Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

Hier können Braubegeisterte ihre selbstgebastelten Heimbrauanlagen in Bild und "Ton" vorstellen.
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Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#1

Beitrag von Zymbo » Donnerstag 21. Januar 2021, 19:39

Hallo zusammen,
ich benötige ein wenig Hilfe bei der Auswahl meines neuen Begleiters.
Mir schwebt eine All-in-one-Brauanlage im Bereich 30l vor, muss dabei aber auf mein Budget achten. Die Einkocher-Variante soll es explizit nicht sein.
Nun gibt es einiges an Auswahl, selbst in der unteren Preisklasse. Bei der Leistungsbeschreibung steht bei vielen der Geräte in etwa das Gleiche und ich nehme sogar an, dass es sich bei manchen der Geräte, die ich gleich aufliste sogar um Klone mit anderem Label handelt. Nur weiß ich das leider nicht und erhoffe mir, hier Näheres dazu zu erfahren.
Ich weiß, dass es zu manchen Geräten schon Threads hier gibt, die ich auch schon gelesen habe. Allerdings fehlt mir ein bisschen eine Übersicht bzw. ein Vergleich.
Evtl. gibt es hier ja Personen, die aus Erfahrung wissen, welche Vor- oder Nachteile eines der genannten Geräte gegenüber einem anderen hat. Oder aber der ein oder anderen Anlage fehlt ein gravierendes Feature oder sie besitzt ein solches, das mir nicht bewusst ist. Auch da wäre ich über Hinweise sehr dankbar.

Hier mal ein paar Kandidaten mit entsprechenden Links und relativ aktuellen Preisen:
Jenseits der 400€ kämen dann noch Kandidaten wie Klarstein Brauheld Pro, Robobrew und Brewzilla (die im Ausland teils echt günstig zu haben sind, siehe AliExpress, aber leider finde ich nichts ohne horrende Versandgebühren nach D).

Die Liste ist natürlich nicht ohne Grund nach Preis sortiert. Also falls mir hier jemand Tipps/Infos geben kann, wäre ich sehr dankbar.
Noch eine Zusatzfrage: Kann bspw. ein Grainfather oder Braumeister grundsätzlich irgendetwas anderes als diese Geräte oder macht er das was alle tun einfach "nur" besser/präziser (abgesehen von App-Steuerung oder sowas)?

Danke für jede Hilfe und viele Grüße
Zymbo
Zuletzt geändert von Zymbo am Donnerstag 21. Januar 2021, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#2

Beitrag von hyper472 » Donnerstag 21. Januar 2021, 22:00

Wenn Du die Würze selber machen willst, suche mal hier nach „Schmalhans“. Natürlich brauchst Du dann einen größeren Thermoport. Ich hatte mal einen Brauautomat (Speidel Braumeister) und habe ihn wieder verkauft, weil Brauen mein Hobby ist und ich mir das nicht von einer Maschine wegnehmen lassen will.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#3

Beitrag von Zymbo » Donnerstag 21. Januar 2021, 23:23

Danke Henning für deine Rückmeldung, aber ich habe mich bewusst aus verschiedenen Gründen für ein Gerät dieser Art entschieden, nur eben noch nicht für welches.
Den Schmalhans hatte ich mir allerdings auch schon angesehen.

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#4

Beitrag von Brauwolf » Freitag 22. Januar 2021, 09:14

Der oneConcept "Hopfengott" ist von vorneherein völlig indiskutabel, primitiver kann man gar nicht versuchen, eine Brauanlage zu simulieren. Ein Freund von mir hat sich das aus einem Einkocher, einer Chinapumpe und einem Biabsack nachgebaut und braut damit ordentliche Biere, hat aber für das gesamte Setup weniger als 100€ bezahlt.

Die anderen Geräte sind mehr oder weniger ähnlich und unterscheiden sich zum Teil nur durch das Label. Das funktioniert eigentlich alles nach dem Marketingmodell "Thermomix": Da gibt es ein sündhaft teures Kultteil (für Brauer der Speidel Braumeister) und unzählige Nachbauten zum Bruchteil dessen Preises. Jedes Gerät kann irgendwas anders, aber keines kommt an das Original heran.

Diese Geräte sind bei Einsteigern deshalb so beliebt, weil Brauen sich erst mal fürchterlich kompliziert anhört, die Geräte der Werbung nach aber alles so einfach machen ("per Knopfdruck immer die richtige Stammwürze"). Dabei kommt man auch bei diesen Geräten nicht um ein Grundverständnis über die biochemischen Vorgänge beim Brauen herum, im Gegenteil: oft genug muss man auf diese Kenntnisse zurückgreifen und improvisieren, weil die Dinger nicht so funktionieren, wie die Werbung suggeriert.

Die Bedienungsanleitungen sind oft dürftig, beim Klarstein ist schon der Zusammenbau falsch erklärt. Überhaupt ist der Klarstein mit seinem Aushebebügel gemeingefährlich. Soweit ich das auf den Bildern erkennen kann, ist das bei den anderen Geräten ähnlich schlecht gelöst. Allesamt kann man sagen, dass die Hersteller keine Ahnung vom Brauen haben und nur am aktuellen Hype "Hobbybrauen" teilhaben wollen. Die Geräte sind durch die Bank umgefrickelte Wasserkocher, das können sie dann sogar gut - zum Brauen braucht es aber etwas mehr. Während der Garantiezeit gibt es großzügig neue Geräte im Austausch, weil keine Ersatzteile vorgehalten werden. Nach Ablauf der Garantiezeit ist es mit dieser Großzügigkeit sicher vorbei.

Wer etwas solides will, soll ein paar Scheine drauflegen und sich einen Grainfather holen. Der kostet zwar deutlich mehr als die Wasserkocher, aber immer noch halb soviel wie ein Speidel. Ein genialer Würzekühler ist auch dabei. Ersatzteile gibt es immer, auch noch nach Ablauf der Garantiezeit.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#5

Beitrag von Zymbo » Freitag 22. Januar 2021, 13:40

Hallo Ruthard,
danke für die Einschätzung und das Beispiel mit dem Thermomix finde ich sehr einleuchtend.
Wenn ich es also richtig verstehe sind die von mir genannten Produkte mehr oder weniger gleich"wertig" oder fällt der Hopfengott da auch noch hinten runter? Das war mir jetzt nicht ganz klar.
Ja, der Grainfather klingt natürlich nach einem qualitativ guten Produkt und das Angebot bei der Sammelbestellung im Forum war sicher auch top, aber aktuell und zum Einstieg habe ich das nicht übrig. Vielleicht merke ich ja bald, dass es doch hochwertiger sein muss, aber im Moment möchte und kann ich das nicht ausgeben.
Bzgl. des Würzekühlers, kann man das nicht mit einer entsprechenden Kühlschlange recht günstig nachbauen, d.h. die anderen Produkte erweitern? Vielleicht nicht ganz so aufeinander abgestimmt, wie das dann beim Grainfather passiert, aber generell müsste das doch gehen, oder?

