschlag mit euch diskutieren:

Schüttung: 100%PiMa
13,8°P, 55IBU
Maltoserast 62°C 35min
Kombirast 66°C 40min
Abmaischen 78°C

Hopfenkochen 80min
Eventuell würde ich mit Hallertauer Mittelfrüh, Tradition und Spalter Select arbeiten
33% der Bitterkeit über Vorderwürzehopfung
33% der Bitterkeit 10min vor Kochende
33% der Bitterkeit 5min vor Kochende
5g/L Whirlpool
5g/L Stopfen

Das Verhältnis der Hopfensorten zu den jeweiligen Gaben weiß ich aber auch noch nicht... vlt habt ihr da ja Ideen?

Als Hefe würde ich die W34/70 nehmen und bei 8°C anstellen, dann Tag 2 auf 9°C, ab Tag 3 bis Ende 10°C

Beim Pils liest man ja immer wieder, dass das Wasser sehr wichtig ist. Ich habe mein Wasser noch nie aufbereitet, aber meine Werte vom Versoger wären folgende:
HCO3 ca 1,75 mmol/L
Kalzium ca 35mg/L
Magnesium ca 8,3 mg/L
Sulfat ca 33mg/L
Chlorid ca 12,1mg/L
Natrium ca 8,3mg/L
Gesamthärte: 6,5-7°dH (weich)
Restalkalität laut MMUM: 1.2mmol/L (=3,2°dH)

Bin gespannt auf eure Ideen :)

Beste Grüße,
Alex
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#2

Beitrag von Boludo » Mittwoch 26. April 2017, 17:52

3470 ist vermutlich für so ein knackiges Pils zu malzlastig.
Und versuch irgendwie den Hopfen zu recherchieren.

Stefan

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#3

Beitrag von tbln » Mittwoch 26. April 2017, 18:04

Ich würd an deiner Stelle einfach mal nachfragen welches Pils das ist. Bei ratebeer schreib jemand, dass es das Vesterbro Pilsner sei. Das Rezept wäre im Mikkeller Buch verfügbar, falls ich das richtig sehe. Ansonsten sind die wahrscheinlich doch recht offen was Hopfengaben etc. angeht.

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#4

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 26. April 2017, 18:08

5 g/l WP und 5 g/l Stopfhopfen sind ja ganz schöne Hausnummern für ein Pils. Ich kenne das Bier von Mikkeller aber nicht.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#5

Beitrag von flying » Mittwoch 26. April 2017, 18:14

Das wäre dann wohl dieses? Ganz schön am Ziel vorbei..

https://www.brewersfriend.com/homebrew/ ... ro-pilsner
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#6

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 26. April 2017, 18:23

Das Mitte Pils kenne ich nicht, aber das Vesterbro. Wenn die wirklich nach gleichem Rezept gebraut werden, kommt das von René verlinkte Rezept aus meiner Erinnerung heraus ganz gut hin. Höchstens etwas geringere Stopfmengen, war aber vllt. auch nicht ganz frisch. Deutsche Hopfen eher nicht.

Gruß
Andy

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#7

Beitrag von chaos-black » Mittwoch 26. April 2017, 18:41

flying hat geschrieben:Das wäre dann wohl dieses? Ganz schön am Ziel vorbei..

https://www.brewersfriend.com/homebrew/ ... ro-pilsner
Ne das kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass es das gleiche Pils sein soll. Der Ratebeer Kommentator, der vermutete dass es das Vesterbro ist, führt ja seine Vermutung auf den gleichen Alkoholgehalt zurück. Cascade kenne ich mittlerweile relativ gut würde ich sagen, aber den konnte ich in dem Mitte Pils nicht wiederfinden. Laut dem englischen Wikipediaartikel hat Mikkeller über 800 Biere herausgebracht, wobei viele nur an bestimmten Örtlichkeiten verkauft werden. Das unterstützt meiner Meinung nach nochmal mehr, dass das Mitte Pils nicht gleichbedeutend mit dem Vesterbro sein muss.
Ich hab mal eine Mail an Mikkeller Berlin geschickt.

