Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#1

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Samstag 6. Januar 2018, 14:54

Hallo Leute,
Schon wieder habe ich eine Frage an euch.
Gestern habe ich in einem Gasthau das Gösser Stiftszwickl dunkel getrunken und war begeistert.
Hoffe es war nicht gerade nur die Tagesverfassung das es mir so geschmeckt hat :Bigsmile .

Könnte mir jemand ungefähr ein rezept vorschlagen das in die richtung gehen würde?
Sprich Schüttung, Hopfung und Hefe Auswahl.

Habe bis jetzt eigentlich immer eher bittere pilsartige biere und pale ales gebraut.

Danke im Voraus

Grüße Markus
Zuletzt geändert von Hopfenfreak1991 am Samstag 6. Januar 2018, 19:57, insgesamt 1-mal geändert.
:thumbsup 🍺 Die Hopfung stirbt zuletzt 🍺 :thumbsup

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#2

Beitrag von haefner » Samstag 6. Januar 2018, 17:20

Hallo,

ich kenn das Bier leider nicht. Liest sich der Beschreibung von Gösser nach aber echt gut. Da findest Du auch schonmal ein paar Eckdaten:

13,2% STW
Gerstenmalz, Roggenmalz, Weizenmalz
Celeja Aromahopfen

"Durch eine warme Gärführung (Höchsttemperatur 10 – max. 15°C)"

Mehr kann ich Dir leider nicht helfen. Das kannst Du ja so vielleicht auf ein dunkles Bier übertragen. Wird wohl Hauptsächlich in Richtung Pilsener, Münchner und paar Prozent Roggen und Weizenmalz sein.

Gruß Micha

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#3

Beitrag von Cobo » Samstag 6. Januar 2018, 17:43

Ruf die doch einfach mal an... bei Stiegl habe ich damit gute Erfahrungen gemacht :Wink
Wird demnächst gebraut: Englischer Barley Wine, verbessertes Red Ale
Derzeit in Gärung: Epic Imperial Stout mit Cacaonibs
In Reifung: Cacao Milk Stout, Amerikanischer Barleywine
Trinkreif: Hop Chop Red Ale, Kilt Lifter Scotch Ale, Blanc SMASH

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#4

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Samstag 6. Januar 2018, 20:18

Anrufen bei der Gösser Brauerei :-)
Hört sich spannend an 😄
Das werd ich wirklich probieren mal schaun was die mir dazu sagen. Einen versuch ist es wert

Ja die Beschreibung auf der gösser seite hab ich bereits gelesen. Bezüglich schüttung kan man sich da bereits ein bild machen wenn man ca.20 EBC annimmt kann man das schon so hinbiegen.

Von der bittere her hätt ich mal auf 22-25IBU getippt.

Hopfensorte in der beschreibung steht Celeia
aber da wird warscheinlich auch ein deutscher hopfen seinen zweck erfüllen ohne all zu große abweichungen zum original kann ich mir vorstellen.
Hopfengaben hätte ich mir ca. so vorgestellt:
Bittern mit zb. Spalter selekt oder Perle in der Vorderwürze
Aromahopfung 10min vor Ende mit Tradition ca. 1g/Liter

Hefe hab ich leider keinen plan was man da nehmen könnte. Aber ich würde es gut finden wenn sie schlecht sedimentiert damit es schön trüb bleibt, und der EVG sollte warscheinlich mittel sein könnte ich mir vorstellen.
:thumbsup 🍺 Die Hopfung stirbt zuletzt 🍺 :thumbsup

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#5

Beitrag von Bojtar » Samstag 6. Januar 2018, 20:22

Jaaaa!!! Bin von dem Bier ebenfalls begeistert. Also wenn Du irgendwie an das Rezept rankommst - bitte sag bescheid! Ich finde dieses frische Kräuter Aroma toll - ein bisserl wie Almdudler :)

Schöne Grüße, Christian

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#6

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Samstag 6. Januar 2018, 20:23

Wird gemacht 😉
:thumbsup 🍺 Die Hopfung stirbt zuletzt 🍺 :thumbsup

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#7

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Samstag 6. Januar 2018, 20:24

Vielleicht ist es gerade der Celeia Hopfen ???
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#8

Beitrag von Bojtar » Sonntag 7. Januar 2018, 10:48

Das kann ich mir gut vorstellen!
Falls Du verschiedene Rezeptideen dazu hast, kann ich gerne einen oder zwei Sude parallel zu Dir machen und wir tauschen dann ein paar Flaschen aus zum verkosten und der Wirklichkeit näher zu kommen.

