Braugerätschaften für 100 Liter

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Braugerätschaften für 100 Liter

#1

Beitrag von optimist » Mittwoch 21. September 2016, 07:14

Hallo Leute,

Kann mir jemand Tipps geben, was man für ein Equipment für eine 100 LIter Anlage alles braucht?
Vorhanden ist schon mal ein Klarstein Biggie mit Läuterhexe und Rührwerk und ein Klarstein Beerfest. Dazu noch ein 27 Liter Einkocher.
Diese ganzen Einkocher könnte man ja quasi für das Aufwärmen des Nachgusswassers verwenden. Mir geht es eher drum, dass man genug Volumen für das Maischen und für das Würzekochen hat.

1. Welche Töpfe mit welchem Volumen und Induktionsgeeignet könnt ihr mir empfehlen?

2. Soll man zum Läutern einen seperaten Bottich anschaffen oder funktioniert das bei der Menge auch noch mit einer Läuterhexe?

3. Ist es zu empfehlen das vorhandene Rührwerk für Einkocher (ist gebraucht gekauft und stammt wohl von Brauhardware.de) umzubauen?
Prinzipiell muss man ja eigentlich nur das Gestänge verlängern und evtl. zusätliche Flügel mit dran schweißen.

4. Wir würden gerne mit Induktion arbeiten und ungern aus der Garage mit all den Utensilien ausziehen. Und Gas kommt mir nicht in die
Garage.

Zum Hähne anschweißen usw. haben wir jemanden.
Vielleicht hat ja noch jemand eine Einkaufsliste herumliegen, die wir uns abschauen können.
Vielen Dank.


Gruß
Stefan
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#2

Beitrag von schloemi » Mittwoch 21. September 2016, 07:35

Ganz ehrlich: wenn du dir diese Fragen nicht selber beantworten kannst, dann würde ich dir raten erstmal in der 20 Liter-Klasse zu starten, um etwas mehr Erfahrung zu sammeln. Ist nicht böse gemeint.

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#3

Beitrag von optimist » Mittwoch 21. September 2016, 08:11

schloemi hat geschrieben:Ganz ehrlich: wenn du dir diese Fragen nicht selber beantworten kannst, dann würde ich dir raten erstmal in der 20 Liter-Klasse zu starten, um etwas mehr Erfahrung zu sammeln. Ist nicht böse gemeint.

schloemi
Sorry, auf solche Antworten kann ich nix geben.
Hab nur nach Empfehlungen gefragt. Im Grunde weiß ich was man braucht. Aber bevor ich irgendwas kauf, kauf ich lieber was, wovon andere berichten können.

Noch zu deinem Tipp: Ja 20 Literklasse is prima für mich. Ich starte nicht, ich bin schon drüber und habe auch schon paar Sude durch.

Jetzt hat sich was zusammengetan und nun stehen da vier freudige Biertrinker, die gerne zusammen brauen möchten.
Die Zeit, die man für 20 Liter verbraucht kann man gleich für 100 Liter investieren.
Es fängt gerade an, sich so eine Gemeinschaft zu gründen.
Deshalb der nächste Schritt in der Anlagengröße etwas größer.

Hoffentlich hab ich jetzt alle Skeptiker überzeugen können.
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#4

Beitrag von Norsk Ridder » Mittwoch 21. September 2016, 08:32

Krass, wie "hilfsbereit" manche Teilnehmer in diesem Forum sind. Die Fragen von optimist sind eigentlich ganz klar und überhaupt nicht unangebracht. Kann nicht verstehen warum schloemi ihn dermaßem abblockt. Hier wäre etwas mehr Nettiquette angebracht.

