Dampfkondensator statt Brüdenhaube

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der_dennis
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#51

Beitrag von der_dennis » Montag 13. Februar 2017, 19:23

stefan17 hat geschrieben:Hallo!

habe sehr interessiert mitgelesen, aber eines ist mir noch nicht klar:
Wo und wie (im Detail) sitzt der "Dampfdüsenkopf" im 50er Rohr drinnen?
Gibt´s da ggf. eine Skizze zum besseren Verständniß?

Eine wirklcih schöne Konstroktion und alle Achtung!!! :thumbup

Servus Stefan,

Post # 11:

Die Düsen sitzen auf der 1" Endkappe und zeigen vom Gewinde weg. An das 1" Gewinde ist ein Reduzierstück auf 3/4" angeschlossen, dazwischen ist die Endkappe des 50er Rohrs. Die sitzt in dem Y-Stück.

Jetzt verständlicher?
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#52

Beitrag von Düssel » Montag 13. Februar 2017, 21:41

"Update-1"
Danke an Herbert (Glassart), er hat mich drauf gebracht. Das Venturi-Prinzip, ich war nah dran - hätte ich auch selbst drauf kommen können :Ahh
Ein zusätzlicher Rohrbogen für 50 Cent macht den Kondensator noch perfekter. Die Nebeleinspritzung findet jetzt senkrecht statt. Dadurch ist auf der gesamten Rohrlänge mehr Nebel in Schwebe und das Venturi-Strömungsprinzip findet Anwendung.

Noch mal ein paar Bilder vom fertigen Düsenkopf. Die aufgebohrt 50er HT-Kappe sitzt jetzt zwischen 3/4"-Gewinde und Gardena-Anschluss. Das macht die Montage einfacher!

Einen Nachteil darf man allerdings auch nicht verschweigen. Gestern habe ich zum 1.Mal 40L in dem 50er Topf gehabt und dann habe ich einen Moment nicht aufgepasst. Der Schaum kam bis zum Deckel und dann ist schlagartig Schluss mit Dampfabsaugung. Ein Spritzer Wasser durch die geöffnete Klappe löste das Problem aber sofort.
so sieht es gemäß Venturi-Prinzip aus.JPG
so sieht es gemäß Venturi-Prinzip aus
Düsenkopf-1.JPG
Düsenkopf-2.JPG
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#53

Beitrag von Düssel » Montag 13. Februar 2017, 21:51

cars10 hat geschrieben:Das sieht Klasse aus.
Glaubt Ihr man könnte das mit einem "geschlossenen" System, als ohne Wasseranschluss betreiben?

Hintergrund ist, das ich im Winter in der Garage braue und da keinen Wasseranschluss habe.

Man bräuchte dann eine Behälter für das Kühlwasser.
In dem dann auch der Dampf wieder gesammelt wird.
Das Kühlwasser müsste kühl bleiben, eventuell langt Eis.
Der Behälter müsste groß genug sein, um genügend Kühlkapazität zu bieten und um das zusätzliche Wasser aus dem Kessel aufzufangen.
Würde mal 20-30L veranschlagen.
Dann eine Pumpe, die den nötigen Druck aufbauen muss.
6bar klingt nach viel, keine Ahnung, ob es da günstige Pumpen gibt, die das können.

Aromen sollten kein Problem sein, weil man ja nicht in den Kessel einspritzt.
Was denkt Ihr?

Grüße,

cars10
Hallo cars10 (Dein Vorname :Waa ),
ohne Wasser wirds schwierig. Die Pumpe müsste schon einiges bringen, evtl. mit einer Druckerhöhungspumpe aus dem Osmose-Bereich? Viel Wasser wird ja nicht gebraucht, aber 50L solltest Du schon im Fass haben. Das heiße Wasser kannst Du dann in ein 2.Fass für Reinigungszwecke pumpen oder so.
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#54

Beitrag von cars10 » Montag 13. Februar 2017, 22:13

Düssel hat geschrieben:Hallo cars10 (Dein Vorname :Waa ),
Mein Vorname? Die zehn englisch aussprechen :Bigsmile Carsten :thumbup
Düssel hat geschrieben:ohne Wasser wirds schwierig. Die Pumpe müsste schon einiges bringen, evtl. mit einer Druckerhöhungspumpe aus dem Osmose-Bereich? Viel Wasser wird ja nicht gebraucht, aber 50L solltest Du schon im Fass haben. Das heiße Wasser kannst Du dann in ein 2.Fass für Reinigungszwecke pumpen oder so.
Naja, dachte das Wasser im Kreis pumpen, dann bräuchte man weniger.
Also im gleichen Behälter auffangen, in dem man ansaugt.
Das Wasser müsst halt kalt bleiben, denk ich, oder reicht das zerstäuben?

