Kann das was werden?

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Jörg aus Bilk
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Kann das was werden?

#1

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 16:16

Hier meine Rezeptur und Braumethode - (ist was länger geworden)

Altbier 10Liter mit der Extraktbraumethode:

Extrakte:

Pulver 280g Bierwürze ungehopft sehr hell (PilsnerArt)
Pulver 280g Bierwürze ungehopft hell (Bayrisch Helles – ? Pilsner Wiener Mischung?)

Flüssig 890g Weyermann Bavarian Dunkel (Münchner, Pilsner, CaraMünch©)


Röstmalz, Flocken, Rohfrucht:

Weizenröstmalz 20g
Maisflocken 50g
Gerstenflocken 40g


Hopfen:
Magnum Pellets 12,7% α-Säure 8g
Hallertauer Mittelfrüh Dolden 4,5% α-Säure 12g
Tettnanger Dolden 2,5% α-Säure 15g


Hefe:
Gozdawa Altbiertrockenhefe



Würzekochen:
Zwei Liter Wasser aufkochen und in das noch heiße Wasser das Pulver einrühren. In den Gäreimer geben und verschließen.
Die Flüssigmalzmischung in 8 Liter Wasser kochen und hopfen.
Hellertauer Magnum Pellets 80Min.
Hallertauer Mittelfrüh Dolden 10 Min.
(ergibt 34,3IBU laut Rechner für zehn Liter)
Pellets mit Sieb rausfischen, Säckchen mit Dolden rausnehmen und die heiße Würze in den Gäreimer schütten und den Eimer verschließen. Hoffe, daß das Ergebnis des Rechners nutzbar ist, wenn man nicht die ganze Würze kocht, sondern nur 8/10 und dann auf die verbliebenen Zwei Liter aufschüttet. Diese Methode ist notwendig, da ich keine größeren Gerätschaften habe und mir nur einen Gäreimer, ein Badewannenthermometer für Einsfuffzich aus dem Drogeriemarkt, Kühlplatten vom Discounter und ne Spindel für 5,99 zulegen wollte. (Wollte erstmal generell probieren, ob das etwas ergibt, bevor ich mir SilverCrest zulege und auf Sanitärhahn umrüste, an welchen ich einen Badewannenschlauch ohne Innenleben anschließen kann. Alle Fragen, die ich diesbzgl. hatte, sind bereits von anderen gestellt und gut beantwortet worden – gerade in Bezug auf die Techniken im Hobbybraubereich, was das Maischen und Läutern angeht.)

Kühlen:
Große Kühlplatte aus dem Gefrierschrank nehmen und in einen Zuber legen Gäreimer draufstellen. Kleine Standardkühlplatten mit Expanderseil rundum befestigen. Nach einer halben Stunde die große Kühlplatte entfernen, kaltes Wasser in den Zuber und die rundum Kühlakkus austauschen. Nach einer weiteren halben Stunde das Ganze wiederholen. (Der Wasserverbrauch minimiert sich, die Infektionsrisiken durch „Im Bier Aktivkühlung“ passieren nicht und durch schnelles Kühlen kommt es zu keinem Eiweißproblem – letzteres habe ich iwo hier im Forum gelesen – die ätherischen Öle des Aromahopfens verflüchtigen sich nicht und ich kann noch am selben Tag die Hefe mit meinem Sud füttern.) Nach diesen anderthalb Stunden, Spindel und Badewannenthermometer in den Gäreimer. (Natürlich alles vorher mit Alkohol desinfinziert.) Spindelmessungsergebnis notieren und eventuell noch abgekochtes Wasser zugeben,wenn zu hoch, umgekehrt Enhancer nachschütten. Immer Enhancer oder Wasser unterrühren und Spindel ablesen... Wenn 12%/°P Gäreimer abdecken mit Deckel.
Hoffe bis dahin wäre alles richtig.

Vergärung:
Hefe in lauwarmen Malztrunk oder Wasser lösen –
Nun Fragen von mir: Wieviel eigentlich? Steht das auf der Packung? Was ist sinnvoller - in Wasser oder in Malztrunk?
Wenn Badewannenthermometer passende Temperatur anzeigt, Hefe zugeben, Gäreimer verschließen, abgekochtes Wasser in das Blubberröhrchen geben und warten.
Frage: Wie hoch ist eigtl. die passende Temperatur für die Hefezugabe? Da scheinen die Meinungen hier auseinander zu gehen; der Eine sagt: „Besser höher temperaturig anfangen“ und der nächste wiederum: „Das schadet der Hefe“....
Anfängertip? (Mag keine Fruchtaromen im Bier, ist es dann besser bis Zimmertemperatur zu warten – zw. 19 und 21 Grad – oder ist das in diesem Fall bei der Altbierhefe nicht so schlimm, wenn man schon bei 25 Grad ansetzt?)

Ende der Vergärnug:
Wenn nicht mehr blubbert: Hopfenstopfen mit Tettnanger; es soll nur ein feines Aroma geben, keine Bitterstoffe mehr, die kamen durch das harzige Bitteraroma von Magnum und durch das grasige Aroma des Hallertauer Mittelfrüh; nun soll noch ein schönes erdiges Aroma dazu.
Erneute Frage: Mit wieviel Ibu muß ich nu rechnen? Der Hopfenrechner ermittelt nicht bei Hopfenstopfen – oder kommt es ausschließlich nun zur Aromaabgabe, ohne Bitterstoffe?

