[Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

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matschie
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[Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#1

Beitrag von matschie » Mittwoch 20. März 2019, 17:55

Hallo Braufreunde,

mein erstes Pale Ale steht an. Ich habe mir schon einige Gedanken gemacht, wie es werden soll. Ein frisches, Zitruslastiges Sommerbier mit hoher Drinkability. Kein Hopfenstopfen, aber großzügige Whirlpoolgabe.

Schüttung:
Soll eher im Hintergrund stehen, evtl den PiMa Anteil noch reduzieren? STW soll auf ca. 14°P kommen. Maische wird wohl eine Kombirast bei 67°.

80% Pale Ale
17% PiMa
3% CaraHell

Hefe
Da gerade bei mir auf dem Magentrührer: Vermont Ale.

Hopfen
Da habe ich die Qual der Wahl. Ich würde gerne ein Single Hop machen, habe aber wenig Ahnung von Bieren mit großer Hopfenmenge und die Auswirkung der Sorten. IBU strebe ich so ca. 45-50 an.

Folgende Sorten, die für ein PA in Frage kommen, habe ich vorrätig:

Centennial
Chinook
Huell Melon
Lemondrop

Ich dachte bislang an ein reines Centennial mit Folgenden Gaben:
38% VWH
30% 15 Min.
32% 0 Min.

Was haltet ihr davon?
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#2

Beitrag von ssegelhorst » Mittwoch 20. März 2019, 21:03

Moin matschie,
Mein letzter Sud war ein Single hop IPA mit Centennial. Das gefällt mir äußerst gut, wenn es auch nicht an das vorherige Citra Single Hop Pale Ale heran kommt.

Meine Hopfengaben, bei gewünschten 20l in den Gäreimer (klappte leider nicht so richtig) waren:

33g bei 45 Minuten
33g bei 30 Minuten
96g gestopft

Brewfather hat da 60 IBU ausgespuckt. War super so!
____________________________________________________________________________
Beste Grüße
Sebastian

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matschie
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#3

Beitrag von matschie » Donnerstag 21. März 2019, 18:32

Danke schonmal, Centennial steht bei mir derzeit such weit oben.
Über ein Huell Melon Single Hop hab ich in der Zwischenzeit auch gutes gelesen.. hat da jemand Erfahrungswerte?
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#4

Beitrag von clmnsk » Donnerstag 21. März 2019, 22:17

Ich würde Chinook VWH, Centennial 10/WP machen. Lemondrop könnte auch noch in den WP..
Den Hüll habe ich noch nicht verwendet.
Grüße, Clemens
---
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#5

Beitrag von gulp » Freitag 22. März 2019, 05:49

Sommerbier mit 14° P? Das wird ganz schön scheppern. Ich meine, da will man ja schon mal ein Seidlein mehr trinken...

Gruß
Peter
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#6

Beitrag von matschie » Freitag 22. März 2019, 08:22

Hmm, da ist was dran. Vielleicht geh ich da noch etwas runter.
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#7

Beitrag von matschie » Freitag 22. März 2019, 08:24

clmnsk hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 22:17
Ich würde Chinook VWH, Centennial 10/WP machen. Lemondrop könnte auch noch in den WP..
Den Hüll habe ich noch nicht verwendet.
Danke! Ich denke ich werde während des Brauens mal den centennial aufmachen, riechen und mir vielleicht einen hopfentee machen und mir einen Eindruck davon verschaffen und dann entscheiden ob ich den als Single Hop oder mit Chinook zusammen einsetzen werde.
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#8

Beitrag von danieldee » Freitag 22. März 2019, 08:35

Ich persönlich finde mit so guten Aromahopfen sollte man keine Bittere einstellen oder Zwischengaben machen.

Für die Grundbittere einen günstigen Hopfen nehmen wie Herkules.

Dann Aromagaben in den Whirlpool und wenn du stopfst übertönt das ja sowieso nochmal alles.
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#9

Beitrag von matschie » Freitag 22. März 2019, 08:47

danieldee hat geschrieben:
Freitag 22. März 2019, 08:35
Ich persönlich finde mit so guten Aromahopfen sollte man keine Bittere einstellen oder Zwischengaben machen.

Für die Grundbittere einen günstigen Hopfen nehmen wie Herkules.

