Flanders Red Ale

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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docpsycho
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Re: Flanders Red Ale

#251

Beitrag von docpsycho » Sonntag 30. August 2020, 17:30

Gude,

Heute wurde es ungewöhnlich. Wir haben Bieressig abgefüllt. Aber wie kam es dazu?

Ursprünglich hatten wir ja Anfang 2018 ein Flanders Red Ale als ersten Rudelsud gebraut. Das ganze waren dann auch die zarten Anfänge der Brausportgruppe. Die ganze Geschichte zur Rezeptentwicklung, dem Brautag und der Abfüllung ist ja hier nachverfolgbar, auch wenn der Thread etwas gekapert wurde. :Wink

Leider haben wir dann nach der ersten Abfüllaktion von 50(?) Litern das ganze etwas vergessen. Mittlerweile ist es leider zu Essig geworden, der allerdings köstlich schmeckt. Nun wollte aber unser Mitglied Paul von Friedies Brauhaus, seine Braustube umräumen, weshalb das Fass leer werden musste. Das nahmen wir uns zum Anlass mal wieder, zusammen zu brauen, diesmal ein Lambic und dezentral (Corona).

Heute haben wir dann Bieressig abgefüllt und das Fass gereinigt und geschwefelt. Wenn dann alle Brausportler ihre Jungbiere vorbei gebracht haben, kommt alles ins Fass. Diesmal wird dann aber alles in einem Jahr abgefüllt. 200l Bieressig brauchen wir nicht nochmal.

Hiermit endet dann die Story, die hier im ersten Post startete.

Grüße, Felix
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Re: Flanders Red Ale

#252

Beitrag von Bockelsbock » Montag 31. August 2020, 11:02

Schade aber auch. Habt ihr ein Tipp, was ihr ändert würdet?

Habt ihr nach dem ersten Abfüllen wieder aufgefüllt? Essig braucht ja Sauerstoff.

Viel Erfolgt mit dem neuen Sud. Ich würde mich natürlich über so tolle Bilder und Eindrücke wie beim Flanders freuen :Bigsmile

Gut Sud!

Gruß Jonas
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Re: Flanders Red Ale

#253

Beitrag von bierhistoriker.org » Montag 31. August 2020, 11:47

Bockelsbock hat geschrieben:
Montag 31. August 2020, 11:02
Schade aber auch. Habt ihr ein Tipp, was ihr ändert würdet?
Neben Sauerstoff scheint der Acetobacter hohe Temperaturen zu brauchen, am liebsten > 22°C, dann arbeitet er sehr zügig.
Bei "Keller"-Temperaturen bis 18°C passiert wenig.
Musste diese Erfahrung leider mit 10 Liter one-butt-stout im Limousin-Fass machen, war im Keller, aber in einem sehr heissen Sommer ging die Temperatur im Keller zu stark hoch. Ein Freund, der Sauerbierexperte ist, hat mir dann den Tip gegeben, unter 18°C zu bleiben.
Den Malzessig habe ich zum größten Teil beim Stammtisch verteilt - war ein Hit für Salatdressing.
Ich selbst habe ihn für "fish & chips" und zum blenden bei meinem Flanders red genommen...

cheers

Jürgen
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Re: Flanders Red Ale

#254

Beitrag von Bockelsbock » Montag 31. August 2020, 12:48

Vielen Dank für den Tipp mit den Temperaturen. Leider habe ich nur einen nachträglich ausgeschachteten und gemauerten Kriechkeller. Da war es bei den heißen Temperaturen draußen auch über 19° C warm.

Ich werde es trotzdem versuchen!
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Re: Flanders Red Ale

#255

Beitrag von docpsycho » Montag 31. August 2020, 14:11

Bockelsbock hat geschrieben:
Montag 31. August 2020, 11:02
Schade aber auch. Habt ihr ein Tipp, was ihr ändert würdet?

Habt ihr nach dem ersten Abfüllen wieder aufgefüllt? Essig braucht ja Sauerstoff.

Viel Erfolgt mit dem neuen Sud. Ich würde mich natürlich über so tolle Bilder und Eindrücke wie beim Flanders freuen :Bigsmile

Gut Sud!

