Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

Hier können Braubegeisterte ihre selbstgebastelten Heimbrauanlagen in Bild und "Ton" vorstellen.
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boty
Neuling
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Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#1

Beitrag von boty » Montag 1. Februar 2016, 22:31

Hallo liebe Hobbybrauer,

ich liebäugel jetzt schon geraume Zeit mit dem Thema "Heimbrauen". Ein paar Messen, Bücher, Threads und viele viele Biere später ist es nun soweit:
Ich habe den Einkaufszettel für meine erste Anlage zusammengetragen. Wenn die Hardware stimmt, brauche ich nur noch die Zutaten für das erste Bier - ein IPA wird es wohl werden. Freue mich schon drauf! Würde mich freuen, wenn Ihr mal über die Teile schaut und mir sagt, was ihr davon haltet. Müsste eigentlich alles passen.

Sudkessel:
http://www.amazon.de/dp/B000VZGCG0/ref= ... 7U50MMIJ49

Brau- und Gäreimer:
http://www.hobbybrauerversand.de/Brau-u ... r-30-Liter

Zum Testen:
http://www.hobbybrauerversand.de/Brauerjod-50-ml

Abfüllen:
http://www.hobbybrauerversand.de/Abfuellroehrchen
http://www.hobbybrauerversand.de/Siliko ... 10-x-15-mm

Rühren:
http://www.hobbybrauerversand.de/Maisch ... Holz-70-cm
Ich habe nach einem etwas klassischeren Braupaddel geschaut - aber für den Anfang ist der große Löffel wahrscheinlich genau richtig.

Thermometer:
http://www.amazon.de/TFA-Dostmann-Funk- ... hermometer
Das hatte ich schon mal und war eigentlich immer zufrieden.

Spindel:
http://www.hobbybrauerversand.de/Saccha ... el-0-20-05

Zylinder:
http://www.hobbybrauerversand.de/Spinde ... -ca-200-ml
Der hier sieht ziemlich billig aus - sollte aber reichen. Ober doch besser Glas? Kaufe ja gerne einmal und dann gerne gleich eine vernünftige Qualität

Läutern:
http://www.hobbybrauerversand.de/MattMill-Laeuterblech
Hier stand noch die Läuterhexe zur Auswahl, aber ich habe etwas hin und her gelesen und mir scheint so als sei die Entscheidung auch etwas Geschmacksache - der einfachen Handhabung wegen habe ich mich für das Blech entschieden.

http://www.hobbybrauerversand.de/Monofi ... -1-8-Liter
Für den letzen Filtergang vor dem Abfüllen

Reinigen:
http://www.amazon.de/Viva-Haushaltsware ... X302CYY017

http://www.hobbybrauerversand.de/ChemiPro-OXI-1-kg
Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob ich das brauche, aber man liest so viel von absoluter Hygiene - das OXI ist schon irgendwie berühigend ... oder quatsch?

Jetzt fehlen eigentlich nur noch ein paar Kleinigkeiten, Schüttung, Hefe und Hopfen und natürlich Flaschen. Was das betrifft würde ich am liebsten 0,33er Flaschen verwenden. Ich denke da könnte ich mal ein paar Flens trinken. Oder habt ihr einen besonders empfehlenswerten shop für 0,33er Bügelfaschen? Habe schon so viele gläser-shops durch, dass ich gar nicht weis wie wo was :)

Soviel dazu! Ich freue mich über eure Meinung und hoffe, dass das der erste Post von vielen ist!

Liebe Grüße aus dem Odenwald

Peer

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Gasflasche
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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#2

Beitrag von Gasflasche » Montag 1. Februar 2016, 22:57

Hallo Peer!

