Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

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Hannes2310
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Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#1

Beitrag von Hannes2310 » Dienstag 25. April 2017, 15:06

Hallo zusammen,

ein Braukollege hat mir sein Rührwerk ausgeliehen und ich war begeistert.
Durch eine Temperatursteuerung konnte ich die Maische unbeaufsichtigt arbeiten lassen und mein Kind ins Bett bringen.
Vorher begann ich nach dem Einschlaf-Prozedere und der Brauprozess endete dann erst zw. 2 und 3 Uhr ohne Reinigung.
Mit Rührwerk Mitternacht oder max 1 Uhr.

Also wollte ich auch ein Rührwerk und woltle auch gerne ein wenig basteln.
Ich wollte auch gleich alles aus Edelstahl fertigen, da man damit keine Probleme haben wird.

Hier die Fotos:
20170424_221516_resized.jpg
20170424_221526_resized.jpg
20170424_221537_resized.jpg
Hier fehlt noch der Tortenstreichplatte und der 3. Ikea Bratenwender. Die sind wichtig für die Verwirbelung und Temperaturdurchmischung, sonst bildet sich ein Maischekegel unterhalb des Rührwerks (habe mit 3mm Luft zw. Boden und Rührwerk kalkuliert) und eine unterschiedliche Temperatur im Kessel.

Einkaufliste:
Motor und Netzteil wie Sascha von Brauhardware dokumentiert
- Motor: 15,19 EUR +5,15 EUR Versandkosten
- Netzteil 9,85 EUR + kostenlosen Versand
- Edelstahlblech 2mm, gekantet für 12,99 EUR+ 5,95 EUR Versand bei ebay@blechboerse.de
- Rohr 12 mm D, Wandstärke 1,5mm, 288 mm lang für 1,45€ +6,50 EUR Versand bei info@hls-tactical.de
- 3 x IKEA KONCIS Bratenwender aus Edelstahl für je 2,49
- EDELSTAHL Torten Streichplatte 37cm für 5,77 EUR + kostenlosen Versand http://www.ebay.de/itm/EDELSTAHL-Torten ... Sw7n9XE1W8
- Schrauben, Muttern und Splint für ca. 3 EUR + 5 EUR Versand bei https://online-schrauben.de/shop/shippinginfo
Zusätzlich musste ich mit noch VA Bohrer kaufen (3 EUR) und beim Schlosser (für das große Loch im Blech) und Nachbarn für die kleinen Löcher, da ich seine Standbohrmaschine nutzte, ein paar Bier lassen.

Zusammen 81,32 EUR bzw. 51,13 EUR ohne Motor und Netzteil, damit man es mit dem Rührwerk vom Sascha / Brauhardware vergleichen kann.

Mein Tipp: Wer nicht handwerklich begabt ist und auch sonst nicht viel Werkzeug besitzt, sollte sich lieber ein fertiges Rührwerk kaufen :-)

Gruß Hannes
PS: Für günstigere Quellen oder Verbesserungsvorschläge habe ich immer ein offenes Ohr/Auge.

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#2

Beitrag von bierbernie » Dienstag 25. April 2017, 16:05

Hi Hannes,

"sonst bildet sich ein Maischekegel unterhalb des Rührwerks" ich habe am unteren Rührblech eine Edelstahlkette montiert, die über den Boden schleift. Da brennt nichts an. Ansonsten toll.
Gud Sud
Bernd

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#3

Beitrag von M0ps » Dienstag 25. April 2017, 18:15

Das sieht sehr interessant aus! :thumbup

Ich plane aktuell auch den Selbstbau und mein Plan sieht erstaunlich ähnlich aus ^^. Als Deckel wollte ich mir allerdings eine Platte aus Plexiglas lasern lassen und das Paddel von Brauhardware kaufen. (letzteres ist preislich schon ne Nummer)
Wo willst du denn den 3. Pfannenwender hinschrauben? Soll der oben als Prallblech an den Deckel?

