Umstieg auf 20l Klasse.

Hier können Braubegeisterte ihre selbstgebastelten Heimbrauanlagen in Bild und "Ton" vorstellen.
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Umstieg auf 20l Klasse.

#1

Beitrag von alpen » Dienstag 1. August 2017, 16:15

Hallo Braukollegen,

aktuell brau ich noch mit dem Besserbrauerset in der 4l Klasse.

Jetzt solls an die 20l gehen. Den Ratschlag gleich auf 50l zu wechseln, hab ich nicht wirklich in Erwägung gezogen. Ich hab nicht viel Platz und versuche so kompakt wie möglich zu bleiben.

Aktuell plane ich mit folgendem:

-zum Kochen einen 1,8kW Einkocher vom Lidl
https://www.lidl.de/de/silvercrest-eink ... gJAhPD_BwE

-zum Läutern würde ich gerne den Gärbehälter verwenden.

-Gärbehälter aus Kunststoff von Speidel 30l

-und ich werde mir ein Refraktometer besorgen. Das stell ich mir leichter vor, als mit der Spindel.

Hier meine Fragen:
-reicht der Einkocher mit der Leistung auch zum Würzekochen und nicht nur für die einzelnen Rasten? Auf einen extra Tauchsieder würde ich nämlich gern verzichten.

-kann ich über den Speidel auch Läutern (evtl. via herausnehmbarer Läuterhexe)?

-kennt ihr Systeme die man Platzsparende einlagern kann?

Ich bin sehr auf eure Ratschläge und Meinungen gespannt!

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#2

Beitrag von Mjoelnir » Dienstag 1. August 2017, 16:41

Hallo,

schön, dass du auf die nächste Klasse umsteigen möchtest. Es macht mit 20 litern deutlich mehr Spaß. Für die 50 liter habe ich auch keinen Platz, auch wenn ich gerne etwas mehr brauen würde.
Ich selber koche auf dem Herd, habe aber schon öfter gelesen, dass die 1,8 kW nicht reichen sollen. Ein Tauchsieder wird da vermutlich schon nötig sein. Eine Isolierung ist auch dringend zu empfehlen. Macht alles wirklich viel einfacher mit den Rasten.
Zum Läutern kann ich dir nur das hier Empfehlen:
https://www.amihopfen.com/Braugeraetsch ... :1655.html
Günstig und funktioniert super, genauso gut wie alle anderen Lösungen wie Läuterblech oder Läuterhexe.
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Grüße
Daniel

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#3

Beitrag von Tom-Brauer » Dienstag 1. August 2017, 16:43

Hallo alpen,
Hier meine Fragen:
-reicht der Einkocher mit der Leistung auch zum Würzekochen und nicht nur für die einzelnen Rasten? Auf einen extra Tauchsieder würde ich nämlich gern verzichten.
ob der Silvercrest ausreicht, musst du wohl testen. Bei manchen reichts, andere wiederum helfen mit einem Tauchsieder nach. Ich selber habe ebenfalls einen Silvercrest, der macht seine Arbeit beim Maischen recht gut. Fürs Hopfenkochen ist er wegen den 1800W eher an der "unteren" Grenze - aber gehen tuts...
Du brauchst in der 20L Klasse übrigens noch einen beheizbaren Topf (ggf auch einen Einkocher) für den Nachguss.
-kann ich über den Speidel auch Läutern (evtl. via herausnehmbarer Läuterhexe)?
Falls du als Läutermethode die Läuterhexe hast, könntest du (wenns möglichst kompakt sein soll), diese in den Maischetopf einbauen, dann Maischen und später daraus in die Würzepfanne läutern - funktioniert bei mir recht gut.

Zum Thema platzsparend kann ich dir leider keine Tipp geben
Mein Maischebehälter inkl. Rührwerk:
https://www.youtube.com/watch?v=bP81w0qjDYA

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#4

Beitrag von Fle4 » Dienstag 1. August 2017, 16:45

Der 30 Lieter Behälter von Speidel ist ein Fass und zu läutern fände ich die kleine Öffnung nervig. ..

Gruß Flo
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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#5

Beitrag von schollsedigger » Dienstag 1. August 2017, 19:35

HI,

zum Einkocher: Der von Dir genannte Einkocher ist wohl abgesehen vom Emaillebehälter weitestgehend identisch mit dem Proficook EKA 1066, den es auch mal beim Lidl gab. Meine Erfahrungen, die Erfahrungen im Forum und die Bewertungen bei Amazon sind da eher durchwachsen. Bei manchen funktionieren die Teile problemlos, der Rest ist Schrott. Ich habe 2x Schrott erwischt.

