Alex Barley Wine

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Alex Barley Wine

#1

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 9. März 2016, 21:00

Während mein Amber/Copper IPA vor sich hin gärt (sieht gut aus, toi toi toi), bin ich schon am Planen der nächsten zwei Rezepte.
Das Osterwochenende will ich nutzen, um gleich zwei Sude anzusetzen, die jeweils etwas länger brauchen werden, so quasi nebenbei.

Für das Porter mache ich einen extra Faden auf, hier geht es um das:
"Alex Barley Wine" Rezept auf MMuM.

Was haltet Ihr davon? Tipps? Tricks?
Zum Einsatz kommt wieder der Grainfather, eine Malzmühle habe ich mir auch bestellt (die Mattmill Klassik).

Es gibt keine Kommentare zu dem Rezept, daher weiß ich nicht, ob das schon mal jemand erfolgreich und zufrieden nachgebraut hat.
Klingen tut es gut, finde ich, aber so richtig beurteilen kann ich das (noch) nicht.

Wie lange sollte bei diesem Bier die Reifezeit betragen? Ich nehme an, mindestens ein paar Monate.
Es wird wohl auch in deutlich kleinere Flaschen abgefüllt werden (max. 0,33) :Bigsmile
Für sowas braucht man ja fast einen Waffenschein.

Welches Wasserprofil sollte ich dafür anstreben?
Habe Purania oder Münchner Leitungswasser als Ausgangsbasis zur Verfügung.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#2

Beitrag von gulp » Mittwoch 9. März 2016, 21:09

Als zweiten Sud ein Barley Wine, mit 6 verschiedenen Malzen und 4 Hopfen? Kann ich nur abraten. Da lernste keine Malz und keinen Hopfen wirklich kennen und monatelanges Warten auf den 2. Sud, bis das mal schmeckt? Aber da müssen scheints alle mal durch.

Gruß
Peter
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Re: Alex Barley Wine

#3

Beitrag von Blancblue » Mittwoch 9. März 2016, 21:13

gulp hat geschrieben: Aber da müssen scheints alle mal durch.

Gruß
Peter
:thumbsup :Bigsmile :Bigsmile
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Re: Alex Barley Wine

#4

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 9. März 2016, 21:15

Ich verstehe Deine Bedenken gut, ist ein bisserl g'spinnert, das geb' ich ja zu.
Aber momentan sind die Bedingungen halt recht gut bei mir und an Ostern hab ich 'ne Menge Zeit.
Der Barley Wine ist mehr oder minder ein Experiment, und wird halt erst mal irgendwo "geparkt".
Einfach zwischendrin mit eingeschoben. Wenn nix draus wird, ist das kein Beinbruch.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#5

Beitrag von flip » Mittwoch 9. März 2016, 21:30

Hmm, also nen Barley Wine mit 11% wird sehr schwierig auszutarieren sein.
Vor allem mit dem Röstmalz.

Versuch doch mal den hier:
http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... rtype=DESC

Lass die Cornflakes weg, die Rast bei 59°C auch und die Hefenahrung sowieso.
Vielleicht auch eine normale Ale-Hefe, also London Ale, bspw. Dann kommst du auf 9-10%.

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Re: Alex Barley Wine

#6

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 9. März 2016, 21:41

flip hat geschrieben:Hmm, also nen Barley Wine mit 11% wird sehr schwierig auszutarieren sein.
Hmmm was meinst Du mit "austarieren"?
Also ausgewogener Geschmack?
Ob ich jetzt auf 9, 10, 11 oder 12% Alk komme ist mir nicht so wichtig, eigentlich will ich nur wissen, wie so ein "Barley Wine" eigentlich schmeckt und wie er sich entwickelt.
Für mich ist das einfach ein spannendes Experiment. Wie gesagt, das darf auch in die Hose gehen, wäre jetzt nicht so schlimm für mich.
Ich habe im Leben noch keinen Barley Wine getrunken.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#7

Beitrag von flip » Mittwoch 9. März 2016, 23:10

Naja, dann wäre es doch vielleicht wichtiger, erst einmal einen zu probieren? :Smile
Sonst weißt du dich mit deinem Ergebnis garnichts anzufangen. Vor allem, wenn du die Wahl hast, ob du Röstmalze verwenden willst, oder nicht.
Wenn du das nicht magst, ergibt es auch keinen Sinn, diese zu verwenden.