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#4

Beitrag von Beerkenauer » Dienstag 25. April 2017, 19:43

Das Plexiglass kannst Du auch gut mit speziellem Sägeblättern für die Stichsäge selbst aussägen.
Habe ich für den Deckel meines Rührwerk auch so gemacht. Hat gut geklappt.

Stefan

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#5

Beitrag von liuto » Dienstag 25. April 2017, 20:42

Sieht doch ganz prima aus, Hannes.

Aber deinem Fazit kann ich mich allerdings nur anschließen. Wegen der relativ niedrigen 48€ Ersparnis auf ein fertiges nahezu perfektes von Sascha lohnt sich die Nummer eigentlich nicht, wenn man nicht große Lust am basteln hat und sowieso zu Ikea muß.

Irgendwie reizt mich inzwischen auch die Kombirast im Thermoport und das klassische Dekoktionsverfahren. Das muß doch auch ohne chinesische Getriebemotoren und hochgenaue Temperaturregelungen funktionieren, jedenfalls hat es das doch jahrhundertelang so geklappt.

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 25. April 2017, 21:54

liuto hat geschrieben:Das muß doch auch ohne chinesische Getriebemotoren und hochgenaue Temperaturregelungen funktionieren, jedenfalls hat es das doch jahrhundertelang so geklappt.
Blasphemie!!! :P :Bigsmile
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Jens

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#7

Beitrag von M0ps » Mittwoch 26. April 2017, 00:34

@Beerkenauer: Ja allerdings habe ich keine Stichsäge. Außerdem hat man glatte Schnittkanten und ich kann auch direkt das loch in der Mitte setzen lassen. Bei echtem Plexiglas ist halt primär das Material teuer - der Laserzuschnitt macht das nicht viel aus.

@liuto:
Nix gegen Saschas Produkte, aber das kleinste Rührwerk kostet 115€ inkl Versand - das sind also gut 60€ Ersparnis bzw über den Daumen 60%.
Und klar geht auch ohne, aber wo Maische geheizt wird, muss gerührt werden. Ob manuell oder mit chinesischem Motor ist dem Bier egal^^ Oder meinst Kombirast ohne Nachheizen?

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#8

Beitrag von liuto » Mittwoch 26. April 2017, 05:07

Ja genau. Der Thermoport hält die Temperatur sehr gut, man kann auch etwas heißes Wasser zugeben.

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#9

Beitrag von Hannes2310 » Mittwoch 26. April 2017, 10:42

liuto hat geschrieben:Ja genau. Der Thermoport hält die Temperatur sehr gut, man kann auch etwas heißes Wasser zugeben.
Gernot,
den Gedanken mit dem Themoport hatte ich auch.
Wasser auf Kombirasttemperatur bringen, Schüttung rein und Deckel drauf. Aber für ein Weizenbier bspw. brauchst du auch andere Rasten, daher habe ich mich für die Temperatursteuerung mit Inkbird und einem Rührwerk entschieden. Da du aber kein Weizen trinkst, wäre dir dies gleich ;-)

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#10

Beitrag von Hannes2310 » Mittwoch 26. April 2017, 10:48

M0ps hat geschrieben:Das sieht sehr interessant aus! :thumbup

Ich plane aktuell auch den Selbstbau und mein Plan sieht erstaunlich ähnlich aus ^^. Als Deckel wollte ich mir allerdings eine Platte aus Plexiglas lasern lassen und das Paddel von Brauhardware kaufen. (letzteres ist preislich schon ne Nummer)
Wo willst du denn den 3. Pfannenwender hinschrauben? Soll der oben als Prallblech an den Deckel?
Genau,
sowohl der Pfannenwender als auch der Tortenstreicher kommen als Prallblech leicht angeschrägt an den Träger, damit der Temperaturausgleich wz. Oben und Unten gegeben ist und damit ich die Ströhmung beeinflusse.

