Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhexe]

Hier können Braubegeisterte ihre selbstgebastelten Heimbrauanlagen in Bild und "Ton" vorstellen.
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Kernbohrer2000
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Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhexe]

#1

Beitrag von Kernbohrer2000 » Sonntag 28. Dezember 2014, 21:48

Hallo Braukollegen,
ich möchte diesen Thread nutzen um einerseits meine Brauanlage vorzustellen und andererseits einen kleinen Anfängerguide zu erstellen. In letzter Zeit häuft sich meiner Meinung nach die Erstellung von Threads, die immer wieder Themen aufgreifen, die hier oder im alten Forum bereits behandelt wurden (Wo Material kaufen, welches Material notwendig, welcher Einkocher, wie Einkocher modifizieren etc.). Drum würd ich hier gerne einiges zusammenfassen, um vielen den Einstieg zu vereinfachen bzw. das erneute aufkommen einiger "Standartthreads" zu verringern.

Das ganze hier ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss und gibt auf keinen Fall vor, wie man in das Thema Bierbrauen zu starten hat. Dies soll lediglich eine Hilfe sein, die gerne von anderen diskutiert, ergänzt und kritisiert werden darf. Auch ist es weiterhin erwünscht, das Neueinsteiger bei Fragen einen Thread eröffnen, das habe ich ja als Neuling auch getan. So wie ich die Gemeinschaft hier kenne, wird sich auch immer jemand finden der Anfängern helfend unter die Arme greift.

Warum ich denke das meine Anlage für Anfänger hilfreich sein Könnte: Ich braue in der Einkocherklasse und habe mittlerweile einige Sude hinter mir. Meiner Meinung nach ist die Einkocherklasse die "Einsteigerklasse" wenn es um das Maischebrauen geht. Alle fangen bekanntlich klein an und bevor man nicht sicher ist, ob das Hobby etwas für einen ist, will man natürlich nicht gleich eine große Menge an Geld ausgeben.

Die Vorteile der Einkocherklasse sind:
-Grundausstattung preislich bezahlbar
-Nimmt wenig Abstellplatz in Anspruch
-Brauen kann auch in kleinen Küchen stattfinden
-Bedienbarkeit für Anfänger ohne Probleme händelbar
-Experimentierfreude (geht mal ein Sud in die Hose muss man nur 20L wegschütten)

Ich werde Meine Anlage und den Guide anhand der Vorgehensweise bei einem Brauvorgang erklären, so das hier alles in chronologischer Weise aufgezeigt wird. Ich werde hier Preise, Bezugsquellen und Produkte nennen. Dies soll keine explizite Werbung für ein bestimmten Shop bzw. bestimmte Produkte sein. Ich denke aber das transparenz für Anfänger sehr wichtig und hilfreich ist.

Leistungsdaten meiner Anlage
Bierausstoß 22l
Sudhausausbeute 65-70%
Schüttung max. 7,5kg
Dauer pro Sud inkl. Reinigung 5-6 Std.

Informationen beschaffen

Vor dem Brauen sollte man sich unbedingt in die Thematik einlesen. Sollte man ein Brauset oder ähnliches geschenkt bekommen haben, will man natürlich schnell mit dem Brauen beginnen. Eine sorgfältige Vorbereitung zahlt sich jedoch aus. Hierzu gibt es ein paar Informationsquellen die ich hier kurz nennen möchte.

Die größte Wissenssammlung zum Thema Hobbybrauen ist meiner Meinung nach dieses Forum. Ein Teil dieses Forums ist auch das alte Forum. In diesen beiden Foren sind wahrscheinlich schon alle Anfängerfragen und auch viele weiterführende Thematiken behandelt worden. Deshalb kann ich jedem Anfänger nur ans Herz legen sich ein Bier aufzumachen, die Suchfunktion zu nutzen und sich ein paar Stunden mit dem hier angebotenen Wissen auseinander zu setzen. Das beste daran, das ganze ist auch noch kostenfrei ;-)

Nächste Quelle ist ganz Oldschool der Griff zur Literatur. Hier gibt es eine Großzahl an Bücher die sich mit dem Thema Hobbybrauen beschäftigen. Hier muss man zwar ein paar Euro investieren, bekommt dafür aber eine gut strukturierte Einführung in unser tolles Hobby. Ich persönlich habe mich mit dem Hanghofer eingelesen. Zu nennen sind aber auch die Werke von: Rudolph, Kling, Wölfing und das Werk unseres Forenmitglieds TrashHunter.

Auch Youtube spuckt einige Videos zum Thema aus. Hier habe ich in der Anfangszeit so ziemlich alles zum Thema angeschaut was die Suche her gibt. Hier nur mal Zwei Werke als Beispiele:
Bier brauen - Anleitung
Bier selber brauen, so wirds gemacht!

Als letztes fallen mir dann noch Brauseminare ein. Hier empfehle ich google zu nutzen um sich diesbezüglich schlau zu machen. Hier gibt es natürlich gute und weniger gute Kurse, kostengünstige und kostenintensive, 2-Stunden-Seminare und Wochenendkurse, Kleinstbrauereien und große Brauereien. Da ich selber nie einen Braukurs gemacht habe, kann ich hier nicht viel dazu sagen.


Beschaffen der notwendigen Gerätschaften

Als Anfänger ist es wirklich schwer das richtige Equipment zu besorgen. Zum einen muss man wissen was man braucht und in welcher Liga man spielen will. Ebenso spielt das liebe Geld eine wichtige Rolle. Sollte man gleich groß investieren um dann nach dem ersten Sud zu merken, das dies doch nicht das richtige Hobby ist, dann ist die Enttäuschung natürlich groß. Ebenso kann schnell mal der Haussegen schief hängen, wenn man ein bisschen was investiert und die liebe Gattin für diesen Monat kein Geld mehr hat um sich noch ein paar Schuhe in den Schrank zu stellen. Deshalb werde ich im Verlauf der Vorstellung meiner Anlage immer anmerken, was ich für den Anfänger für sinnvoll halte und was man sich auch ohne Probleme später noch kaufen kann.