Willkommen im Forum :thumbup

Was würdest du als Läuterbottich/behälter benutzen?
Zum abfüllen: selber habe ich gleich zu der Abfüllpistole gegriffen, daher kann ich nicht sagen wie das Röhrchen ist. Aber aus den Reaktionen im Forum würde ich herleiten, damit keinen schlechten Schritt gemacht zu haben :Wink Ich bin auf jeden Fall "happy" mit dem Teil. :Wink

Aus eigener Neugier: wieso scheidet bei dir der Refraktometer aus und nimmst du den Spindel? :Grübel

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ThomasWi
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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#3

Beitrag von ThomasWi » Montag 1. Februar 2016, 23:06

Hi,

soweit OK.
Aber ein paar Änderungsvorschläge:
* Anstatt Abfüllröhrchen die Abfüllpistole Metall
* Anstatt Läuterblech die Läuterhexe. Etwas billiger aber wesentlich flexibler.
* Anstatt Spindel ein Refraktometer. Kostet nur einen Tropfen und der muss nicht erst lange abkühlen.

Gruß,
Thomas

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Kap3
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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#4

Beitrag von Kap3 » Dienstag 2. Februar 2016, 00:08

Das sieht doch aus als hätte es Hand und Fuß!

Ich braue in dem gleichen Topf und bin ganz zufrieden. Auch die Spindel erweist gute Dienste und ein Refraktometer ist für den Anfang doch ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. (Spindel 6€ - Refraktometer min. 30 €)

Was ich ändern würde:
Thermometer - Ich hab bei dem oder einem in der Art mal gelesen, dass der Messfühler nicht wasserdicht ist. Ist halt ein Grill bzw. Ofenthermometer.
Läuterblech - Ich bin ein Fan der Läuterhexe und kann sie nur weiterempfehlen. Da ich aber noch nie mit Schlitzblech geläutert habe, kann ich eigentlich auch nicht sagen was besser oder schlechter ist.

Zum Reinigen kann ich dir auch nur meine Erfahrungen schildern. Ich habe bisher noch nie irgendeine Art von Reinigungsmittel verwendet. Wenn man nach dem Brauen zeitnah alles putzt geht das auch ohne. Und die Flaschen bekommst du auch problemlos sauber, wenn du sie nach dem austrinken ein paar mal mit Wasser ausspülst. Dann vorm Abfüllen nochmal drüber schauen und mit Wasser nachspülen (muss du ja eh um die Etiketten zu lösen) und alles ist gut.

Chers, Fritz

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#5

Beitrag von Taufkirl » Dienstag 2. Februar 2016, 00:19

Thermometer: Ikea Fantast. 10€ statt 30€
Ist aber auch nur ein nicht wasserdichtes Bratenthermometer, aber für den Anfang sollte es reichen.

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#6

Beitrag von Schlinsermändle » Dienstag 2. Februar 2016, 05:01

hallo und willkommen im Forum,

klingt ja schon ganz gut.
Ich würde dies so bestellen, damit fährst du für die ersten sude sicher gut. Klar ein refaktometer ist eine feine sache, ich habe mitlerweile auch eines, seit dezember letzten jahres, aber meine sude seit 2013 bin ich immer mit spindel gefahren. mach ich auch heute zum abschluss nach dem ausschlagen auch so, nehme das refraktometer eigentlich hauptsächlich um die vorderwürze und das glattwasser zu kontrolieren ( bei 3 Brix höre ich auf zu läutern, dann ist mir das glattwasser zu" Dünn" ).
Aber: du bist der Betreiber, du braust und du entscheidest was du am anfang investieren willst.

Ich würde mich freuen, auf eine bebilderte Braudoku von deinem ersten Sud samt Ausrüstung.

Gruss

Thomas
:Drink
Gruss Thomas :Smile

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#7

Beitrag von hyper472 » Dienstag 2. Februar 2016, 07:50

Hallo Thomas,
Sieht gut aus, habe aber nicht die Vollständigkeit geprüft. Vergleiche das am besten mit Brauanleitung.de.
Ich empfehle eine kleinere Spindel, such mal nach "Minispindel". Die kommt mit 30ml aus, die Du ohne große Gefahr einer Infizierung mit einer größeren Spritze abziehen kannst. Und Du ärgerst Dich nicht, bei jedem Spindeln ein halbes Bier zu verlieren.
Läuterhexe ist flexibler einsetzbar als ein -Blech, d.h., Du kannst variieren beim Läutern (aus dem Einkocher oder einem Läutereimer).
Besorg Dir ein zweites Thermometer, ich bin mit diesem ganz zufrieden: http://www.ebay.de/itm/151273437983.
Flensflaschen am besten schon vor dem Trinken vom Etikett befreien, dann kommt kein Leim-Södel in die offenen Flaschen.
Allzeit gut Sud!
Henning, selber ein Anfänger
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#8

