Belgisches Wit mit fruchtiger Note

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Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#1

Beitrag von integrator » Donnerstag 8. Februar 2018, 21:45

Mein Nachbarn nehmen halten mich ziemlich auf Trab. Alle bombadieren mich mit Rezeptwünschen, dabei stehe ich doch noch am Anfang meiner Brauerkarriere :redhead
Nach meinem Versuch für "Klaus" etwas ähnliches wie das Störtebeker Hanse-Porter zu brauen, möchte meine Nachbarin "Sabine" ein süffiges und fruchtiges Bier. Sie ist gerne herzhaft und pimpt sich gerne ihr Wasser mit Gurke und Ingwer. Unterm Strich ist nachfolgendes Rezept heraus gekommen. Hopfen und Hefe habe ich so gewählt weil ich die noch als Rest habe, stehen aber trotzdem zur Debatte. Besonders unsicher bin ich mir bei den Mengen für Orangenschalen und Ingwer. Ich würde gerne das Rezept zur Diskussion stellen.
14.07 Sabines Bier.pdf
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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#2

Beitrag von Aki » Donnerstag 8. Februar 2018, 21:54

Klingt interessant. Den Weizen-Antel würde ich noch erhöhen. Kommt in Wit nicht Koriander statt Ingwer?
Ich habe mal ein Weihnachtsbier gemacht, mit Orangenschalen gestopft. Das war heftig bitter, zum Schluß untrinkbar.
Aber: Tollte Idee, einfach machen. Und berichten, wie es war!

Grüße Aki
Wasser schmeckt erst, wenn es in der Brauerei war.

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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#3

Beitrag von integrator » Donnerstag 8. Februar 2018, 22:00

Hallo Aki ... an den Wit-Stil wollte ich mich nur anlehnen, da es sehr süffig ist. Ingwer mag "Sabine" und ich denke Koriander und Ingwer sind grob vergleichbar. Den nussigen Geschmack von Torrefied Wheat fand ich ganz interessant zum Wit-Stil.
Wieviel Orangenschalen hast du denn wie verarbeitet.

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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#4

Beitrag von Frudel » Donnerstag 8. Februar 2018, 22:46

Koriander und Ingwer sind nicht vergleichbar - es handelt sich auch um Koriandersamen der eine fruchtige
zitrusartige Note mit sich bringt ( event, anrösten ) hat mit dem Geschmack des Grünzeugs nichts gemein.

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... egriff=wit
haut von den Mengenangaben gut hin am Anfang heftig nach über 1/2 Jahr ausgeglichen
die Gewürze aber immer noch intensiver als bei einem Hoegaarden Wit

LG
Markus
Wenn man etwas oft genug zerlegt und zusammengebaut hat , hat man irgendwann 2 davon

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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#5

Beitrag von DerDallmann » Freitag 9. Februar 2018, 06:45

So wirds aber kein Wit.

Weizenanteil erhöhen, Ingwer raus zugunsten von Koriandersamen und nimm eine andere Hefe. Ich nehme am liebsten die Wyeast 3463, die gibts aber nur noch saisonal. WLP400, Wyeast3944 sollten auch super gehen.

Bei der Orangenschale würde ich nur einen kleinen Teil mitkochen, den Rest in die Kaltseite. Ich lege frischen Schalen (nur das orange, ohne das weisse Zeugs) in Wodka ein und püriere das ganze kurz und gebe es dann nach der stürmischen Gärung in den Gäreimer.

Gruß, Johst
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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 9. Februar 2018, 07:00

Sie ist gerne herzhaft und pimpt sich gerne ihr Wasser mit Gurke und Ingwer
Vertröste sie auf Herbst und braue ihr ein Pumpkin Ale. Da kannst du dich mit Gewürzen austoben.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#7

Beitrag von integrator » Freitag 9. Februar 2018, 09:06

:Greets Bitte nicht in der Luft zerreissen ... ich habe nicht den Anspruch ein Wit zu machen sondern wollte mich nur anlehnen.
Frudel hat geschrieben:
Donnerstag 8. Februar 2018, 22:46
Koriander und Ingwer sind nicht vergleichbar - es handelt sich auch um Koriandersamen der eine fruchtige
zitrusartige Note mit sich bringt ( event, anrösten ) hat mit dem Geschmack des Grünzeugs nichts gemein.

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... egriff=wit
haut von den Mengenangaben gut hin am Anfang heftig nach über 1/2 Jahr ausgeglichen
die Gewürze aber immer noch intensiver als bei einem Hoegaarden Wit

LG
Markus
Hallo Markus ... die Idee mit dem Ingwer ist gekommen da "Sabine" Ingwer gerne mag und Ingwer habe ich auch immer im Haushalt. Vergleichbar meinte ich auch nur weil beide eine Spritzigkeit und Frische mitbringen. Zitronengras war auch so eine Idee.
Muss man bei der Besorgung der Koriandersamen was beachten?
DerDallmann hat geschrieben:
Freitag 9. Februar 2018, 06:45
... und nimm eine andere Hefe. Ich nehme am liebsten die Wyeast 3463, die gibts aber nur noch saisonal. WLP400, Wyeast3944 sollten auch super gehen.

Bei der Orangenschale würde ich nur einen kleinen Teil mitkochen, den Rest in die Kaltseite. Ich lege frischen Schalen (nur das orange, ohne das weisse Zeugs) in Wodka ein und püriere das ganze kurz und gebe es dann nach der stürmischen Gärung in den Gäreimer.