Je mehr Alkohol ein Bier enthält, desto schwieriger wird es, einen ausgewogenen Geschmack hinzubekommen. Du kannst auch ein "Pils" mit 11% brauen.
Das ist sogar recht einfach. Du musst nur die Stammwürze erhöhen. Allerdings bekommst du dann ein sehr alkohollastiges Bier, da dem Alkohol kein echter Malzkörper
gegenüber steht. Daher ist die Kompopsition aus Malzen bei solchen Bieren besonders wichtig. Jedenfalls meiner Meinung nach. :Wink

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Re: Alex Barley Wine

#8

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 9. März 2016, 23:22

Das glaub ich Dir auf's Wort!
Ich liebe Röstaromen, von dem her habe ich vor Röstmalzen erst mal nicht so viel Angst.
Maillard ist mein bester Freund.
Und genau das ist auch der Hauptgrund, warum ich das ausprobieren will.
Als sozusagen Extrem Gegenpol zum IPA.
Mir geht's ja auch nicht primär um den Alk, das mag jetzt falsch 'rübergekommen sein... :Bigsmile :P :puzz

Mir ist auch klar, dass ich dieses Gebräu lange liegen lassen muss.
Ich stelle mir aber auch vor, dass es sehr interessant werden dürfte, dieses Gebräu, wie auch immer es werden mag, alle 4 Wochen zu probieren.

Was jetzt fein wäre, das wär eine Bezugsquelle für einen wirklich gelungenen Barley Wine, anhand dessen ich mich orientieren kann.
Bin wie gesagt Münchner und lebe diesbezüglich quasi in der Diaspora... :thumbdown
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#9

Beitrag von flip » Mittwoch 9. März 2016, 23:32

Es gibt keinen Laden mit einem etwas erweiterten Bierangebot in München? :Waa

Gerade bei etwas, was länger lagern muss, würde ich wenigstens die ungefähre Richtung vorhersagen wollen.

Ich bin aber kein Experte was Barley Wine mit Röstaromen angeht. Für mich gehören Röstmalze auch nicht unbedingt zu diesem Stil.
Daher muss also wer anders eine Empfehlung geben.

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Re: Alex Barley Wine

#10

Beitrag von Brewtotype » Mittwoch 9. März 2016, 23:41

Biervana oder Liebick-Getränkemarkt (Germering, Skt. Cäcilliensrtaße 4) seien genannt, die haben beide Barley-Wine im Angebot (zum kosten, ob es deinen Geschmack trifft).

Oder: Tap-House am Ostbahnhof, ich meine, dass die auch ein Barley-Wine auf der Karte haben
Gruß Daniel

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Re: Alex Barley Wine

#11

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 9. März 2016, 23:46

Sehr sehr schwierig.
Ich habe gerade mal etwas gegoogelt und inzwischen scheint es dann doch 2 Läden zu geben.
Beide in Schwabing, also am anderen Ende der Stadt, bei dem einen war ich schon mal, da ist eigentlich das was ich will immer ausverkauft.
Morgen werde ich dem anderen mal eine Chance geben...
Mangels Parkplatz werde ich halt wieder vor Wut ins Lenkrad beißen aber das ist eine andere Geschichte...

Hier in München regieren noch die RHG Fanatiker, wer da nach speziellen Biersorten sucht oder sie sogar anbietet, gilt schnell als Landesverräter.
Aber ich werde nicht so schnell aufgeben. :Wink

Am Ende wird's halt wieder auf Versand rauslaufen.

Aber jetzt mal ohne Schmarr'n: Ich kann mir eigentlich trotzdem jetzt schon vorstellen, dass mir das schmecken wird.

@Brewtotype:
War gerade meinen Post am Abschicken.
Biervana hatte ich im Visier. Liebick ist mir neu, der ist jetzt nicht unbedingt besser erreichbar, aber dort kann ich wohl wenigstens parken.
Tap-House kann ich ganz gut erreichen.
Vielen Dank für die Tips!
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#12

Beitrag von Elpaso » Donnerstag 10. März 2016, 00:07

Hallo Stephan,

ich habe schon einige BW-Biere getrunken. Immer wieder trinke ich weil mein Favorit:http://www.anchorbrewing.com/beer/old_foghorn.
Zum Glück hab ich zwei Craftbeerstores in Fussreichweite. Aber im Versandhandel solltest Du es bekommen. Lohnt sich, wenn Du kosten willst.

