BREWTOWER 140

Hier können Braubegeisterte ihre selbstgebastelten Heimbrauanlagen in Bild und "Ton" vorstellen.
danibier
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Re: BREWTOWER 140

#351

Beitrag von danibier » Freitag 14. Juni 2019, 10:50

Inspiration:

Ich war kürzlich in den USA und fuhr von New York runter bis nach Miami. Wir haben versucht, auf dem Weg möglichst viele Craft Beer Brauereien (CBB) zu besuchen. Was mich in den USA immer wieder erstaunt, sind die teils extrem hohen CBB-Dichten an gewissen Orten. Dies ist u.a. sehr interessant, weil damit abgeschätzt werden kann, wie viele solche CBB sich potenziell pro Einwohner ansiedeln könnten. Es gibt jedoch einen grossen Unterschied zu den Europäischen CBB: Die Tap Rooms. Bei Gesprächen mit den Brauern wurde fast immer gesagt, dass der grösste Teil des Umsatzes in den Tap Rooms generiert wird, und dieser Anteil wird meistens zu grossen Teilen durch die beiden Biersorten Blondes (Lager oder Ale) und IPA abgedeckt. In der Schweiz haben wir eine extrem hohe CBB-Dichte. Diese ist jedoch nicht sonderlich repräsentativ, da sich darunter viele Nano- und Picobrauer tummeln. Wenn man die CBB mit einem Ausstoss von > 100 hl/y rausfiltert, sieht es schon ganz anders aus. Es scheint mir, dass man in der Schweiz primär versucht, das Bier in Flaschen und ggf. Fässern loszuwerden. Das führt unausweichlich zu einem grossen Verdrängungskampf, weil der Flaschenmarkt irgendwann gesättigt sein wird. Ich hege die Vermutung, dass sich die CBB-Szene in Europa in der Zukunft eher so ausrichten sollte wie in den USA. Das heisst: Baut Tap Rooms! Eine CBB mit einem Tap Room ist im Endeffekt nichts anderes als eine Bar. Ich mag mich an kleine Städte erinnern wie z.B. Richmond oder Wilmington, wo fast an jeder Strassenecke eine CCB zu finden ist. Am Sonntag waren die teils so gefüllt, dass man anstehen musste. Ich habe einen BT1000-Brauer in Baden/Schweiz dazu gedrängt, auch einen Tap Room zu eröffnen. Gesagt - getan. Das Konzept ist sehr interessant: Einfach eine alte Kühlzelle, in die man Löcher bohrte für die Taps (Zapfhähne). Im Innern sind die Fässer. Der Gewinn pro Liter Bier im Tap Room ist deutlich höher, als wenn man das Bier in Fässern u.a. an Wiederverkäufer verkauft. Weniger Bier produzieren, weniger Bier verkaufen, mehr Gewinn machen. In meiner Heimatstadt Bern gibt es nur etwa 3 CBB mit einem Tap Room. In Asheville in den USA mit knapp der Hälfte der Einwohner sind es zum Vergleich rund 17. Das Potenzial für CBB mit Tap Rooms muss auch in Europa noch sehr gross sein. Man könnte sich etwas mehr an den Amerikanern orientieren, d.h. die Tap Rooms so gesellig zu gestalten, wie sie es tun. Oftmals sind die Tap Rooms ja extrem schlicht: Tap Wall, kleine Bar, ein paar Stühle/Sessel und ein paar Tische (“Hipster-Style”). Angenommen man braut mit einem BT140 einen Sud pro Woche (140 L) und verkauft dieses Bier in einem Tap Room mit einem Gewinn von 8 EUR / Liter, wären das Ende Monat 4 x 140 x 8 EUR = 4480 EUR. Meines Wissens ist der Durchschnittslohn in Deutschland brutto um die 2900 EUR. Man könnte übrigens auch einen Doppelsud brauen…

Hohe Brauereidichten:
https://www.foodandwine.com/beer/craft- ... RQN4vdWybg

Tap Wall:
https://www.facebook.com/20264929176319 ... 050231805/

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Re: BREWTOWER 140

#352

Beitrag von Malzwein » Freitag 14. Juni 2019, 17:44

Ich bin kein Freund von solchen Milchmädchenrechnungen. Gewinn wovon? Raummiete, AfA, Energiekosten, Versicherungen? Und wer verkauft garantiert jeden Liter? Abgesehen davon, dass in den meisten Gegenden Deutschlands die Vorgaben für die Gastronomie nicht unerheblich sind, nicht überall ist vereinfachte Besen/Zoiglwirtschaft möglich.

