[Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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[Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#1

Beitrag von Bierley » Mittwoch 8. Mai 2019, 00:03

Hallo miteinander,
Ich will in den kommenden Tagen ein Bier brauen über das ich schon seit längerem nachgedacht habe und nehm das ganze jetzt als Anlass hier meinen ersten Eintrag da zu lassen.Meine Überlegungen dazu möchte ich hier festhalten und freue mich auch über jeglichen input.

Zur Idee:
Ich habe ein große Affinität zu Japan und bin auch mehr oder weniger regelmäßig im Land. Darauf kehre ich dann meist mit viel Inspiration und potentiellen Brauzutaten zurück. Zum Essen trinke ich super gerne mugicha 麦茶, das ist ein "Tee" aus gerösteter Gerste. Den Tee trinkt man kalt, schmeckt halt lecker nach Getreide, Röstaromen und hat eine leichte Süße im Abgang. Ich hab davon noch buchstäblich kiloweise Packungen zu Hause. Etwas davon soll jetzt ins Bier. Dazu hab ich mir folgendes Rezept zusammen gebastelt, grob an ein Altbier angelehnt.

Rezept:
Ich benutze einen Grainfather
72% efficiency
Endmenge: 23 L
Kochzeit: 90 min
OG: 1.051
FG: 1.013
IBU (Tinseth): 39
BU/GU: 0.76
Farbe: recht dunkel? um die 60 EBC

Schüttung (5.26 kg)
4.2 kg (80%) — Weyermann Pale Malt
700 g (13%) — Reisflocken
und eine ganze Packung à 360 g (7%) — Mugicha

Hopfen (110 g / 39 IBU)
100 g Pellets — Hallertauer Mittelfrüh 3.2% — 90 min lang — 36 IBU
10 g Pellets— Tettnager 3.6% — 30 min lang — 3 IBU

Hefe
1 pkg — Wyeast Labs 1007 German Ale

Maischplan
57 °C — 10 min
63 °C — 60 min
73 °C — 20 min
Abmaischen — 78 °C

Wasser bereite ich für ein Düsseldorfer Profil auf.

Kommentar:
Das Bier soll erfrischend sein und man soll den Gerstentee bestenfalls erkennen. Ich habe Pale Malt zur Verfügung, also nehme ich das als Basis. Da mugicha unvermalzt ist, habe ich darüber nachgedacht Reisflocken hinzuzufügen. Das ist ein erstes Mal für mich. Vielleicht kann mir ja jemand raten ob ich noch Reishülsen auftreiben sollte, oder ob die Reisflocken keine Probleme beim läutern geben. Beim Gerstentee selbst habe ich mir nach vielem Überlegen gedacht ich werde ihn beim Maischen einfach von Anfang an drin haben. Weil ich den Tee normaler Weise 24h in Wasser ziehen lassen hatte ich erst überlegt das ähnlich zu machen, oder den Tee erst zu späterem Zeitpunkt, vielleicht sogar erst nach dem Kochen, hinzuzufügen, aber ich mach es jetzt erstmal klassisch. Die Hopfen sollen in erster Linie Bittere geben... ich überlege gerade noch die Menge zu reduzieren, alternativ habe ich das Rezept mit 34 IBU und 0.7 BU/GU berechnet. Dabei habe ich mich, wie bereits erwähnt, an Altbier orientiert. Das Selbe gilt für Maisch und Kochzeiten.

Ich werde gegebenenfalls hier noch Änderungen oder letztendlich Erfahrungen festhalten und freue mich natürlich wenn jemand was dazu schreibt.
Ich hab auch noch einiges an kuromamecha 黒豆茶, ein "Tee" aus gerösteten schwarzen Bohnen. Dazu wird früher oder später vielleicht auch mal ein Eintrag folgen.

Hier noch ein Bild von einem Teebeutel mugicha, also gerösteter 6-zeiliger Gerste.
61cdI0r-3BL._SL1206_.jpg

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#2

Beitrag von Hardan » Samstag 11. Mai 2019, 17:37

Tönt sehr spannend.
Auf meiner Japanreise habe ich mugicha (nach dem ich den ersten Shock überstanden habe) sehr zu mögen gelernt, gerade an heissen tagen.
Habe selber leider noch nicht wirklich die erfahrung feedback auf das rezept zu geben, bin aber sehr daran interessiert zu hören ob etwas daraus wird.