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#9

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Sonntag 7. Januar 2018, 17:31

Bojtar hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 10:48
Das kann ich mir gut vorstellen!
Falls Du verschiedene Rezeptideen dazu hast, kann ich gerne einen oder zwei Sude parallel zu Dir machen und wir tauschen dann ein paar Flaschen aus zum verkosten und der Wirklichkeit näher zu kommen.
Das wäre super
Was hättest du den für Ideen dazu.
Was für hefen würdest du vorschlagen?
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#10

Beitrag von Bojtar » Sonntag 7. Januar 2018, 21:09

Tja, da happerts ein bisserl bei mir... Bin jetzt nach 7 suden so weit, dass ich technisch und Ausstattungs mäßig souverän brauen kann, aber mit Rezepte kreieren hab ich mich noch nicht mal ansatzweise beschäftigt. Muss man ja auch nicht, bei der Unmenge an verführerisch klingenden Bieren auf MMuM :thumbsup
Aber ich bin gut im Anleitungen streng nach Vorschrift ausführen, schafft auch nicht jeder :Bigsmile

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#11

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Freitag 12. Januar 2018, 12:45

@bojtar

Hast du das stiftszwickl dunkel aus der flasche oder frisch gezapft getrunken?
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#12

Beitrag von Bojtar » Freitag 12. Januar 2018, 17:39

Aus der Flasche bzw. Glas. Am Mittwoch gleich zwei... wegen der Forschungsarbeit :Bigsmile
Bin gerade dabei ein bisserl mit dem KBH zu spielen um zu sehen was da rauskommt. Ich hab letztens mit der Mangrove Jack M84 gearbeitet und die kann ich mir bzgl. Trübung und Gärtemperatur gut vorstellen. Ich werd' den ersten Versuchen jedenfalls splitten, 10L mit der MJ und 10L mit der W34/70 und dann jeweils wieder die Hälfte mit 1g/L nach der HG stopfen. Schau ma mal was da rauskommt - meine erste Rezeptidee schick ich Dir dann wenns soweit ist.
Hast Du bei der Brauerei angerufen?

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#13

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Freitag 12. Januar 2018, 17:53

Ich habe mir gestern ein 4er tragerl gekauft und muss sagen :
Gut aber mit abstand nicht so geil wie frisch gezapft im Wirtshaus. Irgendwie fehlt mir in der flasche total die Hopfenblume im nachtrunk.

Die M84 hab ich noch nicht probiert die W34/70 jedoch schon oft und glaube das die eher nicht dazu passt aus folgenden gründen:
Sedimentiert wahnsinnig gut und fest.
Vergärt sehr neutral.
In der beschreibung steht das sie eine eher wärmere Gärführung machen 10-15 Grad damit es fruchtig wird.
M84 weis ich aus erfahrung leider nicht sollte auch gut sedimentieren so viel ich gelesen habe.

Von den UG trockenhefen her würde ich die S23 nehmen die sedimentiert zwar auch sehr gut soll aber fruchtiger vergären.