Diese Pumpe hier (nur ganz kurz gesucht) hat zumindest einen Druckschalter bis 6bar.
Ob das heisst das sie die 6bar auch schafft, wer weiß.
Was können den die üblichen Chinapumpen, kann man die 720l/H irgendwie in Druck umrechnen?
Die Düse baut ja den Gegendruck auf, da müsste die halt gegen arbeiten können.

Grüße,

cars10
"Malz hat das Bestreben Bier zu werden." Drew Beechum (sinngemäß)

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#55

Beitrag von Düssel » Montag 13. Februar 2017, 23:29

cars10 hat geschrieben:Diese Pumpe hier (nur ganz kurz gesucht) hat zumindest einen Druckschalter bis 6bar.
Ob das heisst das sie die 6bar auch schafft, wer weiß.
Was können den die üblichen Chinapumpen, kann man die 720l/H irgendwie in Druck umrechnen?
Hallo Carsten (ich mag das lieber :Bigsmile),
Das kann man wohl so verstehen, was soll sonst ein ein Schalter der bei 6 bar abschaltet ?
Die kleinen China-Pumpen schaffen nicht mal 1 bar.
In wie weit jetzt das Wasser kalt sein muss habe ich noch nicht getestet.
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#56

Beitrag von Punkt3 » Montag 20. Februar 2017, 21:47

Düssel hat geschrieben:Ach ja fast vergessen, die verlinkten Düsen sind in der Lieferversion Hochdruckdüsen. Einfach obere Kappe abschrauben, Feder umdrehen, fertig.
Hi, kannst du das kurz erläutern?
Ich hab heute meine Düsen bekommen und bin nicht sicher wo die aufgeschraubt werden können sollen... :Grübel

Kannst du davon evtl. ein Bild machen? :Smile

Viele Grüße

Michael

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#57

Beitrag von Punkt3 » Montag 20. Februar 2017, 22:13

:Greets habs rausgefunden - man muss nur mutig sein!
Mit Gewalt geht alles...
20170220_220736.jpg
Die Feder mit der Gummikugel muss dann nur umgedreht werden, damit die Gummikugel den Eingang nicht mehr verschliesst... :Smile


Viele Grüße und
danke für die Empfehlung nochmal! :thumbup

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#58

Beitrag von der_dennis » Montag 20. Februar 2017, 22:39

Wann hast du deine denn bestellt?
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#59

Beitrag von Punkt3 » Montag 20. Februar 2017, 22:41

Hi Dennis,

bestellt hab ich am 08.02. ...ging relativ flott diesmal...

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#60

Beitrag von der_dennis » Montag 20. Februar 2017, 22:49

Hm dann dürften meine auch demnächst ankommen, hab weit vor dir bestellt.

Hast du denn einen passenden Gewindeschneider?
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#61

Beitrag von Düssel » Montag 20. Februar 2017, 22:53

Punkt3 hat geschrieben::Greets habs rausgefunden - man muss nur mutig sein!
Mit Gewalt geht alles...
Der Dateianhang 20170220_220736.jpg existiert nicht mehr.
Die Feder mit der Gummikugel muss dann nur umgedreht werden, damit die Gummikugel den Eingang nicht mehr verschliesst... :Smile


Viele Grüße und
danke für die Empfehlung nochmal! :thumbup
Hallo Michael,
Du warst schneller. Viel Kraft braucht man nicht, 2 Zangen sind aber hilfreich. Habe gerade ein Bild gemacht, ja die Feder einfach umdrehen. Anschließend einfach wieder handfest zusammenschrauben.

Ich habe übrigens noch weiter experimentiert und werde morgen oder Mittwoch nochmal posten. Es geht um die Anordnung der Düse.
IMG_20170220_221942_1.jpg
Düse oben = Lieferzustand - unten: so wieder zusammen schrauben
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#62

Beitrag von der_dennis » Montag 20. Februar 2017, 23:07

Hm kann man eigentlich auch alle 9 Düsen verbauen? Beim Händler gibt es ja immer 3er Packen
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#63

Beitrag von Düssel » Montag 20. Februar 2017, 23:36

der_dennis hat geschrieben:Hm kann man eigentlich auch alle 9 Düsen verbauen? Beim Händler gibt es ja immer 3er Packen
Hallo Dennis,
in die 1"-Kappe bekommst Du keine 9 Düsen rein! Oder Du baust alles größer? Ich beschäftige mich im Augenblick mit einer verbesserten Strömungstechnik. Warte noch.
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#64

Beitrag von Düssel » Mittwoch 22. Februar 2017, 22:35

"Update-2"