Dann ist natürlich wichtig wo ich das ganze kaufe. Vorweg kann ich sagen, das es nicht den einen Shop gibt, bei dem alles am billigsten ist. Ich habe schon bei fünf verschiedenen Shops Equipment und Rohstoffe gekauft, da bei dem einen mal das billiger ist, der andere was anbietet was kein anderer anbietet oder der eine was vorrätig hat, was die anderen grade nicht auf Lager haben. Deshalb hier eine Liste der mir bekannten Onlineshops. Alphabetisch geordnet, ohne Wertung:

Adams Hardware
AmiHopfen
Brau-Partner
Gastro-Brauen
Hopfen der Welt
Hopfen und mehr
Schnapsbrenner
http://www.brauhardware.de
http://www.candirect.de

Was will ich brauen / Rezeptentwickelung

Als nächstes ist dann wichtig zu wissen, was man brauen will. Auch hier gibt es wieder einige Möglichkeiten die man nutzen kann. Für Anfänger bietet es sich natürlich an, ein "Braupaket" bei einem der oben genannten Shops zu kaufen. Dort enthalten sind meist geschrotetes Malz, Hopfen, Hefe und eine Brauanleitung. Dies habe ich beim ersten Sud auch getan, da mir für die anderen Möglichkeiten die Praxiserfahrung gefehlt hat.
Der nächste Schritt wäre dann ein vorhandenes Rezept eines anderen Brauers zu nutzen und sich die Rohstoffe selbst zu besorgen. Rezepte kann man hier im Forum finden oder auf Internetseiten wie Maische, Malz und mehr oder Müggelland-Brauerei. Letztere Seite bietet auch einen umfangreichen Wissensschatz zu den Braurohstoffen. Hat man sich dann ein Rezept ausgesucht kann man sich die notwendigen Rohstoffe besorgen und hat auch schon das Maischprogramm zur Hand.
Früher oder später ist es dann aber soweit, das man sich sein eigenes Rezept erstellen will. Bei mir war dieser Zeitpunkt schon ab dem vierten Sud gekommen. Ab hier ist es aber wichtig, das man sich intensiv mit der Materie beschafft hat. Ohne ausreichendes Hintergrundwissen sollte man sich lieber an fertige Rezepte halten. Allerdings sagt man auch "probieren geht über studieren", deswegen sollte man sich ruhig ab einem gewissen Zeitpunkt, den jeder für sich selber entscheiden muss, an ein eigenen Rezeptentwurf wagen. Auch hier gibt es wieder Mittel und Wege um sich das ganze zu vereinfachen. Zum einen kann man sich das ganze mit Formeln zusammenrechnen, die man der genannten Literatur entnehmen kann. Allerdings gibt es auch hier elektronische Helfer, die diese Arbeit für einen übernehmen. Hier kann ich den Brew Recipe Developer empfehlen. Hier kann man mit einigen klicks ein Rezept erstellen und sich die gewünschten Rohstoffmengen berechnen lassen. Dies geht aber wie gesagt nicht ohne das nötige Hintergrundwissen. Begrifflichkeiten und Wissen über den Maischvorgang mit seinen Temperaturstufen sollten vorhanden sein.

Braurohstoffe

Hierzu will ich nicht viele Worte verlieren. Die Bezugsquellen habe ich bereits oben angegeben. Man muss sich nur im klaren sein, was man haben will und ob man das gewünschte auch umsetzen kann. Detailirtes Wissen zu den Thema findet man auch unter den angegebenen Infoquellen. Hier nur ein paar kurze, Grundlegende Gedanken.
Erster wichtige Punkt wäre zu wissen ob man ein obergäriges oder untergäriges Bier brauen will. Obergärig vergären kann zuhause jeder, da dies bei Zimmertemperatur geschehen kann. Untergärig wird jedoch schon schwieriger da hier dauerhaft Temperaturen um die 10-16°C herschen müssen. Deshalb empfehle ich für den Anfänger erst einmal obergärige Biere zu brauen. Als nächstes die Frage ob man Flüssig- oder Trockenhefe verwenden möchte. Hier empfehle ich für den Anfänger Trockenhefe, einfach weil diese Kostengünstiger ist und am Anfang leichter zu händeln ist.
Beim Thema Hopfen muss man nicht viel beachten. Die Rezepte oder Braupakete geben dem Anfänger vor wann, welcher und wieviel Hopfen zugegeben werden muss.
Beim Malz stellt sich am Anfang nur eine Frage. Nutzt man geschrotetes oder ungeschrotetes Malz. In allen mir bekannten Shops kann man sein Malz teilweise grammgenau bestellen, bzw. bekommt man eine fertige Malzmischung im Braupaket geschrotet. Vorteil an geschrotetem Malz: es ist direkt Einsatzbereit. Nachteil: Es kostet extra und man muss für jeden Brauvorgang einzeln oder lang genug im Vorraus bestellen. Lagerbar ist geschrotetes Malz wenn kühl und Luftdicht gelagert meiner Meinung nach 6 Monate. Will man jedoch flexibeler sein braucht man eine Malzmühle und ein kleines Malzlager. Dies ist jedoch für den Anfänger nicht notwendig. An dieser Stelle beginnt aber die Vorstellung meiner Anlage.

Malzmühle und Zubehör

Da ich meist beim brauen Spezialmalze brauche, kommt es oft vor, das ich für einzelne Sude Malz bestellen muss. Dies bringt natürlich jedes Mal Versandkosten mit sich. Deshalb habe ich ein kleines Malzlager mit Standartmalzen. Um diese lange lagern zu können kaufe ich es ungeschrotet. Damit es dann Braufertig gemacht werden kann habe ich mir eine Malzmühle zugelegt:
2014-12-28 16.42.02.jpg
Malzmühle
Dieses Modell kostet bei Braupartner rund 40€ und ist für die 20L Klasse volkommen ausreichend. In 15-20min habe ich die 4-7 Kilo Malz für meine Sude durch. Die Mühle befestige ich auf einem Brett, stülpe den abgeschnittenen Hemdsärmel über den Auslass und lasse ihn in einen Eimer hängen. So hat man sehr wenig Staubentwickelung. Eimer mit Deckel kostet im Baumarkt 2€. In solchen Eimern bewahre ich auch mein Malz auf. Dann braucht man noch eine Schaufel für 2-3€ und dann ist zum Thema Malz und Schroten in der Einkocherklasse alles vorhanden. Für den Anfänger jedoch alles nicht notwendig.

Putzutensilien:

Vor dem Brauen kommt das Putzen. Sauberkeit ist das A und O beim brauen und deshalb braucht man da ein bisschen was an Material:
2014-12-28 16.32.57.jpg
Putzutensilien
Wichtig ist der richtige Reiniger. Ich nutze [1] ChemiPro Oxi. Dieser Reiniger ist sehr billig und kostet 8€ pro Kilo. Pro Brauvorgang benötigt man 4 Gramm. Man hat also was davon. Wichtig: dieser Reiniger macht das ganze nicht steril. Bisher hatte ich weder eine Infektion, noch musste ich ein Sud entsorgen. Wer sauber Arbeitet, muss auch nichts wegschütten. Beim Würzekochen wird dann sowieso durch das kochen sterilisiert. Wem das nicht reicht, dem möchte ich folgendes ans Herz legen:
uli74 hat geschrieben:Was ich auch empfehlen würde wäre eine Sprühflasche mit 70%igem Isopropanol. Damit kann man seine Utensilien (Löffel, Spindel...) wirklich desinfizieren.
Auch wichtig ist eine [2]Sprühflasche um den Reiniger aufzubringen. Diese gibts für 2€ im Baumarkt. Die anderen abgebildeten Utensilien sollte jeder kennen und bedürfen keiner weiteren Erklärung.

