Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

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Tozzi
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Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#1

Beitrag von Tozzi » Freitag 12. Oktober 2018, 01:30

Sorry, falls das schon mal dagewesen sein sollte und ich es überlesen habe.

Ich bin gerade schwer begeistert von diesem Bier, und würde das wirklich sehr gerne nachbrauen.
Ich geh jetzt mal davon aus, dass das ein "Kettle Sour" ist. Der pH ist aber (sensorisch) deutlich über 3,5.
pH 3,8-4.0 scheint realistisch? Gemessen habe ich noch nicht.

Also vermutlich >50% Weizenmalz hell, Lactos (Plantarum?) als Kettle Souring, dann mit wenig Hopfen (welchem?) gekocht.
Koriander Samen sind laut Label drin, aber ich finde das sehr dezent. Sehr schöne Zitrus Aromen, offenbar ganz ohne Orangenschale.
Das ist wirklich mal ein Bier, das ich jeden Tag trinken könnte. Absolut Weltklasse. Harmonisch in jeder Hinsicht.

Brett schmecke ich (noch) gar nicht raus, kann aber sein, dass das erst kommt.
Ich habe dieses Bier bisher nur vom Hahn (im Leipziger Bayrischen Bahnhof) verkostet und mir ein paar Flaschen davon mitgenommen.

Ich würde mich über ein paar Tipps sehr freuen.
Vor allem der (Koch)Salzgehalt und die verwendete(n) Hefe(n) stellen mich noch vor ein großes Fragezeichen, neben optimaler Dosierung und Zugabezeitpunkts des Korianders... :Grübel
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#2

Beitrag von Butterbrot » Freitag 12. Oktober 2018, 10:53

Witzig, ich hab dieses Bier gerade vorgestern das erste mal probiert (aus der Flasche). Mir kam das Bier überraschend dunkel vor, aber vielleicht haben mir die Lichtverhältnisse da auch einen Streich gespielt. Ansonsten schien es mir echt sehr 'clean', fast wie eine "Schummelgose" ohne Laktos (mit Milchsäurezugabe); keine käsigen oder funky Aromen.

Bin auch mal gespannt, was hier rauskommt :)

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#3

Beitrag von tbln » Freitag 12. Oktober 2018, 11:02

In "Brewing with Wheat" von Stan Hieronymus findet man alle Angaben. Brett nutzen die nicht, wie mir berichtet wurde. Ph soll laut Hieronymus bei 3,6 liegen. Seperate Milchsäuregärung (aus Malzstarter, 2 Tage bei 48°C), die entsprechend der ph Anpassung vor dem Kochen zur Würze hinzugefügt wird. Dunkles Weizenmalz gibt Farbe - vielleicht könnte man auch 5% Cara-Wheat nehmen?
Ich muss zugeben, dass ich die Art von Bier auch schon mit 10% Sauermalz (zugegeben nach Maltoserast) und ohne LAB gebraut habe. Den Bogen zum belgischen Grisette den Hieronymus schlägt, finde ich ganz interessant. Gibt halt viele Wege norddeutsche/holländische/belgische Weißbiere zu brauen, das plötzlich alles unter Gose (+Salz) und Berliner Weiße (ohne Salz) fällt ist irgendwie schade.

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#4

Beitrag von hb9cjs » Freitag 12. Oktober 2018, 11:08

Tschau Tozzi

Wirf mal einen Blick auf mein Rezept. Das Bier kommt sehr gut an, auch bei Leuten die mit Sauerbier gar nichts anfangen können.
http://uelus-homebrew.ch/rezepte-braume ... _gose.html

Gruss Üelu

tbln
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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#5

Beitrag von tbln » Freitag 12. Oktober 2018, 11:18

hb9cjs hat geschrieben:
Freitag 12. Oktober 2018, 11:08
Wirf mal einen Blick auf mein Rezept. Das Bier kommt sehr gut an, auch bei Leuten die mit Sauerbier gar nichts anfangen können.
http://uelus-homebrew.ch/rezepte-braume ... _gose.html
Würde deutlich weniger Salz nehmen. Die Gose von Bayrischer Bahnhof liegt doch eher bei 0,3-0,4 g/L (500g bei 15hl Anlage) oder?

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#6

Beitrag von Tozzi » Freitag 12. Oktober 2018, 19:45

tbln hat geschrieben:
Freitag 12. Oktober 2018, 11:02
In "Brewing with Wheat" von Stan Hieronymus findet man alle Angaben.
Top! Vielen Dank!
Das Buch fehlte noch in meiner Sammlung, wird gleich gekauft. :thumbup
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#7

Beitrag von hyper472 » Freitag 12. Oktober 2018, 23:55

Wir haben im Sommer bei Peter in größerer Runde eine Gose verkostet, die 2 Jahre über MHD war. Habe noch nie davor so leckeres Brett getrunken!
Viele Grüße, Henning
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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#8

Beitrag von Tozzi » Freitag 12. Oktober 2018, 23:57

War das vom Bayerischen Bahnhof? Tät mich wundern... :Grübel
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#9

Beitrag von hyper472 » Samstag 13. Oktober 2018, 01:02

Tozzi hat geschrieben:
Freitag 12. Oktober 2018, 23:57
War das vom Bayerischen Bahnhof? Tät mich wundern... :Grübel
die mit dem langen Hals. Ich guck mal.
...später:
Langer Hals ist kein Kriterium, den hat die Ritterguts-Gose auch.
Christian, welche Gose war das?
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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#10

Beitrag von jemo » Samstag 13. Oktober 2018, 07:45

In der Gosenschänke „Ohne Bedenken“ kann man sich durch sämtliche Leipziger Gosen durchprobieren. Habe ich mal gemacht und meiner Meinung nach, war keine der Gosen mit Brett.
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#11

Beitrag von Tozzi » Sonntag 14. Oktober 2018, 21:02

Ich werd das dann mal versuchen, mit Kettle Souring (L. Plantarum).
Den pH von 3,6 muss man dann halt abpassen.
Als Hefe dann eventuell die Augustiner (gestrippt aus dem Weißbier), schön kühl angestellt.
Bin gespannt. Danke für die Tipps und den Buchhinweis.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#12

Beitrag von Schlafwagenschaffner » Montag 15. Oktober 2018, 13:41

Da wird Milchsäure zugegeben.
Hefe ist eine neutrale OG. Damit hab ich schon mal ein Ale gebraut.
Jens
„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Eisen schmieden und Ziegel formen,
Bier brauen ohne Liebe aber kann man nicht.“ Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

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Re: Leipziger Gose (Bay. Bf. Leipzig)

#13

Beitrag von tbln » Donnerstag 1. November 2018, 00:55

Eine weitere Quelle: https://www.bierblog.eu/en/bieriges/gos ... h-leipzig/

Jeweils 50% Weizen- und Gerstenmalz sowie "untergärige Hefe, ähnlich der Kölschhefe". :Grübel

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