Wenn der Absatz brummt, ist natürlich vieles möglich. Wenn an deiner Lokation keiner so ein Bier will, nichts.

PS: Ein Liter Zoigl geht hier in der Oberpfalz für 4€ über den Tisch. Hippsterpreise waren nicht möglich.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

Sebasstian
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Re: BREWTOWER 140

#353

Beitrag von Sebasstian » Samstag 15. Juni 2019, 10:16

Hi Dani,
danke für deinen kurzen Reisebericht. Klingt schon interessant als Inspiration.
Allerdings denke ich, dass wir gar nicht so weit weg sind in Deutschland und schon lange vor den Amis dieses Konzept hatten. Es heißt halt hier nur nicht Tap Room (mit Hipster-Annotierung) sondern Gasthausbrauerei (mit Traditions-Annotierung). Das ist doch nix neues in DACh und auch weit verbreitet: brauen und gleich vor Ort den Großteil des Umsatzes machen. Für mich ist das das gleiche im anderen Kleidchen. In meiner Stadt und Umgebung (100.000) Einwohnern fallen mir da gleich ne ganze Menge Gasthausbrauereien ein. Stimme dir aber zu, dass dieses Konzept durchaus noch weiter ausbaufähig ist bei uns.
Grüße,
Sebastian

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Re: BREWTOWER 140

#354

Beitrag von t3k » Samstag 15. Juni 2019, 12:55

Der MishMash-TapRoom sieht jedenfalls schon mal so aus als ob ich mich da extremst wohl fühlen würde ;)

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Re: BREWTOWER 140

#355

Beitrag von shrinkbrew » Dienstag 18. Juni 2019, 17:33

Könnte man das:
https://www.blichmannengineering.com/brewcommander.html
Zur steuerung des bt140 benutzen?

Overseas
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Re: BREWTOWER 140

#356

Beitrag von Overseas » Dienstag 18. Juni 2019, 18:08

Hi Shrinkbrew,
besser äussert sich jemand mit mehr Erfahrung zu dem Thema, aber hier meine Ansicht:
immerhin diesmal USA 120VAC und 240VAC,
nur eine Heizquelle und eine Pumpensteuerung, also ohne Modifikationen, bzw. ein zweites Modul nicht wirklich für ein zwei Kessel System geeignet. Aber Grundsätzlich schein es eine solide Steuerung zu sein.
Schau mal auf Danis Website, da sind etliche Info unter seinen Bt140 Docs unter anderem auch ein Link zum CraftIng, der eine Steuerung konzipiert hat. Sicherlich ganz so günstig wie die Blichmann, aber dafür CE Zertifiziert und nix mehr zum weiterbasteln.

Gruß Ingo
Zuletzt geändert von Overseas am Dienstag 18. Juni 2019, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: BREWTOWER 140

#357

Beitrag von Overseas » Dienstag 18. Juni 2019, 18:15

Guten Morgen Zusammen,
ich habe zwei generelle Fragen zum Bt die mir nicht aus dem Kopf gehen, es wäre schön jemand könnte mich erleuchten.
Erstens: Hat noch nie einer von Euch Probleme mit DMS gehabt? Und falls nicht, wie kann das angehen, da sonst immer und überall wallendes kochen mit ausreichender Abluft propagiert wird. Tropft nicht das Gros des Kondensats zurück in den Bt?
Zweitens: Ich verstehe das alle das Maximum aus jedem System herausholen wollen, aber was ist die kleinste Ausschlagmenge im Bt80 und Bt140 die Möglich wäre? Gerade für einen Testsud von dem man vielleicht keine 80l haben möchte.

Gruß Ingo

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Re: BREWTOWER 140

#358

Beitrag von Duke » Dienstag 18. Juni 2019, 19:45

Hallo Ingo!