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#3

Beitrag von Eowyn » Sonntag 12. Mai 2019, 05:48

Ohne zu wissen wie dunkel die japanische Teemischung wird... ich würde vermuten, das wird nicht so dunkel, wie du annimmst.

Was versprichst du dir von den Reisflocken?

Ich braue oft mit Reisflocken oder Minute Reis aber für das was du dir anscheinend vorstellst (Altbier) würde ich persönlich jetzt nicht unbedingt zu Reis greifen.

Sag doch mal, wie es schmecken soll am Schluss, dann kann ich mir eher vorstellen, was du möchtest.
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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#4

Beitrag von Bierley » Dienstag 14. Mai 2019, 22:36

Danke für eure Antworten, ich freue mich :thumbsup

Ich hatte übrigens am 10.05. gebraut, also momentan gärt es noch. Dabei gabs ein paar Änderungen zum Rezept das ich hier geschrieben hatte:

Die IBU habe ich im Rezept auf 35 reduziert; ich habe 75g Mittelfrüh 3,7% bei 90 min hinzugegeben, bei Tettnager keine Änderung.

Außerdem war meine Sudhausaubeute in der Realität höher als gedacht, 80% statt 72%. Folglich ist meine Stammwürze höher, nämlich 1.056 (ca. 13,5 P).
Eowyn hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 05:48
ich würde vermuten, das wird nicht so dunkel, wie du annimmst
So siehts aus. Ich habe beim brauen natürlich auch mugicha getrunken und war überrascht das mein Tee nach 1-2 Stunden so dunkel war, der Sud aber nicht. Gefiel mir farblich aber gut, mal sehen wie es fertig aussieht, dann lasse ich auch gerne Bilder folgen.
Eowyn hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 05:48
Was versprichst du dir von den Reisflocken?

Ich braue oft mit Reisflocken oder Minute Reis aber für das was du dir anscheinend vorstellst (Altbier) würde ich persönlich jetzt nicht unbedingt zu Reis greifen.
In der Tat würde auch ich für ein "echtes" Altbier nicht zu Reis greifen. In diesem Fall wollte ich lediglich die Stammwürze erhöhen und kam dabei auf Reisflocken, was mir passend erschien wenn ich schon in Richtung Japan schiele. Mein Ziel war es auch nicht ein Altbier zu brauen, ich habe mich lediglich beim Rezeptbau daran orientiert weil ich die Hefe gerne mag und mir ein Lager/Ale Hybrid vorschwebte.
Eowyn hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 05:48
Sag doch mal, wie es schmecken soll am Schluss, dann kann ich mir eher vorstellen, was du möchtest.
Eigentlich ist der Weg mein Ziel. Letztendlich wünsche ich mir ein süffiges, erfrischendes Bier, mit Röstaromen. Quasi etwas röstiges für den Sommer, zum Grillen und japanischen ___-yaki. Der mugicha soll im Vordergrund sein, deshalb keine großen Aromahopfen Zugaben und auch nur das Pale Malt und die neutralen Reisflocken.

_
Das Bier hat jetzt 4 Tage bei 16 Grad gegärt, gerade eben habe ich auf 17 erhöht und werde auch die kommenden Tage schrittweise höher gehen mit der Temperatur. Bei der Probeentnahme habe ich mal gekostet und muss sagen ich war absolut begeistert. Es schmeckt sehr röstig, aber nicht "verbrannt", leicht süß (ca 1.018 SG / 4,5 P momentan) aber insgesamt bereits sehr rund und ausgewogen. Ich bin selbst super gespannt und jetzt auch optimistisch das es fantastisch wird :Pulpfiction

Ich werde in absehbarer Zukunft dann nochmal berichten!

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#5

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 16. Mai 2019, 01:27

Bierley hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 22:36
Danke für eure Antworten, ich freue mich :thumbsup

Ich hatte übrigens am 10.05. gebraut, also momentan gärt es noch. Dabei gabs ein paar Änderungen zum Rezept das ich hier geschrieben hatte:

Die IBU habe ich im Rezept auf 35 reduziert; ich habe 75g Mittelfrüh 3,7% bei 90 min hinzugegeben, bei Tettnager keine Änderung.