Ein bisschen stopfen kann sicher auch nicht schaden
An welchen hopfen denkst du da?
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#14

Beitrag von Bojtar » Freitag 12. Januar 2018, 20:16

Das mit der hopfenblume glaub ich sofort, hatte sogar schon bessere und schlechtere Flaschen! Eventuell gewöhnt sich auch der Gaumen? Das Erste war wirklich was besonderes :)
Die w34/70 nehm ich weil ichs da hab und mich der Unterschied interessiert (Bier wirds ja immer heißts ;) und die m84 stimmt nicht ganz mit der Beschreibung über ein, auf das "high" wart ich mittlerweile seit 6 Wochen... Verglichen mit der M36 ist das echt ein Witz, die ist in der gleichen Zeit beinahe glanzfein!
Als Hopfen würde ich ausschließlich den Celeia nehmen, oder denkst du wär fürs lange mit kochen was anderes besser/sinnhafter?
Wo hast du eigentlich das gezapfte bekommen?

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#15

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Freitag 12. Januar 2018, 20:33

Wenn du den Celeia hopfen hast würde ich auch auf jeden fall den nehmen.
Das Bier hab ich ca. 10 km weit weg von mir in einem Gasthaus getrunken (Niederösterreich)
Also sedimentiert die M84 nicht so gut wie beschrieben?
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#16

Beitrag von Bojtar » Sonntag 21. Januar 2018, 12:03

Hallo!
Ich hab jetzt ein bisserl herumgespielt und werde folgendes probieren:

18L HG
14L NG

Wasser eingestellt auf Märzenbier

2kg Münchner
1,2kg Weizen dunkel
1kg Pilsner
0,3kg Roggen

Einmaischen bei 65°C
Maltoserast 63°C 40 Minuten
Verzuckerung 72°C 20 Minuten
Abmaischen 78°C

51g Styrian Golding als VWH und 33g als Whirlpool (3,2% Alpha) (=23 IBU) Farbe kommt auf 21 EBC

Vergären werd ich dann ~10L mit der S-23 und ~10L mit der M84. Von beiden dann je 5L mit 8g Stopfen.

Für Änderungsvorschläge bin ich zu haben. Bisserl zweifle ich an den 2kg Münchner (hab Angst, dass das zu malzig wird) bekomm aber sonst die Farbe nicht hin.

Schöne Grüße, Christian (Bin auch NÖ, Bez. Baden)

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#17

Beitrag von glassart » Sonntag 21. Januar 2018, 12:56

Hallo Christian,

geh einfach mit dem Münchner heruntern, dem Pilsner hinauf und nimm für die Farbe ein etwas dunkelres Cara ( Gold, amber, red. Belge ect.)
Dann wird es weniger malzig aber eben dunkler.
Welche EBC möchtest du denn erreichen ?
Ich kenne dieses Gösser leider nicht um es zu beurteilen.
Aber spiele dich mit dem Kleinen Brauhelfer da kannst du recht schön die Frabe einstellen.

lg Herbert (aus OÖ)

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#18

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Sonntag 21. Januar 2018, 13:26

Ich würde auch mit dem münchner runter gehen und mit carared-amber-oder münch die farbe einstellen.
Deine Hopfung finde ich super 👍.
Das wird sicher lecker 😋
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#19

Beitrag von Bojtar » Sonntag 21. Januar 2018, 16:55

Paaaast! Dann änder ichs in diese Richtung ab! Die Hopfung kommt daher, dass ich eh 2x 100g hab und bevor ichs im Tiefkühler herumkugeln hab nehm ich das ganze Packerl gleich für einen Sud (bin schon aufs Hopfenseien gespannt :Shocked )

@Herbert: Fahr zum Billa und hol Dir eins!! :thumbsup

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#20

Beitrag von glassart » Sonntag 21. Januar 2018, 17:07

mache ich dann sag ich dir die Farbe !

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#21

Beitrag von Bojtar » Sonntag 21. Januar 2018, 19:04

Ja bitte das wär super! Eventuell kannst Du auch die Bittere besser einschätzen? Mir fehlt es da noch massiv an Erfahrung...

