mein Witbeer Grundrezept

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Eowyn
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mein Witbeer Grundrezept

#1

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 00:03

Ich hatte mich ganz brav - wie gewünscht - bei Maische und mehr angemeldet und mein Rezept dort eingegeben.
Beim Absenden hat's mir dann gesagt: ich habe keine Berechtigung und weg war's... das mach ich dann nicht nochmal, zumal das mit der Umrechnerei für meine US maßangaben echt langwierig ist.

das folgende Rezept ist quasi mein Haus/Basis Rezept, welches aus den Versuchen, ein gutes (wenn möglich so gutes wie Einstök) Witbeer zu brauen, entstanden ist.

Es kommt ein leichtes, gut trinkbares, sommerlich, erfrischendes Witbeer mit dem klassischen belgischen aroma von Coriander und Citrus bei raus.

Daten:

OG: 1.046-1.050 (ich lande meistens bei 1.048)
FG: 1.010-1.013 (da lande ich meistens bei 1.011)
Alc.%: 4.9
IBU: 12
SRM: 3.3

Grainbill:

4.5 Pilsner malt
4.5 Wheat malt
1 flaked/rolled oats

Anmerkung: man kann das Wheat Malt durch ungemalzten Weizen (z.B. white winter wheat) ersetzen. Bei Vollständiger Ersetzung wird das Bier weniger crisp und ich würde sagen "samtiger". Bei 50:50 also 2.25 pounds wheat malt und 2.25 unmalted wheat, wird es "weicher" als mit nur gemalztem Grain.

ich persönlich mag die gemalzte variante am liebsten, die ist auch näher am Einstök.

Hopfen:

30 gr Saaz (3.5%)

Anmerkung: kann gut mit Mittelfrüh ersetzt werden, Mittelfrüh setzt sich geschmacklich etwas besser gegen die Orangenschalen und den Koriander durch und wird deshalb einen hauch hopfiger (nicht wirklich bitterer, nur mit etwas mehr Hopfencharacter)

Gewürze:

1/3 cup (=0.75 oz oder das müssten 21 g sein) Koriander
1 TL Salz (Coarse Sea salt)
1/2 TL Tellicherry Pfefferkörner
2-4 Schale von Orangen (je nach Größe)
2-3 Schale von Zitronen

normale Größe also nicht die riesen Früchte nehme ich 3 Orangen/2 Zitronen

ich mörsere alle gewürze auch das Salz direkt bevor es in den Süd geht, die Früchte auch erst schälen bevor sie in den Sud gehen und Anmerkung: das weiße von der Schale macht bitter, je weniger weiß, desto mehr reines citrus aroma kommt ins bier. Wenn man bitter haben möchte, das nicht vom Hopfen kommt, kann man großzügiger schälen.

Außerdem:

1/2 TL Yeast Nutrient
1 Whirlflock tablette

mash:
Mash in mit 12 qt @ 124
15 min. @ 124°F
15 min. @ 128°F
15 min. @ 132°F
30 min @ 161°F
mash out:
10 min @ 170°F

sparge mit 5.5 Gal. @ 170°F

ich läutere über Stroh und erzeuge die Temeraturanstiege mit Mash entnehmen, erhitzen, wieder zugeben, bis die Gesamttemp. ereicht ist (Decoction)

Anmerkung: ohne ganz großen Qualitätsverlust zu erleiden kann man das auch mit Single mash, single Infusion
90 min. @ 152°F und mash out/sparge @170°F machen.

ich finde, das Bier bekommt mit der ersten methode mehr Character und mehr "Tiefe" - kann Einbildung sein, aber single mash erschien mir "flach" hab ich nur einmal gemacht beim Witbeer.

90 min. kochen

nach dem Hotbreak schöpfe ich die Eiweiß-schaum-schollen, die sich oben auf dem Sud bilden mit einem Sieb ab. Das verhindert auch späteres Überkochen bei Hopfen und gewürz Zugabe.