Außerdem war meine Sudhausaubeute in der Realität höher als gedacht, 80% statt 72%. Folglich ist meine Stammwürze höher, nämlich 1.056 (ca. 13,5 P).
Eowyn hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 05:48
ich würde vermuten, das wird nicht so dunkel, wie du annimmst
So siehts aus. Ich habe beim brauen natürlich auch mugicha getrunken und war überrascht das mein Tee nach 1-2 Stunden so dunkel war, der Sud aber nicht. Gefiel mir farblich aber gut, mal sehen wie es fertig aussieht, dann lasse ich auch gerne Bilder folgen.
Eowyn hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 05:48
Was versprichst du dir von den Reisflocken?

Ich braue oft mit Reisflocken oder Minute Reis aber für das was du dir anscheinend vorstellst (Altbier) würde ich persönlich jetzt nicht unbedingt zu Reis greifen.
In der Tat würde auch ich für ein "echtes" Altbier nicht zu Reis greifen. In diesem Fall wollte ich lediglich die Stammwürze erhöhen und kam dabei auf Reisflocken, was mir passend erschien wenn ich schon in Richtung Japan schiele. Mein Ziel war es auch nicht ein Altbier zu brauen, ich habe mich lediglich beim Rezeptbau daran orientiert weil ich die Hefe gerne mag und mir ein Lager/Ale Hybrid vorschwebte.
Eowyn hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 05:48
Sag doch mal, wie es schmecken soll am Schluss, dann kann ich mir eher vorstellen, was du möchtest.
Eigentlich ist der Weg mein Ziel. Letztendlich wünsche ich mir ein süffiges, erfrischendes Bier, mit Röstaromen. Quasi etwas röstiges für den Sommer, zum Grillen und japanischen ___-yaki. Der mugicha soll im Vordergrund sein, deshalb keine großen Aromahopfen Zugaben und auch nur das Pale Malt und die neutralen Reisflocken.

_
Das Bier hat jetzt 4 Tage bei 16 Grad gegärt, gerade eben habe ich auf 17 erhöht und werde auch die kommenden Tage schrittweise höher gehen mit der Temperatur. Bei der Probeentnahme habe ich mal gekostet und muss sagen ich war absolut begeistert. Es schmeckt sehr röstig, aber nicht "verbrannt", leicht süß (ca 1.018 SG / 4,5 P momentan) aber insgesamt bereits sehr rund und ausgewogen. Ich bin selbst super gespannt und jetzt auch optimistisch das es fantastisch wird :Pulpfiction

Ich werde in absehbarer Zukunft dann nochmal berichten!
Bitte unbedingt berichten und unbedingt das Rezept posten...
ich hasse Altbier kann mir aber vorstellen, dass das was du da gebraut hast total meinen Geschmack träfe, wenn ich das auch probieren würde.

Finde übrigens der Weg war das Ziel genial :)

Ich freu mich grad über deinen Post und weiß nicht mal warum :)

Freue mich auf das Endergebnis und Rezept und werde das sicher in ähnlicher Form nachbrauen.
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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#6

Beitrag von Bierley » Freitag 31. Mai 2019, 23:59

Soooo, es ist endlich soweit dass ich mein Fazit abgeben kann. Habe das Bier heute erstmals nach einer Woche Flaschenreifung probiert und um es gleich vorweg zu nehmen ich find's super :Drink

...aber von vorne...

Das Rezept habe ich nach den geringfügigen Änderungen nochmal angepasst und kann hier eingesehen werden:
https://share.brewfather.app/aZh4FqZA9hEXop
mugi_label.jpg
Kurz zusammengefasst, die Sudhausausbeute war höher als gedacht und die Hefe war auch sehr hungrig, dadurch hat es jetzt ca. 5,7% (anhand der Vergärung von 13,8 P auf 3,1 P berechnet). Die Änderung bei der Hopfengabe, wie im letzten Post bereits beschrieben, habe ich im Rezept übernommen. Kabonisiert mit je 1-3 Drops bei meinen 0,3 /0,5 und 0,7 Flaschen.
plato_bei_18C.jpg
Und nun zum wesentlichen...

Farbe: orange-gold, opak (zumindest momentan ohne kalter Lagerung). Definitiv nicht so dunkel wie Mugicha als Tee, eher wie ein Hefeweizen.
mugicha_biru.jpg

Schaum: cremeweiß bis leicht gelblich, relativ dicht und feinporig, gute Menge und Haltbarkeit, deckend.
schaum_resize.jpg

Geruch: röstig & malzig, kein Hopfen, kaum hefig. Insgesamt angenehm.