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#22

Beitrag von glassart » Dienstag 23. Januar 2018, 18:06

Hallo Christian,

heute ist es soweit dass ich das Bier auch kennenlernen durfte und somit meine "Bewertung, Ergebnisse" stehen

- EBC mit normiertem Glas und Farbschablone gemessen 16
- IBU ist durch die doch deutliche Malzlastigkeit nicht so einfach zu beurteilen aber mehr al 15 IBU würde ich ihm nicht geben
- leider dominiert das Malz zu sehr dass der Celeia ziemlich untergeht

Hast du den KBH? (sonst lade ihn dir runter, du wirst mehr als begeistert sein :thumbsup )

Probiere mit dem Münchner deutlich herunter zu gehen und färbe mit einem dunkleren Cara.
Bzgl. IBU würde ich mich ohneweiters mit dem Celeia ( evt. VWH + WP-Hopfung) Richtung 20-22IBU bewegen.

Probiere evt. auch den Roggenmalzanteil ein wenig zu erhöhen, du wirst es nicht bereuen ( nur vielleicht etwas langsamer läutern)

Bin schon gespannt was du kochst :Bigsmile -lass es uns wissen

lg Herbert :Drink

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#23

Beitrag von Bojtar » Mittwoch 24. Januar 2018, 10:37

Hallo Herbert!
Danke für Deinen Input - nehme ich gerne an! Ja mit dem KBH spiele ich herum, nutze ihn jetzt auch für die Lagerstände (ist ja ein Wahnsinn was sich da an Resteln schon im Tiefkühler versteckt...)
Anbei der Screenshot vom Rezept - irgendwo hab ich gelesen, dass "dunkles Roggenmalz" zum Einsatz kommt. Da das gerade nicht zu bekommen ist, röste ich das normale etwas nach. Jetzt hoffe ich nurnoch, dass sich der Braugang vor dem Skiurlaub noch ausgeht :thumbsup
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#24

Beitrag von glassart » Mittwoch 24. Januar 2018, 13:13

Hallo Christian,

das schaut schon gut aus. Choco Roggen mit 600EBC wäre so was -ich nehme es gerne für dunklere Roggen aber auch für Stout her.
Dann brau mal drauf los!

lg Herbert

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#25

Beitrag von Bojtar » Dienstag 13. Februar 2018, 20:08

Sodala!
Heute war es soweit, der erste Brauversuch ist über die Bühne gegangen.
Die Schüttung setzte sich wie folgt zusammen:
1250 PM
750 MüMa
600 WeiMa
600 nachgeröstetes Roggenmalz

Interessant war, dass ich eine extrem schlechte SHA hatte. So 50 %. Ich denke mal, dass das am bereits geschroteten und dann nochmal gerösteten Malz liegt. Deswegen bin ich auch mit dem SW meilenweit weg... Egal, Aroma ist unglaublich gut, Sud wurde geteilt und mit 2 verschiedenen Hefen angesetzt.

Auch wenns nix mehr mit der Aufgabenstellung zu tun hat, freue ich mich aufs Ergebnis. Ich werde berichten!

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#26

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Mittwoch 14. Februar 2018, 12:48

Super da bin ich gespannt 👌
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#27

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Montag 5. März 2018, 20:51

Am 25.2.2018 hab ich es gebraut.
Allerdings ein Fake Lager mit der California Lager M54.
Hier die Zusammenfassung:
58.Bier.PNG
Rasten:
62 Grad: 35min
68 Grad: 5min
72 Grad: 20min

EVG ~ 71% (laut MM&M Refraktometerrechner Terillformel)

Das Jungbier überzeugt bereits.
Am 6.3. wird es abgefüllt.
Feedback folgt in ein paar Wochen :-)
:thumbsup 🍺 Die Hopfung stirbt zuletzt 🍺 :thumbsup

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#28

Beitrag von Silvus » Sonntag 18. März 2018, 19:22

Hallo Brauer und vor allem: Christian!