Zeit bis flame out:
T -30: Saaz 30gr
T -15: Gewürze und Yeastnutrient
T -10: Orangen/Zitzroneschale und Whirlflock

Yeast Starter: nein
Yeast: Wyeast: 3942 oder WLP400

Fermentieren:
3 Wochen bei start: 68°F und langsamer Erhöhung der temperatur bis auf 73°F

Carbonisieren entweder im klassischen belgischen Stil mit

5.2 oz/ 5 gal. Tafelzucker

oder und das mag ich gerade im Sommer lieber - es nimmt aber den feineren Aromen etwas den raum, sich zu entfalten - im Stil von deutschem Weizen mit

8.4 oz/5 gal. Tafelzucker

Flaschenreifung mind. 2 Wochen bei Zimmertemp anschließend mind. 4 tage im Kühlschrank.

das ist mein "ehrliches", simples, classisches "Haus/Basisrezept"

Ist meilenweit von Einstök weg... aber da komm ich auch noch hin :)
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#2

Beitrag von tommes » Donnerstag 24. August 2017, 06:30

Dankeschön

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Enfield
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#3

Beitrag von Enfield » Donnerstag 24. August 2017, 09:38

Ebenfalls ein Dankeschön von mir!

Wo wir hier einen "Amerikaner" da haben, darf ich Dich mal was fragen zum Thema Weizen was ich schon immer wissen wollte:
In Amerika wird oft zwischen "Red Hard Winter Wheat", "Red Soft Winter Wheat", Hard White Winter Wheat" und "Soft White Winter Wheat" unterschieden. Bei uns gibt es nur Sommerweizen und Winterweizen, und selbst da wird im Handel nicht unterschieden sondern höchstens beim Landwirt.
Wie ist die Unterscheidung in Amerika?

Danke und lg aus Österreich!

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#4

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 24. August 2017, 09:40

Sieht gut aus, vielen Dank! Ich trinke ja auch sehr gerne Wit im Sommer, und die 3942 habe ich noch nie verwendet.

Zwei Anmerkungen von mir:
1) Im Vergleich zum recht populären Rezept von Boludo/Stefan nimmst Du recht viel Gewürze.

2) Ich bin ja auch ein großer Dekoktionsfan und braue meine untergärigen Biere so gut wie nie ohne mindestens eine einfache Dekoktion und meist mit Zweimaischverfahren. Beim Wit hatte ich es auch mal angedacht, dann aber wieder verworfen, weil man beim Wit vielleicht doch eher einen sehr leichten Malzkörper ohne die (wie ich finde) durch das Dekoktionsverfahren eingebrachte Kernigkeit haben will, bei dem hauptsächlich die dezenten Hefearomen und die Gewürze die erste Geige spielen. Außerdem hatte ich mir dann auch Sorgen um die Zufärbung gemacht. Von daher ist es interessant, dass Du in diesem Fall auch mit Dekoktion braust.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#5

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 12:09

Johnny H hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 09:40
Sieht gut aus, vielen Dank! Ich trinke ja auch sehr gerne Wit im Sommer, und die 3942 habe ich noch nie verwendet.

Zwei Anmerkungen von mir:
1) Im Vergleich zum recht populären Rezept von Boludo/Stefan nimmst Du recht viel Gewürze.

2) Ich bin ja auch ein großer Dekoktionsfan und braue meine untergärigen Biere so gut wie nie ohne mindestens eine einfache Dekoktion und meist mit Zweimaischverfahren. Beim Wit hatte ich es auch mal angedacht, dann aber wieder verworfen, weil man beim Wit vielleicht doch eher einen sehr leichten Malzkörper ohne die (wie ich finde) durch das Dekoktionsverfahren eingebrachte Kernigkeit haben will, bei dem hauptsächlich die dezenten Hefearomen und die Gewürze die erste Geige spielen. Außerdem hatte ich mir dann auch Sorgen um die Zufärbung gemacht. Von daher ist es interessant, dass Du in diesem Fall auch mit Dekoktion braust.

1) könnte dran liegen, dass man sich hierzulande vermutlich irgendwann die Geschmacksnerven versaut. Hier ist in allem, was man nicht selbst macht/bäckt viel zu viel salz/Zucker etc.

2) die "kernigkeit", finde ich macht den Unterschied zu was ich als "flach" empfunden habe bei meinem einzigen Versuch mit single mash. Von der Färbung her kann ich nicht sagen, dass das nen Riesenunterschied macht.

Allerdings ist mein Wit tatsächlich kein einziges mal so hell(gelb) rausgekommen, wie Einstök.

Muss mal nachschauen in meiner Rezeptsammlung welches bislang am hellsten war (war aber def. auch mit decoction)

Zu dem von dir verlinkten Rezept - ich finde getrocknete Schalen und frische macht nen großen Unterschied (frisch wird vordergründiger, getrocknete wird dezenter) und mit der 3944 hab ich das auch gebraut, das kommt ebenfalls sehr gut raus am Ende etwas "floraler" ohne deshalb parfümig zu werden. Ich werde das auf jedenfall auch brauen.

