Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

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Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#1

Beitrag von Läuterhexe » Samstag 27. März 2021, 15:08

Hallo zusammen,

nachdem wir jetzt dreimal gebraut haben - nach Rezepten von Maische, Malz und mehr, wollen wir kommende Woche mal wieder einen Sud ansetzen.
Gebraut haben wir bisher:
- Schwarzbär (sehr lecker)
- Heufelder Rauchbier (hat uns bestimmt genauso gut geschmeckt)
- Kloster-Kellerbier (meinem Mann hat es sehr gut geschmeckt; da wir da Probleme mit dem EKA hatten und das Ganze dann dadurch megastressig war ---> während einer Rast, schnell zu einer Freundin gerast und einen andere EKA organisiert,... war das Brautag bei mir mehr oder wenig gelaufen und das Bier hat mich demzufolge nicht so vom Hocker gehauen, was aber wahrscheinlich eine reine Kopfsache war)

Jetzt bin ich auf der Suche nach einem unkomplizieren Rezept für ein Stout, Rauchbier (gerne ein anderes Rezept), Dunkles,...
Zum Glück haben mein Mann und ich den gleichen Biergeschmack. Pils mögen wir beide nicht besonders. Wir bevorzugen dunkle, naturtrübe, malzige, mehr oder weniger rauchige Sorten. Mein pers. Favorit sind Guinness, Murphys, Beamish (am besten natürlich in einem Irish Pub genossen). An einheimischen Bieren mögen wir das "Schwarzviertler" und das "Kräusen" von Faust, das "Räuberdunkel" (ich glaube, das wird in der "Hohen Warte" direkt gebraut, "Biodunkel" von unserer kleinen Brauerei Bergmann, "Schlenkala" Rauchbier, das "Motoröl" von Hans Craft und spontan fällt mir noch das "Salvator" Starkbier ein, dass es hier in unserer Dorfwirtschaft einmal im Jahr gibt.

Hättet Ihr einen Rezeptvorschlag für mich, der so in Richtung malzig, dunkel geht, den ihr mir empfehlen könnt? Wichtig wäre, dass es ein obergäriges Bier ist.
Ansonsten brauen wir einfach noch mal den Schwarzbär oder das Heufelder Rauchbier...;-)

Vielen Dank schon mal und liebe Grüße,
Heike
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#2

Beitrag von Läuterhexe » Samstag 27. März 2021, 15:30

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... g%C3%A4rig

Ich glaube, ich bin direkt fündig geworden. Das klingt sehr lecker und vor allem die kurze Reifezeit gefällt mir sehr gut...
Bisher haben wir immer mit der entnommen Speise karbonisiert. Das würde ich gerne auch weiterhin so handhaben.
Hier wird mit belg. Kandis karbonisiert. Ob ich das trotzdem mit der Speise machen kann?

Und evtl. müsste eine andere Hefe her, da ich wir die Wyeast 1469 gerade nicht vorrätig haben.
Gibt es eine Seite, auf der die versch. Hefen gelistet sind und man einsehen kann, welche man alternativ verwenden kann? Kann gerne auch eine Trockenhefe sein.

Freue mich aber natürlich trotzdem über ein paar Rezeptvorschläge ;-)
Zuletzt geändert von Läuterhexe am Samstag 27. März 2021, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#3

Beitrag von Till » Samstag 27. März 2021, 15:52

Ich würde sagen, dass Rauchbiere und Stouts allgemein relativ Anfängerfreundlich sind. Da kommt über Röst- oder Rauchmalze viel Lärm rein, der Fehltöne überspielen kann, wenn es zum Beispiel bei der Gärung nicht so perfekt läuft.

Mein Tip wäre das Smoked Mild: https://braumagazin.de/article/rauchbier/

Richtig leckeres dunkeles Rauchbier, dem man nicht anmerkt, wie leicht es ist.