Habe deinen Versuch, das Stifts-Zwickl zu klonen, recht interessant gefunden und es heute spontan auch versucht. Dabei habe ich, deine Schüttung zum Vorbild, die Zusammensetzung etwas variiert - was auch damit zu tun hatte, dass ich ein paar "Restln" verbrauchen wollte:

Vorne weg: Ich braue mit dem Grainfather
  • 1,5 kg Münchner Malz
  • 1 kg Pilsner Malz
  • 1 kg Cara Pils
  • 1,2 kg Weizen
  • 1,1 kg Roggenmalz
Summe: 5,8 kg + je 1 Handvoll Haferflocken und Sauermalz

Hauptguss: 19l
  • Einmaischen bei 64°C --> 40' auf 63°C,
  • hochheizen auf 72°C --> 20' halten
  • hochheizen auf 78°C --> Nachguss und Läutern (, Nachguss 14l )
Hopfenkochen (mit Pellets):
  • 10 g Styrian Golding (Alpha = 3,5%) gleich zum Beginn
  • Nach Eiweißbruch (~20min) : 10 g Hallertauer (Alpha = 15%)
  • Nach 40 min Flameout noch mal 15g Styrian Golding, ein bisserl Whirlpool und 20 min setzen lassen.
Danach ab in den Gärbottich über den Gegenstromkühler --> 16°C, 24l Output im Gärbottich. Hefe: Saflager S-23

Was mir aufgefallen ist: Die Ausbeute war sensationell schlecht, trotz der reichhaltigen Schüttung! 10°P nach dem Läutern bzw. 10,2°Plato im fertigen Sud sind deutlich weniger als erwartet.
Habt hier jemand Erfahrung,was für Alkoholgehalt da am Ende mit der S 23 rauskommt, wenn sie hart an der unteren Temperaturgrenze arbeiten muss (aktuell nur 8,7°C im Keller und keine Heizmöglichkeit! :Shocked )? Leider hatte ich nur 1 Packerl der Hefe.


Ich rechne ja doch bald mal mit steigenden Temperaturen und lass den Bottich einfach ein paar Wochen in Ruhe stehen...

Gruss Claus

PS: Der Brautag war heute die Hölle, 10 min nach Beginn eine ekelhafte Migraine-Attacke und dann war der Zombi-Modus angesagt. Jetzt gehts schön langsam wieder... . dem Grainfather und seiner Bluetoth-Steuereinheit sei dank, kann man sich ja dazwischen immer wieder kurz auf's Ohr legen.
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#29

Beitrag von Ladeberger » Sonntag 18. März 2018, 19:58

Hallo Claus,

die Reichhaltigkeit ist dir hier wohl zum Verhängnis geworden. Eine ohnehin enzymarme Mischung von schwer zu verarbeitenden Rohstoffen (Roggenmalz, Haferflocken, Weizen(rohfrucht?)) durch ein knappes Hoch-Kurz-Maischeverfahren gezogen: Da hast du gegen, statt mit deinen Rohstoffen gearbeitet.

Gruß
Andy

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#30

Beitrag von Bojtar » Sonntag 18. März 2018, 20:32

Hallo Claus, Hallo Hopfenfreak!
Das sind ja spannende Experimente. Würde mich freuen, wenn wir die eine oder andere Flasche tauschen könnten!
@ Claus: Du hast zwischen Läutern und Kochende nur 0,2 Grad Plato Unterschied? Normalerweise hab ich immer an die 10% Verdampfung und dementsprechende Stammwürzenerhöhung.
Die S23 hat bei mir einen EVG von 65% wobei ich das ebenfalls auf das bereits geschrotete und nochmals geröstete Roggenmalz schiebe. Die M84 hat genau das gleiche geliefert!
Heute bin ich mit den beiden Bieren übrigens in die Reifung gegangen. In vier Wochen wird dann mal verkostet! :)

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#31

Beitrag von Silvus » Sonntag 18. März 2018, 20:43

Ladeberger hat geschrieben:
Sonntag 18. März 2018, 19:58
...Da hast du gegen, statt mit deinen Rohstoffen gearbeitet.
...
Das denk ich jetzt auch, es war aber wenigstens keine Weizenrohfrucht. Mit Roggen hatte ich bisher gar keine Erfahrung...