@Ladeberger: Findest du denn meine Beschreibung von trocken, knackig bitter und intensives Pils-Hopfen-Aroma im Vesterbro Pils wieder? Das hab ich noch nicht probiert.
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#8

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 27. April 2017, 10:11

Boludo hat geschrieben:3470 ist vermutlich für so ein knackiges Pils zu malzlastig.
Das ist bisher die einzige untergärige mit der ich gearbeitet hab. Hast du vlt. nen konkreten Vorschlag für eine Alternative? Von der Beschreibung bei HuM her liest sich z.B. die Gozdawa Czech Pilsner 18 ganz gut...

Beste Grüße,
Alex
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#9

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 27. April 2017, 10:36

chaos-black hat geschrieben:@Ladeberger: Findest du denn meine Beschreibung von trocken, knackig bitter und intensives Pils-Hopfen-Aroma im Vesterbro Pils wieder? Das hab ich noch nicht probiert.
Nicht so richtig. Bitter ja, aber trocken/schlank habe ich das wiederum eher nicht in Erinnerung. Vom Hopfen her hatte es für mich wenig mit europäischen Landsorten zu tun, zu viel Fruchtaroma. Habe mich gerade auch durch ein paar Ratebeer-Bewertungen geklickt, um zu prüfen ob ich da auf dem ganz falschen Dampfer bin, aber da steht Ähnliches. Fand es jedoch etwas überbewertet.

Gruß
Andy

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#10

Beitrag von flying » Donnerstag 27. April 2017, 10:38

chaos-black hat geschrieben:
Boludo hat geschrieben:3470 ist vermutlich für so ein knackiges Pils zu malzlastig.
Das ist bisher die einzige untergärige mit der ich gearbeitet hab. Hast du vlt. nen konkreten Vorschlag für eine Alternative? Von der Beschreibung bei HuM her liest sich z.B. die Gozdawa Czech Pilsner 18 ganz gut...

Beste Grüße,
Alex
Der Vergärungsgrad ist natürlich extrem von der Maischearbeit und der Viabilität der Hefe abhängig. Ansonsten nimm die S-189.

http://www.hobbybrauerversand.de/mediaf ... 189_DE.pdf

Bei Deiner Aromabeschreibung würde ich als Hopfen zwei der "Edelsteine" Opal und Saphir nehmen. Die kommen bei der Beschreibung gut hin. Wichtig ist aber unbedingte Frische und das sie gut gelagert wurden.
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#11

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 27. April 2017, 14:39

Von Deinem Beschreibungen her glaube ich nicht, dass das Mitte Pils mit dem Vesterbro identisch ist. (Ich habe das Original Rezept hier, es wird übrigens die 2124 Bohemian Lager als Hefe angegeben)

Meine 2 Cents:

Maischeprogramm: Ich würde bei 57 Grad einmaischen, so gibts noch ein bissl Hefefutter und dann maximal 25 Minuten bei 62-63 Grad, darüber hinaus wird die Beta-Amylase ein bissl müde.Dann für einen hohen EVG noch mal 45 Minuten bei 67 Grad rasten und anschließend abmaischen.

Schüttung: Mikkeler benutzt bei allen Lager Rezepten in seinem Buch neben Pilsner immer auch CaraPils - zwischen 8 und 20%. Bei einem sehr hopfigen Bier macht das durchaus Sinn, ich würde mal in Deinem Fall 88% Pilsner und 12% CaraPils ansetzen. Vielleicht auch mal ein Distilling Malz ausprobieren, so wie Störtbecker das beim Atlantik Ale macht für einen hohen EVG.

Hopfen: Hier wirds schwierig anhand deiner Beschreibung, könnte vieles sein. Rene´s Empfehlung gehe ich mit, ansonsten könnte ich mir Cenntennial oder Comet (USA) auch gut vorstellen. Höher als 45 IBU würde ich allerdings nicht gehen, 55 erscheint mir sehr hoch gegriffen.