Danke und Grüße
Zymbo

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#6

Beitrag von coyote77 » Freitag 22. Januar 2021, 13:47

Ein Thermoport, ein Topf und eine Induktionsplatte machen das selbe und das weniger störanfällig.
Grüße, Andreas :Drink

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#7

Beitrag von Shoegazer » Freitag 22. Januar 2021, 14:04

Hallo in die Runde,

ein angefixter Kollege hat sich den Hopfengott gekauft und braut seit ca. 9 Monaten erfolgreich Bier damit.
Soweit ich gelesen habe, ist der Hersteller identisch mit den bekannten und oben genannten Derivaten. Grainfather ausgenommen, dass ist schon eine andere Qualität.

Ob er nun dünnwandiger ist, oder andere Kriterien die Qualität negativ herabziehen, entzieht sich meiner Kenntnis, kann mir aber nicht vorstellen, dass da große Unterschiede gefahren werden...
Zuletzt geändert von Shoegazer am Freitag 22. Januar 2021, 15:14, insgesamt 2-mal geändert.
Beste Grüße aus Bonn, Henning

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#8

Beitrag von Flohaan » Freitag 22. Januar 2021, 14:10

Zymbo hat geschrieben:
Freitag 22. Januar 2021, 13:40
(...) aber im Moment möchte und kann ich das nicht ausgeben. (...)
Die Frage ist (gerade) dann, ob es nicht sinnvoller ist mit einem Einkocher o.ä. zu starten. Wenn du dann merkst dass der ganze Zirkus dich begeistert, dann hast du bis dato auch schon die Erfahrungen gesammelt, dass du weisst was du möchtest.
Gleichzeitig kannst du bis dahin das Geld in Mühle, Monofilamentfilter, Refraktometer, Spindel, Reiniger, Schläuche, Kühlspirale, Pumpe,... investieren, was du danach weiternutzen oder mit wenig Wertverlust weiterverkaufen kannst.

Mir gings nämlich genauso, deshalb kann ich deine Gedanken nachvollziehen. Hab mich schlussendlich für einen Billig Einkocher für 50,- € entschieden und bin mir jetzt mittlerweile relativ sicher, dass die nächste Erweiterungsstufe (entgegen meiner ursprünglichen Gedanken) ein Topf + Induktionsplatte werden wird. Da bin ich einfach flexibler.
Flo

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#9

Beitrag von ollusmaximus » Freitag 22. Januar 2021, 21:16

Hallo Zusammen aus Dänemark ;-)

Also ich habe mir jetzt verschiedene Kessel angeschaut. Auch selber und mit Leute gesprochen, die z.B Monk oder Beacon besitzen und Grainfather ausprobiert. Ich braue mit ein paar Kumpels - das macht am meisten Spass und dann ist das Bier auch schnell wieder weg ;-) Deshlab muss etwas grösseres her. Ich denke mir man wartet besser und investiert in demn Grainfather. Aus folgenden Gründen:

1. Da gibt es zu allem Ersatzteile und eine Menge von Zubehör
2. Die Verarbeitung ist wesentlich besser als bei Beacon oder Monk
3. Der Hauptgrund für mich aber ist, dass ich den Kupferhut kaufen kann und habe mit dem GF auch gleich eine komplette Destillation. Das ist natürlich schon eine sehr spannende Sache so ein 2 =1 Gedanke.

Ich will gerne einstellen 60 min. feste Temperatur etc. etc. aber ehrloich gesagt nicht diese ganze Software Sache - denn das ist mir irgendwie zu "künstlich". Aber vielleicht macht es Spass neue Rezepte einzulesen. Das mag sein.

Kennt von Euch jemand ein anderes Fabrikat ausser GF den man mit nur "1 Handgriff" zur Destille erweitern kann?
Danke vorab für Info!
LG Ollus
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#10

Beitrag von Urumbel-Bräu » Samstag 23. Januar 2021, 11:55

Hallo
Auch ich habe mit dieser Überlegung gestartet: es ist zu verlockend, dass die Maschine das Bier selbst komplett fertig macht. Man liest dann aber doch immer mal wieder von Problemen, die ja Der Ruthard auch schon genannt hat.

Ich habe mich dann aber für die manuelle Variante entschieden.
Ich bin mit dem digitale Einkocher von bielmeier losgelaufen. Dazu die Mattmill Läuterhexe 35€ (Blech oder Hexe ist wohl glaubensfrage)im Plastik Läuterbottich 18€
Dazu kommt halt das Equipment zum Messen (analoges Thermometer, Spindel, Jod) und abfüllen (das brauchst du aber auch beim Automaten).
Da kannst du dich an der Brauanleitung.com orientieren und in den Shops zusammen stellen.
Ich habe mir das Buch „craftbier einfach selber brauen“ von Ferdinand Laudage gekauft.
Das ist umfangreicher als die brauanleitung, da es die einzelnen Schritte auch erklärt. Sowohl was man tun muss als auch was in den Töpfen und Bottichen passiert. Das Buch liegt auch nach 20 Suden noch parat.
Lagerung: das ganze Equipment im ersten Aufgebot passt in den Plastik Bottich der wiederum in den Einkocher passt.
Was würde ich anders machen?
Ich würde wohl die Kombination Analoger Einkocher plus Inkbird WLAN wählen, statt dem digitalen Einkocher. Das kommt aber eher daher, dass ich jetzt mit Induktionsplatte und 36l Brewtech Topf unterwegs bin und den Inkbird jetzt verwende.
Der Einkocher serviert den Nachguss.
Außerdem würde ich direkt mit Kühlspirale arbeiten. (Hat mit Infektionen zu tun, die vorkommen können. Wird im Forum auch an vielen Stellen erwähnt).

WEnn es dann Spaß macht und weitere Anschaffungen getätigt werden sollen wäre das ein Rührwerk und eine Malzmühle (bei mir war es die Mühle zuerst, da ich 75kg Malz gewonnen habe).
Als Nächstes wird dann die Gärung auf Temperaturmanagment umgestellt und evtl. Ein Edelstahl-Behälter eingesetzt.
Viel Spaß bei diesem tollen Hobby.
Gruß Thomas
(PS: Zollanzeige nicht vergessen!)
Brauanlage:
Yato-Induktionsplatte
SS Brewtech 38l Kessel
Läuterhexe im Plastikbottich

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#11

Beitrag von ubu » Samstag 23. Januar 2021, 12:02

Zymbo hat geschrieben:
Donnerstag 21. Januar 2021, 23:23
Danke Henning für deine Rückmeldung, aber ich habe mich bewusst aus verschiedenen Gründen für ein Gerät dieser Art entschieden, nur eben noch nicht für welches.
Den Schmalhans hatte ich mir allerdings auch schon angesehen.
Magst du uns die Gründe mitteilen ? Dann könnte die Beratung auch zielführender ausfallen.
Gruß
Uwe

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#12

Beitrag von Zymbo » Samstag 23. Januar 2021, 17:56

Erst einmal danke für die vielen Rückmeldungen!