Hopfenstopfen soll um die drei Tage dauern hab ich im Forum gelesen. Weniger wäre wegen der Kalthopfung nicht eine volle Aromaabgabe an das Jungbier, länger hingegen fängt es an seltsam zu schmecken. Der Autor des Rezeptes (Martin Hornauer), das das Hopfenstopfen bei Altbier mit Extraktbraumethode zusätzlich neben Hopfenkochen nutzt, sagt nichts über die Dauer.
Ich halte mich auch nicht genau an sein Rezept, sondern habe aus allen möglichen Altbierrezepten für Extrakte das arithmetische Mittel genommen und mit der berühmten Formel: „Pi*(Daumen+Datum)-Schuhgröße“ bei der „Schüttung“ entsprechend gerundet. Berücksichtigt habe ich nat., daß die Effizienz von Flüssigmalzextrakt dem 0,75-0,8 fachen von Trockenbierwürze entspricht. Gallonen und Unzen und lb in Gramm und Liter umgerechnet und gerundet.... Arithmetisches Mittel mit den anderen Rezepten ermittelt und erneut gerundet. Am Ende den prozentualen Anteil von 44% helle Schüttung (Pilsner und Bayrisch Hell) ermittelt und 56% Dunkel. Da Bavarian Dunkel bereits Karamellmalz erhält, konnte ich darauf verzichten. Also viel herumgerechnet und gerundet. Nur zum Hopfenstopfen nicht wirklich klug geworden. (Fürs Hopfenkochen gab es einen Rechner.)

Jungbier reifen lassen:
Speise pro Flasche mit Hilfe der Dosierhilfe („Dosatore per Zucchero“), aber statt Zucker den Enhancer pro Flasche.

Frage: Ich habe vor, die Flaschen vorher mit Metalllasche zu versehen, an der man einen Bügelverschluß montieren kann. Kann man die Flaschen trotzdem noch im Backofen sterilisieren oder ist das wegen der Metallhalskrause ein Risiko? NRW Format Flaschen.
Kasten muß ich noch kaufen, da ich keinen Pfandkasten benutzen will; bei den Flaschen ist das egal, da die ohnehin nur 8 Cent Pfandwert haben, also nicht so teuer sein können, und keiner spezifischen Brauerrei gehören, während die Kästen von den Brauereien individuell gestaltet werden und da will ich lieber iwo einen bei der Produktion zuviel angefallenen neutralen Kasten erwerben für vier/fünf Euronen. Das ist mir lieber, als fremdes Eigentum zweckzuentfremden – falls das ein Kastenproduzent mitmacht.

Flaschenmanometer (muß ich mir auch eins kaufen) auf eine Flasche setzen und 2bis3 Wochen in der Flasche das Jungbier nachreifen lassen. Wenn Druck bei 3bar ankommt, alle Flaschen lüften, sonst einfach so lassen und warten. Irgendwann mal ein paar Flaschen einkühlen und dann: Trinken!

Ob dieses Bier was werden wird? Falls nicht, bitte gerne Korrekturvorschläge. Ich kann die noch berücksichtigen. Da ich erstmal die Theorie ausarbeiten wollte und dann ans praktische Werk gehen. Erst wenn alles bis ins Detail geplant ist, traue ich mich; wenn dann etwas Unvorhergesehenes passieren sollte, bin ich gerüstet, dank Eurer Tips, Kniffe und Tricks.

Vielen Dank für Eure Hilfe! :Drink

Habe heute beim Zoll angerufen, war aber die entsprechende Beamtin nicht mehr da - am Montag dann eben. Werde wohl noch diesen Monat meinen Erstsud machen, nenne ihn als Dank für die tollen Antworten auf alle Fragen hier (auch im alten Forum) "Hobbybrauer.de Hilft"

El Gordo

Re: Kann das was werden?

#2

Beitrag von El Gordo » Freitag 11. März 2016, 16:38

Wenn es nicht mehr blubbert, heisst das gar nichts.
Kuck mal da:
viewtopic.php?f=7&t=212&view=unread#unread

Stefan

El Gordo

Re: Kann das was werden?

#3

Beitrag von El Gordo » Freitag 11. März 2016, 16:42

Zum Stopfen:

viewtopic.php?p=103222#p103222

Und Hefe in Wasser anrühren, nicht in Malzbier!

Nicht jeder liest hier gerne ewige Romane bzw hat die Zeit dazu.
Eventuell bekommst du mehr Hilfe, wenn du etwas komprimierter schreibst.
Ich bin zwar gerade krank geschrieben und hab jede Menge Zeit aber selbst mir war das too much.

Stefan

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Jörg aus Bilk
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Re: Kann das was werden?

#4

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 16:45

Danke; das ist beides sehr hilfreich.
Die Methode aus verschiedenen Rezepten das arithmetische Mittel zu nehmen (Kling, Hornauer, Dusseldörfer und zwei amerik.) - kann das funktionieren? (Ich spreche nicht vom Hopfen, den man mit dem Rechner ermitteln muß)

El Gordo

Re: Kann das was werden?