Dann Aromagaben in den Whirlpool und wenn du stopfst übertönt das ja sowieso nochmal alles.
Danke. Ne, stopfen will ich auf keinen Fall. Persönliche Sache :Wink Deswegen versuche ich aber ordentlich Aroma beim kochen reinzubekommen. Daher auch die Idee den aromahopfen schon als VWH einzusetzen.
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#10

Beitrag von danieldee » Freitag 22. März 2019, 09:01

matschie hat geschrieben:
Freitag 22. März 2019, 08:47
danieldee hat geschrieben:
Freitag 22. März 2019, 08:35
Ich persönlich finde mit so guten Aromahopfen sollte man keine Bittere einstellen oder Zwischengaben machen.

Für die Grundbittere einen günstigen Hopfen nehmen wie Herkules.

Dann Aromagaben in den Whirlpool und wenn du stopfst übertönt das ja sowieso nochmal alles.
Danke. Ne, stopfen will ich auf keinen Fall. Persönliche Sache :Wink Deswegen versuche ich aber ordentlich Aroma beim kochen reinzubekommen. Daher auch die Idee den aromahopfen schon als VWH einzusetzen.
Wenn du ORDENTLICH Aroma willst ohne Stopfen, dann Whirlpoolgabe unter 80°. Alles andere ist Mumpitz
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#11

Beitrag von matschie » Freitag 22. März 2019, 09:07

Klar, die ist ja auch fest eingeplant :Smile

Mit Single Hop Aromahopfenbieren hab ich eigentlich gute Erfahrungen gemacht, bislang aber nur mit Simcoe und auch nur ca. 30 ibu..

Also dein Vorschlag:
Bitterhopfen bei Kochbeginn (z.b. Herkules habe ich noch)
Aromahopfen bei 10‘
Aromahopfen bei WP <80?
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#12

Beitrag von danieldee » Freitag 22. März 2019, 09:20

matschie hat geschrieben:
Freitag 22. März 2019, 09:07
Klar, die ist ja auch fest eingeplant :Smile

Mit Single Hop Aromahopfenbieren hab ich eigentlich gute Erfahrungen gemacht, bislang aber nur mit Simcoe und auch nur ca. 30 ibu..

Also dein Vorschlag:
Bitterhopfen bei Kochbeginn (z.b. Herkules habe ich noch)
Aromahopfen bei 10‘
Aromahopfen bei WP <80?
Sieht nach einem Plan aus :thumbup
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#13

Beitrag von matschie » Freitag 22. März 2019, 09:29

Okay, hab jetzt nochmal konkret gerechnet.

40 Liter
45 IBU
70' Kochdauer
Herkules 15g 70'
Centennial 30g 15'
Centennial 70g 0'

Wobei mir jetzt folgendes Einfällt:
Der KBH rechnet die letzte Gabe ja mit der Nachisomerisierung. Wenn ich den jetzt erst bei <80° reintue, bittert der ja nicht mehr. d.H. ich müsste ja die 45 IBU schon mit Herkules und der 15' Gabe einstellen, oder nicht? :Grübel
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#14

Beitrag von dadr » Freitag 22. März 2019, 09:47

Du kannst als Gabe auch negative Zahlen eingeben. Gib also bei einer Nachisomerisierung von z.B. 15min einfach -15 ein.

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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#15

Beitrag von matschie » Freitag 22. März 2019, 10:01

dadr hat geschrieben:
Freitag 22. März 2019, 09:47
Du kannst als Gabe auch negative Zahlen eingeben. Gib also bei einer Nachisomerisierung von z.B. 15min einfach -15 ein.
Tatsache.

Dann kommt raus:
33g Herkules 70'
34g Centennial 15'
66g Centennial bei WP < 80

Also wie vermutet mehr Bitterhopfen.
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Re: [Rezeptcheck] Mein erstes Pale Ale: Die Hopfenfrage.

#16

Beitrag von Bieryllium » Sonntag 31. März 2019, 19:21

matschie hat geschrieben:
Mittwoch 20. März 2019, 17:55
... Ein frisches, Zitruslastiges Sommerbier mit hoher Drinkability. ... IBU strebe ich so ca. 45-50 an. ...
Ist das nur für dich selber und bist du ein Fan von knackiger Bittere? Für viele andere wäre das schon untrinkbar bitter wenn du ein 10-12° Plato Bier -weniger Alkohol/Volumen- anstrebst. 25-30 IBU ist ausgewogener und die Reduzierung der IBUs würde ich nur zulasten von der Bittergabe machen.
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

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