@coyote77, @Flohaan, @Urumbel-Bräu, @ubu:
Grund für meine Tendenz in Richtung Brauautomat ist bspw. eine gewisse Technikaffinität. Ich habe einfach Spaß an solchen Geräten, mehr als ich es an einem Einkocher hätte. Ich weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann, aber Beispiel Thermomix: Ich wollte keinen, viel zu teuer, braucht man auch nicht. Dann gab es irgendwann die günstige Alternative und als es die dann noch als Vorführmodell gab, habe ich zugeschlagen. In der Küche ist jetzt nicht gerade mein natürliches Habitat, aber dann hatte ich Spaß auch selbst mit der Maschine zu kochen und die macht natürlich auch nicht alles allein. Mir ist auch klar, dass das bei einem Brauautomat nicht anders wäre.
Ein weiterer ist das hoffentlich recht kompakte Format und wenig weitere Töpfe, Behältnisse usw. mal vom Gäreimer abgesehen, die in der Gegend herumstehen. Diesen Zahn hat allerdings Urumbel-Bräu mit seinem Hinweis zur Lagerung eigentlich schon teilweise gezogen.

@ollusmaximus:
Ersatzteile sind natürlich ein Punkt, aber ich könnte mir vorstellen, dass einiges auch universal einsetzbar ist und dann ggf. auch für andere Brauautomaten geeignet sind oder man muss nach Alternativen Ausschau halten. Dass die Verarbeitung bei einem GF vermutlich besser ist, ja, davon gehe ich aus. Irgendwo muss ein solcher Preisunterschied ja herkommen. Aber ich brauche kein High-End, bin kein Perfektionist und solange das Ergebnis hoffentlich in Ordnung ist, kann ich mit Kompromissen leben.
Der Kupferhut mag in Dänemark ein Vorteil sein, in Deutschland wäre die Verwendung mit dem GF vermutlich in den meisten Fällen illegal. Und bevor ich mir einen solchen für ca. 300€ zulegen würde, könnte man auch hier wieder günstige Alternativen überlegen, die als Komplettset in diesem Preissegment liegen, z.B.: https://de.banggood.com/Niangge-20-or-3 ... ID=6296572

@Urumbel-Bräu:
Vielen Dank noch für die vielen Tipps, denn die werde ich so oder so brauchen.
Meine "Erfahrungen" liegen bisher im Bereich der Bierkits, das vielleicht zum Background. Ich weiß, dass das nicht viel ist. Eine Spindel besitze ich bereits.

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#13

Beitrag von Flohaan » Samstag 23. Januar 2021, 18:15

Die Technikaffinität ist dann aber eher wieder ein Argument dagegen ;)
Gerade Topf+ Platte (+Rührwerk +Raspi +...) und die Möglichkeiten die das bietet ist doch das, was das Herz eines jeden Technikbegeisterten höher schlagen lässt.
Flo

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#14

Beitrag von JnFnklr » Samstag 23. Januar 2021, 20:25

Servus Zymbo,

ich habe mich mal eine Zeitlang mit dem Brewzilla (65l) beschäftig, aber von einem Kauf abgesehen.

Solltest du dem Englischen mächtig sein, macht David Heath auf Youtube ganz gute Vergleiche für "all in one" Brausysteme.
https://www.youtube.com/watch?v=SCfTs-j ... thHomebrew Hier bspw. der Vergleich Robobrew Brewzilla vs. Grainfather.
Die sind informativ, und kommen auf den Punkt, ohne eine (übermäßige) Wertung abzugeben.
Du kannst den Brewzilla übrigens in Österreich auch ohne die Transportkosten von Aliexpress beziehen.
Liebe Grüße,
Jan


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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#15

Beitrag von ubu » Samstag 23. Januar 2021, 23:39

Jetzt ist die Frage wie die Technikafinität aussieht.
Willst du vorgefertigte ausgefeilte Technik nutzen, aber nicht selbst rumschrauben.
Oder gehört auch selber basteln dazu.


Bei selberbasteln solltest du mit Töpfen und steuerungsfähiger Induktionsplatte anfangen und hier im Forum weiterstöbern.
Da findest du viele ausgefeilte Anlagen.

Aber die einfachen von dir aufgeführten Anlagen werden dich dann eventuell nicht sehr lange begeistern.
Gruß
Uwe

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#16

Beitrag von Zymbo » Sonntag 24. Januar 2021, 01:19

Sagen wir so:
Ich möchte gerne vorgefertigte Technik nutzen, die ggf. mal an der ein oder anderen Stelle erweitert/verbessert werden kann. Das ist aber kein Muss. Und das hat einen einfachen weiteren Grund und der heißt Faktor Zeit. Ich finde es bemerkenswert und bewundere diverse Zusammenstellungen und Basteleien, die man hier im Forum vorfindet. Nur weiß ich, wenn ich mich da reinhängen wollte, um ähnliches zu tun, würde mich das mehr Zeit kosten, als ich dafür aufwenden kann.
Kleinere Geschichten bei einem vorgefertigten System kann ich mir da eher vorstellen.

@JnFnklr: Danke für den Youtube-Tipp, sieht ziemlich informativ aus.

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#17

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 24. Januar 2021, 20:44

Zymbo hat geschrieben:
Freitag 22. Januar 2021, 13:40
Hallo Ruthard,
danke für die Einschätzung und das Beispiel mit dem Thermomix finde ich sehr einleuchtend.
Wenn ich es also richtig verstehe sind die von mir genannten Produkte mehr oder weniger gleich"wertig" oder fällt der Hopfengott da auch noch hinten runter? Das war mir jetzt nicht ganz klar.
Ja, der Grainfather klingt natürlich nach einem qualitativ guten Produkt und das Angebot bei der Sammelbestellung im Forum war sicher auch top, aber aktuell und zum Einstieg habe ich das nicht übrig. Vielleicht merke ich ja bald, dass es doch hochwertiger sein muss, aber im Moment möchte und kann ich das nicht ausgeben.
Bzgl. des Würzekühlers, kann man das nicht mit einer entsprechenden Kühlschlange recht günstig nachbauen, d.h. die anderen Produkte erweitern? Vielleicht nicht ganz so aufeinander abgestimmt, wie das dann beim Grainfather passiert, aber generell müsste das doch gehen, oder?

