Frage zu BM Pils Rezept

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Bafra
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Frage zu BM Pils Rezept

#1

Beitrag von Bafra » Freitag 1. Mai 2020, 19:22

Hallo liebes Forum,

ich habe eine Frage zu einem Rezept von Speidel für ihr Braumeistersystem. Das nachfolgende Rezepte ist auf der Homepage von Speiedel veröffentlicht, für den BM 20 und ein Pilsner gedacht.
Im nachfolgenden habe ich das Rezept eingefügt:

Zutaten

23 l Brauwasser zu Beginn zzgl. Nachgüsse
4,0 kg Pilsner Malz
0,5 kg Weizenmalz
30 g Hopfen Tettnanger (4,2 % Alpha)
1 Pack Hefe Saflager S-23
Zubereitung
Maischeschema

38 °C › Einmaischen
52 °C › 0 min
63 °C › 40 min
73 °C › 25 min
78 °C › 10 min
Kochen › 80 min

Hopfengabe

20 g Tettnanger › 70 min vor Ende
10 g Tettnanger › 10 min vor Ende
Stammwürze

12 °P bei 21 Liter
Gärung

Gärtemperatur bei ca. 12 °C
Reifung

2–3 Tage bei Raumtemperatur, danach 3–4 Wochen im Kühlschrank bei 5 °C

Was mich etwas verwundert ist die Einmaischetemperatur bei 38 °C, da die Rasten erst bei 63 °C beginnen. Warum sollte man für ein Pils so niedrig einmaischen, seht ihr dafür eine Notwendigkeit?
Weiterhin finde ich es verwunderlich, dass Weizenmalz Bestandteil des Rezeptes ist und auch eher untypisch (evtl. wegen dem Schaum?)

Was haltet ihr von diesem Rezept und hat jemand eine Idee warum ein Pils nach diesem Rezept gebraut werden sollte?

Danke und viele Grüsse
Steffen

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Alt-Phex
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Re: Frage zu BM Pils Rezept

#2

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 1. Mai 2020, 19:39

Bafra hat geschrieben:
Freitag 1. Mai 2020, 19:22
Was haltet ihr von diesem Rezept und hat jemand eine Idee warum ein Pils nach diesem Rezept gebraut werden sollte?
Das Rezept ist Blödsinn. Wie du ja schon selber festgestellt hast gehört in ein Pils kein Weizenmalz und wäre in Deutschland sogar verboten. Das tiefe einmaischen ist heutztage völlig überflüssig da die Malze bereits gut gelöst aus der Mälzerei kommen. Dazu noch diese unnötige Rast bei 78°C, braucht man nicht und nutzt auch nichts.

Die bauen gute Malzrohrsysteme aber die Rezepte sind total Sinnfrei. Such dir lieber ein gut bewertetes Rezept bei https://www.maischemalzundmehr.de/ raus.
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Re: Frage zu BM Pils Rezept

#3

Beitrag von DerDallmann » Freitag 1. Mai 2020, 19:55

Die S23 würde ich für ein Pils nicht empfehlen, die macht gute Lager, aber kein Pils.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch Postleitzahl 21255 und Umgebung, bei Interesse PN

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Re: Frage zu BM Pils Rezept

#4

Beitrag von Bafra » Freitag 1. Mai 2020, 21:37

Danke für das Feedback. So habe ich mir das auch gedacht.
Habe schon Mal das Pils fürs Volk von MMuM gebraut und das würde super. Hatte frische Brauereihefe aus Forchheim aber da komme ich hier nicht Ran. Welche UG Hefe würdest du für ein Pils empfehlen? Die W34/70 hatte ich schon bei nem Hellen probiert und fand ich nichts so überzeugend.
Danke und viele Grüße Steffen

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Re: Frage zu BM Pils Rezept

#5

Beitrag von Boludo » Samstag 2. Mai 2020, 08:20

Das tiefe Einmaischen soll vermutlich Eiweiß aus dem Weizenmalz abbauen. Das gibt FAN für die Hefe und klares Bier und am Ende trotzdem besseren Schaum.
Trotzdem merkwürdig für ein Pils und die Hefe find ich auch nicht sonderlich geeignet.
Und natürlich muss Speidel ein Rezept mit möglichst vielen Rasten machen. Sonst merkt der Kunde, dass mann auch mit einer Kombirast und einem isolieren Behälter für ein paar Euro gute Würze machen kann.
Ok, das war jetzt natürlich nicht so ganz ernst gemeint und so ein BM hat natürlich durchaus seine Berechtigung.
Die Speidel Rezepte scheinen in der Tat oft ein wenig eigenartig.

Stefan

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