Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

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Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#1

Beitrag von Braufuzi » Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:46

Hallo Zusammen

Ich habe das Problem beim Hopfenstopfen das es schon vorgekommen ist das ich nach der HG noch Kaltgehopft habe und das Aroma des Hopfen nicht vorhanden war.Ich stopfe in der Regel unter zwei mal mit einem zylindrischen Hopfenfilter.Beim ersten mal lasse ich den Hopfen gut 5 Tage im Gärtank,beim zweiten mal gute 4 Tage.Die Menge des Hopfen liegt bei 20 bis 50g.Speziel beim Cascade hatte ich schon das Problem mit dem Aroma,oder braucht der Cascade einfach nur etwas länger in der Reifung bis die Aromen zur Geltung kommen?

Hat jemand eine Vorstellung was hier von mir falsch gemacht wird.Kann mir jemand helfen???

Danke schon mal im Voraus

Gruss Daniel
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#2

Beitrag von ak59 » Donnerstag 15. Oktober 2020, 17:39

Hi,

müsste man nicht wissen in wieviel Jungbier die gegeben wurden bzw. g/L und bei welcher Gärtemperatur (obowhl ich bei 4-5 Tagen von eher untergäriger Temperatur ausgehe)?

Viele Grüße,

Andreas

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#3

Beitrag von Braufuzi » Donnerstag 15. Oktober 2020, 17:51

Hi Andreas

Die Gärtemperatur liegt bei mir im Bereich von 20-22°C beim Kalthopfen.Oder könnte auch die falsche Hefe der Grund sein?Ich Verwende die US-05 oder die US-04.für Pale Ales.
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#4

Beitrag von ak59 » Donnerstag 15. Oktober 2020, 17:55

Hi,

mit Details zu Hefe/Stopfen kenne ich mich leider (noch) nicht aus, hatte nur gelesen, daß bei diesen Temperaturen eigentlich 2 Tage reiche sollten. Aber deshalb auch die Frage nach Jungbiermenge, da mir 20-50g pro 50L wenig erscheinen - bei 10L sähe das anders aus.

Gruß,

Andreas

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#5

Beitrag von Braufuzi » Donnerstag 15. Oktober 2020, 18:23

:Wink Die Ausschlagmenge war 25 Liter also ich denke die Menge an Hopfen war sicher nicht zu wenig
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#6

Beitrag von marsabba » Donnerstag 15. Oktober 2020, 22:37

Hallo,
ich hätte zwei Theorien anzubieten:
1- dein Hopfenfilter ist zu klein für die Menge an Hopfen. Dieser quillt ja ziemlich auf, uind wenn der dann zu dicht im Filter steckt, dann leidet der Flüssigkeitsaustausch
2- Dein Filter ist zu engmaschig, so dass er recht schnell verstopft, und dann auch wieder der Flüssigkeitsaustausch reduziert ist.

Schmeiss den Hopfen doch einfach mal ohne Filter rein, selber Dauer , und schau, ob sich was beim Geschmack ändert.

Grüße
Martin

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#7

Beitrag von Braufuzi » Freitag 16. Oktober 2020, 08:56

Hallo Martin
Du hast Recht mit deinen Theorien mein Filter ist sehr feinmaschig und der Hopfenfilter war bis oben voll mit Hopfen und die Menge von 50g sicher auch zuviel.Habe am Anfang mit leeren Teebeutel gestopft und es hat gut funktioniert.Ich werde es mal mit direkt hinein geben versuchen.Danke für deine Hilfe.

GrussDaniel
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#8

Beitrag von Braufuzi » Montag 7. Dezember 2020, 12:09

Hallo Martin
Habe beim letzten Sud die Pellets zum Stopfen wie du empfohlen hast einfach in den Gärtank gestreut.Beim Abfüllen habe ich zu meinem Schreck feststellen müssen das sich der Hopfen am Boden abgesetzt und den Auslaufhahn verstopft hat.Zum Glück konnte ich in einen zweiten Tank umschlauchen aber musste nochmals das Jungbier durch einen Filter laufen lassen.Ich hoff das ich mir dadurch keine Oxidation eingefangen habe.
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#9

Beitrag von Sebastian Zimmermann » Montag 7. Dezember 2020, 17:43

Vielleicht sind 9 Tage Stopfen auch zu lange? Die Stopfaromen sollen doch sehr flüchtg ein.
Cheers Sebastian
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#10

Beitrag von Hafenbrauer » Dienstag 8. Dezember 2020, 09:38

Das Problem mit dem nicht vorhandenen Aroma beim Stopfen mit Cascade hatte ich im letzten Sud auch. Bei mir lag es aber wohl am Hopfen. Es war deutscher Cascade von 2018(4% Alpha). Ich hatte damit auch schon das SNPA gebraut und mich gewundert, dass es nicht wie sonst schmeckt. Nichts fruchtiges oder blumiges. Deshalb wollte ich es genau wissen und habe mit dem Hopfen ein Single Hop gebraut. 3 Hopfengaben beim Kochen und mit 5 g/L gestopft. Das Ergebnis, ein paar leichte grasige Aromen aber nichts was Cascade ausmacht. Entweder war es B-Ware oder deutscher Cascade hat eben nichts mit amerikanischem gemein. Beim nächsten SNPA wird es jedenfalls wieder Cascade aus Übersee.

