Erfahrungsbericht Brewtools B150pro

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branch
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Erfahrungsbericht Brewtools B150pro

#1

Beitrag von branch » Mittwoch 13. Januar 2021, 16:50

Ursprünglich war mein Vorsatz, eine kurze Brauanleitung für den B150 zu verfassen, für alle diejenigen, die sich wie ich vor dem Kauf eine Meinung bilden möchten, aber leider nur wenig qualitativ erträgliche Informationen finden können. Nach dem ersten Sud scheint mir ein Erfahrungsbericht sinnvoller. Entschuldigt bitte, dieser Beitrag wird jetzt etwas länger :puzz


Motivation

Nach mehreren Jahren mit zwei Speidel Braumeistern (BM50, einmal plus und einmal ohne und schon etwas älter), wollte ich vergrössern und insbesondere den Aufwand eines Brautages reduzieren. Die Tatsache, alles doppelt machen zu müssen (insbesondere den Abwasch), hat mich dazu getrieben, den B150 zu kaufen. Um es gleich vorweg zu nehmen: das war vermutlich eine Fehlentscheidung, da der Aufwand eher grösser wird. Doch dazu später mehr.


Dokumentation

Gleich vorneweg: das System von Brewtools ist noch recht jung und längst nicht am Ende der Entwicklung angelangt. Man merkt das immer mal wieder, wenn's noch keine Lösung für ein bestimmtes Problem gibt. Man wird dann gerne vertröstet auf ein weiteres, natürlich zusätzlich zu erwerbendes Feature, das dann irgendwann mal kommen wird. (Bestes Beispiel ist eine Alternative für die Zimmerspringbrunnen- und Würzeoxidationsfunktion, die "aber doch keinen grossen Einfluss auf die Bierqualität habe und sich ja noch nicht wirklich jemand beschwert habe".)

Der Support von Brewtools scheint mehrheitlich vom CEO selbst bewältigt zu werden. Entsprechend sind die Antwort häufig sehr knapp, einsilbig und man muss mehrfach nachfragen, um eine detailliertere Antwort zu erhalten.

Die oft angepriesene Facebook-Gruppe ist recht aktiv, allerdings bewegt sich die Qualität der Antworten eher auf Anfänger- und Mittelfeld-Niveau. Erfahrene Brauer werden sich hier etwas die Zähne an der Tischplatte ausbeissen, weil natürlich immer erst alles erwähnt wird, was eh schon ausprobiert worden ist. Wenn man dann endlich beim springenden Punkt angelangt ist, gibt's entweder keine Antwort mehr, oder ein 'Komisch, bei mir funktioniert's' oder ein 'Wir haben demnächst ein neues Tool dafür im Verkauf'. Ausserdem scheint mir (als verwöhntem Hobbybrauer.de-User) Facebook nicht das geeignete Format für längere Diskussionen.


Aufbau und Erstreinigung

Der Aufbau klappt gut, wenn man das Prinzip verstanden hat. Die Anleitung erklärt gewisse triviale Sachen im Detail, dafür vermisst man andere wichtige Angaben. Natürlich kann man sich alles (!) auch selbst überlegen, aber ein Mindestmass an mitgeteilten 'best practices' hätte ich schon erwartet (einfaches Beispiel: wo zum Kuckuck baut man das Sichtglas am besten ein?)
Zur Erstreinigung liegt TSP bei, das aber beispielsweise in der Schweiz verboten ist. Welche Teile zu reinigen sind, wird nicht erläutert, also gehe ich davon aus, dass alle Edelstahlteile zu reinigen sind. Meine Erfahrung mit den SS Brewtech Unitanks legt die Verwendung von CIP nahe, zumal das als Option ja angeboten wird.

