Zitroniges Sommerbier

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Zitroniges Sommerbier

#1

Beitrag von JeromeAtom » Montag 15. Februar 2021, 17:07

Hallo zusammen,
ich traue mich hiermit nun an mein erstes eigenes Rezept und bin mir bei der ein oder anderen Sache leider nicht so sicher. Es soll ein leichtes, spritziges und süffiges Bier werden, mit einer deutlichen Zitronennote.


Hier der Plan:

Für 20L Ausschlagwürze bei ca. 59% Sudhausausbeute!
Wasser:
Hauptguss: 15,5L
Nachguss: 15,5L

Schüttung:
Pilsner Malz: 2,7kg (60%)
Weizenmalz hell 0,9kg (20%)
Carapils 0,9kg (20%)
+ 500gr. Haferflocken

Maischplan:

Einmaischen: 60°C
1.Rast: 57°C für 10 Min.
2.Rast 67°C für 60 Min.
3.Rast 78°C für 10 Min.

Würzekochen:
Kochzeit: 90 Min.
90 Min. Cascade: 20gr. 5,5% Alpha
40 Min. Sorachi Ace 5gr. 14,5% Alpha
10 Min. Cascade 10gr. 5,5% Alpha
Wirlpool: 60gr. Zitronenschale + 60gr. Orangenschale

Hefe: S-04 oder US05

Hopfenstopfen:
30gr. Cascade
60gr. Sorachi Ace

Karbonisierung: 5,8gr./L



So sieht mein Rezept bis jetzt also aus. Ich hoffe es sind alle Angaben drin.

Erstmal die wichtigste Frage:
Meint ihr, das kann was werden?

Weitere Fragen:
1. Hat jemand evtl. eine Alternative zum Sorachi Ace Hopfen, da ich diesen leider nicht im Shop meines vertrauen erhalte?
2. Ist die Hefe-Wahl gut? Ich lese viel, dass die Hefe den Geschmack sehr beeinflusst, jedoch nirgends welche Hefe welchen Geschmack gibt.
3. Wovon mache ich den Maischeplan abhängig? Den habe ich so aus einem anderen Rezept kopiert.


Am meisten interessiert mich aber erstmal eure Meinung!


Liebe Grüße
Jérôme
Zuletzt geändert von JeromeAtom am Montag 15. Februar 2021, 21:04, insgesamt 2-mal geändert.
Jérôme

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Re: Zitroniges Sommerbier

#2

Beitrag von Safari-Guide » Montag 15. Februar 2021, 18:14

Hi,

ich bin noch nicht der absolute Rezept- und Brauexperte, aber der Cara-Anteil ist für mich etwas sehr hoch,- 5-10% sollten ausreichend sein.

Zur Hefe - die K97 ist eher neutral & hoch vergärend, eher für z.B. Kölsch. Du willst ja vermutlich ein etwas fruchtiges und nicht so alkoholstarkes Bier, da würde ich dann eher die S-04 (eher fruchtig) oder der US05 nehmen...

Erik

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Re: Zitroniges Sommerbier

#3

Beitrag von Juergen_Mueller » Montag 15. Februar 2021, 18:16

Hallo Jerome,
bei deinem Plan ließen mich sechs Dinge stutzig werden.

- Haferflocken (wenn spritzig gewünscht wird?)
- 20% Carapils (vlt zuviel?
- 10 Min. Rast bei 78°C.( Gefahr durch Gerbstoff)
- Cascade zum Bittern (90 Min.)
- Zitronenschale und Orangenschale in den WP? (sonst werden die kurz mitgekocht)
- Sorachi Ace (kenne ich nicht persönlich, ist das nicht eher Kokosnuss? Wie wärs mit Citra oder Lemondrop?)
Gruß Jürgen

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Re: Zitroniges Sommerbier

#4

Beitrag von coyote77 » Montag 15. Februar 2021, 19:15

Was fehlt, sind die Angaben zu Stammwürze und IBUs, sowie deine Aussage, wo es hingehen soll: eher herb, eher ausgeglichen?

Edit: das entscheidet auch über den Maischplan. Lies dir mal im Wiki den Beitrag zu Rasten durch. Wenn du einfache Kombirast machen willst, dann kannst du so einmaischen, dass du bei Zieltemperatur landest. Nach Jodnormalität einfach Abmaischen.
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
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Re: Zitroniges Sommerbier

#5

Beitrag von JeromeAtom » Montag 15. Februar 2021, 20:58

Vielen Dank bis hierhin für eure Antworten!
Safari-Guide hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 18:14
Zur Hefe - die K97 ist eher neutral & hoch vergärend, eher für z.B. Kölsch. Du willst ja vermutlich ein etwas fruchtiges und nicht so alkoholstarkes Bier, da würde ich dann eher die S-04 (eher fruchtig) oder der US05 nehmen...
Dank Dir! Dann pass ich das direkt im Rezept so an.