Hefe: Die S-189 hat einen leicht höheren EVG und kam mir im direkten Vergleich einen Tick weniger malziger vor, als die 34/70. Könnte ich mir hier auch sehr gut vorstellen. Vielleicht wurde aber auch die S-23 eingesetzt, zumindest verwendet er diese beim "Draft Bear", ein Imperial Pils. Die leichten Fruchtester dieser Hefe passen ganz gut zu bestimmten Hopfensorten.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#12

Beitrag von schloemi » Donnerstag 27. April 2017, 16:40

Hallo Alex,

Also ich sitze gerade bei Mikkeller und habe das Berlin Mitte Bier vor mir. Wo ich dir recht gebe: das Bier ist sehr lecker und kommt auch extrem schlank rüber. Die Farbe finde ich für ein Pils nicht sehr hell, zumal ich es in den 20cl Gläsern vor mir habe. Der Abgang hat eine ordentliche (für meinen Geschmack etwas nachhängende) Bitterheit, was aber OK ist. Zu den Hopfen konnten die mir an der Bar nichts weiter sagen, aber ich habe super fruchtige Note. Der Cascade (vielleicht auch Centennial) kommt sehr deutlich, meine aber auch Simcoe zu schmecken. Das richtig gute am Bier ist wirklich seine Vergärung, ansonsten erinnert es doch stark an ein Pale Ale.

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#13

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 27. April 2017, 17:05

schloemi hat geschrieben:Hallo Alex,

Also ich sitze gerade bei Mikkeller und habe das Berlin Mitte Bier vor mir. Wo ich dir recht gebe: das Bier ist sehr lecker und kommt auch extrem schlank rüber. Die Farbe finde ich für ein Pils nicht sehr hell, zumal ich es in den 20cl Gläsern vor mir habe. Der Abgang hat eine ordentliche (für meinen Geschmack etwas nachhängende) Bitterheit, was aber OK ist. Zu den Hopfen konnten die mir an der Bar nichts weiter sagen, aber ich habe super fruchtige Note. Der Cascade (vielleicht auch Centennial) kommt sehr deutlich, meine aber auch Simcoe zu schmecken. Das richtig gute am Bier ist wirklich seine Vergärung, ansonsten erinnert es doch stark an ein Pale Ale.

Das klingt dann doch stark nach Vesterbro. Und Simcoe passt in viele Lagerbiere tatsächlich sehr gut. Also dann Alex - ran an den Braukessel!
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#14

Beitrag von Boludo » Donnerstag 27. April 2017, 17:52

Smaragd ist auch sehr fruchtig.

Stefan

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#15

Beitrag von schloemi » Donnerstag 27. April 2017, 18:45

So sieht das gute Stück übrigens aus, also der Rest :redhead

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#16

Beitrag von chaos-black » Dienstag 2. Mai 2017, 14:23

Mikkeller haben geantwortet und - ich kanns kaum glauben - es ist tatsächlich das Vesterbro Pils. Kam mir erheblich bitterer als 38IBU vor und Cascade konnte ich darin auch nicht wiederfinden :Grübel aber wenns so is, dann is das so und meine Zunge/Nase haben mich betrogen :Ahh

Trotzdem habe ich jetzt irgendwie Interesse daran mal das intensive Pilsrezept, das hier diskutiert wurde, auszuprobieren. Stellt sich aber ebenso wie das Vesterbro-Rezept hinten an auf der to-do-Liste.

Ich hatte im Eingangspost meine Wasserwerte beschrieben, ist da irgendwas an dem ich auf jeden Fall herumschrauben müsste für diesen Stil?
HCO3 ca 1,75 mmol/L
Kalzium ca 35mg/L
Magnesium ca 8,3 mg/L
Sulfat ca 33mg/L
Chlorid ca 12,1mg/L
Natrium ca 8,3mg/L
Gesamthärte: 6,5-7°dH (weich)
Restalkalität laut MMUM: 1.2mmol/L (=3,2°dH)
Beste Grüße,
Alex
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#17

Beitrag von Johnny H » Dienstag 2. Mai 2017, 15:19

Ich hab das Bier auch probiert und fand den schlanken Körper in Kombination mit der recht hohen Bitterkeit fast ein wenig unrund.

