Flanders Red Ale

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 4580
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Flanders Red Ale

#201

Beitrag von Tozzi » Sonntag 7. Juli 2019, 19:21

Meins ist seit Februar 2018 im Fermenter, also 12 Monate länger...
Und es hat erst vor ein paar Monaten begonnen, richtig Geschmack zu entwickeln.
Viele Grüße aus München
Stephan

DarkUtopia
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 558
Registriert: Dienstag 31. März 2015, 11:29

Re: Flanders Red Ale

#202

Beitrag von DarkUtopia » Montag 8. Juli 2019, 00:53

Ups sorry, auch 2018. Also noch liegen lassen? Was meinst du?

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 4580
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Flanders Red Ale

#203

Beitrag von Tozzi » Montag 8. Juli 2019, 05:35

Na ja, meins werd ich jetzt mal abfüllen, denn es zeigen sich erste (gaaaaanz leichte) Essignoten.
Noch nicht schmeckbar, aber am Gärspund "erschnüffelbar".
Das ist mMn der korrekte Zeitpunkt. Weiteres wird sich zeigen... :Grübel

Tatsache ist, vor etwa 6 Monaten hat es noch nach gar nichts geschmeckt (nicht mal sauer), jetzt wird es rot und das Holz kommt langsam ganz zart durch.
Sehr faszinierend, diese Entwicklung, die ich so nicht vorausgesehen habe. Aber gut ist es, wirklich Geduld zu haben.

Die Frage, ob ich nochmal repitchen soll, stellt sich mir auch. :Grübel
Ich denke mal, ich werd's lassen und einfach mal so mit Zucker in Sektflaschen verkorken.
Dann dauert's halt meinetwegen nochmal 3-6 Monate. Ein paar lebende Bretts sind da sicher noch drin, und die sind ja bekanntermaßen genügsam.
Sonst wird das auch immer ein Blindflug werden, was die Karbonisierung betrifft, denn neu eingebrachte Mikroorganismen werden anders reagieren.
Vielleicht füll ich auch zum Vergleich ein Keg ab. Habe immerhin fast 60 Liter von dem Zeug... :puzz

Lass uns da unbedingt mal ne Buddel tauschen!
In Romrod dann, vielleicht, bis dahin isses fertig. :Greets
Viele Grüße aus München
Stephan

DarkUtopia
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 558
Registriert: Dienstag 31. März 2015, 11:29

Re: Flanders Red Ale

#204

Beitrag von DarkUtopia » Montag 8. Juli 2019, 11:19

Meinst du Sektflaschen sind nötig? Oder machst du das zwecks esthetik? Flaschenmanometer wäre nicht schlecht, oder was meinst du? Iwie alles ein blindflug. Ich hab knapp 15l. Bin gespannt

Lg

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 4580
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Flanders Red Ale

#205

Beitrag von Tozzi » Dienstag 9. Juli 2019, 00:58

Ich hab die Sektflaschen aus zweierlei Hinsicht gewählt.
Zum einen machen die Belgier das auch, zumindest bei den höherpreisigen, es sieht auch hübsch aus, aber nicht zuletzt verträgt halt eine Champagnerflasche nochmal ganz anderen Druck als eine normale Bierflasche.
Beim Flanders ist das vielleicht nicht soooo wichtig, das karbonisiert man nicht so extrem.
Wenn's in Richtung Kriek oder Geuze geht sieht das aber wieder anders aus.

Egal, die Flaschen kosten nicht die Welt (wenn man sie auftreibt, das ist das eigentliche Problem) und die Verkorkung ist mit etwas Muskelschmalz auch keine große Sache. Und sieht halt wirklich topp aus, dann. Ist ja was Besonderes, so ein rotes Flanders, das über ein Jahr im Tank war.
Viele Grüße aus München
Stephan

DarkUtopia
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 558
Registriert: Dienstag 31. März 2015, 11:29

Re: Flanders Red Ale

#206

Beitrag von DarkUtopia » Dienstag 9. Juli 2019, 08:25

Good point, ich werde erstmal in normalen steini Flaschen abfüllen, wenn es was geworden ist, kann ma. Sich ja ein Upgrade überlegen! Danke erstmal

