Resteverwertung - Rezepte gesucht

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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conri
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Resteverwertung - Rezepte gesucht

#1

Beitrag von conri » Donnerstag 27. Juni 2019, 10:46

Hi,

ich habe kürzlich zum ersten mal Maischebrauen durchgeführt.
Das Ergebnis ist lecker.

Allerdings habe ich nun Reste, die ich verbrauchen will/muss. Allerdings finde ich keine Rezepte bzw. weiß ich nicht, wie ich anhand meiner Zutaten passende Rezepte finden kann.

Vielleicht habt ihr Ideen...

Ich habe zur Verwertung:
Pilsener Malz: 2,7kg
Wiener Malz: 2,7kg
Weizen Malz: 1,7kg

Hopfen: Saphir 3% Alpha

Hefe: Brewferm Blanche Weizen ODER Brewferm Top obergärig

Kocher: 20l Einkochtopf

Ein Weizen kann ich damit nicht mehr machen ;)
Aber könnte man zB Pilsener und Wiener zusammenschütten (ca. 5,4kg) und mit der Brewferm Top und dem Saphir Hopfen etwas anständiges erzeugen?

Aber mir fehlen dann sofort sämtliche Rezeptdaten - also Rasten, Hopfengaben usw.

Es muss kein Superbier werden, aber ich würde gerne die Reste am nächsten Brautag gerne möglichst dezimieren (geschrotetes Malz - Haltbarkeit wohl nicht sehr lang).

Danke euch.

Viele Grüße
Richard

PS: Mir kommts weniger auf ein perfektes Bier an, als viel mehr zZ den Brauvorgang zu wiederholen, die alten Fehler nicht erneut zu machen usw. Daher reicht mir ein solides, praktisches Rezept, gerne mit mehreren Rasten und Hopfengaben.
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Bitter
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Re: Resteverwertung - Rezepte gesucht

#2

Beitrag von Bitter » Donnerstag 27. Juni 2019, 11:12

Hi Richard,

da könnte man in Richtung Kölsch gehen, ähnlich wie hier:https://www.maischemalzundmehr.de/index ... g%C3%A4rig.

Etwas abwandeln, wird dann natürlich nicht genau ein Kölsch aber einfach mal was kreieren! Wird schon schmecken. Als Hefe dann die Brewferm Top.

Gruß Lothar

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bigreini
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Re: Resteverwertung - Rezepte gesucht

#3

Beitrag von bigreini » Donnerstag 27. Juni 2019, 12:12

Hallo Richard
Meine Empfehlung wäre so etwas:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... ferm%20Top
Ein einfaches Obergäriges Helles, statt dem Citra einfach den Saphir Hopfen verwenden, kannst ja direkt bei MMuM deine Daten eingeben. Ich Persönlich würde auch nicht von einer Sudausbeute von 78% ausgehen sondern den Wert so um die 65% setzten. Auch die Schüttung kannst du Variieren, z.B. einen Teil Weizen zugeben. Sollte ein solides Bier werden.
Grüße
Reinhard

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Alien_TM
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Re: Resteverwertung - Rezepte gesucht

#4

Beitrag von Alien_TM » Donnerstag 27. Juni 2019, 14:18

conri hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 10:46
PS: Mir kommts weniger auf ein perfektes Bier an, als viel mehr zZ den Brauvorgang zu wiederholen, die alten Fehler nicht erneut zu machen usw. Daher reicht mir ein solides, praktisches Rezept, gerne mit mehreren Rasten und Hopfengaben.
Servus Richard

wie bereits erwähnt, würde ich es einfach machen: Nimm von deinen Malzen je die Hälfte und maische etwa so ein:

Einmaischen:62 °C
1.KombiRast 66°C 45-60min
2.Rast 72°C 10min

Abmaischen
Nachguss
Würzekochzeit:ca 75 min
ggfs. noch Glattwasser zum Einstellen auf 12-13°P

Die Bitterwerte würde ich so zwischen 20-30 IBU´s mit 2 von deinen verfügbaren Hopfen(Bitter/Aromahopfen) einstellen. 50% des Hopfens bei Kochbeginn, den Rest 10min bei Kochende. Welche Hefe du verwendest, liegt am persönlichen Ermessen. Vielleicht etwas am unteren Ende der empfohlenen Temperatur (z.B. 16°C)wenn möglich, um weniger Gärnebenprodukte zu erzeugen.