Durstlöscher passt aber auch zu meinem Endergebnis. Lässt sich wirklich gerade im Sommer richtig gut trinken.

Danke für den Link. das wird in jedem Fall nachgebraut :)
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#6

Beitrag von Boludo » Donnerstag 24. August 2017, 12:33

Hallo Eowyn,

in dem verlinkten Rezept (das übrigens nicht von mir, sondern ursprünglich von Hanghofer stammt) sind Bitterorangenschalen (Pomeranze) drin.
Die machen eigentlich kein Citrusaroma, sondern eine ganz eigene Art von Bittere. Wenn man damit übertreibt, schmeckt man es ganz deutlich.
Das Citrusaroma kommt von den Koriandersamen. Die Hefe verstoffwechselt deren Inhaltsstoffe zu Citrusaromen, gibts irgendwo hier einen interessanten Beitrag dazu.
Wenn du frische Orangenschalen nimmst, dann ist das was anderes, nicht weil sie nicht getrocknet sind, sondern weil es eine andere Frucht ist.
Was aber nicht heißen soll, dass das eine besser als das andere ist, nur anders.

Stefan

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#7

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 12:36

Enfield hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 09:38
Ebenfalls ein Dankeschön von mir!

Wo wir hier einen "Amerikaner" da haben, darf ich Dich mal was fragen zum Thema Weizen was ich schon immer wissen wollte:
In Amerika wird oft zwischen "Red Hard Winter Wheat", "Red Soft Winter Wheat", Hard White Winter Wheat" und "Soft White Winter Wheat" unterschieden. Bei uns gibt es nur Sommerweizen und Winterweizen, und selbst da wird im Handel nicht unterschieden sondern höchstens beim Landwirt.
Wie ist die Unterscheidung in Amerika?

Danke und lg aus Österreich!

Max
ich musste das auch erst recherchieren damals, als ich angefangen habe, mir witbeer rezepte anzuschauen

Die ND Wheat Commission erklärt das ganz schön und den Backvergleich fand ich auch interessant.

http://www.ndwheat.com/uploads/resource ... ochure.pdf

http://www.thefreshloaf.com/node/6985/w ... -vs-winter

mein HB-Store macht glaub keinen Unterschied zwischen Winter und Sommer aber das schau ich nachher, wenn ich Zeit habe nach.
Auch welche Varianten ich verwendet habe.

Kommt später :)
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#8

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 12:39

Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:33
Hallo Eowyn,

in dem verlinkten Rezept (das übrigens nicht von mir, sondern ursprünglich von Hanghofer stammt) sind Bitterorangenschalen (Pomeranze) drin.
Die machen eigentlich kein Citrusaroma, sondern eine ganz eigene Art von Bittere. Wenn man damit übertreibt, schmeckt man es ganz deutlich.
Das Citrusaroma kommt von den Koriandersamen. Die Hefe verstoffwechselt deren Inhaltsstoffe zu Citrusaromen, gibts irgendwo hier einen interessanten Beitrag dazu.
Wenn du frische Orangenschalen nimmst, dann ist das was anderes, nicht weil sie nicht getrocknet sind, sondern weil es eine andere Frucht ist.

Stefan
ha! :)

das meinte ich mit macht nen deutlichen unterschied.
Zitrusaroma ist auch nicht das richtige Wort für was ich meinte ... wenn man Orangen und Zitronenschalen candiert, dann hat man "Christstollen" (Zitrus)... ich versuch das nachher besser zu schreiben. Den Hinweis mit der Hefe find ich aber spannend, das wusste ich nicht!

Danke...

