Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

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Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#1

Beitrag von Jomsviking » Mittwoch 22. November 2017, 15:26

Hallo Zusammen,

in nächster Zeit möchte ich mich an einem Riegele Augsbruger Herrenpils Klon versuchen.
Wer das Bier nicht kennt: Es ist sehr schlank und Herb. Es hat keine Restsüße und hat eine sehr angenehme Bittere.
Das Hopfenaroma kommt im Nachgang deutlich mit. Hier Tippe ich auf eine Späte WP Gabe.
Das Original Bier hat folgende Angaben:

Farbe = hell golden & glanzfein
Alkoholgehalt = 4,7 vol. %
Hefe = untergärig
Bittere = 7 von 10 (Ich schätze 35 IBU)
Stammwürze = 11,6° Plato

Folgendes ist mir noch bekannt:
- "Steffi Malz" wird verwendet. Hier werde ich normales Pilsener benutzen.

- Riegele Arbeitet mit der Spelzentrennung. Diese würde ich vorerst noch nicht angehen, da ich mich mit dem Grundrezept erst annähern möchte.

- Mein Brauwasser ist nicht das Beste für ein Pils, jedoch haben die bisherigen Pils Biere immer gut geschmeckt.
Bearbeitet wird der Haupt und Nachguss mit Milchsäure.

- 3 Hopfengaben

- Der Hopfen wird wohl ausschließlich Perle sein. So ist zumindest mein bisheriger Stand.

Mein Rezept für 40 L sieht folgendermaßen aus:

HG = 28L
NG = bis Pfanne voll

7,4kg Pilsener Malz

Einmaischen 65°C
1. Rast 62°C 25min
2. Rast 67°C 30min
3. Rast 72°C 10min
Abmaischen 78°C

Hopfen Perle 9,6% Kochdauer 90min

1. VWH 13,4g
2. 45min 44,7g
3. WP bei 70°C 14,6g


Die Ziel STW liegt bei max 12°Plato. Da ich bei meiner Spindel keine x,7 ablesen kann werd ich etwas unter 12 einstellen.

Bezüglich der Hopfenmenge:
In meine Pfanne passen genau 34L. --> Nach dem Kochen habe ich ca. 31-32 L welche ich auf die gezielte STW einstellen muss.
Soll ich hier die Hopfenmenge etwas anpassen, wenn ich angenommen 8L Wasser zugeben muss oder ist das vernachlässigbar?
Scheinbar ist es dem KBH egal das in meine Pfanne nur 34L Passen.
Wenn ich hier einen HG Faktor von 32% einstelle (was mir viel vorkommt), soll noch mehr Malz dazu. Dann steht das Volumen Pfanne Voll aber auch bei 33.91 Liter... :puzz
Benutze ich den KBH falsch?

Vergoren wird mit 4 Päcken 34/70 möglichst kalt.
Geplante Karbonisierung liegt bei 5 - 5,5g/L. Abgefüllt wird in NC Kegs 9l und Zwangskarbonisiert nach Geschmack.


Passt das so vom Rezept?
Auf Vorschläge, Anpassungen, etc. würde ich mich freuen. :Drink
Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#2

Beitrag von haefner » Mittwoch 22. November 2017, 17:50

Jomsviking hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 15:26

Das Hopfenaroma kommt im Nachgang deutlich mit. Hier Tippe ich auf eine Späte WP Gabe.
Hallo,

auf deren Seite steht im Shop folgendes:

"Die besonders reichliche Gabe von Hallertauer Aromahopfen erfolgt in drei Schritten. Die dritte Gabe feinster Hopfen wird am Schluss des Würzeprozess zugegeben, damit sich das feine Aroma des Augsburger Herren Pils nicht durch die Würzekochung verflüchtigt."

Sollte wohl also passen. Rest gefällt mir, aber da ich das Original nicht kenne, kann ich dazu sonst nichts beisteuern.

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#3

Beitrag von Jomsviking » Mittwoch 22. November 2017, 21:02

Das Bier habe ich (fast) immer Vorrätig :Drink
Zum probieren musst du halt nur vorbeikommen :P
Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#4

Beitrag von Jomsviking » Samstag 14. April 2018, 20:56

So, die erste Variante wurde am 7.1.18 Gebraut und am 26.1.18 Abgefüllt.
Das sind jetzt gut 2 1/2 Monate (oder 10 Wochen) Reifung.