Beitrag von DevilsHole82 » Dienstag 2. Februar 2016, 07:58

Gibts die Flensflaschen auch in 0,5 Liter? Die würde ich definitiv favorisieren. Liegt aber daran, dass ich am liebsten aus einem englischen Pint (0,57 L) trinke. Da passt dann genau ein 0,5 IPA rein :Smile
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#9

Beitrag von diapolo » Dienstag 2. Februar 2016, 08:15

Morgen,
Flaschen bekommst du günstig bei: https://www.hellmann24.de/products/033- ... braun.html
Für 0,5er Flaschen kannst du alle Bügelverschlussflaschen nehmen und ein Flens gibts auch in 0,5.

mfg

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http://www.raitersaicher.de

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#10

Beitrag von cyme » Dienstag 2. Februar 2016, 09:09

boty hat geschrieben:http://www.hobbybrauerversand.de/Monofi ... -1-8-Liter
Für den letzen Filtergang vor dem Abfüllen
Vor dem Abfüllen brauchst du eigentlich nichts zu filtern.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob ich das brauche, aber man liest so viel von absoluter Hygiene - das OXI ist schon irgendwie berühigend ... oder quatsch?
Hygiene beim Brauen ist nie quatsch. Beim ersten Mal ist dein Equipment ja noch einigermaßen sauber, aber über die Zeit kann sich in diversen Ecken ein Biofilm bilden, der schon manchen einen Sud gekostet hat. Hähne, Schläuche oder auch das Abfüllröhrchen sind da ganz gute Kandidaten. Du musst auch unterscheiden zwischen Reinigern und Desinfektionsmitteln (steril wird's sowieso nicht). Aber du kannst dir auch hier gerne einen Monsterthread darüber zu Gemüte führen, inklusive vieler Für- und Gegenstimmen: viewtopic.php?f=3&t=4544

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#11

Beitrag von Sura » Dienstag 2. Februar 2016, 09:33

Als Thermometer habe ich das hier: http://measupro.com/product/measupro-in ... mometer-3/
Leider ist das bei amazon grade nicht verfügbar. Lohnt sich aber, weils wesentlich schneller ist als der Kram von TFA,Wasserdicht, und min und max hat.

Eine Spindel ist ok bevor alles im Gäreimer ist und zur letzten Messung vor der Abfüllung. Ansonsten ists es Mist weil du immer eine bestimmte Menge brauchst um zu spindeln. Ein Refraktometer ist da einfacher. (Aber kein muss.)

Als Einkochautomat nimm den: http://www.amazon.de/Klarstein-Einkocha ... tomat+2000
Die 200 zusätzliche Watt helfen dir beim kochen! Sascha hat den auch mal getestet und einen Thread dazu geschrieben.

Kauf dir einen zusätzlichen Gareimer für das umfüllen und aufzuckern bevor es in die Flaschen geht...

ChemiOxi kannst du nehmen. Falls du sehr hartes Wasser hast, kann es sein das sich weisse Schleier damit bilden die mindestens ein ungutes Gefühl hinterlassen..... Ich hab davon Abstand genommen und nehme Waschsoda zum reinigen, und zum desinfizieren eine Blumenspritze gefüllt mit StarSan-Lösung.

Ansonsten fehlen dir: Lappen. Reichlich. Du produzierst im ersten Schritt braunes Zuckerwasser, das willst du nirgends lange kleben haben.

Zu Flaschen kann man sich streiten. Ich habe aus einer Kiste Bügelflaschen jetzt nach dem abfüllen bei zweien gemerkt das der Bügel doch nicht mehr so dicht war. Eine ist beim Transport aufgegangen. Kronkorken finde ich mittlerweile besser, wartungsärmer und sicherer und einfacher zu handeln und zu lagern. Die Zange kostet 20€ und die Kronkorken ~2,50€/100 Stück. Verschliessen dauert keine 5 Sekunden.
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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#12

Beitrag von Marv » Dienstag 2. Februar 2016, 09:49

Mahlzeit,

zum Kocher würde ich sagen: Entweder den o.g. Klarstein für 200W mehr, oder den Proficook mit genauer Temperaturregelung. Preislich nimmt sich nix.