Hopfenfürst
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 85
Registriert: Mittwoch 14. November 2018, 12:20

Re: Flanders Red Ale

#207

Beitrag von Hopfenfürst » Dienstag 9. Juli 2019, 22:20

Mal eine andere Frage: vergärt ihr in einem Glasballon?
Meine Ballons sind leider alle schon belegt möchte aber trotzdem gerne mehrere Sauerbiere einbrauen und lagern.
noch mehr 25l Glasballons sind mir ehrlich gesagt zu teuer - würdet ihr eine Berliner Weiße in einem Plastikeimer vergären?
Habe diesbezüglich sehr viel unterschiedliche Meinungen gehört/gelesen wegen dem Sauerstoffeintrag und den damit verbundenen Essigstich...

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 4580
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Flanders Red Ale

#208

Beitrag von Tozzi » Dienstag 9. Juli 2019, 23:28

Ich benutze einen Speidel Kunststoff Gärtank (60 Liter).
Der Sauerstoff Eintrag ist, wie von Speidel versprochen, niedrig genug.
Diese Tanks sind ja auch extrem dickwandig.

Nach 16 Monaten kann ich am Gärspund etwas Essigsäure "erahnen", im Geschmack kommt sie noch beinahe zuwenig durch, das ist mir aber ganz recht so.
Bei dünnwandigeren Gefäßen hätte ich aber auch Bedenken.
Viele Grüße aus München
Stephan

DarkUtopia
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 558
Registriert: Dienstag 31. März 2015, 11:29

Re: Flanders Red Ale

#209

Beitrag von DarkUtopia » Mittwoch 10. Juli 2019, 08:33

Ich hab einen Glasballon günstig am flohmarkt gekauft. Hatte nen Silikon Stopfen und hab ihm ordentlich gereinigt. Loch rein, spund drauf und gut wars.

Lg

Fert
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 31
Registriert: Donnerstag 19. Januar 2017, 23:00

Re: Flanders Red Ale

#210

Beitrag von Fert » Mittwoch 10. Juli 2019, 17:41

Ich habe mein Flanders Red ebenfalls im Februar 2018 gebraut und plane es bald abzufüllen. Jetzt habe ich mir überlegt, dass ich gerne direkt danach ein neues (oder Oud Bruin?) brauen will, was ich dann direkt auf die Hefe geben will. Meint ihr, vom Roeselare Blend lebt noch genug, oder würdet ihr nochmal frische Kulturen drauf geben? Ich habe häufig gelesen, dass die Roeselare erst beim zweiten Durchlauf richtig Säure erzeugt...

Benutzeravatar
glassart
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1493
Registriert: Mittwoch 1. Juli 2015, 11:50

Re: Flanders Red Ale

#211

Beitrag von glassart » Samstag 21. September 2019, 14:10

kleines Update zu meinen Flanders Red Ale -ich durfte gestern den österreichischen Staatsmeistertitel bei der ABC dafür im Empfang nehmen :Smile

So schlecht dürfte es vermutlich nicht sein :Bigsmile

lg Herbert :Drink

Benutzeravatar
Kolbäck
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 596
Registriert: Montag 17. Oktober 2016, 14:47
Wohnort: Uppsala & Brüssel
Kontaktdaten:

Re: Flanders Red Ale

#212

Beitrag von Kolbäck » Samstag 21. September 2019, 15:06

glassart hat geschrieben:
Samstag 21. September 2019, 14:10
kleines Update zu meinen Flanders Red Ale -ich durfte gestern den österreichischen Staatsmeistertitel bei der ABC dafür im Empfang nehmen :Smile
Na dann herzlichen Glückwunsch! :thumbsup

Benutzeravatar
glassart
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1493
Registriert: Mittwoch 1. Juli 2015, 11:50

Re: Flanders Red Ale

#213

Beitrag von glassart » Samstag 21. September 2019, 15:06

Danke Thomas :Greets

Benutzeravatar
ggansde
Moderator
Moderator
Beiträge: 5729
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Flanders Red Ale