Haptik: voll, weich, angenehme Vollmundigkeit, ausgewogen karbonisiert

Geschmack: im Antrunk meldet sich kurz die trockene Altbierhefe und die leichte Hopfenbittere, diese werden dann aber relativ schnell vom Malz überdeckt welches eine leichte Karamellsüße hat. In erster Linie schmeckt das Bier aber sehr nussig, insbesondere im langen Abgang. Lecker! Die Flasche war schnell leer; gefährlich da es kaum alkoholisch schmeckt :achtung




Ich werde das Bier vielleicht zum nächsten Stammtisch mitbringen und mir noch ein paar andere Meinungen einholen.

Anbei noch ein Bild wie der verwendete Mugicha aussah.
20190510_141238.jpg

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#7

Beitrag von Eowyn » Freitag 7. Juni 2019, 03:44

Bierley hat geschrieben:
Freitag 31. Mai 2019, 23:59


Das Rezept habe ich nach den geringfügigen Änderungen nochmal angepasst und kann hier eingesehen werden:
https://share.brewfather.app/aZh4FqZA9hEXop
mugi_label.jpg
Oh.. wie schön ist das denn? das Label ist unfassbar schön und das was du zum Bier schreibst, bestätigt mich, dass ich das nachbrauen werde.

Danke für die tollen Bilder, den Bericht und das Rezept.

Ich brau das sobald ich rausfinde, wo ich den Gertentee hier her bekomme.
:)
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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#8

Beitrag von Bieryllium » Samstag 8. Juni 2019, 20:29

Selber rösten sollte gehen. Dank der Bilder weißt du auch wie intensiv.

http://www.bento-und-mehr.de/mugicha/
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#9

Beitrag von Bierley » Dienstag 11. Juni 2019, 22:52

Eowyn hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 03:44


Ich brau das sobald ich rausfinde, wo ich den Gertentee hier her bekomme.
:)
Super, freut mich sehr wenn ich für Inspiration sorgen konnte! :Smile Wenn es dann mal soweit ist würde ich mich auch freuen was von dir zu hören.

Was den Gerstentee angeht, der sollte in den meisten Asialäden zu finden sein (denke ich). Bei Japanern ist es halt mugicha, aber ich weiß auch dass es oft koreanische Varianten gibt oder aus anderen Ländern. Ich selbst hab nur unterschiedliche japanische und amerikanische Marken ausprobiert, der Unterschied liegt aber meistens nur in der Füllmenge der Einzelverpackungen. Selber rösten wie Bieryllium vorschlägt geht bestimmt auch gut, aber da bin ich raus, der gekaufte Tee ist auch nicht aus Graupen.

Achso, danke auch für das Lob zum Label! :Bigsmile Die Vorlage dafür hängt bei mir im Wohnzimmer, ich hab einfach einen kleinen Schnappschuss gemacht währnd der Verkostung und den Rest dann auf der Seite beerlabelizer machen lassen.
Falls es dich interessiert, das Bild habe ich aus Hakone, einer Kleinstadt die für ihr Holz-Kunsthandwerk bekannt ist (Hakone yosegi zaiku 箱根寄木細工). Die machen super schöne Ornamente mit verschieden-farbenen Hölzern, da habe ich beim letzten mal ein paar Schatullen und eben dieses kleine Bild mitgenommen. Die richtig großen Bilder aus vielen Hölzern sind leider nicht bezahlbar :crying
Vielleicht nehm ich aber so eine Schatulle als Vorlage für das nächste Japan-Tee Bier, dann wird mit kuromamecha 黒豆茶 herumprobiert :Greets
20190611_222024-2.jpg

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#10

Beitrag von Bieryllium » Mittwoch 12. Juni 2019, 00:13

Warum raus? Wenn du Bier so ordentlich brauen kannst (kein Sarkasmus, ich finde die Rezeptidee stark!), dann kannst du erst recht auch 10 Minuten Graupen in einer heißen Pfanne rühren bis der gewünschte Röstgrad erreicht ist. Steht definitiv auf meiner TOBREW-Liste.
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#11

Beitrag von Eowyn » Mittwoch 12. Juni 2019, 01:24

Bierley hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 22:52
Eowyn hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 03:44


Ich brau das sobald ich rausfinde, wo ich den Gertentee hier her bekomme.
:)
Super, freut mich sehr wenn ich für Inspiration sorgen konnte! :Smile Wenn es dann mal soweit ist würde ich mich auch freuen was von dir zu hören.