Danke und Grüße
Zymbo
Also der Hopfengott hat den Vorteil, dass du von allen aufgeführten Geräten am wenigsten Geld verlierst. Das war es aber auch.

Zum Würzekühler: Der Würzekühler des Grainfather ist ein Gegenstromkühler. Sowas kann man sich auch selber bauen, allerdings kannst du die zu den obigen Geräten angebotenen Kühlspiralen nicht mit vertretbarem Aufwand zu Gegenstromkühlern umfriemeln. Du müsstest sie zunächst auseinander wickeln, den Schlauch aufziehen und wieder zur Spirale wickeln. Auf eine fertige Spirale wirst du keinen Schlauch aufziehen können. Du kannst allerdings den Würzekühler des Grainfather separat kaufen, ca. 142€.

Du kannst (und solltest) von allen obigen Geräten die Bedienungsanleitungen herunterladen. Hier wirst du schnell erkennen, welche Geräte baugleich unter verschiedenen Labels sind. Die Anleitung zum Hopfengott erhältst du hier.

Alternativ kannst du auch die Anleitungen des Grainfather und dessen Controller herunterladen.

Wenn dich der Vergleich immer noch nicht überzeugt, folgender Vorschlag:

Kaufe eines der oben aufgeführten Geräte und teste alle Funktionen mit reinem Wasser, insbesondere die Programmierfunktionen. Spiele komplette Brauvorgänge durch. Vergleiche dann noch einmal mit dem Controller des Grainfather. Lies dir dann die Konditionen des Widerrufsrechts durch.

Ich selbst habe einen Mundschenk XXL, den ich für 312€ bekommen habe (aber nicht noch einmal kaufen würde). Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das Gerät soweit hatte, dass man damit gescheit brauen kann. Die Elektronikeinheit ist einer Eigenkonstruktion gewichen, die in etwa dem Funktionsumfang des Grainfathercontroller entspricht. Ich braue seit 38 Jahren und bringe gewiss Geduld mit, aber dieser müde Versuch der Klarstein-Chinesen, eine Steuereinheit zu konstruieren, ist schlicht eine Zumutung. Den Grainfather Controller kannst du ebenfalls separat kaufen, ca 133€.

Nur mal den Gedanken durchgespielt, Würzekühler und Controller des Grainfather plus eines der obigen Geräte, bist du bei ca. 600€ - dazu kommen die Umbauarbeiten. Weit weg bist du preislich nicht mehr von einem schlüsselfertigen Grainfather, mit Garantie, gesicherter Ersatzteilversorgung und der Option, sofort ohne Umbauten entspannt losbrauen zu können.

Cheers, Ruthard
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#18

Beitrag von smolle1 » Montag 25. Januar 2021, 19:20

Hallo Zymbo,

von dem Klarstein rate ich dir ab.

Ich habe ihm mir im November gekauft. Beim dritten Sud war er plötzlich defekt. Er hat sich immer von alleine ausgeschaltet. Leider mitten im Brauvorgang.

Ich habe Samstag ein Ersatzgerät bekommen. Der Service und die Lieferung waren ok. Gestern dann der 1.Brauversuch mit dem neuen (Ersatz) Gerät. Was soll ich sagen. Das Gerät hat sich auch zweimal von alleine ausgeschaltet und das Thermometer zeigt die falsche Temperatur an.Schade, ich bin ansonsten gut mit dem Gerät zu Recht gekommen.

Die angezeigte Temperatur der Maische und die wirkliche Temperatur hatten teilweise einen Unterschied von 15 Grad. Ich habe extra mit 2 zusätzlichen Thermometern gemessen. Diese haben die gleiche Temperatur angezeigt. im Gegensatz zum eingebauten Thermometer des Klarstein.
Angestrebt waren z.B 72 Grad. Angezeigt vom Klarstein waren 65 Grad. Meine 2 Thermometer haben 80 Grad angezeigt.

Ich bin nun auf der Suche nach einem anderen Gerät.

Schwanke zwischen Grainfather und Speidel Braumeister.

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#19

Beitrag von hyper472 » Montag 25. Januar 2021, 21:58

smolle1 hat geschrieben:
Montag 25. Januar 2021, 19:20
Schwanke zwischen Grainfather und Speidel Braumeister.
Nach allem, was ich hier lese, scheint das die einzig sinnvolle Entscheidung zu sein, wenn man denn unbedingt einen Automaten haben möchte.
Ich fürchte nur, das ist nicht die Antwort, die der TO gerne hätte.

Viele Grüße, Henning
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#20

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Donnerstag 28. Januar 2021, 22:02

Die angezeigte Temperatur der Maische und die wirkliche Temperatur hatten teilweise einen Unterschied von 15 Grad. Ich habe extra mit 2 zusätzlichen Thermometern gemessen. Diese haben die gleiche Temperatur angezeigt. im Gegensatz zum eingebauten Thermometer des Klarstein.
Angestrebt waren z.B 72 Grad. Angezeigt vom Klarstein waren 65 Grad. Meine 2 Thermometer haben 80 Grad angezeigt.
Das ist Satire, oder? Im echten Hobbybrauerleben kann es doch nicht sein, dass man bei der Maltoserast aus Versehen die Würze kocht. Ich mache mir ja schon ins Hemd, wenn zwei Thermometer 2 Grad abweichen. Die Chinesen bauen ja ganz schöne Braugeräteatrappen zusammen...
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#21

Beitrag von Beerkenauer » Freitag 29. Januar 2021, 07:15

Räuber Hopfenstopf hat geschrieben:
Donnerstag 28. Januar 2021, 22:02
Die angezeigte Temperatur der Maische und die wirkliche Temperatur hatten teilweise einen Unterschied von 15 Grad. Ich habe extra mit 2 zusätzlichen Thermometern gemessen. Diese haben die gleiche Temperatur angezeigt. im Gegensatz zum eingebauten Thermometer des Klarstein.
Angestrebt waren z.B 72 Grad. Angezeigt vom Klarstein waren 65 Grad. Meine 2 Thermometer haben 80 Grad angezeigt.
Das ist Satire, oder? Im echten Hobbybrauerleben kann es doch nicht sein, dass man bei der Maltoserast aus Versehen die Würze kocht. Ich mache mir ja schon ins Hemd, wenn zwei Thermometer 2 Grad abweichen. Die Chinesen bauen ja ganz schöne Braugeräteatrappen zusammen...
Der Unterschied könnte natürlich auch daher kommen, dass die Maische nicht mit einem Rührwerk o.ä. vermischt wird.
Wenn das Gerät am Boden misst und die Temp. Fühler weiter oben messen kommen so Unterschiede zustande.
Meine ersten 3 Sude habe ich mit dem Beerfest gebraut. Da kam das auch oft vor, dass unten die Maische anbrennt und oben der Temp. Fühler 60 Grad angezeigt hat :puzz