CIPpen kann man entweder von oben her (wobei man den Spray-Ball mittels Verlängerungsrohr am "Dampf-Hut" (also Steam Hat) befestigt, oder von unten her (mittels anderem Verlängerungsrohr im Ausguss). Bei mir klappte das Reinigen von oben her nicht, da der Druck der Pumpe nicht ausreicht, um die ganze Kesselwand oder gar den Dampf-Hut zu erreichen. Der Support meinte zwar, dass sie das für den B150 getestet hätten, aber sie für diesen Setup eine externe Pumpe empfehlen würden (welche das sein könnte, habe ich nicht rausgefunden). Die Blichmann Riptide ist allerdings nicht zu empfehlen, da sie etwa gleiche Leistung bietet, wie die integrierte Pumpe. Übrigens: andere als die von BT verkauften CIP-Balls funktionierten offenbar nicht, da die zu gross oder sonstwie nicht passend seien.

Die integrierte Pumpe funktioniert nur solange mindestens etwa 10 Liter im Kessel sind und die Dip tube maximal nach unten gerichtet ist. Danach beginnt sie Luft anzuziehen (Wirbelbildung). Hier kann dann nur noch mittels Gravitation entleert werden, d.h. man sollte darauf achten, dass der Kessel nicht zu tief (z.B. am Boden) steht (keine Ahnung, ob eine externe Pumpe hier hilft).


Erster Brautag

Den sauberen B150 füllt man mit Brauwasser und kann dieses einigermassen zügig auf Einmaischtemperatur bringen. Der B150 kommt mit zwei Schuko-Steckern daher und benötigt jeweils 16 Ampere. Hier muss ich beim Einstecken bei mir drauf achten, dass die Steckdosen über verschiedene Sicherungen laufen. Das Gute beim B150 ist, dass man die Stromzufuhr in den Einstellung reduzieren kann (z.B. 15/13/10 A). Mit 2x 16 A und 100 Litern Hauptguss schafft der B150 bei mir etwa 8.5 °C in 10 Minuten.

BT empfiehlt, das Malzrohr und das Mittelrohr erst nach Erreichen der Temperatur einzusetzen und die Pumpe zur Durchmischung zu verwenden. Für das Malzrohr braucht's zwingend einen Flaschenzug (nicht unbedingt am Anfang wenn es leer ist, aber später hat man keine Chance mehr). Ich habe das Rohr dann "eingefädelt" am Mittelrohr und dann gefüllt (wie ich das beim BM50 auch immer mache). Danach mit dem Flaschenzug langsam runtergelassen. Danach mit dem Paddel gut alles Malz benetzt. Ich schrote mein Malt mit MattMill Classic bei 1.4 mm und konditioniere nicht. Reishülsen (wie an vielen Stellen gefordert) habe ich auch keine gebraucht.
Wer den Überlauf von BT braucht, muss den natürlich vorher am Siebboden befestigen und möglichst weit ausfahren (wie in der Anleitung gewarnt). Ein nachträgliches Rausziehen ist fast unmöglich, da das Ding an zwei Stellen auseinanderfallen kann.

Der B150 verfügt über eine einprogrammierte Automatik, die man ähnlich dem Braumeister, mit den rezeptspezifischen Daten befüllen kann. Das würde vermutlich auch wunderbar funktionierten, wenn das Display nicht so wahnsinnig sensibel reagieren würde oder wenn es "sperrbar" wäre.
Die erste Berührung mit einem Küchentuch hat schon mal die Automatik angehalten. Ich hab's grad bemerkt und konnte dann weitermachen. Beim zweiten Mal hat's mich aus dem Prozess kurz nach dem Einmaischen gehauen. Da musste ich wieder von vorne beginnen und erst mal auf die Strike Temperatur aufheizen (71°C statt 67°C) was ich nicht unterbrechen konnte). Der dritte Unterbruch fand dann nach dem Abmaischen statt, als etwas Flüssigkeit auf das Display tropfte. Ich habe keinen Weg gefunden, den Prozess grad beim Hopfenkochen wieder einsteigen zu lassen und bin dann manuell gefahren (vermutlich könnte man wie bei den alten Braumeistern das Rezept anpassen und alle Rasten auf 0 Minuten stellen oder sie gar löschen).