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#4

Beitrag von Till » Samstag 27. März 2021, 15:56

Dein Rezept würde ich jetzt nicht einfach nennen. Flüssighefe, Laktose, viele Malze. Lass Dich nicht abhalten, ist ja keine Raketenwissenschaft, wundert mich aber etwas, weil Du explizit nach anfängertauglichen Rezepten gefragt hast.

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#5

Beitrag von Läuterhexe » Samstag 27. März 2021, 16:03

Till hat geschrieben:
Samstag 27. März 2021, 15:56
Dein Rezept würde ich jetzt nicht einfach nennen. Flüssighefe, Laktose, viele Malze. Lass Dich nicht abhalten, ist ja keine Raketenwissenschaft, wundert mich aber etwas, weil Du explizit nach anfängertauglichen Rezepten gefragt hast.
Hmmm, aber die versch. Malze werden doch alle zusammen eingemaischt oder hab ich das was überlesen?
Milchzucker kommt nach 55 Min. einfach mit rein oder gibt es da noch was zu beachten?
Flüssighefe, okay, da gebe ich zu, habe ich noch keine Ahnung, wie die gehandhabt wird. Dachte, das wäre ebenso easy-peasy, wie mit der Trockenhefe...
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#6

Beitrag von Till » Samstag 27. März 2021, 16:08

Ich sag ja, alles keine Raketenwissenschaft, außer vielleicht die Flüssighefe, da müsstet ihr euch schlaumachen. Lasst euch nicht abhalten.

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#7

Beitrag von Läuterhexe » Samstag 27. März 2021, 17:37

Mit der Flüssighefe meinst Du wahrscheinlich das Vermehren, oder?
Wenn ich das Rezept auf 20 l anpasse, was ich ja eh muss, dann muss ich ja nichts vermehren, weil der Beutel ja für 20 l ausreicht, oder?
Ansonsten bin ich eigentlich ganz entspannt ;-), wobei Du mich doch etwas verunsichert hast ...

Vielleicht gibt es ja auch eine alternative Trockenhefe, die passen würde...
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#8

Beitrag von Tommi123 » Sonntag 28. März 2021, 11:10

Hi,

Weißt du denn, wie milkstouts schmecken? Habe mir das ganz geil vorgestellt und fand es furchtbar.

Gebe dir Recht, wenn man ne komplizierte Schüttung hat, und daran nicht rumspielt, ist das auch für einen Anfänger machbar.

Man lernt halt für spätere Rezeptentwicklungen mehr, wenn man eine Schüttung einfach hält. Dann weiß man, woher der Geschmack kommt, der ejnem gefällt oder halt auch nicht.

Viele Hopfengaben finde ich grundsätzlich nicht anfängertauglich. Da kann deutlich mehr schief gehen.

Wenn du dunkles gerne trinkst empfehle ich nen 100% Münchner Malz Sud. Finde SMASH Biere sehr lehrreich und meist echt lecker.

LG

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#9

Beitrag von Läuterhexe » Sonntag 28. März 2021, 12:01

Tommi123 hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 11:10
Hi,

Weißt du denn, wie milkstouts schmecken? Habe mir das ganz geil vorgestellt und fand es furchtbar.

Gebe dir Recht, wenn man ne komplizierte Schüttung hat, und daran nicht rumspielt, ist das auch für einen Anfänger machbar.

Man lernt halt für spätere Rezeptentwicklungen mehr, wenn man eine Schüttung einfach hält. Dann weiß man, woher der Geschmack kommt, der ejnem gefällt oder halt auch nicht.

Viele Hopfengaben finde ich grundsätzlich nicht anfängertauglich. Da kann deutlich mehr schief gehen.

Wenn du dunkles gerne trinkst empfehle ich nen 100% Münchner Malz Sud. Finde SMASH Biere sehr lehrreich und meist echt lecker.