Gruß, Johst
Wollte auch erst die Wyeast 3463 nehmen aber leider scheint man die zur Zeit wirklich nicht zu bekommen. Die anderen beiden schaue ich mir mal an. "Pürierte Orange in Wodka" hört sich gut an :thumbup ... wieviel Wodka und Orangenschale hast du denn genommen.

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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#8

Beitrag von integrator » Freitag 9. Februar 2018, 09:09

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 9. Februar 2018, 07:00
Sie ist gerne herzhaft und pimpt sich gerne ihr Wasser mit Gurke und Ingwer
Vertröste sie auf Herbst und braue ihr ein Pumpkin Ale. Da kannst du dich mit Gewürzen austoben.
Leider gehört "Geduld" und "Warten" nicht zu "Sabines" Stärken aber mal ganz ehrlich ... das Rezept liest sich sehr gut und mir ist sofort das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Werde ich definitiv im Herbst angehen. :thumbup

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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#9

Beitrag von DerDallmann » Freitag 9. Februar 2018, 09:09

Ich habe in dem Fall 4 gr/l genommen. Wodka so, dass die vorher klein geschnibbelten Schalen gerade bedeckt waren. Dann ab in die Moulinette.
Das war aber kein Wit, sondern ein Honig Orangen Saison, wo es darum ging, möglichst die Orange raus zu schmecken.

Für ein Wit empfehle ich die gleiche Vorgehensweise, aber ich würde 1,5 gr/l nehmen.
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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#10

Beitrag von Kobi » Freitag 9. Februar 2018, 13:01

DerDallmann hat geschrieben:
Freitag 9. Februar 2018, 09:09
Ich habe in dem Fall 4 gr/l genommen. Wodka so, dass die vorher klein geschnibbelten Schalen gerade bedeckt waren. Dann ab in die Moulinette.
Das war aber kein Wit, sondern ein Honig Orangen Saison, wo es darum ging, möglichst die Orange raus zu schmecken.
Moin, Johst,
Du scheinst, meine nächste Idee für ein Sommerbier zu inspirieren... hört sich lecker an, gibt es das Rezept irgendwo (MMuM) ?
Viele Grüße
Andreas
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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#11

Beitrag von DerDallmann » Freitag 9. Februar 2018, 13:08

Ne, bisher noch nicht. Kann ich aber gern mal hochladen.
(Ich steck dir ne Buddel mit ins Paket!)
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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#12

Beitrag von Frudel » Freitag 9. Februar 2018, 18:36

Ja die Wyeast 3463 ist klasse - es soll ja Leute geben die stippen die aus dem nicht vorhanden
Bodensatz......

Beim Koriander möglichst frisch , man kann ihn in der Pfanne kurz anrösten ( nur kurz ) hebt das
Aroma ich habe es bisher nicht ohne gemacht , vielleicht wird es auch überbewertet.
Ein Versuch mit Hagerbutten / Malve , Süssorange und Pampelmuse stehen noch aus
es ist ja auch noch ein langes Jahr

Wenn ihr Ingwer mögt oder nur deine Freundin , was ja auch zuletzt heisst das du es auch mögen wirst oder
schon tust ... man(n) weiss schon auf das rausläuft dann mach doch einfach ein Ingwerbier

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... iff=ingwer

Ich habe bisher nur eine Sorte probiert und die war scharf.... weiss den Namen nicht mehr.
Aber wenn schon dann in die Vollen.
Wenns nix ist....

http://www.derbeziehungsretter.de/?gcli ... QcQAvD_BwE


LG
Markus
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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#13

Beitrag von Kobi » Freitag 9. Februar 2018, 20:15

DerDallmann hat geschrieben:
Freitag 9. Februar 2018, 13:08
(Ich steck dir ne Buddel mit ins Paket!)
:thumbsup :Drink :thumbup :Pulpfiction
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Re: Belgisches Wit mit fruchtiger Note

#14

Beitrag von integrator » Samstag 10. Februar 2018, 11:58

Frudel hat geschrieben:
Freitag 9. Februar 2018, 18:36
Ja die Wyeast 3463 ist klasse - es soll ja Leute geben die stippen die aus dem nicht vorhanden
Bodensatz......

Beim Koriander möglichst frisch , man kann ihn in der Pfanne kurz anrösten ( nur kurz ) hebt das
Aroma ich habe es bisher nicht ohne gemacht , vielleicht wird es auch überbewertet.
Ein Versuch mit Hagerbutten / Malve , Süssorange und Pampelmuse stehen noch aus
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Ich habe bisher nur eine Sorte probiert und die war scharf.... weiss den Namen nicht mehr.
Aber wenn schon dann in die Vollen.
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:Greets Witziges Bild ...

:Shocked Wenn meine Frau, ein Pale Ale Fan, das liest brauche ich den Beziehungsretter schon vor dem brauen ... "Sabine" ist meine Nachbarin und nicht meine Freundin.

:Bigsmile Dein Link von dem Gingerbier geht aber in die vollen, bei einer Ausschlagwürze von 27 l haut der 1473g grobgeriebener Ingwer. Das wird aber spannend wenn der Stoffwechsel in der Endphase ist. Ich gehe noch einmal in mich und schaue wie ich mit dem Ingwer umgehe.

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