Viele Grüße,
Oli

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Re: Alex Barley Wine

#13

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 10. März 2016, 00:13

Hallo Oli,

geil, also hab ich doch schon eins probiert. :)
An das Foghorn erinnere ich mich noch genau, ich war nämlich vor ein paar Jahren in SF. Saugut.
Die Biere von Anchor fand ich eigentlich allesamt wirklich gut damals, und das hat sicher mit dazu beigetragen, dass ich jetzt selber braue.
Am Ende hatte ich mich dann aber auf den "Best Seller" Steam eingeschossen, das gab's ja dort quasi überall.
Dass das "Foghorn" ein Barley Wine ist, war mir damals natürlich noch nicht klar, ich hatte keine Ahnung. :redhead
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#14

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 23. März 2016, 20:16

Auch hier nochmal eine Frage zur Hefe, da ich dieses Rezept definitiv ausprobieren will (inzwischen habe ich ein paar sehr leckere Barley Wines verkostet):
Laut der technischen Infos auf der Wyeast Seite komme ich rechnerisch für 23 Liter Ausschlagwürze (22,5%) auf 4(!) Päckchen Hefe (3787). :Shocked
Kommt das dann auch hin, oder muss bei so einer hohen Stammwürze unbedingt ein Starter gemacht werden?
(Abgesehen davon, dass das aus ökonomischen Gründen natürlich sinnvoll wäre).
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#15

Beitrag von Dr.Edelherb » Mittwoch 23. März 2016, 20:37

Also ich hab noch keinen Starter mit Flüssighefe von Wyeast gemacht, sollte nicht nötig sein.
Boludos Dark Impact mit 9,9% alc. (18 Liter) hab ich mit einem Pack US-05 Trockenhefe vergoren, soviel zum Thema 4 Packs Wyeast für 23 L :P
Bei der 3787 hab ich mal gelesen das sie extrem abgeht, also genügend Steigraum für die Kräusen lassen, sons könnte es etwas überschäumen.

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Re: Alex Barley Wine

#16

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 23. März 2016, 20:47

Ja, die geht wohl ab wie Sau, ich werde für dieses Gebräu auch eine Blow Off Tube verwenden.
Aber sie schläft halt auch gerne ein, dazu gibt's einige Threads hier.
Und genau die Thematik wird auch auf der Wyeast Seite aufgegriffen:
Increased wort gravity causes increased stress on yeast due to increased osmotic pressure and increased alcohol levels. It is necessary to increase your pitch rates when increasing the wort gravity. A general rule of thumb is to pitch one million cells per milliliter per degree plato. So a 20 degree plato (1.080 s.g.) wort would require 20 million cells per milliliter.
Home brewers will either need to pitch more packages of yeast or make a starter. When using an Activator 125ml package, 1 package to 5 gallons will give around 6 million cells per milliter. This is clearly too low for high gravity brewing and will cause inconsistent results and usually high terminal gravities.
23 Liter sind 6 Gallons.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#17

Beitrag von Dr.Edelherb » Mittwoch 23. März 2016, 20:58

Ja also lt. Wyeast wären das dann wirklich 4.. Ich würd aber nie auf die Idee kommen Hefe im Wert von über 30 euro in einen 23L Sud zu kippen.. und ich bin alles andere als geizig..
Wie gesagt, ich hab mit ner rehydrierten Trockenhefe (11,5g) nen Sud mit ca 22-23*P durchgegoren und die hatte wahrscheinlich weniger aktive Hefezellen als ein Wyeast Pack.
Ich bin mir ziemlich sicher wenn du ordentlich belüftest brauchts das net, aber bevor ich dir was falsches erzähl müssen sich mal die Hefeprofis dazu äußern..