Läuterhexe hab ich nie selbst probiert, bin aber mit meinem Läuterblech im Läuter = Gäreimer sehr happy.

Und ich würde auch gleich ein Refraktometer holen. Die 0-20°P Spindeln sind einfach murks und allenfalls grobe Schätzeisen. Das heißt eigentlich brauchst du eine Spindel 7-14°P für deine Stammwürze, eine 0-7°P für den Endvergärungsgrad, und nochmal eine wenn du mal ein Bock brauen willst, dazu noch den Zylinder, und du bist beim gleichen Geld.

Was ich noch dazu nehmen würde: Einen zweiten Eimer mit Auslaufhahn für das Umfüllen zwischen Läutern und Kochen, und beim Abfüllen zum Vorlegen der Würze/Zuckerlösung. Macht einfach weniger Geplätscher/Geklecker und mindert oxidation und Infektionsgefahr.

Achja, und natürlich ein paar Meter 10er Silikonschlauch.

Gut Sud.

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#13

Beitrag von murph » Dienstag 2. Februar 2016, 09:54

DevilsHole82 hat geschrieben:Gibts die Flensflaschen auch in 0,5 Liter? Die würde ich definitiv favorisieren. Liegt aber daran, dass ich am liebsten aus einem englischen Pint (0,57 L) trinke. Da passt dann genau ein 0,5 IPA rein :Smile
schau mal unter flaschenland.de. Die sind echt günstig

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#14

Beitrag von Sura » Mittwoch 3. Februar 2016, 19:36

Taufkirl hat geschrieben:Thermometer: Ikea Fantast. 10€ statt 30€
Ist aber auch nur ein nicht wasserdichtes Bratenthermometer, aber für den Anfang sollte es reichen.
Das Thermometer hatte ich gekauft weil es hier im Forum immer mal wieder erwähnt wird. Ergebnis: Das ist eines der schlimmsten Stücke China-Scheiss die ich jemals in den Fingern hatte! Die Anzeige welche ein ganz billiges LCD-Display ist, bekommt Druck und verfärbt sich wenn man die Knöppe bedient, den Knöppen fehlt zudem jeglicher Druckpunkt, die Anzeige ist für den schnellen Blick winzig und miseral lesbar, der Magnet ist nicht mal erwähnenswert, und um das ganz abzurunden ist das Thermometer so superlangsam, das ich es nach dem Test kopfschüttelnd direkt in die Rundablage befördert habe. Sowas kann man beim besten Willen nicht empfehlen, da ist es schon egal was man stattdessen kauft: Schlechter wirds nicht sein....
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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#15

Beitrag von Taufkirl » Mittwoch 3. Februar 2016, 20:37

Sura hat geschrieben:
Das Thermometer hatte ich gekauft weil es hier im Forum immer mal wieder erwähnt wird. Ergebnis: Das ist eines der schlimmsten Stücke China-Scheiss die ich jemals in den Fingern hatte! Die Anzeige welche ein ganz billiges LCD-Display ist, bekommt Druck und verfärbt sich wenn man die Knöppe bedient, den Knöppen fehlt zudem jeglicher Druckpunkt, die Anzeige ist für den schnellen Blick winzig und miseral lesbar, der Magnet ist nicht mal erwähnenswert, und um das ganz abzurunden ist das Thermometer so superlangsam, das ich es nach dem Test kopfschüttelnd direkt in die Rundablage befördert habe. Sowas kann man beim besten Willen nicht empfehlen, da ist es schon egal was man stattdessen kauft: Schlechter wirds nicht sein....
Immerhin ist es billiger als den "China-Scheiss" den er sich vorher angeschaut hat, welches wirklich nicht besser aussah. Das mit den Knöppen und dem Display kann ich nicht nach vollziehen, was aber wahrscheinlich an meinen Augen und meinen Fingern liegt. Ja, es ist nicht das Schnellste, aber selbst das teuerste Thermometer in einer Tauchhülse wird schon aufgrund der thermischen Masse nicht schneller sein. Abgesehen davon muss man auch nicht ständig die Temperatur messen, sondern ab und zu oder während kritischer Momente. Aber vielleicht bin ich da auch einfach zu entspannt, ich maische in einem Thermoport, kontrolliere nach dem Zubrühen einmal die Temperatur, korrigiere und gut ist. Danach darf die Maische sich tatsächlich eine Weile ausruhen, bzw. rasten.