Geschmacklich ist das Bier lecker :Bigsmile
Nur ein Herrenpils Klon ist es noch nicht.
Der Hopfen kommt viel zu wenig durch.
—> Deutlich höhere Aromahopfengabe

Mit meiner Schätzung von 35 IBU lag ich daneben :redhead
Das Nächste mal plane ich 50.
Berechnet wurden die Hopfengaben mit dem KBH.
Hier ist mir schon öfter aufgefallen das die gefühlte Bittere (im vergleich zu anderen Bieren) immer etwas geringer ist...
Kann das sein oder liegt das eher an anderen Stellschrauben?

Das Herrenpils ist fast schon Neongel. Mein Pils ist halt einfach Hell.
Bekommt man das mit dem Extrahellem Pilsener von Weyermann hin oder führt kein Weg an der Spelzentrennung vorbei?
Die Kochzeit Reduzier ich auf 60 Minuten.

Mein Wasser habe ich nicht wirklich aufbereitet.
Zuerst Abgekocht und anschießend mit Milchsäure behandelt.
Hier habe ich die Rohwasserwerte genommen. Das War vielleicht schon zu viel des Gutem :Ahh
Ich habs mal grob überschlagen und bin bei -7,xx RA rausgekommen :redhead
Vor zwei Wochen hatte das Bier auch noch einen eher Saueren Charakter. Dieser ist mitlerweile verschwunden.
Für den nächsten Klon werd ich mir einfach ein paar Kanister Purania besorgen.
Mein Wasser ist einfach zu Hart.

Was blieb ist eine leichte Diacetyl Note. Bei nem Tschechischem Pils wäre das ja wünschenswert. Hier nicht.
Das Pils wurde ausschließlich Kalt vergoren. Einen Fehler hatte ich gemacht.
Angestellt bei 12°C und Vergoren bei 9°C.. Das Diacetyl kommt meiner Vermutung nach daher.
Eine NG gab es auch nicht da ich das Bier Zwangskarbonisiert habe.
Beim Nächstenm Versuch wird Grüngeschlaucht und kälter angestellt.

Auf dem Bild ist das Herrenpils links und mein Klonversuch rechts.
Die Farbe ist leider etwas dunkler auf den Bildern.

Versuch zwei wird irgendwann folgen :Drink
Dateianhänge
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Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#5

Beitrag von LupusLupulus » Sonntag 15. April 2018, 08:51

Wegen den IBUs: Laut Michaels Liste hat es 44.

Und bring mal was am Wochenende oder spätestens zum nächsten Vereinstreffen mit :Bigsmile
www.kesselbrauer.de - der Stuttgarter Hobbybrauerverein

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#6

Beitrag von Jomsviking » Sonntag 15. April 2018, 11:25

Das mit den 44 IBU hab ich in der Liste dann auch gesehen :Bigsmile
Beim nächsten werden einfach mal 50 für die Berechnung genommen und man sieht ja wie das wird.

Ich hatte das beim letztem Treffen schon dabei :P
Ich schau mal ob ich was in Flaschen abfüllen kann und brings dann mit.
Freitag oder Samstag? :Drink
Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#7

Beitrag von LupusLupulus » Sonntag 15. April 2018, 20:32

Letztes mal war ich nicht dabei :crying

Bin beide Tage da.
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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#8

Beitrag von Bockelsbock » Donnerstag 1. Oktober 2020, 12:49

Moin moin,

und gab es schon ein zweiten Versuch? Habe ebenfalls vor den leckeren Stoff zu kopieren.

Gruß Jonas
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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#9

Beitrag von Jomsviking » Freitag 2. Oktober 2020, 09:57

Servus,

ja, ich hatte es nochmal versucht nach zu brauen.
War irgendwann 2019. Ich habs sogar mit Spelzentrennung versucht, etc. Das ging schon deutlich mehr in Richtung Herrenpils oder besser gesagt Richtung Amaris 50.

Nur alleine Perle als Hopfen stimmt nicht. (Woher auch immer ich die Info bekommen hatte...) Ich konnte mittlerweile einiges mehr raus finden.