Alle paar Wochen denke ich auch drüber nach, warum ich noch nie DMS festgestellt habe. :Smile
Eben weil mich der Gedanke nicht loslässt, dass das Kondensat von der Deckelwölbung zurück
in die Würze tropf bzw laufen könnte. Aber wahrscheinlich reichen 90min Kochdauer aus, um es komplett
durch das "kleine Loch" auszutreiben... Also ich schätze, dass ich jetzt so um die 90 Sude mit dem
BT durch habe und konnte noch kein DMS feststellen.

Zu zweitens:

Mit dem BT140 kannst Du auch nur 100 Liter brauen; weniger habe ich noch nicht ausprobiert.

Grüße

Norman
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Re: BREWTOWER 140

#359

Beitrag von shrinkbrew » Dienstag 18. Juni 2019, 20:32

Danke ingo. Den link habe ich irgendwie übersehen. Schau ich mal nach.

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Re: BREWTOWER 140

#360

Beitrag von Overseas » Dienstag 18. Juni 2019, 20:48

Hallo Norman,

danke für die detaillierte Antwort. Es hätte mich auch gewundert wenn bei dermaßen vielen Bt-Usern DMS ein Problem sein sollte. Allerdings kann ich es einfach nicht nachvollziehen. Macht nix, das Ergebnis zählt. Hast du schon mal nur 60min oder weniger gekocht? In Danis Erläuterungen meine ich gelesen zu haben, dass er auch deutlich unter 90min kocht. Anscheinend aber auch ohne irgendwelchen DMS Probleme. Wieder was gelernt! Hier der Auszug aus seinen Tips für Brauer:
4) Kochen: Koch so lange wie nötig und so kurz wie möglich. 50 Min. sind genug [2].

Gruß Ingo

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Re: BREWTOWER 140

#361

Beitrag von Duke » Mittwoch 19. Juni 2019, 13:32

Bislang habe ich nur mal 80 Minuten gekocht. Allerdings bin ich wieder auf 90min
gegangen, da das besser in meinen gesamten Arbeitsprozess passt. Und ob ich
jetzt 10 Minuten einspare und dadurch eine halbe KW/h spare ist für micht nicht
relevant.

Gruß

Norman
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Re: BREWTOWER 140

#362

Beitrag von danibier » Donnerstag 20. Juni 2019, 08:19

Interessant - siehe Brauexperimente:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... edit#gid=0

1) Die Würze heiss halten bei 93 °C für 60 Min.
vs
Die Würze kochen bei 100 °C für 60 Min.

2) Würze stark kochen
vs
Würze schwach kochen

Bei den Tests von 1) und 2) gab keine statistische Relevanz, d.h. die Tester konnten die Biere nicht wirklich unterscheiden.

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Re: BREWTOWER 140

#363

Beitrag von CH-Brauer » Samstag 22. Juni 2019, 14:27

Hallo aus Grand Rapids,Michigan welches laut Link von Dani auf Platz13 steht betreffs CBB Dichte.
Ich habe zwar das Gefühl, dass die Dichte höher ist. Kann mich also nicht beklagen hier zu leben 🤣 wenn man denn diesen Wert als wichtig ansieht. Grand Rapids nennt sich übrigens BeerCity und ist auch sonst ganz niedlich (nicht zu gross und nicht zu klein).

@shrinkbrew: schau dir mal die neuen Steuerungen von SSBrewtech an. Die gibts für 1Kessel,2Kessel,3Kessel Systeme (abgestufte Preise).
Auch andere Anbieter haben gute Steuerungen welche ev. interessant sind. Wenn Du selber verdrahten willst/kannst/darfst kommts günstiger.

@Dani: Ich nehme an Du hast den US Markt für deinen BT sondiert in Gesprächen mit den CraftBreweries, korrekt? Wenn ja gibts da Interesse? Hast Du seit den 25%Tarifen auf Chinaimporte preislich ein Problem für USA? Ich glaube z.Zt. steht noch kein BT in USA, korrekt?

Gruess aus Grand Rapids
CH-Brauer

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Re: BREWTOWER 140

#364

Beitrag von Duke » Samstag 22. Juni 2019, 15:22

Ich glaube, dass der US-Markt von den Chinesen direkt und nicht von Dani bedient wird.
Aber das weiß er ja wahrscheinlich besser als ich. :Smile

Gruß

Norman
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Re: BREWTOWER 140

#365

Beitrag von Studi110 » Samstag 22. Juni 2019, 16:34

Hallo liebe BT Brauer

Nun ich habe wohl weit über 100 Sude mit dem BT 140 gebraut. Koche immer 60 min und hatte noch nie DMS warum und wieso weis ich nicht, könnte mir aber folgendes vorstellen, mit dem BT wird ja so zu sagen unter Druck gekocht, wie bei einem Dampfkochtopf die Temperatur liegt dort bei über 100 Grad, daher sollte DMS viel schneller ausgetrieben werden.