#5

Beitrag von El Gordo » Freitag 11. März 2016, 16:49

Beim ersten Bier würde ich ein bewährtes Rezept nehmen und nicht gleich was eigenes zusammen schustern.
Wenn man Klavier spielen lernt, macht man das auch nicht, indem man als erstes ein Lied damit komponiert.

Stefan

Rudiratlos
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Re: Kann das was werden?

#6

Beitrag von Rudiratlos » Freitag 11. März 2016, 17:06

Jörg aus Bilk hat geschrieben: Extrakte:

Pulver 280g Bierwürze ungehopft sehr hell (PilsnerArt)
Pulver 280g Bierwürze ungehopft hell (Bayrisch Helles – ? Pilsner Wiener Mischung?)

Flüssig 890g Weyermann Bavarian Dunkel (Münchner, Pilsner, CaraMünch©)


Röstmalz, Flocken, Rohfrucht:

Weizenröstmalz 20g
Maisflocken 50g
Gerstenflocken 40g
Die "Schüttung" versteh ich jetzt nicht ganz.

Extrakte und Rohfrucht => Blausud?!

Das Röstmalz für die Farbe. OK, das leuchtet mir ein.
Wohl in den USA üblich und nennt man da "steepen" oder so?
Aber Mais- und Gerstenflocken? Warum?

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Re: Kann das was werden?

#7

Beitrag von floflue » Freitag 11. März 2016, 17:09

Ich kenn mich mit Extrakten nicht aus, daher kann ich nicht viel zum Rezept sagen.

Aber ein paar andere Anmerkungen:
Warum nimmst Du nicht gleich Bügelverschlusdflaschen? Einen Kasten kaufen, austrinken, Flaschen waschen und wieder verwenden.

Bitte die Flaschen nicht in den Backofen packen, ist nicht gut für die Flaschen.

Zum Leerkasten, bei Netto gibt es eine Billigbiemarke, die sind in einem neutralen schwarzen Kasten. Mit ein paar anderen Flaschen gefüllt, habe ich den Kasten ohne Probleme mitnehmen können.

Zum Flaschenmanometer:
Kann ich Dir bei Bedarf eine entsprechende Stückliste zum Selbstbauen geben.
Bierbrauen ist ein perfektes Hobby um etwas wichtiges zu lernen: Geduld!

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Re: Kann das was werden?

#8

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 11. März 2016, 18:11

Bei der Gozdawa Old German Altbier 9 ist zu beachten, das man die nach der rehydrierung
mit etwas Zucker anfüttert - Zucker nichts anders! - Da kommt die auch schnell an im Sud.
Macht man das nicht kann sich das über 3 Tage hinziehen bis die Gärung beginnt.

Wenn du diese Zucker Dosierhilfe hast, dann nimm auch Zucker. Dafür ist die geeicht.
Alles andere macht keinen Sinn. Und nein, das schmeckt man nicht, da der Zucker zu
100% vergoren wird.

Zu deinen Extrakten kann ich nichts sagen, da ich reiner Maischebrauer bin.
Das wirst du selber testen müssen. Besser du befolgst den Tipp erstmal nach
einem bekannten Rezept zu brauen, oder ein passendes Bierkit zu verwenden.

Gruß aus Himmelgeist
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Kann das was werden?

#9

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 18:21

floflue hat geschrieben:
Aber ein paar andere Anmerkungen:
Warum nimmst Du nicht gleich Bügelverschlusdflaschen? Einen Kasten kaufen, austrinken, Flaschen waschen und wieder verwenden.

Bitte die Flaschen nicht in den Backofen packen, ist nicht gut für die Flaschen.
Deswegen wollte ich keine Bügelflaschen nehmen, weil die nicht zum sterilisieren ausgelegt sind, sondern Kronkorkenflaschen.
floflue hat geschrieben: Zum Leerkasten, bei Netto gibt es eine Billigbiemarke, die sind in einem neutralen schwarzen Kasten. Mit ein paar anderen Flaschen gefüllt, habe ich den Kasten ohne Probleme mitnehmen können.

Zum Flaschenmanometer:
Kann ich Dir bei Bedarf eine entsprechende Stückliste zum Selbstbauen geben.
Vielen Dank - werde ich beides beherzigen; klingt beides vernünftig.

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Re: Kann das was werden?

#10

Beitrag von tauroplu » Freitag 11. März 2016, 18:24

Hallo, Jörg,

habe ich das richtig verstanden, Du willst die Kronkorkenflaschen im Backofen "sterilisieren"? Lass es bitte, keine Flasche sollte durch solch ein Verfahren behandelt werden.
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Kann das was werden?

#11

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 18:26

Rudiratlos hat geschrieben:
Die "Schüttung" versteh ich jetzt nicht ganz.

Extrakte und Rohfrucht => Blausud?!

Das Röstmalz für die Farbe. OK, das leuchtet mir ein.
Wohl in den USA üblich und nennt man da "steepen" oder so?
Aber Mais- und Gerstenflocken? Warum?
Weild das in den Rezepten fürs Extraktbrauen steht; nur die Menge variiert. Der eine nimmt 100g auf 20l (Kling) wären 50g Maisflocken/10l, der nächste 40g auf 10l (Hornauer)... Bei der Gerste ebenso. Die Schüttung variiert überall ein wenig. Aber Mais soll angeblich der Klärung dienen und Gerste das Aroma betonen. Keine Ahnung, ob das stimmt.