Zu schloemis Fragen. Die von dir genannten Gerätschaften erscheinen mir alle zu unterdimensioniert für eine 100 Liter-Anlage. Ich schraube gerade selbst an meiner 100 Liter-Anlage und benutze drei Schengler Töpfe a 100L. Haben mich 170,- Steine gekostet, was einfach ein super Preis ist. Allerdings ist der Aufbau meiner Anlage nicht "klassisch", sondern ich baue mir ein HERMS-System, wie es in den USA sehr beliebt ist für Anlagen in dieser Volumengröße. Du kannst mich gerne per PM kontaktieren und ich erzähl dir bei Interesse mehr dazu.
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#5

Beitrag von Biermensch » Mittwoch 21. September 2016, 09:01

Ich weis aus eigener Erfahrung, das der normale Scheibenwischermotor hier eher unterdimensioniert ist. Vorallem wenn du mehr Rührflügel dranschweißt, den Druck auf das Rührwerk damit vergrößerst. Die Rührflügel musst du aber dranschweißen, weil das sonst zuwenig von der Maische packt und nicht mehr den ganzen Topf in Bewegung versetzen kann. Um so dicker die Maische, umso schwerer wiegt das Problem. Es dreht sich dann unten, aber oben rührt sich nix mehr.

Ich hab alles von 20 - 130 Liter mit Rührwerk durch und weis von was ich spreche...

Kannst mir gerne per PN schreiben, ich hab noch Material da, falls es interessant ist.
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#6

Beitrag von diapolo » Mittwoch 21. September 2016, 09:09

Morgen,
für 100l, also ca. 70l Maische wird es mit der beliebten Hendi M3500 wahrscheinlich sehr sehr dünn. Gößere Induktionsfelder gehen aber in Richtung 1000€+. Es Gab auch mal VErsuche 2 HEndis unter einen Topf zu bauen. Ich bilde mir auch ein jemand verwendet das so.

Ich habe für 50l einen 100l Topf zum Kochen, da ich immer ca. 70l vorm Kochen habe. Ich würde dir bei 100l Ausschlagsvolumen einen 150l Topf zu nehmen. Hier könnte man nach einem gebrauchten Wurstkessel suchen. Aber achte darauf, dass dieser aus Edelstahl ist und nicht aus Alu.

Ob das Rührwerk die 70l Maische packt kann ich leider nicht beantworten. Ich habe etwas andere Motoren im Einsatz, evtl. kann hier jemand noch etwas dazu sagen.

Läutern sollte mit einer Hexe gehen, allerdings benötigst du dann die größere Variante.

Fürs Nachgusswasser sollten es schon 75l sein.

Hast du für dein Vorhaben genug Strom in der Garage liegen? mit 1-phasig und 230V kommst du leider nicht weit. Es sollten min 16A 3ph + 3 230V 1ph (von unabhängigen Kreisen) installiert sein.

Anmerkungen:
-Su solltest noch die Gär und Lagerkapazitäten betrachten. Alleine wenn du 100l in einem Tank vergärst solltest du die Abwäre beim gären aktiv abführen (Kühlung). Die Verhältnisse im Gärbehälter sind komplett anders bei 100l wird die Würze während der Gärung wesentlich wärmer im inneren.
- 100l sind 200 0,5l Flaschen hast du genug Kühlschränke?
-Hast du schon Kegs?
- 200 Flaschen zu reinigen ist ein echter Aufwand.

mfg

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#7

Beitrag von SingleUser » Mittwoch 21. September 2016, 09:19

Hab zwar gerade erst meinen ersten Sud hinbekommen und kann zu Braugerätschaften wenig sagen außer zu einem Punkt:

Die Abfüllung
ich habe hier "nur" 20 Liter, dass sind schon einmal 40 Flaschen. Alleine die jedesmal zu reinigen und zu befüllen, das wird dauern ! Ich will nicht wissen, wie lange das bei 200 Flaschen dauert... Noch vor dem ersten Abfüllen überleg ich mir jedenfalls, beim nächsten Mal mindestens auf 5-Liter Partyfässer oder sogar direkt auf KEG umzusteigen...

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#8

Beitrag von OS-Schlingel » Mittwoch 21. September 2016, 12:28

...so manch eine Besichtigungstour beim freundlichen Kollegen in der Nachbarschaft, könnte zur Klärung beitragen.
Da kann man direkte Erkenntnisse austauschen (Wasser, Strom, Kühlung, Heizung, Materialien... sonstige Unfälle)

Vielleicht auch über dass Hauptzollamt, wenn mehrere Brauer eine Anlage nutzen, heißt das dann jeder 200 Liter Freimenge oder nur einmal wegen Standort?