Zum Hopfen kann ich fast nichts sagen, aber wir (zu zweit) haben eher auf eine Litschi-Note getippt, die m.E. weniger mit Cascade assoziiert werden kann.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#18

Beitrag von Erlenmeyer » Mittwoch 3. Mai 2017, 21:48

... das kam aus der Stadtbrauerei Spalt. Da hat einfach alles gestimmt.

Leider hat die ca. einstündige Suche nach dem Braumeister nicht viel gebracht. Außer der Nachricht, daß mindestens eine Dekoktion stattfindet, war ihm mehr nicht zu entlocken. Die Frage nach der Schüttung :Grübel und evtl. Karamalzen hat er fast entrüstet zurückgewiesen. Dennoch: Nahezu genial !

Hans

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#19

Beitrag von Fle4 » Mittwoch 3. Mai 2017, 22:52

Hallo Alex,

Für die Wasser Geschichte empfehle ich dir diesen Artikel(und den Rechner auf MMuM).
http://braumagazin.de/article/von-der-w ... rauwasser/

Unser Wasser hier in Göttingen ist ja gnädig. Die benötigten Zusätze habe ich falls du was brauchst.

Grüße Flo
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#20

Beitrag von allesbesserwissen » Mittwoch 3. Mai 2017, 22:57

... war das Schönramer Pils, probiert es mal :thumbsup

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#21

Beitrag von gulp » Mittwoch 3. Mai 2017, 23:08

Erlenmeyer hat geschrieben:... das kam aus der Stadtbrauerei Spalt. Da hat einfach alles gestimmt.

Leider hat die ca. einstündige Suche nach dem Braumeister nicht viel gebracht. Außer der Nachricht, daß mindestens eine Dekoktion stattfindet, war ihm mehr nicht zu entlocken. Die Frage nach der Schüttung :Grübel und evtl. Karamalzen hat er fast entrüstet zurückgewiesen. Dennoch: Nahezu genial !

Hans
Servus Hans,

schön mal wieder etwas von dir zu hören. Ich bin natürlich deiner Meinung, was das leckerste Pils betrifft. Mehr zur Spalter Brauerei hier:

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#22

Beitrag von ggansde » Donnerstag 4. Mai 2017, 08:01

Moin,
ich habe die alle durch und teile die Meinung aus #20: Schönramer rules :Drink
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#23

Beitrag von Blancblue » Freitag 12. Mai 2017, 15:15

Sitze auch gerade in Berlin mit o.g. Bier. Ich empfinde es nicht als das beste Pils der Welt (das gibts beim Keesmann in Bamberg vom Fass), aber die im Buch angegeben Hopfen finde ich da schon wieder. Allerdings ist mir das Bier auch zu nah an einem Pale Ale, ich finde da z.B. das Mashsee Beverly Pils oder den Prototyp von Kehrwieder deutlich besser.
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#24

Beitrag von knutole » Freitag 12. Mai 2017, 15:21

Blancblue hat geschrieben:Sitze auch gerade in Berlin mit o.g. Bier. Ich empfinde es nicht als das beste Pils der Welt (das gibts beim Keesmann in Bamberg vom Fass), aber die im Buch angegeben Hopfen finde ich da schon wieder. Allerdings ist mir das Bier auch zu nah an einem Pale Ale, ich finde da z.B. das Mashsee Beverly Pils oder den Prototyp von Kehrwieder deutlich besser.
Herrlich, noch einer dieser Meinung. Ich weiß tatsächlich nicht, woran es lag. Ob es das schöne Wetter war, die ausgelassene Stimmung oder was auch immer, aber das beste Pils, was ich je getrunken habe, war das Keesmann aus Bamberg. Solch intensive grün-grasig erfrischende Noten hatte ich in dieser Intensität noch in keinem Pils. Aber das Schönramer ist schon auch top.

