Whisky Bier

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Frank-99
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Whisky Bier

#1

Beitrag von Frank-99 » Sonntag 21. Juli 2019, 10:34

Hallo ins Forum,
ich plane im September ein Whiskybier zu brauen. In Anlehnung an das Whiykey-Märzen aus MMum verwende ich unter Anderem ein getorftes Whiskymalz (ca. 10 % der Schüttung), ansonsten Pale Ale Malz, Pilsener, Bisquit, Caraamber. Als Hopfen will ich den Target und den East Kent Golding verwenden. Beim Kochen kommt noch Honig hinzu.

Da ich noch Aromen vom Whisky-Fass reinbekommen will hatte ich mir vorgestell, dass ich mir aus einer Fassdaube Hackstücke herstelle und diese in hochprozentigen Whisky (Faßstark mit ca. 63Vol.%) einlegen. Wie seht Ihr das und was könnte ich machen (bzw. auf was muss ich achten) damit ich mir über die Holzstücke keine Infektion ins Bier reinhole?

Gruss
Frank-99

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glassart
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Re: Whisky Bier

#2

Beitrag von glassart » Sonntag 21. Juli 2019, 10:45

Hallo Frank,

ich habe es so in der Art schon öfters gemacht mit gekauften Whisky-Chips .
Einmal jedoch habe ich ( aus Bequemlichkeit :thumbdown ) die Chips nicht autoklaviert und mir das ganze System mit Brett infiziert :crying .
Da diese Viecher ja einige Zeit brauchen um auf sich aufmerksam zu machen habe ich dann noch 3 weitere Biere in der Abfüllanlage mit Brett "versetzt" :Ahh
Also für mich in Zukunft - Chips werden immer im Kelomat für 15 min sterilisiert !
Anschließend imprägniere ich sie im ISI mit 100-150 ml Whisky,Cognac,Rum, Calvados,ect.
Die Chips nehmen im ISI nahezu den gesamten Alkohol auf.

lg Herbert

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Re: Whisky Bier

#3

Beitrag von chaos-black » Sonntag 21. Juli 2019, 11:00

Ich denke wenn du die Holzchips in Whiskey einlegst (und dem ganzen dann ein paar Tage zeit gibst) solltest du auf der sicheren Seite sein.
Kennst du mein Cookie Dude Rezept schon? Da habe ich mit Bourbon und auch mit Holzchips gearbeitet. Und das Bier ist verdammt gut geworden, allerdings mit den vielen Umdrehungen natürlich aus einer ganz anderen Kategorie als das Märzen...

Beste Grüße,
Alex
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

dpjBrau
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Re: Whisky Bier

#4

Beitrag von dpjBrau » Sonntag 21. Juli 2019, 12:52

Hallo,
bei unserem letzten HB-Stammtisch hatte einer ein ich-kann-es-mir-nicht-merken-Stout dabei gehabt, dabei hat der Braukollege auch eine kleingeschnittene Fassdaube 4 Wochen in einem Whisky-Bad eingelegt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da noch so arg viele Bakterien übrig bleiben, denn Whisk(e)y ist ja doch ziemlich hochprozentig. Das Bier war überigens ein extrem leckeres Nachtischbier.
Viele Grüße
Dieter

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glassart
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Re: Whisky Bier

#5

Beitrag von glassart » Sonntag 21. Juli 2019, 13:40

ich bin ein gebranntes Kind und mache lieber den einen Schritt der ja absolut kein Aufwand ist. Brett´s überleben im Holz wie ich erfahren durfte lange.