Kostet wahrscheinlich auch eine Kleinigkeit, so eine Anlage, wenn die nicht nur zusammengesucht ist. :Grübel

(Da sind sonst 4 x Einkocher mit einem Grillabend verbunden doch schöner.... und jeder darf rühren! --> habe aber oben schon gelesen, dass das nicht gesucht wird)

Viel Erfolg und gutes Gelingen.
Sehe voller Hoffnung eurer Vorstellung der Bauanlagehier im Forum entgegen. :thumbup



Gruß

:Drink
Stephen
Or kindly when his credit's out
Surprise him with a pint of Stout
:Smile

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#9

Beitrag von Fridurener » Mittwoch 21. September 2016, 13:06

1x Kessel >100l
1x Läuterbottich um die 100l
Wokbrenner >20kW Leistung
Maischepaddel (100l hab ich auch immer selbst gerührt)
n paar Gärfässer
Gegenstrom- oder Plattenkühler
n freien Raum im Haus (und bitte nicht das Schei_häusle)
n guten Durscht und Freunde die Helfen das Leergut zu fabrizieren
Durchlaufkühler und Kegs
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#10

Beitrag von Norsk Ridder » Mittwoch 21. September 2016, 13:31

Kleiner Nachtrag noch von mir:
Verwirre mich immer selbst immer mit der Volumenangabe meiner neuen Anlage. Meine Anlage basiert auf 100 Töpfen, die Ausschlagmenge ist natürlich dementsprechend geringer. Willst du 100 Liter Ausschlagmenge brauchst du, wie hier schon erwähnt, größere Töpfe. Plus 25 bis 30% ist hier eine gute Daumenregel.

Ich benutze Gas zum Feuern, da mir bei unserem alten Gehöft sonst nur die Sicherungen um die Ohren fliegen.

Der Preis einer solchen Anlage sollte auch nicht vergessen werden. Derzeit kalkuliere ich mit 3000-4000 Euro für die komplette Anlage mit Lagerung sowohl in Flaschen als auch in KEGs. Das ist allerdings untere Grenze. Nach oben hin ist alles offen und ich träume schon von diversen Erweiterungen. :Bigsmile
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#11

Beitrag von Migu0001 » Mittwoch 21. September 2016, 14:07

diapolo hat geschrieben: Läutern sollte mit einer Hexe gehen, allerdings benötigst du dann die größere Variante.

Wieso? Wegen der Zeitdauer des Läuterns, oder gibt es da noch andere Gründe? Bin selbst am Überlegen einen 100L Topf anzuschaffen um 40-70L damit zu brauen.
Müsste ich mir dann auch die größere Variante besorgen?

Gruß Michael
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#12

Beitrag von schloemi » Mittwoch 21. September 2016, 15:46

optimist hat geschrieben:
Hoffentlich hab ich jetzt alle Skeptiker überzeugen können.
Jupp - vielen Dank. sorry wollte dir nicht zu nahe treten, aber ich hatte beim ersten Lesen nicht den Eindruck, dass du dich bereits intensiv mit der Materie beschäftigt hättest. Es gibt hier unter anderem ein Unterforen, wo Mitglieder ihre Brauanlagen ausführlich dokumentiert haben und zahlreiche Diskussioen zur Dimensionierung und "Befeuerung" unterschiedlichster Töpfe.

Es werden immer wieder sehr ähnliche Theads verfasst, die sich bei der Skalierung hauptsächlich um den geeigneten Topf und die dicken Hähne drehen. Aus meiner Erfahrung liegen die Kapazitäts-Probleme aber eher im Bereich der Kellerarbeit, Kühlmöglichkeiten und dem generellen Hnadling von 100Liter Maische-Bottischen. Was in der 20 Liter-Klasse noch einigermaßen alleine funktioniert, stellt einen halt bei der Skalierung vor neue Probleme. Nun seit ihr ja bekanntermaßen zu viert, habt die Erfahrung und dann wünsche ich Euch gutes Gelingen. Die gestellten Fragen sind ja größtenteils beantwortet worden.