Gruß Hannes

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#11

Beitrag von metaler143 » Mittwoch 26. April 2017, 10:59

Ich habe sowohl einen Einkocher mit Rührwerk und CraftBeerPi-Steuerung, als auch einen Thermoport. Finde ich so ganz praktisch, da einfache Kombirast-Biere schnell und einfach im Thermoport gemaischt werden können (Zeit- und Reinigungsaufwand empfinde ich hier schon als deutlich geringer), andere Biere wie Weizen dann im Einkocher gemaischt werden können, wobei der Thermoport dann als Läutereimer dient.

Sieht aber echt schick aus dein Rührwerk, hätte ich nicht schon eins, würde ich das Nachbauen :thumbup

Grüße, Jakob

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#12

Beitrag von Corky » Mittwoch 26. April 2017, 13:25

Moin Hannes,
sieht echt gut aus, dein Rührwerk!
Beim Setup mit Rührwerk und Inkbird Temperatursteuerung hat mich zuletzt nur noch gestört, dass man bei den Temperaturwechseln eingreifen muss. Klar ist das Jammern auf hohem Niveau, aber da ich ja auch Kinder habe die in's Bett gebracht werden wollen, war das bei vier Rasten für ein Wit schon ein bisschen hin und her.
Das habe ich nun mit meiner Eigenbau AiO-Brausteuerung auf Arduino-Basis gelöst. Für 55 EUR, größtenteils mit China Komponenten. Funksteckdosen kommen strenggenommen noch dazu, aber die hatte ich zum Glück schon.
Leider steht der erste Einsatz noch aus, bin schon sehr gespannt!
Viele Grüße
Dirk

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#13

Beitrag von Sura » Mittwoch 26. April 2017, 13:35

Hannes2310 hat geschrieben:
liuto hat geschrieben:Ja genau. Der Thermoport hält die Temperatur sehr gut, man kann auch etwas heißes Wasser zugeben.
Gernot,
den Gedanken mit dem Themoport hatte ich auch.
Wasser auf Kombirasttemperatur bringen, Schüttung rein und Deckel drauf. Aber für ein Weizenbier bspw. brauchst du auch andere Rasten, daher habe ich mich für die Temperatursteuerung mit Inkbird und einem Rührwerk entschieden. Da du aber kein Weizen trinkst, wäre dir dies gleich ;-)
Hm. Ich habe grade einen Weizenbock in einem Thermoport gemacht. Mit vier Rasten. Ohne Rührwerk. Nur mit Heisswasser. :P
(Ich mache übrigens regelmässig mehrere Rasten, das ist jetzt wirklich kein Problem.)
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#14

Beitrag von Hannes2310 » Donnerstag 27. April 2017, 11:45

Sura hat geschrieben:
Hm. Ich habe grade einen Weizenbock in einem Thermoport gemacht. Mit vier Rasten. Ohne Rührwerk. Nur mit Heisswasser. :P
(Ich mache übrigens regelmässig mehrere Rasten, das ist jetzt wirklich kein Problem.)
Hi Sura,

Prima, dass du dies hinbekommen hast und ich denke, dass es gut machbar ist.
Lutio und ich hatten jedoch den Gedanken, nur die Kombirast im Thermoport zu fahren, damit man minimalen Aufwand und somit Zeit für die Kinder hat. Sprich: den Pott mit Wasser heizen, Schüttung rein, Pott schließen und abwarten bis zum Läutern.

Die Stufenrast im Thermoport ergibt keinen Unterschied ggü. dem Gebrauch von semiautom. Temperatursteuerung mit Rührwerk. Oder?