Gruß Jonas
Gude Jonas,

japp, wir hatten nach dem Abfüllen wieder aufgefüllt. Das Problem war unserer Meinung nach schlicht die lange Lagerzeit von fast 2,5 Jahren. Klar die Temberaturen kommen natürlich noch dazu, die schwanken natürlich, da das Fass einfach so in einem Keller steht. Das Flanders Red hat ja typischer Weiße schon einen gewissen Essigstich, das heißt Acetobacter sind immer drin. Irgendwann hat der halt überhand genommen. Holz ist ja alles andere als Sauerstoffundurchlässig. Wie gesagt, nach dem geplanten Jahr Lagerzeit hat es extrem gut und rel. nahe am großen Bruder (Rodenbach Grand Cru) geschmeckt. Die ein oder andere Flasche gibt es davon auch noch und zu besonderen Anlässen wird mal eine aufgemacht.

Wir hoffen jetzt einfach mit dem schwefeln den Acetobacter wieder etwas zurück gedrängt zu haben. ich schätze wir werden es einfach sehen, was dabei rum kommt. Zur Not wird das Fass halt zum smoken zerkleinert. :Wink

Grüße, Felix
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Re: Flanders Red Ale

#256

Beitrag von Sauermann » Sonntag 6. September 2020, 10:11

Kurze Frage zur Flaschenabfüllung: Wie sind eure Erfahrung mit bzw. ohne Hefezugabe beim Abfüllen? Ich möchte mein 1,5 Jahre altes Flanders Red bald abfüllen und bin mir nicht sicher, ob ich nur Zucker zugebe oder auch noch eine Packung Trockenhefe dazugeben soll.

Schöne Grüße
Andreas

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Re: Flanders Red Ale

#257

Beitrag von Captain Brewley » Sonntag 6. September 2020, 20:52

Ich hab zwar noch nicht abgefüllt, stehe aber vor der gleichen Situation: 1,5 Jahre altes Flanders Red, das ich im Herbst abfüllen werde. Ich werde auf jeden Fall Weinhefe dazu geben, da die säuretolerant ist. Aber noch hab ich es nicht versucht, ist alles noch Neuland für mich.

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Re: Flanders Red Ale

#258

Beitrag von ggansde » Sonntag 6. September 2020, 21:42

Moin,
ich habe in KEG's gefüllt, zwangskarbonisiert und anschließen per GDA in Flaschen.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#259

Beitrag von docpsycho » Mittwoch 9. September 2020, 16:10

Sauermann hat geschrieben:
Sonntag 6. September 2020, 10:11
Kurze Frage zur Flaschenabfüllung: Wie sind eure Erfahrung mit bzw. ohne Hefezugabe beim Abfüllen? Ich möchte mein 1,5 Jahre altes Flanders Red bald abfüllen und bin mir nicht sicher, ob ich nur Zucker zugebe oder auch noch eine Packung Trockenhefe dazugeben soll.

Schöne Grüße
Andreas
Zucker vorlegen abfüllen und gut. Karbonisierung kann eine ganze Weile dauern, geht aber ohne Probleme.

Grüße, Felix
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Re: Flanders Red Ale

#260

Beitrag von Sauermann » Donnerstag 10. September 2020, 08:06

Danke für eure Antworten!

Ich habe jetzt noch einmal bei Tonsmeire nachgelesen, er selbst empfiehlt auch Weinhefe, aber wohl hauptsächlich, um schneller zu sein.
Zeit habe ich genug und ich glaube nur mit Zucker könnte ich den Sauerstoffeintrag geringer halten. Ich werde das dann in 2 Wochen entscheiden, wenns soweit ist.

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Re: Flanders Red Ale

#261

Beitrag von Bockelsbock » Donnerstag 5. November 2020, 13:16

docpsycho hat geschrieben:
Sonntag 30. August 2020, 17:30
Das nahmen wir uns zum Anlass mal wieder, zusammen zu brauen, diesmal ein Lambic und dezentral (Corona).
Hi Felix,

habt ihr das Fass schon wieder neu befüllt? Würde mich über Infos und Fotos freuen.