Viel Spaß
schloemi

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#13

Beitrag von beryll » Mittwoch 21. September 2016, 15:55

Migu0001 hat geschrieben:
diapolo hat geschrieben: Läutern sollte mit einer Hexe gehen, allerdings benötigst du dann die größere Variante.

Wieso? Wegen der Zeitdauer des Läuterns, oder gibt es da noch andere Gründe? Bin selbst am Überlegen einen 100L Topf anzuschaffen um 40-70L damit zu brauen.
Müsste ich mir dann auch die größere Variante besorgen?

Gruß Michael
Hi Michael,

ich hab in meinem 70er Thermoport die große 1800er Hexe drin, die kleinere Variante endete irgendwo in der Mitte des Topfes - war definitiv zu klein dafür. Für einen 100-l Topf würde ich definitiv die große Hexe nehmen, damit bist Du auf der sicheren Seite!

VG Peter
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

HBST Saar-Lor-Lux
Terminfindung Treffen der Saar-Lor-Lux Brauer

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#14

Beitrag von schloemi » Mittwoch 21. September 2016, 16:07

Migu0001 hat geschrieben:
diapolo hat geschrieben: Läutern sollte mit einer Hexe gehen, allerdings benötigst du dann die größere Variante.

Wieso? Wegen der Zeitdauer des Läuterns, oder gibt es da noch andere Gründe? Bin selbst am Überlegen einen 100L Topf anzuschaffen um 40-70L damit zu brauen.
Müsste ich mir dann auch die größere Variante besorgen?

Gruß Michael
Hallo Michael,

Ich denke es geht hier in erter Linie um den Durchsatz. Vorauf ich aber eignetlich ansprechen wollte, ist die Idee in einem 100 Liter- Topf 40 Liter zu brauen. Das funktioniert insofern nur bedingt, da du durch den größeren Durchmesser bei geringer Schüttung ggf. nicht die benötigte Treberhöhe erreichst. Jetzt kann man sagen: ist mir egal, die Hefe macht das schon, aber ich bin der Auffassung, dass man schon versuchen sollte so klar wie möglich zu läutern.

Hinsichtlich dieser Fragestellungen, insbesondere Läuterung und Dimensionierung kann ich auch noch auf zwei Ausgaben des Braumagazins verweisen, welche habe ich nicht auswendig, findet man aber sicher über die Suche ...

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#15

Beitrag von gerold » Mittwoch 21. September 2016, 20:48

Hi

hier die Ausgabe vom Braumagazin mit den Größen der verschiedenen Kesseln.

http://braumagazin.de/article/klassengesellschaft/

grüße

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#16

Beitrag von Sura » Mittwoch 21. September 2016, 22:02

Ich bin selbst in der Einkocherklasse, aber Induktion würde ich bei der Größe knicken. Zumindest Haushaltsgeräte wie die Hendi reicht da nicht. Alleine um von 60°C auf 100°C zu kommen dauert bei 120l mit 3,5kw mindestens 1,75h. Wenn man die Verluste vernachlässigt! Mit Verlusten wirst du also mit zwei Hendis auch in etwa 1,5h brauchen, wobei ich nicht glaube das sich die 3,5kw addieren würden. 1°C/Minute kannst du gleich abhaken. Ob du damit wallend kochen kannst, bezweifel ich sehr. Das heisst: Gasbrenner 15kw oder größer. Da solltest du dann aber keinen billigen Topf haben, sondern irgendwas gescheites. Das würde aber auch heissen, das du zumindest eine offene Garage brauchst um das durchzuziehen. 15kw im Sommer im Keller für 2,5h laufen lassen stell ich mir SEHR warm vor. Und die 20 Liter Wasser die verdampfen können auch nicht mit einem offenem Kellerfenster oder einem 150er Lüfter beiseitegeschaft werden....

Deine Schüttung kann kaum durch ein Minirührwerk gerührt werden. Da wird sich garnichts rühren. Beim läutern sehe ich wenig Probleme, aber ich würde zwei Läuterhexen nehmen. Blöd ist halt nur, das du mit Gas den gesamten Topfboden heizt/heizen musst. Ich kann mir vorstellen das da was unter der Hexe anbrennt, aber ich habe ehrlich gesagt keine wirkliche Ahnung.

