Witbier Fragen

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
Sauermann
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Re: Witbier Fragen

#51

Beitrag von Sauermann » Montag 20. Juli 2020, 14:46

Bei mir war schon einmal der Fall. Mit dem Ergebnis, dass ich aus einer 0,5l Flasche einen Maßkrug voll Schaum ausschenken musste, bevor ich den Rest einigermaßen schaumfrei ins eigentliche Bierglas einschenken konnte.

Der scheinbare Vergärungsgrad bei meinen anderen Wits war meist knapp unter 80%, ich würde unbedingt noch warten.

pascal.hagedorn
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Re: Witbier Fragen

#52

Beitrag von pascal.hagedorn » Montag 20. Juli 2020, 14:54

Mehrbier hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 23:59
Könnte man ein Wit mit einer geringen Menge Mandarina Bavaria stopfen ohne das feine Aroma der Pomeranze und des Korianders zu verdecken? Wieviel Hopfen käme da in Frage?
Gerdi,
ich habe dazu keinerlei Erfahrung, da dies mein erstes Witbier ist, aber ganz gewiss -nach ersten Probierergebnissen- nicht mein Letztes. ;)

Hier sind aber 2 ganz gute Artikel (Es gibt sicher noch viel mehr) die meines erachtens den Charakter und mögliche Inhaltsstoffe von Witbier ganz gut beschreiben:
https://braumischung.de/das-witbier-rez ... bbybrauer/
https://craftbeer-revolution.de/bierstile/witbier

Zuletzt noch meine Meinung, die eventuell blasphemisch ist:
Beim Witbier steht glaube ich nicht der Hopfen im Vordergrund, aber ich würde sagen erlaubt ist was gefällt bzw. schmeckt.
Und nachdem du eh stopfen willst, würde ich eben einen Teil klassisch machen und den Rest noch ein paar Tage mit der Mandarina Bavaria stopfen.
Ich mach es so -auch inspiriert von diesem genialen Thread: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... it#p335717 - nur nicht mit Hopfen sondern ein Teil Himbeere und ein Teil Cassis/Schwarze Johannisbeere.
Ich denke das wird gut ;)
Viel Mut und Spass
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pascal.hagedorn
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Re: Witbier Fragen

#53

Beitrag von pascal.hagedorn » Montag 20. Juli 2020, 15:00

Sauermann hat geschrieben:
Montag 20. Juli 2020, 14:46
Bei mir war schon einmal der Fall. Mit dem Ergebnis, dass ich aus einer 0,5l Flasche einen Maßkrug voll Schaum ausschenken musste, bevor ich den Rest einigermaßen schaumfrei ins eigentliche Bierglas einschenken konnte.

Der scheinbare Vergärungsgrad bei meinen anderen Wits war meist knapp unter 80%, ich würde unbedingt noch warten.
Danke!
Zielkarbonisierung ist ja ohnehin recht hoch: 6.5 g/L und laut Wyeast Vergärungsgrad 72-76%.
Heisst das wenn ich Flaschen habe die so agieren, das man zu früh abgefüllt hat und man sich eventuell Flaschenbomben einfängt bzw. gerade noch Glück hatte? Aber agiert die Hefe dann auch so zäh wie eine Saison Hefe? das man lieber 5 Tage keine Veränderung hat bevor man abfüllt? Sie war ja am Anfang hyperaktiv :puzz
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Re: Witbier Fragen

#54

Beitrag von Boludo » Montag 20. Juli 2020, 15:34

pascal.hagedorn hat geschrieben:
Montag 20. Juli 2020, 14:37


Ein Frage zur Wyeast 3944, Belgian Witbier XL. Ich bin jetzt bei 60% Vergärungsgrad nach 7 Tagen. 11.6P Am Anfang, jetzt 4.6P, vor 3 Tagen noch bei 4.7P. Kann es sein das sie dann auch bald durch ist? Oder ist sie eine "heimtückische" Hefe die noch weiter vergärt? Alkohol 3,8%.
Das erscheint mir sehr wenig. Wie hast du denn gemessen?

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Re: Witbier Fragen

#55

Beitrag von Sauermann » Montag 20. Juli 2020, 16:14

pascal.hagedorn hat geschrieben:
Montag 20. Juli 2020, 15:00
Danke!
Zielkarbonisierung ist ja ohnehin recht hoch: 6.5 g/L und laut Wyeast Vergärungsgrad 72-76%.
Heisst das wenn ich Flaschen habe die so agieren, das man zu früh abgefüllt hat und man sich eventuell Flaschenbomben einfängt bzw. gerade noch Glück hatte? Aber agiert die Hefe dann auch so zäh wie eine Saison Hefe? das man lieber 5 Tage keine Veränderung hat bevor man abfüllt? Sie war ja am Anfang hyperaktiv :puzz
Seit dem übercarbonisierten Wit lasse ich diese Biere immer mindestens eine Woche nach der vermutlich abgeschlossen Hauptgärung stehen, bevor ich abfülle. Oder ich mache sogar einen Vor-Sud, damit die Hefe richtig fit ist, dann geht's schneller.

Man liest aber selten von Problemen mit Wit-Hefen, vielleicht kommt das nicht so oft vor. Ich würds trotzdem noch eine Woche lang stehen lassen.

pascal.hagedorn
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Re: Witbier Fragen

#56

Beitrag von pascal.hagedorn » Montag 20. Juli 2020, 16:15

Ich messe immer mit Glasspindel, nachdem ich aus dem Spindelzylinder die Kohlensäure geschüttelt habe und kaum noch Bläschen sind.
Dann haue ich den Wert in den "Fabier.de"-Rechner um Temperatur und Platowert auf 20Grad zu bringen.

Wie krieg ich denn am besten die Kohlensäure raus? Warten? Schütteln? Hab da gerne das Gefühl das es noch etwas auftrieb hat.

... und gut das Du nachgehakt hast. Wollte eigentlich heute abend nochmal messen, hab es aber eben getan und festgestellt, das ich mich -sehr wahrscheinlich- gestern vermessen habe (wahrscheinlich in der Eichung vertan und den falschen Strich gelesen :puzz ).
Sind jetzt korrigiert 4,1 Plato was auch 4,1 % ausmacht, das macht auch schon mehr Sinn und entspricht 65% Vergärungsgrad.
Dann heisst es auf jeden Fall noch warten.
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Re: Witbier Fragen

#57

Beitrag von Sebasstian » Dienstag 21. Juli 2020, 10:10

pascal.hagedorn hat geschrieben:
Montag 20. Juli 2020, 16:15
Wie krieg ich denn am besten die Kohlensäure raus?
Ich hab schonmal eine Spindelprobe durch einen Kaffeefilter gelassen. Das entgast die Probe ganz gut.
Grüße,
Sebastian

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