Mein erster Versuch in einem 150 Liter Pasteurisierer

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Ohnebierwillichnicht
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Mein erster Versuch in einem 150 Liter Pasteurisierer

#1

Beitrag von Ohnebierwillichnicht » Sonntag 20. Mai 2018, 13:46

<t>Ein Hallo aus dem Umkreis von Hannover genau Gehrden.<br/>
Ich bin in der glücklichen Situation beruflich mit dem ein oder anderen Kocher zu tun zu haben und habe Zugriff auf viele Kessel der verschiedensten Größen. In einem der neuen Bundesländer hat ein Kunde noch einen alten Pasteurisierer rumstehen gehabt und wollte ihn verkaufen. Im Gespräch stellte sich heraus, das es noch einen Motor mit Rührstab gab. Den wollte er allerdings nicht verkaufen sondern hatte etwas anderes damit vor. Die Betonung liegt hier aber bei wollte. :Bigsmile Das geniale an dem Teil ist, es ist fast alles aus VA nur das Blech seitlich ist lackiert. Der Pasteurisierer hat einen Wassermantel zum erhitzen und kühlen von ca. 80 Liter drumherum. Das Teil war ein wenig verdreckt und auseinandergebaut, sowie die komplette Elektrik abgebaut. Ich habe neue Anschlüsse für Wasser draufgeschraubt alles entkalkt und gereinigt. Mein Schwiegersohn hat die Elektrik fachmännisch neu verkabelt und die zwei Heizstäbe getrennt geschaltet.( 2x6 Kw) Ich habe eine Läuterhexe unten eingelegt und mit einem dicken Gummistopfen innen an den Auslauf gelegt.<br/>
Ein Probelauf mit 100 Liter kalten Wasser gemacht um die Zeiten zum Aufheizen zu kennen. Ist nötig weil ich leider nicht genau die Temperatur des Wassers im Heizkreis ablesen kann.( noch nicht) Ich konnte es dann nicht mehr abwarten und habe gleich mit 120 l eingemaischt. Den Brautag habe ich ein wenig dokumentiert und möchte euch mal diesen Weg zeigen. Meine kleine Brauerei ist leider schon sehr voll, also haben wir ( mein Freund und ich) vor der Brauerei gebraut. Aber seht selbst. Eins sollte ich noch zugeben an dieser Stelle, ich habe warmes Wasser im Überfluß und auch Brunnenwasser zum kühlen mit Rückführung. So jetzt ein paar Bilder mit kurzer Beschreibung. Ich bin gespannt was ihr dazu sagt.</t>
Wie gesagt es ist mehr die Vorstellung des Pasteurisierers und nicht des Brauvorgang mit allem drum und dran. Spindeln, Jodprobe etc. habe ich hier nicht dokumentiert.
Dateianhänge
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Der Pasteurisierer mit Deckel, Motor und Auslaufhahn
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Der Rührstab erinnert schon an einen Bootsmotor
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Die Läuterhexe stark verschränkt mit Kabelbindern- mit Gummistopfen in den Auslauf gesteckt.
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Leider schon beim abmaischen-aber den vollen Kessel mit Malz kann sich jeder vorstellen. Der Temperaturanstieg ist richtig schnell bei dem Teil und er heizt ca. 3°-4° nach. Kann man aber ohne weiteres berücksichtigen, wenn man es weiß.
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Das abläutern hat sehr gut geklappt. Der Filter war nur zur Vorsicht, ich habe der Hexe und meinem Gummistopfen noch nicht richtig vertraut.
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Das ist einer der beiden Kocher in der ich die Würze koche. Dieser hat 90 Liter und wird mit Glycerin beheizt.
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Das ist der andere Kocher mit Rührwerk( ausgebaut) Thermoöl beheizt 80 Liter
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Das sind die Anschlüsse für das Brunnenwasser mit Rücklauf.
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Das ist der Schaltschrank für den Motor. 1und 2 Heizstab.
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Der Anschluss für warmes oder kaltes Wasser für den Kühlmantel bzw. Heizmantel. Der Abstellhahn ist dahinter. Im Bild schlecht zu sehen.
Den Rest kann sich jeder vorstellen. Ich kühle in großen Kühlschränken in normalen Gärfässern von 60-120 Liter Größe. Ich zeige euch auch noch mein Lieblingsteil einen Akkuheber für die Gärfässer. Ohne den Heber gab es nur einen Freund der bereit war sich mit mir den Rücken zu verheben. Abfüllen in NC Keg. Stelle unten noch ein paar Bilder rein, damit ihr euch das vorstellen könnt.
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Meine beiden Kühlschränke. Es passen 12 NC Keg rein-oder zwei 100 Liter Gärfässer.
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Das ist mein Helfer für alles schwere beim Brauen. damit kann ich auch meinen 100 Liter Läuterkessel über den Kocher heben und bequem ablaufen lassen. Geht aber nur weil ich beruflich Zugriff habe.
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Mein 100 Liter Gärfass in vollem Gang ohne Deckel.
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Auch hier ohne meinen Heber bekommt man das Fass nicht auf den Tisch. Erst mit dem Teil macht es in dieser Größe Spaß allein zu brauen. Trotz der vielen Hilfsmittel ist nicht alles automatisiert. Das ist auch nicht mein Ziel den ich bin gerne mittendrin und steuer selbst und nicht irgend eine Automatik. Ich hoffe es ist für den einen oder anderen mal ein Anstoß das einige Dinge auch für andere Sachen genutzt werden können. Der Pasteurisierer war ursprünglich für die Eisproduktion im Einsatz.
Sieben Bier ersetzen eine Mahlzeit und dann hab ich noch nichts dazu getrunken. :Bigsmile

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Re: Mein erster Versuch in einem 150 Liter Pasteurisierer

#2

Beitrag von sb11 » Sonntag 20. Mai 2018, 14:44

Geiles Equipment - besonders das "Hebe-Teil"... :thumbup

Kostet wahrscheinlich ein Vermögen, wenn man nicht, wie du, beruflich darauf Zugriff hat.

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