Ich würde erstmal folgendes ausprobieren:
Gasbrenner und Topf für Würze kochen besorgen. 70l Thermoport mit Läuterhexe und Bottichmaischen. Heisswasser kannst du super in den Einkochern bereithalten und vorbereiten. Damit kannst du ganz entspannt Kombirast machen oder auch 2-3 Rasten fahren indem du kochendes Wasser einrührst. Dein Ausschlag wird bei ca. 60l Liter liegen. Das ist weit von dem entfernt was du willst, aber es ist schonmal ein finanziell überschaubarer Schritt in die Richtung. Ich denke, noch größer wird es sehr schnell sehr schmerzhaft damit es funktioniert.....

Gruß,
Kai
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#17

Beitrag von PSJaeger » Mittwoch 21. September 2016, 23:16

Sura hat geschrieben: Deine Schüttungbkann kaum durch ein Minirührwerk gerührt werden. Da wird sich garnichts rühren. Beim läutern sehe ich wenig Probleme, aber ich würde zwei Läuterhexen nehmen. Blöd ist halt nur, das du mit Gas den gesamten Topfboden heizt/heizen musst. Ich kann mir vorstellen das da was unter der Hexe anbrennt, aber ich habe ehrlich gesagt keine wirkliche Ahnung.

Gruß,
Kai
Lauterhexe oder ähnliches im Maischebottich sollte kein Problem sein. Ich habe einen 100l Topf mit Panzerschlauch und befeure mit Gas. Ich rühre mit Hand (mit einem Maischepaddel). Wenn du den Brenner nicht voll aufdrehst während du von Rast zu Rast gehst brennt da auch nix an.

Gruß Philipp

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#18

Beitrag von Brauknecht96 » Mittwoch 21. September 2016, 23:26

Ihr müsst die 100 Liter in das Fass und ggf. Keg bekommen. --> Pumpe

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#19

Beitrag von Biermensch » Donnerstag 22. September 2016, 00:14

PSJaeger hat geschrieben:
Sura hat geschrieben: Deine Schüttungbkann kaum durch ein Minirührwerk gerührt werden. Da wird sich garnichts rühren. Beim läutern sehe ich wenig Probleme, aber ich würde zwei Läuterhexen nehmen. Blöd ist halt nur, das du mit Gas den gesamten Topfboden heizt/heizen musst. Ich kann mir vorstellen das da was unter der Hexe anbrennt, aber ich habe ehrlich gesagt keine wirkliche Ahnung.

Gruß,
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Lauterhexe oder ähnliches im Maischebottich sollte kein Problem sein. Ich habe einen 100l Topf mit Panzerschlauch und befeure mit Gas. Ich rühre mit Hand (mit einem Maischepaddel). Wenn du den Brenner nicht voll aufdrehst während du von Rast zu Rast gehst brennt da auch nix an.

Gruß Philipp

Läuterhexe mit 100 oder 130 Litertopf ist definitiv kein Problem. Hatte ich selber so im Einsatz. Da brennt genausowenig darunter an, wie mit jedem andern Topf mit LH. Das Rührwerk muss halt passen. Sh. meinen ersten Post hier.
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#20

Beitrag von flying » Donnerstag 22. September 2016, 02:15

Induktion für 120 L Töpfe gibt es nicht. Gas willst Du nicht...?

Ich sehe da nur die Möglichkeit nach einem gebrauchten Gastro Glycerinkochkessel o.ä. Ausschau zu halten. 400 Volt- Anschluß vorrausgesetzt? Dazu noch einen 150 L Posinellitopf als Läuterbottich. Dürfte nicht billig werden? Alternativ wäre noch ein Selbstbau mit Einschraubheizpatronen, für 120 L Volumen so 3 x 3 kW denke ich. Mit guter Isolierung des Kessels. Viel Bastelarbeit und Erfahrung mit Elektrik nötig. Hat auch noch andere Nachteile wegen der Reinigung und beim Whirpool.
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#21

Beitrag von jemo » Donnerstag 22. September 2016, 08:54

Man könnte auch einfach auf den Brewtower 100 warten, der irgendwann Anfang nächsten Jahres kommen und irgendwo um die drei T€ kosten soll. Da spart man sich die Frickelei und hat was, was man später auch wieder für gutes Geld verkaufen könnte.
Viele Grüße,
Jens

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#22

Beitrag von Biermensch » Donnerstag 22. September 2016, 09:02

flying hat geschrieben:Induktion für 120 L Töpfe gibt es nicht. Gas willst Du nicht...?