Sudwerk
Hier ein Blick auf mein Sudwerk:
2014-12-28 16.25.38.jpg
Sudwerk
1] Hier zu sehen meine Maischepfanne/LäuterbottichKombi. Vorab kurz: alle drei Einkocher sind mit einer Schicht Alufolie (gegen Sauerrei) und einer IsoMatte (5€ im Sportgeschäft) isoliert. Die Maischepfanne ist ein so genannter Terminator oder einfach ein Einkochtopf von Profi Cook aus Edelstahl mit Displaysteuerung der Temperatur und der Rasten. Diesen habe ich für 95€ beim Selgros gekauft. Modofizeirt habe ich nur den Ablasshahn. Die Teile dafür habe ich aus dem Baumarkt. Kostenpunkt ungefähr 15€. Die Umbauanleitung findet ihr hier in Antwort 22 und ein Detailbild in Anhang 1. Dieser Einkocher ist meiner Meinung der beste vom Preis-/Leistungsverhältnis auf dem Markt und auch für Anfänger eine Empfehlung, billiger gehts aber auch, siehe im nächsten Absatz. Um direkt aus der Maischepfanne Läutern zu können habe ich eine Läuterhexe eingebaut. diese gibt es für 35€ bei Hopfen und Mehr. Diese Läutermethode halte ich für sehr einfach und kostengünstig und würde sie jedem Anfänger empfehlen. Einbau siehe Anhang 1 & 2. Auch ich habe am Anfang mit der Stoffwindel gearbeitet und kann behaupten das diese 35€ sehr gut investiert sind. Die Windel bereitet nur Sauerrei und Frust und verlängert das Läutern deutlich. Mit der Läuterhexe läutert man je nach Gewicht der Schüttung zwischen 25-45min. Gerührt wird mit dem Rührwerk von Kirk welches es bei Adams Hardware zu kaufen gibt. Den genauen Preis kann ich nicht sagen, da ich mein Rührwerk damals hier im Forum gebraucht gekauft habe. Preis dürfte aber über 100€ liegen. Auch das Rührwerk ist für den Anfänger nicht notwendig. Will man dieses jedoch mit der Läuterhexe zusammen nutzen, muss man das Rührwerk oder die Hexe modifizieren. Ich habe die Rührwerksflügel gekürzt, siehe hier in Antwort 22 und im Detailbild in Anhang 1. Wer nicht sägen will findet die Anleitung zur modifizierung der Hexe hier. Am Anfang schafft ein Braupaddel (Nr.7) abhilfe, welches man in diversen Ausführungen in jeglichen Shops für 4-15€ erwerben kann und welches für Anfänger unerlässlich ist.

4] Da die Läuterhexe nicht alle Schwebstoffe rausfiltern kann hängt hinterm Hahn ein Sputnikfilter. Dieser kostet 8€ bei Hopfen und mehr, ist aber kein absolutes Muss für den Anfänger, aber eben auch wohl investiertes Geld.

2] Die Würze läuft dann direkt in meine alte Maischepfanne, die ich nun zum Hopfenkochen nutze. Vorteil daran ist, dass ich die Würze direkt für das Hopfenkochen aufheizen kann. So ist der Wärmeverlust beim Läutern minimal. Dieser Einkocher ist der allseits bekannte Silvercrest von LIDL für 60€. Er ist das Einsteigermodell als Maischepfanne in der 20L Klasse. Viel günstiger bekommt man einen neuen Einkocher nicht. Dieser Einkocher ist mit dem Terminator fast baugleich, außer das er aus Emailie und nicht aus Edelstahl ist. Deshalb gelten die Umbauanleitungen für Hahn und Läuterhexe hier ebenfalls. Zum Maischen und Hopfenkochen braucht man keine zwei Einkocher. Ein einziger würde reichen, wenn man zum Beispiel in einen Gäreimer (dazu später mehr) läutert und die heiße Würze dann zurück in den gereinigten Einkocher kippt. So ist für den Anfänger nur ein Einkocher notwendig. Will man aber mit dem Silvercrest die Würze kochen, so ist ein Umbau unumgänglich, da der Kocher bei erreichen der 100°C abschaltet und so kein wallendes Kochen entsteht. Die Anleitung zum Umbau findet ihr hier und ist äußerlich in Anhang 3 dargestellt. In diesem Einkocher findet auch das Hopfenseihen statt. Mit dem Braupaddel wird ein ordentlicher Whirlpool veranstaltet und nach 20min wird über den Ablasshahn geseiht. Durch die Bildung des Trubkegels und des wieder angehängten Sputnikfilter gelangen keine Trubstoffe in den Gäreimer

3] Den Nachguss erwärme ich in einem Einkocher den ich für 20€ bei Ebay Kleinanzeigen gekauft habe. Dieser wurde früher zum Würzekochen genutzt, hatte aber den Nachteil, dass er keinen Hahn hat und so der Aufwand zum Hopfenseihen zu groß war. Hier kann man aber am Anfang auch einen Kochtopf aus der Küche nehmen. Der Nachguss wird mit einem Messbecher (Nr. 5, 2€ im Baumarkt) über den Treberschapf (Nr.6, 2,40€ Braupartner) auf den Treber aufgebracht. Durch die Siebwirkung wird das wasser schön versprenkelt. Ein Messbecher ist für einen Anfänger unbedingt notwendig, der Treberschapf empfohlen, da dieser auch beim Säubern der Maischepfanne hilft.

Messutensilien

Die hier gezeigten Dinge sind für jeden Anfänger notwendig:
2014-12-28 16.35.01.jpg
Messutensilien
[1] Thermometer (12€ HuM), [2] Messzylinder(5€ HuM) und [3] Spindel (7€ HuM) sind zur bestimmung des Restextraktes für den Anfänger von nöten ebenso kann man so die Temperatur beim Maischen kontrollieren. Das [4] Brauerjod (3€ HuM) ist für der Einsteiger für die Jodprobe auch unerlässlich.

Würze kühlen

Das Würzekühlen kann man mit diversen Hilfsmitteln beschleunigen. Für Anfänger bzw. allgemein in der 20L Klasse reicht das Abkühlen über Nacht jedoch vollkommen aus.

