Münchner Hell Rezeptoptimierung

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CDino
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Münchner Hell Rezeptoptimierung

#1

Beitrag von CDino » Freitag 16. Juni 2017, 12:30

Servus zusammen,

haben beim letzten Sud Helles gebraut nach unten stehendem Rezept. Das Bier schmeckt gut, ist aber gerade beim Genuss aus der Flasche etwas dünn, vor allem im Nachgeschmack. Im Glas hatten wir einen besseren Eindruck. Könnt ihr uns vlt anhand unseres Rezepts den ein oder anderen Tipp zur Optimierung geben? Wir hätten es gerne etwas vollmundiger und gleichzeitig würziger. Wie gesagt, sollte das Grundrezept beibehalten bleiben, lediglich ein paar kleine Stellschrauben angepasst werden.

Danke schon mal!

Hier das Rezept:

Münchner Helles 30 Liter:
Stammwürze ca 12° Plato
Schüttung:
Pilsner 5,50 kg
Münchner 0,50 kg
Carapils 0,30 kg
Sauermalz 0,40 kg
Gesamt 6,70 kg

Hopfen:
Hallertrauer Tradition 10 g
Perle 35 g
Hallertauer Cascade 8 g

Hefe:
Munich Lager, Wyeast, smackpack/flüssig

Hauptguss: 27 l
Nachguss: 20l

Maischen
Maischezeit (Gesamt) 70 min
Einmaischen 50 Grad
1. Rast (30 min) 50 Grad
2. Rast (30 min) 63 Grad
3. Rast (10 min) 72 Grad
Abmaischen 78 Grad

Kochzeit 60 min
Hallertauer Tradition (Vorderwürze) 10 g
Perle (30 min) 20 g
Perle (5 min) 15 g
Hall. Casc. (nach 7 Tagen Gärung) 8 g

Gärung:
Gärtemperatur: 7 Tage bei 9 Grad, Kalthopfung, 3 Tage bei 9 Grad, 2 Tage bei 14-16 Grad

Nachgärung Flasche:
Dauer 5 Tage
Temperatur 9-10 Grad

Reifung: 4 Wochen bei 1 Grad

Vielleicht kann ja jemand noch einen sinnvollen Tipp geben.

Vielen Dank nochmal und biiiierige Grüße
Dino

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#2

Beitrag von Killa-Bräu » Freitag 16. Juni 2017, 13:57

Servus Dino, ich braue fast das gleiche Rezept. Bei mir ist der MüMa Anteil bei 1 kg und ich packe noch 250 g Gerstenflocken dazu. Die 68 er Rast habe ich auch noch eingebaut. Mein Helles ist dadurch nicht so schlank und schön vollmundig. :thumbsup

Herzliche Grüße
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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#3

Beitrag von Boludo » Freitag 16. Juni 2017, 14:11

Das ist kein Münchner Hell.

Stefan

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#4

Beitrag von Ladeberger » Freitag 16. Juni 2017, 14:19

Die Einmaischtemperatur ist in Ordnung, aber die 30 min Eiweissrast solltet ihr weglassen. Die baut Proteinfraktionen ab, die neben der Schaumhaltbarkeit auch für einen Teil der Vollmundigkeit verantwortlich sind. Ferner würde ich länger bei Verzuckerungstemperatur rasten; auch das ist für die Vollmundigkeit förderlich.

Zum Rest kann man nicht viel sagen, da bräuchte es erstmal Infos zum vorausgegangenen Bier: Stammwürze (Messinstrument justiert?), Vergärungsgrad, pH, Bittereinheiten, ...

Gruß
Andy

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#5

Beitrag von rotespony » Freitag 16. Juni 2017, 19:13

Killa-Bräu hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 13:57
Servus Dino, ich braue fast das gleiche Rezept. Bei mir ist der MüMa Anteil bei 1 kg und ich packe noch 250 g Gerstenflocken dazu. Die 68 er Rast habe ich auch noch eingebaut. Mein Helles ist dadurch nicht so schlank und schön vollmundig. :thumbsup

Herzliche Grüße
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Wie viele Minuten machst du die Verzuckerungsrast?

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#6

Beitrag von CDino » Freitag 16. Juni 2017, 19:52

Boludo hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 14:11
Das ist kein Münchner Hell.

Stefan
Hallo Stefan,

kannst du mir erklären, woran du das festmachst?

Wir haben uns bei der Erstellung des Rezeptes an diesem Artikel aus dem Braumagazin orientiert.
http://braumagazin.de/article/muenchner ... brautipps/

Danke und Gruß

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#7

Beitrag von Boludo » Freitag 16. Juni 2017, 19:58

Ihr stopft mit Cascade.
Ein Stilbruch wie aus dem Bilderbuch.

Stefan

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#8

Beitrag von CDino » Freitag 16. Juni 2017, 20:04

Boludo hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 19:58
Ihr stopft mit Cascade.
Ein Stilbruch wie aus dem Bilderbuch.