Ich sehe da nur die Möglichkeit nach einem gebrauchten Gastro Glycerinkochkessel o.ä. Ausschau zu halten. 400 Volt- Anschluß vorrausgesetzt? Dazu noch einen 150 L Posinellitopf als Läuterbottich. Dürfte nicht billig werden? Alternativ wäre noch ein Selbstbau mit Einschraubheizpatronen, für 120 L Volumen so 3 x 3 kW denke ich. Mit guter Isolierung des Kessels. Viel Bastelarbeit und Erfahrung mit Elektrik nötig. Hat auch noch andere Nachteile wegen der Reinigung und beim Whirpool.
Ich habe meine 100 u. 130 L Töpfe auf einem Gastro-Hockerkocher mit 5Kw gekocht. Die Töpfe waren gedämmt und das Ding hat ordentlich geheizt und gekocht. Das Maischen gestaltet sich etwas knifflig damit, wegen der hohen Nachheizrate, ist aber evtl. auch mölich. Betrieb mit 400V.

Ich rate dennoch zu einem ordentlichen Gas-Brenner mit min. 15kw, besser 20kw.
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#23

Beitrag von Bierwisch » Donnerstag 22. September 2016, 09:45

Knifflig...

Wenn Du unbedingt mit Strom heizen willst, wird es kompliziert und teuer. Gas ist eine gute Alternative, Du benötigst aber einen hochwertigen Lüfter. Falls Du einen Schornsteinanschluss hast, könnest Du auch einen Wurstkessel nehmen - ich mache damit mein Wasser heiß.

Ich würde euch einen 70l-Thermoport empfehlen (ihr spart euch das Rührwerk). Mit Kombirast kann man die meisten Rezepte problemlos brauen und es ist viel entspannter, als das Gehetze von einer Rast zur nächsten und das ständige Rühren...
Dazu benötigt ihr dann nur noch was zum Kochen (120l oder mehr) und zum Bereiten der Nachgüsse (ca.50l).

Vier Leute brauen zusammen jeweils 100 Liter - tolle Idee, aber nach meiner Erfahrung schwierig umzusetzen, allein die Terminfindung sollte nicht ganz einfach sein. Auch müßt ihr euch jedesmal auf ein Rezept einigen...

Denkt das ganze Projekt nochmal gründlich durch, auch das Handling von 100l heißer Würze ist nicht ganz simpel, ihr müßtet pumpen und würdet hochwertige Schläuche (Meterpreis weit jenseits der 10 Euro) benötigen. Das zieht dann wieder andere (teure) Anschlüsse nach sich, etc.pp

Berichte bitte hier, wie ihr das Projekt dann schlussendlich umgesetzt habt - da können alle von lernen.

Gruß,
Bierwisch
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#24

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 22. September 2016, 12:59

Hendi 3.5KW und ein 70L Topf zum kochen und evt. auch zum maischen. Bottichmiasche im 70L Thermoport ist
eine gute Idee, Klassische Rasten kann man auch im anderen Topf fahren und den Thermoport als Läuterbottich
verwenden. Das alles funktioniert und ist erschwinglich, allerdings bekommst du da keine 100L raus.

Ihr könntest aber, die Manpower ist ja vorhanden, einen Doppelsud fahren. Mittels High Gravity könnte man
rein rechnerisch auch ca. 80L mit 12°P aus der Anlage bekommen. Ihr könntet auch gleich zwei verschiedene
Biere brauen anstatt nur eins. In der Größenordnung ist das auch noch alleine zu handhaben.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#25

Beitrag von Brauknecht96 » Donnerstag 22. September 2016, 13:40

Vielleicht wären 2x 70 Liter Topf plus Induktion eine Alternative. Dann könnt ihr auch mal "nur" 50 Liter brauen.