LG
Uih, danke für den Tipp...Milkstouts habe ich noch nie probiert, dachte dass sich das jetzt nicht allzu sehr von einem herkömmlichen Stout unterscheidet. Dann lasse ich das besser, bevor wir die ganze Charge dann furchtbar finden und wegkippen müssen. Werde mir dann bei Gelegenheit mal eines kaufen, um zu probieren.
Bei einem unserer Biere hatten wir 4 Hopfengaben. Das fand ich jetzt nicht so sehr tricky. Haben uns stur an das Rezept gehalten. Wir haben uns halt jetzt so ein bisschen auf ein Stout eingefahren. Allerdings sollen die Haferflocken, die oft in der Schüttung dabei sind, oft Probleme beim Läutern (wir läutern mit einem Strainbuddy) machen, sodass man eine Gummirast einlegen sollte. Vielleicht doch ein wenig kompliziert...?

Ich schaue mir mal Smash-Rezepte an...
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#10

Beitrag von Tommi123 » Sonntag 28. März 2021, 12:25

Hi,

Smash heißt single malt and single Hop, also nur ein basismalt und eine Hopfensorte.

Viele Hopfengaben sind (auch) wegen der nachisomerisierung kompliziert, wenn du also nicht weißt, wie lange du zum kühlen brauchst, könnte es bitter werden.

Zumindest das, das ich getrunken habe, hatte nicht viel mit einem normalen Stout zu tun.

LG

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#11

Beitrag von Läuterhexe » Sonntag 28. März 2021, 12:45

Tommi123 hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 12:25
Hi,

Smash heißt single malt and single Hop, also nur ein basismalt und eine Hopfensorte.

Viele Hopfengaben sind (auch) wegen der nachisomerisierung kompliziert, wenn du also nicht weißt, wie lange du zum kühlen brauchst, könnte es bitter werden.

Zumindest das, das ich getrunken habe, hatte nicht viel mit einem normalen Stout zu tun.

LG
Zum Kühlen nehme ich einen Chill´in-Würzekühler. Das ging immer rel. flott.
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#12

Beitrag von Colindo » Sonntag 28. März 2021, 14:05

Viele traditionelle Rezepte sind recht einfach gestrickt. Zum Beispiel das Guinness Extra Stout (einfach googlen) hat wenig Zutaten und nur die Kombirast. Viel einfacher geht's nicht. Ist aber erst nach mindestens 8 Wochen Reifezeit richtig gut.

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#13

Beitrag von Läuterhexe » Sonntag 28. März 2021, 18:01

Colindo hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 14:05
Viele traditionelle Rezepte sind recht einfach gestrickt. Zum Beispiel das Guinness Extra Stout (einfach googlen) hat wenig Zutaten und nur die Kombirast. Viel einfacher geht's nicht. Ist aber erst nach mindestens 8 Wochen Reifezeit richtig gut.
Das Guinness (Klon), das ich jetzt gefunden habe, hat gar keinen Hopfen :Shocked :Grübel , kann das sein? Und auch da halt wieder die Flüssighefe...und es kommt noch Irish Moss dazu (das dient doch nur zur Klärung, oder und kann ggf. auch weggelassen werden? --> nicht, dass das Bier am Ende fischig schmeckt)...
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#14

Beitrag von Tommi123 » Sonntag 28. März 2021, 20:24

Hi,

Irish Moss schmeckt, richtig dosiert, garnicht. Kam man aber auch weglassen, es ist halt ein Klärungsmittel.

Nein, ohne Hopfen kein Guinness.

Finde 30 IBU durch Bitterhopfen, ohne Aromagabe passend für ein des Stout, glaube aber, Guinness hat 40.

LG Thomas

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#15

Beitrag von Läuterhexe » Montag 29. März 2021, 10:56

Tommi123 hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 20:24
Hi,

Irish Moss schmeckt, richtig dosiert, garnicht. Kam man aber auch weglassen, es ist halt ein Klärungsmittel.