Gruß Jonas
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Re: Flanders Red Ale

#262

Beitrag von Bockelsbock » Donnerstag 5. November 2020, 13:17

SpitzerSpitzel hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 16:29
Hallo Leute!
Endlich war es soweit!!! :Bigsmile
Und wie läuft dein Versuch bis dato?
In dem Bock steckt jede Menge Craft

Mit einem leichten Hang zu Bockbieren!

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Re: Flanders Red Ale

#263

Beitrag von docpsycho » Freitag 6. November 2020, 16:14

Bockelsbock hat geschrieben:
Donnerstag 5. November 2020, 13:16
docpsycho hat geschrieben:
Sonntag 30. August 2020, 17:30
Das nahmen wir uns zum Anlass mal wieder, zusammen zu brauen, diesmal ein Lambic und dezentral (Corona).
Hi Felix,

habt ihr das Fass schon wieder neu befüllt? Würde mich über Infos und Fotos freuen.

Gruß Jonas
Jupp, ist wieder befüllt. Allerdings nicht mit Red Ale. Insofern passt das nicht wirklich zum Thread. Ich meine wir haben auf FB was dazu geschrieben. Nutze diese Plattform aber nicht mehr, kann dir das also gar nicht mit Gewissheit sagen.

Grüße, Felix
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Re: Flanders Red Ale

#264

Beitrag von DrFludribusVonZiesel » Donnerstag 4. Februar 2021, 10:49

Hallo zusammen,

melde mich nach langjähriger Brau- und Forumspause wieder zurück. :Greets

Nach drei Aufwärmsuden - darunter das erste Mal UG (Dekoktions Pils von Kurt, seit zwei Wochen in Flaschen) - hab ich mich an den lange gehegten Traum eines Flanders Red Ale gewagt.
Ein 50 L Glasballon wurde organisiert und da ich in der 25 L Klasse braue, habe ich zwei Brautage eingelegt, um ihn auch voll zu kriegen. Erster Tag war der 31.01.2021 und der zweite am Dienstag darauf, also 02.02.2021.

Meine Herangehensweise und die Details:

Schüttung bestand aus
4,5kg Best Red-X
3kg Wiener
1,5kg Pilsner
1kg Carared
0,5kg Melanoidin
0,4kg Caraamber
0,3kg Special B
1kg Weizenflocken
1kg Maisflocken
0,5kg Sauermalz

Kombirast bei 70°C, NG mit kochendem Wasser.

Hopfen: Halltertau Blanc und Saphir (waren noch vom Pils übrig) als reine Bittergabe.
Hefen: Imperial Yeast F08 Sour Batch Kidz und Philly Sour

Das Ziel sollten ~ 55 Liter bei 14,5°P werden, IBU 10, EBC um die 40.

Geworden ist es etwas mehr, sodass ich einen kleinen Teil (~7 Liter mit 12°P) beim zweiten Brautag mit 20G Hallertau Blanc und 15G Saphir und spontan gestrippter Pilshefe (W34/70) im kleinen 12L Glasballon ansetzte. Summa summarum gären derzeit also über 60L Bier bei mir. :Bigsmile

Der erste Sud (27L) wurde im Glasballon mit der Imperial Yeast F08 angestellt, Gäraktivität begann innerhalb von 12 Stunden. Der leere Beutel der Hefe roch schon sehr erfolgversprechend.
Das ganze sieht so aus:
BA.jpeg
Closeup:
BC.jpeg
Heute, vier Tage später, sieht das ganze so aus:
BN.jpeg
Zwei Tage später dann der zweite Sud (28L), der jetzt mit der Philly Sour ordentlich blubbert. Dauerte allerdings gute 20 Stunden bis die angekommen ist.
Sobald der zweite Sud großteils durch ist und die Kräusen zusammengefallen sind, werden die beiden im großen Ballon vereint und mit 100g Medium Toast Amerikanischer Eiche (in französischen Rotwein eingelegt) ein Jahr in der Ecke vergessen.