Gärung

Vergoren wird im angesprochenen Gäreimer:
2014-12-28 16.36.42.jpg
Gäreimer
Den [1] Gäreimer gibt es in diversen Ausführungen und zu den unterschiedlichsten Preisen. Günstigste, mir bekannte Version gibt es bei Hopfen und mehr für 17€ inklusive [2] Ablasshahn und [3] Gärröhrchen. Ich lasse den Gäreimer mit der Würze immer 2 Wochen stehen. Ich weis, man sollte das ganze spindeln und kann dann evtl. schon früher abfüllen. Nach zwei Wochen war die Gärung bis jetzt aber immer durch und ich hatte noch keine Flaschenbombe.
Wenn man mit Trockenhefe arbeitet, braucht man ein Gefäß um die Hefe zu rehydrieren. Hier kann man extra ein [6] Behälter dafür kaufen oder einfach als Anfänger den Messbecher dafür nutzen. Abgefüllt wird dann am besten via [4] Abfüllröhrchen welches es für 3€ in den meisten Shops zu kaufen gibt. Wer sich bei der Flaschengärung mit dem Zucker leichter tun will kann sich noch einen extra [5] Zuckerdosierer mit 3 Skalen kaufen. Diesen gibt es für 1€ bei Braupartner.

Abfüllen
Nach der Gärung gehts ans Abfüllen. Hierzu muss man erst einmal die Flaschen Spülen. Dazu gibt es folgendes Zubehör:
2014-12-28 16.38.22.jpg
Flaschen reinigen
Für den Anfänger reicht ein Wasserhahn und eine [3] Flaschenbürste (1€ Drogeriemarkt). Ich nutze zum groben ausspülen der Flaschen den [2] Blast von HuM für 14€. Zum nachspülen nutze ich den Avvinatore von HuM für 16€ gefüllt mit ChemiOxiPro. Danach sind die Flaschen im Normalfall sauber genug, vor allem wenn man sie nach dem austrinken direkt mit Wasser ausgespült hat. Jedoch kann es bei sehr dreckigen Flaschen notwendig sein, diese zu desinfizieren. Hierzu möchte ich diesen Thread empfehlen, welcher sich intensiv mit dem Thema Flaschen reinigen/desinfizieren befasst.

Die Art und Form der Flasche richtet sich natürlich nach den Vorlieben des Brauers. Ich persönlich finde das einige Bierstile in 0,33l und andere in 0,5l Flaschen gehören. Ebenso ist die Form für mich wichtig. Deshalb nutze ich vier verschiedene Flaschenarten:
2014-12-28 16.06.54.jpg
Flaschen
Ebenso wichtig ist die Frage ob Bügelflaschen oder Kronkorken. Auch das ist eine "Glaubensfrage". Für den Anfänger sind Bügelflaschen von Vorteil. Ich nutze beides. Für Flaschen mit Kronkorken braucht man aber noch Zubehör:
2014-12-28 16.40.09.jpg
Korken
Ein günstiger Kronkorkenverschliesser kostet ab 12€ und 100 Kronkorken ca. 3€ in sämtlichen Shops.

Gelagert werden die Flaschen natürlich in Kisten. Entweder nutzt man welche aus einem Getränkemarkt oder man baut sich wie ich selber welche. Hier sind die Materialkosten je Kiste ca. 10€:
2014-12-28 16.00.29.jpg
Kisten
Gekühlt werden muss das Bier ja auch. Ich habe zwei Kühlschränke. Den einen noch aus meiner Studentenbude, den anderen habe ich für 25€ bei Ebay Kleinanzigen erstanden.
2014-12-28 16.00.48.jpg
Kühlschrank
Zum Schluss kommen dann Etiketten auf die Flaschen. Dies ist natürlich auch kein muss. Kostengünstig gehts mit einfachen ausdrucken auf Papier die mit Milch bepinselt werden. Ich nutze jedoch Klebeetiketten von Aldi für 4€ pro 800 Etiketten.
2014-12-28 16.43.02.jpg
Etiketten
Hier im Detail:
2014-12-28 16.00.08.jpg
Etiketten 2
Raus kommt dann am Ende hoffentlich soetwas wie hier mein HazeALEnut, ein dunkeles Ale mit Haselnussextrakt:
2014-12-27 17.14.57.jpg
HazeAlenut


Nun hoffe ich das ich alles habe und würde mich freuen, wenn diese Ausführung dem ein oder anderen den Start in dieses tolle Hobby vereinfacht. Ich bitte um Ergänzungen, Anregungen und Kritik, die ich dann in das oben geschriebene einarbeiten kann. Alles in allem werde ich das Ganze sicherlich noch mehrfach editieren. Auch auf Rechtschreibfehler habe ich noch nicht kontrolliert, deswegen steinigt mich nicht gleich wenn was falsch geschrieben ist. Abschließend noch eine Übersicht mit den Dingen die man meiner Meinung nach dringend zum Start benötigt:

-Einkocher mit Ablasshahn 30€ Ebay Kleinanzeigen, besser Silvercrest 60€ LIDL
-Dämmung 5€
-Hahnumbau 15€
-Gäreimer mit Zubehör 17€
-Messbecher 2€
-Braupaddel 5€
-Läuterhexe 35€ (Alternative Stoffwindel 3€ aber zu hoher Aufwand und Frust)
-Chemipro Oxi 8€
-Sprühflasche 2€
-40 Bügelflaschen
-Thermometer 12€
-Standzylinder 5€
-Spindel 7€
-Brauerjod 3€
-Flaschenbürste 1€
-Kochtopf aus der Küche

Wichtig aber kein muss:
-1-2 Einkocher (Nachguss und Hopfenkochen)
-Treberschapf 3€
-Sputnikfilter 8€
-Rührwerk >100€
-Zuckerdosierer 3€
-Hefebecher 6€
-Flaschenspüler Blast 16€
-Avvinator 16€
-Abfüllröhrchen 3€
-Kronkorkenverschließer 12€
-Kronkorken 3€
-Malzmühle 40€
-Malzschaufel 3€
-Klebeetiketten 4€
-1-2 weitere Gäreimer
-mehr Flaschen
-Eigener Kühlschrank nur für Bier

Das ganze gibt es teilweise auch in diversen Startersets zu kaufen. Hier am besten einfach einmal vergleichen was wo drin ist und welches wieviel kostet.