Nein, ohne Hopfen kein Guinness.

Finde 30 IBU durch Bitterhopfen, ohne Aromagabe passend für ein des Stout, glaube aber, Guinness hat 40.

LG Thomas
Okay, dann würde ich das Irish Moss weglassen...
Das mit dem fehlenden Hopfen habe ich mir schon fast gedacht und war etwas irritiert. :-)

Ich habe jetzt noch dieses Rezept gefunden:

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... orha3=4.75

Könnte ich da ggf. die Haferflocken duch Gerstenflocken ersetzen (habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass Gerstenflocken besser sind -> Schaumstablität) und das Cara Crystal (gerade nicht vorrätig) durch bspweise Cara Münch Typ 2 ?
Da Flüssighefe anscheinend doch etwas komplizierter ist, würde ich diese durch Gozdawa Porter & Kwass, Notti, S-04 oder Mangroves Jack M07 ersetzen. Karbonisieren würde ich, wie bisher auch, mit Speise.
Würde das so funktionieren?

Vielen Dank schon mal und liebe Grüße,
Heike
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#16

Beitrag von Tommi123 » Montag 29. März 2021, 11:44

Hi,

Ja, das funktioniert. Gibt nicht das gleiche Bier, aber wird genauso gut.

Die Mitty vergärt in aller Regel etwas höher als die 76% aus dem Rezept, das ist aer nicht schlimm. Die S04 käme dem vom EVG näher, mit dem Geschmacksprofil der angegebenen Hefe kenne ich mich aber nicht aus.

Ich lehne mich aber Mal aus dem Fenster: mit allen angegebenen Hefen wird es ein gutes, starkes Stout.

LG Thomas

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#17

Beitrag von Läuterhexe » Montag 29. März 2021, 16:46

Tommi123 hat geschrieben:
Montag 29. März 2021, 11:44
Hi,

Ja, das funktioniert. Gibt nicht das gleiche Bier, aber wird genauso gut.

Die Mitty vergärt in aller Regel etwas höher als die 76% aus dem Rezept, das ist aer nicht schlimm. Die S04 käme dem vom EVG näher, mit dem Geschmacksprofil der angegebenen Hefe kenne ich mich aber nicht aus.

Ich lehne mich aber Mal aus dem Fenster: mit allen angegebenen Hefen wird es ein gutes, starkes Stout.

LG Thomas
Vielen Dank! :-)
Das klingt doch gut. Einen Vergleich habe ich ja sowieso nicht, da ich das Bier weder probiert, geschweige denn bisher selbst gebraut habe.
Mit Mitty, meinst Du wahrscheinlich die Notti, oder? Die M07 haben wir, glaube ich, gerade gar nicht vorrätig, von daher würde ich Notti, Gozdawa oder die S-04 nehmen.
Sonst sollte das ja auch nicht allzu kompliziert sein. Hat ja auch nur die eine Rast.
Dann bin ich schon voller Vorfreude und sehr gespannt, wobei der Plan jetzt ist, zuerst noch einmal das Heufelder Rauchbier zu brauen und dann die Woche drauf (oder zwei Wochen später) das Stout, da wir nichts mehr an selbstgebrautem Bier haben und das Stout eine längere Reifezeit hat.
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#18

Beitrag von Tommi123 » Montag 29. März 2021, 17:19

Hi,

Ja, meinte die Notty.

Wünsche gutes Gelingen.

LG

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#19

Beitrag von Colindo » Dienstag 30. März 2021, 10:17

Läuterhexe hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 18:01
Das Guinness (Klon), das ich jetzt gefunden habe, hat gar keinen Hopfen :Shocked :Grübel , kann das sein? Und auch da halt wieder die Flüssighefe...und es kommt noch Irish Moss dazu (das dient doch nur zur Klärung, oder und kann ggf. auch weggelassen werden? --> nicht, dass das Bier am Ende fischig schmeckt)...
Sorry, ich hätte vielleicht doch erstmal einen Link raussuchen sollen. Tatsächlich kann ich jetzt die einfachste Version des Rezepts nicht online finden. Ich mache dir heute Abend mal ein Foto aus einem Buch.