Irgendwie scheinen alle Einkocher früher oder später beim Kochen Probleme zu bekommen, viele schalten einfach ab, andere heizen nicht genug. Mein Weck 14A kocht nicht reproduziebar mal gut, mal weniger gut, mal schaltet er ab. Das macht keinen Spass. Unterstützung mit Tauchsieder ist auch nicht das wahre, geht aber einigermaßen.

Das einfachste und stressfreiste ist wahrscheinlich der Thermoport mit Läuthexe oder- freund für Kombirast sowie ein 35l Topf mit Hahn und ein Gas-Hockerkocher für´s Hopfenkochen. Dazu einen Gäreimer. Wenn ich überlege wie viel Geld und Zeit ich in Einkocher mit Tauchsieder, Thermosteuerung, Rührwerk und sonstige Optimierungen gesteckt habe, dann wäre die Lösung Thermoport zum Maischen und Gaskocher zum Kochen noch die günstigste Lösung gewesen.

Grüße

Matze

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#6

Beitrag von TeutoMike » Dienstag 1. August 2017, 20:51

Also ich braue jetzt seit fast 4 Jahren mit dem von Dir ausgesuchten Einkocher ohne jegliche Probleme. Zum Läutern habe ich mir eine Läuterhexe in den Einkocher eingebaut, so dass Maischen und Läutern in einem Behälter stattfinden können. Den Einkocher habe ich mit einer Isomatte isoliert. Zur Bereitung der Nachgüsse habe ich einen normalen Kochtopf mit dem ich auf einem (Gas-)Herd, in 5 Liter Portionen, das Wasser erhitze. Die Läuterzeit liegt zwischen 1 und 3 h je nach Schüttung und Arbeitsweise. Die Würze fange ich im Gärbehälter auf bis der Einkocher wieder frei und gereinigt ist. Das führt zwar zu etwas verlängerten Brauzeiten, da die Würze etwas stärker auskühlt und dann die Aufheizzeit zum Hopfenkochen entsprechend verlängert ist. Der Platzbedarf ist mit einem Einkocher, einem Gärbehälter, der Malzmühle und einem meist vorhandenen Kochtopf recht gering. Ausschlagmengen bis zu 30 Litern bei 12°P sind problemlos möglich. Derzeit denke ich über den Umbau des Einkochers auf Dauerkochen (siehe Forum) nach. Wichtig ist es am Ende sich die Arbeitsweisen speziell beim Läutern zu erarbeiten und nicht nach dem erstenmal mit Problemen aufzugeben. Hilfreich könnte es sein, mal mit einem erfahreneren Braukollegen zwei oder drei Ansätze gemeinsam zu machen.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#7

Beitrag von schwarzwaldbbq » Dienstag 1. August 2017, 20:54

TeutoMike hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 20:51

...

Die Würze fange ich im Gärbehälter auf bis der Einkocher wieder frei und gereinigt ist. Das führt zwar zu etwas verlängerten Brauzeiten, da die Würze etwas stärker auskühlt und dann die Aufheizzeit zum Hopfenkochen entsprechend verlängert ist.
Deswegen würde ich die Läutereinrichtung in den Gäreimer montieren und in den Einkocher läutern.

LG Joe
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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#8

Beitrag von TeutoMike » Dienstag 1. August 2017, 21:00

Kann man machen, heißet aber dass man 20 - 30 l 80°C heiße Maische umschöpfen oder umfüllen muss....

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#9

Beitrag von Mjoelnir » Dienstag 1. August 2017, 21:08

TeutoMike hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:00
Kann man machen, heißet aber dass man 20 - 30 l 80°C heiße Maische umschöpfen oder umfüllen muss....
Das dauert maximal 3 Minuten. Einfach einen großen Messbecher nehmen, ein paar mal umschöpfen und den Rest einfach auskippen.
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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#10

Beitrag von Boludo » Dienstag 1. August 2017, 21:10

TeutoMike hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:00
Kann man machen, heißet aber dass man 20 - 30 l 80°C heiße Maische umschöpfen oder umfüllen muss....
Das geht ruck zuck und mit einem großen Messbecher sehr einfach und problemlos.
Du sparst mindestens eine Stunde, da während des Läuterns bereits heizen kannst.
Bei 3h Läutern ist was faul. Manchmal verschmiert die Hexe, wenn man mit ihr zusammen maischt.