Abschließend ein Bild wievel Platz die Ausrüstung inkl. Kessel im Keller einnimmt:
2014-12-28 16.01.12.jpg
Stau


Anhang:

Anhang 1:
2014-12-28 16.26.02.jpg
Anhang 1
Anhang 2:
2014-12-28 16.26.40.jpg
Anhang 2
Anhang 3:
2014-12-28 16.31.04.jpg
Anhang 3
Zuletzt geändert von Kernbohrer2000 am Samstag 31. Januar 2015, 20:09, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#2

Beitrag von Kernbohrer2000 » Montag 29. Dezember 2014, 13:05

Bis vorhin war es nicht möglich in diesem Thread zu antworten. Tauroplu hat sich dem Problem angenommen und das ganze gelöst. Ab nun kann auch hier diskutiert und nachgefragt werden. Auch über Feedback würde ich mich freuen.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#3

Beitrag von doldi » Montag 29. Dezember 2014, 13:53

Dann bin ich mal der erste mit einem Feedback!
Super toll geschrieben und bebildert. Da ich am überlegen bin, einem Kumpel ein Starterset zum Geburtstag nächstes Jahr zu kaufen, werde ich Untensilienmäßig auf alle Fälle nochmal deinen Post aufgreifen!
Eins ist mir aufgefallen, was nicht ganz korrekt ist. Du benutzt bei Chemipro Oxi immer das Wort desinfizieren. Chemipro ist allenfalls ein besseres Reinigungsmittel mit wenig bis gar keiner Keimabtötung.
Muss zugeben, dass ich auch ein Neuling bin, hab mir aber eingebildet, dass ich das so aus anderen Threads zum Thema Reiningung/Desinfektion rausgelesen habe.
Gruß
Reinhard

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#4

Beitrag von Al-Jimbeam » Montag 29. Dezember 2014, 14:13

Sehr schöne Anleitung, ich finde viele meiner Teile da wieder. Ich hab mir noch eine Kühlspirale dazu geleistet das Warten bis die Suppe kalt ist dauert mir zu lang :puzz und anstatt Chemipro benutze ich Danclorix ich glaub ein weinig günstiger im Preis und macht auch nichts anderes zum desinfizieren Isopropanol.

Aber wie gesagt schöne Anleitung :thumbup

Gruß Helmut
_________________________________________________________________________________________________________
Wenn ich Deinen Hals berühre, Deinen Mund an meinen führe, ach, wie sehn´ ich mich nach Dir, mein hausgebrautes Bier!

http://www.h-punkt.de

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#5

Beitrag von Kernbohrer2000 » Montag 29. Dezember 2014, 14:18

Doldi du scheinst recht zu haben. Hier mal die Produktbeschreibung:
Das Reinigungsprodukt für alle leicht beschmutzten Materialien und Flaschen. Dank dem aktiven Sauerstoff ist eine hygienische Reinigung in kurzer Zeit möglich. Eine Nachspülung ist jetzt nicht mehr erforderlich und noch dazu ist dieses Produkt umweltfreundlich! Sehr gut für leicht verschmutzte Utensilien geeignet.

Auch wenn es scheinbar nicht desinfiziert, zumindest steht dies nirgends expliziet, hatte ich bisher keine Flasche mit einer Infektion, ebensowenig musste ich einen Sud wegschütten. Somit scheint der Reiniger seinen Zweck zu erfüllen. Ich kann ihn also voll und ganz empfehlen. Ich nutze wie beschrieben nur dieses Mittel zur Reinigung an sonsten nur Wasser. Mehr Reinigung/Desinfizierung ist meiner Meinung nach nicht notwendig.

Danke für dein Hinweis. War bis dato fest davon ausgegangen das es desinfiziert.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#6

Beitrag von Heweb » Montag 29. Dezember 2014, 15:53

Das ist mal eine wunderbare und wahnsinnig Aufwendige Anleitung für Anfänger und auch fortgeschrittene Hobbybrauer. Reich bebildert und auch gleich noch super verlinkt!
Eigentlich habe ich für dieses Jahr keinen Sud mehr geplant - aber nach diesem Beitrag juckt es mir schon wieder unter den Nägeln.... :thumbsup
Bei kaltem Wetter läuft die Nase, bei kaltem Bier passiert's der Blase.
Cheers, Helmut

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#7

Beitrag von djmoehre » Montag 29. Dezember 2014, 16:09

Ich fände es super, wenn wir diese schöne Anleitung ins Wiki verfrachten könnten.
Was meint Ihr?
Grüße
Maddin

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#8

Beitrag von franzbräu » Dienstag 30. Dezember 2014, 16:21

prima Beitrag. Werde einiges davon übernehmen. Hilft sicher jedem Anfänger. Danke

gruss
Franzbräu

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#9

Beitrag von Kirk1701 » Mittwoch 31. Dezember 2014, 13:56

Hallo Kernbohrer2000,

super Anleitung :thumbup

Ab Jannuar 2015 braucht man dann auch keinen Rührflügel mehr absägen wenn man aus den Einkocher mit Rührwerk läutern möchte :Bigsmile

Bild

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Kirk

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#10

Beitrag von Matze123 » Donnerstag 1. Januar 2015, 22:25

Tolle Anleitung :thumbup


Gruß
Matze :Drink

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#11

Beitrag von Steamroller » Donnerstag 1. Januar 2015, 23:10

Klasse Sache. Ich wollte im Februar/März mal in einem "Bierfachgeschäft" ein bisschen Info für Hobbybrauen machen, werde ich sicher auf deine Infos zurückgreifen (wenn für dich ok? Natürlich mit Quellenangabe) und auf deinen Post hinweisen.
:thumbup
Standard: DoldenSud,AtlantikAle,LammsbräuPils
Favoriten: Grebhans,Buddelship,YuleSmith(Summer),ModusHoperandi,Gonzo
Bars: SaCerViseria, Lorien, Coriasso's, Hops&Barley
Bremen: Brolters is home, Union, TwoBeers

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#12

Beitrag von Kernbohrer2000 » Donnerstag 1. Januar 2015, 23:34

Steamroller hat geschrieben:Klasse Sache. Ich wollte im Februar/März mal in einem "Bierfachgeschäft" ein bisschen Info für Hobbybrauen machen, werde ich sicher auf deine Infos zurückgreifen (wenn für dich ok? Natürlich mit Quellenangabe) und auf deinen Post hinweisen.
:thumbup
Dazu ist der Thread da :Wink Je mehr davon profitieren, desto besser.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#13

Beitrag von jenses » Freitag 2. Januar 2015, 00:54

Kirk1701 hat geschrieben: Ab Jannuar 2015 braucht man dann auch keinen Rührflügel mehr absägen wenn man aus den Einkocher mit Rührwerk läutern möchte :Bigsmile
Kirk
Braucht man auch jetzt schon nicht - Rührflügel von Amihopfen paßt auch zur MM-Einkocher-Läuterhexe,
wenn man will, kann man auch das Original-T-Stück ersetzen durch ein 3/8'' auf 1/2 ' Winkel plus 1/2''- Endkappe mit Innengewinde.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#14

Beitrag von uli74 » Freitag 2. Januar 2015, 08:36

Kernbohrer2000 hat geschrieben:Doldi du scheinst recht zu haben. Hier mal die Produktbeschreibung:
Das Reinigungsprodukt für alle leicht beschmutzten Materialien und Flaschen. Dank dem aktiven Sauerstoff ist eine hygienische Reinigung in kurzer Zeit möglich. Eine Nachspülung ist jetzt nicht mehr erforderlich und noch dazu ist dieses Produkt umweltfreundlich! Sehr gut für leicht verschmutzte Utensilien geeignet.

