Sauerkirsch IPA

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Max_L
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Sauerkirsch IPA

#1

Beitrag von Max_L » Mittwoch 4. Juli 2018, 11:10

Guude,

ich habe noch 3 kg Sauerkirschen mit Steinen in der Kühltruhe liegen, die in ein leichtes Sommerbier wandern sollten. Jetzt komme ich erst ende des Monats wieder zum Brauen, daher darf das Bier doch schwerer werden. Nicht so heftig wie "Hello my Name is Helga". Aber doch schon für Spätsommer / Herbst Tauglich.

Mein Plan für 22ltr.
16°P Stammwürze
6,7 ABV (grob gepeilt)

Einmaischtemp ?
5000g Wiener Malz Kombirast 60min 67°
50 g Röstgerste feingemalen wird beim aufheizen auf Abmaischtemp dazu gegeben
das ganze wird mit 40g Cascade in der Vorderwürze auf ca 25 IBU gebracht. 70 min Kochen
Ich habe noch eine geerntete Safale 04
Nach ende der Hauptgärung kommen die aufgetauten Kirschen dazu.

Mit der Einmaischtemperatur bin ich nicht sicher ob niedrig (55°C) oder hoch (71°C) einmaischen.

Ich habe noch Röstgerste, Weizenmalz, Dinkelmalz, Melanoidinmalz, Sauermalz sowie Gersten- und Haferflocken zuhause rumfliegen.

Geschmacklich soll es ein kräftiges Bier mit genug Körper geben, die die Fruchtsäure schön trägt. Das IPA im Titel bezieht sich da eher auf den Alkoholgehalt als auf die Bitterkeit. Die Röstgerste soll eher färben und die Lagerzeit auch nicht unerträglich lang machen.

Wie sollte das Wasser aufbereitet werden? Eher Richtung Ami IPA?

Danke schon mal für Eure Anregungen.

Max

Unbewegter Beweger
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Re: Sauerkirsch IPA

#2

Beitrag von Unbewegter Beweger » Donnerstag 5. Juli 2018, 22:29

Hallo Max,
ein IPA wird das sicher nicht. Hast du ja auch schon geschrieben. Der Titel verwirrt dann allerdings etwas.
Tief Einmaischen musst du eigentlich nur, wenn du viel ungelöstes Eiweiß im Malz hast, oder eben, wenn du einen Betaglucanabbau (Roggenmalz; da ist die Rasttemperatur auch tiefer als beim Abbau durch Peptidasen) oder Ferulasäure erhalten möchtest (auch hier wäre die Rasttemperatur unter 50 Grad). Also besser hoch Einmaischen.
Wasser aufbereiten würde ich hier nur soweit, dass der pH beim Maischen zwischen 5,4 und 5,6 liegt. Vorausgesetzt dein Wasser ist nicht total extrem. Das ist aber auch nur eine Optimierung, weil die Amylasen nicht nur ein Temperaturoptimum besitzen, sondern auch ein pH-Optimum.
Wünsche dir gutes Gelingen.
Liebe Grüße, Sven

Max_L
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Re: Sauerkirsch IPA

#3

Beitrag von Max_L » Freitag 6. Juli 2018, 09:42

Hallo Sven.
ich werde hoch einmaischen. Prima.

Die Frage nach der Wasseraufbereitung hatte ich gestellt, weil es hier und da mal heisst, Sauerkirschen bringen ja schon einiges an Säure mit...
Aber halt erst zur Nachgärung.

Danke
Max

Markus
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Re: Sauerkirsch IPA

#4

Beitrag von Markus » Freitag 6. Juli 2018, 11:35

Mit Sauerkirschen habe ich noch nicht hantiert, aber mit Himbeeren, Himbeersaft und Schlehensaft. Saft war keine gute Idee, weil sehr viel Säure ins Bier kommt. Himbeeren (TK) machten sich sehr gut. Ich habe bei der Säure versucht, mit unvergärbarem Zucker (Cara-Malze) und Xylit ("Birkenzucker") gegenzusteuern. Das funktionierte ganz gut.

Vielleicht hilft es Dir als Anhaltspunkt:
Beim diesjährigen Himbier hatte ich 10% Cara-Malz in der Schüttung und habe auf 25 Liter Flüssigkeit, die zur Gährung gelangten, 200g Xylit zugegeben. Bei Sauerkirschen würde ich vermutlich etwas mehr wagen.

Wenn Du da nachher ein Ergebnis hast, würde mich die Mengenverhältnisse da auch interessieren - meine Sauerkirsche im Garten trägt ganz gut ...

Max_L
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Re: Sauerkirsch IPA

#5

Beitrag von Max_L » Freitag 6. Juli 2018, 12:47

Stimmt, der Zucker und die Säure. Ich versuche mal durch geschicktes Rasten ( da muss ich den "Brücklmeier" mal zu rate ziehen) den unvergärbaren Zucker recht hoch treiben.
Und ja, Röstgerste raus und Cara rein. Auch nicht verkehrt.

Wie gesagt, 3kg Kirschen mit Steinen sind vllt 2,5 kg entsteint. Da kann ich mal eine zuviel / zuwenig Abschätzung machen.
Cascade und Kirsche soll sich nicht so vertragen hab ich mal gelesen. Bleibt mir nur noch Galaxy übrig.

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