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Re: Kann das was werden?

#12

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 18:31

tauroplu hat geschrieben:Hallo, Jörg,

habe ich das richtig verstanden, Du willst die Kronkorkenflaschen im Backofen "sterilisieren"? Lass es bitte, keine Flasche sollte durch solch ein Verfahren behandelt werden.
Jepp, hatte ich vor. Stand so in dem Buch "Extraktbrauen" und in dem Buch "Bierbrauen für jedermann" und hab ich auch anderswo schon gehört. Ok, dann weiß ich, daß dieser Rat aus den Büchern nix taugt. Wie sterilisiere ich alternativ? Ich habe keinen Dampfkochtopf. Schnaps durch einen Trichter geben, Daumen auf die Flasche und Durchschütteln? Dann den Schnaps in die nächste Flasche gießen bis zur letzten? Oder ist das auch ne dumme Idee?

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Re: Kann das was werden?

#13

Beitrag von cobra » Freitag 11. März 2016, 18:38

Jörg aus Bilk hat geschrieben:
tauroplu hat geschrieben: Schnaps durch einen Trichter geben, Daumen auf die Flasche und Durchschütteln?
Nimm Wasser oder Isopropanol (wenn Du sicher gehen willst) und trink den Schnaps.

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Re: Kann das was werden?

#14

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 18:49

Alt-Phex hat geschrieben:Bei der Gozdawa Old German Altbier 9 ist zu beachten, das man die nach der rehydrierung
mit etwas Zucker anfüttert - Zucker nichts anders! - Da kommt die auch schnell an im Sud.
Macht man das nicht kann sich das über 3 Tage hinziehen bis die Gärung beginnt.
Besten Dank -werde ich machen.
Alt-Phex hat geschrieben:Wenn du diese Zucker Dosierhilfe hast, dann nimm auch Zucker. Dafür ist die geeicht.
Alles andere macht keinen Sinn. Und nein, das schmeckt man nicht, da der Zucker zu
100% vergoren wird.
Ok - werde ich auch so machen.
Alt-Phex hat geschrieben:Zu deinen Extrakten kann ich nichts sagen, da ich reiner Maischebrauer bin.
Ich dachte nur, wenn vielleicht jemand damit begonnen hat. War ja nur ne Idee aus mehreren Rezepten das arithmetische Mittel zu nehmen.
Alt-Phex hat geschrieben:Das wirst du selber testen müssen. Besser du befolgst den Tipp erstmal nach
einem bekannten Rezept zu brauen, oder ein passendes Bierkit zu verwenden.
Also doch erstmal BierKit, dann feststellen, was man geschmacklich verändern kann und dann entsprechend verbessern. Also so: http://www.braupartner.de/shop/Roasty_C ... 2832.phtml oder so https://www.das-bier.com/shop/brausets/3000/

Vielen Dank und Grüße aus Unterbilk

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Re: Kann das was werden?

#15

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 11. März 2016, 18:52

Sterilisieren ist nicht nötig, können wir im Hobbybereich auch gar nicht richtig.
Wichtig ist das die Flaschen sauber sind. Mit warmen/heissen Wasser ausspülen.

Wenn du eine Spülmaschine hast, dann stöpsel die auf die Pinöckel und lass das
70°C Intensiv Programm laufen. Danach (wenn abgekühlt) nochmals mit reichlich
kalten Wasser ausspülen, abtropfen lassen und fertig. Optische Kontrolle auf
Verunreinigen oder Risse nicht vergessen.
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Re: Kann das was werden?

#16

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 18:57

Geht das mit der Spülmaschine auch mit Bügelflaschen? Die Frage klingt blöd, weiß ich, aber ich hab mal gehört, daß die "neuen" Bierflaschen Also Europa NRW und Co (Kronkorken halt) mehr aushielten als die Alten. Wenn man so eine Flasche kurz mal durchdämpft oder aber im 70°C PRogramm für keine Ahnung wie lange hat... Werde einfach meine Eltern überraschen, die haben ne Spülmaschine.

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Re: Kann das was werden?

#17

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 11. März 2016, 19:16

Klar geht das auch mit Bügelflaschen, mache ich ja so. Die Bügelverschlüsse mache ich ab
und schmeisse die in den Besteckkorb. Gummi auf links drehen / umstülpen (wenn es geht)
Werden die gleich mit sauber. Dampf ist schon wieder zu heiss, die 70°C in der Maschine
sind grade noch in Ordnung. Mache ich schon lange so. Weder ist mir ein Bier sauer geworden
noch ist mir eine Flasche geplatzt.

Nur so zum Verständnis. In Brauereien werden die Flaschen auch nicht sterilisiert oder gebacken.
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Re: Kann das was werden?

#18

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 19:21

:goodpost: Das hat mir gut geholfen.

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Re: Kann das was werden?

#19

Beitrag von floflue » Freitag 11. März 2016, 20:16

Jörg aus Bilk hat geschrieben:
Alt-Phex hat geschrieben: Ich dachte nur, wenn vielleicht jemand damit begonnen hat. War ja nur ne Idee aus mehreren Rezepten das arithmetische Mittel zu nehmen.
Hi Du,

ich habe mit zwei Kits gestartet.
Beim ersten mal war es das Golden Ale von Gozdawa und als zweites von Braupartner ein Urtyp.