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#22

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Freitag 29. Januar 2021, 07:38

Aber das sind doch Malzrohrsysteme. Da wälzt eine Pumpe die Würze um. Der Maischfest ist eigentlich ein Warmwasserbereiter. Ich finde es dreist, mit welchen „Produkten“, die niemals eine vernünftige Entwicklung durchlaufen haben, der Markt überschwemmt wird. Dass eine vernünftige Temperaturverteilung bei einer Blechbüchse mit bis zu 81 cm Höhe und einem einfachen Heizelement unter dem Blechboden nicht funktionieren kann, muss klar sein. Bei Töpfen diskutieren wir über die Qualität der 3,4,5 oder 6 mm starken Sandwichböden und hier reicht Blech ohne Malzkorb und Pumpe...
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#23

Beitrag von Beerkenauer » Freitag 29. Januar 2021, 08:28

Aussage bleibt aber die Gleiche, auch wenn in diesem Fall eine Pumpe die Würze umwälzt. Es scheint als ob diese Geräte nicht, oder nur schlecht, für eine richtige Temperatur Verteilung sorgen können.

Gruß

Stefan

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#24

Beitrag von silversurfer784 » Freitag 29. Januar 2021, 10:01

Ich möchte, wenn au sicher unter Kugelhagel, auch mal eine Lanze für die Chinaböller brechen. Ich braue mit dem Mundschenk 30 seit knapp über einem Jahr, ca 10 Sude, und hatte bisher weder Ausfälle noch sonst welche Probleme. Seit kurzem habe ich die Thermohülle noch dazu, selbst bei -4 Grad kann ich im Freien damit super brauen. Klar, die SHA liegt bedingt durch das Malzrohrsystem bei lediglich 58 %, aber für mich ist das zu verschmerzen. Eine Kühlspirale hatte ich mir irgendwann dazu gekauft, die nutze ich aber nur bei Temperaturen über 10 Grad außen, aber das kann ja jeder wie er möchte.

Bis jetzt hatte ich keinen einzigen Sud der irgendwie schlecht gelaufen ist. Klar, es gibt immer mal wieder kleine Patzer, die waren jedoch immer auf mich selbst zurückzuführen, nie auf die Technik. Wenn man sich intensiv damit befasst, die hier im Forum vorgeschlagenen Wassermengen berücksichtigt, die Vorgehensweise mit dem Absperrhahn für die Pumpe usw berücksichtigt bin ich der Meinung, dass man damit gescheit arbeiten kann. Wer natürlich glaubt, dass man sämtliche Hinweise (Achten, dass Pumpe nicht trockenläuft oder verstopft, usw) ignorieren kann wird mit den Dingern nicht glücklich.

Als Anleitung habe ich mir die vom Brewmonk besorgt, der hat die gleiche Steuerung.

Das ist nur die Meinung und Erfahrung eines Hobbybrauers, der erst wenig Erfahrung hat, jedoch durch vorher intensives Befassen mit dem Thema, der nötigen Gelassenheit und Vorsicht beim Brauen halbwegs schmackhafte Biere zusammenbraut.
Grüße aus dem Saarland
Sebastian
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#25

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Freitag 29. Januar 2021, 12:13

Der Mundschenk ist ja auch ein komplettes Malzrohrsystem, wenn auch mit chinesischem „Engineering“. Der Maischfest ist eigentlich nur als Nachgusserhitzer zu gebrauchen. Da fehlen IMHO wesentliche Komponenten, die daraus eine „Brauanlage“ machen. Wenn ich mir die Klarstein-Seite angucke, ist das Leuteverdummung.
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#26

Beitrag von silversurfer784 » Freitag 29. Januar 2021, 13:01

Aus dem Maischfest werd ich in der Tat auch nicht schlau! Da holt man sich dann lieber nen gescheiten Einkocher!

Er hatte aber oben ja den Mundschenk erwähnt, daher meine persönliche Erfahrung mit dem Dingens.
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#27

Beitrag von ollusmaximus » Freitag 29. Januar 2021, 23:55

Hallo, danke für die viele guten Antworten.

@Urumbel-Bräu:
Wenn ich das rechne:
SS Brewtech ca 340,00 (Sehr geiler Kessel)
Inkbird ca. 50,00
Yato induktion ca. 270,00 (Beim SS Brewtech sagen sie explizit keine Induktion)

Aber wie auch immer, dann biste bei knapp 700 EUR.
Ohne Pumpe, dazu noch Kabel, Maischesack Läuterhexe oder ähnlich.
Da biste schon sehr nah am Grainfather.
Das ist natürlich auch Geschmacksache. Aber da kann ich eben die Destille draus machen.
Auch die Pumpe ist eine große Hilfe. Der Maischkorb macht den Nachguss sehr einfach.
Ein externer "Fermenter" macht Sinn und kann direkt befüllt werden.
Denke ich, gehe gleich auf den GF.

LIEBE GRÜSSE,
OLIVER
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#28

Beitrag von Shoegazer » Samstag 30. Januar 2021, 07:15

Na ja, es geht auch anders.

Ich zB. habe zwei 34l Töpfe incl. Deckel und Stanzloch für den Hahn am Black Friday bei Amihopfen für ca. je EUR 100,00 bekommen. Meine Yato Platte neu im Internet für EUR 140,00.
Zusammen somit EUR 340,00 und ich bin komplett flexibel in dem was ich braue und muss mich den Limitierungen eines Malzrohrsystems beugen. Allerdings ist das Läutern hier echt charmant... :)
Jeder muss seinen Weg finden und schauen, was ihm wichtig ist und wie er sein Bier braut. Es soll ja Spaß machen.
Auch ist klar, dass og. Zusammenstellung nicht komplett ist. Ich wollte dann noch ein Rührwerk, einen InkBird, eine Läuterhexe, eine Kühlschlange, eine Mühle, einen weiteren Kühlschrank, ein Gärfass aus Edelstahl...
Beste Grüße aus Bonn, Henning

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#29

Beitrag von Frommersbraeu » Samstag 30. Januar 2021, 17:18

Hi, ich nutze den Maischfest von Klarstein. Zunächst war ich ganz ordentlich wie in der Anleitung toll beschrieben mit Malzrohr und unterschiedlichen Rasten unterwegs, die Erfahrung zeigt aber dass das Teil einfach als digitaler Einkocher und BIAB am besten läuft :thumbdown. Dafür ist immerhin ne Kühlspirale dabei. Hab bei nem Kollegen auch schon mal mit dem Mundschenk XL gebraut, er hat eigentlich keine Probleme damit, aber als ordentlicher Brauingenieur hat er aber auch einiges drumrum improvisiert (Nachguss Halterung für Malzrohr, Hydralikbühne,...).
Brauen ist wie ein Überraschungsei:
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#30