Ein Rezept hast du ja schon gefunden. Wenn du sicher gehen willst, dass du wegen der langen Reifezeit nicht auf dem Trockenen sitzt, kann ich empfehlen, alle 4 Wochen ein Bier zu brauen, dann hast du später auch alle 4 Wochen ein neues fertig.

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#20

Beitrag von Läuterhexe » Dienstag 30. März 2021, 10:29

Colindo hat geschrieben:
Dienstag 30. März 2021, 10:17
Läuterhexe hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 18:01
Das Guinness (Klon), das ich jetzt gefunden habe, hat gar keinen Hopfen :Shocked :Grübel , kann das sein? Und auch da halt wieder die Flüssighefe...und es kommt noch Irish Moss dazu (das dient doch nur zur Klärung, oder und kann ggf. auch weggelassen werden? --> nicht, dass das Bier am Ende fischig schmeckt)...
Sorry, ich hätte vielleicht doch erstmal einen Link raussuchen sollen. Tatsächlich kann ich jetzt die einfachste Version des Rezepts nicht online finden. Ich mache dir heute Abend mal ein Foto aus einem Buch.

Ein Rezept hast du ja schon gefunden. Wenn du sicher gehen willst, dass du wegen der langen Reifezeit nicht auf dem Trockenen sitzt, kann ich empfehlen, alle 4 Wochen ein Bier zu brauen, dann hast du später auch alle 4 Wochen ein neues fertig.
Oh, das wäre ja megaklasse. Vielen Dank schon mal. Es eilt nicht, denke ich versuche mich an dem etwas umgewandelten Rezept.

Alle vier Wochen wird uns, glaube ich, momentan noch zuviel, da wir immer Sonntags brauen (samstags sind wir hier am werkeln) und dies eigentlich unser Familientag ist und unsere Jungs das jetzt nicht sooo interessant finden. Aber regelmäßig brauen wäre schon toll. So in der heißen Jahreszeit trinke ich eigentlich auch lieber einen sauergespritzten Äppler (selbst gekeltert oder aus unserer kleinen örtl. Kelterei; die haben ganz lustige Sorten und sind wild am Experimentieren - haben sogar einen Äppler mit Hopfen).
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#21

Beitrag von Läuterhexe » Mittwoch 31. März 2021, 12:11

Ich hoffe, ich nerve hier niemanden :-/
Kommendes Wochenende steht ja nun erst einmal das Heufelder Rauchbier nach einem Rezept von MMuM auf unserem Plan.
Morgen möchte ich meine ganzen Sachen zusammenstellen.

Die Malzmischung beim Heufelder sieht wie folgt aus:
Rauchmalz 58,3 %
Sauermalz 5%
Pilsner 13,3 %
Münchner 15%
Melano 8,3%

Jetzt kam mir der Gedanke, ob man nicht vielleicht einen Teil der Mischung durch Biscuitmalz ersetzen könnte. Ich finde, das riecht schon so lecker und ich kann es mir eigentlich ganz gut zu einem Rauchbier vorstellen. Was meint Ihr? Ob ich es bspweise durch das Pilsner ersetzen kann?
Oder lieber durch ein anderes Malz? Oder schmeckt man das Biscuitmalz durch das Raucharoma sowieso am Ende gar nicht raus?
Da wir ja erst dreimal gebraut haben und das stur nach Rezept, bin ich da ein wenig ängstlich, was das Austauschen versch. Komponenten betrifft, bin aber durchaus auch ein wenig experimentierfreudig.