Danach bin ich dann auf den vorhandenen 7 l Topf umgestiegen und habe zwei oder drei Versuche im BIAB (brew in a bag) gemacht.

Durch einen glücklichen Kauf bin ich dann in die Einkocherklasse eingestiegen und bis heute geblieben.

Ein Wort zu den verwendeten Kits: sie sind ok, getrunken habe ich sie gerne und sie haben die Lust auf mehr geweckt. Geschmacklich kommen die Kits nicht an Maische gebrautes Bier heran.
Bierbrauen ist ein perfektes Hobby um etwas wichtiges zu lernen: Geduld!

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Re: Kann das was werden?

#20

Beitrag von floflue » Freitag 11. März 2016, 20:17

Noch eine Frage:
An Material hast Du noch nichts da und müsstest Dir erst einmal einkaufen? Habe ich das richtig verstanden?
Bierbrauen ist ein perfektes Hobby um etwas wichtiges zu lernen: Geduld!

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Re: Kann das was werden?

#21

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 20:49

Genau und ich wollte dieses Wochenende das ein oder andere bestellen oder kaufen und in Geschäften suchen. Manches übers Internet; anderes in kleinen Geschäften vor Ort.... So in etwa halt.
Malzextrakt und Hopfen bestellen; na alles, was man so braucht. Die Temperaturen sind ja wärmer geworden, da kann es dann, wenn alles da ist und beim Zoll angemeldet, direkt losgehen.

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Re: Kann das was werden?

#22

Beitrag von floflue » Freitag 11. März 2016, 21:50

lass Dich jetzt nicht von mir verwirren, wenn ich ein wenig hin und her springe. Ich habe da noch so einige Dinge gefunden, wo ich denke, dass Du Dir noch mal Gedanken machen solltest.

erster Gedanke:
"Pellets mit Sieb rausfischen" funktioniert nicht, Pellets lösen sich auf und mit normalen Küchensieben bekommst Du die nicht raus gefiltert. Auch Kaffeefilter oder Teefilter funktionieren nicht (sobald die Pellets den Kaffeefilter zugesetzt haben, geht da nicht mehr, ausser das durch Ungeduld der Kaffeefilter kaputt geht).

Für Pellets empfielt sich ein Monofilamentfilter z.B. http://amihopfen.com/Hopfenfilter/Hopfe ... ::865.html

zweiter Gedanke:
wenn Du nur mit Extrakten arbeitest und dann zusätzlich noch mit Weizenröstmalzen, Maisflocken und Gerstenflocken arbeiten möchtest. Wie stellst Du Dir das vor? Oder was sagen da die Rezepte? Die Zutaten müssen ja eine bestimmte Zeit in der Würze sein um entsprechenden Geschmack und Wirkung zu haben.
Und wie trennst Du die Würze von den drei Zutaten?

dritter Gedanke:
Du schreibst vom Hopfenkochen, dass Du 8/10 zum Kochen verwenden möchtest. Sehe ich das richtig, dass Dein Topf "nur" 8 Liter fasst? Bei 90 Minuten kochen solltest Du noch ca. 10-20% (vielleicht auch mehr) Verdunstung mit einrechnen, so dass Du ohne mögliche Verdünnung nicht auf 10 Liter kommst.

vierter Gedanke:
ich würde mich auf eine Sorte Hopfen festlegen, bei der Menge machen aus meiner Sicht drei verschiedene Hopfen keinen Sinn. Nimm z.B. den Hallertau Mittelfrüh ca. 14g für 80 Minuten kochen, 15g für 10 Minuten kochen. Magnum würde ich weg lassen. Ob Du dann den Tettnanger noch zum Stopfen nimmst, musst Du entscheiden.

fünter Gedanke:
Die Gozdawa Altbierhefe möglichst unter 20°C vergären lassen

sechster Gedanke:
welche Abmessungen hat Dein Topf, vielleicht passt mein BIAB-Sack in Deinen Topf. Wenn er passen würde, könntest Du den Extrakt überspringen und mit Malz brauen :Wink

soweit fürs erste, bestimmt fallen mir noch andere Sachen ein.
Bierbrauen ist ein perfektes Hobby um etwas wichtiges zu lernen: Geduld!

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Re: Kann das was werden?

#23

Beitrag von Jörg aus Bilk » Freitag 11. März 2016, 23:47

Ok, super. Danke für die Hilfe.

Also zum Ersten Gedanken: Weiß ich bescheid und werde ich auf der Einkaufsliste vermerken.