Liebe Grüsse Studi
Alle sagten das geht nicht! Dann kam einer der wusste das nicht, und hat es einfach gemacht!!

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Re: BREWTOWER 140

#366

Beitrag von Overseas » Sonntag 23. Juni 2019, 05:24

Hallo Studi,
danke für diese Aussage, dass ist genau das, was ich auch vermutet habe. Anders kann ich es mir einfach nicht erklären. Höhere Verdampfungsrate, da quasi ein geschlossenes System, damit verbunden eventuell eine höhere Dampfaustrittsgeschwindigkeit, egal was da in den Topf zurücktropft. Beruhigt mich kolossal. Und 100 Sude bei 60 Minuten Kochzeit ist ja nun echt ein Wort.

Dieses Forum begeistert mich immer wieder!

Gruß Ingo

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Re: BREWTOWER 140

#367

Beitrag von Overseas » Sonntag 23. Juni 2019, 05:32

CH-Brauer hat geschrieben:
Samstag 22. Juni 2019, 14:27

@shrinkbrew: schau dir mal die neuen Steuerungen von SSBrewtech an. Die gibts für 1Kessel,2Kessel,3Kessel Systeme (abgestufte Preise).
Auch andere Anbieter haben gute Steuerungen welche ev. interessant sind. Wenn Du selber verdrahten willst/kannst/darfst kommts günstiger.

Gruess aus Grand Rapids
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Hallo CH-Brauer,
Hi shrinkbrew,
egal welche US-Systeme du dir anschaust, alle die mit 240VAC arbeiten haben 60hz. Wir in D/CH etc. haben ein 50hz Netz, ob das ohne Probleme hier funktioniert und du nur weniger Leistung hast kann ich nicht abschätzen. Ss/ Blichmann/ SpikeBrewing sagen alle: Nur für den US-Markt und Kanada. Das will nix heissen, da sollten vielleicht die Elektriker unter uns etwas konkretes zu sagen können.

Gruß nach Grand Rapids
Ingo

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Re: BREWTOWER 140

#368

Beitrag von diapolo » Sonntag 23. Juni 2019, 13:53

Overseas hat geschrieben:
Sonntag 23. Juni 2019, 05:32
CH-Brauer hat geschrieben:
Samstag 22. Juni 2019, 14:27


@shrinkbrew: schau dir mal die neuen Steuerungen von SSBrewtech an. Die gibts für 1Kessel,2Kessel,3Kessel Systeme (abgestufte Preise).
Auch andere Anbieter haben gute Steuerungen welche ev. interessant sind. Wenn Du selber verdrahten willst/kannst/darfst kommts günstiger.

Gruess aus Grand Rapids
CH-Brauer
Hallo CH-Brauer,
Hi shrinkbrew,
egal welche US-Systeme du dir anschaust, alle die mit 240VAC arbeiten haben 60hz. Wir in D/CH etc. haben ein 50hz Netz, ob das ohne Probleme hier funktioniert und du nur weniger Leistung hast kann ich nicht abschätzen. Ss/ Blichmann/ SpikeBrewing sagen alle: Nur für den US-Markt und Kanada. Das will nix heissen, da sollten vielleicht die Elektriker unter uns etwas konkretes zu sagen können.

Gruß nach Grand Rapids
Ingo
Hi Ingo,
liegt meistens daran, dass sie die Kosten einer CE Zertifizierung scheuen. Neue Elektronik verwendet meistens (eigentlich immer) Schaltnetzteile...diese sind Spannungs- und Frequenzunabhängig. Müsste also zu 99% funktionieren...

BTW: Unter druck Kochen wäre mir echt neu, ergo diese Aussage zweifel ich stark an auch aus physikalischen Gründen...