Beitrag von ollusmaximus » Sonntag 31. Januar 2021, 19:29

Hi,

ich finde die Diskussion hier einfach genial.
Die Idee mit den separaten Elementen hat mein Interesse geweckt.
Besonders in Kombination mit SS Brewtech. Die Kessel sind genial.
  • Welche Typen von Kessel habt ihr von SS? Benutzt da wer den InfuSsion Mash Tun?
    Eventuell mit dem zusätzlichen Wärme pad?
    Oder nur Induktion/Gas und Inkbird (308 oder 310 worin liegt der Unterschied?
    Benutzt ihr da eine Läuterhexe? Wenn ja, passt der Anschluss einfach oder Zwischenstück notwendig?
Wo kauft ihr die Teile am günstigsten?

Danke vorab für die Hilfe!
Liebe Grüße, Oliver
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#31

Beitrag von Urumbel-Bräu » Sonntag 31. Januar 2021, 22:38

ollusmaximus hat geschrieben:
Freitag 29. Januar 2021, 23:55
Hallo, danke für die viele guten Antworten.

@Urumbel-Bräu:
Wenn ich das rechne:
SS Brewtech ca 340,00 (Sehr geiler Kessel)
Inkbird ca. 50,00
Yato induktion ca. 270,00 (Beim SS Brewtech sagen sie explizit keine Induktion)


LIEBE GRÜSSE,
OLIVER
Hallo

Ich habe mich über 2 Jahre dahin entwickelt. vom Einkocher kommend. Da war die läuterhexe schon da. Kühlspirale noch.
Und dann war klar, es darf ein bisschen mehr sein :Smile
Dann habe ich entschieden aufzurüsten. Zu dem Zeitpunkt war aber klar, dass mir das Brauen so Spaß macht und der „vollautomat“ kam nicht in Frage. Zumal der bei einer Vergrößerung nicht mitwachsen kann.
Der Kessel hat 230€ gekostet. Den gibts aber scheinbar nicht mehr. die yato kommt auf 180 €. Inkbird kommt hin.
Zum Thema induktionsplatten gibts hier einige Threads. Das geht wohl auch noch günstiger, wenn man die Steuerung hinbekommt.
Töpfe wurden ja schon erwähnt. Da geht es auch billiger.
Auf das Rührwerk wollte ich nicht verzichten :Smile
Gruß Thomas
Brauanlage:
Yato-Induktionsplatte
SS Brewtech 38l Kessel
Läuterhexe im Plastikbottich

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#32

Beitrag von ollusmaximus » Montag 1. Februar 2021, 09:33

Hi Thomas,

Du hast 100% recht mit dem Mitwachsen und auch mit der Flexibilität. Habe viel gelesen und nachgedacht. Alle fertigen Systeme haben ihre Grenzen.
Arbeitest Du mit einem Maischekessel und maischt dann ab über die Hexe in einen zweiten Kessel in dem Du dann kochst oder hast Du einen Kessel und maischt in Deinen Gärbottich, reinigst dann den Maischkessel und füllst vom Gärbottich wieder in den Maischkessel und da kochst Du dann?
Sicher günstiger ab auch aufwendiger, langwieiriger, Besonders bei 50l+. Habe bei https://www.brauhardware.de/ einige interessante Artikel (Topf, Rührwerk) gefunden. Apropos hast Du das Rührwerk in den SS Kessel verbaut? Sorry für die vielen Fragen aber jetzt habe ich endlich jemand gefunden der sie auch beantworten kann ;-)
Derzeit denke ich, dass ich mir 2 gute Töpfe mit 47l für Maische + 68l zum Kochen besorge, Rührwerk, Hexe, Inkbird, Induktionsplatte (eventl Starkstrom) zum Maischen (passiert bei mir innen) und Gaskocher fürs Kochen (passiert dann draussen).
Welche Gärbottiche verwendest du. Habe einen Speidel 30l den ich bisher benutzt habe aber ohne Temperaturautomatik und er ist eben durchsichtig. Hab ihm einen uMhang gemacht, aber das ist nicht wirklich meinem Anspruch entsprechend was effizienz und Hygiene betrifft. DANKE für Deine große Hilfe!
Liebe Grüße,
Oliver
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#33

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Montag 1. Februar 2021, 12:54

Welche Typen von Kessel habt ihr von SS? Benutzt da wer den InfuSsion Mash Tun?
Ich habe zwei von den normalen 10 Gallonen Töpfen, einer davon allerdings anders gelabelt. Die Töpfe gibt es von etlichen Herstellern (Crafthardware, Brewpaganda). Ich finde die Dinger sehr praktisch von der Geometrie, der Boden kann aber mit anderen Gastrotöpfen nicht mithalten. Der Mash Tun ist m. E. überteuert. Das geht mit einem 38er Thermoport und Läuterhexe nicht schlechter für 20 % des Preises. Mittlerweile habe ich ein Rührwerk auf einem der Töpfe und läutere direkt nach dem Maischen und Läuterruhe in den anderen. Nur für Kombirast und Dekoktion nehme ich noch den Thermoport. Aber wie man sehen kann: Ziemlich vielseitig das ganze. Das war dann auch das Argument gegen ein Malzrohrsystem. Ich hätte fast einen Grainfather gekauft, bin dann aber nochmal umgeschwenkt.

Viele Grüße
Björn

Läutern von einem Topf in den anderen (ohne Geplätscher, aber noch nicht optimal)
IMG_0778.jpeg
Einmaischen mit MattMill Rührwerk auf 10 Gallonen Brewpagande Topf (geht nur, wenn man für den 38er Topf das Rührwerk für 50er bestellt, sonst ist die Welle zu kurz)
IMG_0860.jpeg
Dekoktion mit Thermoport
IMG_0904.jpeg
Würzekochen mit Bartscher 3,5 kW (bei besserem Wetter kochen wir auf dem Balkon mit Gas, geht beides gut)
IMG_0916.jpeg
Zuletzt geändert von Räuber Hopfenstopf am Montag 1. Februar 2021, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
Allen wird bekannt gemacht, dass keiner in die Jeetze kackt - denn morgen wird gebraut.
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#34

Beitrag von ollusmaximus » Montag 1. Februar 2021, 17:36

Hi Björn,

Das sieht sehr fein aus.
Wirklich tolles Forum hier.
Das ist auch der Grund warum ich nach Inspiration von Thomas (und jetzt Dir) anders denke, als vorher.
Ich war mir ziemlich sicher wegen dem Grainfather - doch muss Euch 100%ig Recht geben, dass so ein Malzrohr das Ganze zu sehr in ein Korsett zwängt.

