Rezept: Treberbrot

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
KingxDuke
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Re: Rezept: Treberbrot

#51

Beitrag von KingxDuke » Montag 8. August 2016, 22:37

Wie lange kann man denn den Treber noch verwenden?
Habe am Samstag gebraut und gegen Nachmittag geläutert, den Treber relativ gut entwässert und seither steht der da wie ein Sack Kartoffeln (Vielleicht weil er im Sack auf seine Bestimmung wartet)

Kann ich den Treber 3 Tage später noch zum Backen verwenden?

Beeronymus
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Re: Rezept: Treberbrot

#52

Beitrag von Beeronymus » Dienstag 9. August 2016, 04:59

Ich denke drei Tage sollten kein Problem sein wenn er einigermaßen kühl gelagert war.
Bei einer Lagerung bei Raumtemperatur würde ich mich das aber nicht mehr trauen.
Treber kann man übrigens auch ziemlich gut einfrieren und so Monate später noch zum Backen, Treberschnitzel machen usw. verwenden.
Optimismus ist: Aus einem Gerstenkorn wird irgendwann ein Fass Bier.

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tauroplu
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Re: Rezept: Treberbrot

#53

Beitrag von tauroplu » Dienstag 9. August 2016, 06:53

Selbst im Kühlschrank wird das Zeugs ziemlich schnell muffig. Nach 3 Tagen würde ich den Treber nicht mehr verwenden. Einfrieren (sobald der in Tüten abgefüllt gerade eben ausgekühlt ist) ist die beste Art, immer Treber für ein leckeres Brot im Haus zu haben.
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Rezept: Treberbrot

#54

Beitrag von Ursus007 » Dienstag 9. August 2016, 09:04

Ja, 3 Tage bei sommerlichen Temperaturen? Eher nicht. Das Zeug schimmelt wahnsinnig schnell ...

Einfrieren geht, ich füll mir immer 3 kleine Dosen ab und verbacke die bis zum nächsten Brautag. Trocknen geht auch. Im Ofen auf dem Blech, ist aber zeit- und energie-intensiv. Dafür dann aber endlos lang haltbar. Empfehlen würde sich, den frischen Treber vorm Trocknen zu Schreddern, da hat man im getrockneten dann die Spelzen schon klein und die bleiben nicht zwischen den Zähnen hängen. Oder man nimmt Treber vom Treberkuchen oben, da sind schon mal nicht so viele Spelten drin (weil die eher absinken bei der Läuterruhe). Und aus dem Trockentreber machst Du vor dem Backen ein Brühstück und gibst das zum Brotteig.

Oder Du nimmst gleich unverbrautes Malz, ich geb in letzter Zeit gern eine Hand voll Mela oder CaraIrgendwas mit in den Teig.

Ursus
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

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Re: Rezept: Treberbrot

#55

Beitrag von Dr.Edelherb » Freitag 12. August 2016, 22:09

Ich hab das letzte Treberbrot übrigens mal spasseshalber mit ner abgelaufenen US-05 statt mit ner Backhefe gemacht, funktioniert genauso :thumbup

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Sura
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Re: Rezept: Treberbrot

#56

Beitrag von Sura » Freitag 12. August 2016, 23:33

Ich glaube Ladeberger hat das neulich so beschrieben: Nach einem Tag stinkt Treber wie Kotze. Dem kann ich nichts hinzufügen.
Ich würde den ausschliesslich frisch verwerten. Ich habe das Gefühl, der steht Hack in ganz schlechter Haltbarkeit in nichts nach......
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Rezept: Treberbrot

#57

Beitrag von Vlksnk12 » Dienstag 11. April 2017, 19:06

Hallo,
Ich backe gerade zum zweiten Mal ein Treberbrot. Beim ersten Mal habe ich es circa 80min backen lassen und es war innen noch roh.
Heute habe ich mich nochmal versucht und das Brot 60min bei 200Grad gebacken und anschließend nochmal 60min bei 150Grad.
Jetzt habe ich das Brot angeschnitten und es ist wieder von innen roh.