Mfg

Bernd
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Quaterback 40 "Ich mag Bier"
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Re: BREWTOWER 140

#369

Beitrag von Duke » Sonntag 23. Juni 2019, 15:01

Glaub ich auch nicht. Ist ja kein Schnellkochtopf und Druck und Dämpfe entweichen durch den Kamin und
die Spaltmaße zwischen Deckel und Dichtung, weil keine Präzisionsarbeit. :Smile
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Re: BREWTOWER 140

#370

Beitrag von danibier » Montag 24. Juni 2019, 11:58

@ CH-Brauer zum Thema «BT goes USA»:

Beim Design vom BT80/140 habe ich von Anfang an versucht, die Dinger so zu designen, dass schnell auf 110 V/220 V umgerüstet werden kann. Die Heizer kann man einfach gegen solche mit 220 V umtauschen. Den Rührmotor gibt’s auch mit 110 V. Alles kein Problem.

Gründe, weshalb ich den Schritt in die USA noch nicht gewagt habe:

1) Um preislich mithalten zu können, muss ich einen Container voller BT140 in die USA schicken – sonst werden die Transportkosten zu hoch. Das heisst:
a. All in.
b. «Storage room» finden, wo man die Boxen lagern und Miete bezahlen darf.
c. Die Trumpschen Import-Taxen sind aktuell nicht wirklich vorteilhaft.

2) CE ist einfacher, UL ist mühsam. CE bedeutet in den meisten Fällen Selbstdeklaration. CE ist aber in den USA bedeutungslos. Die haben das UL – und das ist keine Selbstdeklaration und richtige Abzocke. UL ist zwar nicht zwingend erforderlich, das Problem ist jedoch, dass viele Versicherungen nur für Schäden aufkommen, wenn Geräte UL haben. Ich müsste relativ viele BT140 verkaufen, bis sich das UL lohnen würde. UL führt zudem zu jährlich widerkehrenden Kosten. Ich würde den BT140 nur ohne UL anbieten.

3) Das BT-Konzept ist sehr auf den Europäischen Markt zugeschnitten, d.h. extrem kompakt, elektrisch, Fokus auf Dampfkondensation. Die Mieten hier sind hoch, es wird primär indoor gebraut und in kleinen Räumen. In den USA haben wir oftmals eine andere Ausgangslage. An Platz mangelt es dort meistens nicht, sie brauen gerne mit Gasbrennern, und den Dampf führen sie gerne mit einem Kamin ab. Der Kamin lässt sich in den Papierhäuschen auch schneller realisieren als bei uns.

4) Die BT140 verkaufen sich in Europa gut.

5) Pure Trägheit. Bei der militärischen Aushebung konnte man ankreuzen, ob man Dienst leisten will oder nicht. Bei nein musste man begründen. Ich kreuzte nein an und schrieb bei Begründung «Trägheit», weil mir gerade nichts Besseres einfiel. Hat leider nicht funktioniert. Als ich dann mit den Unterhosen bekleidet vor dem Offizier stand, hat er mich lächelnd angesehen und offenbar ohne schlechtes Gewissen bei ja ein schönes Kreuzchen gemacht.

Nichtsdestotrotz gibt’s sicher auch viele potenzielle Interessenten in diesem riesigen US-Markt.

Ich sollte das Thema «BT140 goes to USA» wieder mal aufgreifen.

danibier
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Re: BREWTOWER 140

#371

Beitrag von danibier » Freitag 28. Juni 2019, 11:09

BeerGarageParty2019.jpg

BT-BrewBoys, am Samstag, 31.8.2019 wird es eine BeerGarageParty bei mir in Bern/Schweiz geben.

Alle BT-BrewBoys (BT80, BT140, BT300, BT600, BT1000) werden eingeladen.

Ich werde dann Einladungen per Email verschicken mit einem doodle-Link.

Falls jemand das Datum reservieren möchte...