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Re: Alex Barley Wine

#18

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 23. März 2016, 21:07

Dr.Edelherb hat geschrieben:...nie auf die Idee kommen Hefe im Wert von über 30 euro in einen 23L Sud zu kippen..
Da ist was dran. Drum frag ich. :Bigsmile
Ist mir aber immer noch lieber, als dass nachher nix draus wird.
Das ist eh ein eher verrücktes Projekt, zumal die Flaschen ja dann auch erst mal ein paar Jährchen liegen sollten.
Oft werde ich das auch nicht machen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#19

Beitrag von gulp » Mittwoch 23. März 2016, 21:17

Bei der Hefe zählt hier in erster Linie die Alkoholtoleranz. Trockenhefe genügen 2 Beutelchen Alehefe. Ich würde die Notti nehmen. Thomas Hardy arbeitet wohl mit bayerischer Lagerhefe bei 20°.

Gruß
Peter
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Re: Alex Barley Wine

#20

Beitrag von Dr.Edelherb » Mittwoch 23. März 2016, 21:52

Mir is noch ne Kleinigkeit eingefallen, falls du ein Rührwerk benutzt empfehl ich dir dringend die Nachgussmenge zu reduzieren und deutlich mehr Hauptguss zu machen.. Bei der Schüttung kommt das sonst evtl. an seine Grenzen.
Und gut wär auch ein Manometer für die Nachgärung, die hat bei mir nämlich volle 4 Wochen gedauert.. dafür war die Karbonisierung perfekt.. ohne Manometer hätte ichs bestimmt zu früh kalt gelagert.
Und zu guter letzt, die angegebenen 71 IBU sind heftig.. Pass auf das dus nicht übertreibst, die 85 IBU vom Dark Impact (sofern ich sie getroffen hab) lehren einem Hopfenbittere zu fürchten ;)

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Re: Alex Barley Wine

#21

Beitrag von Tozzi » Montag 11. April 2016, 20:37

Servus zusammen,

gestern habe ich den Alex Barley Wine nun gebraut.
Ich habe 2 Päckchen Wyeast 3787 in je 1 Liter Starter vorbereitet, exakt nach Anleitung auf der Wyeast Seite.
Also je 100g DME, 1/2 TL Nutrient, 1L Wasser. Dann bei 21 Grad je 24 Stunden auf dem Magnetrührer, insgesamt dann 2 Tage im Kühlschrank.

Bei 19 Grad akklimatisiert angestellt, und nach 2 Stunden kam schon der erste "Blubb".
Ich hatte auch etwas Wyeast Nutrient (3g) für die letzten 10 Minuten mitgekocht.
Blow Off Schlauch ist dran, und jetzt, ca. 16 Stunden nach dem Anstellen, tobt sich die Hefe bereits so richtig aus und will abhauen.

Die Ausbeute im GF war besser als beim Porter, aber immer noch richtig schlecht (unter 60%).
Da gibt es noch Optimierungspotenzial. Irgendwas mache ich noch falsch.
Noch feiner schroten will ich eigentlich nicht, der Nachguss war jetzt schon recht stockend.
Vielleicht war es auch zu fein, so dass mehr durch den Überlauf als durch die Maische geflossen ist.
Der pH Wert war mit 5,65 auch nicht ideal. Diesmal hätten's ein paar Tropfen Milchsäure mehr sein dürfen.
Der Treber hat aber keine schmeckbare Süße mehr enthalten.

Es mag zum Teil auch an der Menge der Schüttung liegen und auch am Rezept selber.
Ich habe die Würze dann mit einem halben Liter Kandissirup auf knapp 22 Grad Plato "gepimpt".

Bin gespannt, was draus wird.
War erst mein dritter Sud und ich lerne jedesmal eine Menge dazu.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#22

Beitrag von Tozzi » Sonntag 24. April 2016, 01:02

Kurzes Update:

Die HG ist durch, scheinbarer EVG über 80%, also hat sich die Hefe recht wohl gefühlt.
Das hat man auch gehört und gesehen.
Insgesamt war da wohl fast 10 Tage lang Aktivität drin.
Das Jungbier hat eine schöne rötliche Farbe, ist recht klar, und schmeckt (wie erwartet) sehr alkoholisch.
Sind rechnerisch ja auch gute 10% Vol.
Alles in Allem vielversprechend.