Stefan

Edit: Zu langsam

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#11

Beitrag von fg100 » Dienstag 1. August 2017, 21:22

TeutoMike hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:00
Kann man machen, heißet aber dass man 20 - 30 l 80°C heiße Maische umschöpfen oder umfüllen muss....
Aber genau so ist es einzig sinnvoll und richtig, wenn man nur zwei Behälter (+ggf. Nachgussbehälte) verwenden möchte. Geht in ein paar Minuten, ist absoluter Standard bei vielen Hobbybrauern und die einfachste Variante. Erst mal mit einem möglichst großem Messbecher so in etwa die Hälfte des Einkochers umschöpfen. Den Rest dann einfach vom Einkocher in den Läuterbottich (mit Läuterspirale) schütten. Während der Läuterrast kannst du dann schon den Einkocher reinigen und wieder in den Einkocher zurückläutern. Sobald so in etwa 5 Liter drin sind gleich auf Heizen stellen.
Ich persönlich nehme dann zum Hochheizen einen 2000W Tauchsieder zusätzlich dazu. Das kocht so innerhalb 10-15 Minuten. Kochen selbst dann ohne Tauchsieder.
Auch mache ich keine Nachgüsse mehr. Ich maische so ein, dass ich ohne Nachguss auf die gewünschte Stammwürze komme. Gibt beim Einkocher dann etwa 18l Bier, aber dafür bin ich deutlich schneller. Zudem bilde ich mir ein, dass reines Vorderwürzbier "runder" ist.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#12

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 1. August 2017, 21:32

fg100 hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:22
TeutoMike hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:00
Kann man machen, heißet aber dass man 20 - 30 l 80°C heiße Maische umschöpfen oder umfüllen muss....
Aber genau so ist es einzig sinnvoll und richtig, wenn man nur zwei Behälter (+ggf. Nachgussbehälte) verwenden möchte.
So siehts aus. Diese Zwischenbunker-Lösung ist einer der größten Anfängerfehler. Kostet viel Zeit und Ausbeute.
Nur um sich die 3min zum umschöpfen zu sparen. Mach ich sogar bei einem 50l Sud, dauert dann 5min.
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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#13

Beitrag von fg100 » Dienstag 1. August 2017, 21:33

Und noch was zum Gärbehälter.
Ich würde mir so einen Edelstahltopf holen. http://www.ebay.de/itm/Topf-Edelstahlto ... SwRZRZcPGI
Den zum Läutern und Gären verwenden. Den Deckel beim Gären einfach auflegen. Blubbert zwar nicht, aber dafür kein Kunststoff, günstig und endlos haltbar. Der Topf geht häufig so knapp über 20€ weg. Einfach beim Verkäufer mal per Mail anfragen. Macht üblicherweise günstigere Angebote als geboten wird.
Dann Loch rein und sich den "Läuterfreund 1040", den "Edelstahlhahn passend zum Läuterfreund - 1/2" sowie das "T-Fitting 1/2" von www.brauhardware.de geholt. So hast du ein Edelstahlsteup zum Läutern und Gären (für komplett ca. 70€) das ewig hält.
Zuletzt geändert von fg100 am Dienstag 1. August 2017, 21:40, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#14

Beitrag von joerg-emil » Dienstag 1. August 2017, 21:34

Hallo alpen,

zum Gärbehälter:
Wir haben uns auch das 30 L Fass von Speidel angeschafft, aber ein Gäreimer hat echt Vorteile, sei es zum Abmaischen oder später zum Hefe reinrühren oder Schaum abschöpfen. Das kleine Loch vom Fass ist unpraktisch. Grad wenn man den Behälter zwischendurch noch anderweitig verwenden möchte ist ein Eimer universeller (...und billiger).

Gruß
joerg-emil
Die Aussicht auf einem Umweg kann auch sehr schön sein :Smile

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#15

Beitrag von emilio » Dienstag 1. August 2017, 21:45

joerg-emil hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:34
Hallo alpen,

zum Gärbehälter:
Wir haben uns auch das 30 L Fass von Speidel angeschafft, aber ein Gäreimer hat echt Vorteile, sei es zum Abmaischen oder später zum Hefe reinrühren oder Schaum abschöpfen. Das kleine Loch vom Fass ist unpraktisch. Grad wenn man den Behälter zwischendurch noch anderweitig verwenden möchte ist ein Eimer universeller (...und billiger).

Gruß
joerg-emil
Und stapelbar. Somit kann man auch locker 2 der Eimer nehmen. Einer zum Läutern, einen in den geläutert wird und der Nachguss wird parallel im wieder leeren Einkocher erhitzt.
Ist der Nachguss aufgebraucht, die erste Ladung Würze wieder in den Kocher und anfangen zu kochen. Schneller geht mit nur einer Heizung nicht.