Juergen_Mueller hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 18:16
- Haferflocken (wenn spritzig gewünscht wird?)
- 20% Carapils (vlt zuviel?
- 10 Min. Rast bei 78°C.( Gefahr durch Gerbstoff)
- Cascade zum Bittern (90 Min.)
- Zitronenschale und Orangenschale in den WP? (sonst werden die kurz mitgekocht)
- Sorachi Ace (kenne ich nicht persönlich, ist das nicht eher Kokosnuss? Wie wärs mit Citra oder Lemondrop?)
- Bei Haferflocken habe ich gelesen, dass so ein besserer Schaum entsteht.
- Die Carapils Zugabe habe ich aus einem anderen Rezept übernommen. Welche Eigenschaften hat denn Carapils, dass das zu viel wäre?
- Spricht etwas dagegen, mit Cascade zu bittern? Außer, dass sie geringe Alphasäure hat.
- Ist es besser die Schalen mit zu kochen?
- Auf das Sorachi Ace bin ich über "BarthHaas" gekommen, da dies dort der Hopfen mit dem intensivstem Zitronigen und Fruchtigem Geschmack ist.



coyote77 hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 19:15
Was fehlt, sind die Angaben zu Stammwürze und IBUs, sowie deine Aussage, wo es hingehen soll: eher herb, eher ausgeglichen?

Edit: das entscheidet auch über den Maischplan. Lies dir mal im Wiki den Beitrag zu Rasten durch. Wenn du einfache Kombirast machen willst, dann kannst du so einmaischen, dass du bei Zieltemperatur landest. Nach Jodnormalität einfach Abmaischen.
Ich plane eine Stammwürze von 13%, und einen IBU von ca. 30. Kann mir aber auch vorstellen das Rezept noch auf 25IBU anzupassen, damit es noch "leichter" ist. Bzgl. der Rasten lese ich mich noch genauer ein. Danke!
Jérôme

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Re: Zitroniges Sommerbier

#6

Beitrag von coyote77 » Montag 15. Februar 2021, 21:24

Carapils sorgt für einen guten Schaum, weniger für karamellligen Geschmack. 10% reichen dafür.
Haferflocken bringen einen etwas kernigen Geschmack und ein volleres Mundgefühl. Ich hab das ganz gerne in meinen Bieren.
Cascade ist ein Aromahopfen, wenn du ihn so lange kochst, gehen die schönen Aromen flöten.
Sotschi wird kontrovers diskutiert. Manchen schmeckt der nach Dill oder Gummireifen. Kommt wohl auch auf das Erntejahr an.
Grüße, Andreas :Drink

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Re: Zitroniges Sommerbier

#7

Beitrag von JeromeAtom » Montag 15. Februar 2021, 23:41

coyote77 hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 21:24
Carapils sorgt für einen guten Schaum, weniger für karamellligen Geschmack. 10% reichen dafür.
Haferflocken bringen einen etwas kernigen Geschmack und ein volleres Mundgefühl. Ich hab das ganz gerne in meinen Bieren.
Cascade ist ein Aromahopfen, wenn du ihn so lange kochst, gehen die schönen Aromen flöten.
Sotschi wird kontrovers diskutiert. Manchen schmeckt der nach Dill oder Gummireifen. Kommt wohl auch auf das Erntejahr an.
Achso, danke ;-)
Dann lasse ich die Haferflocken weg und reduziere im Rezept das Carapils. Wenn ich das auf 10% setzte, würde ich das Weizenmals auf 30% setzten. Passt das besser?

Bei dem Hopfen bin ich grade am überlegen, ob es evtl. sogar Sinn macht nur auf Cascade zu gehen. Was meint ihr?

LG
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Re: Zitroniges Sommerbier

#8

Beitrag von Kurt » Dienstag 16. Februar 2021, 07:27

Ich habe mir mit deutschen Sorachi Ace ein Saison versaut. Dill, Dill und ein Hauch Kokos. Nie wieder.
Für Zitrone gibt es auch noch Citra. Der ist allerdings ziemlich potent.