Maischen

Das erste Bier sollte ein Pale Ale werden: 104 Liter, 13°P, 26 kg Malz, Hauptguss 100 Liter, Nachguss 40 Liter.
Kurz nach dem Einmaischen stellte ich eine recht grosse Temperaturdifferent fest. Während die Sensoren unten eine Termperatur von 66.4 bis 67.3°C zeigten, mass ich oben mit einem separaten Thermometer lediglich 62 °C. Als Kombirast natürlich nicht brauchbar und ich habe mich dann entschlossen, die von BT empfohlenen 20 Minuten Anfangsrast nicht abzuwarten und habe gleich die Pumpe eingeschaltet.
Kleines Detail am Rande: für die Heizung spielt es eine Rolle, welche Temperatur angezeigt wird. Bei Zieltemperatur 67°C läuft beispielsweise die Heizung auf 50%, wenn man die Pumpentemperatur (66.4°C) anzeigt, hingegen nur auf 12%, wenn die Behältertemperatur (67.3°C) angezeigt wird. Dies ist offenbar ein Feature und so gewollt.

Da ich mit dem mitgelieferten Springbrunnen gearbeitet habe, galt es, einen Mittelweg zwischen gleichmässiger Verteilung der Temperatur (also starkem Plätschern) und Minimierung der Schaumbildung/Oxidation zu finden. In den obersten 5-10 Zentimetern hatte ich allerdings immer eine Differenz zwischen 67°C in der Mitte und 63°C am Rand. Ausserhalb des Malzrohrs habe ich sogar 59°C gemessen. Im oberen Bereich scheint das Wasser nicht zu zirkulieren, weshalb ich da gegen Maischende auch nur eine Konzentration von maximal 2.6°P messen konnte. In der Mitte waren's 15.5°P, aber leider lässt sich so die finale Konzentration nicht vorhersagen.

Rühren hat hier natürlich nur innerhalb des Rohrs was gebracht. Allerdings habe ich nur selten und nur vorsichtig gerührt, auf Anraten verschiedener User auf Facebook. Es kursiert das Gerücht, dass Rühren zu Verstopfungen beim Läutern führen könne.


Läutern

Nach der letzten Rast bei 76°C habe ich das Malzrohr sukzessive rausgezogen und den Nachguss drübergepumpt. Das klappt recht gut, allerdings hatte ich keine Ahnung, wie schnell gepumpt werden sollte. Der Nachguss lief sehr zügig ab und blieb nur stehen, wenn die beiden Flüssigkeitspiegel sich annäherten. Nachdem das Rohr raus war, begann ich den Treber rauszuschaufeln. Während ich beim BM50 einfach das ganze Rohr in einem Rutsch in einen Abfallbeutel (60l) schütte, musste ich mir hier mühsam mit Massbechern helfen. Dabei stellte ich auch fest, dass der Treber mit zunehmender Tiefe süsser wurde, bis unmittelbar über dem Siebboden ganze Klumpen süssesten Malzes zu finden waren. Wenig zu rühren war also ein schwerwiegender Fehler. Die Konzentration im Kessel zu diesem Zeitpunkt betrug knapp 11°B.
Ich tauchte darauf das Rohr noch mal unter, rührte das Malz auf und zog das Rohr wieder raus. Das wiederholte ich zweimal und die Würze im Kessel war bei 12.6°B (123 Liter bei 76°C). Der Treber war aber immer noch recht süss.
Leider war die Jodprobe dann auch entsprechend etwas "unrein" :puzz


Kochen

Aufheizen auf knapp 99°C klappte in gut 30 Minuten. Ein wallendes Kochen gelingt mit 100% Heizung und 2x 16A gerade so (6.6kW). Es ist vergleichbar mit dem alten BM50, also ok. Ich habe danach den Dampf-Hut mit Kondensator aufgesetzt und konnte dadurch etwa auf 30% Heizleistung reduzieren. Nach Herstelleangaben reduziert sich der Boil-off durch den Kondensator um 50%. Mangels Erfahrung kann ich dazu noch nichts sagen.