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#26

Beitrag von torbig » Donnerstag 22. September 2016, 13:49

Vielleicht wäre es auch interessant zu erfahren, was sich der Thread-Ersteller bereits für Gedanken gemacht hat. Was steht bereits auf seiner Einkaufsliste oder was hat er zu den ganzen bisherigen Vorschlägen beizutragen?
Vor drei Wochen kam seine Frage nach Vorschlägen für ein 50 Liter Anlage. Jetzt schon nach einer 100er. In vier Wochen vielleicht schon eine 200er?
Mein Vorschlag: legt zusammen und besorgt euch einen 50l braumeister und fahrt Doppelsude, da bleibt mehr Zeit für Überlegungen zukünftiger Anlagen.

Brauknecht96
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#27

Beitrag von Brauknecht96 » Donnerstag 22. September 2016, 13:55

Der Threadersteller heißt Stefan. Warum schreibst du in der 3. Person? Und warum so genervt?

PS: Von den Postings hier porfitieren alle.

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#28

Beitrag von torbig » Donnerstag 22. September 2016, 14:25

Genervt? Ich bin vollkommen entspannt.

Was können wir bisher festhalten? 100 Liter Ausschlag mit Strom ist mit normalen Mitteln nicht bzw. nur mit enormen finanziellen Aufwand möglich. Gas soll nicht sein.
Mein Rat mit dem braumeister war ernst gemeint.

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#29

Beitrag von optimist » Freitag 30. September 2016, 07:11

Danke für die Tipps. Es wird in Richtung Polsinelli Anlage gehen. Ja, jetzt doch mit Gas. Ob jetzt eine Komplettanlage oder zusammengestellt, das wird sich noch zeigen. Aber eher zusammengestellt.
Beer is the answer... but i can't remember the question! :Grübel

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#30

Beitrag von Migu0001 » Freitag 30. September 2016, 09:12

Ich plane bei meiner Anlage so mit 60-70L Aussschlag und habe zur Beheizung 3x 2000W Heizplatten (neu) für 20€ in der Bucht erstanden, bin gerade dabei, eine Art Heiztisch zu bauen :)
Hat jemand Erfahrung damit, bzw. kann mir aus dem Stand sagen ob die 6kW richtig bzw. ober/unterdimensioniert sind für 90L zum Kochen zu bringen? Hätt auch noch nen 2kW Tauchsieder, den ich dazu schalten kann.

Gruß
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#31

Beitrag von Vaninger » Freitag 30. September 2016, 09:15

Hallo Migu,

wir maischen unsere Sude (90 Liter HG + 25 kg Malz) auch mit 6 x 1 kW Heizplatten, welche unten am Maischbottich angebracht sind.
Funktioniert sehr gut, auch zum Kochen von ca. 120 Liter Würze geht diese Konstellation...

Grüße
Meine Anlage: www.sudbrau.de

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#32

Beitrag von Migu0001 » Freitag 30. September 2016, 09:33

Perfekt, vielen Dank!
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#33

Beitrag von Biermensch » Freitag 30. September 2016, 09:40

Ich hatte früher einen 130 Litertopf auf einem 380V 5kw Gastroherdplatte mit 40cm Durchmesser. Der Topf war gut gedämmt und ich konnte ihn sehr gut kochen. Bis ca. 10cm unter dem Rand.
www.brewpaganda.com
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#34

Beitrag von Migu0001 » Freitag 30. September 2016, 18:37

Wie steuert ihr die Heizleistung? Einfach mit Thyristoren (Phasenanschnittssteuerung)?
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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#35

Beitrag von Blk_0815 » Dienstag 18. Oktober 2016, 20:52

Hallo Optimist,

ich weis nicht ob dir das jetzt noch hilft, ich habe nicht alle Beiträge hier in diesem Thread gelesen. Aber hier mal kurz meine , relativ "jungen", Erfahrungen.

Ich bin vor kurzem aus der 20 Liter Einkocher Klasse ausgestiegen!
Ich hatte auch erst vor in den 100er Bereich zu gehen, musste aber relativ schnell feststellen dass das ordentlich ins Geld geht!