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Re: Zitroniges Sommerbier

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 16. Februar 2021, 08:25

JeromeAtom hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 17:07
Sommerbier ... Es soll ein leichtes, spritziges und süffiges Bier werden, mit einer deutlichen Zitronennote.
In diesem Fall würde ich statt 13°P eher 9-10°P anpeilen. So ein Sommerbier trinkt man zur Erfrischung und gegen den Durst, von morgens bis Abends, bei 35°C im Schatten.

Falls das "Zitronige" richtig fruchtig und intensiv werden soll, dann würde ich die Zitronenschalen weder kochen noch stopfen. Stattdessen würde ich den Abrieb der Zitronenschalen in Rum oder Vodka geben und mindestens eine Woche Marzieren lassen. Diesen selbst hergestellten "Aromenextrakt" kannst du dann am Ende der Gärung wohl dosiert unters Jungbier mischen. Am besten vorher im Glas das perfekte Mischungsverhältnis ausprobieren und auch das Ergebnis im Gäreimer bein Zumischen immer wieder abschmecken. Sonst wird es schnell zu viel des Guten.

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 22#p413522
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Re: Zitroniges Sommerbier

#10

Beitrag von JeromeAtom » Dienstag 16. Februar 2021, 11:12

Kurt hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 07:27
Ich habe mir mit deutschen Sorachi Ace ein Saison versaut. Dill, Dill und ein Hauch Kokos. Nie wieder.
Für Zitrone gibt es auch noch Citra. Der ist allerdings ziemlich potent.
Gut, dann verzichte ich auf Sorachi. Bin wie gesagt nur über BarthHaas auf den gestoßen. :Grübel

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 08:25
In diesem Fall würde ich statt 13°P eher 9-10°P anpeilen. So ein Sommerbier trinkt man zur Erfrischung und gegen den Durst, von morgens bis Abends, bei 35°C im Schatten.

Falls das "Zitronige" richtig fruchtig und intensiv werden soll, dann würde ich die Zitronenschalen weder kochen noch stopfen. Stattdessen würde ich den Abrieb der Zitronenschalen in Rum oder Vodka geben und mindestens eine Woche Marzieren lassen. Diesen selbst hergestellten "Aromenextrakt" kannst du dann am Ende der Gärung wohl dosiert unters Jungbier mischen. Am besten vorher im Glas das perfekte Mischungsverhältnis ausprobieren und auch das Ergebnis im Gäreimer bein Zumischen immer wieder abschmecken. Sonst wird es schnell zu viel des Guten.
Ok das hört sich gut an. Danke!

Statt des Sorachi Ace Hopfens würde ich nun nur auf Cascade gehen. Oder bekomme ich mit Citra ein zitronigeres Ergebnis?
Denn laut Barthhaas hat Cascade scheinbar mehr des gewünschten Geschmacks, als Citra?

Und was meint ihr allgemein? Kann das am Ende ein wirklich gutes Bier werden, oder soll ich mich lieber erstmal noch weiter an anderen Rezepten austoben bis ich ein eigens versuche?

Das würde erst mein 4. Bier werden.
Jérôme

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Re: Zitroniges Sommerbier

#11

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 16. Februar 2021, 11:30

Citra geht "fast reintönig" in Richtung Zitronengras und macht schon ziemlich intensive Aromen. Unterscheidet sich aber natürlich deutlich von Zitronenschale, die "Fruchtaroma pur" ist.
Cascade erinnert etwas an Zitrusfrüchte, aber nicht "Zitrone". Der bringt auch blumige und beerige Komponenten mit.

Versuch den Ball flach zu halten. Citra und Zitronenschalenabrieb wird ganz schnell zu viel des Guten.
Ganz allgemein rutschen intensive Hopfenaromen gepaart mit intensiven Fruchtaromen schnell in ein "künstliches" oder "seifiges" Geschmackserlebnis ab. Am besten langsam rantasten und Erfahrungen sammeln. Oder direkt im Glas verschneiden und die Mengen für den nächsten Sud notieren.
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Dienstag 16. Februar 2021, 11:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zitroniges Sommerbier

#12

Beitrag von die kleine bierschau » Dienstag 16. Februar 2021, 11:32

Ich habe hier in Japan das Sorachi 1984 golden ale probiert, und es hat stark nach Dill geschmeckt. Es war leider ungenießbar.

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Re: Zitroniges Sommerbier

#13

Beitrag von bierhistoriker.org » Dienstag 16. Februar 2021, 12:04

Oh,

der Sorachi Ace kann auch anders:

Ich hatte vor Jahren das "Brewdog IPA is dead - Sorachi Ace":
Verbrannter Gummireifen vom Feinsten!