#214

Beitrag von ggansde » Samstag 21. September 2019, 15:28

Glückwunsch! Ich habe mein FRA letztes Wochenende zum ersten Mal probiert. Es hatte deutliche Essigaromen. Eiche war auch das. Die Verkoster rieten mir, den Zapfhahn mit "Salat-Dresssing" zu beschriften. Gehört das so?
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Benutzeravatar
glassart
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1493
Registriert: Mittwoch 1. Juli 2015, 11:50

Re: Flanders Red Ale

#215

Beitrag von glassart » Samstag 21. September 2019, 16:02

Markus, eine Spur Aceto schon aber nur ein Hauch ist es bei meinem -da dürfte der Sauerstoff doch die Brett´s ein wenig " fehlgeleitet" haben in ihrem Tun :Bigsmile

lg Herbert :Drink

Benutzeravatar
bierhistoriker.org
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 448
Registriert: Montag 21. September 2015, 15:33
Wohnort: Bergisch Gladbach

Re: Flanders Red Ale

#216

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 21. September 2019, 18:51

Hallo Markus,

stark Essignoten kommen meist vom Acetobacter, der in vielen "Würzmischungen" auch enthalten ist. Er bleibt aber meist recht friedlich und unauffällig, solange die Temperatur nicht länger und nachhaltig über 20-22°C geht.
Hatte mal vor Jahren ein "Stout" im Sauerfass im Sommer in einem warmen Keller= 10 Liter Malzessig :Waa
... nehme ich heute noch die Reste zum blenden.

cheers

Jürgen

Benutzeravatar
glassart
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1493
Registriert: Mittwoch 1. Juli 2015, 11:50

Re: Flanders Red Ale

#217

Beitrag von glassart » Samstag 21. September 2019, 20:32

leider können wir es nicht verkosten ( Markus bitte nach Romrod mitnehmen, außer es wurde bis dahin nur noch Salat gegessen :Bigsmile )
dann könnten wir das verkosten und diskutieren.
Die Balsamiconote beim Flandes ist anders als eine reine Acetobactervergärung -einfach"weicher" von Geschmack.
Bei Markus kann es zu viel Sauerstoff für die Brettanomyces, Acetobacter oder beides sein :Grübel
Aber im März 2020 schauen wir uns das an -ich hoffe es gibt ein "Sonderprogramm" für die Sauerbier-Freaks wo wir uns austauschen können :Bigsmile

lg Herbert

Benutzeravatar
gulp
Moderator
Moderator
Beiträge: 9321
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 21:57
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Flanders Red Ale

#218

Beitrag von gulp » Samstag 21. September 2019, 20:54

glassart hat geschrieben:
Samstag 21. September 2019, 20:32
leider können wir es nicht verkosten ( Markus bitte nach Romrod mitnehmen, außer es wurde bis dahin nur noch Salat gegessen :Bigsmile )
dann könnten wir das verkosten und diskutieren.
Die Balsamiconote beim Flandes ist anders als eine reine Acetobactervergärung -einfach"weicher" von Geschmack.
Bei Markus kann es zu viel Sauerstoff für die Brettanomyces, Acetobacter oder beides sein :Grübel
Aber im März 2020 schauen wir uns das an -ich hoffe es gibt ein "Sonderprogramm" für die Sauerbier-Freaks wo wir uns austauschen können :Bigsmile

lg Herbert
Da wäre ich auch gerne dabei. Soll ja einen Sauerbier Stammtisch geben, auf der HBCON.
Diese Essignoten (Balsamiko) werden unterschiedlich wahrgenommen und polarisieren halt auch. Man denke nur an die Duchesse de Bourgogne. Ich liebe sie, andere mögen sie überhaupt nicht.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

Benutzeravatar
glassart
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1493
Registriert: Mittwoch 1. Juli 2015, 11:50