Grüße,
Andreas

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#16

Beitrag von fg100 » Dienstag 1. August 2017, 21:49

emilio hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:45
Und stapelbar. Somit kann man auch locker 2 der Eimer nehmen. Einer zum Läutern, einen in den geläutert wird und der Nachguss wird parallel im wieder leeren Einkocher erhitzt.
Ist der Nachguss aufgebraucht, die erste Ladung Würze wieder in den Kocher und anfangen zu kochen. Schneller geht mit nur einer Heizung nicht.
Aber sicher doch. Nachguss kommt von der Warmwasserleitung.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#17

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 1. August 2017, 21:57

emilio hat geschrieben:
Dienstag 1. August 2017, 21:45
Ist der Nachguss aufgebraucht, ...
... hat man auch keine Möglichkeit mehr soviel Nachguß zu verwenden wie man tatsächlich braucht.

Und dann geht das Gejammer wieder los "Meine Sudhausausbeute ist beschissen".
Ist doch klar, wenn der Brau- und Läuterprozeß nicht optimal abläuft.
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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#18

Beitrag von alpen » Donnerstag 3. August 2017, 13:30

Danke erstmal für eure vielen Antworten.
Mein Plan ist jetzt folgender:
In dem Silvercrest einmaischen. Dann in einen Läuterbottich (entweder aus Kunststoff oder Edelstahl) umschütten. Den Nachguss mach wie bisher mit Kochtöpfen aufm Herd. Die Würze kommt dann zum Kochen zurück in den Silvercrest. Läuterbottich reinigen und als Gärbehäter benutzen.

Das kommt mir am einfachsten und praktikabelsten vor.

Kann mir einer die Innenmaße des Silvercrestkochers rausmessen? Google und das Manual verraten mir da nix. Dann kann ich den Läuter-/Gärbottich entspechend kaufen und platzsparende ineinander lagern.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#19

Beitrag von Mystic-G » Montag 7. August 2017, 21:47

Genau diese Vorgehensweise habe ich auch, und bin nachwievor davon überzeugt.
Ich kann dir aber nur schwer raten nicht am falschen Ort zu sparen und unbedingt den grossen 2000W Tauchsieder zu kaufen.
Ich möchte nicht wissen, wie lange es bei meinem Weck dauern würde eine 25-30L Würze von ca. 75° auf wallend zu bringen, ohne den Turbostab reinzuhalten. Das geht doch mind. fast ne Stunde, und mit Turbo viel schneller.
Musste dann aber nach dem Umzug im Frühjahr feststellen dass es in der neuen Wohnung nicht mehr reicht, während dem aufheizen mit dem Zauberstab und Weck bei laufendem Dampfabzug noch Musik zu hören. Das haut dann die Sicherung raus, drum wird jetzt halt stumm und im dunkeln geheizt und die Mucke läuft erst wieder wenn der Weck die Wallung alleine halten kann ;-)
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#20

Beitrag von alpen » Donnerstag 17. August 2017, 18:57

Ich hab heute meine ersten 20l Sud gebraut.

Vom Silvercrest bin ich jetzt nicht überzeugt. Zum kochen reicht der in keinem Fall. Zumindest nicht in der gelieferten Version. Kann einen Isolierung um das Ding herumgebastelt die zusätzliche Wärme bringen? Wie ist denn da eure Erfahrung? Oder kann es sein, daß ich ein "Montagsgerät" geliefert bekommen habe? Ich hab das jetzt über nen Topf zum "zwischenkochen" auf dem Herd gelöst. Nicht so der Bringer...

Ansonsten bin ich mit meinem 30l Eimer (Läutern/Gären) mit Läuterhexe drin durchaus zufrieden.

Mal sehen wie das weiter geht.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#21

Beitrag von Mystic-G » Donnerstag 17. August 2017, 19:28

Also beim Einkocher bringt die Isolierung merkliche Verbesserung beim Temperaturhalten während dem Kochen.
Es ist mir mal passiert, dass ich die Isolation nach dem Läutern vergessen habe zum Einkocher zurück zu wechseln, und es erst gemerkt habe als ich mich Wunderte weshalb der Weck heut so lahm ist.
Für die paar euro, was so ne Campingmatte kostet sollte man sich die Isolation nicht sparen.