Die Farbe wurde sehr schön, ein sattes dunkles Rot, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Hier noch ein Foto vom kleinen Sud:
BK.jpeg
Soviel von mir :Drink

LG aus Wien,
Mario

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BenK
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Re: Flanders Red Ale

#265

Beitrag von BenK » Dienstag 16. Februar 2021, 22:26

Hey Leute,

Danke für die ganzen Erfahrungsberichte. Das hilft mir bei meinem ersten Versuch. Das schiebe ich seit 2 Jahren vor mir her...
Vielleicht hat ja der Eine oder Andere mal Lust, ein paar Erfahrungen zu seinen Bieren zu teilen, wie Sie sich nach etwas Lagerzeit präsentieren. Das würde mich tatsächlich brennend interessieren!

Cheers aus Marburg,

Ben
“Civilization as well as civility thrive where there is a pot of beer.”
― Randy Mosher, Tasting Beer

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Re: Flanders Red Ale

#266

Beitrag von SpitzerSpitzel » Dienstag 16. März 2021, 18:13

Bockelsbock hat geschrieben:
Donnerstag 5. November 2020, 13:17
SpitzerSpitzel hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 16:29
Hallo Leute!
Endlich war es soweit!!! :Bigsmile
Und wie läuft dein Versuch bis dato?
danke für den Anstoß!
Hab im Mai 2020 dann die 200l ins Fässchen gebraut!
Schüttung hauptsächlich Best red X, bisschen Wiener, bisschen Pilsner.
Mit Hopfen aus Eigenanbau auch ca. 15 IBU bebittert!
:thumbup
Dateianhänge
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Re: Flanders Red Ale

#267

Beitrag von SpitzerSpitzel » Dienstag 16. März 2021, 18:20

..... im November dann die ersten 50l entnommen ( und natürlich gleich wieder was rein gebraut): mit 35l hab ich ein Kirschlambic angesetzt, welches ich nun bald abfüllen werde. Und die 15l als Flanders Red abgefüllt! Es entwickelt sich genial. Hab schon ein paar Fläschchen verkostet und bin vom Geschmack hin und weg!!!
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Re: Flanders Red Ale

#268

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Dienstag 16. März 2021, 21:46

Das sieht gut aus! Ist aber eine Familienportion :Drink :puzz
Allen wird bekannt gemacht, dass keiner in die Jeetze kackt - denn morgen wird gebraut.
Steht am Bierbrunnen in Salzwedel

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Re: Flanders Red Ale

#269

Beitrag von Eifelbauer » Sonntag 21. März 2021, 18:22

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 11:15
Bockelsbock hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 10:07
Jetzt zu meiner Frage an dich Jürgen: Hast du wirklich drei Fässer wie bei Solera-Verfahren beim Sherry angewendet wird oder Füllst du das Fass nach entnahme von ca 1/3 mit dem "jungen" Red Flanders wieder auf?`
Hallo Jonas,

nein, ist eine "Pseudo-Solera":
Für ein 18/19 L-KEG entnehme ich 3 - 4 Liter "saures Bier" aus dem Fass und verschneide mit frischem Flanders. Die Menge des sauren Biers hängt davon ab, wie sauer das Fass aktuell ist/ wann und wie oft das Fass vorher genutzt wurde.
Die entnommene Menge muss natürlich "bis zum Anschlag" im Fass durch frisches Bier ersetzt werden- daher "Pseudo-Solera".
Viel Spass mit Sauerbier!

cheers

Jürgen
Ich habe eben mit der Spritze aus meinem 65L Eichenfass eine Probe meines FRA gezogen. Gebraut Anfang Oktober 2020, Stw 15 °P, vergoren mit der fortbilden fruit bis 7°P und dann in das Fass mit 4 Packungen Roeselare, Lagertemperatur 11-16°C. Aktuell bin ich bei 3,2°P und die Gärung läuft noch, wie man erkennen kann:
IMG_7542.JPG
Wie immer, bin ich sehr kritisch an die Erstverkostung gegangen. Aber was soll ich sagen, das ist perfekt im Geruch sowie Geschmack. Ich bin mächtig stolz auf mein Baby. Das ist selten bei meinen Erstverkostungen.
Meine Fragen sind, wie geht es weiter? Gibt es noch mehr Möglichkeiten als unten beschrieben, mit dem Gelager umzugehen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habe ich Jürgens Solera-Prinzip, so wie unter Punkt 3 beschrieben, richtig verstanden? Und wenn ja, wieviel bleibt von dem jetzigem Geschmacksprofil noch übrig? Ich sorge mich, dass man bei dem Verschnitt mit 1/3 Sauerbier den Grundton nicht mehr erkennt. Diese 3 Vorgehensweisen habe ich momentan auf dem Schirm:

1. Abwarten, bis die Gärung durch ist, alles abfüllen und das Fass neu belegen und dann mit neuer Roeselare weiter machen?