Auch wenn es scheinbar nicht desinfiziert, zumindest steht dies nirgends expliziet, hatte ich bisher keine Flasche mit einer Infektion, ebensowenig musste ich einen Sud wegschütten. Somit scheint der Reiniger seinen Zweck zu erfüllen. Ich kann ihn also voll und ganz empfehlen. Ich nutze wie beschrieben nur dieses Mittel zur Reinigung an sonsten nur Wasser. Mehr Reinigung/Desinfizierung ist meiner Meinung nach nicht notwendig.

Deine Anleitung find ich absolut klasse, aber eine desinfizierende Wirkung hat Oxi wirklich nur sehr eingeschränkt. Gerade was Flaschen aus dem Getränkemarkt angeht können die so verunreinigt sein dass Du mit Oxi da keinen Stich landen wirst. Deswegen würde ich das in der Anleitung auch ändern. Selbst wenn Du noch keine Infektion gehabt haben solltest, irgendwer wird sich ganz sicher eine einfangen.

Was ich auch empfehlen würde wäre eine Sprühflasche mit 70%igem Isopropanol. Damit kann man seine Utensilien (Löffel, Spindel...) wirklich desinfizieren.

Das Dumme an solchen Anleitungen ist, dass Anfänger sich penibel daran orientieren (Beispiele sind u. a. die "Wöchnerinnen", die von vielen so gerne vernascht werden. Trashhunter hat diesen unsinnigen Begriff erfunden und jeder Anfänger der sein Buch gelesen hat bildet sich ein dass das ein im Brauwesen gebräuchlicher Begriff sei. Oder das Läutern mit Stoffwindel, das sogar hier im Wiki empfohlen wird). Sowas kann und sollte man im Vorfeld vermeiden weil es dazu führt dass es hier dann ständig zu Threads führt wie die regelmässigen "Hilfe, mein Bier schäumt über"-Threads, nur weil sich die Hefe nach drei Tagen Pause dann doch nochmal einen Ruck gibt.

Ansonsten wirklich ne Top-Anleitung!
Gruss

Uli

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#15

Beitrag von Kernbohrer2000 » Freitag 2. Januar 2015, 11:19

Hallo Uli,
ich habe deine Anmerkungen eingearbeitet. Ich will natürlich nicht Schuld sein, das jemand sein hart erarbeitetes Bier in den Gulli kippen muss. Deshalb habe ich zum einen unter dem Punkt Reinigung dein Einwand zum Isopropanol hinzugefügt und beim Absatz Flaschen reinigen einen Thread zum Thema verlinkt, der das Ganze in meinen Augen sehr gut erklärt.

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#16

Beitrag von saschabouchon » Freitag 2. Januar 2015, 12:45

jenses hat geschrieben:
Kirk1701 hat geschrieben: Ab Jannuar 2015 braucht man dann auch keinen Rührflügel mehr absägen wenn man aus den Einkocher mit Rührwerk läutern möchte :Bigsmile
Kirk
Braucht man auch jetzt schon nicht - Rührflügel von Amihopfen paßt auch zur MM-Einkocher-Läuterhexe,
wenn man will, kann man auch das Original-T-Stück ersetzen durch ein 3/8'' auf 1/2 ' Winkel plus 1/2''- Endkappe mit Innengewinde.
Hi,

ich hatte die Sammelbestellung für den Rührflügel damals losgetreten. Um sicherzugehen, dass der Flügel auch in das bekannte Rührwerk passt, würde ich diesen gerne zum Testen verschicken. Wäre ja schade, wenn man seinen vorhandenen Rührflügel absägen muss :Wink...hierzu einfach eine Nachricht an mich, alles weitere dann per PN.

Beste Grüße
Sascha
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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#17

Beitrag von Kirk1701 » Freitag 2. Januar 2015, 16:09

saschabouchon hat geschrieben:
jenses hat geschrieben:
Kirk1701 hat geschrieben: Ab Jannuar 2015 braucht man dann auch keinen Rührflügel mehr absägen wenn man aus den Einkocher mit Rührwerk läutern möchte :Bigsmile
Kirk
Braucht man auch jetzt schon nicht - Rührflügel von Amihopfen paßt auch zur MM-Einkocher-Läuterhexe,
wenn man will, kann man auch das Original-T-Stück ersetzen durch ein 3/8'' auf 1/2 ' Winkel plus 1/2''- Endkappe mit Innengewinde.
Hi,

ich hatte die Sammelbestellung für den Rührflügel damals losgetreten. Um sicherzugehen, dass der Flügel auch in das bekannte Rührwerk passt, würde ich diesen gerne zum Testen verschicken. Wäre ja schade, wenn man seinen vorhandenen Rührflügel absägen muss :Wink...hierzu einfach eine Nachricht an mich, alles weitere dann per PN.

Beste Grüße
Sascha
Sascha,

welches Rührwerk meinst du? Deins?

Kirk

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#18

Beitrag von saschabouchon » Freitag 2. Januar 2015, 17:42

Hallo Kirk,

Na ich meine deins. Wäre doch schade, wenn man die MM Läuterhexe nicht nutzen kann, nur weil der Flügel zu lang ist.

Besten Gruß
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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#19

Beitrag von Kirk1701 » Freitag 2. Januar 2015, 18:52

Sascha,

leider sind nicht nur die Flügel zu lang...

Kirk

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#20

Beitrag von saschabouchon » Freitag 2. Januar 2015, 19:17

Kirk1701 hat geschrieben:Sascha,

leider sind nicht nur die Flügel zu lang...