Jetzt noch paar Fragen:
1. Beim 1. Bild hast Du da im oben stehenden Topf eine Leuterhexe/freund drin, dass Du das so einfach und klar in den 2. Topf über Latex schlauch rüber bekommst?
2. Wenn beide Deiner Kessel 10gal also knapp 38 l haben, wie machst Du es dann mit dem Nachguss? Oder braust Du mit z.B: 20l Vorwürze und giesst dann noch 15l nach?
3. Benutzt Du einen Inkbird o.ä?
4. Der 38l SS Brewtech kostet stolze 300 EUR - wie findest DU den?
5. Hast Du (oder ein Mitleser) Erfahrung mit dem Zeug von https://www.brauhardware.de

VIELEN DANK für die tollen Erklärungen!
Liebe Grüße,
Oliver
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#35

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Montag 1. Februar 2021, 18:09

Hallo,
1) Ja, da ist eine Läuterhexe drin. Die passt wunderbar in den 10 gal. Topf und den 38er Thermoport. Ich habe mit lediglich für den Topf ein T-Stück mit 3 x 1/2" besorgt. Für den Thermoport gibt es ja die Hexe mit der Durchführung. Das T-Stück hat auf der einen Seite 3/8" und passt nicht so gut in den Kessel. Kann man zwar trotzdem hinbasteln, aber dann liegt die Hexe am Hahn sehr weit innen und kollidiert mit dem Rührwerk. Die Hexe hängt an einem kleinen Haken (siehe Foto) und wird zur Läuterruhe reingelassen. Klappt hervorragend. Eigentlich wollte ich mit drei Behältern arbeiten: Topf zum Maischen mit 1,5" Hahn und Abmaischeinrichtung gegen Oxidation, Thermoport zum Läutern, 2. Topf zum Kochen. Dann meinte ein Bekannter, warum ich nicht gleich aus dem Maischtopf läutere. Nicht umfüllen oxidiert definitiv weniger als mit gutem Equipment umfüllen. Also Geld gespart. Zwischen den Töpfen ist ein Silikonschlauch. Der obere Hahn ist offen, mit dem unteren regele ich die Durchflussmenge. Das hat jemand hier mal so vorgestellt (ich glaube derdasBierbraut) und es funktioniert gut.
2) Ich braue in der Regel 20 - 24 Liter (1 Keg + ein paar Probeflaschen). Dafür reicht das. Wir haben aber auch schon mal 35 Liter mit 20 ° Plato (knapp 10 Kilo Schüttung gebraut. Geht, wird aber fast Oberkante. Wenn es überkocht ist Land unter... Die Töpfe haben ja 38 Liter Nutzvolumen. Bis zur Kante gehen knapp 42 Liter rein.
3) Nö. Derzeit regeln wir von Hand. Klappt auch gut. Ich bin Mechaniker, habs nicht so mit Elektronikbastelei. Automatisierung wird m. E. bei diesen kleinen Maßstäben überschätzt und ist viel Spielerei. Die ganze Maischerei dauert nicht länger als 80 - 90 Minuten. Wenn man Abwaschen und Putzen automatisieren könnte, wäre ich dabei...
4) Ich habe den normalen für 229 € gekauft. Beim nächsten Mal würde ich definitiv Triclamp nehmen (weil die Schrauberei etwas nerven kann und es eine Weile gedauert hat, bis ich das mit den Dichtungen gut hinbekommen habe). Ich mag die Töpfe. Aber sie sind jetzt auch kein Highend Produkt. Sehen cool aus und man bezahlt schon auch was für das Logo der "hippen Firma aus USA". Zusammegebrutzelt werden die auch in China. Ein Gastrotopf von der Metro oder das Ding von Brauhardware ist bestimmt nicht schlechter. Ich mag allerdings die Schlanke Form. Da kann man auch mal 15 Liter machen und hat imer noch 12 cm Treberhöhe. Und sie passen gut auf die Induktionsplatte.
5) siehe 4)...

Gruß
Björn

Läuterhexe am Haken
IMG_0864.jpeg
Mehr geht nicht...
IMG_0781.jpeg
Zuletzt geändert von Räuber Hopfenstopf am Montag 1. Februar 2021, 22:15, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#36

Beitrag von ollusmaximus » Montag 1. Februar 2021, 20:32

Hallo nochmal.
Danke für die tollen Bilder und logische Erklärung. Jetzt seh ich schon viel klarer.

Hat hier irgendwer Erfahrung mit dem SS Bretech Elkettle. Der hat ein eingebautes Ringheizelement das mit 5500kw angegeben wird (das würde ja bedeuten, dass der sehr, sehr schnell aufheizen kann - allerdings hab ich wegen "anbrennen" Bedenken. Der hat volle Triclamp fittings und kostet komplett knapp € 400,00. Der 38l TC Brew kettle liegt bei 399,00 (und ist ohne Heizung). Andererseits engt die eingebaute Heizung auch wieder ein (Läuterhexe, nur mit BT controllern kompatibel etc.)
Was ist in der Praxis der Vorteil zwischen TriClamp und dem althergebrachten Ventil?
Was benutzt ihr als Gärbehälter? In meinem Keller ist es dunkel aber sehr kühl (12°) und die Temperatur schwankt übers Jahr.
Liebe Grüße,
Oliver
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#37

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Montag 1. Februar 2021, 20:43

Der 38er TC Kettle kostet beim üblichen Verdächtigen 299 €. Du kannst an eine klassische deutsche Steckdose ca. 3600 W hängen. Bei 3,5 kW Induktion und Rührwerk muss der Nachgussheizer (bei mir ein gebrauchter Glühweinkessel aus den Kleinanzeigen) schon an einen anderen Stromkreis.
Als Gärbehälter habe ich die Speidels. Für 20 Liter den 30er und wenn ich einen Sud teile 2x20 Liter. Temperaturführung bei der Gärung ist nicht unwichtig. Ein alter Kühlschrank mit Inkbird ist Gold wert.
Triclamp ist einfach netter zu montieren. Ich habe mir Unterlegscheiben aus VA an die Hähne geschweisst, damit die Dichtungen besser anliegen. Dahinter liegt eine breite Silikondichtung (siehe Foto). Solche Bastelprobleme gibt es bei einem standardisierten System wie Triclamp nicht. Mittlerweile funktioniert das bei mir aber auch sehr gut. Vorteil des „klassischen“ Systems sind kaum vorhandene Toträume. Die Schlauchhalterung ist patentiert und darf nicht nachgebaut werden :P
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#38

Beitrag von ollusmaximus » Montag 1. Februar 2021, 23:54

Räuber Hopfenstopf hat geschrieben:
Montag 1. Februar 2021, 20:43
Der 38er TC Kettle kostet beim üblichen Verdächtigen 299 €.
Sorry steh aufm Schlauch, aber wer ist das? Der gute alte übliche Verdächtige ;-)
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#39

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 2. Februar 2021, 00:00

Hier zum Beispiel.