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#11

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 8. Dezember 2020, 10:55

Sebastian Zimmermann hat geschrieben:
Montag 7. Dezember 2020, 17:43
Vielleicht sind 9 Tage Stopfen auch zu lange? Die Stopfaromen sollen doch sehr flüchtg ein.
9 Tage sind definitiv zu lange. Durch die lange Kontaktzeit werden übermäßig viel hochmolekulare Polyphenole aus dem Pflanzenmaterial des Hopfens "ausgewaschen" und ins Bier gebracht. Das sind überwiegend Tannine, die man aus dem Bodensatz in der Rotweinflasche kennt. Adstringierend, grasig, widerlich bitter und schüttelt einen beim Trinken erstmal komplett durch. Die können auch locker viele schöne Hopfenaromen geschmacklich überlagern, die man eigentlich mit dem Stopfen ins Bier bringen wollte.

Eine sehr schöne Abhandlung zum Stopfen gibt es im Braucast (BC002 – Dry Hopping).
90 Minuten gut aufbereitetes Wissen:
https://podcasts.google.com/feed/aHR0cH ... HQAAAAAQAg

Das Braumagazin ergänzt:
https://braumagazin.de/article/der-heil ... industrie/
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#12

Beitrag von Braufuzi » Dienstag 8. Dezember 2020, 15:11

Danke für die schnelle Hilfe von euch.Ich habe bis jetzt immer gute 5 Tage gestopft und dann nochmals mit frischem Hopfen nochmals 3 Tage.Ich hatte auch den Deutschen Cascade verwendet. :thumbup
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#13

Beitrag von graf_drakeli » Mittwoch 9. Dezember 2020, 00:11

unterste Grenze beim Stopfen sollten 2g/l sein. Um auf Nummer sicher zu gehen gerne 3 oder 4g pro Liter.

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#14

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 9. Dezember 2020, 07:25

graf_drakeli hat geschrieben:
Mittwoch 9. Dezember 2020, 00:11
unterste Grenze beim Stopfen sollten 2g/l sein. Um auf Nummer sicher zu gehen gerne 3 oder 4g pro Liter.
Das sehe ich anders. Man hat auch bei 1 g/l sehr gute Ergebnisse, zb bei Bierstilen, die normalerweise nicht gestopft werden, Weißbier etc.
Ich stopfe meine Weizenböcke immer mit 1 g/l, das passt hervorragend zusammen.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#15

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 9. Dezember 2020, 08:04

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 8. Dezember 2020, 10:55
9 Tage sind definitiv zu lange. Durch die lange Kontaktzeit werden übermäßig viel hochmolekulare Polyphenole aus dem Pflanzenmaterial des Hopfens "ausgewaschen" und ins Bier gebracht. Das sind überwiegend Tannine, die man aus dem Bodensatz in der Rotweinflasche kennt. Adstringierend, grasig, widerlich bitter und schüttelt einen beim Trinken erstmal komplett durch. Die können auch locker viele schöne Hopfenaromen geschmacklich überlagern, die man eigentlich mit dem Stopfen ins Bier bringen wollte.
Die Aussage wundert mich auch ein bißchen, obwohl du es ja auch belegen kannst.
Ich habe mich, speziell für IPAs und Co immer an dieser PDF orientiert. Der Mann weiss wovon er spricht, und redet von 12-14 Tagen.
https://www.homebrewersassociation.org/ ... bleIPA.pdf
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#16

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 9. Dezember 2020, 08:31

DerDallmann hat geschrieben:
Mittwoch 9. Dezember 2020, 08:04
Der Mann weiss wovon er spricht, und redet von 12-14 Tagen.
https://www.homebrewersassociation.org/ ... bleIPA.pdf
Das will ich nicht abstreiten. Ich bin ja nur Hobbyist und ziehe meine Schlüsse aus Werken von Wissenden und aus eigenen Erfahrungen.
Inzwischen sehe ich zu, dass Stopfhopfen im Idealfall nicht länger als 2-3 Tage im Jungbier ist. Das reicht, um fast alle Öle aus dem Hopfen zu lösen und hält die "grün-grasigen Aromen" im Zaum. Damals habe ich schon einige gestopfte Biere mit intensiven "Grasaromen" (eher Pflanzenstengel) aus dem Hopfengrün versaut, bei denen ich den Stopfhopfen eine Woche vor dem Schlauchen hinzugegeben hatte. Das passiert mit der kurzen Stopfzeit nicht mehr. Auch unerwünschte Trübungen und mundbelegende gallige Bittere durch Polyphenol-Eiweiß-Komplexe sind seither Geschichte.
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#17