Aber wie gesagt -nur eine Empfehlung von mir
Hab soeben Cognac-Chips so behandelt und imprägniere sie mit Cognac für ein Frucht-Lambic.

lg Herbert

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Re: Whisky Bier

#6

Beitrag von hb9cjs » Sonntag 21. Juli 2019, 14:57

Mein Smoke Whisky Ale enthält 35% Whiskymalt und pro Keg gebe ich noch eine Flasche Bowmore Whisky dazu. Das ist aber dann nur etwas für Männer mit Haaren auf der Brust (oder auch für Frauen mit Haaren auf den Zähnen).
Rezept ist auf meiner HP
Üelu

Frank-99
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Re: Whisky Bier

#7

Beitrag von Frank-99 » Sonntag 21. Juli 2019, 15:22

hb9cjs hat geschrieben:
Sonntag 21. Juli 2019, 14:57
Mein Smoke Whisky Ale enthält 35% Whiskymalt und pro Keg gebe ich noch eine Flasche Bowmore Whisky dazu. Das ist aber dann nur etwas für Männer mit Haaren auf der Brust (oder auch für Frauen mit Haaren auf den Zähnen).
Rezept ist auf meiner HP
Üelu
Wow, heftiges Rezept, könnte mir auch gefallen... :thumbsup :Grübel

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Re: Whisky Bier

#8

Beitrag von Bierley » Sonntag 21. Juli 2019, 22:21

glassart hat geschrieben:
Sonntag 21. Juli 2019, 10:45
Hallo Frank,

ich habe es so in der Art schon öfters gemacht mit gekauften Whisky-Chips .
Einmal jedoch habe ich ( aus Bequemlichkeit :thumbdown ) die Chips nicht autoklaviert und mir das ganze System mit Brett infiziert :crying .
Da diese Viecher ja einige Zeit brauchen um auf sich aufmerksam zu machen habe ich dann noch 3 weitere Biere in der Abfüllanlage mit Brett "versetzt" :Ahh
Also für mich in Zukunft - Chips werden immer im Kelomat für 15 min sterilisiert !
Anschließend imprägniere ich sie im ISI mit 100-150 ml Whisky,Cognac,Rum, Calvados,ect.
Die Chips nehmen im ISI nahezu den gesamten Alkohol auf.

lg Herbert
Hallo Herbert,
ich hab hier gerade mal drüber gelesen weil ich an einem Strandgut Klon schraube (mein Thread ist auch zu finden unter Rezepte). Dafür werde ich auch Whiskyholzchips und vielleicht noch andere benutzen, jetzt lese ich deinen Beitrag und versteh leider die wichtigsten Schlagwörter nicht :puzz autoklaviert? Kelomat? mit ISI imprägnieren? Vielleicht könnte mich ja jemand aufklären bevor ich irgendwas doofes mache. Ich hätte die Holzchips sonst wahrscheinlich nur kurz im Ofen getoastet.

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Re: Whisky Bier

#9

Beitrag von Bierley » Sonntag 21. Juli 2019, 22:25

glassart hat geschrieben:
Sonntag 21. Juli 2019, 10:45
Hallo Frank,

ich habe es so in der Art schon öfters gemacht mit gekauften Whisky-Chips .
Einmal jedoch habe ich ( aus Bequemlichkeit :thumbdown ) die Chips nicht autoklaviert und mir das ganze System mit Brett infiziert :crying .
Da diese Viecher ja einige Zeit brauchen um auf sich aufmerksam zu machen habe ich dann noch 3 weitere Biere in der Abfüllanlage mit Brett "versetzt" :Ahh
Also für mich in Zukunft - Chips werden immer im Kelomat für 15 min sterilisiert !
Anschließend imprägniere ich sie im ISI mit 100-150 ml Whisky,Cognac,Rum, Calvados,ect.
Die Chips nehmen im ISI nahezu den gesamten Alkohol auf.

lg Herbert
Hallo Herbert,
ich hab hier gerade mal drüber gelesen weil ich an einem Strandgut Klon schraube (mein Thread ist auch zu finden unter Rezepte ). Dafür werde ich auch Whiskyholzchips und vielleicht noch andere benutzen, jetzt lese ich deinen Beitrag und versteh leider die wichtigsten Schlagwörter nicht :puzz autoklaviert? Kelomat? mit ISI imprägnieren? Vielleicht könnte mich ja jemand aufklären bevor ich irgendwas doofes mache. Ich hätte die Holzchips sonst wahrscheinlich nur kurz im Ofen getoastet.