Was den Gerstentee angeht, der sollte in den meisten Asialäden zu finden sein (denke ich). Bei Japanern ist es halt mugicha, aber ich weiß auch dass es oft koreanische Varianten gibt oder aus anderen Ländern. Ich selbst hab nur unterschiedliche japanische und amerikanische Marken ausprobiert, der Unterschied liegt aber meistens nur in der Füllmenge der Einzelverpackungen. Selber rösten wie Bieryllium vorschlägt geht bestimmt auch gut, aber da bin ich raus, der gekaufte Tee ist auch nicht aus Graupen.

Achso, danke auch für das Lob zum Label! :Bigsmile Die Vorlage dafür hängt bei mir im Wohnzimmer, ich hab einfach einen kleinen Schnappschuss gemacht währnd der Verkostung und den Rest dann auf der Seite beerlabelizer machen lassen.
Falls es dich interessiert, das Bild habe ich aus Hakone, einer Kleinstadt die für ihr Holz-Kunsthandwerk bekannt ist (Hakone yosegi zaiku 箱根寄木細工). Die machen super schöne Ornamente mit verschieden-farbenen Hölzern, da habe ich beim letzten mal ein paar Schatullen und eben dieses kleine Bild mitgenommen. Die richtig großen Bilder aus vielen Hölzern sind leider nicht bezahlbar :crying
Vielleicht nehm ich aber so eine Schatulle als Vorlage für das nächste Japan-Tee Bier, dann wird mit kuromamecha 黒豆茶 herumprobiert :Greets

20190611_222024-2.jpg
Wow - Ich bin ja eine ganz große "Schachtel, Schatullen und Döschen-Sammlerin"
Die Schatulle ist einfach nur... wow! Atemberaubend schön!

Ich hab mir schon gedacht, wenn ich das nachbraue, dann mit japanischem "Spirit" - das wird meditatives Brauen.
Ich hab mal angefangen, nen Dolch selbst zu schmieden und nicht mal mit japanischem Damaskus-Falten sondern ganz simple und das ist ist trotzdem so ein meditatives Dauerprojekt. Und als ich dein Rezept gelesen habe und deine Überlegungen, dachte ich mir sofort, wenn ich das mache, dann inklusive meinem Verständnis von "wie Japaner" was machen. (ich hab das sogar mal studiert - kann aber außer katze nix mehr sagen oder lesen... obwohl ne.. stimmt nicht, lesen geht noch weil ich Depperl gleichzeitig auch Sinologie studiert habe, was schönes Durcheinander im Schädel macht) :)

danke für den schönen Einblick, die schöne Inspiration und den Link zu der Bierlabelseite. Und selbstverständlich berichte ich gerne den kompletten Prozess, der sicher damit beginnt, dass ich die richtige jahreszeit für die Untermehmung bestimmen werde.
nee.. falsch... ich merke gerade ich will das beginnen mit recherche zu japanischer Braukunst...

das wird aber kein lebenslängliches Dolchprojekt. Das wird dieses jahr noch gebraut :)

ありがとう
Eowyn Hime, die nicht Eo San sagen will, weil sie meint, es gehört sich nicht sondern nur anders herum aber Prinzessin ist so over, dass es passt

:)

PS lol ich seh gerade ich hab Gerten-Tee geschrieben... man merkt das Pferd :) haha...
nee.. mein blödes Keyboard hat geklemmt!
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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#12

Beitrag von Bierley » Mittwoch 12. Juni 2019, 17:51

Bieryllium hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 00:13
Warum raus? Wenn du Bier so ordentlich brauen kannst (kein Sarkasmus, ich finde die Rezeptidee stark!), dann kannst du erst recht auch 10 Minuten Graupen in einer heißen Pfanne rühren bis der gewünschte Röstgrad erreicht ist. Steht definitiv auf meiner TOBREW-Liste.
Danke für die lieben Worte :redhead
Das "raus" war auch in keinster Weise als abraten davon gemeint, ich meine nur das ich persönlich keine Erfahrung damit habe und wohl auch so schnell nicht machen werden weil ich Unmengen an abgepackten mugicha horte :Wink
20190507_133157-2.jpg