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#15

Beitrag von Sura » Donnerstag 27. April 2017, 12:51

Ich kann keinen direkten Vergleich anbieten. Es gibt _für_mich_ den Vorteil, das die Geruchs- und Geräuschbelastung beim brauen deutlich geringer ist. Vom Prozess her fehlt einem natürlich die Aufheizzeit zwischen der Maltose und der Verzuckerungsrast. Ich füge da immer "frei Hand" eine kleine Kombirast von 10min auf halber Strecke ein. Das ist aber mehr eine gefühlte Kompensation. Mit Zahlen nachweisen das es wirklich wichtig wäre kann ich nicht.
Du musst halt alle Mengen aufeinander anpassen. Daher ist der Ausschlag auch je nach Stammwürze und Maischeprogramm anders, weil das Verhältnis beim einmaischen (und bei den späteren Rasten) halt sehr von der Einmaischtemperatur, der angepeilten Stammwürze und der angepeilten Nachgussmenge abhängig ist. Insofern ist eine gute die Ausbeute hier von Vorteil. Spielt sich aber alles auch irgendwie ein.

Wenn man es drauf anlegt "man eben schnell" zu brauen, kann man eine Kombirast machen, den Nachguss nur optional einplanen, beim läutern direkt die Platte hochheizen und in unter 4h ist der Brautag fertig.
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#16

Beitrag von RKristof » Donnerstag 27. April 2017, 13:22

Sieht sauber aus Hannes!

ich habe mir auch ein Rührwerk gebaut mit ähnlichem Design, allerdings habe ich das Paddel ähnlich gebaut wie die Modelle von "Brauhardware".
Der Vorteil von den gebogenen Oberteilen ist, dass sie wie Propeller-Flügel funktionieren, und die Würze von unten nach oben gefördert wird.
In Kombination mit einem Prallblech ist das Zeug so gut durchgemischt wie möglich. Das schreibe ich auch für diejenigen, die erst anfangen zu basteln.
Ich will meine Anlage nicht komplett automatisieren, da meiner Meinung nach genau das verloren gehen würde was Hobbybrauen ausmacht, allerdings
wenn man nicht die ganze Zeit am Kessel stehen und rühren muss, hat man eine freie Hand um Bier zu trinken. ;-)

Gruß,

Kristof

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#17

Beitrag von Hannes2310 » Donnerstag 27. April 2017, 14:33

RKristof hat geschrieben: Der Vorteil von den gebogenen Oberteilen ist, dass sie wie Propeller-Flügel funktionieren, und die Würze von unten nach oben gefördert wird.
In Kombination mit einem Prallblech ist das Zeug so gut durchgemischt wie möglich. Das schreibe ich auch für diejenigen, die erst anfangen zu basteln.
H Kristof,
hast du ein Foto für uns? Und kast du das gebogende Oberteil selbst gefertigt?

Gruß Hannes

RKristof
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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#18

Beitrag von RKristof » Sonntag 7. Mai 2017, 17:59

Hallo an Alle,

Hier die Fotos, ich baue gerade auch einen Deckel aus Edelstahl. Dss 2 Foto ist mein Provisorium, funktioniert aber auch super. :DDD

Gruß
Dateianhänge
DSC_0126.JPG
Aus Stahl
DSC_0129.JPG
Das Holzding

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#19

Beitrag von Piepette » Mittwoch 10. Mai 2017, 21:50

Hallo RKristof,

sieht super aus. Ich habe mir ein Rührwerk aus einer Gewindestange und Lochplatten gebaut. Bin mit der Lösung aber absolut nicht zufrieden (zumal auch nicht alle Komponenten aus Edelstahl sind).

Vielleicht kannst du ja ein paar Fragen beantworten... Wie bekommst du denn die Stange an das Gewinde des Scheibenwischermotors? Ist die Stange von innen hohl, falls ja wie sieht es dann mit der Reinigung aus? Und zu guter letzt: Wie hast du dieses perfekt geformte Paddel unten gebaut? :D

Beste Grüße,
Piepette

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#20

Beitrag von haefner » Montag 29. Mai 2017, 12:53

Die Frage von Pipette, wie der Rührer mit dem Motot verbunden wird, habe ich mich auch schon gefragt. Sehe ich da oben am Rührer kleine Löcher, wo einfach Schrauben gegen das Gewinde gedreht werden?