Gruß Claus
---
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#32

Beitrag von Silvus » Sonntag 18. März 2018, 21:15

Bojtar hat geschrieben:
Sonntag 18. März 2018, 20:32
...
Das sind ja spannende Experimente. Würde mich freuen, wenn wir die eine oder andere Flasche tauschen könnten!
@ Claus: Du hast zwischen Läutern und Kochende nur 0,2 Grad Plato Unterschied? Normalerweise hab ich immer an die 10% Verdampfung und dementsprechende Stammwürzenerhöhung.
Die S23 hat bei mir einen EVG von 65% wobei ich das ebenfalls auf das bereits geschrotete und nochmals geröstete Roggenmalz schiebe. Die M84 hat genau das gleiche geliefert!
...
Flaschentausch gerne! - Wird aber bei mir noch gut zwei Monate dauern, wenn's überhaupt was wird. Wenn du die Geduld aufbringst?
Wie findet so ein "Geiselaustausch" statt? Bin bislang einzelgängerisch im Brauwesen unterwegs...

Der geringe Unterschied bei den Messungen: Möglicherweise ein Meßfehler. Ich war heute den Großteil des Tages recht ferngeteuert, wegen Kopfweh... :puzz
---
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#33

Beitrag von Bojtar » Montag 19. März 2018, 16:03

Bei mir dauerts eh auch so, bzw. Können wir die Flaschen auch frisch abgefüllt verschicken, dann findet die Reifung halt beim anderen statt, dafür wird die Hefe beim Transport nicht wieder aufgeschüttelt.
Wohnst Du in Deutschland oder in Österreich? Da meine Schwester in München wohnt, müssten wir nicht mal über die Grenze schicken, ist günstiger. Bzgl. Verpacken glaub ich ist es am besten, die Flaschen gut einzuwickeln und dann in einem Karton mit viel Füllmaterial zu verschicken.
Hast du vielleicht auch gerade anderes auf Lager? Ich könnte noch ein Weißbier und ein Polaris Pils dazulegen, dann zahlt sich der Versand wenigstens aus...
Schöne Grüße, Christian

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#34

Beitrag von Silvus » Montag 19. März 2018, 18:08

Also ich bin in Wien daheim. Frisch befüllte Flaschen würd ich ungern versenden, ich mach Flaschengärung 🤔
---
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#35

Beitrag von Silvus » Montag 19. März 2018, 18:11

Ach ja wegen auf Lager: derzeit nur ein "Kölsch" Versuch, der mir schon Mal besser geglückt ist (anderes Rezept). Es ist okay aber nicht umwerfend
---
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#36

Beitrag von Bojtar » Montag 19. März 2018, 18:43

Ja perfekt, bin aus Vöslau, da ersparen wir uns das Postverschicken!
Dann warten wir mal ab was aus unseren Bieren wird und reden uns so mitte Mai mal zusammen!

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#37

Beitrag von Silvus » Montag 19. März 2018, 20:26

Passt. Ich schick dir per meine Mail Adresse
---
Brauen macht zwar nicht immer Spaß, bringt aber Freude.

Philius
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#38

Beitrag von Philius » Dienstag 20. März 2018, 16:06

Oooooooder wir machen einfach mal einen Stammtisch in Wien :Smile

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#39

Beitrag von Bojtar » Mittwoch 21. März 2018, 21:34

Jaaaaaa!!!
Betreutes trinken ;)

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Silvus
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#40

Beitrag von Silvus » Mittwoch 4. April 2018, 17:23

Bojtar hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 21:34
Jaaaaaa!!!
Betreutes trinken ;)
Da wäre ich nicht abgeneigt
---
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#41

Beitrag von bobeye » Mittwoch 4. April 2018, 17:27

Bin dabei.