Zweiter Gedanke: Die Rohfrüchte genau. Gut, daß Du mich drauf aufmerksam gemacht hast. Ist jetzt der Zweite der das tat und hab mir das nochmals in der ausführlichen Version durchgelesen. Also die sollen nicht direkt gekocht werden, sondern die kämen dann zunächt in einen kleinen Topf mit heißem Wasser, aber eben nicht kochen. Das Wasser soll man nach einer Viertelstunde Ziehzeit (klingt wie Tee) abgießen und das "gewonnenen Rohfruchtextrakt" (Martin Hornauer: Extraktbrauen, S.50) dann erst in den Topf mit den Malzextrakten geben. (Hinweis am Rande: Mit Rohfrüchten scheinen alle Malzextraktbrauer zu arbeiten, um ein feineres Aroma zu erlangen, die Farbe zu beeinflussen oder aber den Sud zu klären, denn Maisflocken, Gerstenflocken, Karamellmalz und Röstmalz wurden in jedem Rezept erwähnt. Eine Mischung aus Pilsner, Münchner und Karamellmalz ist bereits bei Bavarian Dunkel von Weyermann gegeben - da dachte ich, daß das bestimmt ganz praktisch wäre, da dies ja in Richtung Altbier - Münchner Malz im Verhältnis zu Pilsner Malz durchschnittlich 3:1 (Schlüssel nutzt angeblich 98% Pilsner Malz und Rest Karamellmalz) - geht; nur ist Alt eher kupferfarben denn braun, also nicht wirklich Bavarian Dunkel, also muß es durch die Hellen Malzextrakte aufgehellt werden, das war halt mein Gedanke und so habe ich mit den Verhältnissen der Malzsorten und Extrakte in Prozent zueinander dieses Rezept als Durchschnitt aller Rezepte erstellt und immer wieder das arithmetische Mittel gerundet.)

Dritter Gedanke: Im Buch "Extraktbrauen" von Martin Hornauer steht, daß der Topf 20Prozent mehr fassen müsse, als man brauen wolle. Da ich einen Zehn Liter Topf habe, wollte ich den mit acht Litern füllen. Die anderen Zwei Liter in einem kleineren Topf mit dem Würzepulver (sehr hell und hell, was man nur in heißem Wasser anrühren muß, ohne es 80-90Minuten zu kochen) ergänzen. Damit wollte ich die "richtige" Durchschnittsmalzmenge erreichen und auf die Zehn Liter kommen.

Vierter Gedanke: Ok beim Ersten Brauen einen Hopfen nehmen. Wenn ich da etwas Erfahrung habe, mal Stopfen. Dann zwei Sorten nehmen (und/oder Stopfen) und hinterher womöglich drei Sorten nutzen. Letzteres aber erst, wenn man in der20Liter Klasse angekommen ist. Also langsam an die Sache rangehen und nicht davon ausgehen, daß man im ganz Kleinen die selben Geschmäcker produzieren könnte wie im Großen. Schritt für Schritt und aus der Erfahrung lernen. Klingt sehr vernünftig. Ich hatte halt im Internet gelesen, daß im Alt "Spalter Select" oder "Magnum" oder "Hallertauer Tradition" als Bitterhopfen drinnen ist und entweder Hallertauer Tradition (Füchschen), oder Hallertauer Mittelfrüh (Schumacher, vermutlich auch -weil Familie Schnitzler- Uerige) - Schlüssel sagt nur, daß er Hallertauer verwendet, das könnte alles sein - oder Tettnanger (Schumacher) als Aromahopfen. Also fünf Sorten: Spalter, Magnum, Hallertauer Tradition, Hallertauer Mittelfrüh, Tettnanger. Hab mich dann an der Hopfenbeschreibung orientiert und drei ausgesucht, um alle Geschmacksrichtungen abzudecken.

Fünfter Gedanke: Ok, dann weiß ich wie ich ErdbeerBananenBier verhindere und daß es wie ein Alt schmeckt. An die Wyeast 1010 (Uerige Hefe) traue ich mich noch nicht ran. Erstmal Trockenhefe, dann Flüssighefe und die Gozdawa soll sehr gut sein für ein Alt hab ich im Forum gelesen.

Sechster Gedanke: Tolle Idee, aber wie um alles in der Welt soll ich die Temperaturen beim Maischen erreichen, einhalten, runter fahren...? Das ist in einem Einkocher oder Braukessel sicher praktischer. Deswegen wollte ich mal mit Extraktexperimenten anfangen und wenn es bei Lidl wieder den Topf gibt, der für kleine Mengen voll und ganz ausreichend sein soll und den man toll nachrüsten kann, dann wollte ich mir den direkt kaufen.

Vielen Dank nochmals. Jedenfalls bin ich nun schon sehr viel weiter.

BellyBoss
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Re: Kann das was werden?

#24

Beitrag von BellyBoss » Samstag 12. März 2016, 00:16

Sechster Gedanke: Tolle Idee, aber wie um alles in der Welt soll ich die Temperaturen beim Maischen erreichen, einhalten, runter fahren...? Das ist in einem Einkocher oder Braukessel sicher praktischer. Deswegen wollte ich mal mit Extraktexperimenten anfangen und wenn es bei Lidl wieder den Topf gibt, der für kleine Mengen voll und ganz ausreichend sein soll und den man toll nachrüsten kann, dann wollte ich mir den direkt kaufen.
Hallo,
ich hab gleich mit Malz angefangen und hab keine Ahnung vom Extraktbrauen. Ich möchte dich auch keinesfalls von deinem Plan abbringen, aber so schwer wie du dir das vorstellst ist das Themperaturhalten auch nicht. Einfach alle 10-20 min den Thermometer reinhalten und bei Bedarf aufheizen. Wenn die Themperatur ein bisschen nach unten oder oben abweicht ist auch nicht schlimm.
Nach meiner Erfahrung halten Einkocher die Themperatur (ohne Rührwerk) auch nicht konstant, so dass man auch hier immer wieder rühren und messen muss. Also so einen großen Unterschied zwischen einem normalen Topf und einem Einkocher sehe ich nicht.