Meiner Meinung nach dauert es vermutlich auch ewigs, bis man mit einem Einkocher von 70 auf kochend hochgeheizt hat. (noch nie probiert) Darum kann ich jedem Einkocher-Brauer der sein Brautag merklich effizienter gestalten möchte nur schwer empfehlen den 2000W Rommelsbacher Tauchsieder zu kaufen.
Da hast du für akzeptables Geld deine Heizleistung mehr als verdoppelt, und das teil gibt jetzt wirklich vollgas
(ich muss jeweils alle weiteren Verbraucher abschalten, weil sonst der Weck zusammen mit Dampfabzug und Tauchsieder die Sicherung raushaut.)
Erst nachdem die Würze wallt, gibts wieder Musik ;-)
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#22

Beitrag von alpen » Donnerstag 17. August 2017, 19:42

Also mit Isolierung und dem 2kw Tauchsieder wirds klappen? Muss der dauernd drin bleiben, oder reicht es nur das Kochen "anzuschieben" und ab dann kocht es von alleine weiter?

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#23

Beitrag von Mystic-G » Donnerstag 17. August 2017, 19:50

Ne, kochen anschieben bis es wallt reicht völlig, das sind vielleicht10-15min, dann muss er schnell raus, sonst wallt es rasch über.
Ich stehe permanent daneben und schwenke das Teil, so kannst du ihn länger drinhalten bevor es rausspritzt. Wenn er dann beim schwenken zu wallen beginnt, sofort ausstecken.
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#24

Beitrag von Philius » Freitag 8. September 2017, 12:23

Hi alpen,

Ich kann den Verbesserungsvorschlag mit den zwei Eimern nur bestätigen. Damit kannst du vom Einkocher in den Eimer mit Läuterhexe umschöpfen. Die Würze lasst du dann in besagten extra Eimer laufen und kannst derweil bequem den Nachguss im Einkocher punktgenau auf die 78° bringen.
In der Einkocherklasse braucht man schon mal 15l Nachguss, das ist ganz schön lästig in Töpfen und schwer die Temperatur zu treffen.

Bzgl Einkocher/Tauchsieder: ich braue mit einem Weck, quasi das selbe Teil wie dein Einkocher. Wenn der mal abachaltet, dann wegen dem internen Thermostat. Das kann man super einfach ausbauen bzw überbrücken, dann ist natürlich die Garantie weg aber er heizt durchgehend. Ich hab eine Isomatte außenrum, ohne Tauchsieder dauert das aufheizen zum Kochen 30-60min, mit 1,5kW Tauchsieder 15-20min.



Lg, Phil

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#25

Beitrag von t-u-f » Sonntag 10. September 2017, 13:43

Philius hat geschrieben:
Freitag 8. September 2017, 12:23

Bzgl Einkocher/Tauchsieder: ich braue mit einem Weck, quasi das selbe Teil wie dein Einkocher. Wenn der mal abachaltet, dann wegen dem internen Thermostat. Das kann man super einfach ausbauen bzw überbrücken, dann ist natürlich die Garantie weg aber er heizt durchgehend. Ich hab eine Isomatte außenrum, ohne Tauchsieder dauert das aufheizen zum Kochen 30-60min, mit 1,5kW Tauchsieder 15-20min.
Ich benutze auch nur einen Einkocher...
Mein Weck schaltet auch mal zwischen durch ab, Ich habe den Zwar nicht ausgebaut/komplett überbrückt, sondern ein Schalter mit eingebaut der diesen Überbrückt...
Auch meiner ist mit einer Isomatte UND Armaflex isoliert, viel hilft viel.. :Bigsmile
..oder ich hatte beides über...
Ich brauche zum wallend kochend ohne Tauchsieder 15-20min.
Dies bewerkstellige ich das ich mit dem aufheizen schon beim läutern beginne, also wenn ca. 5-7l drinne sind.

Gruß
T-u-F
Klopf Klopf
Wer ist da?
Die Liebe deines Lebens...
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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#26

Beitrag von Philius » Sonntag 10. September 2017, 23:59

t-u-f hat geschrieben:
Sonntag 10. September 2017, 13:43
Auch meiner ist mit einer Isomatte UND Armaflex isoliert, viel hilft viel.. :Bigsmile
..oder ich hatte beides über...
Ich brauche zum wallend kochend ohne Tauchsieder 15-20min.
Dies bewerkstellige ich das ich mit dem aufheizen schon beim läutern beginne, also wenn ca. 5-7l drinne sind.

Gruß
T-u-F
Ich glaub ja schon länger, dass ich nochmal neu isolieren muss, das is jetz quasi die bestätigung^^

Das mir dem direkt auheizen klingt intressant, dazu muss man halt direkt in den kocher läutern...

Lg, Phil

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Re: Umstieg auf 20l Klasse.

#27

Beitrag von Mystic-G » Montag 11. September 2017, 06:20

Ja. Das sagen auch alle schon länger, dass das läutern direkt aus dem Maischebottich ohne umzuschöpfen zeitlich nur Nachteilig ist.
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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