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#42

Beitrag von johannes.kirchmayr » Montag 9. April 2018, 19:30

und, wie ist er geworden, der jeweilige Clone?

lg aus Linz

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#43

Beitrag von Silvus » Donnerstag 19. April 2018, 22:53

Meins ist jetzt erst in die Flasche gefüllt. Die Temperatur im Keller war wochenlang zwischen 8 und 9°C, also extrem langsam in der Gärung. Seit 1 Woche steht's sicher bei 6 Brix und 13°C, die Hefe hat sich schön gesetzt. Also ab in die Flasche. Beim Abfüllen hatte ich Probleme mit Schaum in der Flasche.Vielleicht weil im kalten Bier Recht viel CO2 gebunden ist? Ich bin schon Recht gespannt wie sich meine Maischfehler geschmacklich auswirken. Nun gärt es mal ein paar Wochen weiter bei langsam steigenden Temperaturen und dann noch Kühlschrankreifung....
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#44

Beitrag von Bojtar » Sonntag 22. April 2018, 19:58

Also folgendes: Jetzt nach rund 5 Wochen Kaltlagerung (zuerst bei rund 8°C, jetzt seit 1 Woche bei 1°C) fängt es schön langsam an nach Bier zu schmecken das man auch gerne trinkt. Der nachgeröstete Roggenschrot hängt halt ziemlich dominant da drinnen, ich empfehle nicht das nachzumachen.
Jedenfalls denke ich, dass zumindest das mit der S-23 Vergorene in 3-4 Wochen spätestens ein wirklich guter Beigleiter für eine Grillerei ist, da das geschmacklich super zu den ganzen intensiven Aromen passt. Bei der M84 mag ich noch nix sagen.
Der Hopfen ist halt wirklich meins. Bittere sehr gut ausbalanciert und die Blume schön kräuterig - kann ruhig mehr sein, das nächste mal geb' ich doppelt so viel zum Whirlpool und werde etwas mehr Malzigkeit produzieren.
Im Vergleich zum dunklen Stiftszwickel passt die Farbe und der Geruch. Sonst nix ;)

Nächstes Update dann in 2 Wochen!

@Silvius: Hast Du Zucker vorgelegt in den Flaschen? Dann ist leichte Schaumbildung schonmal möglich.

Wie schauts eigentlich bei Dir aus Hopfenfreak?
Hopfenfreak1991 hat geschrieben:
Montag 5. März 2018, 20:51
Schöne Grüße, Christian

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#45

Beitrag von Hopfenfreak1991 » Montag 7. Mai 2018, 17:57

So nach etwa 2 monaten reifung kann ich jetzt eindeutig sagen das es leider nicht sehr geglückt ist.
Es ist sehr trüb geworden, (vermutlich eiweißtrübung oder so) die nachgärung bis die Kohlensäure voll da war hat sehr lange gedauert.
Es ist zwar nicht wirklich schlecht, aber verglichen mit anderen Bieren merke ich das irgendwas nicht passt.
Schade
:thumbsup 🍺 Die Hopfung stirbt zuletzt 🍺 :thumbsup

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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#46

Beitrag von Silvus » Montag 24. September 2018, 21:53

Mit reichlich Verspätung hier mein Ergebnis
Das Ergebnis war erstaunlich nah am Vorbild, aber natürlich nicht zu verwechseln. Laut Vergleichsurteil der befreundeten Kritiker und -innen sogar deutlich besser als das Original.
Das Setting: je ein Fläsch'chen Gösser Stiftsbräu und mein Klon parallel. Jede Flasche mehrere Tage im Gemüsefach ~7 °C. Das Bier hat die max. Qualität nach ca 2 Monaten Lagerung bei 7°C erreicht und auch nach drei Monaten später noch nicht merkbar abgebaut (immer im Kühlschrank). Länger gibt's keine Erfahrung, weil danach leider die letzten Flaschen schon lange geleert waren ... :crying

Jetzt hab ich endlich endlich einen Grund, mich auf den Winter zu freuen, wenn dann die Kellertemperatur wieder ein Untergäriges zulassen. Habe aber Bedenken, ob ich das je wieder so gut hinbekommen werde.
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Re: Gösser Stifts-Zwickl Dunkel