Ich hoffe du hast viel Spaß beim Brauen und Grüße
Benedikt

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Alt-Phex
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Re: Kann das was werden?

#25

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 12. März 2016, 01:09

BellyBoss hat geschrieben: Nach meiner Erfahrung halten Einkocher die Themperatur (ohne Rührwerk) auch nicht konstant, so dass man auch hier immer wieder rühren und messen muss. Also so einen großen Unterschied zwischen einem normalen Topf und einem Einkocher sehe ich nicht.
Vollkommen richtig. Ich benutze z.b. eine Induktionskochplatte mit 20l Topf, währen der Aufheizzeiten wird gerührt
und währen der Rasten nicht. Bei langen Rasten schon mal kontrolieren ob die Temperatur stimmt, sonst stehen lassen.
Das kannst du auch mit deinem Kochtopf bewerkstelligen, ist überhaupt kein Problem.

Du möchtest ja offensichtlich auf ein leckers Altbier hinaus. Die Hefe ist Super dafür, die Hopfen auch. Aber ob du mit den
Malzextrakten da ein befriedigendes Ergebnis erhälst, weiss ich nicht. Mal abgesehen davon das Malz billiger ist als Extrakt
und sowieso viel mehr Spaß macht. Ist aber letztendlich deine Entscheidung.
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Re: Kann das was werden?

#26

Beitrag von floflue » Samstag 12. März 2016, 11:50

Hi Du,

mit einem Topf auf dem Herd ist es kein Problem die Temperatur zu halten. Habe ich auch schon mehrfach gemacht.

Miss mal bitte dem Durchmesser von Deinem Topf, vielleicht passt mein BIAB Sack in Deinen Topf, den würde ich Dir dann leihen.

Ich werde auf Deine ausführlichen Antworten heute Abend eingehen, habe heute tagsüber dafür keine Zeit.

Du kannst auch schon gerne anfangen, Deine "Einkaufsliste" zusammen zu stellen, dann gucke ich da heute Abend auch drüber.

Als Thermometer würde ich von IKEA das Bratenthermometer "FANTAST" empfehlen.
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Re: Kann das was werden?

#27

Beitrag von Jörg aus Bilk » Samstag 12. März 2016, 16:51

Okay - Habe den Topf ausgemessen; 25cm Breite, 20 cm Höhe - ergeben laut Zylinderformel aus der Geometrie rd. 9,8 Liter.
Das ergäben somit, wenn ich den Topf, nicht ganz füllte, sondern ein wenig Platz (3cm) zum Wallen ließe: 8l.
Nun hab ich von Euch gelernt, daß ein Fünftel verloren geht durch Verdunstung und Verdampfung. Somit käme ich also nur auf 7,4 Liter Würze.
Bin nun nicht sicher, ob ich direkt nach einem Rezept (Höpfchen-Alt hieß das nach Hubert Hanghofer und die Malzzusammenstellung ist wie ich sie mir für ein Altbier gedacht habe: Münchner Pilsner 3:1 und für das gewisse Etwas, ein bißchen Weizenröstmalz) maischen soll. Muß erst noch drüber nachdenken. Eine Nacht drüber schlafen, ob ich direkt maischen soll, gerade dann, wenn der BIAB passen sollte?

Kaufen muß ich jedenfalls:
IKEA Bratenthermometer
Bier beim netto für entsprechenden o.g. Kasten
Halsmanschetten mit Bügeln zum Abmontieren für NRW Flaschen & Co. (Bügelflaschen passen nicht in den Kasten)
Badewannenthermoter für den Gäreimer (laß ich während der Gärung drin schwimmen)
Bierspindel http://www.hobbybrauerverserand.de/Sacc ... el-0-20-05
Goldwaage (Hopfenwiegen)
Gäreimer mit Aufsatz https://www.das-bier.com/shop/braugerae ... lter/2015/ Der Deckelverschluß hat mich überzeugt und das Gärröhrchen ist inklusive, rechtfertigt die 5 Euro mehr
Hopfensäckchenfilter http://amihopfen.com/Hopfenfilter/Hopfe ... ::865.html
Zuckerdosierhilfe http://www.hobbybrauerversand.de/Dosier ... uer-Zucker
Braupaddel
NoName Korn vom Discounter (gibt kein billigeres Desinfektionsmittel) und Sauerstoffreiniger für Gäreimer, Bürstchen für den Hahn
Meßbecher (kann man immer brauchen) http://www.hobbybrauerversand.de/Messbe ... ff-3-Liter
und
Die Zutaten

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Re: Kann das was werden?

#28

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 12. März 2016, 17:01

Bier beim netto für entsprechenden o.g. Kasten
Halsmanschetten mit Bügeln zum Abmontieren für NRW Flaschen & Co. (Bügelflaschen passen nicht in den Kasten)
Das ist doch Blödsinn Jörg. Ich habe da so meine Zweifel das die Dinger wirklich Dicht halten.
Fahr zum Trinkgut und hol dir einen Kasten Bier mit Bügelflaschen, ist doch egal was auf dem
Kasten drauf steht.
Badewannenthermoter für den Gäreimer (laß ich während der Gärung drin schwimmen)
Das ist unnötig und die Lebensmitteltauglichkeit ist sicherlich auch nicht gegeben.
Miss die Raumtemperatur und zähle 2°C dazu, reicht auch aus.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Kann das was werden?