Mit ein paar Braukollegen haben wir bei Riegele eine Spezial Führung mitgemacht. Da hat uns der Braumeister einiges erzählt wie am besten vor zu gehen sei. Hat aber auch gleich gemeint: Keine Chance das gleich zu machen.
Sie haben selbst bei Siera Nevada das Herrenpils (Rezept, etc. alles gleich) Versucht nach zu Brauen. Es kam ein leckeres aber anderes Bier dabei raus.

Interessanterweise steht das Herrenpils bei meinem nächsten Brautag wieder an der Reihe.
Diesmal jedoch mit den Hopfen, wie Sie auch beim Amaris verwendet werden.
Grundsätzlich sollte folgendes angestrebt / beachtet werden:

Weiches Wasser
Sehr Helles Malz (100% Pilsener oder sogar Pilsener extra Hell)
Den Maischeplan "trocken" gestalten
Der EVG liegt beim Original bei ca. 77%

Keine Vorderwürzhopfung
Am Anfang gut Bittern
Bei ca zwei Drittel nochmal gut Hopfen geben
gegen Ende (5 min vor Schluss) reichlich Hopfen rein / Nicht mit Hopfen Sparen (Aussage vom Braumeister)
Das ganze auf ca. 45-50 IBU einstellen und Sauber kalt vergären.

Eine Wp Hopfung macht Riegele laut aussage nicht.
Die Kochzeit sollte so gering wie möglich gehalten werden. Anschließend rasch Abkühlen.
So könnte man ein Nachdunkeln etwas verhindern.

Ich werde berichten wenn ich den Klon Braue.
Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#10

Beitrag von Bockelsbock » Freitag 2. Oktober 2020, 10:37

Hi Felix,

vielen Dank für die Info. Ja dann werde ich mein Plan mit den Hopfengaben ändern. Also kein VW und kein WP Gaben. Du hast aber leider noch nicht den/die anderen Hopfensorte verraten. Bleibt das ein Geheimnis? Würde mich über mehr Infos freuen.

Mein Plan ist auch extra Helles Pilsener Malz zu nehmen. Die Spelzentrennung spare ich mir. Ich wäre schon froh nah dran zu kommen. Muss ja nicht hundertprozentig werden. Nah dran reicht. Ich werde das Pils ja auch weiterhin kaufen, da es mir wirklich gut schmeckt.

Gruß Jonas
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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#11

Beitrag von Pappelbräu » Freitag 2. Oktober 2020, 10:54

Ich finde ja, dass das Herrenpils mehr Hopfenaroma hat als viele gestopfte Biere. Wenn sie keine WP Hopfung machen dann müssen da aber massive Gaben ganz kurz vor Kochende dabei sein.
Ich finde das Bier auch super! So würde ich mir mehr Pilsner wünschen! Wurde auch teilweise beworben als das bitterste Pilsner Deutschlands, könnte was dran sein. Es ist aber eben nicht nur bitter, sondern eben auch sehr hopfen- / zitrusfruchtig. Ich frage mich sowieso, warum solche Biere so schlecht bewertet sind, z.B. bei Untappd. Können nur lauter Lagerhater sein.
Dieses Bier macht das richtig, was viele Craft Pilsner falsch machen, die verlassen sich meist viel zu sehr auf die Stopfaromen. Ich bin der Meinung, dass so ein Bier auch schon ohne Stopfen richtig knackig und fruchtig sein muss, das Stopfen kommt dann als Sahnehaube oben drauf.
Sehr gute Craft Pilsner sind meiner Meinung nach das Beverly Pils von Mashsee und das Just Pils von von Freude. Andere sind mir oft zu labberig und unbitter.
Tobias

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#12

Beitrag von Jomsviking » Freitag 2. Oktober 2020, 11:27

Hallo Jonas,

schau mal hier:
https://www.riegele.de/biere/brauspezia ... amaris-50/
"Kombination der vier Aromahopfen Hallertauer Perle, Opal, Hersbrucker und Mittelfrüh. "
Da stehen die Hopfen mit dabei :Drink

Die Spelzentrennung hab ich auch nur 1x gemacht.. Der Aufwand ist für den Effekt nicht in Relation zu setzen. (Zumindest ohne eine Mühle die das selbst macht)

Bezüglich der Wp Gabe:
Ich würde tatsächlich versuchen sehr viel Hopfen zu verwenden. Das wäre später vielleicht noch eine Stellschraube, wo man sein Rezept noch etwas anpassen kann.
Bei Riegele haben die halt alles bis ins kleinste Detail Perfektioniert. Da müssen wir schon Kompromisse eingehen um überhaupt annähernd da hin zu kommen.