Etwas überrascht war ich vom Kondensator. In der Anleitung steht, man solle das heisse austretende Wasser zur Reinigung verwenden, also rechnete ich da mit heissem oder wenigstens warmem Wasser. Allerdings trat bei mir noch nicht mal handwarmes Wasser aus. Wenn man das nachrechnet, erstaunt das auch nicht. Laut Anleitung lässt der Sprühkopf pro Minute 1.1 Liter durch (bei anliegendem Wasserdruck von 3 bar), d.h. über die Kochzeit von 70 Minuten fallen da über 70 Liter Wasser (Starttemperatur 10°C) an, wohingegen bei mir nur etwa 4-5 Liter Würze verdampft sind. Die Physik sagt mir, dass ich also mit 75-80 Litern Wasser bei etwa 16°C rechnen muss. Die Brewtools-Leute können mir das nicht erklären und möchten, dass ich beim nächsten Mal ein Video von meinen Kondensator mache.
Wichtig ist wegen des Wirkprinzips auch, dass der Auslauf des Kondensators frei tropfen kann, ein allfällig angebrachter Schlauch also frei runterhängt und nicht irgendwo eintaucht.
Ob 4 Liter Boil-off hier genügen, weiss ich nicht. Beim BM50 hatte ich normalerweise 4 Liter pro Gerät. Hier blieben also etwa 121 Liter (bei 98°C).
Ebenfalls entwich bei mir ziemlich Dampf zwischen Deckel und Kessel, obwohl der Deckel über eine Dichtung und vier Klammern verfügt, die ihn eigentlich am Kessel fixieren sollten. Hier schuldet BT noch eine Antwort.


Kühlen + Whirlpool

Das Kühlen funktioniert über den angeschlossenen Gegenstromkühler recht einfach und erzeugt dabei auch grad den Whirlpool-Effekt. In 5 Minuten war ich auf 80°C und konnte den letzten Hopfen zugeben. Das anschliessende Kühlen auf 27°C dauerte dann etwa 45 Minuten. Hier kann man mit der Durchflussmenge des Kühlwassers vermutlich noch optimieren. Das Gerät gibt (mit entsprechender, optionaler Ausrüstung) die Temperatur der rückfliessenden Würze an. Eine Anpassung der Menge zeigt sich fast sofort am Display.

Durch die Wasserströmung beim Rückfliessen entsteht der Whirlpool. Es wird aber gleichzeitig während des Kühlens viel Trub aufgewirbelt. Nach Kühlende muss man also nochmals 10-20 Minuten warten, bis sich der Trub wieder setzt und die Würze sich nicht mehr bewegt. Hier waren's dann noch 115 Liter (bei 27°C).


Umpumpen

Umpumpen in den Gärtank funktionert schnell und simpel. Ich bemerkte allerdings, dass die Würze nicht so klar war, wie beim BM50, was evt. damit zu tun hat, dass ich den Whirlpool beim BM50 bei 80°C mache und die Würze dann absolut unbewegt lasse. Das ergibt selbst beim alten BM50 (mit Eintauchkühler) ein gutes Absetzen. Die letzten 4-5 Liter beim BM50 lasse ich dann jeweils durch ein Filtertuch.

Bei etwa 30 verbleibenden Litern im B150 begann die Pumpe Trub abzusaugen. Hier gibt es demnächst den Trubinator von BT, den man für weitere 130 Euro demnächst erstehen kann und hier helfen soll. Ich liess die Würze bis irgendwo zwischen 15 und 20 Litern Restmenge weiterlaufen und erhielt dadurch leider viel Trub im Fermenter. Daher wartet ich mit anstellen etwa vier Stunden, und liess mehr als 3 Liter sehr trüber Würze raus. Zumindest am Probierhahn kam danach klare Flüssigkeit raus.
Den Rest der Würze (> 15 Liter plus was in Schläuchen und Kühler ist) musste ich entsorgen.

Ich landete also bei knapp 100 Litern Würze (12.7°P), was einer SHA von mageren 49% entspricht. Das hatte ich selbst bei den schlechtesten Suden im BM50 nie (immer > 53%).

Über die Qualität des Bieres kann ich aktuell noch nichts sagen, erwarte allerdings keine Wunder. Die Hefe kam erwartungsgemäss innerhalb von 24h an.