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#21

Beitrag von t-u-f » Donnerstag 6. Juli 2017, 10:31

haefner hat geschrieben:
Montag 29. Mai 2017, 12:53
Die Frage von Pipette, wie der Rührer mit dem Motot verbunden wird, habe ich mich auch schon gefragt. Sehe ich da oben am Rührer kleine Löcher, wo einfach Schrauben gegen das Gewinde gedreht werden?
Mein Schiebenwischer-Motor hatte ein M6-Innengewinde...

Falls du dein Rührwerk aus Buchenholz bauen willst..

Bild

Schimpft sich Stock-Straube..
Gibt es in VA und in Verzinkt....
.. bedenke.. VA ist besser..
Einzeln bekommst du die bei deinem Lüftungsbauer bzw. Klempner um die Ecke,
Ich denke beim Lüftungsbauer eher in VA als beim Klempner...

T-u-F
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Stock.png (18.43 KiB) 4895 mal betrachtet
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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#22

Beitrag von Bitter » Donnerstag 6. Juli 2017, 18:45

Die einfachste Methode, um das Rührwerk mit dem Scheibenwischermotor zu verbinden, ist eine M8-Gewindestange + M8-Langmutter + M8-Mutter als Konterverschraubung.
Langmutter auf das Motorgewinde schrauben, dann Mutter auf die M8-Gewindestange und dann die Gewindestange wieder auf die Langmutter. Mit der M8-Mutter kontern - hält bombenfest.
Am unteren Ende der Gewindestange dann das Rührwerk mit zwei M8-Muttern verschrauben. Das Befestigungsloch im Rührpaddel muss natürlich im 90°- Winkel zur Gewindestange ausgerichtet sein.

Gruß Lothar

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#23

Beitrag von Mjoelnir » Montag 23. Oktober 2017, 22:03

Bitter hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 18:45
Am unteren Ende der Gewindestange dann das Rührwerk mit zwei M8-Muttern verschrauben. Das Befestigungsloch im Rührpaddel muss natürlich im 90°- Winkel zur Gewindestange ausgerichtet sein.
Hast du eine Idee, wie man das am besten realisiert, dass das Rührpaddel nicht durchdreht, wegen des Widerstandes? Einfach nur stark festschrauben ist glaube ich eher problematisch. Schweißen ist für mich auch blöd.
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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#24

Beitrag von Bitter » Dienstag 24. Oktober 2017, 09:12

Hallo Daniel,

das Paddel sitzt bombenfest, da musst Du Dir keine Sorgen machen.

befestigung_paddel.jpg

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#25

Beitrag von fg100 » Dienstag 24. Oktober 2017, 10:20

Bitter hat geschrieben:
Dienstag 24. Oktober 2017, 09:12
....
das Paddel sitzt bombenfest, da musst Du Dir keine Sorgen machen....
Und wenn du noch die Scheiben weg lässt hält das noch besser. Scheiben sind die am häufigsten verwendeten unnützlichen Teile bei Stahlverbindungen.
Außer du hast das Loch zu groß gebohrt.

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#26

Beitrag von Bitter » Dienstag 24. Oktober 2017, 10:30

Das sind doch Federringe, kann man auf dem Foto nicht erkennen. Die üben doch einen Druck auf die Mutter aus, so dass die Verbindung besser hält!

Gruß Lothar

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#27

Beitrag von Mjoelnir » Dienstag 24. Oktober 2017, 10:34

Hast du das Paddel selber gebaut oder gekauft?
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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#28

Beitrag von Bitter » Dienstag 24. Oktober 2017, 10:47

Das hat mir ein Kollege netterweise hergestellt, genaugenommen zwei davon. Da die Teile unverwüstlich sind, habe ich eines über! Schick mir deine Anschrift via PN und ich lasse Dir ein Exemplar zukommen, natürlich kostenlos!