PS: und Coriander macht imo auch "blumig" und jetzt miuss ich echt los.
Zuletzt geändert von Eowyn am Donnerstag 24. August 2017, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#9

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 12:40

EDIT
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#10

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 24. August 2017, 12:54

Eowyn, Danke für deinen enormen Input hier in den letzten Wochen. Wäre super, wenn du im Sinne der Boardregeln das Mehrfachposten ein wenig runterfahren könntest, gerade mobil ist das sehr anstrengend auf Dauer. Danke und keep on posting!
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#11

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 24. August 2017, 12:59

Eowyn hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:39
Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:33
[...]
Das Citrusaroma kommt von den Koriandersamen. Die Hefe verstoffwechselt deren Inhaltsstoffe zu Citrusaromen, gibts irgendwo hier einen interessanten Beitrag dazu.
[...] Den Hinweis mit der Hefe find ich aber spannend, das wusste ich nicht!
Das war hier:
Biotransformation von Hopfen und Koriander
In diesem Sinne lohnt es sich eventuell durchaus, mit geraniolreichen Hopfensorten nachzuhelfen und sogar während der Hauptgärung (nicht danach!) zu stopfen. Ich meine, das praktiziert auch irgendjemand kommerziell so (m.W. in den USA, zumindest hat hier jemand mal darauf hingewiesen).
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#12

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 24. August 2017, 13:10

Ich habe in diesem Zuge viel mit Citra beim Wit experimentiert. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es beim Wit sehr auf Hefe, aber vor allem auf die Zutaten Koriander und Orangenschalen ankommt. Hier die richtige Balance zu finden ist das eine, die passenden Zutaten das andere. Diesen Sommer hat mir mein Wit einfach nicht so gut geschmeckt wie im Vorjahr, was definitiv am Geschmack des Korianders und der Orangenschalen hing. Indische Koriandersamen sind wichtig, aber auch bei den Orangenschalen gibt es enorme Unterschiede.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#13

Beitrag von schattenbräu » Donnerstag 24. August 2017, 13:39

QBlancblue: geht deiner Meinung nach der Citra hier vollkommen unter, ich wollte den nämlich beim nächsten Wit einsetzen?
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#14

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 24. August 2017, 13:51

Mir ging es bei meinen Witbier Exerimenten um den Gerianiol-Citrus Biotrans Effekt während der Gärung auszuprobieren. Ich habe generell mit Wits viel mit Hopfen gespielt, von Hüll Melon über Citra und Huell Melon. Für mich lebt ein Wit zuerst von der Hefe und dem Mundgefühl, das dann von den zarten, feinen Koriander und Orangennoten abgerundet wird. Mit den Hopfenaromen hat es für mich nicht richtig gut harmoniert, was nicht heißt, dass es nicht geht oder jemand anderem schmeckt. Ich braue Wits aber nur noch klassisch und konzentriere mich auf optimale Gewürze, statt Hopfen.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#15

Beitrag von flying » Donnerstag 24. August 2017, 14:25

Äähh..wenn ihr von "klassisch" redet meint ihr wohl den Hoegaarden- Stil? Gibt es seit 1960. Vorher galt Witbier als ausgestorben. Insofern kann man jegliche Variationen des Themas mit Kräutern und Gewürzen, sauer oder nichtsauer absolut als Bereicherung empfinden :thumbup
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#16

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 24. August 2017, 14:49

Joa, aber ohne Kamille - fand ich nicht so lecker. Muss auch gestehen, dass an ein frisches Hoegaarden nix rankommt.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#17

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:22

EDIT
Zuletzt geändert von Eowyn am Donnerstag 24. August 2017, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#18

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:23

Edit
Zuletzt geändert von Eowyn am Donnerstag 24. August 2017, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#19

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:24

EDIT
Zuletzt geändert von Eowyn am Donnerstag 24. August 2017, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#20

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:28

Eowyn hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:39
Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:33
Hallo Eowyn,

in dem verlinkten Rezept (das übrigens nicht von mir, sondern ursprünglich von Hanghofer stammt) sind Bitterorangenschalen (Pomeranze) drin.
Die machen eigentlich kein Citrusaroma, sondern eine ganz eigene Art von Bittere. Wenn man damit übertreibt, schmeckt man es ganz deutlich.
Das Citrusaroma kommt von den Koriandersamen. Die Hefe verstoffwechselt deren Inhaltsstoffe zu Citrusaromen, gibts irgendwo hier einen interessanten Beitrag dazu.
Wenn du frische Orangenschalen nimmst, dann ist das was anderes, nicht weil sie nicht getrocknet sind, sondern weil es eine andere Frucht ist.

Stefan
ha! :)

das meinte ich mit macht nen deutlichen unterschied.
Zitrusaroma ist auch nicht das richtige Wort für was ich meinte ... wenn man Orangen und Zitronenschalen candiert, dann hat man "Christstollen" (Zitrus)... ich versuch das nachher besser zu schreiben. Den Hinweis mit der Hefe find ich aber spannend, das wusste ich nicht!