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#40

Beitrag von ollusmaximus » Dienstag 2. Februar 2021, 00:08

Ja OK. Danke. Jetzt hab ichs verstanden. Ich denke ich werde den 57er nehmen der kostet um 20 Öcken mehr und dann bin ich auf der safe side wenn mal im Sommer Besuch zu uns hier auf die Insel kommt - da ist der Durst immer gross ;-)
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#41

Beitrag von ollusmaximus » Dienstag 2. Februar 2021, 00:26

Beim Ss Brewtech™ TC Brew Kettle 57 kann ich nicht sehen, welche Dimension " das Ventil hat bzw. ob ih da die Leuterhexe innen ans Ventil schraiben kann. Hat da irgendwer eine Ahnung? Hab die Info bei keinem Händler gefunden
Kann mir jemand dazu ein Thermometer und Rührwerk empfehlen? Das wäre hervorragend!
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#42

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Dienstag 2. Februar 2021, 07:05

Gute Thermometer gibt es bei Brewpaganda. Der hat auch Rührwerke für seine Kessel. Oder bei Crafthardware gucken. Das MattMill passt (glaube ich) nicht in den hohen Topf, da die Welle zu kurz ist. Leuterhexe innen ans Ventil geht nur mit Bastelei. Das hat ab Werk einen Trubdamm. Da passt keine Hexe ran. Ich mache mal ein Foto von unserer Lösung.
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#43

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Dienstag 2. Februar 2021, 07:43

Hier das Foto. Links ein Hahn für die Hexe im Topf. Doppelnippel mit aufgeschweisster U-Scheibe, damit es ein Aussengewinde gibt. Die Hexe kommt von innen dagegen. Aussen Flachdichtung aus Silikon, innen Teflonring. Das hintere T-Stück ist für die Hexe im Thermoport. Da kommt dann die Durchführung mit einem anderen Hahn ran.
Rechts der Hahn für die SS-Brewtech Kessel mit Trubdamm. Die U-Scheibe habe ich rangebastelt. Da passt die Hexe so nicht ran, weil Innengewinde. Aber vielleicht gibt es da eine fertige Kauflösung. Die Kugelhähne sind ja Normteile.

Edit sagt: Einen passenden Hahn bekommst Du bei Brewpaganda.
https://www.brewpaganda.com/shop-katego ... ry/view/25
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C92F3376-02F8-447F-89FB-DA62E62B401A.jpeg
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#44

Beitrag von ollusmaximus » Dienstag 2. Februar 2021, 09:36

Hi Björn,
Wow! Danke für die hervorragenden Bilder und Veranschaulichung.
Denke für mich als Anfänger mit grossen Kesseln werde ich doch für die aufeinander abgestimme Lösung von Brauhardware gehen. Da passen Kessel, Rührwerk und Hexe zusammen. Jetzt ist mir heute Nacht (jaja... ich träum schon davon) folgendes eingefallen:

Problemstellung: Wenn ich mit einem 47er Kessel einmaische und läutere und gleich in einen 58er läutere, dann kann ich da ja prima einfach arbeiten. AABER ich muss ja gleichzeitig ca. 15-20l Nachguss aufwärmen.

Frage: Wie macht ihr das mit dem Nachguss HLT. Habr ihr da einfach einen 3. kleinen Kessel auf einer separaten Wärmequelle. Oder gibts da einen Trick.

Mein Gedanke:
Ist, dass ich das bei mir (Platz hab ich genug = alter Bauernhof) so eine Art "Treppen-Arbeitsbank" baue. Wo ganz oben der Nachguss steht (damit ich per schlauch einfach nachgießen kann), dann der Maischkesssel aus dem auch gemaischt wird auf einer Induktionsplatte und ganz unten dann der große Kochkessel, der mit Gas betrieben wird. Den Bereich unter der Treppe = nugenutzter Platz würde ich komplett zumachen und die Gärungsfässer auf Rollen reinschieben. Macht das so Sinn oder habt ihr da bessere Ideen.

Dank vorab!
Liebe Grüße,
Oliver
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#45

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Dienstag 2. Februar 2021, 11:56

Kann man auf dem Fotos in Beitrag 33 sehen. Glühweinkessel von Metro. Neu derzeit um die 60 €. Ich habe 20 Liter, gibt es auch größer. Die beste Anschaffung sein Langem. Der Thermostat ist ein Schätzeisen. Aber das bekommt man trotzdem hin.
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#46

Beitrag von ollusmaximus » Dienstag 2. Februar 2021, 12:58

Ich muss immer bei Deinem Bild lachen. IM Film mit Gerd Fröbe war mein Onkel der Rainer Basedow der "dämliche" Polizist. Meine Kinder fürchteten sich so sehr, dass sie den Film nie zu Ende sehen konnten ;-))

Danke für die Info. Ich hab mit jetzt was zusammengestellt:
Bild
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#47

Beitrag von ollusmaximus » Dienstag 2. Februar 2021, 12:58

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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#48

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Dienstag 2. Februar 2021, 13:06

Wozu den 3. Topf? Als Nachgussheizer?
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#49

Beitrag von ollusmaximus » Dienstag 2. Februar 2021, 16:06

yep
Beer is the Danish national drink, and the Danish national weakness is another beer!

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Räuber Hopfenstopf
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Re: Entscheidungshilfe Brauanlage All-in-one 30l (Budget)

#50

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Dienstag 2. Februar 2021, 18:05

Da kommt dann auch eine Induktionsplatte drunter? Ich finde die Methode mit dem Wasserkessel ganz nett, weil der Thermostat gleich drin ist. Einfach immer oben nachkippen, der Rest regelt sich von selbst.
https://www.metro.de/marktplatz/product ... a338087c0a
Ein fast baugleiches Gerät gibt es auch von Grainfather. Das hat 19 Liter Volumen und kostet etwas mehr. Könnte aber sein, dass der Thermostat genauer ist. Bei uns ist da unten ein Silikonschlauch dran und der geht auf einen Schwimmdeckel auf der Maische. Klappt perfekt.
Allen wird bekannt gemacht, dass keiner in die Jeetze kackt - denn morgen wird gebraut.
Steht am Bierbrunnen in Salzwedel

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