welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

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novum1
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welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#1

Beitrag von novum1 » Sonntag 15. Dezember 2019, 13:31

Hallo zusammen,

habe schon viel im Forum (auch im alten) zu diesem Thema gelesen.
Aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht mit meinem Wissen.

Welche Trockenhefen könnt ihr für englische Pale Ales empfehlen?

Oft gelesen habe ich von
Nottingham
SafAle 05 S-04


Außerdem liest man teilweise als Empfehlung die Windsor.
Die vergärt aber ziemlich wenig, wodurch ich kein besonders schlankes Bier erwarte.

Habe dazu auch mal die Hefe-Suche von Müggeland bemüht. Die spuckt einige Hefen aus, die ich längst nicht alle kenne.
Aber dort steht z.B. die T58 mit auf der Liste der möglichen Hefen. Die kenne ich sehr gut und habe sie auch schon oft verwendet (ist für mich immer ein Garant für problemloses Anstellen). Die finde ich jedoch unpassend (zu estrig, wird teils auch als pfeffrig bezeichnet). Damit schwindet mein Vertrauen in die Hefe-Datenbank.

Bisher ziemlich zufrieden bin ich z.B. mit der WLP005. Die gibt es auch von Wyeast (Ringwood Ale). Das sind leider beides Flüssighefen.

Gern würde ich für die Zukunft eine günstigere Hefe (Trockenhefe) für meine englischen Pale Ales verwenden.

Hefe zu ernten und wieder zu verwenden, kommt für mich derzeit nicht in Frage.

Habt ihr Tipps?
Zuletzt geändert von novum1 am Montag 16. Dezember 2019, 21:37, insgesamt 2-mal geändert.

HubertBräu
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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#2

Beitrag von HubertBräu » Sonntag 15. Dezember 2019, 13:38

Ich nehme die Safale S-04 sehr gerne :Drink

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DerDallmann
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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#3

Beitrag von DerDallmann » Sonntag 15. Dezember 2019, 13:40

Die S04 ist eine gern genommene Hefe. Geht in Richtung der wlp007. Vergårt hoch, sedimentiert gut. Der Klassiker.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#4

Beitrag von MANKE » Sonntag 15. Dezember 2019, 14:32

Wenn man die Stammwürze für das Ale entsprechend niedrig wählt (10-11°P) und ein passendes Maischeprogramm (z.B. 66°C) dann wird das auch mit der Windsor schlank. Für ein ESB/ePA habe ich die noch nicht verwendet, für ein Mild Ale schon, die passt schon. Sedimentation ist allerdings nicht ihr Steckpferd, das dauert eher.
Gibt ja auch noch die ESB von Danstar, die habe ich da liegen, komme aber aktuell nicht dazu mit der was zu brauen. Vergärt auch eher niedrig, vielleicht etwas höher als die Windsor.
Gegen S-04 ist natürlich auch nix einzuwenden, die Sedimentiert ja auch gut. In welchen Abständen braust du eigentlich? Erntehefe lässt sich ja auch ohne weiteres zutun mehrere Wochen im Glas aufheben, da brauchts keinen Starter/Rührer sonst was...
Viele Grüße,
Martin

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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#5

Beitrag von flying » Sonntag 15. Dezember 2019, 16:52

Mangrove Jacks bietet einige englische Hefen an. Die mauribrew ale 514 ist eine typisch englische Hefe. Ich hab mal ein Tütchen von der Mauribrew Draught zur Probe bekommen und damit ein englisches Pale Ale gebraut. Ich fand das richtig gut gelungen. Es kam meiner Erinnerung nach nah an meine englische Lieblingshefe, die West Yorkshire Ale (Landlord-Yeast) ran. Ist aber sehr temperatur- und lagerzeitabhängig.
Held im Schaumgelock

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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#6

Beitrag von emjay2812 » Sonntag 15. Dezember 2019, 20:04

Eine Hefe um sehr reintönige Biere zu erzeugen ist die Muntons Gold. Die benötigt aber eine relativ lange Lagerzeit, bis das Bier wirklich rund ist, in der Regel 6 - 8 Wochen. Dafür ist das Bier später aber glasklar.

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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#7

Beitrag von hyper472 » Sonntag 15. Dezember 2019, 21:58

Notti, solange Du unter 20°C Gärtemperatur bleibst.
Absolut zuverlässig, schlank und neutral. Sedimentiert wie Beton, wenn Du sie 2 Monate nachreifen lässt.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#8

Beitrag von novum1 » Montag 16. Dezember 2019, 21:36

Hallo,

danke für eure Antworten. Hatte bei meinem Eröffnungspost einen Dreher drin - natürlich meinte ich die S-04 und nicht die 05, das ist ja die amerikanische Hefe.

Dann probiere ich wohl mal die S-04, wenn mir beim nächsten Pale Ale die WLP005 wieder mal zu teuer ist.

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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#9

Beitrag von Roofio » Dienstag 17. Dezember 2019, 09:12

S-04 ist häufig mein Standard für Englisches. Klassisch englisch und sedimentiert sehr gut. Die Nottingham hat im Vergleich weniger Ester und Eigencharakter.
Die Windsor hatte ich auch vor Ewigkeiten mal. Mehr Restsüße als die Beiden obigen. Dafür benutze ich inzwischen aber eher die WLP002 (Fuller's).
Die ESB von Danstar habe ich ein paar mal verwendet und mir hat sie so gar nicht gefallen. Vergärt so niedrig, dass man häufig das Maischprogramm anpassen muss, um keine pappige Süße zu erhalten. Ich meine, dabei trotzdem immer eine getreidige Süße rauszuschmecken, die ich einfach nicht angenehem finde. Die erste Hefe, die ich komplett aus meinem Portfolio entfernt habe. Mag aber wirklich Geschmackssache sein.
Viele Grüße,
Robert

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Re: welche Trockenhefe für englisches Pale Ale

#10

Beitrag von Braufuzi » Dienstag 17. Dezember 2019, 15:22

Hallo

Die Nottinham oder die S04 von Fermentis sind für mich persönlich die besten Hefestämme für ein Pale Ale.
Der kluge Mensch,so glaube mir,
der braut und trinkt
sein eigenes Bier!
:Drink

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