#29

Beitrag von El Gordo » Samstag 12. März 2016, 17:41

Diese Nachrüstbügelverschlüsse sollen ziemlicher Schrott sein.
Das würde ich mir nicht antun.
Trink ne Kiste Bügelflaschen leer und gut ist.
Man muss ja ganz simple Dinge nicht mit Absicht verkomplizieren.
Billiger ist es auch noch und dicht sind die Flaschen dann auch.

Stefan

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Re: Kann das was werden?

#30

Beitrag von Jörg aus Bilk » Samstag 12. März 2016, 19:19

Danke Alt-Phex, Danke Stefan. Direkt Bügelflaschen nehmen. Nachrüsten ist Schrott.
Kein Badewannenthermometer.
(Das mit der Temperaturkontrolle der Gärung mit dem Badewannenthermometer hatte ich u.a. aus Hlatky/Reil: Bierbrauen für Jedermann, Leopold Stöcker Verlag, 2. Auflage 1995.)

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Re: Kann das was werden?

#31

Beitrag von floflue » Samstag 12. März 2016, 22:44

So, gehen wir mal wieder Schritt für Schritt vor:

Auch ich will Dir Dein Vorhaben mit den Malzextrakten nicht direkt ausreden. Mit Extrakten zu Arbeiten hat bestimmt auch Vorteile.
Ich kann auch verstehen, dass Du erst einmal einen Eindruck bekommen möchtest, ob Dir Bier brauen Spass macht oder nicht. Ging mir zu meinem Beginn auch so. Deshalb hatte ich mich dann auch dazu entschieden, erst einmal mit unserem größten Topf zu arbeiten.

Der BIAB-Sack sollte stramm in Deinen Topf passen, mein Topf hat einen Außendurchmesser von 25,3 cm und der Sack passt gerade so. Kann ich Dir gerne in einen Umschlag stecken und zuschicken, dann kannst Du probieren, ob er in Deinen Topf passt.

Ich an Deiner Stelle würde es mit dem Malz versuchen, auch wenn es länger dauern wird, als mit den Malzextrakten.

Nun zu Deiner Einkaufsliste:
Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, bei drei verschiedenen Shops zu bestellen und dann entsprechend mehrfach Versandkosten zu zahlen. Ich würde mich da auf einen Anbieter festlegen.
Bei HuM (http://www.hobbybrauerversand.de) wirst Du alles bekommen, was Du für den Anfang benötigst.
- Gär- und Braueimer http://www.hobbybrauerversand.de/Brau-u ... r-17-Liter
- Hopfenfilter http://www.hobbybrauerversand.de/Monofi ... -1-8-Liter

Zum Messen der Temperatur im/am Eimer kannst Du zur Orientierung auch ein Klebethermometer verwenden http://www.hobbybrauerversand.de/Klebet ... er-14C-32C. Die Messung ist jetzt nicht so genau, als wenn ein Thermometer direkt im Eimer hängt, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die angezeigte Temperatur max. 2 Grad von der Eimermitte abweicht.

Empfehlen würde ich auf jeden Fall noch:
- Silikonschlauch zum umfüllen von Topf in den Gäreimer http://www.hobbybrauerversand.de/Siliko ... 10-x-15-mm
- Abfüllröhrchen zum Abfüllen vom Eimer in die Flaschen http://www.hobbybrauerversand.de/Abfuellroehrchen

Rezept
Finde ich das von Dir erwähnte "Höpfchen Alt" von Hanghofer für den Anfang nicht schlecht und es ist in der MMuM Datenbank unter dem Namen "Kupfer Alt" http://maischemalzundmehr.de/index.php? ... actorha1=3 zu finden. Ich hab in dem Link es mal ein wenig auf die möglichen Parameter angepasst. Habs auch so gebraut und mir hat es gut geschmeckt (über Geschmack lässt sich nicht streiten, anderen hat es nicht so geschmeckt). Wobei, das Weizenröstmalz habe ich durch "Carafa Speziall II" ersetzt.

was mir noch so aufgefallen ist
- Maischepaddel, kannst Du bei dem Kochtopf auch einen Kochlöffel nehmen
- ob nun neutraler Bierkasten oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Und in den erwähnten Kasten von Netto (Kastenname ist "Unica") passen auch Bügelverschlussflaschen.

habe gerade meinen gedanklichen Faden verloren, daher sende ich den Beitrag jetzt einfach mal ab :Greets
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Re: Kann das was werden?

#32

Beitrag von schwarzwaldbbq » Samstag 12. März 2016, 23:33

Jörg aus Bilk hat geschrieben: NoName Korn vom Discounter (gibt kein billigeres Desinfektionsmittel)
Meines Wissens desinfiziert Alkohohl erst ab einen Gehalt von 75%.

Wir benutzen unvergällten Spiritus auf 75% verschnitten.

Auch Isopropanol wird immer wieder empfohlen.

LG.


Joe
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Re: Kann das was werden?

#33

Beitrag von inem » Samstag 12. März 2016, 23:42

Über 70% verkapseln sich manche Bakterien und ein Desinfektionsmittel wird unwirksam. Darunter ist es nicht so effizient.

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Re: Kann das was werden?

#34

Beitrag von schwarzwaldbbq » Montag 14. März 2016, 23:10

70% ist natürlich richtig.
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