Danke...
und das hab ich ja mal wieder großartig formuliert...

ich meinte, ich wusste nicht, dass die Hefe Citrusaroma macht im Witbeer... das meintest du, oder?

Ich weiß schon, dass die Hefe Frucharoma macht. Bin aber bislang davon ausgegangen, meine weißbeirhefe macht Pflaume und banane :)

Mir fehlt auch das Wort für den Geschmack, den frische Zitroneschale/Orangenschale macht.
Ich bekomme hier sweet orange peel getrocknet, venetian orange peel getrocknet und ich glaube, eines von beiden ist das was du meinst mit andere Frucht.
Blancblue hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 14:49
Joa, aber ohne Kamille - fand ich nicht so lecker. Muss auch gestehen, dass an ein frisches Hoegaarden nix rankommt.
ich mag kein Hoegarden... :)

Ich find an das Einstök white ale kommt nix dran
flying hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 14:25
Äähh..wenn ihr von "klassisch" redet meint ihr wohl den Hoegaarden- Stil? Gibt es seit 1960. Vorher galt Witbier als ausgestorben. Insofern kann man jegliche Variationen des Themas mit Kräutern und Gewürzen, sauer oder nichtsauer absolut als Bereicherung empfinden :thumbup
Der Amerikaner meint damit dass Orange und Coriander drin ist. Zumindest der Amerikaner hier, wo ich bin :)

Blancblue hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 13:51
Mir ging es bei meinen Witbier Exerimenten um den Gerianiol-Citrus Biotrans Effekt während der Gärung auszuprobieren. Ich habe generell mit Wits viel mit Hopfen gespielt, von Hüll Melon über Citra und Huell Melon. Für mich lebt ein Wit zuerst von der Hefe und dem Mundgefühl, das dann von den zarten, feinen Koriander und Orangennoten abgerundet wird. Mit den Hopfenaromen hat es für mich nicht richtig gut harmoniert, was nicht heißt, dass es nicht geht oder jemand anderem schmeckt. Ich braue Wits aber nur noch klassisch und konzentriere mich auf optimale Gewürze, statt Hopfen.
da bin ich auch gelandet mit meinen Hopfenexperimenten (allerdings hab ich die nicht so wissenschaftlich angestellt) allerdings alles brav aufgeschrieben und dokumentiert (also semi wissenschaftlich)
Ich hatte mandarina bavaria drin und alle deutschen Nobelhofpen bin am Schluss bei Saaz rausgekommen, wobei mit Mittelfrüh kommt das auch gut und wird wie gesagt imo etwas hopfiger, ohne dass der Hopfen die Orange und den Coriander erschlägt.
Blancblue hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 13:10
Ich habe in diesem Zuge viel mit Citra beim Wit experimentiert. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es beim Wit sehr auf Hefe, aber vor allem auf die Zutaten Koriander und Orangenschalen ankommt. Hier die richtige Balance zu finden ist das eine, die passenden Zutaten das andere. Diesen Sommer hat mir mein Wit einfach nicht so gut geschmeckt wie im Vorjahr, was definitiv am Geschmack des Korianders und der Orangenschalen hing. Indische Koriandersamen sind wichtig, aber auch bei den Orangenschalen gibt es enorme Unterschiede.
das kann ich genauso bestätigen.

ich wiege glaub meine Schalen das nächste mal ab, damit ich da eine genaue Angabe machen kann. Das geht bei mir mittlerweile so, dass ich die Orangen schäle und von der menge her sehe, ob och alles reingebe oder eine nur halb schäle, weil die Größenunterschiede hier im Laden von "Atom-Frucht" Organge in Grapefruit size und Zitrone fast so groß wie mittlere Orangen zu wirklich mickrig (orange in mandarinen Größe) reicht.
ich muss das geschält und als Gesamt menge sehen, bevor es in den Sud geht
Und wie gesagt, ich finde mit dem weißen von der Schale kann man viel zu bitter machen oder ein komisches Aroma, fast wie Fehlaroma erzeugen.
DerDallmann hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 15:34
Kamille ist gruselig im Wit, sehe ich auch so.
Das Ratsherrn Moby Wit war richtig gut, bis sie irgendwie auf Kamille umgeschwenkt sind. Baaaa
ich hab das vermieden bislang, weil kamille für mich gleich "kranksein" ist... ich mag auch den Geruch nicht wirklich, deshalb hab ich das unterlassen und ich kanns mir auch nicht vorstellen, wie mir das schmecken soll.
Johnny H hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:59
Eowyn hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:39
Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:33
[...]
Das Citrusaroma kommt von den Koriandersamen. Die Hefe verstoffwechselt deren Inhaltsstoffe zu Citrusaromen, gibts irgendwo hier einen interessanten Beitrag dazu.
[...] Den Hinweis mit der Hefe find ich aber spannend, das wusste ich nicht!
Das war hier:
Biotransformation von Hopfen und Koriander
In diesem Sinne lohnt es sich eventuell durchaus, mit geraniolreichen Hopfensorten nachzuhelfen und sogar während der Hauptgärung (nicht danach!) zu stopfen. Ich meine, das praktiziert auch irgendjemand kommerziell so (m.W. in den USA, zumindest hat hier jemand mal darauf hingewiesen).

