Andechs Winterbier

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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CastleBravo
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Andechs Winterbier

#1

Beitrag von CastleBravo » Montag 5. Februar 2018, 18:00

Servus zusammen!
Am Wochenende war ich mal wieder in Andechs und habe das köstliche Winterbier getrunken.
Jetzt mache ich mir Gedanken, wie man dieses Nachbrauen könnte.

Die Faktenlage ist leider äußerst dünn und entstammen den in vielen Quellen recycelten Infos von Andechs selbst:

Stammwürze: 12,5 °P
Alkoholgehalt: 4,2 vol.-% (bis zu knapp 5 vol.% je nach Quelle)
Hopfen: Hallertauer Aroma (sehr dezent, die Malzigkeit überwiegt stark, IBU: ?)
Malz: Münchner Malz (Wenn wirklich nur Münchner Malz verwendet wurde, dann sicherlich sehr dunkles aufgrund der Farbe, siehe Foto)

Ich bin für jegliche Informationen oder Hilfe hierzu sehr dankbar!

Bild
Quelle:http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sta ... -1.3244461

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tauroplu
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Re: Andechs Winterbier

#2

Beitrag von tauroplu » Montag 5. Februar 2018, 18:45

Nun ja, das dürfte dann mal das MÜM II sein, im Zusammenspiel mit der einen oder anderen Dekoktion (ich meine, dass Andechs das 3-Maischverfahren anwendet) kommt dann halt ein eher dunkles Bier heraus.
Beste Grüße
Michael michael.plum@arcor.de

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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§11
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Re: Andechs Winterbier

#3

Beitrag von §11 » Montag 5. Februar 2018, 19:03

Ja, ist auch als Andechser Jubiläumsbier Dunkel Naturtrüb bekannt. Meines Wissen, im Dreimaischverfahren gebraut. Gibt es fuer Muenchner Dunkel ueberhaupt was anderes :Grübel :Bigsmile

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Re: Andechs Winterbier

#4

Beitrag von CastleBravo » Montag 5. Februar 2018, 22:25

Vielen Dank für die Infos!
Das hieße dann 100% MÜM2.
Wäre als Hefe eher die W34/70 oder die W105 geeignet?
Sollte die Hopfengabe dann zu Kochbeginn erfolgen?
Welcher Hopfen würde sich anbieten?

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Re: Andechs Winterbier

#5

Beitrag von Blancblue » Dienstag 6. Februar 2018, 10:50

Ich würde als Basis mal dieses Rezept von Kurt verwenden:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... es%20Lager

Hopfensorten entsprechend anpassen.

34/70 ist die Go-to Hefe, für dunkle Lagerbiere könntest aber auch mal die Munich Lager von Wyeast oder WLP920 ausprobieren. W105 ist schwer ranzukommen.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Andechs Winterbier

#6

Beitrag von ctiedtke » Dienstag 6. Februar 2018, 11:14

Um die Malzigkeit zu betonen wäre die Wyeast 2206 Bavarian Lager noch ne Idee. Hatte ich bei meinem Fränkischen Braunbier, kommt ganz gut mit der Hefe.
---
Gruß Christian

Schwester Doris (Mallersdorfer Klosterbrauerei) zu IPA: "Das ist kein Bier zum normal trinken, vielleicht ein Apperetif".

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Re: Andechs Winterbier

#7

Beitrag von Bergbock » Dienstag 6. Februar 2018, 15:23

Soweit mir bekannt, handelt es sich beim Winterbier um das "normale" dunkle Exportbier nur eben unfiltriert.
Beim hellen Bock machen die das auch so.

Frank

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Re: Andechs Winterbier

#8

Beitrag von §11 » Dienstag 6. Februar 2018, 16:46

Bergbock hat geschrieben:
Dienstag 6. Februar 2018, 15:23
Soweit mir bekannt, handelt es sich beim Winterbier um das "normale" dunkle Exportbier nur eben unfiltriert.
Beim hellen Bock machen die das auch so.

Frank
Die Vermutung liegt nahe, da ja sowohl StW als auch Alkoholgehalt identisch sind.

Farblich wuerde ich mich mal nicht zu sehr versteifen. Sehr viele Brauereien nutzen fuers Dunkle auch Farbebier. Bringt gute Frabe und ist entbittert.

Gruss

Jan

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Re: Andechs Winterbier

#9

Beitrag von Bergbock » Dienstag 6. Februar 2018, 19:25

Beim hellen Bock haben sie es definitiv gemacht (ich glaube 2016), der wurde naturtrüb im Kloster ausgeschenkt.

Frank

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Re: Andechs Winterbier

#10

Beitrag von CastleBravo » Sonntag 11. Februar 2018, 00:26

Vielen Dank für eure Infos!
Als weitere Inspiration gäbe es auch noch folgendes Rezept, das dem o. g. recht ähnlich wäre:
https://brauerei.mueggelland.de/rezeptd ... /4108.html

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