Brut IPA

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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jschrck
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Brut IPA

#1

Beitrag von jschrck » Dienstag 15. Januar 2019, 21:52

Hallo Braugemeinde :Drink
Bild
Nachdem ich vor 2 Jahren ein paar weniger erfolgreiche Brauversuche hinter mir habe, habe ich mich sehr intensiv eingelesen und mein Equipment verbessert.
Da ich helle und eher trockene Biere mag, zudem aber auch hopfengestopfte Biere liebe, habe ich mir ein Rezept der "Brut IPA" Stilistik selbst geschrieben.
Um es schon vorwegzunehmen: Das Bier ist unglaublich geil!
Zitrus und exotische Früchte im Geruch
Das Malz ist sehr dezent, allerdings auch nicht dünn
Durch das Hopfenstopfen ergibt sich auch im Geschmack eine tolle fruchtige Note und eine angenehme Bittere
Zur Endvergärung später mehr

Das Rezept:
Menge: 20l 21HG | 10 NG
Stammwürze: 14°P
Bittere: 45 IBU
Farbe: 4 EBC
Carbonisierung: 5,5 g/l
Endvergärung: Maximal!

Zutaten:

Schüttung:

Pilsener Malz: 4,0 kg
Pale Ale Malz: 1,5 kg
---------------------------
Gesamt: 5,5kg

Hopfen:
Citra
Cascade
Willamette

Hefe:
Mangrove Jack „West Coast IPA“ (2x 11,5g)

Sonstiges:
Glucoamylase

Prozess
Rasten:
Einmaischen 68°C
Maltoserast 63°C 20 min
Verzuckerung 72°C 20 min
Glucoamylase 63°C 60 min
Abmaischen 78°C

Kochen:
90 min + 20 min Whirpool

Hopfengaben:
Vorderwürze: 8g Citra (25 IBU)
20 min 20g Cascade ( 15IBU)
Whirlpool 20g Cascade ( 10IBU)
Stopfen 30g Willamette
30g Citra
10g Cascade

Gärführung:
22°C, Nachgärung im Keg auf 5,5g CO2/l, 24h Cold Crush, Gegendruckabfüllung

Da ich im Glasballon vergäre, wollte ich während der Gärung den Restextrakt nicht messen. Habe mit gemessenen 2,5° Restextrakt ins Keg umgeschlaucht.
Ich weiß nicht, ob ich falsch informiert bin, aber ich dachte durch die Glucoamylase werden alle Zucker vergärbar?!
Auch im Geschmack ist das Bier zwar sehr trocken, jedoch hat es eine gaaanz leichte Süße.
Woran kann das liegen?
Schwache Hefe?

Bin auf eure Reaktion zum Rezept gespannt! :thumbsup

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cyme
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Re: Brut IPA

#2

Beitrag von cyme » Dienstag 15. Januar 2019, 22:04

Gehört die Amylase nicht erst zur Gärung ins Jungbier? Beim Abmaischen denaturiert sie dir sonst, und möglicherweise tat sie das bevor alle Stärke in Zucker umgebaut werden konnte.

skappler
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Re: Brut IPA

#3

Beitrag von skappler » Dienstag 15. Januar 2019, 22:46

Ich kenn jetzt die Hefe nicht, aber 22° kommt mir sehr viel vor? Wolltest du absichtlich Ester erzeugen um das fruchtige zu unterstützen oder war das eher Zufall?
Liebe Grüße, Sebastian

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christianf
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Re: Brut IPA

#4

Beitrag von christianf » Mittwoch 16. Januar 2019, 00:38

Die Glucoamylase sollte man erst nach dem Kochen zugeben, wenn die Würze wieder hinreichend abgekühlt ist, sonst denaturiert sie.

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Paule
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Re: Brut IPA

#5

Beitrag von Paule » Mittwoch 16. Januar 2019, 06:27

Das passt schon so mit der Amylase. So machen es die Amis mittlerweile auch, um "reine" Hefe ernten zu können, ohne Rester der Amylase mitzuschleppen. Habe das beim 2. Versuch auch so gemacht und bin bei 100% EVG gelandet.
Könnte also entweder zu wenig gewesen sein, oder du hast die GA für die Menge zu kurz im Temperaturoptimum belassen.
Hättest dann auch noch was in die Gärballon geben können. Aber ich denke bei 45 IBU ist es ganz gut,
wenn noch etwas Restsüße vorhanden ist :Smile

22°C find ich auch recht viel für die HG.

Das Etikett ist mega :thumbup
Die Hopfenkombi klingt super lecker :Drink
brewers make wort, yeast makes beer
http://friediesbrauhaus.blog

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