Seitdem mache ich um diesen Hopfen einen Riesenbogen!


Frischer Citra ist immer gut für Lemon-Noten!
Die Zitronenschalen würde ich bleiben lassen, es sei denn, du willst ein "Radler-Feeling".....


cheers

Jürgen
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Re: Zitroniges Sommerbier

#14

Beitrag von Safari-Guide » Dienstag 16. Februar 2021, 12:49

Schau dir doch mal das Citra Pale Ale bei MMuM an, das sollte doch ziemlich genau das sein, was du suchst?

Erik

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Re: Zitroniges Sommerbier

#15

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 16. Februar 2021, 13:22

Die Zitronenschalen würde ich bleiben lassen, es sei denn, du willst ein "Radler-Feeling".....
Sehr gut :thumbup
Die Beschreibung "Radler-Feeling" passt, wenn man marzierten Schalenabrieb verwendet. Es kommt natürlich etwas auf die verwendete Menge an. Aber der Extrakt ist schon ziemlich fruchtig.
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Re: Zitroniges Sommerbier

#16

Beitrag von JeromeAtom » Dienstag 16. Februar 2021, 13:34

Ein "Radler-Feeling" wäre genau das, was ich mir vorstelle. Vielen Dank für eure ganze Ratschläge!
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Re: Zitroniges Sommerbier

#17

Beitrag von afri » Dienstag 16. Februar 2021, 21:16

Und dann gibt's noch Lemongras-Tee, der bringt auch jede Menge Zitrusaromen, aber anders als Zitronenschale. MMN besser ins Bier passend, aber auch das muss wie von Jens vorgeschlagen getestet werden. Wenn man erst einmal 20l von etwas hat, sollte das auch getrunken werden.

Lemongras kommt in die Ausschlagwürze ab Kochende und kann bis zum Ausschlagen darin verbleiben. Der klassische WP-Hopfen soll ja erst unter 80° gegeben werden, beim Lemongrastee darüber, denn daher kommt ja keine unerwünschte/unberechnete Bittere. Zu lange schadet dem Tee bzw. dem Bier nicht.
Achim
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Re: Zitroniges Sommerbier

#18

Beitrag von Quasihodo » Mittwoch 17. Februar 2021, 10:33

Kaffir-Limetten Blätter machen auch ein schönes Zitrusaroma, findet man oft in Thaicurrys.
Gruß
Markus

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Re: Zitroniges Sommerbier

#19

Beitrag von DevilsHole82 » Mittwoch 17. Februar 2021, 13:11

Statt mir mit solchem Bier-Frucht-Gepansche nen ganzen Sud zu versauen oder aus Angst davor nach fünf Litern keine Lust mehr zu haben den Rest des 30er KEGs zu trinken greife ich lieber auf einen Bier-Cocktail zurück :P
Dazu braut man ein solides Sommer-Grundbier, z.B. das Samba Pale Ale und mixt nach Lust und Laune im Glas. Ich braue das im Sommer gerne mit Cascade und serviere dann mit 1/8 bis 1/4 Limette, Minze und nem Schuss 3 oder 7jährigen Havana Club.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Zitroniges Sommerbier

#20

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 17. Februar 2021, 13:51

DevilsHole82 hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 13:11
... Samba Pale Ale und mixt nach Lust und Laune im Glas. ... mit 1/8 bis 1/4 Limette, Minze und nem Schuss 3 oder 7jährigen Havana Club.
Und DAS ist kein Bier-Frucht-Gepansche? :Grübel
:P :Bigsmile

Nach meinem Empfinden schmeckt es besser, "natürlicher" bzw. "runder", wenn die Hefe noch etwas Zeit hatte, an den "besonderen Zutaten" herum zu knuspern.
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Re: Zitroniges Sommerbier

#21

Beitrag von DevilsHole82 » Mittwoch 17. Februar 2021, 14:32

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 13:51

Und DAS ist kein Bier-Frucht-Gepansche? :Grübel
:P :Bigsmile
Natürlich nicht. Deshalb nennt es sich dann ja "Bier-Cocktail". :Angel
Nichts für den ordinären Pils-Trinker :Wink
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Zitroniges Sommerbier

#22

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 17. Februar 2021, 16:01

Verstehe. In meinem Weltbild ist ‚Panschen’ das Einrühren und Hinzuschütten von irgendwelchen Zutaten ins fertige Bier.
Und alles, das vor der Abfüllung ins Jungbier kommt, gehört zum Bier dazu. - Also kein Panschen, sondern ‚liebevoll designen‘. :Bigsmile
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Re: Zitroniges Sommerbier