Und wenn man sich mal ein besseres Thermometer kauft, kann man den Fantast immer noch seiner ursprünglichen Bestimmung übergeben!
Der Schweinsbraten war super und der Magnet reichte für meine Backofentür.

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#16

Beitrag von Gasflasche » Mittwoch 3. Februar 2016, 21:00

Kap3 hat geschrieben:Auch die Spindel erweist gute Dienste und ein Refraktometer ist für den Anfang doch ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. (Spindel 6€ - Refraktometer min. 30 €)
Auf der anderen Seite: wenn man eh vorhat später was "besseres" (sprich: teureres zu kaufen), hat man's zwei mal gekauft... Dann ist man billiger dran, gleich das teurere zu kaufen.

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#17

Beitrag von glassart » Mittwoch 3. Februar 2016, 21:04

wenn du auch zwischendurch dein Anstellwasser ect. messen möchtest kann ich dir das "Chinathermometer"
http://www.ebay.at/itm/LCD-Digital-Flei ... 3cde7a9b2e
trotzdem empfehlen. Ich habe schon 8 Stück davon im Einsatz und kann nichts Negatives darüber sagen. Du musst allerdings 3-4 Wochen warten bis es geliefert wird. Ich habe die Messdaten mit einem Hochpreisigen verglichen und konnte 0,1-0,2 °C Abweichung feststellen.Höhere Genauigkeit brauche ich und ich denke der Großteil fürs Brauen nicht.
Und solltest du einmal die Kerntemperatur eines Bratens benötigen kannst du es auch einsetzen :Bigsmile

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#18

Beitrag von Taufkirl » Mittwoch 3. Februar 2016, 21:24

glassart hat geschrieben:... "Chinathermometer"
.......
Und solltest du einmal die Kerntemperatur eines Bratens benötigen kannst du es auch einsetzen :Bigsmile

vg Herbert :Drink
Das habe ich schon vor meiner Brauerzeit angeschafft. Es ist in Bedienung allerdings ein wenig fummelig. Aber es reicht. 3-4 Wochen? Geduld, Geduld, die höchste Brauertugend! :Smile

Für einen Braten ist es allerdings völlig ungeeignet, da es der Ofenhitze nicht stand hält.
Es ist aber perfekt um die Kerntemperatur meiner temperierten Ales zu prüfen.

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#19

Beitrag von afri » Mittwoch 3. Februar 2016, 21:28

Der Einkocher geht in Ordnung, aber der Klarstein ist günstiger und hat mehr Dampf, ich selbst habe Bielmeier und bin ebenfalls zufrieden damit.

Was wir noch nicht hatten: der Spindelzylinder aus dem Link. Ich habe mir den gekauft und er ist fabrikneuer Schrott, weil latent undicht am Boden (für beispielsweise die SVP also kaum geeignet). Ein 100er oder 200er Glaszylinder tut hier bessere Dienste und kostet nicht so wahnsinnig viel mehr.

Was das Messen der Extrakte angeht: ich bin für Spindel plus Refrakto. Für den Anfang reicht eine Spindel 0-20°P, aber ich messe gern mehr und öfter, da tut der Tropfen auf das Refrakto nicht so weh, wie einige ml Würze/Jungbier es tun, die am Ende fehlen.