Ich bin froh, diesen Sud "zwischendrin eingeschoben" zu haben, und sehr gespannt, wie es sich über die Monate und Jahre entwickeln wird.
Ich plane, es nur auf 4,5 g/L zu karbonisieren. Die Flaschen (0,33) werden mit 29mm Kronkorken verschlossen.
Klingt das OK? Oder muss ich befürchten, dass es während der dann doch wohl längeren Lagerung schal wird?
Ist eine Lagerungstemperatur von 12-18 Grad (Winter/Sommer im Keller) in Ordnung?
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#23

Beitrag von peter156 » Sonntag 24. April 2016, 01:10

Ich würde auf 5g/l gehen, die Temp. bekommst du ja im Keller nicht geändert, je kälter, je besser, also viel Erfolg und berichte mal in einem halben Jahr!
Jo

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Re: Alex Barley Wine

#24

Beitrag von Tozzi » Montag 2. Mai 2016, 02:29

Nach nunmehr einer Woche steht das Manometer still auf 0,8 Bar bei 22˚C.
Die berechnete Zuckerzugabe (Glucose) sollte eigentlich gute 5g/L CO2 bringen.
Seit Tagen tut sich da aber gar nichts mehr.
Aber ich schätze mal, dass das bei Bieren dieser Größenordnung normal ist. :Grübel
Die Hefe (Wy 3787 High Gravity) hatte aber auch sehr stark sedimentiert, ganz ohne Cold Crash.

Ich werd mal aufschütteln und schaun was passiert. Zeit ist ja beim Barley Wine genug vorhanden...solange da hoffentlich noch ein paar aktive Hefezellen drin sind...
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#25

Beitrag von hufpfleger » Montag 2. Mai 2016, 09:02

Tozzi hat geschrieben:Nach nunmehr einer Woche steht das Manometer still auf 0,8 Bar bei 22˚C.
Die berechnete Zuckerzugabe (Glucose) sollte eigentlich gute 5g/L CO2 bringen.
Seit Tagen tut sich da aber gar nichts mehr.
Aber ich schätze mal, dass das bei Bieren dieser Größenordnung normal ist. :Grübel
Die Hefe (Wy 3787 High Gravity) hatte aber auch sehr stark sedimentiert, ganz ohne Cold Crash.

Ich werd mal aufschütteln und schaun was passiert. Zeit ist ja beim Barley Wine genug vorhanden...solange da hoffentlich noch ein paar aktive Hefezellen drin sind...
Hallo,

bei mir war die Nachgärung am Schluß auch immer sehr "schleichend".
Das Aufschütteln entbindet immer wieder schon einige fest eingebundene Kohlensäure, würde ich nicht machen wenn kaum noch vergärbare Zucker vorhanden sind. Ich merke das immer, wenn ich meine Drucktanks in die Kühlzelle fahre, sobald das Bier ein wenig "schwappt", bläst CO2 über das Sicherheitsventil ab. Du hast doch bei solchen Bieren Zeit, ich würde es noch 4 Wochen ruhen lassen und danach ev. aufkarbonisieren, 0,8bar bei 22°C erscheinen mir doch ein wenig niedrig.
Gruß Dieter

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Re: Alex Barley Wine

#26

Beitrag von Tozzi » Montag 2. Mai 2016, 23:32

hufpfleger hat geschrieben:wenn kaum noch vergärbare Zucker vorhanden sind
Das sollte nicht der Fall sein, ich habe ja Traubenzucker zugegeben und lasse die Nachgärung in der Flasche stattfinden.
Ich habe aber festgestellt, dass das Manometer nicht richtig dicht auf der Kontrollflasche saß.
Nun ja, ich hoffe jetzt ganz einfach dass genug lebendige Hefe in den Flaschen ist und warte mal 2 Monate ab bis ich die nächste probiere.
Ist halt "Blindflug" ab jetzt.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#27

Beitrag von Tozzi » Sonntag 5. Juni 2016, 04:59

Nachtrag mit Happy End:
Es hat eine gefühlte Ewigkeit (gute 2 Monate) gedauert, aber die Nachgärung hat am Ende dann doch noch stattgefunden.
Die 3787 ist irgendwann aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und hat ihre Arbeit zuende gebracht.
Die heute verkostete Flasche war wirklich lecker und macht Lust aufs weitere Beobachten.
Definitiv bereits jetzt ein wirklich leckeres Bier. Perfekt karbonisiert, im Aroma Trockenfrüchte pur, bin mehr als zufrieden.
Die Harmonie wird dann mit der Reifung kommen. Hopfen und Malz schmecken noch etwas "separat", logisch.
Wieder mal so ein Fall, wo ich den Sud eigentlich bereits innerlich abgeschrieben hatte.
Gut Ding kann manchmal laaaaange dauern.