Seit Erstellung dieses Themas habe ich 2x gebraut und war mit dem Ergebnis nicht 100% zufrieden. Sowohl beim Sudkochen als auch beim Test-Wasserkochen hatte ich immer wieder Dampf/Dunst/Nebel unter dem Kondensator-Ausgang. Bei der Fehlersuche kam meine eigene Dummheit zu Tage. Ich hatte überhaupt nicht überprüft wie sich Acrylglas(Plexi) bei Temperaturen von 100° oder mehr verhält. Meine Hopfenklappe hatte sich verzogen und so wurde sehr viel Außenluft angesaugt. Das schaffte der Kondensator dann nicht und die Austropftemperatur ging auf 80° oder mehr hoch. Drückte ich die Klappe richtig zu, ging innerhalb 3-4 Sekunden die Temperatur wieder auf 52-58° runter. Bei einem Test saß der Topfdeckel nicht richtig auf dem Dichtring, da gab es das gleiche Problem. In der Zwischenzeit habe ich einen Deckel aus Makrolon, das etwas höhere Temperaturen aushält. Ich werde berichten.

Aber auch die Austropftemperatur von 50-60° (je nach Wassermenge in Topf) gefielen mir nicht. Denn auch bei dieser Temperatur entsteht noch Dunst. Ich habe dann mit größeren Rohren (70er,100er) oder längeren Rohren experimentiert, es half alles nicht. Die Austropftemperatur wird ausschließlich über die Menge und Temperatur des Kondensatwassers bestimmt. An meinem Düsenkopf wollte ich nichts mehr verändern, aber eine 2.Düse (durch die Experimente schon vorhanden) am unteren Ende der Kondensators löste das Problem. Die Austropftemperatur liegt jetzt bei 30-35° und im Sommer dann bei ca. 38-43° - da dunstet dann nichts mehr. Der Wasserverbrauch ist jetzt ca. 70 Liter/Stunde.

Die Anordnung insgesamt habe ich nochmal leicht verändert, dadurch rutscht das ganze Kondensator-Rohr nach oben. Der Topf mit Hendi und Kondensator würde auch in meiner Küche in die Spüle tropfen können.
Der Düsenkopf muss jetzt mit einer 4cm Rohrverlängerung (Bild) eingebaut werden, damit der richtige Sog am Dampfeingang entsteht. Durch die senkrechte Anordnung der Nebeldüse ist vollständige Vermischung des Kochdampf mit dem kalten Nebel gegeben.
Die untere Düse ist eine einstellbare Bewässerungsdüse 30-215 L/h mit 1/2"-Anschluss so wie diese. Die gibt es aber ach bei Ebay?
Das untere Ende des Dampfkondensators habe ich jetzt mit einer HT-50 Schlauchanschlusskappe (nach der 2. Verjüngung abgeschnitten) versehen.
Hier mal eine Material-Liste HT-Rohr-50 von oben nach unten:
1x Kappe
1x T-Stück (87,5°)
1x Rohr 50cm
1x Abzweiger 45°
1x Kappe
1x Schiebemuffe
1x Schlauchnippel
100_0815.JPG
Acryldeckel verbiegt
100_0816.JPG
100_0817.JPG
100_0818.JPG
100_0819.JPG
100_0820.JPG
100_0821.JPG
100_0822.JPG
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#65

Beitrag von MachdenDeckelRund » Mittwoch 22. Februar 2017, 23:20

Hallo Heiner,
für deine Ideen und deinen unermüdlichen Einsatz müsste Dir ein Orden verliehen werden. Einfach Klasse. :Drink

Eine Frage:
Warum drosselst Du am unteren Ende das System? Ist die Schlauchanschlusskappe nicht kontraproduktiv?

Vg
Ralf.
Brauen ist Wellness für die Seele.

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#66

Beitrag von Düssel » Mittwoch 22. Februar 2017, 23:58

MachdenDeckelRund hat geschrieben:Warum drosselst Du am unteren Ende das System? Ist die Schlauchanschlusskappe nicht kontraproduktiv?

Vg
Ralf.
Hallo Ralf,
meine Idee war, wenn oben am Topf etwas nicht so dicht ist, wie z.b. bei mir, sollte eine "Strömungsbremse" vorhanden sein. Die jetzige Anordnung (Venturi-Prinzip) erzeugt einen ordentlichen Sog.

Ich freue mich schon drauf, wenn einige Braukollegen in der Praxis mitdiskutieren :Grübel
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#67

Beitrag von Borsti84 » Donnerstag 23. Februar 2017, 08:03

Hallo Heiner.