Das Herrenpils ist mein absolutes Lieblingsbier. Bei uns leicht zu bekommen und Preislich völlig normal.

Da gibt es leider gerade in der Craftbier Szene zu viele kleine Brauereien bei denen die Qualität, Preis und Geschmack nicht zusammen passt. Vor allem in den Klassischen Bereichen. Da wo mit Stopfen der Fehler halt nicht überdeckt wird :P
Wenn ich z.B. ein Pils möchte jedoch dafür ein (Oxidiertes) Süßes Mildes irgendwas bekomme ist es halt wie früher in der Schule. Thema Verfehlt. 6.
Und dann Verlangt manch einer dafür noch 3-4€ für die 0,33L Flasche...
Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#13

Beitrag von tauroplu » Freitag 2. Oktober 2020, 11:49

Hi, laut Riegele liegt der IBU Gehalt bei 43, also 45 anzulegen, bietet sich dann an.
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#14

Beitrag von Bockelsbock » Freitag 2. Oktober 2020, 12:19

Felix, habe lieben Dank! Ja, auf den Link bin ich auch gestoßen nachdem ich mein Post geschrieben hatte. Bei dem Herrenpils liest man etwas von 3 Aromagaben und beim Amaris stehen vier. Das verwirrt mich noch etwas aber wir werden sehen. Über ein Bericht über dein nächsten Versuch würde ich mich sehr freuen. Ich bekomme das leckere Bierchen hier oben leider nicht soo gut. Da muss schon der Online-Handel her.

Denke, was die Stammwürze 11,7 Plato, IBU 43 (45) sind relativ gesetzt. Hefe? Wirklich die 34/70? Wird die nicht zu Malzig oder war das kein Problem bei deinem ersten Versuch? Vlt verwendet man hier eine Hefe in zweiter Rutsche für einen höheren EVG.

Maischen auf trocken trimmen. Maltoserast für 20 min plus Kombirast 40-60 min.

Bei dem Hopfen muss ich nochmal gucken. Also 60 min kochen. Bei Kochbeginn gut bittern und beim Kochende alles was Aroma gibt in Unmengen rein da :)
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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#15

Beitrag von Jomsviking » Freitag 16. Oktober 2020, 13:28

Hallo.

demnächst werd ich den Klon Brauen.
Da ich nicht abschätzen kann wieiel Hopfen jeweils genommen wird hab ich mal mit den gleichen mengen gerechnet.

Meine Idee ist nun folgende:

Ausschlag = 130L Stammwürze 11,7

100% Pilsener Malz (25kg)

62°C 60min
72°C 15min
Abmaischen

Kochen insgesamt 60min 45 IBU angepeilt

60 min 250g Perle (35 IBU)

20 min 50g Opal
20 min 50g Hersbrucker
20 min 50g Mittelfrüh

0 min 100g Opal
0 min 100g Hersbrucker
0 min 100g Mittelfrüh

Vergoren wird der Sud mit einer 34/70
Ich denke da werden dann ca 4,5 - 5%vol raus kommen.

Riegele nutzt natürlich keine normale 34/70 Hefe.
Die Propagieren für jeden Sud Ihre "Haushefe". Scheinbar machen die das aus einer einzigen Hefezelle der Ur-hefe...

Mit den drei Aromagaben bin ich auch erst reingefallen..
Wenn drei mal Aroma Hopfen gegeben wird, sind das "drei Aromagaben" Hat nichts mit den Verwendeten Hopfen zu tun =)
Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#16

Beitrag von haefner » Samstag 17. Oktober 2020, 09:14

Servus Felix,

bin an dem Pils auch sehr interessiert, Du hast mich ja gewissermaßen damit angefixt ;-).