Re: Flanders Red Ale

#219

Beitrag von glassart » Samstag 21. September 2019, 21:32

gulp hat geschrieben:
Samstag 21. September 2019, 20:54
glassart hat geschrieben:
Samstag 21. September 2019, 20:32
leider können wir es nicht verkosten ( Markus bitte nach Romrod mitnehmen, außer es wurde bis dahin nur noch Salat gegessen :Bigsmile )
dann könnten wir das verkosten und diskutieren.
Die Balsamiconote beim Flandes ist anders als eine reine Acetobactervergärung -einfach"weicher" von Geschmack.
Bei Markus kann es zu viel Sauerstoff für die Brettanomyces, Acetobacter oder beides sein :Grübel
Aber im März 2020 schauen wir uns das an -ich hoffe es gibt ein "Sonderprogramm" für die Sauerbier-Freaks wo wir uns austauschen können :Bigsmile

lg Herbert
Da wäre ich auch gerne dabei. Soll ja einen Sauerbier Stammtisch geben, auf der HBCON.
Gruß
Peter
Peter , ich hoffe dass ich dafür "frei bekomme" vom Orga- Team > aber da muss ich einfach dabei sein und freu mich schon riesig darauf.
Gibt es die Möglichkeit, dass wir da dann auch Verkostungsproben organisieren können -ich bin da leider ziemlich weit weg von der Quelle ( in Österreich ist Sauerbier "nahezu" ein Fremdwort, teils evt. sogar ein Schimpfwort - aber ich bin da sehr tolerant den, Unwissenheit kann eben nicht einen nahezu Suchtkarakter bewirken - das braucht Zeit)
Aber es wäre schon in der Vorbereitung unheimlich toll, wenn zu diesem Stammtisch eine ordentliche Breite an Sauerbieren zumindest schluckweise da wäre. :thumbup
lg Herbert

Benutzeravatar
gulp
Moderator
Moderator
Beiträge: 9321
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 21:57
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Flanders Red Ale

#220

Beitrag von gulp » Sonntag 22. September 2019, 11:41

Ein paar Fläscheken Duchesse bringe ich schon mit.
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

tbln
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 412
Registriert: Dienstag 20. Oktober 2015, 13:28

Re: Flanders Red Ale

#221

Beitrag von tbln » Sonntag 22. September 2019, 14:33

Auf mtf ist eine Analyse verlinkt: CRAFT Beer: Quantitation of the Major Components of Commercially Available Sour Beers
Duchess de Bourgogne soll tatsächlich stolze 3828 mg/L gehabt haben bei der Analyse. Essigsäure soll ab 800 mg/L wahrnehmbar sein.

In "Microbial diversity and metabolite composition of Belgian red-brown acidic ales" von Snauwaert wurden bei einer Analyse von drei Brauerein am Ende der Reifung Werte zwischen 300-2350 mg/L festgestellt.

Ich muss auch sagen, ein wenig Schärfe durch die Essigsäure ist super, Aceto balsamico muss nicht sein. Durch die Nachgärung in Flaschen, nimmt Essigsäure wieder leicht ab. Insofern ist nicht jedes Bier verloren - man muss ihm nur den Sauerstoff nehmen.

Benutzeravatar
ggansde
Moderator
Moderator
Beiträge: 5729
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Flanders Red Ale

#222

Beitrag von ggansde » Montag 23. September 2019, 07:21

Moin,
ich würde auch mal alles mitbringen, was ich in der Richtung noch habe: Altes Kriek, Saison mit Brett, das Salat-Dressing und ein zwei Klassiker, die ich mal gekauft habe und die im Keller verstauben.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Benutzeravatar
Kolbäck
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 596
Registriert: Montag 17. Oktober 2016, 14:47
Wohnort: Uppsala & Brüssel
Kontaktdaten:

Re: Flanders Red Ale

#223

Beitrag von Kolbäck » Montag 23. September 2019, 07:22

glassart hat geschrieben:
Samstag 21. September 2019, 21:32
Aber es wäre schon in der Vorbereitung unheimlich toll, wenn zu diesem Stammtisch eine ordentliche Breite an Sauerbieren zumindest schluckweise da wäre. :thumbup
Ich schaffe es wahrscheinlich nicht zur HBCon*, aber wenn es zu eurer Logistik beiträgt, Platz in einem Brüsseler Keller als Zwischenlager zu haben, oder dass ich rechtzeitig hier einkaufen gehe, dann meldet euch. :Greets

*Wenn doch, dann kurzentschlossen mit einem Ticket der Spätabsager. :Wink
Viele Grüße, Thomas
Braudoku, Weißbier-Experimente

Antworten