Echt Spitzen Sache. Gefällt mir sehr gut. Deine Optimierung verfolge ich auch sehr aufmerksam.
Auf deinen letzten bildern kann man gut sehen, das die oberen Düsen quasi über die Hälfte in das T-Stück ragen. Wäre es nicht besser diese ein paar cm weiter oben anzubringen um den Rohrquerschnitt besser auszunutzen. Also dadurch wäre die effektivität des sprühkühlwassers vielleicht noch etwas besser ausnutzbar!?!?
Beste Grüße
Sebastian (Borsti84)
BEDANKEN! :Wink

Ich habe mir ein Brauereipferd gekauft. Ich werde mein Bier in Zukunft selber melken.

Arduino "All in One" - Versionen stets aktuell im Hobbybrauer-Wiki

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#68

Beitrag von Düssel » Donnerstag 23. Februar 2017, 11:08

Borsti84 hat geschrieben:Auf deinen letzten bildern kann man gut sehen, das die oberen Düsen quasi über die Hälfte in das T-Stück ragen. Wäre es nicht besser diese ein paar cm weiter oben anzubringen um den Rohrquerschnitt besser auszunutzen. Also dadurch wäre die effektivität des sprühkühlwassers vielleicht noch etwas besser ausnutzbar!?!?
Hallo Sebastian,
die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt. Drum habe ich 3 Rohrverlängerungen gekauft, 2x 4cm und 1x 2cm.
In der Ausgangssituation, Düse ohne Verlängerung in der HT-Kappe, hatte ich keinen Sog - im Gegenteil.
Dann habe ich mit 2,4,6,8,10 cm experimentiert. Das Ergebnis - 4cm passte am besten. Das ist das Venturi-Prinzip, in der Engstelle entsteht der höchste Sog.
100_0823.JPG
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#69

Beitrag von Punkt3 » Donnerstag 23. Februar 2017, 12:08

der_dennis hat geschrieben:Hast du denn einen passenden Gewindeschneider?
Hallo Dennis,

ich hab eben erst gesehen, dass du noch nach dem Gewindeschneider gefragt hast...
Gewindeschneider hab ich - ich hab den aus dem folgenden Post bestellt:

viewtopic.php?p=194246#p194246


Viele Grüße

Michael

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#70

Beitrag von der_dennis » Donnerstag 23. Februar 2017, 12:21

Achso,
ich hab auch einen aber noch keine Düsen. Sonst hätt ich dir meinen ausgeliehen
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#71

Beitrag von Punkt3 » Donnerstag 23. Februar 2017, 12:27

Achso :Smile
ja - hab jetzt ja einen. Aber trotzdem danke! :thumbup

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#72

Beitrag von mitch » Dienstag 14. März 2017, 17:13

Is ja 'nen Superteil! Hat jemand anders das schon nachgebaut und mag ein paar Fotos oder Erfahrungen einstellen?
@Düssel: Siehst du durch die Plexiglasscheibe eigentlich irgendwas? Könnte man nicht einfach eine Edelstahlscheibe auf einem etwas kleinerem Loch mit einer kleinen Schraube drauf schrauben? Dann könnte man auf Scharniere verzichten. Und kann man nicht auch statt Tri Clamp einen 180° Rohrbogen, 2" Edelstahl nehmen, da geht doch bloß Wasser durch?

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#73

Beitrag von der_dennis » Dienstag 14. März 2017, 18:16

Ja, ich. Hat alles ganz gut geklappt. Meine Version ist allerdings komplett aus HT-Rohren. Schwer war der Übergang zwischen BM Haube und der 110er Muffe da der Stutzen vom Braumeister kleiner als ein 110er Rohr ist. Habs jetzt erstmal testweise mit Hochtemperatursilikon abgedichtet, das Zeugs ist allerdings alles andere als Lebensmittelecht darum such ich grad nach einer Alternative. Vorher will ich aber erstmal wissen, ob das so klappt. Die untere Düse hab ich erstmal weg gelassen, mal schauen ob es auch so geht.
Für Vorschläge bzgl. Silikon bin ich jederzeit dankbar ;)
Die 1" Endkappe ist länger als die von Düssel, darum ist die Verlängerung zwischen Düsenkopf und Gardenaanschluss nur 30mm lang.
IMG_1195.JPG
IMG_1196.JPG
IMG_1197.JPG
IMG_1198.JPG
IMG_1199.JPG
Morgen wird mal mit Wasser getestet.

