Imperial Stout mit Kveik (Voss)

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HoseLupfRuedi
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Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#1

Beitrag von HoseLupfRuedi » Freitag 5. März 2021, 09:52

Hallo zusammen

Ich habe ein Projekt ins Auge gefasst: Im Whiskey-Fass gereiftes Imperial Stout.

Die Beschaffungskosten und der Zeitaufwand ist gross für etwas, was ich noch nicht richtig abschätzen kann, da ich selbst noch nie ein solches Bier verkosten konnte. Deshalb wollte ich durch in Whiskey getränkte Holzspähne in der Gärung Abhilfe schaffen. Das Problem ist nur, dass ein Imperial Stout meistens rund ein Jahr gereift werden soll, was das Projekt um ein weiteres Jahr hinauszögern würde.

Ich habe auf Youtube den David Heath gefunden, welcher viele aufschlussreiche Videos zu Kveik veröffentichte. Darunter hat er ein [url]Imperial Stout mit der Voss[/https://www.youtube.com/watch?v=2yS_IdlvS_U] vergoren. Dadurch soll ein Imperial Stout innerhalb von 2 Monaten trinkreif sein. Ich frage mich aber, wie die "Fruchtigkeit" der Voss sich im Geschmack durchschlägt. [url]Gem. David[/https://www.youtube.com/watch?v=OsGmSpBe0KE] sind die Stouts (normale Hefe vs. Kveik) nahezu identisch.

Da ich mich nicht gerne auf die Angabe eines Individuums auf Youtube verlasse, wollte ich bei meiner Braugemeinde nachfragen, ob ihr vielleicht schon Erfahrungen gemacht habt mit der Vergärung von Porter mit Kveik?

Besten Dank für eure Inputs,
Ruedi

Pappelbräu
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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#2

Beitrag von Pappelbräu » Freitag 5. März 2021, 11:36

Hi,

ich habe zwar noch keine Kveik verwendet (ist noch im Kühlschrank...), aber ein, zwei Gedanken hätte ich dazu schon:
1. Wenn Du eine klassische, englische Hefe wie S-04 für ein Imp Stout nimmst und das nicht so kühl vergärst ist das ja auch etwas fruchtig und keinesfalls ganz neutral. Ich würde bezweifeln, dass Du bei einem wuchtigen Imp Stout mit Holz und Whisky da wirklich einen großen Unterschied schmecken wirst zwischen der einen und der anderen Hefe.
2. Dass ein starkes Stout bei Lagerung besser werden kann ist ja unbestritten, aber dass man es erst nach einem Jahr trinken kann halte ich für Quatsch. Wenn Du die S-04 nimmst kannst Du auf jeden Fall nach einem Monat probieren. Wenn Du das dann jeden Monat wiederholst wirst Du da viel entdecken. Ich denke, dass das gerade auch das spannende ist! Ich habe ein Stout mit der S-04 gemacht, das nicht auf Imp Niveau war (7.1%), aber das hat man bereits nach einer Woche Flaschengärung gut probieren können. Ja, es wird danach runder, aber es vorher nicht zu probieren nimmt einem meiner Meinung nach den halben Spaß!
3. Es ist ja auch die Frage, was man als Imperial Stout definiert. In Deutschland werden viele Stouts unter diesem Namen vermarktet, die eigentlich viel zu schwach dafür sind, also wirklich nur bei 7% oder so liegen. Ein Stout mit 8% ist sicher schneller trinkbereit als eines mit 11 %.
Tobias

HoseLupfRuedi
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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#3

Beitrag von HoseLupfRuedi » Freitag 5. März 2021, 16:06

Hallo Tobias

Danke erstmals für deine zügige Antwort!

1. Magst du recht haben, erfahren werde ich es wohl oder übel in ein paar Monaten.
2. Trinkbar ist es bestimmt schon früher, doch bei meinem letzten Barley Wine hat sich die Geduld auf jeden Fall ausbezahlt (leider waren es da nur noch 5 Flaschen ).
3. Ich hätte da schon eher eine Stammwürze von ~26°Plato angestrebt.

Sobald ich berichten kann, werde ich berichten.

Pappelbräu
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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#4

Beitrag von Pappelbräu » Freitag 5. März 2021, 16:23

Ah, 26 °P, das ist dann ja wirklich ein "echtes" Imperial Stout! ;)
Ja, die Geduld zahlt sich aus, bei 20 Liter allerdings kann man ja eine Kiste probieren übers Jahr und hat dann nach einem Jahr noch eine ganze Kiste! Problematisch allerdings, dass man bei diesen starken Bieren ja eher ein bisschen weniger Liter Ausbeute hat...
Ich hatte das letztens schpn einmal in einem anderen Thread geschrieben, ich würde die Menge des Holzes nicht übertreiben. 3g/l Holzchips ist echt schon eine Menge. Das muss sich dann noch ordentlich auslagern...

Ach ja, und zu der Kveik nochmal. Man muss die ja auch nicht so warm vergären, wenn man es gerne etwas neutraler haben möchte... Die arbeitet bei 20 ° C ja auch...
Tobias

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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#5

Beitrag von Wintermuffel » Freitag 5. März 2021, 19:01

Im Faden, wer hat Erfahrung mit der Kveik Voss, war jemand gar nicht begeistert von der Kombi Stout/Voss.
Kann aufm Handy nicht verlinken.
Ich mach meine Stouts immer mit der Gozdawa Porter und Kwass.
Man ist nie zweimal durch den selben Wind.

Gruß
Heiner

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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#6

Beitrag von Wintermuffel » Freitag 5. März 2021, 22:33

Update, in der Facebook Gruppe wurde gerade, voller Begeisterung, von einem 10 Prozentigem berichtet. Scheint super geworden zu sein. Werde ich wohl doch mal testen.
Man ist nie zweimal durch den selben Wind.

Gruß
Heiner

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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#7

Beitrag von Tommi123 » Samstag 6. März 2021, 09:56

Hi,

Schwieriger Vergleich, aber in meinem 13,5°P Brownale war die Voss hart dominant, die mischung schmeckte grausig.

LG

HoseLupfRuedi
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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#8

Beitrag von HoseLupfRuedi » Samstag 6. März 2021, 15:45

Hallo
Bei welchen Temperaturen hast du vergoren?
Danke!

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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#9

Beitrag von Tommi123 » Samstag 6. März 2021, 16:56

Hi,

Ca 30°C

LG

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joerg74
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Re: Imperial Stout mit Kveik (Voss)

#10

Beitrag von joerg74 » Montag 8. März 2021, 20:53

wer hat Erfahrung mit der Kveik Voss
Das war ich mit dem Stout:
11,8°P / 34 IBU / 4,8 Vol%
Malz: Münchner / Haferflocken / Cara Farbmalz 2 / Cara Dunkel 70/20/5/5
Rasten: 57°C @ 10Min / 63°C @ 45Min / 71°C @ 30Min
Hopfen: East Kent Golding
VWH, 90Min Kochdauer
Hefe: Danstar Voss Kveik, vergärt bei ca. 20°C
Abfüllung: 22.11.2020
Das Stout wird aber langsam besser... Der Schaum ist leider ruck-zuck weg.

Ein Versuch ist sicherlich nicht aussagekräftig genug, bin auf deine Ergebnisse gespannt.

Gruß
Jörg
Hobbybrauer aus Alverskirchen

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