Und schließlich das Termometer: ich habe zwei Fantast vom skandinavischen Sperrmüllhandel und bin sehr zufrieden. Die neueren haben sogar eine extra abgedichtete Pressung am oberen Ende des Fühlers, damit sollte das beinahe wasserdicht werden. Und sie sind günstig, da kaufe ich gern ein neues, wenn das alte nurmehr Grütze anzeigt.
Achim
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#20

Beitrag von Brockmann24 » Donnerstag 4. Februar 2016, 11:38

afri hat geschrieben:
Und schließlich das Termometer: ich habe zwei Fantast vom skandinavischen Sperrmüllhandel und bin sehr zufrieden. Die neueren haben sogar eine extra abgedichtete Pressung am oberen Ende des Fühlers, damit sollte das beinahe wasserdicht werden. Und sie sind günstig, da kaufe ich gern ein neues, wenn das alte nurmehr Grütze anzeigt.
Achim
Ich habe zusätzlich die Pressung und ca. 10 cm des Kabels mit Sanitärdichtband fest umwickelt. So ist das Thermometer absolut dicht. Damit verrichtet der "Schrott" schon seit vielen Suden zuverlässig seinen Dienst, auch wenn er mal zu tief in die Flüssigkeit eintaucht.
Gruß von der Mosel
Wolfgang

"Two beer or not two beer?"
frei nach William Shakespeare (1564 - 1616)

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#21

Beitrag von Griller76 » Donnerstag 4. Februar 2016, 12:45

Hallo Peer,

ersteinmal meinen Glückwunsch zum neuen Hobby und Herzlich Willkommen hier im Forum.
Bitte erlaube mir hinsichtlich Deiner Hardwareausstattung ein paar Verbesserungsvorschläge zu machen, damit Du gleich vom ersten Tag an die volle Freude daran hast und im Laufe Deiner Braujahre langfristig gutes Handwerkszeug hast, auch wenn es etwas teurer ist.

als Sudkessel empfehle ich Dir diesen hier, welchen ich selber besitze. Er ist günstiger als der Weck-Einkocher, steuert/hält die Temperatur präzise und hat einen Zeitschaltuhr: http://www.amazon.de/Profi-Cook-PC-EKA- ... =proficook

Beim Brauerjod empfehle ich Dir auch gleich eine geeignete Pipette mit zu besorgen. Am Besten einen passenden Verschluss mit eingearbeiteter Pipette.

Zum Abfüllen nimm lieber diese Abfüllpistole, denn mit dem Röhrchen geht es mehr als nur langsam: http://www.hobbybrauerversand.de/Automa ... ole-Metall

Rühren: Der Kochlöffel ist in Ordnung, aber auf Dauer anstrengend. Abhilfe schafft auf Dauer dieses Rührwerk: http://adams-hardware.de/produkte/ruehr ... -kopieren/

Thermometer: Da empfehle ich das hier, welches sogar Flüssigkeitsfest ist. Sollte es Dir mal versehentlich in die Maische/den Sud fallen, so ist das kein Problem: http://www.ebay.de/itm/MeasuPro-Instant ... SwVL1WCu2X

Statt Spindel lieber ein Refraktometer: Ich hatte davor ein schlecht ablesbares China-Billigteil. Doch mit dem von Krüss aus der HR-Serie bin ich vollauf zufrieden: http://www.kruess.com/labor/produkte/re ... aktometer/
Bitte noch eine Umrechnungstabelle ausdrucken, damit Du weißt wieviel die gemessenen Brix in Plato sind.

Statt Läuterhexe oder Läuterblech empfehle ich Dir den Leuterator von Adams Hardware. Mit der Läuterhexe muss man extrem langsam abläutern, damit sie sich nicht zusetzt, denn sie ist eine Zugfeder. Dennoch setzt sich sich manchmal doch zu. Der Leuterator ist eine Druckfeder mit welcher ein geradezu blitzschnelles und sauberes Abläutern möglich ist. http://adams-hardware.de/produkte/leute ... -eka-1066/

freundliche Grüße

Alexander
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

Ich bin: Der Seelenbräu – Himmlisches Bier vereint Herz und Seele!

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#22

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 4. Februar 2016, 13:43

Griller76 hat geschrieben:blitzschnelles und sauberes Abläutern
Läutern ist kein Wettrennen, das muss langsam erfolgen. Schliesslich geht es darum
möglichst viel Zucker aus den Trebern zu waschen. Also nicht auf so einen Quatsch
hören. Ob Hexe, Blech oder Leuterator ist relativ egal, erfüllen alle ihren Zweck.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#23

Beitrag von herbie01 » Donnerstag 4. Februar 2016, 16:34

afri hat geschrieben:Ein 100er oder 200er Glaszylinder tut hier bessere Dienste und kostet nicht so wahnsinnig viel mehr.
Ich habe am Anfang einen vom Alten Schweden genommen. Viereckig. Kostet 2,99....