Auf jeden Fall ein sehr gutes Rezept.
Nächstes mal mache ich einen noch größeren Starter (diesmal waren es 2 L) und belüfte die Würze vor dem Anstellen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#28

Beitrag von Mystic-G » Mittwoch 10. Januar 2018, 13:41

Hallo Stephan
Ich nutz mal deinen Thread, schliesslich hat er mir dieses Rezept schmackhaft gemacht.
Wenn ich aber kein Gerät für nen Starter habe, und den ABW mit einer Trockenhefe (2-Pack) vergären möchte, welche wäre da zu empfehlen?
von Fermentis kämen da wohl die T-58 / S-33 oder BE-256 in Frage?
Oder was hätte der Mangrovenhans vielleicht was passendes?
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2018, 08:15, insgesamt 3.14-mal geändert.

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Re: Alex Barley Wine

#29

Beitrag von Boludo » Mittwoch 10. Januar 2018, 13:50

Die S-33 ist englisch und nicht belgisch, auch wenn sie als solche verkauft wird und hat einen sehr niedrigen Vergärungsgrad, ganz im Gegensatz zur 3787..
T-58 finde ich sehr phenolisch unausgewogen.
Belgische Originalhefe lässt sich oft nicht so einfach durch Trockenhefe ersetzen.

Stefan

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Re: Alex Barley Wine

#30

Beitrag von gulp » Mittwoch 10. Januar 2018, 14:05

Mystic-G hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 13:41
Hallo Stephan
Ich nutz mal deinen Thread, schliesslich hat er mir dieses Rezept schmackhaft gemacht.
Wenn ich aber kein Gerät für nen Starter habe, und den ABW mit einer Trockenhefe (2-Pack) vergären möchte, welche wäre da zu empfehlen?
von Fermentis kämen da wohl die T-58 / S-33 oder BE-256 in Frage?
Oder was hätte der Mangrovenhans vielleicht was passendes?
https://www.hobbybrauerversand.de/Danst ... Yeast-11-g
https://www.hobbybrauerversand.de/Safal ... hefe-115-g

Die oben genannten schaffen das auch, am Besten zusammen antreten lassen.

Gruß
Peter
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Re: Alex Barley Wine

#31

Beitrag von Mystic-G » Mittwoch 10. Januar 2018, 14:09

Danke für die Hinweise, dann würde die Wahl wohl auf die BE-256 (ex Abbey) fallen?
Ist ja auch herrlich verwirrlich wenn manche schreiben: Endvergärungsgrad hoch (heisst doch wenig Restextrakt übrig?)
und andere schreiben Final Gravity: high (heisst doch viel Restextrakt übrig) dann ist beides hoch/high, aber trotzdem das Gegenteil...
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2018, 08:15, insgesamt 3.14-mal geändert.

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Re: Alex Barley Wine

#32

Beitrag von Mystic-G » Mittwoch 10. Januar 2018, 14:10

@gulp: wie meinst du zusammen, anstatt 2-Pack von einer, je ein Pack von beiden nehmen (schon beim rehydrieren verheiraten, oder separat in die Würze geben?)
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2018, 08:15, insgesamt 3.14-mal geändert.

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Re: Alex Barley Wine

#33

Beitrag von gulp » Mittwoch 10. Januar 2018, 14:13

Anstellen getrennt, dann zusammen vorlegen und die kalte Würze drauflassen oder eben anstellen. Evtl. ein zwei Päckchen mehr bestellen, dann hast du noch einen Joker im Ärmel falls was hakt.
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Re: Alex Barley Wine

#34

Beitrag von kochmann » Mittwoch 10. Januar 2018, 14:17

Anstellen getrennt, dann zusammen vorlegen
Wie meinst du das ??
Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn...!

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Re: Alex Barley Wine

#35

Beitrag von gulp » Mittwoch 10. Januar 2018, 14:29

kochmann hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 14:17
Anstellen getrennt, dann zusammen vorlegen
Wie meinst du das ??
Genau so, aber egal beim letzten Quadrupel habe ich die gleich zusammen angestellt, wie ich gerade dem Brauprotokoll entnehme. Also egal, die arbeiten auch von Anfang an zusammen.
Mixed Fermentation, nennt sich das, mache ich schon eine Weile und entwickelt sich wohl gerade bei den Amis zum Trend.
Das sind natürlich nur Erfahrungswerte.