das muss ich mir mal genau anschauen - mille grazie!
Blancblue hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 15:31
Hey King of Dreifach-Posting, Stefan meinte den Effekt, dass die Citrus Aromen vom Geraniol des Korianders stammen. Dieses wird von der Hefe während der Gärung in Citronellnol umgewandelt, das nach Citrus oder auch nach Seife schmeckt, wenn man es ubertreibt.

Ich finde das Einstök ja overrated, aber so hat jeder seine Favoriten.
ich?
Sorry, ich gehe davon aus, dass das Forum meine Beiträge zusammenfasst... macht es aber nicht :) ich werd mich bessern.. ober versuchen zumindest...
Zuletzt geändert von Eowyn am Donnerstag 24. August 2017, 15:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#21

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 24. August 2017, 15:31

Hey King of Dreifach-Posting, Stefan meinte den Effekt, dass die Citrus Aromen vom Geraniol des Korianders stammen. Dieses wird von der Hefe während der Gärung in Citronellnol umgewandelt, das nach Citrus oder auch nach Seife schmeckt, wenn man es ubertreibt.

Ich finde das Einstök ja overrated, aber so hat jeder seine Favoriten.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#22

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 24. August 2017, 15:34

Kamille ist gruselig im Wit, sehe ich auch so.
Das Ratsherrn Moby Wit war richtig gut, bis sie irgendwie auf Kamille umgeschwenkt sind. Baaaa
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#23

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:35

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Women have been brewing beer since the days of ancient Egypt, and it was only after the Black Plague that it fell into the hands of men

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#24

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:36

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#25

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:37

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Women have been brewing beer since the days of ancient Egypt, and it was only after the Black Plague that it fell into the hands of men

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#26

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:40

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Women have been brewing beer since the days of ancient Egypt, and it was only after the Black Plague that it fell into the hands of men

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#27

Beitrag von Boludo » Donnerstag 24. August 2017, 15:42

Hallo Eowyn,

kannst Du bitte versuchen, alles in einen Beitrag zusammen zu posten und nicht in mehrere aufeinander folgende?
Forumsregel 15a:
Keine Kürzest-Beiträge, Multipostings oder Mehrfachposts, keine Smiley-Floodings.
Ist nicht böse gemeint, das macht es nur übersichtlicher.
:Greets

Stefan

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#28

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 24. August 2017, 15:43

Ein 3er gefolgt von 2 4ern. Das ist Rekord, denke ich! :)
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#29

Beitrag von Blancblue » Donnerstag 24. August 2017, 15:43

DerDallmann hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 15:34
Das Ratsherrn Moby Wit war richtig gut, bis sie irgendwie auf Kamille umgeschwenkt sind. Baaaa
Oh ja - ein Freund wollte mir bei einem Hamburg Besuch was gutes tun und hat mir davon eine 3l Flasche mitgebracht. Wir waren zu dritt, aber keiner hat mehr als ein halbes Glas runterbekommen, also haben wir den Moby im Klo versenkt.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#30

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 24. August 2017, 15:45

Als es noch aus der Micro kam, war es noch so gut! Eine Schande...
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#31

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 24. August 2017, 15:47

Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 15:42
Hallo Eowyn,

kannst Du bitte versuchen, alles in einen Beitrag zusammen zu posten und nicht in mehrere aufeinander folgende?
Forumsregel 15a:
Keine Kürzest-Beiträge, Multipostings oder Mehrfachposts, keine Smiley-Floodings.
Ist nicht böse gemeint, das macht es nur übersichtlicher.
:Greets

Stefan
mach ich gerade...

bin gewohnt, dass die Forensoftware das zusammenfasst. War keine Absicht...