Christian

P.S. OT: wo ich's grad erwähne... Dieser Alte Schwede ist empfehlenswert: https://www.youtube.com/watch?v=Tm3aUn8Byp8
Bier wirds immer.
Ausser wenn man über Nacht abkühlt oder gar Hefe nach Packungsangabe zugibt.

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#24

Beitrag von Griller76 » Donnerstag 4. Februar 2016, 19:56

Alt-Phex hat geschrieben:
Griller76 hat geschrieben:blitzschnelles und sauberes Abläutern
Läutern ist kein Wettrennen, das muss langsam erfolgen. Schliesslich geht es darum
möglichst viel Zucker aus den Trebern zu waschen. Also nicht auf so einen Quatsch
hören. Ob Hexe, Blech oder Leuterator ist relativ egal, erfüllen alle ihren Zweck.
Ich hatte früher in meinem Thermoport gemaischt und dort auch die Läuterhexe installiert. Ich fand das Abläutern jedesmal eine Geduldsprüfung, wenn nur ein klitzekleines Rinnsal eine gute Stunde für einen Hauptguss braucht und dann kommt ja noch der Nachguss und das alles dann nur für einen 20-Liter-Sud.
Einmal ging fast garnichts mehr: viewtopic.php?f=4&t=4020&view=unread#unread

Da ist der Umgang mit dem Leuterator wesentlich entspannter. Ich lasse den Treber nie Trockenlaufen. Daher läuft der Nachguss über ein Polsinelli Sparging-Blech in der gleichen Menge zu, wie die Würze aus dem Maischekessel in den Würzekochtopf abläuft. Ich öffne den Hahn hier natürlich nur moderat, so dass in ca. 20 Minuten das abmaischen erledigt ist. Auch bekomme ich sehr schnell eine klare Würze.
Warum soll man sich das Leben nicht erleichtern, wenn es auch wesentlich leichter geht? Für mich ist der Leuterator mit Abstand der absolute Läutersieger.
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#25

Beitrag von Taufkirl » Donnerstag 4. Februar 2016, 20:30

Griller76 hat geschrieben: Warum soll man sich das Leben nicht erleichtern, wenn es auch wesentlich leichter geht? Für mich ist der Leuterator mit Abstand der absolute Läutersieger.
Schön das es mal jemand sagt, der beide Systeme kennt.
Ich kenne nur den Leuterator, aber dieser kleine Unterschied Druck- Zugfeder, ist der entscheidene Unterschied.
Der Leuterator wird einfach aufgesteckt und egal wie er im meinem Thermoport liegt, er macht seinen Job.
Sauber machen?
Kein Problem, abziehen, ausschütteln, in die Spülmaschine, fertig.
Da verklemmt keine Spelze, nichts. Da er nicht gestreckt werden muss, kommt das Wasser der SpüMa auch überall rein.
Gemeinsam mit dem Thermoport eine Investition, bei der ich keinen Cent bereue.

Allseits gut Sud,

Taufkirl :Drink

boty
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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#26

Beitrag von boty » Sonntag 7. Februar 2016, 23:18

Hallo an alle,

vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare! Haben mir auf jeden Fall nochmal sehr weitergeholfen.

Habe mich jetzt im ersten Schritt für den Klarstein Biggie Einkochautomat mit 2k Watt entschieden, für das MattMill Läuterblecht und ein Refraktometer. Zu jedem Thema findet man unzählige Meinungen, ich denke das ist ein gutes SetUp um mir meine erste Meinung selbst zu bilden ... und einfach mal drauf los zu brauen!

Refraktometer ... liest man viel. Bei Amazon ist gerade das hier ganz gut bewertet: http://www.amazon.de/Refraktometer-0-32 ... raktometer was meint ihr dazu? ATC hat es, ist es genau genug? Gerne auch andere Vorschläge.

Der meiste Kram ist bestellt! Als nächstes geht's jetzt an das thema Flaschen ... muss ich mir noch mal überlegen, was ich da mache. Ich denke ich werde ein 0,5er und 0,33er mischen. Und dann suche ich mir ein schönes IPA Rezept und braue einfach mal los!