Nach der Hauptgärung füllst du dein Jungbier in deinen Nachgärbehälter (Fass, Flaschen) ab, braust am gleichen Tag den gleichen Sud nochmal und lässt dann die neue (abgekühlte) Würze einfach auf die Hefe im Gäreimer drauf. Das is wirklich easy

Möglicherweise lässt sich der Bierstil nicht 100%ig zuordnen, egal :) trinkbar wird es auf jedenfall

...Alex

PS: Kombirast is bei Standardmalzen wirklich easy und funktioniert hervorragend

conri
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Re: Resteverwertung - Rezepte gesucht

#5

Beitrag von conri » Freitag 28. Juni 2019, 08:42

Vielen Dank für eure nützlichen Antworten :thumbup

Ich werde mal ne Kombirast testen und ansonsten drauf los brauen. Bin gespannt, wie die Läuterhexe funktioniert - das erste mal ;)

Viele Grüße
Richard
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Re: Resteverwertung - Rezepte gesucht

#6

Beitrag von conri » Freitag 19. Juli 2019, 07:13

Guten Morgen,

das "Restebier" habe ich gebraut, 12 Tage Nachgärung sind rum und ich habe ein erstes Bier getestet. Hammer! Saugeil geworden. Es riecht fruchtig-beerig, leicht hopfig. Es schmeckt deutlich herb, hopfig, würzig, ist aber gleichzeitig leicht süßlich, malzig. Total rund, angenehm, sehr süffig. Ich bin begeistert :)

Das zweite mal Maischen überhaupt, dank Läuterhexe hervorragend geklappt. Technisch lief der gesamte Brauvorgang völlig problemlos. Und das Ergebnis ist ein Hammer.

Und tatsächlich trifft es zu, was ich so oft hier im Forum gelesen habe: wenn man das erste mal ein Bier gebraut hat (ich schließe Kits/Malzextrakte aus - da hat sich dieses Gefühl nicht bei mir eingestellt) schmeckt das Industriebier nicht mehr (so gut). Ja, kann ich unterschreiben :)

Falls es jemanden interessiert, was ich da gebraut habe:

Hauptguss: 16,0l
Nachguss: 14,5l
Maischen
Weizenmalz hell (10%, 0,6kg)
Wienermalz (45%, 2,1kg)
Pilsener Malz (45%, 2,1kg)
Einmaischen: 60°C
1. Rast: 66°C, 60min (Kombirast)
2. Rast: 72°C, 10min (Verzuckerung)
Abmaischen: 78°C
Hopfen:
Saphier Hopfenpellets 3% Alpha
1. Gabe: 34gr 90min
2. Gabe: 23gr, 10min
Hefe: Brewform Top 6g x 2
Nachgärung mit 1l Speise und 27g Zucker

Danke für den Tipp mit der Kombirast. Hast super geklappt und vom Ergebnis bin ich sehr erfreut :)

Viele Grüße
Richard
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Re: Resteverwertung - Rezepte gesucht

#7

Beitrag von FloNRW » Freitag 19. Juli 2019, 09:28

Glückwunsch Richard! Hört sich lecker an. Mit der Läuterhexe hast du alles richtig gemacht.
Gut Sud weiterhin
Grüße aus dem Münsterland
Florian
Mit Biersinnlichen Grüßen
Florian :Drink

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Re: Resteverwertung - Rezepte gesucht

#8

Beitrag von Bierbert » Freitag 19. Juli 2019, 23:14

Schönes Helles - hab neulich ein Dunkles nach dieser Art gemacht. Reste - Kombirast und fertig. Hopfenberechnung mit Google auf 30 IBU.

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