Kann mir jemand sagen was ich falsch gemacht habe? Habe mich an das weiter unten aufgeführte Rezept gehalten.

Liebe Grüße

koenigsfeld
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Re: Rezept: Treberbrot

#58

Beitrag von koenigsfeld » Dienstag 11. April 2017, 19:27

Vlksnk12 hat geschrieben:Hallo,
Ich backe gerade zum zweiten Mal ein Treberbrot. Beim ersten Mal habe ich es circa 80min backen lassen und es war innen noch roh.
Heute habe ich mich nochmal versucht und das Brot 60min bei 200Grad gebacken und anschließend nochmal 60min bei 150Grad.
Jetzt habe ich das Brot angeschnitten und es ist wieder von innen roh.

Kann mir jemand sagen was ich falsch gemacht habe? Habe mich an das weiter unten aufgeführte Rezept gehalten.

Liebe Grüße
Mahlzeit.

1. Welches Rezept / Mehlsorte wurde verwendet ?
2. Wie hast Du den Teig gehen lassen / Stichwort Teigführung ?
3. War der Treber nass oder trocken ?
4. Teigkonsistenz ?
5. Herdart / Stichworte Ober/Unterhitze oder Umluft oder gar echter Steinofen
6. Größe des Laibes
undsoweiterundsoweiterundsoweiter

Deine Ausführungen sind leider viel zu vage, als dass man Dir weiterhelfen könnte.


Grüsse Jürgen
Ich braue nur mit Roggen.
Warum ?
Weil ichs kann...und weils mir schmeckt !



Höflichkeit ist oberstes Gebot - denn dadurch offenbart man seine Kinderstube :Greets

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Obergäriger
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Re: Rezept: Treberbrot

#59

Beitrag von Obergäriger » Mittwoch 12. April 2017, 10:41

Moin,
Vlksnk12 hat geschrieben: Ich backe gerade zum zweiten Mal ein Treberbrot. Beim ersten Mal habe ich es circa 80min backen lassen und es war innen noch roh.
Heute habe ich mich nochmal versucht und das Brot 60min bei 200Grad gebacken und anschließend nochmal 60min bei 150Grad.
Jetzt habe ich das Brot angeschnitten und es ist wieder von innen roh.

Kann mir jemand sagen was ich falsch gemacht habe? Habe mich an das weiter unten aufgeführte Rezept gehalten.
ich backe schon seit ein paar Jahren Brot selber. Gelingt nicht immer gleich, aber Brot wird's immer.

Wenn Dein Brot bzw. der Teig noch roh ist, kann das (wie "koenigsfeld" richtig schreibt) viele Ursachen haben, aber mit insgesamt 2 Stunden Backzeit passt etwas nicht. Dein Brot ist (so wie ich das verstehe) nicht durchgebacken.
Backst Du denn in einer Kastenform oder stürzt Du Dein Brot zum Backen aus einem Gärkörbchen auf einen Backstein o.ä.?

Beim Backstein kannst Du wenig falsch machen, wenn Du folgendes tust:
1) Backstein auf 240° C vorheizen
2) Erste Backphase : 20 Minuten bei 240° C (ideal mit etwas Wasser im Backofen)
3) Zweite Backphase: 30 Minuten bei 200° C (Wasser aus dem Ofen entnehmen, ausdampfen lassen)
4) ggf. die letzten 10 Minuten die Klappe einen Spalt öffnen und angelehnt lassen. Dadruch wird die Kruste besonders rösch.

Auch wenn es mal 5 Minuten mehr Backzeit sind, ändert das am Endergebnis wenig. Beim Backstein ist es auch relativ egal, ob der Teig zu nass ist oder nicht (bei zu nass geht der Teig sehr in die Breite und Du bekommst leider ein sehr flaches Brot; bei zu trocken geht das Brot nicht gut auf, bleibt also formstabil, aber relativ klein).

