untergärige Jungbrau sucht...

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Mystic-G
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untergärige Jungbrau sucht...

#1

Beitrag von Mystic-G » Dienstag 12. Februar 2019, 19:34

Moin Brauerkollegen.
Mittlerweile hab ich Sud#28 in den Flaschen und möchte mich bei #29 oder 30 an etwas untergäriges wagen.
Dazu suche ich ein passendes, genügsames Rezept, vorzugsweise mit einer Hefe die nicht allzusehr Bockt wenn nicht alle Parameter auf anhieb stimmen. (hatte schon eine verschlafene M54 in einem C.Common bei 17°C die nie loslegen wollte irgendwo bei #23 erlebt)
Da ich nicht so sehr der langweilige Lager-Pils-Fan bin, erfreue ich mich lieber an was anderem Geschmacklich interessantem.

Noch ne Frage zur Gärführung:
Sehe ich das richtig, dass man bei UG die Würze zuerst von den mit Kühlschlange erreichten 25°C im Kühlschrank auf etwa 8°C runterkühlt, erst dann die Hefe anstellt und von da an auf Rezepttemperatur von 10-12°C steigen lässt?

Dann könnte man also zB. eine White Labs Hefe direkt vom Kühlschrank in die Würze geben?
Wenn man die Utensilien für nen Starter nicht hat, einfach 2 Pack nehmen?
Wie verhält es sich im Falle einer Wyeast, die man ja zuerst auf Zimmertemperatur gehen lassen und dann Smacken sollte?
Und wie rehydriert man eine Trockenhefe für UG?

Lyncht mich jetzt bitte nicht, wegen dem Starterlosen vorgehen, ich möchte ja nicht regelmässig UG brauen und mir zuviel Equipment ersparen, dass ich dann eh nur selten brauche.

Gruss
Gabriel aus dem Berner Seeland
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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Bierjunge
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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#2

Beitrag von Bierjunge » Dienstag 12. Februar 2019, 20:01

Mystic-G hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 19:34
Noch ne Frage zur Gärführung:
Sehe ich das richtig, dass man bei UG die Würze zuerst von den mit Kühlschlange erreichten 25°C im Kühlschrank auf etwa 8°C runterkühlt, erst dann die Hefe anstellt und von da an auf Rezepttemperatur von 10-12°C steigen lässt?
Genau so!
Wie verhält es sich im Falle einer Wyeast, die man ja zuerst auf Zimmertemperatur gehen lassen und dann Smacken sollte?
Und wie rehydriert man eine Trockenhefe für UG?
In beiden Fällen am besten mit schluckweise kalter Würze alle paar Minuten sukzessive runterkühlen.
Lyncht mich jetzt bitte nicht, wegen dem Starterlosen vorgehen, ich möchte ja nicht regelmässig UG brauen und mir zuviel Equipment ersparen, dass ich dann eh nur selten brauche.
Kein Thema. Ohne Starter brauchst halt mehr Packerl Hefe, was bei Wyeast durchaus ins Geld gehen kann.
Insgesamt ist das alles aber keine Hexerei. Einfach machen!

Moritz

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Mystic-G
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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#3

Beitrag von Mystic-G » Dienstag 12. Februar 2019, 22:07

Ja, das ist dann wohl der Preis den man zahlt wenn man sich das Material für Starter sparen möchte...

Danke schon mal für die Infos, dann bin ich wohl gar nicht so falsch eingelesen über die Thematik.
Oder gibts sonst noch paar Stolpersteine die ich nicht erwischen sollte?

Für Rezeptempfehlungen bin ich offen.
Möchte Anfang nächste Woche bestellen.
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

HubertBräu
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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#4

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 12. Februar 2019, 22:21

Was hälst Du von einem Citra Pils oder IPL?

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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#5

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 12. Februar 2019, 22:54

Einfach machen! Genau meine Meinung.
Stoplersteine wären:
1. kein Temperaturführungsmöglichkeit zwischen 8°C und 15 °C
2. keine Geduld und glauben, dass UG genauso los gärt wie OG
3. keine Reservehefe im Petto

Zur Not stopfen, um die Fehlaromen zu überlagern. IPL wird's immer :Bigsmile

Jens (ironisch, IPL liebend)
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ? Aus Zeitgründen derzeit kein Hefeversand.

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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#6

Beitrag von Mystic-G » Mittwoch 13. Februar 2019, 05:28

1. Hab nen Gärkühlschrank mit inkbird
2. Werds mir merken
3. Werde dafür sorgen.

IPL ist India Pale Lager?
Einfach IPA mit Lager gekreuzt?
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#7

Beitrag von Mystic-G » Mittwoch 13. Februar 2019, 05:51

Was würdet ihr zu diesem da meinen?
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... tte=rezept
Man soll ja moderat anfangen, 1Malz/1Hopfen, nix stopfen... Einfach mal zum schauen wie untergärig schmeckt.
Oder besteht da die Gefahr, dass es eben nicht schmeckt weil man durch die wenigen Zutaten hauptsächlich die (möglicherweise) nicht rund gelaufene Gärung schmeckt?
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

HubertBräu
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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#8

Beitrag von HubertBräu » Mittwoch 13. Februar 2019, 09:51

Wenn Du nen Kühlschrank mit Inkbird hast, musst Du Dir keine Sorgen machen .. die Gärung wird rund verlaufen.
Dein Rezept ist ein schön einfaches. Und wie Du gesagt hast .. nur Pilsner Malz, ein Hopfen. Wird auf jeden Fall lecker und süffig. Ich würde noch etwas Cara Pils / Hell dazu nehmen und etwas mehr bittern.
Mein IPL braue ich auch mit meiner Standard IPA Schüttung, halt jedoch untergärig mit der W34/70. Aktuell habe eins nach Jens Rezept in der Gärung, ist schon gestopft .. werde ich morgen oder Freitag abfüllen. Bin schon gespannt drauf :Drink

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Re: untergärige Jungbrau sucht...

#9

Beitrag von Frudel » Mittwoch 13. Februar 2019, 10:05

Bei mir war das erste Untergärige das vom Micha

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... f=tauroplu

jederzeit zu empfehlen , man braucht nur einen Sack voll 34/70
Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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