Stefan
Ok, da gebe ich dir recht, das Grundrezept war ohne das Stopfen mit Hallert.Cascade

Das war dann lediglich ein Versuch dem Ding eine neue Note zu geben.

Merci für deine Meinung!

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#9

Beitrag von Boludo » Freitag 16. Juni 2017, 20:06

Find ich absolut ok.
Ich würde es dann nur anders nennen.

Stefan

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#10

Beitrag von Killa-Bräu » Freitag 16. Juni 2017, 22:49

Hallo Dino, wie oben gesagt Eiweisrast weglassen und 68 er Rast 20-25 min.,und die 72 er Rast auf 25 min., 78 er Rast 5 min bei mir.

Herzliche Grüße
Da Killa
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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#11

Beitrag von rotespony » Samstag 17. Juni 2017, 08:48

Boludo hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 19:58
Ihr stopft mit Cascade.
Ein Stilbruch wie aus dem Bilderbuch.

Stefan
Was würdest du stattdessen empfehlen? Perle?

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#12

Beitrag von Spasskrapfen1 » Samstag 17. Juni 2017, 10:21

rotespony hat geschrieben:
Samstag 17. Juni 2017, 08:48
Boludo hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 19:58
Ihr stopft mit Cascade.
Ein Stilbruch wie aus dem Bilderbuch.

Stefan
Was würdest du stattdessen empfehlen? Perle?
Gar nicht stopfen
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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#13

Beitrag von ggansde » Samstag 17. Juni 2017, 10:44

Mal ehrlich, Münchner Helles lebt in keinster Weise vom Hopfen, ganz im Gegenteil. Stattdessen sind Wasser, Hefe, Maischeführung die entscheidenden Parameter. Also lieber darauf konzentrieren.
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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#14

Beitrag von NYG356 » Samstag 17. Juni 2017, 13:53

Ich klinke mich mit meiner Frage mal hier ein.
Habe schon untergärig gebraut und soweit alles gut im Griff und wollte mich nun auch mal an einem Hellen abarbeiten.
Persönlich schmecken mir auch Augustiner und Tegernseer sehr gut, welche Hopfen würdet ihr mir daher empfehlen?
Als VWH, Bitter bzw. Aromahopfen?

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#15

Beitrag von BierBauer » Samstag 17. Juni 2017, 14:24

Hier ist alles perfekt zusammengefasst:

http://braumagazin.de/article/muenchner ... brautipps/

Ich empfehle das Rezept unseres Gott des Münchner Hellem Graf Plato!
Viele Grüße,
Stefan

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#16

Beitrag von flying » Samstag 17. Juni 2017, 16:59

ggansde hat geschrieben:
Samstag 17. Juni 2017, 10:44
Mal ehrlich, Münchner Helles lebt in keinster Weise vom Hopfen, ganz im Gegenteil. Stattdessen sind Wasser, Hefe, Maischeführung die entscheidenden Parameter. Also lieber darauf konzentrieren.
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Das stimmt aber mit Cascade gestopft schmeckt es leckerer. Namen sind Schall und Rauch. Münchner Hell würde ich es dann nicht mehr nennen. Stopfe es mit 15 g Cascade und nenne es "Hopfen Hell", "Helle Freude" oder "Heller Wahnsinn"...und schon hast Du mehr Spaß dran.
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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#17

Beitrag von gulp » Samstag 17. Juni 2017, 17:06

flying hat geschrieben:
Samstag 17. Juni 2017, 16:59
ggansde hat geschrieben:
Samstag 17. Juni 2017, 10:44
Mal ehrlich, Münchner Helles lebt in keinster Weise vom Hopfen, ganz im Gegenteil. Stattdessen sind Wasser, Hefe, Maischeführung die entscheidenden Parameter. Also lieber darauf konzentrieren.
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Das stimmt aber mit Cascade gestopft schmeckt es leckerer. Namen sind Schall und Rauch. Münchner Hell würde ich es dann nicht mehr nennen. Stopfe es mit 15 g Cascade und nenne es "Hopfen Hell", "Helle Freude" oder "Heller Wahnsinn"...und schon hast Du mehr Spaß dran.
und den ein oder anderen Braufehler kann man damit auch schön zudecken.
Warum man unbedingt so ein langweiliges Bier nachbrauen will, außer aus sportlichen Gründen, erschließt sich mir sowieso nicht. Man kann es an jeder Ecke kaufen.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

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Re: Münchner Hell Rezeptoptimierung

#18

Beitrag von ggansde » Samstag 17. Juni 2017, 18:11

Ich finds in keinster Weise langweilig. Malz, Wasser und die richtige Hefe erzeugen hier ein zauberhaft malziges Aroma, welches durch dominante Hopfen zugedeckt werden würde. Und nein, so wie ich es braue kann ich es nicht kaufen. Es ist aber wie immer Geschmacksache.
VG, Markus
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