Die Aromagaben machst Du nicht mehr als WP Hopfung? Was planst Du an Nachisomersationszeit ein? Gärtemperatur eher niedrig oder was denkst Du?

Gruß Micha

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#17

Beitrag von Bockelsbock » Montag 19. Oktober 2020, 10:33

Jomsviking hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 13:28

Riegele nutzt natürlich keine normale 34/70 Hefe.
Die Propagieren für jeden Sud Ihre "Haushefe". Scheinbar machen die das aus einer einzigen Hefezelle der Ur-hefe...

Mit den drei Aromagaben bin ich auch erst reingefallen..
Wenn drei mal Aroma Hopfen gegeben wird, sind das "drei Aromagaben" Hat nichts mit den Verwendeten Hopfen zu tun =)
Danke dir, Felix,

das sieht doch schon mal sehr gut aus. Wieder etwas mehr Infos. Sehr gut.

Freue mich schon auf den Brau- und Verkostungsbericht.

Gruß Jonas
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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#18

Beitrag von Jomsviking » Montag 19. Oktober 2020, 13:57

haefner hat geschrieben:
Samstag 17. Oktober 2020, 09:14
Servus Felix,

bin an dem Pils auch sehr interessiert, Du hast mich ja gewissermaßen damit angefixt ;-).

Die Aromagaben machst Du nicht mehr als WP Hopfung? Was planst Du an Nachisomersationszeit ein? Gärtemperatur eher niedrig oder was denkst Du?

Gruß Micha
Hi Micha,

nein ich mach da keine WP Hopfung. Machen die bei Riegele auch nicht ;)
Das wäre später vielleicht ne kleine stell schraube.
Nachisomerisierung ist aktuell bei 0. Die letzte Hopfengabe würde ich rein schmeißen und dann Aktiv auf 80° Kühlen. Dann den WP laufen lassen und gut ist.
Vergären werde ich das ganze bei 8-9°C


Ich werde berichten =)
Gruß
Felix

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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#19

Beitrag von Bockelsbock » Freitag 23. Oktober 2020, 12:34

Jomsviking hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 13:28
Kochen insgesamt 60min 45 IBU angepeilt

60 min 250g Perle (35 IBU)

20 min 50g Opal
20 min 50g Hersbrucker
20 min 50g Mittelfrüh

0 min 100g Opal
0 min 100g Hersbrucker
0 min 100g Mittelfrüh
Moin,

darf ich noch mal nachhaken? Hast du eine Quelle oder wie kommst du auf die Hopfengaben? Von der Perle und den Hopfengabe bei 20min dürfte nicht allzu viel bzw. von der Perle gar nichts an Geschmack ankommen. Ist Perle gar kein Geschmacksträger in dem Original Rezept?

Gruß Jonas
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Re: Rezeptcheck: Riegele Augsburger Herrenpils Klon

#20

Beitrag von Jomsviking » Freitag 23. Oktober 2020, 12:44

Bockelsbock hat geschrieben:
Freitag 23. Oktober 2020, 12:34
Jomsviking hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 13:28
Kochen insgesamt 60min 45 IBU angepeilt

60 min 250g Perle (35 IBU)

20 min 50g Opal
20 min 50g Hersbrucker
20 min 50g Mittelfrüh

0 min 100g Opal
0 min 100g Hersbrucker
0 min 100g Mittelfrüh
Moin,

darf ich noch mal nachhaken? Hast du eine Quelle oder wie kommst du auf die Hopfengaben? Von der Perle und den Hopfengabe bei 20min dürfte nicht allzu viel bzw. von der Perle gar nichts an Geschmack ankommen. Ist Perle gar kein Geschmacksträger in dem Original Rezept?

Gruß Jonas
Servus,

die Perle wird denke ich ausschließlich zum Bittern genommen.
Das ist eine Vermutung da Perle nach Orange schmeckt. Ich weiß es jedoch nicht.

Die 20 min Gabe hab ich einfach nach 2/3 der Kochzeit gewählt.
Das kann man sicher auch später machen.
Bei 20 Minuten sollte ja noch etwas Hopfenaroma mitkommen.

Das Rezept werde ich jetzt als Basis für weitere versuche nehmen und "kleine" stell schrauben verändern.r.
Gruß
Felix

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