2. Abwarten, bis die Gärung durch ist, 2/3 (ca. 40L) des Fasses abfüllen und das Fass wieder mit teilvergorener Würze füllen?

3. Abwarten bis die Gärung durch ist, einen neuen Sud 60L FRA ansetzen, bis 50% mit der fortbidden fruit vergären, 1/3 (ca. 20 L) aus dem Fass nehmen und mit der teilvergorenen FRA wieder befüllen. Den Rest der FRA ausgären lassen und mit den aus dem Fass entnommenen 20 L verschneiden?

Beste Grüße

Arnd
Meinungen, Biere und Fürze haben gemeinsam, dass man nur die eigenen als bekömmlich empfindet.
Gruß aus der Nordeifel, Arnd.

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Re: Flanders Red Ale

#270

Beitrag von Bockelsbock » Dienstag 23. März 2021, 08:44

Moin,

je nach dem wie du abfüllen möchtest würde ich das ausgären abwarten. Gerade wenn du in Flaschen abfüllen möchtest.

Wenn dir dein Bier doch so gut gefällt, füll es doch komplett ab. Oder zumindest 2/3 damit du genug davon hast. Willst du denn eine Solera betrieben? Oder das Fass gerne noch mit anderen Sauerbierchen füllen?

Wohin die Reise beim Verschneiden oder Wiederbefüllen geht ist schwer voraus zu ahnen. Wenn du mit einem Flanders glücklich bist und mehr davon willst, dann brau was neues und Verschneide ein Teil und probiere wie es schmeckt.

Ausprobieren ist denke die Devise. Ich habe etwas ähnliches vor und habe mir über die selben Fragen schon meine Gedanke gemacht. Bin aber auch noch nicht schlüssig :-)

Gruß Jonas
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Re: Flanders Red Ale

#271

Beitrag von Hopfenfürst » Donnerstag 25. März 2021, 23:28

Habe mein "Flanders Red" jetzt über 2 Jahre im Glasballon und paar Monate auf Sauerkirschen - schmeckt genial! Erinnert sehr an ein Kriek

Hab aber folgende Frage bevor ich abfülle:
möchte die bakterien und hefen gern weiterverwenden - kann ich auf den Slurry direkt Würze geben oder sollte ich die Würze erst mal separat mit einer Hefe vergären? Verwendet hatte ich die Wyeast Rosalare Blend
Der soll ja beim zweiten Pitch schneller säuern - kann jemand was dazu sagen?

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Re: Flanders Red Ale

#272

Beitrag von Eifelbauer » Samstag 27. März 2021, 15:12

Danke für eure Antworten. Ich würde gerne das Solera Prinzip anwenden. Das scheint mir aber eine Reise ins Unbekannte zu sein. Der Stamm mit der höchsten Reproduktionsrate bestimmt die Richtung. Also vielleicht doch nicht? Oder genau deswegen? :puzz
Was mich noch reizen kann, ist folgende Vorgehensweise: 2/3 aus dem endvergorenden Bier aus dem Fass entnehmen und dann ein FRA mit der forbidden fruit ausgären lassen und damit das Fass wieder befüllen. Die Lactos und Co werden dann noch etwas weiter vergären. aber das könnte dann zu wenig "Profil" erzeugen.
Aber ich habe ja noch etwas Zeit zu planen. Vielleicht finde ich ja auf der Brauschau Köln etwas Input, liebe Bierhistoriker :Drink .
Ich bin jedenfalls offen für Ideen.

Gruß in die Sauerbierrunde

Arnd
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Gruß aus der Nordeifel, Arnd.

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