Hab mir jetzt bei Amihopfen nen 67 Liter Topf zum maischen und läutern und nen 94 Liter Topf zum kochen bestellt, dazu das passende Rührwerk von Brauhardware, ne Läuterhexe und ne 3,5 KW Hendi Platte.

Am vergangenen Wochenende hab ich damit meinen ersten Sud, ein Kupferweizen, gemacht.

Ausschlagwürze waren 75 Liter, klar 100 sind besser aber sind 25 Liter die erheblichen Mehrkosten wert?
Das muss jeder für sich entscheiden, mir war es das nicht wert.

Ich kann sagen, dass der 68er und der 94er Topf perfekt harmonieren. Einzig die 3,5 KW sind da etwas schwach auf der Brust. Hab so ca.1 1/2 Minuten pro Grad gebraucht, mal sehen wie sich das auswirkt. Zum kochen muss man dann auf jeden Fall einen Tauchsieder extra einsetzen. In meinem Fall, 2000 Watt. Das hat super geklappt! Das läutern war erst ne kleine Katastrophe, es sind zeitweise nur 200 ml in der Minute gelaufen. Hab dann den Treberkuchen, der aufgrund von 15 Kg Malz sehr hoch war, mit dem Maischepaddel vorsichtig in der Mitte geteilt, dann lief es gut! Evtl. hat da jemand von euch noch einen guten Rat für mich!? Aber alles in allem, kann ich diese Kombination nur empfehlen, es hält sich was die Kosten angeht in Grenzen und 75 Liter sind, für meinen Geschmack, total in Ordnung. Allem vorausgesetzt, dass deine Elektrik in der Garage die 3,5 KW von der Hendi, zusätzlich die 2 KW vom Tauchsieder und nochmal 2 KW vom Einkocher, für den Nachguss, aushält!

Ich hoffe dir da etwas geholfen zu haben!


So jetzt hab ich noch ne kurze Frage in die Runde.

Da ja im Moment die Temperaturen noch relativ mild sind, und ich keine Möglichkeit habe 75 Liter zu kühlen. Wie wirkt sich das auf die Reifung des Bieres aus, wenn es anstatt des Idealfalls von 1 Grad, bei 8 bis 11 Grad gelagert wird?

Mit Bierigem Gruß aus dem Harz

Nico

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#36

Beitrag von Webster1st » Mittwoch 19. Oktober 2016, 12:40

Hallo Stefan,

ich habe zusammen mit 4 Freunden diese Anlage gebaut:

viewtopic.php?f=20&t=4800&view=unread#unread

Wir haben 2 100 Liter Töpfe und schaffen damit ca. 80 Liter Bier (kein High Gravity). Für mich war unter anderem ein Grund nicht eine Stufe höher zu gehen, weil sonst die Anschaffungskosten doch in Regionen steigen, die ich für dieses tolle Hobby nicht ausgeben wollte. Ich komme mit der Hendi Platte unter dem 100 l Topf gut klar. Ich kann 80-90 Liter Würze ohne Probleme wallend kochen. Klar habe ich keine Aufheizzeiten von 1°/Minute. Das schaffe ich natürlich nicht. Mir war das aber auch nicht so wichtig. Da ich kein Gas verwenden, aber in dieser Größenordnung bleiben wollte, sah ich die Hendi als einzige Alternative.

Wenn du weitere Infos brauchst, gerne per PN.

Gruß Christian

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Re: Braugerätschaften für 100 Liter

#37

Beitrag von Blk_0815 » Donnerstag 20. Oktober 2016, 17:19

Hey Christian,

schöne Anlage, gefällt mir! :thumbsup

Habt ihr die Möglichkeit eure 80 Liter für die Lagerung zu kühlen? Wenn nicht, braut ihr nur bei dementsprechenden Temperaturen oder lagert ihr wärmer? Ich frage deshalb, weil ich eben noch nicht die Möglichkeit zum kühlen einer so großen Menge habe und nach Erfahrung anderer Hobbybrauer suche.

Bierige Grüße,

Nico

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