#23

Beitrag von JeromeAtom » Mittwoch 17. Februar 2021, 18:20

Natürlich kann ich mir ein Radler auch im Glas mischen. Ich könnte mir auch ein Gösser Radler kaufen, schmeckt nämlich auch super. Aber der Reiz ist für mich doch genau darin, ein für mich idealerweise perfektes eigenes Bier mit Radler-Tendenz zu brauen. Für mich geht es da um die Herausforderung.
Aber ich verstehe natürlich was du meinst, Daniel. Denn so viel Arbeit in einen Sud zu stecken der am Ende evtl keinem Schmeckt, macht dann auch wieder keinen Spaß :puzz
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Re: Zitroniges Sommerbier

#24

Beitrag von Jelly » Freitag 19. Februar 2021, 08:02

JeromeAtom hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 18:20
...Radler-Tendenz...
das wäre auch mein ansatz für so ein bier gepansche hin oder her, die angebotenen fertig gemischten radler haben ja mit dem bier nicht mehr viel zu tun, wenn da 50 oder 60% ab limonade drin sind. mein wunsch an die bier-industrie wäre, einen radler mit 70% bier und 30% limonade (oder sowas in die richtung) anzubieten. von mir aus mit einem bitter gehopften leichtbier, dann kommen sie auch auf den selben alkoholgehalt wie bei den momentan angebotenen radlern...

das ganze dann natürlich "nur" über das aroma zu machen wäre toll aber der hopfen ist und bleibt ja doch eher in der nase und beim trinken selbst ist er nicht so präsent oder???

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Re: Zitroniges Sommerbier

#25

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 19. Februar 2021, 08:28

Jelly hat geschrieben:
Freitag 19. Februar 2021, 08:02
JeromeAtom hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 18:20
...Radler-Tendenz...
das wäre auch mein ansatz für so ein bier gepansche hin oder her, die angebotenen fertig gemischten radler haben ja mit dem bier nicht mehr viel zu tun, wenn da 50 oder 60% ab limonade drin sind. mein wunsch an die bier-industrie wäre, einen radler mit 70% bier und 30% limonade (oder sowas in die richtung) anzubieten. von mir aus mit einem bitter gehopften leichtbier, dann kommen sie auch auf den selben alkoholgehalt wie bei den momentan angebotenen radlern...

das ganze dann natürlich "nur" über das aroma zu machen wäre toll aber der hopfen ist und bleibt ja doch eher in der nase und beim trinken selbst ist er nicht so präsent oder???
Kauf die mal ein Keyboard mit Shift Taste. Damit kann man auf wundersame Weise gut lesbare Texte schreiben ...

Die Hopfenbittere kannst du in deinem selbstgebrauten Bier doch frei bestimmen und nach deinen Vorlieben einstellen. Das wäre kein Argument gegen das Verwenden von Früchten oder Fruchtauszügen in der Nachgärung.
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Re: Zitroniges Sommerbier

#26

Beitrag von Jelly » Montag 22. Februar 2021, 14:31

Das hab ich doch gar nicht gemeint.

Hier wurde ja von "Geschmack" in Verbindung mit "zitruslastigen" Hopfen gesprochen. Wobei der Hopfen ja zum großen Teil nur zu riechen ist und nicht so also würde das Getränk selbst danach schmecken.

Mein Ansatz dazu wäre eben, Zitronen in die Nachgärung zu geben, damit man die Zitronen nicht nur in der Nase hat, sondern auch am Gaumen...

Das mit dem "bitter gehopften Leichtbier" ging einher mit meinem Wunsch an die Bierindustrie, denn mit 70% Märzen und 30% Limonade bekommt man eben mehr vol% heraus als bei aktuellen Ralder-Mischungen, und das könnte ja dann durchaus nicht gewünscht sein, also Lösung= Leichtbier mit Limonade, aber dass das Bittere nicht auf der Strecke bleibt, dieses Leichtbier kräftig und BITTER hopfen...

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Re: Zitroniges Sommerbier

#27

Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 26. Februar 2021, 10:29

Mir schwebt grad ein schönes Sommerbier in Form von "Stone Brewing Buenaveza Salt & Lime Lager" vor :Grübel
Das ist zwar ein untergäriges Bier in Richtung Mexican Lager (Malz und Mais) mit Salz und Limette, aber ich denke das lässt sich ganz gut als Samba Pale Ale oder sogar Samba Pale Lager mit Salz und Limette brauen. Als Hopfen wird dabei Liberty eingesetzt.
Gruß, Daniel

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