Falls jemand von den Mods die ganzen leerpostings löschen möchte und sorry nochmal... ich versuch mich zuerinnern, dass ich das hier selbst machen muss und es nicht automatisch Zusammengefasst wird..
Zuletzt geändert von Eowyn am Donnerstag 24. August 2017, 15:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: mein Witbeer Grundrezept

#32

Beitrag von Boludo » Donnerstag 24. August 2017, 15:52

Reicht auch, wenn Du das in Zukunft so machst.
Danke!

Stefan

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#33

Beitrag von Spittyman » Mittwoch 28. März 2018, 20:25

Hat einer von euch schon mal ein Witbier mit Limettenschalen statt Orangenschalen gemacht?
Menschen, die bestimmte Biere aufgrund ihrer Herkunft, Brauart oder Farbe als "Hundepisse" bezeichnen, tun mir leid. :thumbdown Es lebe der Geschmack und die Vielfalt in jederlei Hinsicht! :Bigsmile

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#34

Beitrag von Butterbrot » Mittwoch 28. März 2018, 21:50

DerDallmann hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 15:34
Das Ratsherrn Moby Wit war richtig gut, bis sie irgendwie auf Kamille umgeschwenkt sind. Baaaa
Krasse Sache! Ich hatte das letztens im Laden gesehen und dachte "ah klasse, da nimmste dir mal zwei mit, das hatte dir ja richtig gut geschmeckt!". Daheim dann gleich beim ersten Schluck: Hmm, irgendwie... nee?! Hab mich dann schon gewundert, dass sich offenbar meine Wahrnehmung so geändert hat - aber dass sich tatsächlich das Bier geändert hat (und noch dazu auf solche Weise), hatte ich nicht erwartet.
Sowas bekomm ich auch immer nur über das Forum mit.

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#35

Beitrag von DerDallmann » Dienstag 3. April 2018, 08:46

Das ist irgendwie nix mehr. Der Matrosenschluck ist auch nicht ehr so geil, wie früher.
Ich habe aber länger nichts mehr von Ratsherren getrunken. Muss ich mal wieder...
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#36

Beitrag von Blancblue » Freitag 20. April 2018, 17:58

Ich war jetzt länger in Island unterwegs und hatte dabei die Gelegenheit, das Einstök White Ale relativ oft probieren zu können. Das Bier ist ziemlich weit entfernt vom einem klassischen Wit, die typischen phenolischen Aromen der Hefe fehlen hier gänzlich. Der Clou des Bieres ist seine gute Drinkability in Kombi mit einer gut abgestimmten beerigen, die vom Hafermalz kommt. Ein Klon-Rezept würde aus meiner Sicht wie folgt aussehen:

Stammwürze: 12-12.5 Plato
IBU: 10-12

Schüttung:
45% Weizen
45% Pilsner
10% Hafermalz

Hopfen:
VWH mit Saphir oder Mittelfrüh

Gewürze:
0,5g Koriander pro Liter
0,4g Orangenschalen pro Liter

Maischen:
20 Minuten bei 55 Grad
60 Minuten bei 69 Grad

Hefe:
Schwierig einzuschätzen. Das Einstök ist im Prinzip ein Marketing Bier einer dortigen Großbrauerei und in solchen findet man selten viele unterschiedliche Hefestämme. Ich tippe auf die US 05 oder ein englischer, nicht zu niedrig vergärender Hefestamm.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: mein Witbeer Grundrezept

#37

Beitrag von tbln » Freitag 20. April 2018, 19:04

flying hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 14:25
Äähh..wenn ihr von "klassisch" redet meint ihr wohl den Hoegaarden- Stil? Gibt es seit 1960. Vorher galt Witbier als ausgestorben. Insofern kann man jegliche Variationen des Themas mit Kräutern und Gewürzen, sauer oder nichtsauer absolut als Bereicherung empfinden :thumbup
Gute Quelle: "Brewing with Wheat" von Stan Hieronymus. Das "Borinage Grisette" oder "Chain Reaction" von Alvinne sind da möglicherweise ganz interessante Bsp! Fruchtig, frische bzw. zitronige Milchsäure ist was verdammt feines!

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