/edit: Das hier sieht doch gut aus, lebensmittelecht und bis 180°C zugelassen.
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#74

Beitrag von Düssel » Dienstag 14. März 2017, 22:41

mitch hat geschrieben:Is ja 'nen Superteil! Hat jemand anders das schon nachgebaut und mag ein paar Fotos oder Erfahrungen einstellen?
@Düssel: Siehst du durch die Plexiglasscheibe eigentlich irgendwas? Könnte man nicht einfach eine Edelstahlscheibe auf einem etwas kleinerem Loch mit einer kleinen Schraube drauf schrauben? Dann könnte man auf Scharniere verzichten. Und kann man nicht auch statt Tri Clamp einen 180° Rohrbogen, 2" Edelstahl nehmen, da geht doch bloß Wasser durch?
Hallo mitch,
man kann z.B. erkennen wie doll das kocht oder ob es am Anfang hochkocht. Durch den Kondensator-Sog entstehen an der Scheibe immer wieder beschlagfreie Stellen. Wenns hochkocht mach ich kurz Klappe auf und sprühe kurz Wasser rein, das geht in den ersten 10 Min. so. Dann ist alles Ok. Für diesen Zweck könnte man ja evtl. 2 - 3 Feinstnebeldüsen in den Deckel einbauen :Grübel Statt der Plexischeibe habe ich jetzt eine Makrolonscheibe, die hat sich bis jetzt nicht verzogen. Der Kondensator läuft in der jetzigen Form super. Für Tri-Clamp habe ich mich entschieden weil ich über den Stutzen in der Deckelmitte nach dem Kochen eine CIP-Düse aufsetzen möchte. Düse ist bestellt, ich bin aber noch skeptisch ob es was bringt?

der_dennis hat geschrieben:Ja, ich. Hat alles ganz gut geklappt. Meine Version ist allerdings komplett aus HT-Rohren. Schwer war der Übergang zwischen BM Haube und der 110er Muffe da der Stutzen vom Braumeister kleiner als ein 110er Rohr ist. Habs jetzt erstmal testweise mit Hochtemperatursilikon abgedichtet, das Zeugs ist allerdings alles andere als Lebensmittelecht darum such ich grad nach einer Alternative. Vorher will ich aber erstmal wissen, ob das so klappt. Die untere Düse hab ich erstmal weg gelassen, mal schauen ob es auch so geht.
Für Vorschläge bzgl. Silikon bin ich jederzeit dankbar ;)
Die 1" Endkappe ist länger als die von Düssel, darum ist die Verlängerung zwischen Düsenkopf und Gardenaanschluss nur 30mm lang.
Morgen wird mal mit Wasser getestet.

/edit: Das hier sieht doch gut aus, lebensmittelecht und bis 180°C zugelassen.
Hallo Dennis,
das sieht doch klasse aus. Silicon habe ich an anderer Stelle dieses eingesetzt. Aquarien-Tauglich und bis 180°C .
Bin mal gespannt wie die HT-Konstruktion mit Dampf funktioniert (geschätzt 130-140°C). Bitte berichten !!
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#75

Beitrag von philipp » Mittwoch 15. März 2017, 08:10

Heißer als 100°C wird es wohl nicht werden, so lange du den Dampf nicht überhitzt...
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#76

Beitrag von mitch » Mittwoch 15. März 2017, 09:10

Was mich ja noch brennend interessieren würde bevor ich losbaue: Wie ist das mit dem Kondensat am Deckel innen? Wieviel tropft zurück, wie groß ist der Unterschied zu einer echten Brüdenhaube? Vielleicht werde ich gleich erschlagen aber was macht überhaupt das Kondensat aus wenn es zurücktropft? Hat das was mit DMS zu tun?

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#77

Beitrag von DevilsHole82 » Mittwoch 15. März 2017, 10:21

:Grübel ich vermute hier noch einen grundlegenden Gedankenfehler. Laut Massenerhaltungsgesetz muss der Massenstrom von einströmenden (Wasseranschluss mit Zerstäubung + Dampf vom Kocher) gleich dem auströmenden Fluid sein.
Zudem muss eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit am Brüdenanschluss erreicht werden. Dazu solltest Du den Querschnitt des T-Stücks reduzieren.

Schau mal nach Venturi-Injektor. Wenn Du die Querschnitte falsch anordnest kehrst Du die Strömungsrichtung um. Der Brüdenanschluss muss den kleinsten Querschnitt haben.

EDIT: Querschnitte der Größe nach absteigend:
1. Einleitung mit Sprühnebel
1. = 2. Ausgang mit Sprühnebel + Brüdendampf
3. Injektionsanschluss Brüdendampf
Gruß, Daniel

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#78

Beitrag von Punkt3 » Mittwoch 15. März 2017, 11:03

Beim Pfannendunstkondensator greift aber nicht das Venturi-Prinzip, sondern das Prinzip der Dampfkondensation.

Dampf hat ein 1000-fach größeres Volumen als Wasser.
Der Dampf, welcher in der Pfanne entsteht wird zuerst einmal durch das viel höhere Volumen in den Brüdenkondensator gedrückt (kann ja nur dort raus).
Wird nun der Dampf im Kondensator kondensiert (schönes Wortgebilde), so entsteht durch die Volumenverringerung ein Sog, der wieder neuen Dampf aus der Pfanne nachzieht.