Gruß Lothar

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#29

Beitrag von fg100 » Dienstag 24. Oktober 2017, 10:58

Bitter hat geschrieben:
Dienstag 24. Oktober 2017, 10:30
Das sind doch Federringe
Hallo Lothar,
leider noch schlimmer.
Falls es dich interessiert. In Wikipedia ist das so allgemein zusammengefasst. Lese dir das mit den unwirksamen Sicherungselementen mal durch. Aus beruflicher Erfahrung stimmt das was die Theorie sagt tatsächlich auch praktisch.
Grüße Franz
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schraubensicherung

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#30

Beitrag von Bitter » Dienstag 24. Oktober 2017, 11:21

Hallo Franz,

dass Federringe zu den "Unwirksamen Schraubenverbindungen" gehören, war mir nicht bekannt! Danke für den Hinweis! Fazit: "Man lernt immer noch dazu".

Gruß Lothar

Skady
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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#31

Beitrag von Skady » Mittwoch 14. März 2018, 01:29

Hallo,
zuerst mal sieht das was ihr da gebaut habt super aus! Aber wie ist es denn mit der Reinigung? Sowohl das hohle Rohr in das von unten Maische eindringt als auch die Gewindestange stelle ich mir schwierig zu reinigen vor. Oder hast du das Rohr unten irgendwie verschlossen? Wäre eine Vollmetall Stange die am Motor-Ende 8mm aufgebohrt wurde nicht praktischer?

Beste Grüße
Skady

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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#32

Beitrag von t-u-f » Donnerstag 15. März 2018, 20:37

Moin Skady,

Praktischer vielleicht...
..aber nicht znbedingt..

Ich sehe darin folgende Probleme:
Falls in dem Sackloch sich Maische befindet ist es schwieriger diese wieder raus zubekommen,
Bei einem Rohr einfach mit Luft, danach mit Wasser sauber machen/Durch pusten...
ein Sackloch in einem Vollmaterial zu bohren ohne Drehbank :Shocked :Angry
am besten noch in V2A - vergiss es...

Mein Schlosser hat mir eine Achse gedreht in 10mm V2A oben ein M6-Sackloch Gewinde für den Scheibenwischer Motor,
unten ein M8-Gewinde auf Pass.
Der Impeller hat Mittig eine Langmutter wo 3 Flügel verschweisst sind...
Nach dem Brauen kann ich das Gestänge und Flügel abschrauben, in der SpüMa legen und reinigen, danach die Gewinde die in der Maische waren aus bzw. abbürsten....

Gruß euer
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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#33

Beitrag von jinpanse » Freitag 23. März 2018, 20:47

Sieht gut aus eurer Rührwerk nur leider ist alles aus Holz.

Im Moment ist meins auch noch aus Holz, aber demnächst wird ein neues Rührwerk gebaut.

Bis jetzt hab ich erst den Deckel von dem Rührwerk fertig. Deckel und Paddel werden Edelstahl gefertigt.
Die anderen Komponenten wollte ich eig. komplett Drucken mal sehen wie das klappt. :Bigsmile
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Re: Eigenbau: Rührwerk aus Edelstahl

#34

Beitrag von Zwieseltaler » Samstag 23. Juni 2018, 12:59

Hi,
ich würde gerne auch mein Rührwerk für meinen 75L Topf aus Edelstahl vortsellen. Das besondere daran ist, dass ich alle Edelstahlteile bei einem Online Shop nach CAD Files hab lasern lassen. Die Files dazu hab ich für den Nachbau veröffentlicht. https://zwieselbrau.wordpress.com/2018/ ... ruehrwerk/.
André

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