Da ich lange nicht mehr mit einer Kastenform backe, fehlt mir da etwas die Erfahrung. Ich würde hier gefühlt 1 Stunde bei rd. 200°C backen. Aber wenn Du zwei Stunden gebacken hast, hast Du irgendwas grundsätzlich nicht richtig auf den Weg gebracht. Kann es sein, dass Du Deinen Brotteig in die Form "gießt" oder das die Temperaturanzeige völlig daneben liegt?
Das Leben ist zu kurz für schlechte Biere [tm]. :Drink

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Re: Rezept: Treberbrot

#60

Beitrag von fabian944 » Mittwoch 12. April 2017, 22:43

Tach Gemeinde,

vielen Dank für das Rezept und die Inspiration.
Heute Back´ich, morgen Brau´ich....

Das Rezept habe ich grad gebacken, habe allerdings noch eine Tüte Bioland Dinkel Sauerteig Extrakt hinzugefügt.
Dazu ein Päckchen Biovegan Hefe.

Es richt köstlich und kühlt nun grad aus.
Grandios.

Ahoi und Danke
Fabian
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Re: Rezept: Treberbrot

#61

Beitrag von monojp » Montag 24. April 2017, 19:41

Hallo, hab mir auch ein Treberbrot gebacken. Ganz nach dem Rezept im ersten Beitrag, nur mit etwas Vollkornmehl und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Ergebnis gibts im Anhang :)

Edit: Das über mir sieht ja toll aus. Wow.
Dateianhänge
tmp_5310-IMG_20170424_192648307921665.jpg

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Re: Rezept: Treberbrot

#62

Beitrag von Zwieseltaler » Mittwoch 26. April 2017, 00:43

Ohja das Rezept hab ich auch irgendwo mal mitbekommen und schon zig mal ausprobiert.

Hier mal ein Foto, aber vorsicht macht hungrig: https://zwieselbrau.wordpress.com/2016/ ... reberbrot/

Gruß
André

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recycler
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Re: Rezept: Treberbrot

#63

Beitrag von recycler » Dienstag 1. Januar 2019, 19:52

O.K. den nächsten Treber bekommen nicht die Hühner. Treberbrot, Pizza und Treberknäckerezepte hab ich jetzt. Was kann man noch machen (in meinem schlauen Braubuch steht auch noch etwas von Panade, aber ohne Rezept).

Freue mich auf Anregungen.

Ciao

recycler

Braujeck
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Re: Rezept: Treberbrot

#64

Beitrag von Braujeck » Sonntag 13. Januar 2019, 18:19

Hallöchen Allerseits,
über Treber bin ich zum Brauen gekommen,da ich davor mit Treber vom Kumpel Brot gebacken habe. Deswegen 2 Tipps
Salz ist der Gegenspieler der Hefe , kann man vorher reintun ,geht aber auch später. Hauptsache es ist drin.
Was aber ein echt gutes Terberbrot ausmacht ist Sauerteig ! Da Treber ,meines Erachtens, besser zu Roggen als zu Weizen passt. Aber ist wie bei Bier Geschmackssache !
Der zweite Tipp : Im Steinbackofen backen....das gibt ein Brot... :Bigsmile Falls du keinen hast,komm vorbei ,hab ich im Garten...Zusammen Brauen,zusammen Backen :Drink
MfG Nobby... :Greets
Gib einem ein Bier,er trinkt es.Lehre ihn brauen... :redhead

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Malzwein
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Re: Rezept: Treberbrot

#65

Beitrag von Malzwein » Sonntag 13. Januar 2019, 18:59

recycler hat geschrieben:
Dienstag 1. Januar 2019, 19:52
O.K. den nächsten Treber bekommen nicht die Hühner. Treberbrot, Pizza und Treberknäckerezepte hab ich jetzt. Was kann man noch machen (in meinem schlauen Braubuch steht auch noch etwas von Panade, aber ohne Rezept).

Freue mich auf Anregungen.

Ciao

recycler
Alles, was nicht Brot wird, guckst du hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=3&t=18595
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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