Von daher sollte man bei dem Aufbau hier keine Durchmesser verringern / vergrößern müssen...


Viele Grüße

Michael

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#79

Beitrag von DevilsHole82 » Mittwoch 15. März 2017, 14:42

Ah, OK. Dann ist es klar. Hab ich falsch gedacht. Ich war der Annahme es ging rein, um die Abführung oder -saugung des Dampf, da weiter oben vom Venturi-Prinzip die Rede war.

Wobei eine "richtige" Venturi-Absaugung auch interessant umzusetzen wäre.
Gruß, Daniel

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#80

Beitrag von der_dennis » Mittwoch 15. März 2017, 15:31

So, der Test läuft. 50l Wasser kochen und die Düse ist an. Das Wasser, das unten rauskommt, hat ca. 50°C, da kommt wohl echt noch ne zweite Düse dran.
Soweit alles gut, kein Dampf bzw. viel, viel weniger als sonst.

Heiner, macht dein Kondensator irgendwelche Geräusche? Meiner zischt wie eine Dampflok bei voller Fahrt. Evtl. kann ich ja noch eine Dampfpfeife einbauen die dann immer wie eine Lok pfeift wenn der BM eine Hopfengabe fordert oder das Kochen beendet ist :Bigsmile
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#81

Beitrag von Düssel » Mittwoch 15. März 2017, 15:37

Also das mit der 1000-fachen Volumenänderung gilt für geschlossene Kühlkreisläufe mit getrennten Kühl- und Dampfleitungen. Das ist hier nicht das Prinzip !
Ich bin kein Physiker aber meiner Meinung nach haben wir es mit dem Venturi-Prinzip zu tun. Die Engstelle ist das T-Stück durch die große Düse, die dort hinein ragt. Die Wirkung habe ich experimentell optimiert, wie schon vorher dargelegt.
Schaut euch bitte mal das kleine Video an, hier läuft der Dampfkondensator zur Demonstration "kalt".
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#82

Beitrag von Düssel » Mittwoch 15. März 2017, 16:16

philipp hat geschrieben:Heißer als 100°C wird es wohl nicht werden, so lange du den Dampf nicht überhitzt...
Wieder was gelernt. :thumbup
Der Dampf aus meinem Dampfreiniger hat lt. Anleitung 140°C, aber das ist was anderes.
mitch hat geschrieben:Was mich ja noch brennend interessieren würde bevor ich losbaue: Wie ist das mit dem Kondensat am Deckel innen? Wieviel tropft zurück, wie groß ist der Unterschied zu einer echten Brüdenhaube? Vielleicht werde ich gleich erschlagen aber was macht überhaupt das Kondensat aus wenn es zurücktropft? Hat das was mit DMS zu tun?
Wie viel zurück tropft kann ich nicht sagen, aber von einer schrägen Fläche (Brüdenhaube) läuft das Kondensat sofort zurück. Wenn ich meine Hopfenklappe im geschlossenen Zustand beobachte, sehe ich Beschlag und Tropfen. Das tropft dann runter wenn ich öffne. Entscheidend ist doch der Verdunstungsgrad oder liege ich da falsch ?
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#83

Beitrag von Punkt3 » Mittwoch 15. März 2017, 16:18

Düssel hat geschrieben:Also das mit der 1000-fachen Volumenänderung gilt für geschlossene Kühlkreisläufe mit getrennten Kühl- und Dampfleitungen. Das ist hier nicht das Prinzip !
Ich bin kein Physiker aber meiner Meinung nach haben wir es mit dem Venturi-Prinzip zu tun. Die Engstelle ist das T-Stück durch die große Düse, die dort hinein ragt. Die Wirkung habe ich experimentell optimiert, wie schon vorher dargelegt.
Schaut euch bitte mal das kleine Video an, hier läuft der Dampfkondensator zur Demonstration "kalt".
...naja :Smile
"Aus 1 Liter (entsprechend 1 kg) Wasser entstehen 1673 Liter Wasserdampf (unter Normalbedingungen)"

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserdampf

Natürlich entsteht ein kleiner Sog wenn man den Pfannendunstkondensator "trocken" betreibt - es bleibt aber dabei, dass der Dampf beim Kondensieren schlagartig sein Volumen wieder verringert - dadurch entsteht zusätzlich auch der entsprechende Sog. Optimieren müsste man das sogar noch können wenn der untere Teil (also dort wo das Wasser heraustropft) etwas verjüngt.