#47

Beitrag von Silvus » Montag 24. Dezember 2018, 00:19

Hallo - Ich möchte das Thema hier wieder beleben, weil ich heute eine vom Maischverfahren deutlich abgeänderte Version meines Gösser Stifts-Zwickl-Versuchs gebraut habe. :Greets

--> Dabei sind wieder Fragen aufgetreten (und Erfolge eingetreten)

Beim letzten mal war die Ausbeute recht schlecht (siehe oben, Beitrag vom 18. März 2018). Der wahrscheinlichste Grund war wohl das sehr rasche Maischverfahren mit nur zwei Rasten, es können aber auch Messfehler dahinter stecken.
Um die Ausbeute zu erhöhen, habe ich die Schritte beim Maischen wie folgt durchgeführt:

Schüttung (= gleich wie beim 1. Versuch im März):
  • 1,5 kg Münchner Malz
  • 1 kg Pilsner Malz
  • 1 kg Cara Pils
  • 1,2 Weizenmalz
  • 1,1 Roggenmalz
Maischen:
1) Das Roggenmalz in 3 l Wasser bei 38°C für 40 Minuten in der Gummi-Rast lassen (1. extra Topf am Herd)
2) Das Weizenmalz in 3 l Wasser bei 45°C für 30 Minuten in der Ferulase-Rast lassen (2. extra Topf am Herd)
3) Im Grainfather das Wasser für den Hauptguss auf 63°erwärmen (13,5 l)
4) bei 63° die geschrotete Gerste rein, vorsichtig verrühren und setzten lassen, dann die extra Maische Roggen und Weizenmalz vorsichtig oben drauf
--> Jetzt sind ca.19,5 l Hauptguss und die gesamte Schüttung im GF
5) 45' Maltoserast bei 63°C --> aufheizen auf 72°C (Jodneutral!)
6) letzte Rast bei 72°C für 20 Minuten
7) Abmaischen bei 78°C

Nachguss: 15l, 79°C

Idee bei dem etwas komplizierten Vorgehen war: 1) Ich will die Ausbeute deutlich erhöhen 2) Ich will keinen Ärger beim Abmaischen- Darum wollte ich die Gerste im Korb zuunterst haben, damit deren Filterwirkung optimiert wird.

2) hat super funktioniert, ABER 1): Die Ausbeute vor dem Hopfenkochen war nur 10,2 Brix bei einer Menge von 30 l! Bei der Schüttung hätte ich mir zumindest 11, vielleicht sogar 12 erwartet!

Hopfenkochen:
14g Styrian Golding (3,5%), dann Aufheizen -> nach Eiweissbruch 10g Hallertauer (15%) für 50 Minuten, nach Flame-Out noch mal 17g Styrian Golding (10 Minute vor Schluss noch ein Teelöfferl Irisch Moos).

Den Whirlpool hab ich diesmal, nach der netten Anregung von #Sura, mal richtig gemacht:
1) Langsam mit viel Gefühl und dann Deckel drauf und 30 Minuten Ruhe geben.
2) Danach hab ich mit 1/2 Ventil-Öffnung über den GS-Kühler und durch den MF-Filter in den Fermentosaurus gepumpt.
--> Das Ergebnis war 1A! den Filter hätte ich mir eigentlich diesmal sparen können, es ist um Welten klarer geworden als mir das je zuvor gelungen ist.

Ausbeute: 25 l mit 11 Brix (3 x gemessen)

Fazit: Das neue Maischkonzept hat eigentlich gar nix bzw. nur sehr wenig gebracht. Was kann ich da noch verbessern?

NACHTRAG: Vergären werde ich diesmal mit Fermentis W34/70 mit einer Starttemperatur von 10°C. Mal sehen ob die Hefe dann auch anspringt. Wenn sich dann sichtbar viel Hefe bildet und die Gärung schon in Fahrt ist, möchte ich die Kühlschranktemperatur auf 12°C und dann 14°C anheben.
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