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 9. Dezember 2020, 08:37

Ok, guter Ansatz.
Das werde ich mal testen, obwohl mir sowas noch nicht passiert ist, "intensive Grasaromen".
2-3 Tage wird aber schwierig, weil ich schon mindestens 3 Tage coldcrashe bei gestopften Bieren.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#18

Beitrag von graf_drakeli » Mittwoch 9. Dezember 2020, 12:26

DerDallmann hat geschrieben:
Mittwoch 9. Dezember 2020, 07:25
Das sehe ich anders. Man hat auch bei 1 g/l sehr gute Ergebnisse, zb bei Bierstilen, die normalerweise nicht gestopft werden, Weißbier etc.
Ich stopfe meine Weizenböcke immer mit 1 g/l, das passt hervorragend zusammen.
Da hast du völlig Recht, handhabe ich genauso, aber wir reden hier von einem Pale Ale. Da muss vom Bierstil her ein wenig Power rein und deshalb bleibe ich bei meiner Aussage.
DerDallmann hat geschrieben:
Mittwoch 9. Dezember 2020, 08:37
Ok, guter Ansatz.
Das werde ich mal testen, obwohl mir sowas noch nicht passiert ist, "intensive Grasaromen".
2-3 Tage wird aber schwierig, weil ich schon mindestens 3 Tage coldcrashe bei gestopften Bieren.
Was die Länge des Stopfens angeht ist das ganz extrem abhängig vom verwendeten Hopfen. Hopfen mit hohem Alpha-Gehalt lasse ich nicht mehr länger als drei Tage drin. Ansonsten kommt durch zuviele gelöste Harze gerne eine scharfe Bittere ins Bier, die nur durch Lagerung wieder deutlich zurückgeht. Da besteht auch eine gewisse Kunst bei Hopfenbomben wie NEIPAS darin, diese Bittere in den Griff zu bekommen.

Einen interessanten Artikel findet man übrigens hier, das scheint auch allgemein Konsens zu sein, wenn man sich einliest:

https://kraftbier0711.de/das-hopfenstopfen/

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#19

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 9. Dezember 2020, 15:21

graf_drakeli hat geschrieben:
Mittwoch 9. Dezember 2020, 12:26
Was die Länge des Stopfens angeht ist das ganz extrem abhängig vom verwendeten Hopfen. Hopfen mit hohem Alpha-Gehalt lasse ich nicht mehr länger als drei Tage drin. Ansonsten kommt durch zuviele gelöste Harze gerne eine scharfe Bittere ins Bier, die nur durch Lagerung wieder deutlich zurückgeht. Da besteht auch eine gewisse Kunst bei Hopfenbomben wie NEIPAS darin, diese Bittere in den Griff zu bekommen.
Ich habe dazu schon viel gelesen und auch schon diverse NEIPAs gebraut, mit erhöhter Bittere/gelösten Harzen/etc. hatte ich noch nie Probleme, auch nicht bei hohen Alphawerten in Verbindung mit langer Kontaktzeit. Ich hab mir nur einmal einen üblen hopburn eingefangen, das lag aber an zu viel Hopfen in der aktive Gärung. Probleme mit langer Kontaktzeit sind mir persönlich also völlig neu und irgendwie auch nicht existent.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#20

Beitrag von Braufuzi » Donnerstag 10. Dezember 2020, 10:20

Wann gebt ihr den Hopfen zum Stopfen dazu?Nach der Hauptgärung oder ich habe schon gelesen zur Hauptgärung dazugeben.Werden bei der Hauptgärung nicht die Aromen des Hopfens Ausgetrieben?
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Re: Hopfenstopfen und kein Aroma vorhanden

#21

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 10. Dezember 2020, 10:31

Braufuzi hat geschrieben:
Donnerstag 10. Dezember 2020, 10:20
Wann gebt ihr den Hopfen zum Stopfen dazu?Nach der Hauptgärung oder ich habe schon gelesen zur Hauptgärung dazugeben.Werden bei der Hauptgärung nicht die Aromen des Hopfens Ausgetrieben?
Kommt drauf an, was man erreichen will. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
Hat man eine Hefe, die Biotransformation kann, und man will Biotransformation haben, dann muss ein Teil des Stopfhopfens in die aktive HG. Leichter gestopfte Biere stopfe ich in der Regel kurz vor dem Ende der HG, wenn die Gärkurve beginnt flacher zu werden. Da bildet sich noch etwas CO2 nach. Große Stopfmengen mache ich am liebsten nach komplett abgeschlossener HG, wenn keine Konvektion mehr da ist, damit die Konvektion nicht so viele Polyphenole aus dem Hopfengrün "rührt".
Ich lerne aber auch jedes mal neu dazu und meine Braukumpels bekommen oft bessere Hopfenaromen hin. von daher halte ich mich mit weiteren Details besser zurück.
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