Reinigung

Die Reinigung ist einfach, dauert aber trotzdem länger als bei meinen beiden BM50 zusammen. Hauptursache ist natürlich die Grösse. Einen BM50 hebt man in (fast) leerem Zustand mal noch hoch und kippt ihn, der B150 ist dafür zu gross und hat zuviele Ventile und Schläuche rundherum. Speziell das Entleeren dauert so immer ein wenig, da die letzten paar Liter nur durch Gravitation entweichen. Durch die schwache CIP-Leistung braucht Enzybrew entsprechend lang, bis es die meisten Stellen erreicht hat. Auch danach musste ich noch etwas Hand anlegen ... da bin ich mir anderes gewöhnt von meinen Unitanks. Einen BM50 wischt man auch innert nützlicher Frist trocken. Beim B150 gibt es viele Ventile und Schläuche und Accessoires. Die wollen alle gereinigt und getrocknet sein. Nur das Demontieren und Montieren allen Zubehörs verschlingt leicht eine halbe Stunde.


Zusammenfassung

Nach dem ersten Sud wäre es verfrüht, ein abschliessendes Urteil über das System zu fällen. Allerdings scheint jetzt schon ziemlich klar zu sein, dass mein Ziel, den Prozess durch ein einziges System anstelle meiner beiden BM50 zu vereinfachen/beschleunigen, nicht erreicht werden kann. Ein geeigneter nächster Schritt nach zwei BM50 scheint der B150 jedenfalls nicht zu sein.

Meine Wünsche/Ziele/nächsten Schritte:
- Deutliche Erhöhung der SHA durch vermehrtes Rühren während des Maischens
- Ganz wichtig: eine Verbesserung der Temperaturverteilung im Kessel, um Reproduzierbarkeit zu gewährleisten
- Besseres Verständnis oder ggf. Fehlerbehebung beim Kondensator oder Ersatz durch ein einfaches, zum Fenster raushängendes Rohr oder gar aktive Ventilation
- Bessere Abtrennung des Trubs vor dem Umpumpen (evt. mit Trubinator oder einfacher/günstiger mit Siphon (sic!))
- Ein Ersatz für den Springbrunnen
- Die Möglichkeit, den Bildschirm zu sperren, damit man nicht versehentlich den Brauprozess abschiesst

Insgesamt ist mein erster Eindruck vom B150, der eines sich in der Entwicklung/Erprobung befindlichen Systems (grossangelegter, vom Kunden finanzierter Beta-Test?). Ein grosser Pluspunkt des Systems ist die einfache Erweiterbarkeit (leider über (mehr oder weniger) proprietäre TC34-Anschlüsse) und die vielen erhältlichen Accessoires. Leider muss man alle Zusätze dann halt auch wieder reinigen.
Eine aktive Community hilft hier ungemein, leider ist die Qualität der Aussagen nicht auf hohem Niveau stabil, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass der B150 noch nicht sehr verbreitet ist (Stichwort 'bei meinem B80 klappt das'). Ebenfalls hilft's nicht, dass der Hersteller erst langsam den Wert einer guten Dokumentation entdeckt. Konkrete Hilfestellung zum eigentlichen Brauprozess gibt's nur sehr wenig. Der stetige Verweis auf die zahlreich verfügbaren Videos nervt auch ziemlich, weil man sich einen Wolf sucht, bis man gefunden hat, was man sucht (Beispiel: suche ein Video, das den Dampfkondensator in Betrieb zeigt).

In den nächsten Suden werde ich versuchen, obige Punkte zu verbessern und die mit den BM50 erreichte Bier-Qualität zu erreichen/halten. Wenn das nicht mit vergleichbarem Aufwand klappt, steht dann demnächst ein kaum gebrauchter B150 zum Verkauf :Wink

Ich hoffe, dass dieser Bericht dem einen oder anderen hilft.

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Re: Erfahrungsbericht Brewtools B150pro

#2

Beitrag von §11 » Donnerstag 14. Januar 2021, 14:53

Danke für den Bericht. War im Sommer kurz davor zuzuschlagen, war aber nicht verfügbar. Jetzt bin ich recht froh darüber :Wink
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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