Gruss, Dani

Sebasstian
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Re: BREWTOWER 140

#372

Beitrag von Sebasstian » Freitag 28. Juni 2019, 15:28

danibier hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 11:09
BT-BrewBoys,...
Gibt's eigentlich wirklich gar keine Frauen die mit dem BT arbeiten? :Grübel
Grüße,
Sebastian

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Re: BREWTOWER 140

#373

Beitrag von danibier » Samstag 29. Juni 2019, 09:48

In der Schweiz gab es mal ein Deutsches BT-BrewGirl, das eine Zeit lang mit einem BT80 braute. Aktuell gibt's keine mehr. BT-BrewGirls sind natürlich very welcome - falls es solche geben sollte! Die Gründe sind wohl mannigfaltig: Bier scheint eher ein Männerthema zu sein, und Frauen gründen offensichtlich deutlich weniger Unternehmen als Männer. Je grösser der BT, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass auch eine Firma gegründet werden muss. Ich war mal bei einem Event für Firmengründer eingeladen. Super Stimmung gewesen - kurioserweise keine einzige Frau anwesend. Ich habe dann die Organisatoren (Schweizer Bank) gefragt, warum sie keine Frauen eingeladen haben. Antwort: Sie hätten wirklich alles versucht, speziell Frauen einzuladen - leider habe es nicht geklappt. Die Gründe waren u.a. auch gewisse Kriterien, die erfüllt werden mussten wie Umsatz, Wachstum u.a. Wenn ich mir so die BT-Brauer anschaue, die ich kennenlernte, gibt es schon einen Trend: Überaus aktiv, hohe Risikobereitschaft, starker Drang, etwas zu wagen und zu tun. Der typische BT-Brauer ist eindeutig interessanter als der Durchschnittsmensch auf der Strasse. Das ist keine Frage. Wenn ich ab und zu ein Bild auf Facebook bewerbe, klicke ich heute nur noch auf Männer. Der Grund ist simpel: Frauen reagierten auf die Werbung einfach nicht.

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Re: BREWTOWER 140

#374

Beitrag von danibier » Dienstag 16. Juli 2019, 19:18

Eventuell interessant für einige von Euch.

Dani’s favourite brewing style:
https://docs.google.com/presentation/d/ ... slide=id.p

Ich muss es dann bei Gelegenheit mal auf Deutsch übersetzen.

shrinkbrew
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Re: BREWTOWER 140

#375

Beitrag von shrinkbrew » Donnerstag 18. Juli 2019, 07:16

Spannend Dani. Das heisst ich brauche gar keine steuerung für den bt140?

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Re: BREWTOWER 140

#376

Beitrag von danibier » Freitag 19. Juli 2019, 09:32

Es ist so: Beim Brauerhandwerk sind erfahrungsgemäss mehr religiöse Tendenzen spürbar als in einer kleinen Kapelle auf einer Bayrischen Alm. Wenn Du ein Anhänger dieser Religion bist, befolgst Du dieses. Wenn Du ein Anhänger jener Religion bist, befolgst Du jenes. Religionen muss man übrigens nicht überprüfen. Die sind einfach.
Dann gibt es noch die Wissenschaft. Man kann vieles messen, und man kann vieles extrem genau messen. Die sich stellende Frage beim Brauen ist jedoch, ob dieses oder jenes einen solchen Einfluss hat, dass es geschmacklich überhaupt unterschieden werden kann. Falls nicht, ist es offensichtlich nicht relevant. Auf der anderen Seite schmecken die einen vielleicht mehr als der Durchschnitt – oder glauben es zumindest, wo wir wieder bei der Religion wären. Wenn Du in den USA brauen würdest, würdest Du Dich wundern, weshalb wir im Deutschen Kulturraum Rasten fahren. Hier wunderst Du Dich über die Amis, weil sie nur mit einer Raste brauen. Wir alle werden von unserer jeweiligen Kultur geprägt und verteidigen diese oftmals, ohne sie jemals kritisch hinterfragt zu haben.

Um es kurz zu machen: Du musst selber entscheiden, wie Du brauen willst.

Ich persönlich benutze bei keiner meiner Anlagen (20 hl Sudhaus und mein kleiner BT140) irgendwelche Temperatursteuerungen. Da wird nur Zuckerwasser gemacht.

Ich empfehle aber dringend eine Temperatursteuerung bei der Gärung/Lagerung – denn dort wird Bier gemacht.

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Re: BREWTOWER 140

#377

Beitrag von danibier » Dienstag 6. August 2019, 08:34

BT-BrewGirls/Boys,

ich habe in den facebook-Gruppen den doodle-Link gepostet, wo man sich für die BeerGarageParty bei mir in Bern am Sa., 31.8.2019 (14:00 - Open End) eintragen kann. Falls jemand nicht in der facebook-Gruppe ist, dann meldet Euch. Ich schicke Euch dann den Link.

Gruss, Dani

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