Kirk
Wie du meinst, mein Angebot zum Testen steht. Wenn es geht wunderbar, wenn nicht halt nicht. Aber zerschießen wir den Thread nicht mit Nebenschauplätzen und klären den Rest per PN, falls notwendig...
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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#21

Beitrag von Kirk1701 » Freitag 2. Januar 2015, 20:09

saschabouchon hat geschrieben:
jenses hat geschrieben:
Kirk1701 hat geschrieben: Ab Jannuar 2015 braucht man dann auch keinen Rührflügel mehr absägen wenn man aus den Einkocher mit Rührwerk läutern möchte :Bigsmile
Kirk
Braucht man auch jetzt schon nicht - Rührflügel von Amihopfen paßt auch zur MM-Einkocher-Läuterhexe,
wenn man will, kann man auch das Original-T-Stück ersetzen durch ein 3/8'' auf 1/2 ' Winkel plus 1/2''- Endkappe mit Innengewinde.
Hi,

ich hatte die Sammelbestellung für den Rührflügel damals losgetreten. Um sicherzugehen, dass der Flügel auch in das bekannte Rührwerk passt, würde ich diesen gerne zum Testen verschicken. Wäre ja schade, wenn man seinen vorhandenen Rührflügel absägen muss :Wink...hierzu einfach eine Nachricht an mich, alles weitere dann per PN.

Beste Grüße
Sascha
Na Sascha,
du hast angefangen dein eigenentwickelten Rührflügel zu offerieren :Angel

Das wird natürlich Daniel von Amihopfen sehr freuen das du die Rührflügel nun veschenkst :Bigsmile Du machst das schon :thumbup

Kirk

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#22

Beitrag von saschabouchon » Freitag 2. Januar 2015, 20:23

Kein Plan, warum du Testen mit Schenken gleichsetzt, wenn es klappt wäre es eher verkaufsfördernd! Also dir einen schönen Abend und wie gesagt ich möchte Kernbohrers Thread nicht zerschießen...deshalb ist das hier mein letzter Post
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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#23

Beitrag von fg100 » Freitag 2. Januar 2015, 23:42

Das Dumme an solchen Anleitungen ist, dass Anfänger sich penibel daran orientieren (Beispiele sind u. a. die "Wöchnerinnen",
Und der Begriff "Terminator" der mit dem Edelstahl-Einkocher absolut nichts zu tun hat ist genau der gleiche Fall. Keine Ahnung wer den schwachsinnigen Begriff geprägt hat. Nur damit findet keiner den Einkocher in irgendeinem Shop.

Ansonsten super Zusammenfassung.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#24

Beitrag von riegelbrau » Freitag 2. Januar 2015, 23:55

Schöner Thread für Brau-Einsteiger.

Ich würde als Alternative zur Läuterhexe (die ich nicht habe) durchaus das MatMill Läuterblech ansehen, das in den genannten Brau- und Gäreimer passt. Dieses funktioniert bei mir wunderbar und benötigt keinen Umbau. Irgendwie kommt mir das Blech immer zu kurz und so meinen viele, es ginge nicht ohne die Läuterhexe.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#25

Beitrag von Kernbohrer2000 » Samstag 3. Januar 2015, 00:38

fg100 hat geschrieben:Und der Begriff "Terminator" der mit dem Edelstahl-Einkocher absolut nichts zu tun hat ist genau der gleiche Fall. Keine Ahnung wer den schwachsinnigen Begriff geprägt hat. Nur damit findet keiner den Einkocher in irgendeinem Shop.
Hier sehe ich keinen Handlungsbedarf. Unter dem Punkt Sudwerk ist die genaue Bezeichnung des Einkochers angegeben und gleichzeitig der Begriff Terminator zugeordnet. Auserdem ist er halt in diesem Forum allgemein unter dem Namen bekannt. Wer den Text liest, kann den Topf Online finden.

riegelbrau hat geschrieben: Ich würde als Alternative zur Läuterhexe (die ich nicht habe) durchaus das MatMill Läuterblech ansehen, das in den genannten Brau- und Gäreimer passt. Dieses funktioniert bei mir wunderbar und benötigt keinen Umbau. Irgendwie kommt mir das Blech immer zu kurz und so meinen viele, es ginge nicht ohne die Läuterhexe.
Christoph
Ich habe nie mit dem Läuterblech gearbeitet und kann deshalb leider nichts dazu schreiben. Vielleicht kannst du ja ein paar Sätze dazu schreiben, dann kann ich das in den Text einarbeiten. Würde mich freuen wenn das klappt.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#26

Beitrag von Brauwolf » Samstag 3. Januar 2015, 00:53

fg100 hat geschrieben: Und der Begriff "Terminator" der mit dem Edelstahl-Einkocher absolut nichts zu tun hat ist genau der gleiche Fall. Keine Ahnung wer den schwachsinnigen Begriff geprägt hat. Nur damit findet keiner den Einkocher in irgendeinem Shop.
Doch

Cheers, Ruthard
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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#27

Beitrag von uli74 » Samstag 3. Januar 2015, 00:55

riegelbrau hat geschrieben: Ich würde als Alternative zur Läuterhexe (die ich nicht habe) durchaus das MatMill Läuterblech ansehen, das in den genannten Brau- und Gäreimer passt. Dieses funktioniert bei mir wunderbar und benötigt keinen Umbau. Irgendwie kommt mir das Blech immer zu kurz und so meinen viele, es ginge nicht ohne die Läuterhexe.
Dann möchte ich auf die Unmengen Panzerschläuche hinweisen, die von sehr vielen zufriedenen Hobbybrauern verwendet werden, und auf die Lochbleche von G. Buchert, die einwandfrei arbeiten. Oder auf die angepassten Senkbodenstücke die manche hier verwenden.

Das alles funktioniert sehr gut und ist eine preiswerte Alternative zu o. g.
Brauwolf hat geschrieben:
fg100 hat geschrieben: Und der Begriff "Terminator" der mit dem Edelstahl-Einkocher absolut nichts zu tun hat ist genau der gleiche Fall. Keine Ahnung wer den schwachsinnigen Begriff geprägt hat. Nur damit findet keiner den Einkocher in irgendeinem Shop.
Doch

Cheers, Ruthard

Dann war das ein sehr schlauer Schachzug von Dir...
Gruss

Uli

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#28

Beitrag von Kernbohrer2000 » Samstag 3. Januar 2015, 01:15

Das Thema ist hier an meiner Anlage erläutert. Wie auch schon beschrieben ist das ganze weder allumfassend noch die einzig wahre Lösung. Ich kann hier nur anhand meiner Erfahrungen Dinge beschreiben. Ich biete an, das ich Informationen zu anderen Materialien gerne einarbeite. Dann müssen sich Leute mit Erfahrungen zu diesen Sachen aber bereit erklären ein bis zwei Sätze dazu zu schreiben.
Mir ist klar das es neben Läuterhexe auch Lochblech, Panzerschlauch etc gibt. Genau so wie statt Abfüllröhrchen die Abfüllpistole oder statt Silvercrest ein Weck oder Bielmeier gibt. Allerdings wird man hier wohl auch nicht jedes Zubehör das auf dem Markt verfügbar ist vorstellen können.
Das ganze hier dient ja auch nur als erste Informationsquelle. Für alles weitere sind ja genug Hinweise gegeben, in denen man sich über Alternativen schlau machen kann. Die Literaturhinweise geben in fünf Büchern fünf Wege vor wie man seine Anlage aufbauen oder zusammenstellen kann. Ein wenig Eigeninitiative muss da jeder zukünftige Brauer schon an den Tag legen ;-)
Zuletzt geändert von Kernbohrer2000 am Samstag 3. Januar 2015, 01:20, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#29