Ich werde weiterhin berichten und freue mich über ein paar Kommentare zum refrakto!

Liebe Grüße aus dem Odenwald
Peer

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#27

Beitrag von Gasflasche » Montag 8. Februar 2016, 00:03

Ich habe bis jetzt noch sehr wenig Erfahrung, aber die die ich habe, setze ich jetzt mal ein: :Wink
Ich habe mein Refraktometer zwar nicht bei Amazon bestellt, würde mich aber trotzdem nicht wundern, wenn es exact der gleiche wäre..
Bzgl. der Genauigkeit: das ablesen will da IMHO schon ein bisschen geübt sein, der "Lichteinfalswinkel" und das "Scharfstellen" (die Linse lässt sich Gott sei Dank einstellen) für's eigene Auge tut da so einiges.. Ob's aber wirklich auf 0,1 Brix ankommt? Ich denke, wenn man so weit ist, dass es wirklich so genau & ultra korrekt sein muss, kauft man sich einfach zwei Stück mit einem kleineren & komplementären Bereich.
Ob die Werte auch absolut korrekt sind: das lässt sich ohne einen geeichten Vergleich natürlich nicht sagen. Hin & wieder kallibrieren schadet aber nie :Wink

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#28

Beitrag von quasarmin » Montag 8. Februar 2016, 00:33

Moin

ich lese hier immer von diesen Bratentermometern. Ein ähnliches Teil haben (bzw. hatten) wir auch und ich stellte bei Aufheizen des Hauptgusses fest das die Anzeige stark von einem Flüssigkeitsthermometer abwich, mit dem ich einfach mal eine Vergleichsmessung machte. Während das Flüssigkeitsthermometer beim bei erwärmten Wasser 28°C anzeigte, war das Bratenthermometer schon bei 39°C ! Ich hab erstmal abgebrochen und bin zum örtlichen Elektronikmarkt und habe mir ein elektronisches Einstichthermometer für Weine, oder Babynahrung für knapp 30 Euro gekauft. Messbereich -50 bis plus 200, könnte ein PT100 sein, besser als die PTC Sensoren der Bratenthermometer. Allerdings keinerlei Genauigkeitsangabe. Der Vergleich zuhause, das neue Gerät stimmte bei allen Temperaturen genau mit dem Flüssigkeitstermometer überein. Das Bratending habe ich dann entsorgt, es verhielt sich vollkommen unlinear zu den anderen, im Bereich bis 60°C teilweise bis 12°K Abweichung, erst bei kochenden Wasser zeigte es mit 104°C einigermassen genau an, während das neue Thermometer 100°C anzeigte, das Flüssigkeitsthermometer geht leider nur bis 80°C. Ich denke die Rasttemperaturen sind doch wichtig einzuhalten, wie kann man sich da auf ein Billigst-Gerät verlassen?

Viele Grüße
Armin

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Re: Meine erste Anlage in Spee UND hallo allerseits!

#29

Beitrag von hyper472 » Montag 8. Februar 2016, 00:53

quasarmin hat geschrieben:, wie kann man sich da auf ein Billigst-Gerät verlassen?

Viele Grüße
Armin
Blind kann man sich auf gar kein Thermometer verlassen. Die Dinger haben eine unglaubliche Qualitätsstreuung. Ein Phänomen, das leider auch bei ungleich teureren Geräten (Kamera-Objektive z.B.) auftritt. Ich habe drei digitale Thermometer, die sich glücklicherweise einig sind, darunter auch das 10€-Bratenthermometer vom Schweden. Sie alle werden gegengeprüft von einem analogen Glasthermometer, dass ich nur noch für hauseigene "Eich"-Zwecke verwende. Ein weiteres von einem Hobbybrauer-Verrsand dagegen liegt regelmäßig 4Grad darunter. Leider weiß ich nicht mehr, woher es kommt, sonst würde ich es zurückgeben.
Du hast schon Recht: auf ein einzelnes Gerät sollte man sich nicht verlassen, zumal es sowieso dann kaputt geht, wenn Du es am nötigsten brauchst.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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