Hopfen: auch hier bin ich am Überlegen, etwas zu spielen...
Lt. Rezept:
Hallertauer Tradition: 5,7% alpha-Säure (90 Min.) (35 g für einen 25l-Sud)
Citra: 13% alpha-Säure (10 Min.) (18 g für einen 25l-Sud)

Hier habe ich auch gerade ein wenig geforscht und bin am Überlegen, ob man Citra evtl. durch Hersbrucker (erdiges Aroma, was m. M. auch zu Rauchbier passen sollte) tauschen könnte. Allerdings hat dieser nur 2,3% alpha-Säure.
Da kenne ich mich noch so überhaupt nicht aus. Kann ich denn auch Hopfen so "ohne weiteres" austauschen? Laut Rezept beträgt der IBU-Wert 30. Nehme ich jetzt einen Hopfen mit weniger alpha-Säure schlägt sich das ja auch den IBU-Wert aus.
Wenn ich den Citra gegen Hersbrucker austausche, koche ich ihn dann evtl. entsprechend länger mit und/oder erhöhe die Menge? (Wenn ja, wie lange?)

Hefe: lt. Rezept Danstar Notti. Ich glaube, die würde ich auch einfach lassen.

Wäre superlieb, wenn da vielleicht noch mal jemand drüber schauen könnte. ;-)
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#22

Beitrag von Colindo » Mittwoch 31. März 2021, 20:36

Hi Läuterhexe,
Rauchmalz zu mehr als 50% würde ich nur machen, wenn du weißt, dass du das magst. Ich habe mit 25% angefangen, das ist sehr mild, aber beim zweiten Sud mit 33% fand ich es schon ordentlich. Ist aber Geschmackssache, deswegen wenn du weißt was du willst, mach ruhig.

Biscuitmalz kenne ich als sehr helles Röstmalz (50-100 EBC), ist das das, was du meinst? Das habe ich zurzeit in der Reifung, aber noch nicht probiert. Das kann gut zu einem Rauchbier passen, wird aber wahrscheinlich vor lauter Rauch eher untergehen.

Was Hopfen angeht, kannst du den gut mit Hersbrucker tauschen. Die späte Gabe fügt eh kaum Bitterstoffe hinzu und das Fruchtaroma wäre wahrscheinlich größtenteils untergegangen. Du kannst die gleiche Menge nehmen, ausschlaggebend ist nämlich eher der Anteil oxidierter Öle, den ich bei Hersbrucker aber nicht kenne. Wenn es ein zurückhaltender Hopfen ist, kann es sein, dass du ihn am Ende nicht wahrnimmst. Vielleicht kann dir da jemand anderes weiterhelfen.

Hier noch das versprochene Stout-Rezept. Du siehst sicher direkt, warum ich es "einfach" nannte. Beim Hopfen werden 12% AS angenommen, die Hefe kann Irisch oder die Nottingham sein.
Guinness Extra Stout.jpg

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#23

Beitrag von Safari-Guide » Mittwoch 31. März 2021, 21:42

Das richtige Guiness hat nur 3.8% - interessant? Dachte, das wäre stärker?

(Diese gewisse Viskosität kommt wohl eher von den Zapfen mit Stickstoff?)

Danke fürs Einstellen

Erik

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#24

Beitrag von Colindo » Mittwoch 31. März 2021, 21:51

Safari-Guide hat geschrieben:
Mittwoch 31. März 2021, 21:42
Das richtige Guiness hat nur 3.8% - interessant? Dachte, das wäre stärker?

(Diese gewisse Viskosität kommt wohl eher von den Zapfen mit Stickstoff?)
Das, was man zurzeit in Deutschland erhält, hat 4,2%. 3,8% sind bei der Stammwürze des Rezepts etwas wenig, aber hängt ja auch von der Hefe ab. Google zeigt aber tatsächlich eine ganze Reihe von Bieren unter dem Namen mit bis zu 6%, vielleicht je nach Land unterschiedlich.