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#25

Beitrag von Blancblue » Freitag 12. Mai 2017, 15:31

Du bist tatsächlich nicht alleine: Ich war während meiner Biersommelier Ausbildung mit Michael Zepf und weiterem Fachpublikum zum Feierabendbier da - wir waren alle der selben Meinung. Die Frische und das Hopfenaroma waren einfach unglaublich. Nach jedem Absetzen wollte man sofort wieder ansetzen (laut Zepf übrigens DAS Kriterium überhaupt für ein gutes Bier...).
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#26

Beitrag von Bronkhorst » Freitag 12. Mai 2017, 20:22

Mal am Rande etwas Off Topic: Aber ich fand auch das Weizen von Keesmann hervorragend!

Jens

Edith hat mir gerade geflüstert, dass mir das Schönramer Pils gezeigt hat wie gut Pils schmecken kann - einfach toll!

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#27

Beitrag von knutole » Freitag 12. Mai 2017, 20:35

Blancblue hat geschrieben:Du bist tatsächlich nicht alleine: Ich war während meiner Biersommelier Ausbildung mit Michael Zepf und weiterem Fachpublikum zum Feierabendbier da - wir waren alle der selben Meinung. Die Frische und das Hopfenaroma waren einfach unglaublich. Nach jedem Absetzen wollte man sofort wieder ansetzen (laut Zepf übrigens DAS Kriterium überhaupt für ein gutes Bier...).
Weiß man, wo das Geheimnis liegt? Ich gehe mal nicht davon aus, dass Keesmann bei dem Pils stopft. Mein letztes Pils mit ausgiebiger Mittelfrüher Aromagabe ging in eine ähnliche Richtung, von daher könnte ich mir den Mittelfrüher da schon ganz gut vorstellen?

Beste Grüße,
Carsten

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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#28

Beitrag von der_dennis » Freitag 12. Mai 2017, 22:40

knutole hat geschrieben:
Blancblue hat geschrieben:Du bist tatsächlich nicht alleine: Ich war während meiner Biersommelier Ausbildung mit Michael Zepf und weiterem Fachpublikum zum Feierabendbier da - wir waren alle der selben Meinung. Die Frische und das Hopfenaroma waren einfach unglaublich. Nach jedem Absetzen wollte man sofort wieder ansetzen (laut Zepf übrigens DAS Kriterium überhaupt für ein gutes Bier...).
Weiß man, wo das Geheimnis liegt? Ich gehe mal nicht davon aus, dass Keesmann bei dem Pils stopft. Mein letztes Pils mit ausgiebiger Mittelfrüher Aromagabe ging in eine ähnliche Richtung, von daher könnte ich mir den Mittelfrüher da schon ganz gut vorstellen?

Beste Grüße,
Carsten
Kann mich mal erkundigen, ich glaub aber nicht, dass der Braumeister da viel Info preis gibt ;) Soweit ich in Erinnerung habe ist es aber gestopft. Womit und wie viel? Keine Ahnung.
Das Keesmann Pils ist aber auch für mich das beste Pils überhaupt, abgesehen von Selbstgebrautem trink ich fast nur das. Habe mich mit M. Zepf auch mal darüber unterhalten, er meinte es sei eins der drei besten Pils weltweit (!).
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Re: Das leckerste Pils das ich je probiert habe

#29

Beitrag von ggansde » Mittwoch 18. Oktober 2017, 10:22

Moin,
Ich versuche seit einigen Wochen Schönramer Pils zu kaufen. Fehlanzeige. In meinen Stammgetränkemärkten, die es immer hatten, ist es derzeit nicht erhältlich, beim Maruhn auch nicht. Selbst im Chiemgau, Schlagweite zur Brauerei, gab es das in keinem Getränkemarkt. Die anderen Sorten sind kein Problem, Gold, Helles, Weissbier,... Weiss evtl. jemand, was da los ist? Produktionsprobleme, Lieferengpässe?
VG, Markus
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