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Re: Whisky Bier

#10

Beitrag von glassart » Montag 22. Juli 2019, 06:31

Ah entschuldige dass ich das vorausgesetzt habe
- die Chips werden bei mir im Schnellkochtopf ( so was ein Produkt ist der Kelomat) sterilisiert für 10 min
- dann im ISI ( so was in der Art) werden die Chips imprägniert und saugen dabei nahezu den ganzen Alkohol auf ( bei 100 gr Chips und 100 ml Alk)

Gerade gestern habe ich es mit Cognac-Chips so gemacht und man verliert nichts von den wunderbaren Cognac-Holznoten.
Backrohr würde ich nicht unbedingt machen da es dadurch vermutlich zu einem Aromaverlust kommt ( nicht probiert, eine reine Vermutung :Grübel )

Imprägnieren muss du nicht unbedingt sondern kannst die Chips auch in Alk einlegen -dauert eben länger, beim ISI ist es in 3-4 Stunden erledigt

lg Herbert

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Re: Whisky Bier

#11

Beitrag von mavro » Montag 22. Juli 2019, 07:58

Viele Grüße, Andreas

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Re: Whisky Bier

#12

Beitrag von Bierley » Montag 22. Juli 2019, 08:55

Vielen Dank für die Auskunft :thumbup
und irgendwie ist mein letzter Beitrag doppelt angekommen... also falls jemand den ersten löschen kann, bitte gerne.

Frank-99
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Re: Whisky Bier

#13

Beitrag von Frank-99 » Montag 22. Juli 2019, 17:02

glassart hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 06:31
Ah entschuldige dass ich das vorausgesetzt habe
- die Chips werden bei mir im Schnellkochtopf ( so was ein Produkt ist der Kelomat) sterilisiert für 10 min
- dann im ISI ( so was in der Art) werden die Chips imprägniert und saugen dabei nahezu den ganzen Alkohol auf ( bei 100 gr Chips und 100 ml Alk)

Gerade gestern habe ich es mit Cognac-Chips so gemacht und man verliert nichts von den wunderbaren Cognac-Holznoten.
Backrohr würde ich nicht unbedingt machen da es dadurch vermutlich zu einem Aromaverlust kommt ( nicht probiert, eine reine Vermutung :Grübel )

Imprägnieren muss du nicht unbedingt sondern kannst die Chips auch in Alk einlegen -dauert eben länger, beim ISI ist es in 3-4 Stunden erledigt

lg Herbert
Wenn ich das richtig verstehe „kochst“ Du die Chips im Schnellkochtopf und gibst diese dann in den ISI. Ich nehme nun an dass Du den ISI gleich unter CO2 setzt - oder?
Gehen beim kochen nich zu viele Aromen aus dem Holz verloren?

Gruß
Frank

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Re: Whisky Bier

#14

Beitrag von glassart » Montag 22. Juli 2019, 17:22

Hallo Frank,

nein ich koche sie nicht sondern sie sind in einer Schüssel im Schnellkochtopf und werden nur bei über 100°C gedämpft und bleiben nahezu trocken.
Ich hatte gestern wirklich ganz wunderbare Cognac -Aromen nach dem Dämpfen.
Dann gebe ich sie gleich in den ISI zum Cognac (oder was auch immer) und gebe gleich das Gas drauf. Nach 3-4 h ist der ganze Alk in den Chips.
Du kannst natürlich die Chip´s im ISI auch wesentlich länger im Kühlschrank aufbewahren. :Smile

Den Prozess habe ich sicher schon mind. 10 mal gemacht mit sehr gutem Resultat.

lg Herbert

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Re: Whisky Bier

#15

Beitrag von bierfaristo » Montag 22. Juli 2019, 17:33

Nimmst du die normalen Lachgaspatronen für den ISI oder kommt da CO2 rein?

Christian
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Whisky Bier

#16

Beitrag von glassart » Montag 22. Juli 2019, 18:33

Hallo Christian,

die normalen Lachgas -ist eigentlich egal da es eh wieder abgelassen wird.

lg Herbert

Frank-99
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Re: Whisky Bier

#17

Beitrag von Frank-99 » Montag 22. Juli 2019, 21:06

Vielen Dank für die vielen interessanten Infos zu meiner Anfrage.

Ich freu mich schon darauf dieses sicherlich ausgefallene Bier zu brauen.

Gruß
Frank

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