Gruß
Peter
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Re: Alex Barley Wine

#36

Beitrag von gulp » Mittwoch 10. Januar 2018, 14:40

Wenn man erst mal getrannt anstellt, kann man die Hefe erst mal getrennt beobachten, Geruch etc. Nach der Anleitung hier https://stixbraeu.de/tipps-und-tricks/h ... ratisieren auch mal schauen, wie aktiv die noch ist.

Gruß
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Re: Alex Barley Wine

#37

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 10. Januar 2018, 17:45

Ui ein Nekro Faden! :P
Das bringt mich auf eine Idee, ich muss dringend mal wieder eine Flasche probieren.
Ich mag das Geschmacksprofil der 3787 sehr gerne und würde sie persönlich nicht ersetzen wollen, aber wahrscheinlich wird der BW mit den von Peter genannten Trockenhefen genauso gut werden.
Und Du musst sie nicht beheizen (was bei der 3787 unbedingt nötig ist, unter 23˚C macht die gar nix).
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#38

Beitrag von TheCK » Mittwoch 10. Januar 2018, 19:37

Mystic-G hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 14:09
Danke für die Hinweise, dann würde die Wahl wohl auf die BE-256 (ex Abbey) fallen?
Wenn es dir rein um die Vergärbarkeit geht machst du mit der BE-256 nichts falsch. Ich habe diese Hefe schon in zwei Schwergewichtern eingesetzt, einmal von 26°P und einmal von 28°P auf jeweils gespindelte 7,4°P scheinbaren Restextrakt. Waren allerdings reine Malzschüttungen ohne Zuckerzusatz.
Angestellt wurden jeweils 10 Liter mit einer Packung.
LG Chris

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Re: Alex Barley Wine

#39

Beitrag von Mystic-G » Donnerstag 11. Januar 2018, 07:27

Danke für eure Hinweise, dann fahre ich mit 2Pack von der 256 auf 20L sicher nicht schlecht.
@Tozzi: wo reifst du deinen BW? im Keller? was sind an deinem Reifeort die Höchst-/Niedrigsttemperaturen übers Jahr gesehen?
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2018, 08:15, insgesamt 3.14-mal geändert.

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Re: Alex Barley Wine

#40

Beitrag von Tozzi » Freitag 12. Januar 2018, 00:26

Mein BW reift im Keller, in 0,33er Flaschen.
Niedrigsttemperatur dürfte bei 12˚C liegen (so richtigen Frost hatten wir heuer noch nicht, da kann man dann vielleicht noch 2˚C abziehen im Extremfall), Höchsttemperatur im Sommer liegt bei 19˚C und wird nur selten, dann kurzfristig erreicht.
Normalerweise habe ich zwischen 13 und 17˚C.
So, ich mach mir jetzt eine Flasche davon auf und sag schon mal "Gute Nacht". :P
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Alex Barley Wine

#41

Beitrag von Mystic-G » Freitag 12. Januar 2018, 07:15

na also, dann ist das ja praktisch wie bei mir.
so kann ich mir einen zweiten Kühlschrank schenken und wenns mal wieder zuviel Leergut da hat, ist es an der Zeit was stärkeres zu brauen das länger rumliegt (grad wie jetzt, heut Abend klingelt mir der Postbote das Material für den Alex rein :-)
Danke Stephan und alle weiteren für eure Infos
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Re: Alex Barley Wine