Beitrag von uli74 » Samstag 3. Januar 2015, 01:18

Drum lass es wie es ist... Du willst ja schliesslich kein Lexikon schreiben. Das was drinsteht ist anschaulich genug.
Gruss

Uli

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#30

Beitrag von MissSilviasEx » Mittwoch 1. April 2015, 07:55

Hallo zusammen,

Erster Post & erstmal Danke für diese ausführliche Beschreibung. Ich habe vor danach mein Einkochautomaten Setup aufzubauen. Erstmal nur mit dem Profi-Cook, bei der zweiten Pfanne zum Würzekochen überlege ich noch :-).

Bei zwei Punkten habe ich Fragen, die hier gerne stellen möchte (die Restlichen versuche alleine zu beantworten):
1. Worauf muss ich achten, wenn ich den Kessel zum Maische kochen als Läuterbottich verwenden möchte, Stichwort: Läuterrast. Kann ich die Heizung einfach ausstellen und 15min warten oder wird die Rast wegen Läuterhexe und Sputnikfilter ausgelassen?
2. Ist es aus Eurer Sicht ok die Würze in einem Gärbottich (60L Speidel) zwischenzulagern bis der Einkochautomat einmal (nur mit Wasser?) durchgespült wurde? Ich mach mir bei heißen Lebensmitteln in Plastikgefäßen so meine Gedanken...

Ich freu mich auf meinen ersten richtigen Brautag (der erste Versuch mit Bierkit war ziemlich bescheiden).

Danke für Eure Kommentare, Alex

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#31

Beitrag von Hopfenreiter » Mittwoch 1. April 2015, 09:36

Hallo Alex,
bin mir nicht sicher auf was deine erste Frage abzielt. Ich nehme an, du maischst im Einkocher in dem eine Läuterhexe liegt? Falls ja, ist es wie du beschrieben hast: Heizung aus, 15-20 Minuten warten (das hat denn Sinn, dass sich das Malz entsprechend unten absetzt und einen schönen Treberkuchen bildet). Dann läuterst du in z.B. einen Eimer/Fass/was auch immer und schüttest das danach wieder in den gereinigten Einkocher. Das ist das Standardvorgehen wenn du nur einen Einkocher hast.
Viel Erfolg,
Flo

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhex

#32

Beitrag von dingenz » Mittwoch 1. April 2015, 11:53

Die Läuterruhe entfällt auch mit der Läuterhexe nicht! Heizung aus, Treber setzen lassen. Den Sputnikfilter würde ich aber nur nach dem Whirlpool verwenden.
Bei dem Speidel-Fass hätte ich keine Bedenken. Viele hier im Forum lassen in einem solchen Fass die Würze über Nacht kühlen.
Viele Grüße
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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhexe]

#33

Beitrag von Steffen W. » Montag 11. Februar 2019, 12:58

Hallo zusammen . Ich bin neu in diesem Forum und benötige euren fachmännischen Rat . Ich bin mir mittlerweile ziemlich unsicher bezüglich der Anschaffung der Hardware . Ich habe bei einem Freund kürzlich ein sehr leckeres selbstgemachtes Bier getrunken , das er mit seinem klarstein Brauheld gebraut hat . Allerdings ist dieser ja nicht sehr günstig . Die in diesem Chat beschriebende Ausstattung habe ich mir auch mal angesehen , bezüglich der Einkocher gehen die Meinungen hier ja auch weit auseinander . Mir stellt sich zunächst die Frage , ob ich mich für eine Braunlage wie zum Beispiel dem Braugeld entscheide oder wie es für Anfänger empfohlen wird , einer selbstgebaute Anlage mit einem Kochtopf , Gäreimer und so weiter . Wenn ich mich für diese Variante entscheiden sollte, stellt sich natürlich auch die Frage nach dem Einkocher. Proficook oder Bielemeier habe ich für mich heraus gelesen sind wohl am empfehlenswertesten, oder? Allerdings ist der proficook sehr schlecht bewertet bei Amazon und die letzten Rezensionen sind von 2016. Könnt ihr mir weiterhelfen? Vielen Dank schonmal

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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhexe]

#34

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 15. Februar 2019, 23:26

Also wenn du noch gar nicht weißt in welche Richtung es gehen soll, überlege Dir:
a) Wie viel willst Du maximal ausgeben?
b) Wie viel Ausschlag soll die Anlage haben? Jetzt und später?
c) Willst du nur mal ausprobieren oder längerfristig einsteigen?
d) Automatisierung oder Handarbeit?
e) Wie war das noch mal mit dem Budget?
Eine Einkocher Anlage lässt sich ebenso wie ein Automat schlecht upgraden. Die Alternative wäre sonst noch Topf/Thermoport mit Induktion oder Gas. Hat alles seine Vorteile und Nachteile.
Wenn du überhaupt nicht weißt wo die Reise hin geht, kauf nur das nötigste und mach das erste Bier auf dem Herd im größten Topf den du finden kannst. Danach kannst du weiter überlegen.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

Pilsken-Paul
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Re: Einkocher Brauanlage [Silvercrest, Terminator, Läuterhexe]

#35

Beitrag von Pilsken-Paul » Samstag 3. August 2019, 17:29

Hi,

Ein sehr schöner Beitrag, der die Lust zum Brauen Anruf.
Kurz zu mir - ich bin Brüning Forum und möchte meinen Silvercrest-Kocher von 2018 mit einem Schalter ausrüsten, um die Regeltechnik zu brücken für zukünftig wallendes Kochen bei der Hopfengabe.
Der Kocher hat zwei Sude hinter sich und so richtig optimal war es bei beiden Durchläufen nie, auch wenn das Bier trotzdem geschmeckt hat.

Die Anleitung zum schalterumbau im alten Forum (im ersten Beitrag verlinkt) ist bei lenkender nicht ganz anwendbar, da die Platine und deren Aufteilung sich leider von beiden Varianten aus dem Beitrag unterscheiden.

Kann ein pfiffiger Elektroniker mir unter die Arme greifen? Mit würden Tipps hinsichtlich zu brückender E-Teile und eventuell Lötpunkte weiterhelfen.

Anbei ein Bild der Platine.

Vielen Dank vorab. Glückauf, Paul
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