Das Ganze funktioniert dann natürlich nicht mehr "trocken" sondern nur wenn tatsächlich Dampf im Spiel ist... :Wink

Aber: weiter oben wurde ja auch schon gesagt: vielleicht ist es einfach ein Zusammenspiel von beiden Techniken... :Smile

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#84

Beitrag von Punkt3 » Mittwoch 15. März 2017, 16:20

unterm Strich ist es aber eigentlich auch egal: Hauptsach es funktioniert saan mir do im Saarland! :P

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#85

Beitrag von Düssel » Mittwoch 15. März 2017, 16:28

Punkt3 hat geschrieben:Optimieren müsste man das sogar noch können wenn der untere Teil (also dort wo das Wasser heraustropft) etwas verjüngt.
Ist doch schon passiert, siehe hier :Bigsmile
Gruß Heiner

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#86

Beitrag von Punkt3 » Mittwoch 15. März 2017, 16:29

Düssel hat geschrieben:
Punkt3 hat geschrieben:Optimieren müsste man das sogar noch können wenn der untere Teil (also dort wo das Wasser heraustropft) etwas verjüngt.
Ist doch schon passiert, siehe hier :Bigsmile
sag ich doch! :thumbsup :Drink :Drink

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#87

Beitrag von Düssel » Mittwoch 15. März 2017, 20:50

der_dennis hat geschrieben:So, der Test läuft. 50l Wasser kochen und die Düse ist an. Das Wasser, das unten rauskommt, hat ca. 50°C, da kommt wohl echt noch ne zweite Düse dran.
Soweit alles gut, kein Dampf bzw. viel, viel weniger als sonst.

Heiner, macht dein Kondensator irgendwelche Geräusche? Meiner zischt wie eine Dampflok bei voller Fahrt. Evtl. kann ich ja noch eine Dampfpfeife einbauen die dann immer wie eine Lok pfeift wenn der BM eine Hopfengabe fordert oder das Kochen beendet ist :Bigsmile
Hallo Dennis,
ein zischendes Geräusch macht meiner auch, ist aber nicht laut und stört nun wirklich nicht. Kann man auf dem kleinen Video vielleicht hören.
Bin mal gespannt wie das bei Dir in "Echt" geht, wegen Überkochen. Die zweite Düse ist schon empfehlenswert, dann dampft wirklich nichts mehr.
Wie lange hast Du gekocht ? Hast Du die Verdunstung gemessen ?
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#88

Beitrag von der_dennis » Mittwoch 15. März 2017, 22:11

Hm bei mir hört es sich tatsächlich anders an: Video Ja, das Teil steht auf der Badewanne; ja, das Klo ist in der Nähe und ja, da stehen die Shampooflaschen im Hintergrund. Bitte nicht steinigen, ich hatte keine Zeit/Lust das im Garten aufzubauen.
Da bin ich auch gespannt! Ich dachte bis jetzt, der BM kocht nicht so schnell über aber die Posts in dem anderen Thread bzgl Absaugung beim BM50 verunsichern mich da. Zumal ich keine Klappe habe um Wasser zu sprühen. Hab schon überlegt ein Fenster in die Haube zu schneiden aber die vier Löcher für die Griffe waren schon eine Qual. Werde den Deckel bei Kochbeginn einfach etwas anlupfen und zur Seite drehen, mal schauen. Gekocht hab ich 55l Wasser für 20min., danach waren ca. 2,5l weniger im Topf. Das wären dann 7,5l auf 60 Minuten bzw. 13,5%. Den Wasserverbrauch wollte ich auch messen, hab danach aber nicht mehr auf den Zähler geschaut :Ahh Wird nachgeholt sobald die zweite Düse eingebaut ist. Die Teile dafür hab ich vorhin gekauft aber das Schlauchstück, das bei dir ganz am Ende des Rohres ist hab ich nicht gefunden. Was genau ist das?
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#89

Beitrag von Punkt3 » Mittwoch 15. März 2017, 22:18

Hi Dennis,

kurze Frage: hast du die Feder im Inneren umgedreht - also von Hochdruck auf Normaldruck umgebaut?
Das hört sich so an als würde immer erst Druck aufgebaut, dann kurz gesprüht und dann wieder Druck aufgebaut...

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#90

Beitrag von der_dennis » Mittwoch 15. März 2017, 22:34

Servus, jo hab ich gemacht. Ohne Dampf sprüht das Teil auch einfach ganz normal, erst wenn der Dampf aus dem BM dazukommt fängt das Tuckern an.
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#91

Beitrag von Düssel » Donnerstag 16. März 2017, 00:20

der_dennis hat geschrieben: Die Teile dafür hab ich vorhin gekauft aber das Schlauchstück, das bei dir ganz am Ende des Rohres ist hab ich nicht gefunden. Was genau ist das?
Sollte eigentlich jeder Baumarkt haben.
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#92

Beitrag von Düssel » Donnerstag 16. März 2017, 00:41

der_dennis hat geschrieben:Servus, jo hab ich gemacht. Ohne Dampf sprüht das Teil auch einfach ganz normal, erst wenn der Dampf aus dem BM dazukommt fängt das Tuckern an.
Hmm, hast Du mal die Haube leicht angehoben ?
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#93