Und ja, gut ding will weile haben, ob nun beim Dolch oder dem ein oder anderem Bier, liebe エオヴィン姫 (Prinzessin Eowyn) [...wobei streng genommen eh egal ist welche Anredeform genommen wird, da Erwachsene generell keine für sich selbst nutzen :Bigsmile Eine Prinzessin würde wohl atakushi sagen, nur mal so am Rande erwähnt :Wink ]
Für mich hat das brauen an sich schon was meditatives, das fängt bei mir schon mit dem manuellen mahlen des Malzes an. Meine Freundin und ich trinken auch ganz gerne Sake, daran wollte ich mich demnächst auch mal versuchen, scheue nur gerade noch wegen den Investitionen die das birgt. Jedenfalls bin ich zum Jahrewechsel wieder in Japan und guck mir dann dort vor Ort auch mal genauer an wie meditativ das Brauen tatsächlich ist haha

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Re: [Rezept(check)] Gerstentee-Bier mit Reisflocken

#13

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 13. Juni 2019, 05:22

Bierley hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 17:51
Bieryllium hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 00:13
Warum raus? Wenn du Bier so ordentlich brauen kannst (kein Sarkasmus, ich finde die Rezeptidee stark!), dann kannst du erst recht auch 10 Minuten Graupen in einer heißen Pfanne rühren bis der gewünschte Röstgrad erreicht ist. Steht definitiv auf meiner TOBREW-Liste.
Danke für die lieben Worte :redhead
Das "raus" war auch in keinster Weise als abraten davon gemeint, ich meine nur das ich persönlich keine Erfahrung damit habe und wohl auch so schnell nicht machen werden weil ich Unmengen an abgepackten mugicha horte :Wink
20190507_133157-2.jpg


Und ja, gut ding will weile haben, ob nun beim Dolch oder dem ein oder anderem Bier, liebe エオヴィン姫 (Prinzessin Eowyn) [...wobei streng genommen eh egal ist welche Anredeform genommen wird, da Erwachsene generell keine für sich selbst nutzen :Bigsmile Eine Prinzessin würde wohl atakushi sagen, nur mal so am Rande erwähnt :Wink ]
Für mich hat das brauen an sich schon was meditatives, das fängt bei mir schon mit dem manuellen mahlen des Malzes an. Meine Freundin und ich trinken auch ganz gerne Sake, daran wollte ich mich demnächst auch mal versuchen, scheue nur gerade noch wegen den Investitionen die das birgt. Jedenfalls bin ich zum Jahrewechsel wieder in Japan und guck mir dann dort vor Ort auch mal genauer an wie meditativ das Brauen tatsächlich ist haha
ich sollte ja mal längst ins Bett...
muss in ca. 6 Stunden Pferde auf der Weide einsammeln gehen :)

Ich finde Brauen (schmieden übrigens auch!) extrem meditativ.
Ich habe ganz bewusst mein Equipment so "basic" wie nur irgendmöglich zusammengestellt und ich hab nen Riesenrespekt für japanische handwerkskunst (egal welches).

Ich habe hier Mugicha aus Montana gefunden (!) das finde ich super genial.
Ich debatiere aber gerade mit mir, ob ich das Brauerlebnis an Japan anlehnen möchte oder an meine neue heimat, weil das wird ein komplett anderes Bier selbt wenn der Mugicha aus Monatna absolut identisch schmecken würde.

Ich denke, ich werde das im Herbst brauen obwohl Mugicha ja anscheinend eher ein "Sommertee" ist.

Und ich hatte im Hinterkopf, dass man sich nicht selbst eine Anrede geben darf in Japanisch... ich war aber nicht mehr sicher...
Ich erlaube mir trotzdem mich Prinzessin zu nennen - lol...

ich werde berichten, was ich fabriziere und vorallem unter welchem geistigen Zustand, denn bei dem Bier ist mir das besonders wichtig. Wichtiger als bei meinen anderen Bieren :)

danke für die tolle Inspiration.
Ich freue mich da wirklich drauf, das zu brauen und zu trinken aber noch viel mehr, den Weg bis dorthin herzustellen :)

Danke!

Du hast mich an was ganz tolles wieder erinnert: dass ich das früher mit fast allem, was ich gemacht habe, so angegangen bin und es irgendwie im "Stress" untergegangen ist und mir tatsächlich fehlt.

:)
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