Habe schonmal ein Rezept von einem US-Bürger gelesen, der stolz das Guinness Draught nachgemacht hat, das ja so sauer sei. Stellte sich in den Kommentaren heraus, dass Guinness in den USA das Bier saurer macht als hier.

Edit: Die Viskosität kommt von den Gerstenflocken, aber der Stickstoff sorgt auch für ein cremiges Gefühl durch den dichten Schaum.

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#25

Beitrag von coyote77 » Mittwoch 31. März 2021, 22:33

Wenn du Hopfen mit unterschiedlichen Alpha-Werten gegeneinander austauschen möchtest, nutzt du am besten einen passenden Rechner, z.B. http://fabier.de/biercalcs.html
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#26

Beitrag von Läuterhexe » Mittwoch 31. März 2021, 22:54

Ja, der Alkoholgehalt von Guinness ist von Land zu Land unterschiedlich. Freunde von uns waren Mal in Afrika und haben dort eines getrunken,das 8% hatte.

Danke für den Link zum Austauschen des Hopfens.

Sorry, wenn ich gerade etwas kurz angebunden bin: Familienabend mit "Herr der Ringe" ;-)
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#27

Beitrag von Läuterhexe » Mittwoch 31. März 2021, 23:00

Aber vielen Dank für Eure Antworten! :-)
Das Heufelder Rauchbier mit >50% Rauchmalz hatten wir schon mal gebraut und ich empfand es schon rauchig, aber nicht extrem. Ich schaue aber, dass ich weniger nehme und dafür Biscuitmalz mit reinnehme.
"Ich spüre etwas. Ein leichtes Kribbeln in den Fingern. Ich glaube, es zeigt Wirkung bei mir."
(Legolas in "Der Herr der Ringe" nach dem 8. oder 9. Bier) :Drink

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#28

Beitrag von Läuterhexe » Donnerstag 1. April 2021, 10:38

Ich habe gerade eben die Malzmischung zusammengestellt:

2,4 kg (40%) Buchenrauchgerstenmalz
2,4 kg (40%) Red X
1,2 kg (20%) Biscuitmalz

Hopfen: Hallertauer Tradition komplett durch Hersbrucker ersetzt
Citra bleibt

Hefe: Notti

Bin schon sehr gespannt...
Zuletzt geändert von Läuterhexe am Freitag 2. April 2021, 08:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#29

Beitrag von Colindo » Donnerstag 1. April 2021, 16:03

Klingt gut! Biscuitmalz macht eine tiefrote Färbung, da wird die Farbe interessant werden.

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#30

Beitrag von Läuterhexe » Freitag 2. April 2021, 19:33

Sooo, ich habe fertig...
Hat soweit alles gut geklappt. 16,5 Brix, ca. 20 Liter inkl. Speise. Eine sehr schöne Farbe hat es. :-)
Wie man den EBC-Wert berechnet, muss ich erst noch in Erfahrung bringen...
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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#31

Beitrag von Tommi123 » Freitag 2. April 2021, 19:58

Hi,

Maischemalzundmehr.de hat einen Bierfarberechner.

LG

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Re: Stout, Rauchbier o. ä. - Anfängertauglich

#32

Beitrag von Läuterhexe » Samstag 3. April 2021, 11:41

Tommi123 hat geschrieben:
Freitag 2. April 2021, 19:58
Hi,

Maischemalzundmehr.de hat einen Bierfarberechner.

LG
Dankeschön :-)
Gleich mal alles eingegeben...41 EBC
2 der Malze waren auf der Homepage angegeben mit einem x-y- Wert, da habe ich einfach den Mittelwert genommen.

Hab mir auch gleich mal den IBU-Rechner angesehen...dummerweise hatte ich das mit der Nachisomerisierungszeit so gar nicht auf dem Schirm un dvon daher auch keine Zeitangabe. Das habe ich jetzt mal außen vor gelassen und komme auf 39 IBU ?
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