Beitrag von philipp » Donnerstag 16. März 2017, 08:26

der_dennis hat geschrieben:Servus, jo hab ich gemacht. Ohne Dampf sprüht das Teil auch einfach ganz normal, erst wenn der Dampf aus dem BM dazukommt fängt das Tuckern an.
Resonanzfrequenz getroffen? Quasi ein Impulsstrahltriebwerk auf Wasserdampfbasis?
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#94

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 16. März 2017, 09:10

Man könnte eine Optimierung der Anlage durch Kombination der beiden Techniken erreichen. Einen Dampfkondensator mit Venturi-Injektion.

Dazu wählt man gleichen Durchmesser für die kollinearen Öffnungen des T-Stücks und einen kleineren für den Brüdenanschluss. Die Zerstäuberdüsen werden wie bei Dennis auf Höhe der Mündung eingebaut. Zusätzlich bläst ein Lüfter von oben Luft ins System.

Vielleicht sagt meine Skizze mehr:
Dateianhänge
Venturi Dampfkondensator.JPG
Venturi-Dampfkondensator
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#95

Beitrag von philipp » Donnerstag 16. März 2017, 09:14

Warum willst du das verkomplizieren?

Wenn ich mir die Leistungsdaten weiter oben anschaue (60l Wasserverbrauch während des Kochens - keine Kondensation im Raum) ist doch eigentlich alles schon top.

Nicht, dass du mit einer Luft, die du durch den Wassernebel treibst, mehr Feuchtigkeit in die Raumluft einbringst als es ohne der Fall gewesen wäre. Noch dazu bringt es ja nicht sooo viel wenn dadurch nicht der Wasserverbrauch signifikant sinken würde...
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#96

Beitrag von Düssel » Donnerstag 16. März 2017, 09:24

philipp hat geschrieben:Warum willst du das verkomplizieren?

Wenn ich mir die Leistungsdaten weiter oben anschaue (60l Wasserverbrauch während des Kochens - keine Kondensation im Raum) ist doch eigentlich alles schon top.

Nicht, dass du mit einer Luft, die du durch den Wassernebel treibst, mehr Feuchtigkeit in die Raumluft einbringst als es ohne der Fall gewesen wäre. Noch dazu bringt es ja nicht sooo viel wenn dadurch nicht der Wasserverbrauch signifikant sinken würde...
Das sehe ich im Augenblick auch mal so, das Ding funktioniert !
Die Lokomotive bei Dennis kommt von einem andauernden Strömungsabriss weil der Deckel warscheinlich sehr dicht ist. Kann man testen - Deckel leicht anheben oder Silicondichtung ausbauen.
Dennis sollte erst mal die zweite Düse anbauen und die untere Verengung als "Strömungsbremse" .
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#97

Beitrag von der_dennis » Donnerstag 16. März 2017, 15:46

Hm den Deckel hab ich eigentlich mal angehoben. Naja die Düse und das Endstück sind bestellt, sobald alles da ist schau ich mal ob mein BM immer noch zischt wie eine Lok.
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#98

Beitrag von mitch » Dienstag 21. März 2017, 11:11

Bin noch am basteln...aber mir fehlt die Bezugsquelle bzw. die zündende Idee für die untere Düse. Der Chinashop hat keine mehr und dort ist die Leistung mit 30-150 L/h angegeben. Bei ebay gibts nur welche mit 60-200 L/h (also von diesen Verstellteilen). @Düssel: Gehe ich recht in der Annahme, dass deine untere Düse auf der kleinsten Leistung läuft (30 L/h)? Sonst wäre ein Verbrauch von 70 L/h - gesamt, ja wohl nicht zu machen. Dass oben so viele Düsen sind ist ja durch Versuche mit nur einer Wasserquelle, oben entstanden. Ob es wohl auch funktioniert wenn man 2 von diesen normalen Verstelldüsen, unten und oben nimmt?

Den hier habt ihr sicher schon gesehen: https://conical-fermenter.com/SP500COND ... enser.html
Da kann man nochmal eine Variante sehen wie andere es machen. Allerdings wundert mit der Wasserdurchsatz der angegebenen Düsen: der liegt pro Stück bei 6 bar Druck um die 200 L/h und verbaut sind 3. :Shocked

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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#99

Beitrag von der_dennis » Dienstag 21. März 2017, 12:47

Ich hab die hier von Amazon
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Re: Dampfkondensator statt Brüdenhaube

#100

Beitrag von glassart » Dienstag 21. März 2017, 14:04

wie wird es eigentlich beim BT gemacht -ich glaube der arbeitet ohne Wassereinsprühung, oder ?

VG Herbert

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