#42

Beitrag von Mystic-G » Montag 22. Januar 2018, 19:02

Moin.
Der Alex wurde nun am Samstag gebraut.
Ich hab mich mit meinem Braukumpan zusammengetan und uns dann die Würze aufgeteilt.
17L Anstellwürze hatten wir und so gabs für jeden ca. 8.5L bei 21°P
Wir haben dann je ein Pack Fermentis Safbrew BE-256 pro Gärbehälter angestellt und Abends beim Nachtessen war die Hefe schon angekommen und es blubbte ca. alle 3 Sek.
Gestern den ganzen Tag dann der klassische 0.5Sek. Takt im Gärkühlschrank bei 21°C gekühlte Umluft ventiliert.
Heute morgen hats dann aber schon wieder unregelmässig angefangen zu reduzieren mit blubbern.
Mittags hab ich dann den Kühlschrank ausgemacht, jetzt läuft nur noch der Prozessorlüfter.
Bis jetzt ist die Temperatur nur bis 21.6°C gestiegen und das blubbern hat bereits auf 1x alle 30sek reduziert. Da die Gärung auch selbst praktisch keine Wärme mehr erzeugt, frag ich mich ob das schon alles gewesen sein soll?
Nach 24h und 8.5L bei 21°P schon die Gärung runterfahren?
Gibts da Probleme, oder kann das bei der BE-256 sein, dass die schon dem Ende entgegengeht?
Wobei eine Nottingham, die auch mal ne Würze in 2-3 Tagen durchjagt, faucht dabei aber anders zum Gärrohr raus....

Was meint ihr: gibts da Probleme, wenn ja, was soll ich tun?
Kühlung hab ich ja bereits gestoppt und am Mittag mal am Gärbottich gerüttelt um die Hefe zu wecken..
Wenn ich jetzt einfach warte, dann tut sich ab morgen früh im Gärrohr garantiert nix mehr.

Öffnen und Restextrakt messen tu ich nicht so gern, da ich den Sud nicht kontaminieren möchte.
Ich hab mir schon mal ne Kahmhaut eingefangen und dadurch ein Bier versaut.

Ich wär um ratschläge froh.
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Re: Alex Barley Wine

#43

Beitrag von TheCK » Montag 22. Januar 2018, 19:59

Nrmalerweise ist die BE-256 sehr schnell unterwegs. Macht sich auch bei den Kräusen bemerkbar (im 30-Liter-Gäreimer gibts bis zu 8 Liter Kräusendecke).
Ich habe aber bei der schnellen Gärung auch die Erfahrung gemacht dass das Gärröhrchen leergeblasen wurde. Der "zahme" Ablauf bei dir gibt also zu denken.
Lass den Sud erst mal noch ein paar Tage stehen. Um das Nachmessen wirst du aber nicht herumkommen, nur so kannst du mit Sicherheit feststellen was los ist.
LG Chris

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Re: Alex Barley Wine

#44

Beitrag von Mystic-G » Dienstag 23. Januar 2018, 10:22

Ja, die Kräusendecke war schon ziemlich höher als normal, selbst bei den wenigen 8.5L die im Hobbock drin waren.
Im Gärrohr war schon etwas weniger Flüssigkeit drin, hab es dann wieder aufgefüllt, aber ganz leer war das noch nicht.
Wenn die Gärung nun wirklich ins Stocken kommen sollte, was kann man dagegen tun? Hefe nachwerfen?
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Re: Alex Barley Wine

#45

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 23. Januar 2018, 10:35

Ja, das wäre eine Option. Ich würde in diesem Fall die EC1118 verwenden. Gibt es bei Brouwland auch in kleineren Packungsgrößen.
Die Weinaromen werden durch die Hefe klar unterstützt und alkoholtoleranter als Bierhefen ist sie auch.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

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Re: Alex Barley Wine

#46

Beitrag von Mystic-G » Freitag 26. Januar 2018, 06:41

Hab das Resultat meiner RA-Messung nun hier gepostet:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 88#p257488
Wie kann das sein, dass im Rezept von 93%EVG ausgegangen wird?
@Tozzi: wie ist die Gärung bei dir verlaufen? Wieviel Alk hat dein Bier schlussendlich?
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Re: Alex Barley Wine

#47

Beitrag von Tozzi » Freitag 26. Januar 2018, 23:36

Mystic-G hat geschrieben:
Freitag 26. Januar 2018, 06:41
@Tozzi: wie ist die Gärung bei dir verlaufen? Wieviel Alk hat dein Bier schlussendlich?
Ich hatte bei 21,5˚P einen Restextrakt von 4%mas, also einen sEVG von ca. 82%, ca. 10% ABV.
Damals hatte ich aber noch keine Möglichkeit, exakte Messungen durchzuführen, die waren mit einer Billigspindel gemacht.
93% sind mMn schon sehr optimistisch bis utopisch, selbst bei diesen Zuckermengen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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