Haferflocken in Weizenbock

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Haferflocken in Weizenbock

#1

Beitrag von Kero » Montag 19. August 2019, 13:45

Hallo zusammen,

bei mir steht (idealerweise kommendes Wochenende) ein Weizenbock im Herrmannverfahren mit gestrippter Gutmann an.

Schüttung ist bisher:
3 kg Weizen hell
1 kg Pilsner Malz
1 kg Münchener Malz
100 g CaraHell

Jetzt war meine Überlegung, noch 200 g Haferflocken zuzugeben. Dazu wollte ich Mal von euch hören, ob das einigermaßen passt, ob jemand das schon ausprobiert hat und wie sich das geschmacklich noch äußern würde. In den Rezepten auf MMuM gibt es kaum Weizen Rezepte mit Haferflocken und auch hier im Forum habe ich noch nicht wirklich was gefunden, deshalb habe ich mich schon gefragt ob es einen Grund gibt dass das keiner macht...

Zu erwähnen wäre noch, das ich das hauptsachlich für einen etwas besseren Schaum und vielleicht ein besseres Mundgefühl machen würde (das aber wahrscheinlich eh aufgrund der höheren Karbonisierung verloren gehen wird)

Danke und Gruß
Nils

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§11
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Re: Haferflocken in Weizenbock

#2

Beitrag von §11 » Montag 19. August 2019, 13:49

Ich versteh nicht ganz was du dir von den Haferflocken versprichst. Wenn du bei fast 60% Weizenmalz ein Problem mit dem Schaum bekommst, dann liegt dein Problem in deiner Maischarbeit, nicht in der Schuettung
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Re: Haferflocken in Weizenbock

#3

Beitrag von Kero » Montag 19. August 2019, 13:55

Ich habe bisher erst einmal ein Weizen gebraut, war einer meiner ersten Sude und noch mit der WB06. Ich war damals etwas enttäuscht, das der Schaum im Vergleich zum Kaufweizen doch deutlich schneller verschwand. Er war auch wesentlich grobporiger. Nach den guten Erfahrungen in einem sehr Oatmeal-lastigen Stout dachte ich, vielleicht bekommt man so etwas haltbareren und feinporigeren Schaum hin

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Re: Haferflocken in Weizenbock

#4

Beitrag von §11 » Montag 19. August 2019, 13:57

Kero hat geschrieben:
Montag 19. August 2019, 13:55
Ich habe bisher erst einmal ein Weizen gebraut, war einer meiner ersten Sude und noch mit der WB06. Ich war damals etwas enttäuscht, das der Schaum im Vergleich zum Kaufweizen doch deutlich schneller verschwand. Er war auch wesentlich grobporiger. Nach den guten Erfahrungen in einem sehr Oatmeal-lastigen Stout dachte ich, vielleicht bekommt man so etwas haltbareren und feinporigeren Schaum hin
Wie gesagt, das Problem liegt dann aber ziemlich sicher nicht an der Schuttung. Mit 60% Weizen bekommt man problemslos einen Bomben- Schaum hin.

Wie hast du gemaischt?
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Re: Haferflocken in Weizenbock

#5

Beitrag von Kero » Montag 19. August 2019, 14:10

Nach diesem Rezept:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... inmaischen:

Einmaischen bei 47 °C
1.Rast: 45 °C für 15 min
2.Rast: 55 °C für 10 min
3.Rast: 62 °C für 30 min
4.Rast: 72 °C für 30 min
Abmaischen: 78 °C

Hatte aber auch "nur" 50% Weizen drin damals. Wie gesagt… viel Schaum: ja, schön und lange: nein :D

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Re: Haferflocken in Weizenbock

#6

Beitrag von uli74 » Montag 19. August 2019, 15:48

Nach Hermann-Verfahren sehen Deine Rasten aber nicht aus... Und der Link zum Rezept funktioniert nicht.

Und wie gesagt: Haferflocken bringen nichts. Für besseren Schaum wird manchmal etwas Weizenmalz zugesetzt, das ist in einer Weißbierschüttung aber schon reichlich vorhanden.
Gruss

Uli

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Re: Haferflocken in Weizenbock

#7

Beitrag von Boludo » Montag 19. August 2019, 15:59

Wenn du von der WB 06 auf die Gutmann Hefe umsteigst wirst du von dem Quantensprung so begeistert sein, dass dich der Schaum gar nicht mehr groß interessiert :Wink
Ansonsten hat Jan Recht. Wenn die 60% Weizenmalz es nicht richten, dann macht der Hafer den Kohl auch nicht mehr fett.

Stefan

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Re: Haferflocken in Weizenbock

#8

Beitrag von Kero » Montag 19. August 2019, 18:28

uli74 hat geschrieben:
Montag 19. August 2019, 15:48
Nach Hermann-Verfahren sehen Deine Rasten aber nicht aus... Und der Link zum Rezept funktioniert nicht.

Und wie gesagt: Haferflocken bringen nichts. Für besseren Schaum wird manchmal etwas Weizenmalz zugesetzt, das ist in einer Weißbierschüttung aber schon reichlich vorhanden.
Ist richtig, das war ja auch mein altes Weizenrezept von vor 2 Jahren. Die WB-06 würd ich jetzt auch nicht mal mehr mit der Kneifzange anpacken :thumbdown

Ich vermute Jan hatte recht und da war damals irgendwas nicht in Ordnung, was den Schaum kaputtgemacht hat. Ich werde dann wohl auf Haferflocken verzichten. Hätte mich nur interessiert, ob irgendwer das schonmal (womöglich ja aus anderen Gründen als Schaumstabilität) schonmal zugesetzt hat

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Re: Haferflocken in Weizenbock

#9

Beitrag von §11 » Montag 19. August 2019, 18:33

Meiner Erfahrung nach ist der Schaumkiller No1 moistens das falsche Spuelmittel bei den Glaesern. Dann faellt der Schaum sehr schnell von aussen nach innen zusammen.
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